Reise

Dampfeisenbahnen im Harz

BrockenbahnNeubaulok der Brockenbahn, Foto: Weirauch
Mit der Harzquerbahn unterwegs
Mit der Harzquerbahn unterwegs, Foto: D.Weirauch

Eine Fahrt mit einer der Harzer Schmalspurbahnen ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Die Bähnchen mit den historischen Dampfloks fahren so langsam, dass man die Aussicht richtig genießen kann. Eine besondere Gaudi ist es, auf der Plattform hinter dem letzten Waggon zu stehen und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen. Die Bahnen schnaufen und quietschen, manchmal ertönt ein Pfeifen, wenn sie eine Straße, wie in Wernigerode am Westerntor, kreuzen. Und immer wieder lassen die uralten Lokomotiven dichte Rauchschwaden ab. Kein Wunder, dass die Zahl der Schmalspurbahn-Fans groß ist. “Pufferküsser” werden die Fans der alten Technik gern genannt.

Dampflok der HSB
Dampflok der HSB

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) in Wernigerode ist die größte unter den kleinen Bahnen in Deutschland. 140 Kilometer lang ist das  Streckennetz im Harz. Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten über die Harzer Bahnen;

 140 Kilometer Streckennetz

Das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen führt insgesamt durch zwei Landkreise und zwei Bundesländer (Sachsen-Anhalt und Thüringen). Dabei überwinden die Stahlrösser vom tiefsten Punkt in Quedlinburg, 120 Meter über Null, bis zum höchstgelegenen Bahnhof, dem Brockenbahnhof, über 1000 Höhenmeter. Meist sind übers Jahr sieben Dampfloks aus den 50er Jahren laut Fahrplan im Einsatz. Mit den Zügen von Harz-Quer,- Selketal- und Brockenbahn, die mehr als 400 Brücken und Durchlässe über- bzw. durchfahren, erkunden mehr als 1,1 Millionen Gäste jährlich den Harz.

Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch
Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch

Dampflok von 1897

Dazu kommen, oft bei Sonderfahrten zu sehen, acht historische Dampfloks. Die älteste, eine Malletlok, stammt aus dem Jahr 1897. Kein deutsches Eisenbahnunternehmen setzt mehr Dampflokomotiven ein als die Harzer Schmalspurbahnen. Unter den anderen Fahrzeugen ist der Triebwagen T3 der ehemaligen Nordhausen-Wernigeröder Eisenbahngesellschaft das älteste betriebsfähige dieselelektrische Eisenbahnfahrzeug Deutschlands. Das Gesamtensemble der HSB steht bereits seit 1972 unter Denkmalschutz. Es ist ein lebendiges Zeugnis für Eisenbahntechnik und Ingenieurkunst.

Wer sich für das Innenleben der Lokomotiven interessiert, dem sei ein Besuch des Bahnbetriebswerkes Westerntor in Wernigerode empfohlen. Dort wird die Technik der Bahnen von engagierten und äußerst fachkundigen Mitarbeitern instandgesetzt. Das Werk liegt direkt am Bahnhof Wernigerode-Westerntor und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Dabei geht es auch durch die 70 Meter lange Werkstatthalle. Immer freitags (außer an Feiertagen) und in den Ferien auch mittwochs um 13.45 Uhr starten die Führungen, bei denen man den Bahnen und ihrer historischen Technik sehr nahe kommt. Beitrag: 5, Kinder bis 11 Jahre 3 Euro. Die Teilnehmer erfahren auch viel über die Geschichte der Harzer Schmalspurbahnen.

40 Bahnhöfe

Die Dampfloks der Brockenbahn, der Selketalbahn und der Harzquerbahn fahren täglich nach einem Fahrplan durch den Harz. Dabei werden über 40 Bahnhöfe und Haltestellen im Harz und auf dem Brocken angefahren.

Am 7. August 1887 fuhr der erste Zug der Selketalbahn von Gernrode nach Mägdesprung. Zehn Jahre später wurde zwischen Nordhausen und Ilfeld die Strecke der Harzquerbahn freigegeben und 1899 fuhren erstmals Dampfzüge auf den Brocken. Ab 1961 war mit den Brockenfahrten für fast 40 Jahre Schluss.

Hoch auf den Brocken

Seit Juli 1992 verkehren Züge auch wieder auf den Brocken, dem mit 1141 Metern höchsten Gipfel Norddeutschlands. Die Fahrt ist spannend, nicht nur für Eisenbahnfreunde.

Von Wernigerode oder Nordhausen aus kann man mit der Harzquerbahn bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne fahren. Von dort aus geht es dann in fast einstündiger Fahrt durch tiefe Wälder und mehrere Serpentinen hinauf zum Brocken. Nächster Bahnhof ist Schierke auf 685 Metern Höhe, bevor nach fast 20 Kilometern der Bahnhof Brocken erreicht wird.

Die 700 PS starken Dampfrösser leisten dabei Schwerstarbeit. Denn die Loks kommen als reine Adhäsionsbahnen (Reibungsbahnen) ohne Zahnräder oder ähnliche Hilfsmittel aus. Der schnellste Zug benötigt 49 Minuten zum Gipfel.

 Zur Brocken-Rockoper

Seit 2006 sind die Harzer Schmalspurbahnen auch im Event-Bereich aktiv. Highlight ist dabei das Musik-Spektakel „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ (Infos, Tickets und Termine unter dem blau unterlegten Link). Bei dem Event werden die Zuschauer mit thematischen Sonderzügen, die selbst schon ein besonderes Erlebnis sind, zum Aufführungsort befördert.

Reizvolles Erlebnis: eine Winterfahrt

Auch im Winter ist eine Bahnfahrt im schneereichen Oberharz von besonderem Reiz. Dem Reisenden bieten sich tiefverschneite Tannenwälder, schneeverwehte Hochflächen, und bei klarer Bergluft am Brocken lässt sich ein phantastischer Ausblick ins weite Land genießen. Das Brockenplateau bietet mit Hexenklause im Brockenhotel und den Ausstellungen im Brockenhaus Abwechslung für den mehrstündigen Aufenthalt. Für die Brockenstrecke gilt ein einheitlicher Fahrpreis: Egal von welcher Station die Fahrt auf den Brocken startet, kostet die einfache Fahrt für einen Erwachsenen 24 Euro und die Hin- und Rückfahrt 37 Euro. Kinder von 6 bis 11 Jahren bezahlen auf der Brockenstrecke die Hälfte und jüngere Kinder sind von der Zahlung befreit.

Ehrenlokführer

Wie bei der Mansfelder Bergwerksbahn oder dem Rasenden Roland auf der Insel Rügen können Interessierte auch bei den Harzer Schmalspurbahnen mit den Dampfloks mitfahren. Aus anfänglichen Führerstandsmitfahrten sind mittlerweile begehrte Events geworden. Eine 13 Tage dauernde Ausbildung zum Ehrenlokführer kostet 1299 Euro. Der Schnupperkurs für drei Tage kann für 399 Euro gebucht werden. Ein Dampftag auf der Selketalbahn kostet 149 Euro. Infos finden Sie auf der Seite www.hsb-wr.de. Viele der Ehrenlokführer sind so begeistert, dass sie immer wieder zu Fahrten in den Harz zurückkehren Mittlerweile gibt es eine bundesweit gut vernetzte Vereinigung der Ehrenlokführer.

Harzer Schmalspurbahnen – Informationen

HSB im Internet: www.hsb-wr.de (mit Infos über Streckennetz und Fahrzeiten)

Telefoninfo: 03943/ 558-0

Eisenbahnnostalgie: www.bahnnostalgie-deutschland.de/taegliche_fahrten/

HSB: weltweit einmalig

Mit  25 Dampflokomotiven, davon derzeit sechzehn betriebsfähigen, wird die HSB dabei die weltweit letzte „Hochburg“ bilden und dadurch noch intensiver als bislang eine Botschafterrolle für die Harzregion übernehmen.

Anreise in die Orte des Nationalparks auch mit Fahrtziel Natur. Einen Hoteltipp (in Bad Harzburg) finden Sie hier: Das Plumbohms.

Hier weitere Tipps für den Harz.

Hier meine Brockenwanderung.

1 Stunde wegFontane

Fontanes Wanderschuh

Fontane - 2018 (4)

Fontanes Wanderschuh

von Josef Grütter

 Bevor du wandern gehst,

 nach Schuhwerk dich umsiehst,

 damit das Wandern Freude macht

 nicht nur, wenn die Sonne lacht.

 Du suchst nach einem Schuh zum Wandern

 von einem Orte nach dem andern

 und nicht zum Tanzen

 wie einst die Hofschranzen

 sie trugen mit Verzierung und fein.

 Zum Wandern muß er grober sein,

 weil in der Natur du begegnest Strukturen:

 Sand, Stein, Wasser, Gras und Klee auf den Fluren.

 Und für all diesen Bodenbelag

 der Wanderer seinen Schuh geeignet mag.

 

Idylle im Schlosspark
Idylle im Schlosspark von Marquardt, Foto: Dieter Weirauch

 

Ich denke mal, um solche Gedanken

 tat Theodor Fontanes Geist sich ranken,

 bevor er sich aufmachte

 und nachdenklich dachte:

 „Heute beginn ich mit den Wanderungen durch die Mark,

 betrachte die Landschaft, die Menschen, auch ihren Sarg,

 frage nach diesem und jenem spontan,

 wie ich´s schon immer getan,

 auch wenn ich nicht war im Lande der Slawen,

 die ehemals weit verbreitet hier waren.

 Doch bevor ich mich aufmache z. B. in den Barnim,

 muß ich zunächst zum Schuster hin,

 damit ich mir lasse anpassen

 Wanderschuh mit rechten Maßen,

 dass leichten Fußes ich gehe und beschwingt,

 während in den Lüften die Lerche singt.

 Nicht drücken soll mich das Leder am Fuß,

 damit ich mich nicht quälen muß

 schon nach wenigen Meilen

 und zur Erholung dann lange verweilen.

 Denn dann käme ich nicht voran in den Landen

 und meine Betrachtungen würden versanden

 unter der märkischen Kiefer, in märkischem Sand,

 bevor ich überhaupt den Anfang fand.“

 

Theo Fontanes Wanderstock, Foto: Josef Grütter

So könnte er haben gedacht,

bevor er sich aufgemacht.

Ich glaube gar es gibt einen Beweis dafür,

der steht vor eines Museums Tür.

Du siehst hier einen altehrwürdigen Wanderschuh.

Nicht irgendeinen, Fontane gehörte dazu.

Das glaubst du nicht?

Dieser Schuh hat ein Gesicht.

Er ist nicht von heute, eher sehr alt.

Man sieht auch seine Nähe zum Wald.

Ein bißchen vermoost, rissig das Leder,

also sehr alt; das sieht doch ein jeder.

Warum ich ihn dem Fontane zueigne und keinem andern:

Weil mündlich es ist überliefert, man sagt,

Fontane habe in Berlin einen Schuster gefragt,

ob er ihm könne machen einen Wanderschlappen,

er wolle lange wandern auf Schusters Rappen.

Der Schuster, mit langer Tradition,

kannte den Fontane schon.

Wußte, wenn der geht auf Tour,

hilft bestes Schuhwerk nur.

Das ist auch der Grund, warum sein Schuh ist erhalten,

was nicht selbstverständlich ist bei so alten.

Auch findet man neben dem Moos

märkischen Sand auf der Sohle. Das ist als Beweis doch famos!

Also als Fan von Fontane habe ich keinen Zweifel.

Märkischen Sand findest du nicht in der Eifel!

Was aber ich gern wissen würde,

mir Kopfzerbrechen macht,

weil doch beim Paar zwei Schuhe werden gemacht:

Wo ist der zweite Schuh verblieben?

Ist er bei einer Rast zurückgeblieben?

Das kann doch nicht sein:

Er lief nie mit einem Schuh allein!

Er hätte es doch gemerkt sofort nach Fortsetzung der Tour,

 dass er trägt einen Schuh nur.

 Er ist also verlorengegangen nach der letzten Wanderung.

 Und ich habe dazu nur eine vage Vermutung:

 Er zog sie aus und gab einzeln sie her.

 So fanden sie zueinander nie mehr.

 Wenn also jemand auch nur eine Ahnung hat,

 wo des zweiten Schuhes Ruhestatt,

 melde er sich schnell.

 Ich bin sofort zur Stell´,

 hole ihn ab und stelle ihn zu dem ersten,

 könnte dann vor Freude bersten

 und sehe ihn wieder wandern durch die Mark,

 durch manchen prächtigen Lennéschen Park.

 Marquardt, den 11. Januar 2013

 

J. G.                                                                                        

                                           

2019 ist Fontanejahr

Als ein Baustein der zentralen Landeskampagne „Fontane.200“ reiht sich Kulturland Brandenburg im nächsten Jahr neben der Leitausstellung „Fontane.200/Autor“ im Museum Neuruppin, der Ausstellung„Fontane.200/Brandenburg“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, dem Schülerbegleitprogramm und dem Jugendprojekt „Word&Play“ ein.
Weiterhin beteiligen sich die Universität Potsdam, das in Potsdam ansässige  Theodor-Fontane-Archiv sowie die Theodor Fontane-Arbeitsstelle, Seminar für Deutsche Philologie bei der Georg-August-Universität Göttingen  mit einem wissenschaftlichen sowie die Fontanestadt Neuruppin in Kooperation mit zahlreichen Partnern mit einem vielfältigen kulturellen Programm. Das Fontanejahr wird  am 30. März 2019 in Neuruppin eröffnet. Hier geht es zur Fontaneausstellung des HBPG am Potsdamer Neuen Markt.

Hier einzelne Fontanetipps auf einfachraus.eu

+ Bei Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Robert Rauh und Erik Lorenz fulminantes Buch zu den fünf Schlössern

+ Zum Grab von Theodor Fontane in Berlin

+ Spurensuche in Wustrau

Spurensuche in Neuruppin

Fontane und der Ziegelringofen von Glindow

Der Bornstedter Friedhof

 

 

 

 

Fontane

Fontanes Wanderstock

Fontane Neuruppin

Josef Grütter schickte  mir auch  folgendes Gedicht zum Wanderstock von Theodor Fontane.

Fontanes Wanderstock

Übrigens ist der Wanderschuh derzeit in Radebeul zu sehen. Vielleicht findet sich noch mehr zum großen Wanderer.

Fontanes Wanderstock

Hier steht Fontanes Wanderstock.

Anderswo hängt sein Rock.

Der Stock, den du hier kannst sehen,

mit diesem könnt´st heute noch gehen

zum Beispiel durchs Ländchen Friesack.

Schnür nur dein Ränzel und pack,

 was du brauchst für eine Wanderung

längs Fontanes Berichterstattung

über diese Region.

Ich kenne sie schon!

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Reise

Brockenbahn: Mit Dampf im Kessel auf schmaler Spur

Harz (1)

Einer Erlebnisfahrt in die Natur kommt eine Fahrt mit der schnaufenden Brockenbahn gleich. Sie erinnert an Kindheitstage. Ich war gerade fünf Jahre alt, als meine Eltern mich mit auf den den höchsten Berg des Harzes nahmen. Nach der Grenzziehung 1961 war die Strecke tabu, die Brockenbahn hatte ihren Betrieb eingestellt.

Brockenbahn verkehrt wieder seit 1992

Seit Juli 1992 verkehren Züge auch wieder auf den wetterumtosten Brocken, dem mit 1141 Metern höchsten Gipfel Norddeutschlands. Das ist ein schönes Stück Arbeit für die rund 700 PS starken Dampfrösser. Sie kommen als reine Adhäsionsbahnen (Reibungsbahnen) ohne Zahnräder oder ähnliche Hilfsmittel aus. Von Wernigerode oder Nordhausen aus kann man mit der Harzquerbahn bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne fahren. Von dort aus geht es dann in fast einstündiger Fahrt durch tiefe Wälder und mehrere Serpentinen hinauf zum Brocken. Nächster Bahnhof ist Schierke auf 685 Metern Höhe, bevor nach fast 20 Kilometern auf 1125 Metern der Bahnhof Brocken erreicht wird. Die Reisenden erleben bei der Anfahrt ein überwältigendes Panorama des Nationalparks Hochharz.

Auch im Winter ist eine Bahnfahrt im schneereichen Oberharz von besonderem Reiz. Dem Reisenden bieten sich tiefverschneite Tannenwälder, schneeverwehte Hochflächen, und bei klarer Bergluft am Brocken lässt sich ein phantastischer Ausblick ins weite Land genießen. Das Brockenplateau bietet mit Hexenklause im Brockenhotel und den Ausstellungen im Brockenhaus Abwechslung für den mehrstündigen Aufenthalt.

Auf dem Brocken

Erste Fahrt war im Jahr 1899

Der erste Zug fuhr bereits 1899 auf den Brocken. In der Regel bedienen derzeit sieben Dampfloks der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) aus den 1950er Jahren den fahrplanmäßigen Zugbetrieb im ganzen Jahr. Von besonderer Kostbarkeit sind die acht historischen Dampfloks. Die älteste, eine Malletlok, stammt aus dem Jahr 1897. Eine andere Lok wurde 1939 gebaut.

Auch im Winter auf den Brocken

Im Winter fahren zum Brocken maximal sechs Zugpaare am Tag. Davon werden vier von und nach Wernigerode durchgebunden. Im Sommer ist der Verkehr auf täglich elf Zugpaare verdichtet. Der schnellste Zug benötigt 49 Minuten zum Gipfel. Die Harzer Schmalspurbahnen mit Sitz in Wernigerode betreiben das mit 140 Kilometern längste zusammenhängende Schmalspurstreckennetz in Deutschland. Mehr als 1,2 Millionen Gäste sind jährlich mit den teilweise historischen Dampfzügen unterwegs. Wanderer freuen sich über den Anblick der altmodischen Bahn, die immer wieder laut pfeifend ihre Durchfahrt ankündigt.

Mit der Harzquerbahn unterwegs
Mit der Harzquerbahn unterwegs

Brockenbahn – Verbindungen

Verbindungen gibt es im Schnitt etwa einmal pro Stunde ab Wernigerode (Stationen: Wernigerode Westerntor, Wernigerode Hochschule Harz, Wernigerode – Hasserode, Steinerne Renne, Drei Annen Hohne, Schierke, Brocken), Fahrplan der Harzer Schmalspurbahnen (gültig bis 1. November 2015) unter dem blau unterlegten Link.

Informationen zur Brockenbahn:

  • Fahrkarten:  Brockentarif (gilt von allen Stationen der HSB): einfache Fahrt 24, Hin- und Rückfahrt 37 Euro, Kinder bis 11 J. 12/18,50 Euro (Stand: Juli 2015), Sitzplatzreservierung für Gruppen ab 10 Personen: Tel. 03943/558153 oder kundenservice@hsb-wr.de
  • Brockenbahn und Harzer Schmalspurbahnen im Internet: www.hsb-wr.de

Hier finden Sie weitere Reisetipps für den Harz

Blick vom Brocken auf Wernigerode, Foto: D.Weirauchp
Blick vom Brocken auf Wernigerode, Foto: D.Weirauch

Die Bahnfahrt auf den Brocken ist ein Muss für viele Bahn-Fans. Jährlich bringt die Harzer Schmalspurbahn Tausende Harz-Gäste, Urlauber und Wanderer auf den höchsten Gipfel des Landes Sachsen-Anhalt. Wenn es das Wetter zulässt, ziehen die mit Kohle befeuerten Dampfloks das ganze Jahr über die Waggons den Berg hinauf. Im Frühling warten Sonderfahrten auf die Reisenden. Die beliebten Osterhasenzüge starten am 20. und 21. April. 219).

www.hsb-wr.de

 

Reise

Theaterstadt Meiningen

„Es gibt viele Meinungen – aber nur ein Meiningen.“

so soll  Richard Wagner von der thüringischen Stadt geschwärmt haben.

Was für ein Theater es dort gibt, haben wir erlebt. Nicht nur der Bau in der „Theaterstadt Meiningen“ macht von sich Reden. Auch der „Inhalt“. Grandios.

Hier einige Fotos. Die Reise ins Thüringische lohnt. Eine tolle Stadt zudem.

Mein Tipp:  Nicht nur zur Wartburg und nach Eisenach pilgern, wenige Kilometer weiter: die Überraschung. Und wie immer, wenn wir in thüringischen Landen unterwegs sind: freundliche Gastgeber, eine grundsolide Küche und mit der Bratwurstapp immer den leckeren Thüringer Bratwurststand in der nähe.

Wir haben gesehen: „Abai“. Eine Oper , die eigentlich auch in Berlin gezeigt werden müsste.

 

Die Oper „Abai“ erzählt die Geschichte des jungen kasachischen Liebespaars Ajdar und Azar, das unter den rigiden muslimischen Moralvorstellungen seiner Heimat zu leiden hat – und die Geschichte des berühmten Dichters Abai, der die beiden zu schützen versucht. Ajdar und Azar werden wegen ihrer verbotenen Liebe an den Pranger gestellt. Abai kann in letzter Sekunde eine Lynchjustiz verhindern und fordert einen fairen Prozess für das Paar, das schließlich freigesprochen wird und heiraten darf. Abai hat sich mit seinen Bemühungen um eine moderne und aufgeklärte Weltsicht allerdings viele Feinde gemacht – und bei der Hochzeitsfeier verüben Verschwörer auf ihn einen Anschlag, der ein Menschleben fordert.

 

Der Name Abai hat für die Kasachen  eine ähnliche Bedeutung wie Johann Wolfgang von Goethe für die Deutschen. Er war Dichter, Philosoph, Komponist, Aufklärer und eine bedeutende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.