Schlösser und Burgen

Bismarckbrücke im Park Babelsberg

Bismarckp Bismarckbrücke Babelsberg Park SanssouciDie Bismarckbrücke im Park Babelsberg

In Potsdam erinnert recht wenig an den früheren Reichskanzler Otto von Bismarck. Die Bismarckstraßen wurden nach 1945 umbenannt. Einen Bismarckturm sucht man hier vergebens. Lediglich die Bismarckbrücke im Babelsberger Park hat einen direkten Bezug zu Otto von Bismarck, der am 1. April 200 Jahre alt geworden wäre.

Bismarckbrücke Park Babelsberg

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Mobilität

Salonwagen von Reichskanzler Otto von Bismarck im DB Museum Nürnberg

Salonwagenmg_7334Salonwagen Otto von Bismarck Foto: DB Museum Nürnberg

Nicht nur der Kaiser fuhr mit einem Sonderzug zu seinen Besuchen und Terminen in Europa. Auch Reichskanzler Otto von Bismarck hatte einen eigenen Salonwagen. Meist wurde dieser an einen Personenzug angehängt. Manchmal auch war er auch als Sonderzug unterwegs. Bismarck fuhr schon mal dem Kaiser Wilhelm I. entgegen, um ihm Bericht zu erstatten.

Salonwagen Otto von Bismarck Foto: DB Museum Nürnberg
Salonwagen Otto von Bismarck Foto: DB Museum Nürnberg

Bismarcks Salonwagen steht im DB Museum in Nürnberg 

Potsdam

Architekturführer Potsdam lädt zum Spaziergang durch das „Arkadien des Nordens“

Potsdam Französische KirchePotsdam Französische Kirche

Ab 12. März kommt ein neuer Architekturführer Potsdam (DOM publishers) in den Handel.

Babelsberg und Sanssouci: das ist wohl das erste, was man mit Potsdam assoziiert. Doch die ehemalige preußische Residenz- und heutige Landeshauptstadt Brandenburgs hat weit mehr zu bieten als Filmstadt und Sommerschloss: eine einzigartige Schlösser- und Parklandschaft inmitten der idyllischen Seenkette der Havel, ein bedeutendes historisches Architekturerbe und einen attraktiven Wohnort für Berlinmüde und so manchen Prominenten.

Potsdam als Sehnsuchtsort 

Reise

Erzgebirge – ein Wintermärchen

Deputatbier der glückauf Brauerei im ErzgebirgeDeputatbier der Glückauf Brauerei im Erzgebirge

Gerade sind wir zurück aus dem Erzgebirge. Verträumte Winterlandschaften mit gut gespurten Loipen, sportliches Treiben in den Wintersportorten sowie ländliche Gemütlichkeit mit traditioneller Küche bestimmen das Flair während der kalten Jahreszeit im Erzgebirge.

Ab auf die Piste, hinein in die Loipe!

Das Erzgebirge bietet alles, was das Skifahrerherz begehrt: reichlich Schnee, herrliche Abfahrten, unzählige Loipen und rasante Bobfahrten – und das alles mitten in Deutschland. Damit ist das Erzgebirge eines der bedeutendsten Wintersportzentren Deutschlands. 1.000 Kilometer Loipe führen durch die verschneite Erzgebirgslandschaft, darunter auch eine der schönsten und schneesichersten Loipen im Bundesgebiet, die Kammloipe. Ihr hat der Deutsche Skiverband das Prädikat “Exzellente Loipe” verliehen. Viele unberührte Landstriche der Region laden zu ausgedehnten Skiwanderungen ein. Am Fichtelberg sorgen zehn Skipisten mit einer Gesamtlänge von über 15 Kilometern für alpines Flair. Drei Doppelschleppliftanlagen, eine Vierersesselbahn und eine Großkabinenbahn sind in der Regel bis März in Betrieb.

Schlösser und Burgen

Burg Falkenstein im Harz

Burg Falkenstein im HarzBurg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch

Hoch über dem romantischen Fluss Selke erhebt sich, ganz in der Nähe von Gernrode, auf einem Bergsporn die Burg Falkenstein im Harz. Der Aufstieg von Meisdorf aus ist anstrengend. Einmal oben angekommen wird man belohnt mit einem prächtigen Ausblick über die riesigen Wälder des Ostharzes. Sie ist sehenswert: Burg Falkenstein im Harz.

Burg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch
Burg Falkenstein im Harz Foto: Weirauch

Mittelalterliche Burg Falkenstein

Trotz vieler Umbauten wahrte die Burg bis heute ihren mittelalterlichen Charakter. Die hochmittelalterliche Burg gehört ebenfalls wie der Dom von Halberstadt und Schloss Ballenstedt zur Straße der Romanik.  Errichtet in der ersten Hälfte des 12. Jh., soll der Legende nach Eike von Repgow hier den Sachsenspiegel verfasst haben. 1437 übernahmen die Herren von der Asseburg die Anlage.
Im 19 Jh. weilten u. a. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Bismarck auf der Burg. Seit 1946 ein Museum, kann man heute eindrucksvolle Räume wie den Rittersaal, die Herrenstube, die Burgkapelle, die neogotischen „Königszimmer“ oder die Alte Küche besichtigen.
Ausstellungen informieren über die Geschichte der Burg und den „Sachsenspiegel“. Im Sommerhalbjahr zeigt der Falkenhof Greifvögel im freien Flug. Eindrucksvoll sind die Geschwindigkeit des Federspielfalken oder der Sturzflug des Adlers.

Beim Gang durch die Ausstellung erfährt man viel Interessantes. Etwa, dass die Grafen von der Asseburg-Falkenstein im 19. Jahrhundert den Titel eines preußischen Hofjägermeister tragen durften und aus Berlin den preußischen Baumeister Friedrich August Stüler (von dem so bedeutende Bauwerke wie die Neue Synagoge in Berlin oder das Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam stammen) zu Rate zogen, um einige Innenräume im Stil der sogenannten „Babelsberger“ Neogotik auszugestalten.

Burg Falkenstein im Harz

Burg Falkenstein im Harz

1843 besuchte auch Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. die Burg während einer Jagd in den Wäldern des Harzes. In der recht kleinen Burgkapelle der Burg Falkenstein können unlängst wiederhergestellte hochmittelalterliche Glasfenster bestaunt werden.

Mit der Harzquerbahn unterwegs
Mit der Harzquerbahn unterwegs, Foto: D.Weirauch

Falken und Adler steigen in die Lüfte

Nach dem Ritteressen in der Burggaststätte schauen wir zu, wie sich Falken, Adler und andere Greifvögel über die Gemäuer erheben, Pavel Sihelsky ist einer der erfahrensten Falkner Mitteldeutschlands.

 

Falknervorführung auf Burg Falkenstein
Falknervorführung auf Burg Falkenstein, Foto: D. Weirauch
Adler im Anflug
Adler im Anflug

Auf Burg Falkenstein soll Eike von Repgow seinen „Sachsenspiegel“ geschrieben haben. Zu sehen gibt es in Burg Falkenstein das Biedermeierzimmer mit dem wertvollen Pleyel-Flügel aus dem Jahr 1840.

Gedenkstein für Eike von Repgow, Foto: Dieter Weirauch
Gedenkstein für Eike von Repgow, Foto: Dieter Weirauch

Jetzt ist es Zeit für eine Erkundungstour. Mit dem Kremser oder zu Fuß geht es einen gemächlichen Weg Richtung Gartenhaus. Von dort kommt man entweder zum als Geheimtip geltenden, zwölf Hektar großen Park mit 175 Arten und Gattungen einheimischer und fremder Gehölze in dem kleinen Ort Degnershausen oder wandert weiter im Tal der Selke zum Schlosshotel Meisdorf.

Informationen zum Falkenstein

Schlosshotel Meisdorf

Heinrich Heine beschrieb in seiner Harzreise die Selke als zärtlich, aber auch fröhlich dahinplätschernden Fluss. Unser Weg führt ganz in der Nähe zur Konradsburg, einem der Höhepunkte der Straße der Romanik. Über den Ort Ballenstedt kommen wir in den zu Quedlinburg gehörenden Ortsteil Rieder mit der Roseburg.

Der Bauherr Bernhard Sehring, der Architekt des Berliner Theaters des Westens in Berlin und des Jugendstiltheaters von Cottbus, hatte sich zwischen 1905 und 1925 das auf einer Anhöhe gelegene, noch heute von einer Wehrmauer umgebene Park- und Bauensemble als architektonisches Vermächtnis und Privatwohnsitz ausgewählt.

Schloss Meisdorf im Selketal
Schloss Meisdorf im Selketal

Nächste Station ist Gernrode, wo wir nach einem Besuch der romanischen Stiftskirche der Kuckucksuhrenfabrik einen Besuch abstatten und mit der von einer Dampflok gezogenen Selketalbahn durch herbstlich gefärbte Wälder nach Alexibad fahren. Da wurde erst 1810 als erster Badeort des damaligen Fürstentums Anhalt gegründet.

Aanreise in den Harz u.a. mit Fahrtziel Natur der Bahn AG

Hier finden Sie weitere Tipps zu Sehenswürdigkeiten im Harz.

Ganz in der Nähe: Die Konradsburg.

Die Konradsburg bei Meisdorf im Harz
Die Konradsburg bei Meisdorf im Harz

 

Potsdam

 „111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss“

Holländisches Viertel Potsdam, Foto: D. Weirauch

Und weiter heißt es: „Was macht ein Komma am Schloss Sanssouci? Wo trinkt man Weine von Günther Jauch direkt an der Zapfsäule? Und wo haben die Preußen die Alpen nachgebaut? Das Buch präsentiert 111 weniger bekannte Orte in Potsdam.

Seminaris Hotel Potsdam am Templiner See, Foto: Seminaris
Seminaris Hotel Potsdam am Templiner See, Foto: Seminaris

„Sie werden diese Stadt lieben“, hat schon Friedrich der Große gesagt. Das größte holländische Bauensemble außerhalb Hollands existiert in Potsdam. Russische, italienische und englische Gebäude faszinieren.

 „111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss“

Aber Potsdam ist mehr als ein historischer Jurassic- Park. Die ehemalige preußische Residenz begeistert durch Schönheit, Frieden und Urbanität und blickt auf eine bewegte Historie.

Marquardt, Ortsteil von Potsdam
Marquardt, Ortsteil im Norden von Potsdam, Foto: D.Weirauch

Dieses Buch bietet eine neue Sicht auf Bekanntes und offeriert Geheimtipps – Plätze, an denen sich die heutigen Potsdamer wohlfühlen und die es zu entdecken gilt. Tom Wolf lädt ein zu einer Reise durch eine besondere Stadt, in der sich Geschichtsbewusstsein und Moderne vereinen und die jede Menge Überraschungen bereithält.

Schloss Marquardt am Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch
Schloss Marquardt am Schlänitzsee, Foto: D.Weirauch

Viele der hier präsentierten Einzelheiten dürften selbst den lokalpatriotischsten Alt- und Neupotsdamern noch unbekannt sein und es lohnt sich, mit diesem Band auf Entdeckungsreise zu gehen.

Infos zum Buch

Tom Wolf: „111 Orte in Potsdam, die man gesehen haben muss“,  mit zahlreichen FotografienEmons Verlag, Broschur,  240 Seiten, ISBN 978-3-95451-519-9,  14,95 Euro

Der Autor

Tom Wolf, geboren 1964 in Bad Homburg, studierte Germanistik und Philosophie. Seit 2000 arbeitet er als freier Schriftsteller. Zuletzt erschien  sein Kriminalroman „Märkisches Blut“.

Zusammen mit Rike Wolf verfasste er das Buch  „111 Orte in Brandenburg, die man gesehen haben muss.“ Auch das Buch erschien im Emons Verlag aus der Reihe gibt es bislang viele Bücher zu verschiedenen Gebieten und Städten in Deutschland).

Rike und Tim Wolf  wohnen in Putlitz, jenem kleinen Ort im Norden des Landes, wo jährlich der „Putlitzer Preis“ (nicht Pulitzerpreis) verliehen wird. Der Ort schon ist eine Reise wert. Ganz in der Nähe, in Wolfshagen, hat ein Nachfahre der Edlen Gänse zu Putlitz ein Schloss wiederhergestellt: Bernhard von Barsewisch.

Mehr über den Autoren gibt es hier: www.tom-wolf.jimdo.com

Hier zu dem lesenwerten Band 111 Orte in Brandenburg, die uns Geschichte erzählen” von Paul Stänner.