Reise

Ägypten – Was man alles gesehen haben sollte

Panorama-Ägypten (10)Der berühmte Tempel von Luxor: Foto: D.Weirauch

Märchenhaft shoppen: Etwa in den Läden des „Alf Leila Wa Leila“ von Scharm El-Scheich

Eintauchen in die herrliche Welt der Korallen, vor Marsa Alam ist das besonders eindrucksvoll

Jeep-Tour ins bizarr schöne Felstal Wadi Maghara auf der Sinai-Halbinsel

Fantasievolle Ferienanlagen prägen den hellen Strand von Scharm El-Scheich im Norden Ägyptens

Pyramiden von Gizeh – das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike

Traumhaft schöner Strand-Urlaub zu Schnäppchen-Preisen. Super Hotels mit ganz viel Komfort. Einmalig faszinierende Tauch-Möglichkeiten. Und jede Menge kulturhistorischer Schätze, die es zu entdecken gilt. Obendrauf herrlich warmes Wetter. Das Land am Nil bietet Urlaubern so viel Schönes.

Von den Traumstränden am Roten Meer zu den Spuren der alten Pharaonen

Sand, Kalkstein und noch mehr Sand. Mittendrin zwei Stühle, auf denen wir Platz nehmen. Ein Kellner der „Al Tarfa Lodge“ serviert uns Cocktails. Wir blicken auf das endlose Nichts der Wüste. Mehr Ruhe und Entspannung als hier in der Oase Dachla, westlich von Luxor, können Urlauber kaum finden.

Vielfalt

Ob Wüste, Unterwasserwelt oder Pharaonengräber – in Ägypten faszinieren auch die Gegensätze. Deshalb zieht es sowohl Strand-Urlauber als auch Taucher und Entdecker hierher in den Nordosten von Afrika. Sommerliche Temperaturen das ganze Jahr über und häufig günstige Preise tragen ihr übriges dazu bei, dass das Land als Reiseziel bei Urlaubern so hoch im Kurs steht.

Panorama-Ägypten (20)Herrschaftlich

Die Stille der Wüste hat uns tief beeindruckt. Da ist die nächste Station Luxor ein echter Kontrast. Denn in der Metropole tobt deutlich mehr das Leben. Gäste aus aller Welt kommen in die „Stadt der Paläste“, wie Luxor übersetzt heißt. Wir schließen uns dem Besucherstrom an und besichtigen den berühmten Tempel von Luxor, der zu Ehren des Gottes Amun errichtet wurde. Nach einigen Fotos an der Kolossalstatue von Ramses II. zieht es uns weiter. An das Rote Meer.

Abtauchen

In beliebten Touristenhochburgen wie Hurghada oder El Gouna locken tolle Hotels in unmittelbarer Strandlage, oft zu Schnäppchen-Preisen. Und es gibt hier zig Tauchschulen, teils gehören sie zu den Hotels.

Morgenstimmung am Strand von El-Gouna, Foto : Weirauch

Genuss pur

Nach einem Meeres-Abenteuer stärkt sich, wer mag, abends im Hotelrestaurant mal mit Kamel-Fleisch. Doch keine Sorge, überall lockt auch die typisch europäische Küche auf den oft üppigen Büffets. Nahe zum Pool ist schon mal Show-Cooking angesagt. Da bereiten die Köche unter freiem Himmel sowie hin und wieder im traditionellen Gewand leckere Grillgerichte zu. Ob Fleisch oder Meeresfrüchte – hier wird sogar das Essen zum einmaligen Erlebnis.

Hauptstadt-Flair

Am nächsten Morgen heißt es sehr, sehr früh raus aus den Federn. Der Tagesausflug ins doch relativ weit entfernte Kairo startet nun mal zeitig. Mit der Mega-Metropole wartet eine der wohl spannendsten Städte der Welt auf uns. Im Jahr 2020 soll das berühmte Ägyptische Museum seine neuen Räume nahe der Pyramiden von Gizeh beziehen. Wichtigstes Exponat bleibt die berühmte goldenen Totenmaske des Pharao Tutanchamun.

Faszinierend

Wir wollen auch die Sphinx mit eigenen Augen bewundern. Gegen eine kleine Gebühr darf man sich von Kamelen von dieser Sehenswürdigkeit zur einzigartigen Cheopspyramide schaukeln lassen. Über 130 Meter ist sie hoch und aus weit mehr als zwei Millionen Steinblöcken gefertigt. Kaum zu glauben, wie die alten Ägypter dies damals ohne unsere heutigen technischen Hilfsmittel geschafft haben.

Aufs Wasser

Wenn noch Zeit bleibt, dann lassen sich die Eindrücke auf einer Nil-Kreuzfahrt besonders schön verarbeiten. So geht Ägypten-Urlaub.

Informationen: Ägyptisches Fremdenverkehrsamt, Tel. 030 88724670

Potsdam

Hier gehört Klappern zum Handwerk

molina_I_2013.indd

Historische Mühlen und ihre Bewahrer stehen im Mittelpunkt der neuen Zeitschrift „Molina – Mühlen und Menschen“, die soeben im Berliner terrapress-Verlag erschienen ist. Herausgegeben wird das A4-Heft von zwei ausgewiesenen Mühlenexperten: Philipp Oppermann, tätig im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn, und Torsten Rüdinger, Müller der Historischen Mühle Potsdam-Sanssouci.
So treffe ich dann auch auf alte Mühlen-Bekannte in dem ambitioniert gestalteten Heft, neben der Sanssouci-Mühle werden bispielsweise die Mühle von Berlin-Marzahn und die Jungfernmühle in Berlin-Buckow vorgestellt. Auch die Dreifach-Windmühle von Straupitz, wo das berühmte Leinöl nach alter Tradition erzeigt wird, im Spreewald ist dabei.

Deutschlandweit erste Publikation

Reise

Ilsenburg im Harz

Harzalt-155Blick auf Ilsenburg, vom Brocken aus, Foto: D.Weirauch

Von Ilsenburg, der romantischen Kleinstadt am Fuße des Brockens, nur 25 Kilometer von Goslar entfernt gelegen, hatten wir in der Harzreise Heinrich Heines gelesen. Aber das sich heute in dem altehrwürdigen Gasthaus “Zu den Rothen Forellen” eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels in Sachsen-Anhalt verbirgt und mit Rene Bobzin bis vor kurzem der derzeit beste Koch Sachsen-Anhalts am Herd steht, keineswegs vermutet. “Besuchen Sie unbedingt das Ilsetal”, hatte Jörg Steinhäuser den Besuchern am Abend zuvor in der täglich neu aufs Zimmer gelegten “Forellenpost” empfohlen. Steinhäuser ist Chef des Hotels, das seit zehn Jahren im 1803 vom Fürsten zu Stolberg-Wernigerode als “Rothe Forelle” errichteten Gebäude eingerichtet ist. Und er hatte nicht zuviel versprochen. Eine Entdeckungsreise.

Was man in Ilsenburg erleben kann

Reise

Dampfspektakel in Mildenberg

Eine Veranstaltung, die kaum zu toppen ist. Das war das 14. Dampfspektakel am Wochenende im Zigeleipark von Mildenberg bei Zehdenick (OHV). Diese Bilder sprechen für sich.

Alles stimmte, das Wetter, die in der Sonne blitzenden Dampfmaschinen, die gute Laune der Aussteller und viele freudig strahlende Gesichter angesichts der fauchenden und vor sich hin stampfenden großen und kleinen Dampfmaschinen.

Attraktionen waren die Dampf-Feuerwehr aus den Niederlanden, das Sägewerk sowie die Dampf-Loren-Eisenbahn. Neben der traditionellen Parade der Dampfmaschinen im ehemals größten Ziegeleirevier Europas gab es den ganzen Tag über Vorführungen.

dampfmobile3

Am 10. und 11. August ist Treckertreff

Im August sehen wir sicher viele Gäste beim Treckertreffen wieder. Das Dampfspektakel hat alle Chancen den mittel- und süddeutschen Treffen dieser Art den Rang ablaufen. Zumindest im Mansfeldmuseum von Hettstedt, einst von meinem Freund Dietmar Carstens für Dampfmodelle aus vielen Ländern initiiert,  sah es in den vergangenen Jahren recht mau aus. Aber Mildenberg, Dresden und Alt Schwerin spielen mittlerweile ganz oben mit. Technik Trumpf aus Opas Tagen ist wieder im Kommen.

Potsdam

Molina ist da

Mühle im FlämingMühle im Fläming

Pfingstmontag ist Mühlentag

Heute erhielt ich „Molina“ und bin begeistert. Molina ist das lateinische Wort für Mühle. Historische Mühlen und ihre Bewahrer stehen dann auch im Mittelpunkt der Zeitschrift „Molina – Mühlen und Menschen“, die soeben im Berliner terrapress-Verlag erstmalig erschienen ist. Herausgegeben wird das A4-Heft von zwei ausgewiesenen Mühlenexperten: Philipp Oppermann, tätig im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn, und Torsten Rüdinger, Müller der Historischen Mühle Potsdam-Sanssouci.

Sanssouci

So treffe ich dann auch auf alte Mühlen-Bekannte in dem ambitioniert gestalteten Heft, neben der Sanssouci-Mühle werden bispielsweise die Mühle von Berlin-Marzahn und die Jungfernmühle in Berlin-Buckow vorgestellt. Auch die Dreifach-Windmühle von Straupitz, wo das berühmte Leinöl nach alter Tradition erzeigt wird, im Spreewald ist dabei.

Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist die Frage: Können die Mühlen des vorindustriellen Zeitalters gleichzeitig Denkmale und Produktionsbetriebe sein? In einer Zeit, da natürliche, unbelastete Lebensmittel immer mehr nachgefragt sind, werden auch traditionelle Herstellungsverfahren zunehmend wiederentdeckt. „Molina“ befragt Praktiker, Wissenschaftler, Denkmalschützer und andere nach ihrer Meinung zur Zukunft des „produzierenden Denkmals“.

molina_I_2013.indd

Deutschlandweit erste Publikation: Molina

Eine wichtige und vor allem lange erwartete Publikation ist das. Auf den 66 Seiten des Heftes werden Menschen vorgestellt, die sich für den Erhalt gefährdeter Mühlen einsetzen, Mühlen werden als bewahrenswertes Kulturerbe präsentiert und es geht um die Aussichten auf eine Europäische Kulturstraße der Mühlen. Es gibt aber auch praktische Tipps rund um die Mühlentechnik, Mühlenprodukte und neu erschienene Mühlen-Bücher. Das reich bebilderte Heft soll dazu beitragen, die Faszination, die historische Wind-, Wasser-, Dampf- und Elektromühlen ausüben, auch für künftige Generationen zu bewahren

„Molina“ wendet sich sowohl an Fachleute wie auch an interessierte Laien. Sie erscheint vorerst einmal im Jahr im Berliner Verlag terra press und Beide sind die Autoren der im gleichen Verlag erschienenen „Kleinen Mühlenkunde“. „Molina“ kostet 9,80 Euro und ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu haben, kann aber auch über den Shop des Verlages unter www.terrapress.de bestellet werden. Der Mühlentag zu Pfingsten

Klappern gehört hier noch zum Handwerk

Deutschlandweit haben Pfingstmontag über 1.000 Mühlen geöffnet, darunter auch viele historische Wind- und Wassermühlen, und warten auf interessierte Besucher. Für die Region Berlin-Brandenburg koordiniert die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. den Mühlentag. Es können insgesamt 73 Mühlen an 70 Standorten besucht werden – in Berlin 8 Mühlen und in Brandenburg 65. Nicht nur in Niedersachen gibt es eine Mühlenstrasse, auch in Brandenburg reihen sich in manchen Gegenden, wie im Fläming, Mühlen eng aneinander.

Viele Gastgeber bieten nicht nur die traditionellen Besichtigungen und Führungen an, sondern locken mit Kulturprogrammen und Mühlenfesten.

Unterschiedliche Programme sind zu erleben – von fachkundigen Führungen über technische Vorführungen bis hin zu kleinen Festen an der Mühle, beispielsweise an der Bockwindmühle von Willi Schwetzke in Paretz bei Potsdam. Auch die Wassermühle in Plessa (Elbe-Elster) ist sehenswert.

 

 

Mühle in Paretz am Ortsausgang
Mühle in Paretz am Ortsausgang

Viele der Mühlen, wie die Historische Mühle am Schloss Sanssouci in Potsdam,  öffnen traditionell seit Jahren an diesem Tag.  Es gibt aber auch neue Teilnehmer zu entdecken. Zu ihnen gehören  die Mühle Tornow im Landkreis Oberhavel oder die Mühle Hornow im Landkreis Spree-Neiße. In Triglitz bei Putlitz  (Prignitz)  hat die Familie Koebe eine völlig zerfallene Wassermühle vor dem endgültigen Verschwinden gerettet und liebevoll restauriert. Ähnlich ist es bei der Mühle Tornow nahe Fürstenberg/Havel. Dort hat die Familie Schneider eine gelungene Nachnutzung der still liegenden Wassermühle gefunden. Heute lässt es sich im historischen Ambiente gut speisen und übernachten. Die Mühle in Hornow (Spree-Neiße) ist ein besonderes Exemplar – im Kern eine Bockwindmühle, die zu einer Motormühle umgerüstet wurde. Daher wird man die Windmühlenflügel vergeblich suchen. Der Mühlenverein und die Eigentümerin Irene Nitzschke haben sich dem überkommenen Erbe der ehemaligen Getreidemühle angenommen und insbesondere im vergangenen Jahr mit hohem Eigenengagement und einigen Fördermitteln die bauliche Hülle der Mühle sanieren können. Die Bockwindmühle in Bamme im Havelland zählt zu den ältesten in Brandenburg.  Hier muß der Verein noch viel klappern, um die vom Sturm vor einigen Jahren zerstörte Mühle wieder herzurichten.

Auch die Bockwindmühle in Vehlefanz, Landkreis Oberhavel, und die Scheunenwindmühle von Saalow sind wieder dabei. Ebenso die Holländer Windmühle von Straupitz (Spreewald), Europas letzte Windmühle mit drei produzierenden Müllereigewerken unter einem Dach: Mahlen, Sägen und Öl.  Dort erklärt der kundige Müller auch, wie das typische Klappergeräusch in den Mühlen zustande kommt. Das vom Vierknack verursachte Rütteln des Rüttelschuhs verursacht das vielzitierte “Klappern der Mühle”. Eine Attraktion auch die Bekemühle in Dannenwalde, hinter Kyritz gelegen.  Zwischen 10 und 18 Uhr erwarten Ute und Frank Martens zahlreiche Gäste.

Die große Paltrockmühle der Familie Melior in Langerwisch (Potsdam-Mittelmark) ist weithin sichtbar – besonders wenn sich die Flügel drehen.  Jörg-Peter Melior oder sein Sohn Peter erklären gern den Besuchern das Innenleben und wie der Weg vom Korn zum Mehl funktioniert.  Die daneben stehende kleine Windmühle ist nicht ganz so alt, aber nicht weniger interessant. Das Miniaturexemplar einer Bockwindmühle im Maßstab 1:4 wurde 1938 in Paretz bei Ketzin für den Sohn des damaligen Müllermeisters  erbaut.

 

Lohnenswert auch ein Besuch in der Salvey-Mühle in Gartz/Geestow im unteren Odertal. Im Naturpark „Uckermärkische Seen“ und im Naturschutzgebiet „Stromtal“ liegt die Wassermühle Gollmitz, mittlerweile genießt die liebevoll restaurierte Mühle Kultstatus ob ihres kulturellen Freizeitangebotes.

Noch Mitte des 19. Jh. gab es in der damaligen Provinz Brandenburg z.B. 1.141 Getreide-Wassermühlen und 2.198 Getreide-Bockwindmühlen, aber auch 381 Ölmühlen und 110 Lohmühlen. Die Dampfkraft hatte zu dieser Zeit erst in 57 Mühlen Einzug gehalten. „Heute zählen wir etwas über 1.000 Einträge im Standortverzeichnis des Mühlenarchivs der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.“ berichtet Torsten Rüdinger von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg.

In Brandenburg gibt es noch 27 gewerbliche Mühlen, in denen heute noch Getreide verarbeitet wird, so u.a. in Müllrose,  Bensdorf und die Mühle Wolter in  Buchow-Karpzow (zwischen Falkenrehde und  Wustermark) . Zwei von ihnen, die Obermühle in Gottsdorf und die Mühle Paulick in Müschen sind  bereits am Mühlentag zu besichtigen. Für die nächsten Jahre wünscht sich Rüdinger, dass der Mühlentag nicht nur auf die historischen Mühlen beschränkt bleibt, sondern die gewerblichen Betriebe diesen Tag auch für sich entdecken.

Strom wird u.a. erzeugt in der Kathfelder Mühle in Pritzwalk und in der Perleberger Stadtmühle.  Andreas Plagemann, der Besitzer der Kathfelder Mühle an der Dömnitz, liefert 60.000 Kilowattstunden pro Jahr an die Pritzwalker Stadtwerke.  Auf vier Etagen der Mühle erhält der Besucher Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Prignitzer Mühlenlandschaft. Auch im benachbarten Wolfshagen soll demnächst mit Wasserkraft der Stepenitz Strom erzeugt werden. So will es ein Förderverein.

Informationen zu allen am 18. Deutschen Mühlentag geöffneten Mühlen gibt es auf  der Homepage der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.   in der Rubrik “Mühlentag”. Dort kann das Teilnehmerverzeichnis mit allen Informationen als Datei herunter geladen werden. Eine von der edition terra gemeinsam mit der Mühlenvereinigung herausgegebene Landkarte verzeichnet zudem einen Großteil der interssantesten Mühlen im Land.