Potsdam

Lenne`in einem neuen Buch

Bornstedter FriedhofGrab von Peter Joseph Lenne

Zeit für einen Herbstspaziergang. Anregungen dafür bietet das in der Edition Braus erschienene Buch der Potdamer Gartenkennerin Christa Hasselhorst über  Peter Joseph Lenné . Er gilt als der genialste deutsche Gartenkünstler des 19. Jahrhunderts.

Lennè  prägte mit weiträumigen grünen Paradiesen die Landschaft Preußens. Im Auftrag preußischer Könige ließ er gemeinsam mit Karl Friedrich Schinkel Architektur und Gartenkunst zu einer virtuosen Einheit verschmelzen – heute Weltkulturerbe. Weitere seiner über 300 Schöpfungen finden sich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Auch in der umgebung vonm Potsdam, so in Marquardt, oder im Hirschberger Tal, beispielsweise in Schildau,  hinterließ er Spuren.

Potsdam

Apfelbuch für Berlin-Brandenburg

Äpfel (2)

Der Apfelbaum in unserem Garten heißt „Kaiser Wilhelm“. Er trägt in diesem Jahr viele Früchte. Ende September soll man den prächtigen Apfel pflücken, so steht es jedenfalls in dem von Caty Schernus verfassten Apfelbuch für Berlin-Brandenburg.

Einieg Tage werden wir also noch warten. Die Vorfreude ist groß.

Übrigens gibt es auf Streuobstwiesen in Brandenburg noch weitere Bäume mit Preußens Gloria. So Friedrich der Große, Bismarck oder Königin Luise. Ach ja, einen Apfel mit dem Namen Prinz Albrecht soll ebenfalls recht leckere Früchte tragen.

Der aufgeblasene Apfel weist den Weg zum Obstgut am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch
Der aufgeblasene Apfel weist den Weg zum Obstgut am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch

Rezepte für leckeren Apfelkuchen hält das Buch auch bereit.

Apfelbuch für Berlin-Brandenburg

Alte regionale Apfelsorten erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit. Das „Apfelbuch Berlin-Brandenburg“ trägt Geschichten und vergessenes Wissen um 40 Apfelsorten und ihre Züchter zusammen, erzählt Anekdoten und erläutert. So steht auch zu unserem “Kaiser Wilhelm” Neues drin.  Auf Grund genetischer Untersuchungen wurde die Apfelsorte Kaiser Wilhelm vor wenigen Jahren als “Plagiat” erkannt. Die Sorte ist identisch mit der Lokalsorte “Peter Broich”, die aus der Kölner Umgebung bekannt war.

Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde.
Längst bietet Berentzen mehr als Apfelkorn an, mit dem das Unternehmen bekannt wurde.

Die Äpfel sind von Walter Karberg in Originalgröße illustriert und 30 eigens kreierte Apfel-Rezepte von Hendrik Madeja vereinen traditionelle brandenburgische Küche mit der kulinarischen Experimentierfreude Berlins. Eine Liebeserklärung an den Apfel!

 

„Das Apfelbuch Berlin-Brandenburg: Alte Sorten wiederentdeckt“ – Mit Rezepten und Geschichten bebra Verlag, 16,95 Euro

Bücher

Die Lebenswelt des Fürsten von Pückler-Muskau

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Welch ein Buch ? möchte man ausrufen. „Park und Schloss Branitz“ von Gert Streidt, dem kundigen Kenner. Und die stimmungsvollen Fotos von Hans Bach.

Ja, der soeben in der Edition Braus Verlag Berlin erschienene opulente Band „Park und Schloss Branitz“ eignet sich dafür, den Lieben unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werden.

Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Seepyramide Branitz, Foto: K. Weber, Stiftung Fürst-Pückler-Museum

Spaziergang durch Branitz

Oder jetzt schon drin geblättert und einen Spaziergang durch den nun herbstlichen Park am Rande von Cottbus geplant. Das Buch macht Lust darauf.

Höhepunkt des Branitz-Besuches ist aber der Spaziergang im Park. Dieser erscheint zu den verschiedenen Jahreszeiten wie ein Naturwunder. Tatsächlich wurde er aber von Pückler bis ins kleinste Detail geplant. Neben dem inneren Kernbereich mit dem spätbarocken Schloss und den berühmten Pyramiden gehört auch der kaum bekannte Außenpark zum Gesamtensemble. Als „gestaltete Feldflur“ bezog Pückler dort die land- und forstwirtschaftlichen Flächen der direkten Umgebung in seine Anlage mit ein.

Elegante Seen und Wasserläufe

Der Park Branitz bei Cottbus mit seinen elegant geführten Seen und Wasserläufen, fein geschwungenen Erdmodellierungen und den meisterhaft gestalteten Gehölzkompositionen stellt ein Meisterwerk der Landschaftsgartenkunst dar. Es ist das Lebenswerk des Gartengestalters Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871), der zu den größten europäischen Gartenkünstlern zählt. Er stand im Austausch mit den Geistesgrößen seiner Zeit und unternahm Reisen bis nach England und in den Orient. Der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegte Park und die beiden einzigartigen Erdpyramiden sind Reminiszenzen an seine Reiseerfahrungen. Neben dem Park ist auch das Schloss einen Besuch wert, das mit seinem originalgetreuen Interieur den Besucher in die Lebens- und Gedankenwelt Fürst Pücklers entführt.

Branitz

Er war Gartenkünstler, Schriftsteller und Unternehmer. Von Herrmann Fürst von Pückler-Muskau stammt auch ein Großteil des Parkes Babelsberg gegenüber der Glienicker Brücke in Potsdam.

Bedeutender Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts

Branitz zählt als Ensemble zu den bedeutendsten Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, überraschen den Besucher im Park immer neue Landschaftsbilder. Die beiden Erdpyramiden sind die Wahrzeichen des Parks. Sie vermitteln einen Eindruck von Ewigkeit. In der Wasserpyramide, dem Tumulus, sind der Fürst und seine Frau Lucie beigesetzt. Derzeit wird die Wasserpyramide restauriert. Neugierig wie Journalisten sind, schon jetzt die Frage: wie sieht es in ihrem Inneren aus? Gibt es von Pückler wirklich keine Überreste mehr, wie er es wünschte.

Vorerst aber begeben wir uns auf einen Spaziergang durch den Branitzer Park. Dank des Sehnsucht erzeugenden Bandes von Gert Streidt und Hans Bach.

Info:

Gerts Streidt/Hans Bach:

Park und Schloss Branitz: Die Lebenswelt des Fürsten von Pückler-Muskau, Braus Verlag, 29.95 Euro , mit prächtigen Fotografien

Die Macher

Gert Streidt war in verschiedenen Aufgabenbereichen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten leitend tätig, bevor er das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam aufbaute. Seit 2008 ist er Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

Hans Bach, Diplom-Fotodesigner, lebt und arbeitet seit 1994 in Potsdam als freischaffender Architekturfotograf mit den Schwerpunkten Architektur- und Landschaftsfotografie. Regelmäßige Publikationen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Denkmalpflege Brandenburg u. Potsdam, Museen, Architekturbüros. Veröffentlichung zahlreicher Bildbände, „Park Sanssouci“ erschien 2012.

 

Reise

Feine Musik im Erzgebirge

Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014Schwarzenberg, Musikfest Erzgebirge 2014

Das Erzgebirge war mir bislang vor allem durch die Bergaufzüge und als Weihnachtsland bekannt. Und als Land mit den meisten Besucherbergwerken, rund 40 soll es geben.

Eber es gibt mehr als das.

Am Wochenende ist das 3. Musikfest Erzgebirge zu Ende gegangen. Für die
außergewöhnliche Interpretation von Joseph Haydns »Jahreszeiten« unter der Leitung von
Intendant Hans-Christoph Rademann gab es von den fast eintausend Konzerthörern in der
St. Georgenkirche in Schwarzenberg stehende Ovationen.

Am Wochenende endete das 3. Musikfest Erzgebirge !

Über 7.500 Besucher hatten in den letzten Tagen 13 Veranstaltungen an den zwölf Spielorten
des Festivals, von Annaberg-Buchholz bis Zschopau, von Eibenstock bis Freiberg besucht
und dem Musikfest eine Auslastung von über 90 Prozent beschert. International
renommierte Künstler ins Erzgebirge einzuladen und den Einwohnern und ihren Gästen ein
kulturell hochkarätiges Programm zu bieten: dieses Ziel sei aufgegangen, bilanzierten die
Festivalmacher. Dirigenten wie Václav Luks, Helmuth Rilling oder Masaaki Suzuki gaben sich
diesmal die Ehre. Der Dresdner Kammerchor, das Pera Ensemble mit dem Dresdner
Barockorchester, der RIAS Kammerchor und die Sächsische Staatskapelle musizierten auf
höchstem Niveau. Innovative Konzertformate wie das “Nach(T)klang”-Konzert, bei dem sich
drei Ensembles musikalisch um eine CD-Produktion durch Deutschlandradio Kultur
bewarben, das große “Erzgebirgische Sängerfest”, aber auch die neuen Familienkonzerte im
Rahmen des »Jungen Musikfestes« waren Publikumserfolge.
“Keine Angst vor Qualität!” – der Leitspruch Rademanns lockte auch viele internationale
Musikliebhaber an. Der Musikfest-Schirmherr, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, zeigte
sich am letzten Konzerttag glücklich über die Entwicklung, die das Festival genommen hat:
künstlerisch sei es längst auf dem Niveau des Leipziger Bachfestes und der Dresdner
Musikfestspiele angekommen.
Das nächste Musikfest Erzgebirge findet vom 9. bis zum 18. September 2016 statt.

Übrigens informiert die Homepage von Musik in Sachsen über aktuelle Termine und Bewertungen der Konzerte.

Reise

Neubau der Stettiner Philharmonie eröffnet

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Neuer Musentempel für Westpommern

Neubau der Stettiner Philharmonie wird mit Festwoche eröffnet

Mit einem Feuerwerk der Kultur wird ab dem 5. September 2014 der Neubau der Philharmonie in der westpolnischen Hafenstadt Szczecin (Stettin) gefeiert. Zu einer achttägigen musikalisch-künstlerischen Reise werden unter anderem der legendäre New Yorker Gitarrenvirtuose Steve Vai, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker und das Pasadena Roof Orchestra erwartet. Das moderne Gebäude an der ul. Małopolska setzt einen neuen Akzent im Stadtbild. Mit seiner weißen Außenhaut aus Aluminium und den markanten, asymmetrisch abfallenden Spitzen thematisiert es die Kirchtürme und Giebelfronten der Umgebung, wie auch Hafenbauten und Verladekräne.

Ewa Strusińska ist Chefdirigentin des 90-köpfigen Orchesters und musikalische Direktorin. Foto: D.Weirauch

Verantwortlich für die moderne Philharmonie zeichnet das Architektenbüro Barozzi Veiga aus Barcelona. Für seinen innovativen Ansatz wurde es mit dem Nachwuchspreis der italienischen Architektur ausgezeichnet. Herzstück des wie ein Eisberg anmutenden Gebäudes sind die beiden Konzertsäle. Der größere bietet Platz für 953 Gäste, der kleinere für bis zu 192 Personen. Das fünfgeschossige Gebäude beherbergt darüber hinaus ein Café, eine Musikalien- und Andenkenhandlung sowie eine Galerie.

Krzysztof Penderecki schuf Eröffnungswerk

Niemand Geringeres als Krzysztof Penderecki, Polens bedeutendster Komponist der Gegenwart, hat das Eröffnungswerk für die neue Stettiner Philharmonie geschrieben. Neben seiner „Fanfare“ intonieren das Symphonische Orchester Stettin unter Leitung von Ewa Struszyńska und Jacek Kaspszyk am Abend des 5. September auch die Symphonie „In principo“ des westpommerschen Komponisten Marek Jasiński, das symphonische Gedicht „Powracające Fale – Wiederkehrende Wellen“ von Mieczysław Karłowicz, dem Namenspatron der Stettiner Philharmonie, sowie Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie.

2015 wurde der Neubau mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis geehrt. Foto: D. Weirauch
2015 wurde der Neubau mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis geehrt. Foto: D. Weirauch
1 Stunde weg

Havelland – Ein Wegbegleiter

Schloss RibbeckBlick auf Schloss Ribbeck im Havelland, Foto: D.Weirauch

Havelland – jeder war schon mal da. Ob Tagesausflug oder Kurzurlaub, Wanderung oder Radtour, das Havelland gehört zu den beliebtesten Zielen der Berliner. Aber wer kennt die Region zwischen Berlin-Spandau und Havelberg wirklich? Ein Reiseführer aus dem terrapress Verlag schafft nun Abhilfe. 2015 findet die BUGA in der Havelregion  statt. Havelland – Ein Wegbegleiter

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Erstmals bietet mit „Havelland. Ein Wegbegleiter“ ein klassischer Reiseführer Tipps und Anregungen für die Fahrten ins Havelland. Er ist im Berliner Verlag terra press erschienen. Auf 280 Seiten werden Ausflugsziele, Stadtkerne und Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Tourenbeschreibungen, Serviceinformationen, Anekdoten, Fotos und Orientierungskarten lassen ein lebendiges Bild von der Gegend rechts und links der Havel entstehen, aber auch von Landschaften wie Zauche, Nusswinkel, dem Ländchen Rhinow, Friesack und Glien sowie von der Döberitzer Heide.

Frau Wesche, die Birnenfee von Ribbeck, Foto: D.Weirauch
Frau Wesche, die Birnenfee von Ribbeck, Foto: D.Weirauch