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Schlösser und Burgen

Parkomanie: Fürst Pücklers Park in Branitz

Kahnfahrt im Branitzer ParkKahnfahrt im Branitzer Park: Foto: Michael Helbig

Der Park Branitz am Rande von Cottbus im Süden Brandenburgs ist ein Gesamtkunstwerk. Es lohnt sich, den von Fürst Hermann Pückler-Muskau rund um das Barockschloss im heutigen Cottbuser Stadtteil Branitz gestalteten Park zu besuchen. Und man sollte viel Zeit mitbringen. Denn hier präsentiert sich eine der schönsten Parkanlagen Europas. Ein “Bilderbuch der Harmonie”, wie Pückler es selbst nannte. Parkomanie: Fürst Pücklers Park in Branitz

Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum

Bilderbuch der Harmonie

Am Beginn eines Besuches sollte das Besucherzentrum stehen. In der dortigen Ausstellung erfährt man viel über Fürst Pückler, seine Ideen und Inspirationsquellen. Lohnenswert auch ein Besuch im Schloss, seit 1696 im Besitz des Adelsgeschlechtes. Den spätbarocken Dreiflügelbau hatte Fürst Hermann von Pückler-Muskau 1846 bezogen.

Parkomanie: Fürst Pücklers Park in Branitz

Das Schloss beherbergt ein einzigartiges Pückler-Museum und zeigt, dass der umtriebige Pückler gut zu leben wusste. Ein Rundgang verrät viel über das schillernde Leben des Adligen.

Wer in der Bibliothek steht, denkt, der Fürst sei nur mal eben aus dem Raum gegangen. Man wandelt durch Stilzimmer, orientalisch gestaltete Räume, den Musiksaal, die fürstliche Bibliothek. Im Obergeschoss hängen Bilder des in Cottbus geborenen Malers Carl Blechen.

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Nicht versäumen sollte man ein Besuch im restaurierten Marstall, in dem regelmäßig Sonderausstellungen einladen.

Naturwunder Branitzer Park

Höhepunkt des Branitz-Besuches ist aber der Spaziergang im Park. Dieser erscheint zu den verschiedenen Jahreszeiten wie ein Naturwunder. Tatsächlich wurde er aber von Pückler bis ins kleinste Detail geplant. Neben dem inneren Kernbereich mit dem spätbarocken Schloss und den berühmten Pyramiden gehört auch der kaum bekannte Außenpark zum Gesamtensemble. Als „gestaltete Feldflur“ bezog Pückler dort die land- und forstwirtschaftlichen Flächen der direkten Umgebung in seine Anlage mit ein.

Branitz

Meisterwerk und Denkmal der Gartenkunst

Empfängt der Muskauer Park die Besucher mit langen Sichten und Prachtstraßen, so birgt die Branitzer Anlage eher intime, verborgene Orte der Kontemplation und Erinnerung. Inmitten einer Kulisse aus Baumgruppen, Solitärbäumen und Wasserflächen symbolisieren die Mondberge, der Heilige Berg und das Motiv des Davidsterns an der Ägyptischen Brücke die drei monotheistischen Weltreligionen. Die markanten Silhouetten der beiden Erdpyramiden erinnern an die Orientreise des Fürsten; die romantische Wolfsschlucht am Kugelberg ist eine Hommage an Pücklers Lieblingsoper Der Freischütz von Carl Maria von Weber. Diese raffiniert gestaffelte Reihenfolge

Er war Gartenkünstler, Schriftsteller und Unternehmer. Von Herrmann Fürst von Pückler-Muskau stammt auch ein Großteil des Parkes Babelsberg gegenüber der Glienicker Brücke in Potsdam.

Branitz zählt als Ensemble zu den bedeutendsten Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, überraschen den Besucher im Park immer neue Landschaftsbilder. Die beiden Erdpyramiden sind die Wahrzeichen des Parks. Sie vermitteln einen Eindruck von Ewigkeit. In der Wasserpyramide, dem Tumulus, sind der Fürst und seine Frau Lucie beigesetzt. Pyramiden in der Lausitz – schon ungewöhnlich.

Eine künstliche Oase in der Wüste

Nachdem sich Pückler mit den Arbeiten an seinem Park in Bad Muskau übernommen und verschuldet hatte, musste er seinen dortigen Besitz verkaufen und sich auf den unveräußerlichen Familiensitz nach Branitz bei Cottbus zurückziehen. Sofort begann der damals 61-Jährige, Branitz umzugestalten. Für Pückler galt die Neuanlage des Landschaftsparks als „künstlerische Oase in einer Wüste“. Bis ins hohe Alter ließ er unermüdlich Schloss und Park nach seinen Vorstellungen umgestalten. 2005 wurde der Branitzer Park zu einem Projekt der IBA. Nur durch das Zusammenspiel und die Abfolge von Feldflur, äußerem und innerem Park und dem „Pleasureground“ am Schloss kann Branitz als Gesamtkunstwerk verstanden werden. Seit einiger Zeit ist das Raumerlebnis nun schrittweise wieder erlebbar, wie Gerd Streidt, Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, beim Besuch erklärt.

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Er hat eine Vision. Wer in einigen Jahren den Park besucht, wird eine landschaftliche Verbindung zwischen der historischen Kulturlandschaft Branitz und dem neu entstehenden Cottbuser Ostsee (dem heutigen Tagebau Cottbus-Nord) sowie dem dann komplett erlebbaren Außenpark erkennen. Das derzeit noch fehlende Teilstück des Umfahrungsweges auf Höhe der Branitzer Siedlung wird ergänzt. In Kooperation mit ihrem Pendant in Bad Muskau bemüht sich die Stiftung „Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz“ zudem um eine gemeinsame Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe. Diesen Titel trägt der Pückler-Park in Bad Muskau bereits.

Geheimtipp Rosenhügel

Gerd Streidt: „Heute wäre der Fürst von Pückler-Muskau ein Star. Sein abenteuerliches Leben, Reisen um die halbe Erde, sein Wirken als Gartenkünstler, Schriftsteller und Unternehmer hätten Pückler mit Sicherheit auf die Titelseiten der Magazine gebracht. Mich faszinieren seine künstlerische Kreativität und seine Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden. Den Branitzer Park hat er als seine symbolische Lebensreise gestaltet. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen. Und noch ein Geheimtipp: Der Sitzplatz auf dem Rosenhügel ist ein wunderbarer Ort für ein Picknick. Meine Lieblingsorte sind die beiden Pyramiden. Sie vermitteln einen Eindruck von Ewigkeit.“

Pyramiden in Branitz

Pückler spielte und kokettierte sein Leben lang mit dem Tod. Doch nach seiner Umsiedlung nach Branitz sah er offensichtlich die Zeit gekommen, sich ernsthaft mit seinem Abschied von dieser Welt zu befassen. Auch dieser wollte inszeniert sein. Im Jahr 1854 starb Pücklers geschiedene Frau Lucie Fürstin von PücklerMuskau. Zwei Jahre später begann der Fürst inmitten der so genannten Pyramidenebene mit der Errichtung zweier Pyramiden, die er als Grablege für sich und seine Lebensgefährtin vorgesehen hatte. Auf die Frage, warum er diese Form des Grabmonuments gewählt habe, antwortete er: „ Weil ein solcher Sandhügel, dieser Tumulus, das Bleibendste ist, was es auf Gottes Erde giebt. (…) Die scharfen Kanten wird der Wind verwehen, nichts weiter.”

Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum

Infos zum Fürst Pückler Museum Branitz

  • Adresse: | Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Gutshof Robinienweg 5, 3042 Cottbus
  • Info:| www.pueckler-museum.de
  • TMB: | www.reiseland-brandenburg.de

Hier weitere Informationen zu Pückler, Bad Muskau, Babelsberg und Parkomanie in Bonn.

Weitere interessante Geschichten über Brandenburg findet ihr hier.

Reise

Radreisen: Oder-Neiße-Radweg

Auf dem Oder- Neiße- RadwegAuf dem Oder- Neiße- Radweg, Foto: D.Weirauch

Es wird Frühling und die ersten Ratouren locken. Mein Tipp: der Oder-Neiße-Radweg. Von Zittau im Süden Deutschlands bis Ueckermünde im Norden verläuft der Oder-Neiße-Radweg. Der aus Tschechien kommende Oder-Neiße-Radweg hat eine Länge von 630 Kilometern. Er folgt in Deutschland auf 465 Kilometern der Grenze zu Polen.

Radweg der Sachsen, Preußen und Pommern

Stationen des zu den zehn beliebtesten Radwegen Deutschlands gehörenden Fernradweges sind unter anderem Görlitz, Bad Muskau, Forst, Guben, Eisenhüttenstadt, das Kloster Neuzelle und Groß Neuendorf im Oderbruch.

Ein Highlight am Oder-Neiße-Radweg ist das Kloster Neuzelle
Ein Highlight am Oder-Neiße-Radweg ist das Kloster Neuzelle

Beliebte Radreisen: Oder-Neiße-Radweg

Auch das Theater am Rand in Zollbrücke ist eine beliebte Station am Oder-Neiße-Radweg. Ebenso Schwedt, Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder und die weitgehend unberührte Landschaft der Oderauen gehören dazu. Westwärts der Oder führt der Weg entlang flacher Flusslandschaften zum Stettiner Haff und nach Ahlbeck auf Usedom. Der Oder-Neiße-Radweg ist Deutschlands östlichster Radfernweg und bestens ausgebaut.

Blick in das Innere der Klosterkirche von Neuzelle, Foto: D.Weirauch
Blick in das Innere der Klosterkirche von Neuzelle, Foto: D.Weirauch

Orte voller Beschaulichkeit, beispielsweise Neuzelle, Städte großer Vergangenheit und europäischer Zukunft, darunter Görlitz und Frankfurt/Oder, beeindrucken ebenso wie die Idylle und Weite der Landschaft.

Pegelhäuschen in Ratzdorf

Für Einsteiger empfehlenswert ist die kurze Strecke zwischen Guben und Neuzelle. Der Weg führt, sobald man Guben verlassen hat, mehr als 20 Kilometer auf dem Deich der Neiße bis zum Zusammenfluss von Oder und Neiße in Ratzdorf. Dort kann man sich die mittlerweile sanierten Bauwerke anschauen, die beim letzten Oderhochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Eindrucksvoll ist das Pegelhäuschen in Ratzdorf. Am Wochenende lädt die Kneipe „Kajüte“ ein, ab und an ist auch die Kleinkunstbühne im alten Wirtshaussaal geöffnet.

Kloster Neuzelle

Das Pegelhaus von Ratzdorf, Foto: D.Weirauch

Küstrin, Lebus und Neulietzegöricke sind weitere Orte, die man durchfährt und wo sich ein Halt lohnt. Der weitere Weg durchquert dabei auch die größten Flussauen Europas im Nationalpark „Unteres Odertal“.

Durch den Nationalpark Unteres Odertal

Der Nationalpark Unteres Odertal lädt mit seiner Auenlandschaft ganzjährig dazu ein, Seeadler zu beobachten, die Heimat von Bibern und Fischottern zu erkunden und – per Pedes oder mit dem Fahrrad – einen der Aussichtspunkte zu besuchen, die einen weiten Blick über die Aue bieten. Ein Highlight ist zudem das „Erfahren“ der Landschaft auf dem Wasser.

Wer in Schwedt seine Wanderschuhe schnürt und sich in den Nationalpark begibt, wandelt bald auf urwüchsigen Pfaden und entdeckt in der fast unberührten Natur so manchen Vertreter seltener Vogelarten. Im Winter weilen zum Beispiel Singschwäne in der Region, durch die im Spätsommer bis zu 15.000 Kraniche ziehen.

Auf dem Oder- Neiße- Radweg
Auf dem Oder- Neiße- Radweg, Foto: D.Weirauch

Kurze Strecken, wie die nach Stützkow, einem Örtchen am Oderhang mit bester Aussicht, oder eine in die vom Tabakanbau geprägte Stadt Vierraden laden ebenso zum Naturerlebnis ein wie abwechslungsreiche Distanzen für mehrtägige Touren.

In Criewen lohnt sich zum Beispiel ein Besuch des Nationalparkhauses, in dem eine Ausstellung auf lebendige Weise über die Natur im Unteren Odertal informiert. Das Besondere: Während die Landschaft im einzigen Auen-Nationalpark Deutschlands im Winter aus einer einzigen großen Wasserfläche besteht, erscheinen im Frühjahr Wiesen, deren Gras sich zum Sommer und zum Herbst hin nuancenreich einfärbt, bevor der Wasserspiegel am Jahresende wieder ansteigt.

Dieses Schauspiel lässt sich am intensivsten bei Aktivitäten auf dem Wasser erleben. Ein unvergleichliches Erlebnis bietet zum Beispiel eine geführte Tour mit dem Kanu mitten in das Herz der schützenswerten Landschaft: Das Zwischenstromland zwischen Stromoder und Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße besteht aus zahlreichen Armen der Oder und ist dadurch ein echtes Wasserlabyrinth, das man nur auf dem Wasserweg gut besichtigen kann.

Grüne Dreieck „Oder-Neiße“

Als Wegbezeichnung für den Oder-Neiße-Radweg dient das grüne Dreieck „Oder-Neiße“. Immer wieder lohnen Abstecher vom Oder-Neiße-Radweg, so nach Gusow, Kunersdorf, Wulkow oder nach Neuhardenberg. In mehreren Orten laden mittlerweile mehr oder weniger gut restautrierte Schlösser und einstige Gutshäuser ein. Weiter geht es mit Radreisen: Oder-Neiße-Radweg.

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Tipp: Der beste Reiseführer für den Oder-Neiße-Radweg ist das bikeline-Radtourenbuch (Verlag Esterbauer). Das wetterfeste Klappbuch kostet 12,90 Euro und lässt eigentlich keine Sehenswürdigkeit aus. In dem Buch findet man alles, was man zu einer Radtour benötigt: Präzise Karten, genaue Streckenbeschreibungen und touristische Angebote der Region sowie ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis.

Zwei Flüsse – drei Bundesländer

In Deutschland führt der Radweg durch drei Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Leider ist die Ausschilderung nicht immer einheitlich. Der Oder-Neiße-Radweg ist Bestandteil des D-Routennetzes, eines Netzes von mehreren herausragenden Radfernwegen, die in den nächsten Jahren mit einer einheitlichen Beschilderung versehen werden sollen.

Der Oder-Neiße-Radweg gehört zu den zehn beliebtesten Fernradwegen in Deutschland. Weiterhin beliebt sind beispielsweise der Elbe-Rad-Weg, der Main-Radweg, der Radweg entlang der Donau, der Weser-Radweg sowie der facettenreiche Ostseeküstenradweg. Auch der romantische Rhein-Radweg, der Bodensee-Königsee-Radweg sowie der Mosel-Radweg und der Altmühltal-Radweg werden zu den zehn besten und schönsten Radwegen Deutschlands gezählt.

 

Reise

Kloster Neuzelle – Barockwunder der Mark

Kloster NeuzelleBlick in das Innere der Klosterkirche von Neuzelle, Foto: D.Weirauch

Um eine Attraktion reicher ist das Kloster Neuzelle geworden. Das sogenannte “Himmlische Theater” wurde in 2015 eröffnet. Kloster Neuzelle – Barockwunder der Mark.

Das Kloster Neuzelle gehört zu den beindruckenden und überraschenden Reisezielen im Land Brandenburg. Mit Stiftskirche St. Marien, Klostergarten und spätgotischem Kreuzgang, 1268 von Markgraf Heinrich dem Erlauchten gegründet, den beiden Barockkirchen und ihren Kunstschätzen sowie dem barocken Klostergarten ist das Kloster Neuzelle touristischer Leuchtturm und Anziehungspunkt der Oderregion und des Landes.

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Kloster Neuzelle – Barockwunder der Mark

Die Klosteranlage wird jährlich von 100.000 Gästen besucht. In Neuzelle dreht sich alles um das Kloster, neben mehreren Hotels gibt es eine Klosterbrauerei sowie eine Klosterbrennerei. Aber auch das Geschäft „Die himmlische Schwester“ lädt zum Kaufen und Staunen ein. Durch den Oder-Neiße-Radweg ist Neuzelle gut mit anderen Sehenswürdigkeiten, wie dem Branitzer Park, der Rosenstadt Forst und dem Pückler-Park in Bad Muskau verbunden.

Klostermuseum

Das umfangreich sanierte Klostermuseum des Klosters Neuzelle gibt Einblicke in das Leben der Zisterzienser. Die Anlage gehört zu den größten unzerstörten Klosterensembles in Europa. Rund 50 Millionen Euro kostet das umfangreiche Sanierungsprogramm, das im Jahr 2018 abgeschlossen sein soll. Dann jährt sich die Gründung des Klosters zum 750. Mal. Aufgehoben wurde es erst 1817, zwei Jahre nach dem Wechsel der Niederlausitz von Sachsen zu Preußen. Als einziges Kloster in der Niederlausitz überstand Neuzelle die Reformationszeit als eine katholische Insel in rein protestantisch gewordener Umgebung. Abt Bernardus ließ zwischen 1655 und 1658 die wiederaufgebauten Gebäude von italienischen Künstlern mit Fresken und Stuckaturen versehen. Sein Nachfolger ließ die Klosteranlage im Stil des süddeutschen Barocks umgestalten.

Die prächtige Barockisierung des Gebäudes ließ die Raumstruktur der dreischiffigen Hallenkirche mit ihren eng gesetzten Pfeilern und den schmalen Seitenschiffen jedoch unverändert. Die Neuzeller Klosterkirche ist der bedeutendste Sakralbau der Niederlausitz. Der Besitz des Klosters ging an das staatlich verwaltete Stift Neuzelle über, das 1955 von der DDR aufgelöst wurde. Im Jahre 1996 erfolgte die Wiederbegründung als öffentlich-rechtliche Stiftung des Landes Brandenburg.

Besichtigung der Klosterbrauerei

Für den Besuch in Neuzelle sollte man mehr als einen halben Tag einplanen. Das Klostermuseum hat mehrere Räume, die nach wie vor katholische Kirche wird als „Barockwunder der Mark“ gerühmt.

Dazu kommt die einstige Leutekirche, die heute von der evangelischen Kirche genutzt wird. Auf Voranmeldung kann man die Klosterbrauerei gegenüber dem Klosterteich besichtigen, in der u.a. nach der Brautradition der Zisterzienser Bier gebraut wird. Ebenso lohnt sich ein Besuch der Schnapsbrennerei. Im Klosterhotel an der Bahnhofstraße kann man auch an Seminaren zum Schnapsbrennen teilnehmen.

Klosterbrauerei Neuzelle

Prächtige Klosterkirche

Im Mittelpunkt steht natürlich die Pracht der Klosterkirche. Sie sollte einst alle Sinne der Menschen ansprechen. Bis heute kommen die Besucher ins Staunen. Das liegt nicht zuletzt an den vor die mächtigen Pfeiler gestellten und farbig gestalteten Nebenaltären. Die aus fünf Teilen bestehende Altarreihe wirkt wie eine große Kulisse und verdeckt so den Blick in die Seitenschiffe. So manchem Gast wird es wie mir gehen nach Eintritt in die Kirche: Man fühlt sich von den optischen Eindrücken regelrecht erschlagen. Restaurierungschefin Antje Zimdars-Weigelt verrät ein kleines Geheimnis: Der prächtige Marmor sieht nur wie Marmor aus. In Wirklichkeit handelt es sich nur um Kalkmörtel, der mit Gips, Leim und Farbe überzogen wurde.

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Wer von Neuzelle nicht mit dem Rad weiter auf dem Oder-Neiße-Radweg fährt, der kann stündlich die Regionalbahn nach Guben und dann weiter bis Cottbus nutzen.

  • Informationen zum Kloster Neuzelle

  • Internet: | www: www.stift-neuzelle.de, Email: info‎@‎stift-neuzelle.de

  • geöffnet: | katholische Stiftskirche: montags bis freitags von 10 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr, Wochenende von 11 bis 16 Uhr
  • Museum:| 3,50 € pro Erwachsener, 2,50 € pro Kind bis 18 Jahre
  • Touriinfo: | Tel.: 033652-8140 Fax.: 033652-8141
  • Brauerei: | www.klosterbrauerei.com

Brennerei: | www.klosterbrennerei.de

Übernachtung: | www.hotel-prinz-albrecht.de

Info: | www.neuzelle.de

TMB: | www.reiseland-brandenburg.de

Hier weitere Informationen zum Kloster Neuzelle auf der Seite des Tourismmusverbandes Seenland Oder- Spree.

Origineller Laden inmitten von Neuzelle, Foto: D.Weirauch

2. Etappe “Oder-Neiße-Radweg”: Forst (Lausitz) – Eisenhüttenstadt

Die zweite Etappe des Brandenburger Teils des Oder-Neiße Radweges, führt über 63 Kilometer von Forst (Lausitz) in der Niederlausitz nach Eisenhüttenstadt. Die Weg führt immer entlang der Neiße. Hinter Guben wird der Zusammenschluss von Oder und Neiße in Ratzdorf erreicht. Kultureller Höhepunkt der Tour ist das “Barockwunder Kloster Neuzelle”, das nur wenige Kilometer vom Oderdeich entfernt, über der Oderaue trohnt.

Länge: 63 Km

Start: Forst (Lausitz)

Ziel: Eisenhüttenstadt

Logo / Wegstreckenzeichen: grünes Dreieck “Oder-Neiße”

Anreise: Ab Berlin Hauptbahnhof mit dem RE2 bis Cottbus. Ab hier weiter mit dem RB46 nach Forst (Lausitz) (ca. 2,5h).

Abreise: Ab Eisenhüttenstadt mit dem RE1 (Brandenburg) bis Berlin Hauptbahnhof (1,5h).

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