Reise

Olivenverarbeitung im Oleatrium

Türkei-Oleatrum (42)

Viele Technikmuseen habe ich in den letzten Jahrzehnten bereits gesehen. Aber das Oleatrium im Değirmen Park an der Südägäis in der Türkei, gehört zu den für mich interessantesten Museen. Es befindet sich rund 15 Kilometer südlich von Kuşadası an der Straße nach Davutlar.

Es besticht nicht etwa wegen seiner Größe. Nein, das Oleatrium ist ein kleines, feines Museum, das mehr ist als ein profanes Olivenölmuseum. Alles über die Olivenverarbeitung im Oleatrium

Ein Besuch lohnt unbedingt. Zum einen ist da die historische Abfolge verschiedener Techniken der Olivenverarbeitung zu erleben. Zum anderen  faszinierten mich dort die gezeigten vielen originalen Maschinen. Dabei gibt es nicht nur mehrere Dampfmaschinen, sondern auch einzigartiges Zubehör.

Eines der beliebtesten und berühmtesten Produkte des Mittelmeerraums ist das Olivenöl. Vor allem an der Westküste der Türkei, die auch als Olivenküste bekannt ist, wird das Öl seit einigen hundert Jahren hergestellt. Das Museum „Oleatrium“ nimmt seine Gäste mit in die Geschichte und zeigt wie früher aus den Früchten des Olivenbaums das wertvolle Öl gewonnen wurde.

Ja, auch alte historische Trecker, wie Lanz Bulldog oder andere Techniktrümpfe aus Uropas Tagen haben die Betreiber des Oleatrium auf den 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zusammengetragen.

2011 wurde das Oleatrium eröffnet und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Fragen werden methodisch gut beantwortet. Etwa die, welchen Weg die Oliven im Mittelmeerraum von Syrien über die Türkei bis ins heutig Europa zurückgelegt haben.

Beginnend mit der Zeit 6000  v.Chr., der römischen, byzantinischen Zeit bis zu Maschinen der 80/90 er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ich wollte ja schon immer mal wissen, wie Olivenöl gewonnen wird. In der Ölmühle werden die Oliven gewaschen, mitsamt dem Kern zerkleinert und schließlich durch Pressung oder Zentrifugation der Saft aus den Früchten gewonnen. Die Gewinnung von Olivenöl kann im Chargenbetrieb (traditionelles Verfahren) oder im kontinuierlichen Betrieb (modernes Verfahren) erfolgen.

Schon die Präsentation des Außengeländes ist ansprechend. Links und rechts des Hauptgebäudes sind unter einem Schleppdach verschiedene Arten des Transportes von Oliven aufgestellt. Nicht nur der bereits erwähnte Lanz Bulldog, auch der lange Zeit gebräuchliche Eselkarren ist zu sehen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass das Oleatrium vom Besitzer der Değirmen-Farm eingerichtet wurde.

Alles über die Olivenverarbeitung im Oleatrium

Zum Unternehmen der Familie Tonbul gehören auch die beliebten Paloma-Hotels. Über die Değirmen-Farm lest ihr hier noch auf meiner Seite.

Im Innern des Oleatrium wird es dann lebendig. Videovorführungen werden ergänzt durch plastische Modelle mit lebensgroßen Figuren. So wusste ich bislang nicht, dass es eine Vielzahl von Olivenpressen geübt, darunter Einfach- und Doppelpressen. Empfehlenswert ist sich einer Führung durch das recht große Areal anzuschließen. Die Beschilderung der Produktionsszenen und des Maschinenparkes ist in Türkisch und englisch.

Aber nicht nur die Technik der Olivenölherstellung wird gezeigt. Ausführlich werden die gesundheitlichen Aspekte dargestellt. So wird auch ein klassischer Haman vorgestellt.

Ob als Leuchtmittel, Brennstoff, in der Küche oder als Pflegeprodukt die Verwendung von Oliven ist vielseitig. Am Ausgang des Oleatrium kann man dann nicht nur Olivenöl in allen Varianten und zu verschiedenen Preisen, sondern auch die Yerlim-Pflegeserie erwerben.

  • Informationen zum Oleatrium
  • Adresse: Caferli Mahallesi, Atatürk Cad. Nein: 128 Kuşadası / Aydın – Türkei Postleitzahl: 09430
  • Internet: https://www.oleatrium.com/
  • Mail: info@oleatrium.co
  • Telefon: 00 90 256 681 21 48 , Ext.: 233
  • Anfahrt: von Kuşadası Richtung Söke halten, nach rund 7 Kilometern rechts Richtung Davutlar. Nach der Abzweigung noch einmal rund fünf Kilometer linksseitig. Parkplätze vorhanden.
  • Eintritt: 15 TL

Sehenswert sind die Hanghäuser von Ephesus ebensowie die antike Stätte Ephesus selbst.

hier der Bericht über meinen letzten Besuch in Ephesus.

Die Recherche nach Ephesus wurde von Öger Tours unterstützt. Hier geht es zur Seite des spezialisierteTürkei-Reiseveranstalters.

Ob man in die Türkei in diesen bewegten Zeiten reisen soll ? Mit derBeantwortung dieser Frage setzt sich ein Blogbeitrag auf reisezeilen.de auseinander. Der Meinung der Verfasserin stimme ich zu.

Empfehlenswert: der derzeit beste Reiseführer zur türkischen Mittelmeerküste kommt aus dem Michael Müller Verlag und kann hier bestellt werden.

Reiseführer
Türkei Mittelmeerküste

Michael Bussmann, Gabriele Tröger

Michael Müller Verlag, 504 Seiten, farbig, 162 Fotos
ISBN 978-3-89953-975-2
22,90 EUR (D)
Buch: 10. Auflage 2015

 

Hotels

Best Western Plus Baltic Hills Usedom

Aussenaufnahme Hotel (2)Foto:: Best Western Plus Hotel Baltic Hill

(Werbung) Es muß nicht immer ein Hotel in der 1. Reihe direkt am Strand auf der Insel Usedom sein. Wir haben mit dem Best Western Plus Baltic Hills Usedom eine Hotelperle gefunden, die sich nur vier Kilometer vom Seebad Ahlbeck, im kleinen Ort Korswandt befindet. Und erlebten eine positive Überraschung. Hat man ein Zimmer auf der rückwärtigen Seite gebucht, so schaut man auf Deutschlands erstem 19 Loch Golfplatz. Aber es gibt noch mehr freudige Entdeckungen.

Empfangsbereich des Best Western Plus Baltic Hills Usedom

Das Foyer des familiengeführten Hotels empfängt mit warmen Tönen. Freundlich geben die Mitarbeiterinnen an der Rezeption Auskunft über das aktuelle Geschehen. Wo ist was und wann hat das gegenüberliegende Golfplatzrestraurant geöffnet.  Ich schaute mir den Wellnessbereich an. Die Größe hatte ich nicht erwartet. Und wer sich ein Fahrrad ausleihen will, auch das organisieren die Damen an der Rezeption. Ihr herzlicher Ton ist nicht antrainiert. Es sind Frauen aus der Umgebung, die ihren Beruf lieben.

Empfang Best Western Plus Hotel Baltic Hill Usedom
Gemütlich empfängt die Lobby die Gäste Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Freundliche Damen an der Rezption Best Western Plus Baltic Hills Usedom Foto: D.Weirauch
Freundliche Damen an der Rezeption Foto: D.Weirauch

Zimmer im Hotel Best Western Plus Baltic Hills Usedom

Die insgesamt 84 modern eingerichteten Zimmer, Suiten und Familienappartements von 25 bis 95 Quadratmeter Größe sind mit allem Komfort ausgestattet und verfügen über Balkon oder Terrasse.

Großzügig gestaltet ist die Junior Suite, Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hills Usedom
Großzügig gestaltet ist die Junior Suite, Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hills

Das Design des Best Western Plus Baltic Hills Usedom ist modern und luftig. Die Ostsee ist ja nahebei. Das  WLAN funktioniert tadellos. Auf Wunsch gibt es zwei oder mehr Accounts. Kleiner Wehmutstropfen. Wer zur Straße hin bucht, hat den Parkplatz im Blick. Dafür sind die Zimmer preiswerter als Richtung Golfplatz.

Blick in ein Superior Zimmer Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Blick in ein Superior Zimmer Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hills

Essen und Trinken im Hotel Best Western plus Baltic Hills

Im Winter hat das Restaurant des Best Western Plus Baltic Hills Usedom geöffnet. In den anderen Monaten gibt es dort nur das Frühstücksbuffet. Das Büffet im Hotelrestaurant wird durch ein weißes Leucht-Regal nur leicht vom Gastraum abgetrennt, sodass das Golfplatzpanorama von überall im Restaurant zu sehen ist. Highlight des Restaurants ist die kopfseitige Altholzwand mit der edlen Sitzbank, die Gemütlichkeit und Eleganz vereint. Speisen kann man im nur wenige Schritte entfernten  Café & Restaurant „Sonnenterrasse“. Es  ist Teil des Golfplatzes.

Das Frühtsückbuffet ist reichhaltig, Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Das Frühstückbuffet ist reichhaltig, Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill

Die Küche lässt sich von regionalen und saisonalen Produkten inspirieren und scheut auch nicht die Weite. Wir waren mit der mediterranen Küche sehr zufrieden. Dauert die Zubereitung der Speisen länger, so kann man den schönen Blick auf den Golfplatz genießen.

Bequem sitzen die Gäste im Restaurant Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Bequem sitzen die Gäste im Restaurant Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill

Wellness im Best Western Plus Baltic Hills Usedom

Der Spa- und Wellnessbereich überrascht mit seiner Größe. Neben zwei Innensaunen (Biosauna und Infrarotkabine mit Dampf) gibt es im Außenbereich, in der Nähe des beheizten Außenpools (14 x 5 Meter)  Pools,  eine finnische Blockhaussauna.

Auch von der Sauna aus schaut man auf den Golfplatz Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Auch von der Sauna aus schaut man auf den Golfplatz Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill

Wer will, der kann nach einer Radtour oder einem anstrengenden Golfmatch Massage oder Kosmetikanwendungen buchen.

Vom Ruheraum aus schaut man auf den Golfplatz Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill
Vom Ruheraum aus schaut man auf den Golfplatz Foto: Best Western Plus Hotel Baltic Hill

Mir gefiel auch im Spa Bereich der freundliche Service und neben der Sauna der beheizte Außenpool. Unschlagbar der Blick aus der finnischen Sauna auf den Golfplatz.

Das Apartementhaus des Hotels, Foto: Weirauch
Das Apartementhaus des Hotels, Foto: Weirauch

19 Loch Golfplatz “Baltic Hills”

Der 19 Loch Golfplatz “Baltic Hills” grenzt an das Hotel und wurde perfekt in die Natur der Umgebung eingebettet. Der Golfplatzarchitekt Andreas Lukasch hat den Platz als traditionellen  Linkscourse angelegt. Der Platz zeichnet sich durch ein  modernes und faires Design aus und ist für  Golfer aller Leistungsklassen geeignet. Ein Highlight ist der Blick auf den nahegelegenen Gothesee von der Bahn Nummer 7.

Der freundliche Verkäufer des Pro Shops auf dem Golfplatz Foto: D.Weirauch

Auf dem Golfplatz Baltic hills in Korswandt, Foto: Best Western Baltic hills
Auf dem Golfplatz Baltic hills in Korswandt, Foto: Best Western Baltic Hills Usedom

Golf auch für Anfänger

Der eine Tag unseres Besuches im Hotel Best Wester Baltic Hills Usedom hat nicht ausgereicht. Beim nächsten Mal werde ich einen Schnuppergolf-Kurs buchen. Mal sehen, ob es mir gefällt: das Golfen. Neben Schnuppergolf-Kursen werden auch Platzreifekurse, Handicap-Verbesserungskurse sowie ein individuelles Golftraining angeboten.

Eingang zum Restaurtant des Golfplatzes, Foto: D.Weirauch
Eingang zum Restaurant “Sonnenterrasse” am  Golfplatz Foto: D.Weirauch
Das Restaurant des Golfplatzes befindet sich in Sichtnähe des Hotels, Foto: Best Western Baltic hills
Das Restaurant des Golfplatzes befindet sich in Sichtnähe des Hotels Foto: Best Western Baltic Hills Usedom

Ausflugstipps

Das Best Western Hotel Baltic Plus Baltic Hills Usedom liegt direkt am Usedomer Radwanderweg und ist  damit Ausgangspunkt für interessante und abwechslungsreiche Ausflüge im Hinterland der Insel Usedom. Oder auf dem fünf Kilometer langen Radweg bis hinein nach Ahlbeck. Die berühmten „Kaiserbäder“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin erreicht man in wenigen Minuten mit dem Auto oder bequem mit dem kostenfreien Strand-Shuttle des Hotels. Usedom wirbt mit Europas längster Strandpromenade und einem kilometerlangen, feinsandigen Ostseestrand, der zum Flanieren und Entspannen einlädt.

Informationen zum Best Western Plus Hotel Baltic Hills Usedom

Parkplätze: Für Autofahrer noch wichtig: man bekommt einen Parkplatz zugewiesen. So gibt es keine Rangelei.

  • Adresse: Hotel Baltic Hills Hotel KG,
  • Hauptstraße 10,
  • 17419 Korswandt
  • Telefon (03 83 78) 80 50 – 0
  • Telefax (03 83 78) 80 50 – 50
  • Homepage: www.baltic-hills.bestwestern.de
  • e-mail: info@baltic-hills.bestwestern.de
  • Haustiere:  sind auf Anfrage willkommen. Gebühr von 19,50 Euro (pro Nacht & Tier)
  • Anreise mit dem PKW: Von Süden: Über die A20, Abfahrt Anklam (29) über die B199 über Anklam, weiter über die B110 über Usedom Stadt in Richtung Ahlbeck nach Korswandt. Von Westen: Über die A20, Abfahrt Jarmen (28) über die B110 Richtung Anklam, dann weiter über B110 über Usedom Stadt in Richtung Ahlbeck nach Korswandt.
  • Mit der Bahn: Bis Bahnhof Züssow, umsteigen und Weiterfahrt mit der UBB bis Bahnhof Ahlbeck.

Die Recherche wurde unterstützt vom Best Western Plus Hotel Baltic Hills Usedom. Vielen Dank.

Hier ein weiteres empfehlenswertes Best Western Hotel im Norden.

 

 

Reise

Haselünne ist Kornbrennerhochburg

22119437_887316801422577_825299982_oJosef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als "World Class Distillery" ausgezeichnet. Foto: Rosche

Wer Korn liebt, kennt Haselünne. Es ist die Stadt im Emsland, die unzertrennbar mit diesem Getränk verbunden ist: Haselünne im Emsland. Die Stadt kann man auch getrost als das Zentrum der deutschen deutschen Korn-Brennereiwirtschaft bezeichnen. Alle zwei Jahre findet zudem der historische „Korn- und Hansemarkt“ statt.  Der historische  Korn- und Hansemarkt erwartet dann zahlreiche Besucher in der gesamten Innenstadt. Zwischen den rund 200 Ständen sind Marketenderinnen, Ausrufer, Handwerker und Bänkelsänger anzutreffen. 2018 findet der Markt am 2. Wochenende im September statt.

Wer nicht so lange warten will, der kann übers Jahr in drei Kornbrennereien an Führungen mit Verkostungen teilnehmen.

Korndiplom von Josef Rosche in Haselünne

Bei Rosche werden seit 1792 Kornspezialitäten hergestellt – der Familienbetrieb baut das Getreide selbst an und verarbeitet es zu Edelkorn und Likören.

Besucher erfahren in der „Ur-Haselünner Korn-Academie“, was einen guten Korn auszeichnet und wie er hergestellt wird. Nach überstandener Prüfung auf den historischen Schulbänken erhalten die Teilnehmer ihr „Korndiplom“.

Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik
Rosche_Kornakademie-® Emsland-Touristik

Die Korn-Kammer in Rosches Mühle bietet Gästen die Gelegenheit, Korn einmal aus einer neuen Perspektive im Rahmen einer Zeitreise kennenzulernen. Infos: www.rosche.de

Die Private Kornbrennerei H. Heydt

Die Private Kornbrennerei H. Heydt wurde 1860 gegründet und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Zum Marken-Portfolio der Brennerei gehören klare Spirituosen sowie Kräuterliköre, leichte Fruchtspirituosen und Drinks auf Wodkabasis.

Blick in die Abfüllung der Firma Heydt in Haselünne, ® Heydt
Blick in die Abfüllung der Firma Heydt in Haselünne, ® Heydt
Das Fasslager für Hochprozentiges in der Firma ® Heydt
Das Fasslager für Hochprozentiges in der Firma ® Heydt

Besichtigungen sind immer von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr möglich, die zirka zwei Stunden dauern. Infos: www.heydt.de

Haselünne ist Kornbrennerhochburg im Emsland

Brennereimuseum bei Berentzen

Wir erinnern uns an das Jahr 1976. Der Berentzen Apfelkorn kam auf den Markt.  DasMischgetränk aus Weizenkorn und Apfelsaft gilt als die erfolgreichste Neueinführung einer Spirituose in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Dampfmaschine im Brennereimuseum von Berentzen in Haselünne, Foto: D.Weirauch
Die Dampfmaschine im Brennereimuseum von Berentzen in Haselünne, Foto: D.Weirauch

Heute wird bei Berentzen nicht mehr gebrannt, das geschieht in Minden. Aber am historischen Standort in Haselünne können die historischen Burgmannshöfe, das Brennereimuseum, die neue Hofdestillation und das Fasslager besichtigt werden. Für Besuchergruppen gibt es das „Night Guide“-Angebot, bei dem die gäste auf den Spuren der alten Destilliermeister wandeln und dabei Wissenswertes über die Kunst des Brennens und Trinkens erfahren.

Blick in den Berentzen-Shop-® Thomas Rentschler
Blick in den Berentzen-Shop-® Thomas Rentschler

Danach geht es zum feucht-fröhlichen Teil über –einer ausgiebigen Verkostung. Tagungen und Workshops sind im Hansesaal und historischen Rittersaal möglich. Infos: www.berentzen-hof.de

Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde.
Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde. Foto: D.Weirauch

Über das Emsland

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund eine million Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich. Die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Hier findet ihr weitere Beiträge zum Emsland.

+ Was man im Emsland gesehen haben muß

+ Das Moor im Emsland

+ Deutschlands Dallas liegt im Emsland

+ Radfahren im Emsland

Weitere Infos unter www.emsland.com.   

 

 

Rosche-Kornakademie-® Thomas Rentschler
Rosche-Kornakademie-® Thomas Rentschler
Sein Korn ist berühmt: Firmenchef Josef Rosche in Haselünne, Foto :D.Weirauch
Sein Korn ist berühmt: Firmenchef Josef Rosche in Haselünne, Foto :D.Weirauch
Josef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als "World Class Distillery" ausgezeichnet. Foto: Rosche
Josef und Susanne Rosche bei der Preisverleihung des World Spirits Award. Rosche wird als “World Class Distillery” ausgezeichnet. Foto: Rosche

Weitere Informationen zum Emsland

  • Emsland Tourismus GmbH
    Ordeniederung 2
    49716 Meppen
    Tel. 05931 44 22 66
  • www.emsland.com
  • E-Mail: info@emsland.com

Was man im Emsland gesehen haben sollte, findet ihr hier.

 

Reise

Neben “Alwine” steht Brikettfabrik “Louise”

Brikettfabrik Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn

Heute wurde “Alwine”, die zur einstigen Brikettfabrik “Louise” gehörende Wohnsiedlung (Ortsteil Domsdorf der Stadt Uebigau-Wahrenbrück im Kreis Elbe-Elster ) versteigert. Im Gegensatz zu “Alwine” ist das technische Denkmal “Louise” ganz gut in Schuss.

Neben “Alwine” steht Brikettfabrik “Louise”

Die Siedlung “Alwine” ist nach dem Vornamen der Tochter des früheren Fabrikbesitzers benannt. Von “Louise” bekamen die Berliner jahrzehntelang ihre Briketts geliefert. Wie kam es dazu ?

Antwort gibt ein Besuch in  der Brikettfabrik “Louise” in der Lausitz, im Elbe-Elster-Land. Dort kann man einen roten Faden greifbar nah verfolgen. Der rote Faden ist der Weg, den die Kohle, einst aus dem Tief- oder Bergbau per Waggon angeliefert, über riesige Lagerbunker,  Tellertrockner, hin zu großen Mühlen und dann Richtung Brikettierpresse nahm. Der rote Faden verläuft da, wo einst Förderbänder oder Vertikalförderer die Kohle von Station zu Station beförderten.

Dampfbetriebene Brikettpresse in der Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Dampfbetriebene Brikettpresse in der Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Treppauf, treppab durchs Technikdenkmal

Diesem Faden wollen wir folgen. In eineinhalb Stunden Schnelldurchlauf geht es treppauf treppab durch die älteste Brikettfabrik Europas. „Brikettfabrikdirektorin“ Mechthild Passek kennt sich gut aus.  Die Ingenieurin entführt gern in ihr technisches Denkmal. Denn „Louise“, 1882 in der Nähe von Bad Liebenwerda errichtet, ist eine Rarität unter den Technikmuseen und gilt als älteste Brikettfabrik in Europa.

Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Museumsleiterin Mechthild Passek in der Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Und so kommen jährlich Tausende Technikenthusiasten nach Domsdorf (einem Ortsteil von Uebigau-Wahrenbrück) im Elbe-Elster-Land, um „Louise“ zu huldigen. 120 Kilometer sind es bis Berlin, etwa 80 km bis Dresden und 40 km bis ins sächsische Torgau.

Steinig. Staubig. Schön

Der industrielle Charme des 19. Jahrhunderts ist regelrecht greif- und erlebbar, wenn Museumsleiterin Mechthild Passek die eindrucksvolle und faszinierende Technik erläutert. Während des Rundganges rütteln gewaltig anmutige Siebe, drehen riesige Schwungräder und schnaufen Brikettpressen. Die Hitze und der Staub von einst lassen sich leicht erahnen.

Auch wenn das letzte Brikett in der seit 110 Jahren ununterbrochen produzierenden Fabrik bereits 1992 gepresst worden ist. Danach rettete ein Verein die zum Abriss vorgesehene Anlage.

Techniktrumpf aus Uropas Tagen: Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Techniktrumpf aus Uropas Tagen: Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Attraktion sind die Dampftage

Mehrmals im Jahr ist das Schnaufen zweier mit Dampf angetriebener Brikettpressen noch zu hören. Deutschlandweit einmalig sind die Dampftage, denn da wird im wahrsten Sinne des Wortes richtig Dampf gemacht. Im Schaubetrieb können dann zwei Brikettpressen, mit Echtdampf angetrieben, bestaunt werden. Und Freunde von Modelldampfmaschinen kommen auf ihre Kosten.

„Louise“ ist eben Kult. Nicht nur bei Technikfreaks. Mittlerweile kommen auch Schulklassen in die alte Brikettfabrik, um bei kindgerechten Führungen der „Louise in den Bauch zu schauen“. Der Besuch in dem Technikdenkmal eignet sich als praktischer Teil von Schulprojekten zu Themen, wie beispielsweise Energie, Umwelt und Arbeit.

600 Tonnen Briketts Tagesproduktion

Wenn dann Berliner Kinder noch erfahren, dass ein Großteil der hier gepressten Briketts auch in Öfen der 120 Kilometer entfernten Großstadt Berlin verfeuert wurden, dann strahlen die Augen. Der 65 Meter hohe Schornstein ist ein wichtiger Orientierungspunkt in der vom Bergbau gekennzeichneten Landschaft. Für Besucher, ob alt oder jung, ist es spannend, die funktionstüchtigen Maschinen und technischen Einrichtungen in Aktion zu erleben. Oft schwingt Achtung vor der Technik aus Uropas Tagen mit. Die Tagesleistung der schnaufenden Ungetüme lag 1992 bei 600 Tonnen täglich.

„Louise“ ist Transformationszentrum

Besichtigen kann man während eines Rundganges unter anderem neben der Halle mit den dampfbetriebenen Brikettpressen auch das Kesselhaus, die Turbinenhalle und die Schaltwarte. Im Backsteingebäude, finden vor der Kulisse der Dampfturbine Konzerte und Ausstellungen statt.

Dampfspeicherlok auf dem Gelände der Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Dampfspeicherlok auf dem Gelände der Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Die Brikettfabrik ist wegen der in ihren Baulichkeiten und technischen Anlagen ablesbaren Entwicklungsgeschichte der Braunkohleveredelung von besonderer historischer Bedeutung für die gesamte Region.

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung einzelner Anlagen auf dem Gelände. 2002 erhielt das Team um “Louise” den Europa-Nostra-Preis zur “Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes”. 2000 Antragsteller hatten sich europaweit dafür beworben.

Neuerdings treffen sich in der „Louise“ auch mit Energieträgern und Klimawandel befasste Experten. Denn „Louise“ ist auch Trandformationszentrum für erneuerbare Energien.

Abraumförderbrücke und Brikettfabrik

Und wer Lust hat, der kann im Umfeld von „Louise“ auf extra ausgeschilderten Wegen Bergbaugeschichte erwandern. Im Umfeld der Fabrik entstanden von 1878 bis 1958 mehr  20 Tief- und kleine Tagebaue. Die sind freilich nicht vergleichbar mit den großen Tagebauen wie Klettwitz (wo die F 60 als Abraumförderbrücke bestiegen werden kann und spannende Jeep-Touren am Tagebaurand angeboten werden). Die größte bewegliche, technische Anlage der Welt ist heute ein Wahrzeichen der Lausitz. „Liegender Eiffelturm“ wird die rund 500 Meter lange Stahlkonstruktion der ehemaligen Abraumförderbrücke liebevoll genannt.

Ziel für Radfahrer

Idyllisch von Laubwäldern umgeben und direkt am Fürst-Pückler-Radweg gelegen, ist die Brikettfabrik „Louise“ ein interessantes Ausflugsziel nicht nur für Technikbegeisterte. Verschiedene Führungen vermitteln viel Wissenswertes zur Geschichte der Braunkohlenveredelung in der Lausitz.

Hier geht es zur F60, dem “liegenden Eifeltum” von Brandenburg.

Tipp: Wer „Louise“ besucht, der sollte als Souvenir unbedingt einen „Louise-Kuchen“ im Format eines schwarzen Briketts mitnehmen. Auch eine Fahrt mit einem Kahn im benachbarten „Kleinen Spreewald“ (gehört ebenfalls zur Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück) ist empfehlenswert.

  • Infos zur Brikettfabrik “Louise”

  • Internet: https://www.brikettfabrik-louise.de
  • Adresse:  Technisches Denkmal und Besucherbergwerk Brikettfabrik „Louise“, Louise III, 04924 Domsdorf, Telefon: 03 53 41/940 05
  • Öfnungszeiten: April – Oktober tgl.: 10 bis 16 Uhr,
  • November u. März: Montag bis Freitag: 10 bis 15 Uhr,
  • Dez. bis Febr. nach Absprache
  • Eintritt: | 7, erm. 3 Euro
  • Offroad-Agentur, www.offroad-agentur.de
  • Kleiner Spreewald: www.kleiner-spreewald.d
  • Abraumförderbrücke Lichterfeld: www.f60.de
"Alwine" bei Brikettfabrik " Louise", Foto: Karhausen-Immobilien (aus Versteigerungskatalog f.Dez.2017)
“Alwine” bei Brikettfabrik ” Louise”, Foto: Karhausen-Immobilien (aus Versteigerungskatalog f.Dez.2017)
Potsdam

Sternfahrt für Bahnhof Marquardt

Fahrraddemo (14)

Da quälen sich staugeplagte Potsdamer aus den nördlichen Ortsteilen Fahrland, Kartzow und Satzkorn über dichte Straßen in die Innenstadt und nach Berlin. Obwohl es ganz in der Nähe, im Ortsteil Marquardt einen Bahnhof gibt. Dort hält stündlich der RB 21 und fährt gen Potsdam beziehungsweise zweimal morgens und nachmittags bis Berlin-Friedrichstraße. Nur ist das Befahren der Zufahrtsstraßen von Satzkorn und Fahrland wegen starken LKW-Verkehrs und ohne Radwege, wie ich regelmäßig selbst erlebe, lebensgefährlich. Von dieser Seite befindet sich der Bahnhof in einer Wildnis. Seit Jahren sind Radwege geplant. Auch gibt es am Bahnhof Marquardt keinen Tunnel. Über einen sogenannten “Galgen” (so wird der Bahnübergang genannt), sind mühevoll Räder und Kinderwagen zu schleppen. Eine Zumutung. Mit einer Sternfahrt haben am Samstag fast 100 Einwohner der Orte Fahrland, Satzkorn und Marquardt auf den notwendigen barrierefreien Ausbau des kleinen Haltepunktes aufmerksam gemacht.

Seit Jahren wird der Ausbau versprochen. Nichts geschieht, so BI- Sprecherin Tina Lange aus Fahrland. Das Ziel: Der Bahnhof Marquardt soll für die nördlichen Potsdamer Ortsteile zur Drehscheibe werden. Mit zusätzlicher Straße, vom Kreisel an der B 273 kommend, Park&Ride-Platz sowie Fahrradabstellanlage.

Dazu soll der RB 22 von Potsdam nach Oranienburg, der derzeit am Bahnhof Marquardt nicht hält, künftig im wachsenden Potsdamer Norden halten. Das erhöht die Attraktivität, damit mehr Fahrgäste den Regio nutzen. Denn oft kommen die nach Berlin und Potsdam fahrenden Pendler in den Frühzügen des RB 21 kaum noch Platz. Auch sollte der RB 21 künftig bis Berlin-Spandau fahren. Im Gespräch (Wissenschaftspark Golm und IHK-Studie) war gar die RB21 als “Wissenschaftsbahn” von Potsdam über Golm-Marquardt-Spandau-Berlin HBf-Zoo-Potsdam-Griebnitzsee-Potsdam HBF zu führen.

Doch Land und Stadt haben den vor Jahren beschlossenen dringend notwendigen barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Marquardt auf Eis gelegt, vertrösten auf 2019 und später.

Vor allem auch im Hinblick auf das in Sichtnähe entstehende große Wohngebiet Krampnitz bedeutet eine höhere Zugfolge und bessere Erreichbarkeit des Bahnhofes eine spürbare Entlastung der jetzt schon staugeplagten Zufahrtsstraße in die Potsdamer Innenstadt.

 

Susanna Krüger vom Ortsbeirat Satzkorn sagt: „Ein Tunnel mit Rampe soll den Bahnhof endlich barrierefrei machen.“ Auch Josef Grütter, der vor 3 Jahren mit der von ihm gegründeten BI „Hochspannung raus aus Marquardt“ einen großen Erfolg einfuhr, forderte einen runden Tisch unter Beteiligung von Vertretern der Deutschen Bahn AG, des Landes, der Stadt und den Ortsbeiräten der nördlichen Ortsteile.

Klare Ansagen an die Stadt- und Landespolitik richteten Susanna Krüger und Tina Lange während der Kundgebung im Obstgut Marquardt.

Hier der Wortbeitrag des BI-erprobten Josef Grütter aus Marquardt.

 

„Leider müssen die Bürger des Potsdamer Nordens wieder mal auf die Strasse gehen, um einzufordern, was die Politik und Verwaltung noch vor kurzem versprochen aber nun auf wann auch immer verschoben haben. Im Entwurf der Strategieglanung für die nördlichen Ortsteile Potsdam steht noch geschrieben, dass 2020 Zieltermin ist für Barrierefreiheit, Park & Ride beidseits des Marquardter Bahnhofs und höhere Taklung sowie Verbindung nach Spandau ab Marquardt. Im nun vorliegenden Endfassung des Strategieplans ist kein Zieltermin mehr genannt. Lapidar erwähnt wird, dass geplant werde.

Das Land BRB sowie Potsdam in seinen Leitlinien erwähnen, dass hohe Priorität haben Barrierefreiheit und optimaler ÖPNV. Der Bürger ist erfreut ob solcher Statements und erwartet, dass dementspreched auch zeitnah geplant und realisiert wird. Doch davon kann zurzeit keine Rede sei. Alles sei schwierig! Man habe andere Prioritäten! Und das angesichts der täglichen Verkehrsmisere auf B2 und B273 morgens nach Potsdam und abends hinaus.

Man werde abwarten und nach etwa drei Monaten nachfragen müssen, ob sich im Planungsstand etwas geändert habe, und gegebenenfalls wieder demonstrieren und dabei dann deutlicher werden müssen.

Interessant das Interesse der Politiker an der Sternfahrt. Außer einem Vertreter der LINKEN kein Vertreter anderer Parteien zu sehen. Oder hielt man sich im Hintergrund?

Zumindest eine/n GÜNEN hätte man doch erwarten können. Fehlanzeige. Wahlkampf vorbei. Der Bürger hat gewählt. Nun machen wir weiter wie zuvor. Der Bürger als Störenfried?

Die rege Teilnahme an der Sternfahrt hat gezeigt, dass die Bürger durchaus bereit sind, auf Rad und ÖPNV umzusteigen. Aber wo kein Angebot, da keine Teilnahme!”

Hier geht es zur Bürger_innen-Initiative Fahrland.

Reise

Gewinner des Reisejahres 2017: Ägypten und Griechenland

Panorama-Ägypten (5)

„Ägypten und Griechenland sind die eindeutigen Gewinner des Reisejahres 2017.“ Dieses Fazit zog Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) anlässlich der DRV-Jahrestagung im Emirat Ras Al Khaimah.

Nicht nur die Athener lieben den Blick auf die Akropolis. Foto: D.Weirauch

Ägypten und Griechenland legten laut einer Auswertung des Marktforschungsunternehmens GfK zum Stichtag 31. Oktober 2017 beim Umsatz deutlich zu.

Griechenland nach Balearen

Nachdem Griechenland bereits im vergangenen Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum im Reisebüro verzeichnen konnte, hat sich dieser Trend im Touristikjahr 2016/17 mit einem weiteren Umsatzplus von 30 Prozent fortgesetzt.

Damit ist Griechenland nach den Balearen im Sommer 2017 zweitstärkste Urlaubsregion geworden.

Ägypten ist Umsatzchampion

Einen noch größeren prozentualen Umsatzsprung machte Ägypten: Das Land am Nil ist zwar vom gesamten Gästeaufkommen kleiner als Griechenland, konnte aber nach sinkenden Buchungszahlen im vergangenen Jahr jetzt einen deutlichen Umsatzzuwachs von 55 Prozent verbuchen – und dieser Aufwärtstrend schreibt sich für den Winter weiter fort.

Ein sehr gutes Wachstum weisen nach Auswertungen der GfK neben diesen Umsatzchampions auch Marokko und Tunesien auf. Die nordafrikanischen Urlaubsländer sind sichtlich auf dem Weg der Erholung nach den Einbrüchen in den Vorjahren.

Im Trend: Bulgarien, Kroatien und Zypern

Zudem haben sich Bulgarien, Kroatien und Zypern wachstumsstark entwickelt.

Blick auf die Küste von Dalmatien Foto: D.Weirauch
Blick auf die Küste von Dalmatien Foto: D.Weirauch

 Beliebtestes ausländisches Urlaubsziel der Deutschen ist Spanien

Im gesamten Touristikjahr 2016/17 bleibt Spanien vom Gesamtumsatz- und Gästevolumen her das beliebteste ausländische Urlaubsziel der Deutschen bei den Veranstalterreisen. Mehr als jeder vierte Umsatzeuro, den Deutsche in ihre Urlaubsreisen investieren, geht nach Auswertungen der GfK in spanische Zielgebiete. Im Jahr 2016 war Spanien besonders wachstumsstark.

Anflug mit Vueling auf Barcelona
Anflug mit Vueling auf Barcelona, Foto: D.Weirauch

Dieses hohe Niveau kann die Destination 2017 annähernd halten – allerdings entwickeln sich die touristischen Regionen unterschiedlich: Zuwächse im niedrigen einstelligen Bereich erzielen die Kanaren und das spanische Festland, die Balearen verlieren demgegenüber an Umsatz.

Mallorca zu teuer

Obwohl gerade Mallorca in diesem Jahr mit Touristen mehr als gut gefüllt war, zeigen die GfK-Zahlen einen merklichen Umsatzrückgang. Offensichtlich haben sich die Kunden aufgrund gestiegener Hotelpreise und der extremen Überfüllung zumindest teilweise für andere Zielgebiete entschieden und vor allem weniger im Reisebüro gebucht.

USA beliebt trotz Rückgang

Auf der Fernstrecke haben die USA in der Gunst deutscher Urlauber sichtlich verloren – mit Umsatzrückgängen im zweistelligen Bereich (minus 17 Prozent) bezogen sowohl auf die Sommersaison 2017 als auch das Touristikjahr.Trotz des nach 2016 erneuten Umsatzrückgangs bleiben die USA vom Umsatz- und Gästevolumen her das beliebteste Land auf der Fernstrecke.

Türkei nach wie vor beliebt

Die stärksten Rückgänge verzeichnete im abgelaufenen Jahr allerdings kein Fernreiseziel, sondern erneut die Türkei. Trotz des starken Last-Minute-Effekts im Sommer und Herbst, der die Türkei aufgrund guter Verfügbarkeiten und des sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses zeitweise zum meistgebuchten Ziel im Kurzfrist-Bereich machte (Quelle Trevotrend), hat sich die Anzahl der Gäste laut Einreisezahlen des Landes im Vergleich zu vor zwei Jahren fast halbiert. Obwohl 2017 die Buchungsumsätze erneut rückläufig waren (im zweistelligen Bereich), liegt die Türkei in der Gunst der deutschen Urlauber aber weiterhin auf einem der vordersten Ränge – nach Kanaren, Balearen und Griechenland.

 

Trends für die Wintersaison 2017/18

Für den gerade begonnenen Winter zeigen sich erste Trends: Traditionell sind die Kanaren die wichtigste Winterdestination. Gut jeder fünfte Umsatzeuro fliegt im Winter auf die Kanaren. Die spanischen Inseln im Atlantik können auf sehr hohem Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr nochmal zulegen (einstelliges Wachstum). Ein weiterhin sehr gutes Wachstum im zweistelligen Bereich weist Ägypten auf, zweitwichtigstes Winterziel zum aktuellen Buchungsstand. Auf den Rängen drei und vier folgen Thailand und die Malediven, beide ebenfalls mit zweistelligen Zuwächsen. Zu den wachstumsstärksten Reisezielen im Winter gehören mit einem Umsatzplus von 23 Prozent auch die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese hatten bereits im Sommer 2017 im einstelligen Prozent-Bereich zugelegt.

(Quelle: PI des DRV)

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+ hier geht es zu einem Besuch in Athen

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Schöner kann der Weg vom Hotel zum Strand nicht sein
Schöner kann der Weg vom Hotel zum Strand nicht sein, hier: Club Marvy in der Türkei Foto: Weirauch

 

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