1 Stunde weg

Auf die Möhre ! Erlebnisbahn startet

Erlebnisbahn© erlebnisbahn.de gmbh - erlebnisbahn osterhase stellt die weiche

Die Draisinen der Erlebnisbahn Templin-Fürstenberg  und Zossen-Mellensee rollen ab Karfreitag wieder über die Gleise der stillgelegten Bahnstrecken. Dabei feiert die erste Draisinenstrecke Deutschlands in der Uckermark bereits ihren 20. Geburtstag.

Zu Ostern wird es bunt auf der Erlebnisbahn

Pünktlich zu Ostersonntag bietet die Erlebnisbahn für alle jungen Draisinenfahrer ein buntes Programm. Der Osterhase hat bereits seinen Besuch fest zugesagt. Los geht es in Templin ab 9:30 Uhr. Zum Start der „I-love-Brandenburg-Tour“ überreicht Meister Lampe persönlich kleine Osterüberraschungen an die Gäste. Bei der ganztägigen Tour wird in Richtung Hohenlychen geradelt, das ca. 17 Kilometer entfernt liegt. Jeder fährt soweit er möchte. Ab 14 Uhr werden die Draisinen für die Rückfahrt wieder umgedreht.

Neben der klassischen Fahrraddraisine für bis zu vier Personen, stehen hier außerdem Vereins- und Elektrodraisinen bereit, die ebenfalls über Pedalen fortbewegt werden, jedoch Platz für fünf bzw. sieben Personen bieten. Zahlreiche Rastplätze, Wiesen und Seen laden unterwegs zum Verweilen ein.

Erlebnisbahn© erlebnisbahn zossen-mellensee

Im südlichen Berliner Umland, auf der Strecke Zossen-Mellensee, wird der Osterhase am Erlebnisbahnhof in Mellensee erwartet. Für die Fahrt dorthin empfiehlt sich die halbtägige Schnuppertour mit der Fahrrad- oder der kleinen Hebeldraisine. Gestartet wird um 10:30 bzw. 14:30 Uhr am Draisinenbahnhof Zossen. Bis nach Mellensee beträgt die Fahrzeit ca. 35 bis 40 Minuten. Während des zweistündigen Aufenthaltes am Erlebnisbahnhof kümmert sich der Osterhase um die kleinen Draisinenfahrer. Auf dem Programm stehen unter anderem Sackhüpfen, Eierlaufen oder lustige Osterbasteleien.

Erfolgsmodell Erlebnisbahn

Wer sich sportlich betätigen möchte, schwingt den Schläger bei einer Rund Minigolf auf der 18-Loch Anlage oder dreht eine Runde auf den lustigen Spaßfahrrädern. Für das leibliche Wohl sorgt die Erfrischungshalle mit kleinen Snacks und Getränken. Frisch gestärkt geht’s dann zurück nach Zossen.

Am 25. Juli 1996 starteten die ersten Freizeitdraisinen Deutschlands von Templin nach Fürstenberg. Die 28 Kilometer lange Bahnstrecke begrüßt seither tausende Draisinenfahrer jährlich zu einem Ausflug durch die idyllische Landschaft der Uckermark. Mit der Übernahme der Strecke im Jahr 2009 konnte die Erlebnisbahn somit Draisinen-Touren im südlichen und nördlichen Berliner Umland anbieten.

Spaß, Vergnügen und Bewegung an der frischen Luft stehen dabei ganz oben auf dem Fahrplan der Erlebnisbahn. Als ideales Ziel für Familienausflüge, Vereins-, Klassen- oder Firmenfahrten bieten beide Draisinenstrecken zahlreiche Touren mit unterschiedlichen Fahrzeugen an.

wie kommt man hin ? Die Anreise mit der Deutschen Bahn wird empfohlen.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.erlebnisbahn.de, Tel: 03377/33 00 850

 

 

Potsdam

Die Hochspannungsmasten fielen um

leitungimg_9247-1024x750-kopieDer letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch

Schnell ging es am heutigen Samstag den alten Strommasten an den Kragen. Drei Hochspannungsmasten der fast 80 Jahre alten Hochspannungsleitung am Ortseingang des zu Potsdam gehörenden Ortsteiles Marquardt wurden gekappt. Per Schneidbrenner wurden die stählernen Kolosse von ihrem Sockel getrennt und dann mit einem Spezialtraktor umgelegt. Heute: Die Hochspannungsmasten fielen um

Der letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch
Der letzte Mast fällt um, 2016, Foto: D. Weirauch

Bürgerinitiative sorgte für die Herausverlegung

HotelsReise

Romantische Fachwerkstadt: Stolberg im Harz

Schindelbruch WinterMitten im Harz: Das Hotel Schindelbruch in der Nähe von Stolberg/Harz, Foto: Hotel Schindelbruch

Von Berlin oder Leipzig ist es nicht weit bis nach Stolberg. Ich war jetzt wieder einmal in dieser wunderschönen Fachwerkstadt. Viel zu kurz, aber ich komme wieder.

Denn Stolberg ist so ziemlich das Schönste, was der Harz an komplett erhaltenen kleinen Fachwerkstädten zu bieten hat. Der Vorteil: über die Autobahn A 38 kommt man schnell von allen Ecken des Landes dorthin.

Spaziergang durch die Europastadt

Reise

Kloster Kirchberg am Schwarzwaldrand

Blick vom Kloster Kirchberg, Foto WeirauchBlick zum Kloster Kirchberg, Foto Weirauch

Kloster Kirchberg am Rande des Schwarzwaldes ist eine Überraschung. Verlässt man Renfritzhausen, einen Ortsteil von Sulz am Neckar, so muss man noch etwa drei Kilometer auf der von Obstbäumen gesäumten Straße fahren oder auf ruhigen Wanderwegen gehen, bis man die gewaltige Klosteranlage erreicht. Zur Belohnung gibt es in der Klosterschenke eine Stärkung.

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Nonnen gründeten Kloster Kirchberg

Schon von weitem ist es auf der Hochfläche zu erkennen. Das ehemalige Dominikanerinnenkloster liegt idyllisch auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb.  Über seine wechselvolle Geschichte erfährt der Besucher im Klosterlädle, links hinter dem Eingangsportal. Oder bei angebotenen Führungen. Zahlreiche Bücher und Faltblätter geben Auskunft. Die Geschichte des Klosters reicht bis in das Jahr 1095 zurück. 1245 zogen die ersten Dominikanerinnen ein. Die 1749 fertiggestellte barocke Anlage prägt noch heute das imposante Erscheinungsbild.

Ackerbauschule im Kloster Kirchberg

Nach der Säkularisation des Kloster 1806 wurde Kloster Kirchberg offiziell aufgelöst, bis 1865 konnten die Nonnen aber wohnen bleiben. 1851 wurde in den Gebäuden eine Ackerbauschule eingerichtet, die Zöglinge konnten in der Johanniskirche beten. Später verfielen die Klostergebäude, verschiedene Pächter bewirtschafteten das Gelände. Erst 1958 zogen mit der evangelischen St. Michaelsbruderschaft und dem Berneucher Dienst wieder religiöses und geistliches Leben in die Gemäuer.

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St. Michaels Gemeinschaft lädt ein

Kloster Kirchberg bietet seinen Gästen die Möglichkeit, geistliches Leben zu erfahren. Das Einkehr- und Tagungshaus ist heute geistiges Zentrum der Berneuchener Gemeinschaft. Es gilt weithin als ein Ort, an dem gelebte Spiritualität, Religion, Geschichte und Kultur zusammengehören.  Der Name der Gemeinschaft  geht auf das Rittergut Berneuchen in der Neumark (heute Polen) zurück, wo sich in den 20er Jahren  evangelische Laien und Theologen zu Diskussionsveranstaltungen trafen. 1988 entstand aus dem damaligen Berneucher Dienst die Gemeinschaft St. Michael, die offen ist und Gäste herzlich willkommen heißt. Diese können  am geistlichen Leben der Brüder und Schwestern teilnehmen.

Blick zur Burg Hohenzollern

Pro Jahr finden mehr als 100 Veranstaltungen und Kurse statt. Dazu gehören Einkehrtage ebenso wie Gesundheitsseminare und kreative Lehrgänge, darunter Tanz und Ikonenmalerei. Neben einem Besuch der 1237 erbauten gotischen Klosterkirche sollte man sich unbedingt  die Kunstsammlung von Helmut Uhrig (1906–1979) anschauen. Uhrig schuf Altäre, Glasfenster, Kanzeln und Taufsteine. Sehenswert ist auch der Klosterfriedhof mit Gräbern von Nonnen und Mitgliedern der Gemeinschaft St. Michael.

Vom Friedhof aus hat man einen phantastischen Blick auf die gegenüberliegende Burg Hohenzollern auf der benachbarten Schwäbischen Alb.

Reizvolle Ziele in der Umgebung

Einen Abstecher lohnt auch das einstige Kloster Bernstein, in dem sich in den 50er Jahren die unter anderem von den Künstlern HAP Grieshaber und Paul Kälberer geleitete Kunstschule „Bernstein“ befand. Heute ist das vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Kloster ein Ort der Ruhe und eine Begegungsstätte. Informationen über die Kunstschule erfährt man in der Dauerausstellung des Wasserschlosses Glatt, dass ebenfalls zur Großgemeinde Sulz am Neckar gehört.

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  • Kloster Kirchberg – Infos für Besucher
  • Besichtigung: auf eigene Faust oder Führungen Mai bis Oktober sonntags um 15 Uhr
  • Klosterschenke: Di-So und an Feiertagen 13-17.30 Uhr, Mai bis Oktober, So und Feiertage ab 12 Uhr, Tel.: 07454/883-130
  • Aktuelle Infos: www.klosterkirchberg.de
  • Kontakt: Tel.: 07454/883-100
  • Adresse: Berneuchener Haus/Kloster Kirchberg, 72172 Sulz/Neckar

 

Reise

Brandenburgs historische Stadtkerne: Luckau

Schmuckstücke in Luckau,Foto: WeirauchSchmuckstücke in Luckau, Foto: Weirauch

Luckau gilt unter den Städten in Brandenburg als so eine Art Geheimtipp. Die 18 Kilometer südwestlich von Lübbenau gelegene Stadt ist größtenteils noch von einer Stadtmauer umgeben. Brandenburgs historische Stadtkerne: Luckau

Stadtmauer und historische Altstadt

Die von italienischen Meistern geschaffenen Barockfassaden der zwei- und dreistöckigen Giebelhäuser mit Volutengiebeln und für das Land Brandenburg ganz und gar ungewöhnlichen Stuckgiebeln auf dem Luckauer Marktplatz tun das Übrige und laden zum Staunen und Verweilen ein. Beim Flanieren durch die gemütliche Stadt ziehen auch die spätromanische Georgenkapelle mit dem 49 Meter hohen Hausmannsturm ebenso wie die St. Nikolaikirche aus dem späten 13. Jahrhundert die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

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Museum in einstigem Gefängnis

Das Niederlausitz- und Stadtmuseum befindet sich in einem umgebauten Gefängnis direkt in der Stadtmitte. Dieses entstand aus einem einstigen Dominikanerkloster. Im Jahr 2005, nach Schließung der Haftanstalt, wurden dort Teile des Films „Vier Minuten“ gedreht. Die eindrucksvolle Ausstellung im Niederlausitz-Museum beschäftigt sich mit der Darstellung der mehr als 250jährigen Geschichte des Strafvollzugs und des Haftalltages in Luckau. Im Gefängnis saß Karl Liebknecht ein. In Luckau war auch Florian Havemann, der Sohn des bekannten DDR-Regimekritikers Robert Havemann, inhaftiert. Der damals 17-Jährige Havemann wurde 1968 verhaftet, weil er gegen die gewaltsame Beendigung des Prager Frühlings protestiert hatte. den Westen.

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Ebenso werden in der mit modernen Hör- und Medienstationen sowie Textmappen ergänzten Schau verschiedene regionale Themen, beispielsweise Luckau als Tor zur Niederlausitz sowie der Zusammenhang zwischen Mensch, Kultur und Natur behandelt. Ein Audioguide sorgt mit interessanten Informationen und spannenden „Luckauer Knastgeschichte(n) 1933 – 1990“ für einen unterhaltsamen Rundgang. Der restaurierte Klostersaal, heute Ort für Veranstaltungen und die Räume der “Linnemann-Stiftungsbibliothek”, sowie die Touristinformation und Vereinsräume vervollständigen das Kulturareal, das viele Jahrhunderte lang für die Luckauer Bevölkerung nicht zugänglich war.

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Auf dem Klostergelände gibt es einen Indoorspielplatz für die jüngsten Besucher. Auch hat das bisher erste und einzige Museum für komische Kunst in Berlin-Brandenburg im einstigen Kloster sein Zuhause gefunden.

Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Für Naturfreunde empfiehlt sich ein Ausflug in den benachbarten Spreewald mit Lübben, Burg und Lübbenau sowie in den nahe Luckau gelegenen Naturpark Niederlausitzer Landrücken mit dem Naturparkzentrum in Wanninchen. Es ist eines von mehreren Naturparkzentren der Sielmann-Stiftung.

Brandenburgs historische Stadtkerne: Luckau

Luckau war im Mittelalter neben Lübben eine Hauptstädte der Niederlausitz. In der Stadt kreuzten sich wichtige Handelswege. Daran erinnert der noch vollständig erhaltene historische Stadtkern.

Napoleons Wärmflasche

Während einer rund einstündigen Stadtführung durch die Gassen der Altstadt erfährt man so einige Geschichten aus der reichhaltigen Historie der Stadt. So wird erzählt, dass Napoleon am 20. und 21. Juli 1813 in Luckau weilte und bei einem ortsansässigen Kaufmann wohnte. Dieser Kaufmann galt damals als der reichste Mann der Stadt. Er war so reich, dass sich sogar die Stadt Luckau von ihm Geld auslieh. Da es in dieser Julinacht sehr kalt war, soll sich Napoleon eine kupferne Wärmflasche an sein Bett bringen lassen haben. Diese Wärmflasche kann heute noch im Niederlausitzmuseum Luckau besichtigt werden.

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Wie auch Lübbenau und Lübben wurde im Jahr 1814 Luckau durch Beschluss des Wiener Kongresses preußisch. Fortan gehörte Luckau zur Provinz Brandenburg. Nicht weit von Luckau laden mittlerweile Touristenattraktionen wie Tropical Island und Eurospeedway Lausitz Erlebnishungrige ein. Immer montags kann jeder mit seinem privaten Fahrzeug auf dem Lausitzring seine Runden drehen. Nicht weit ist es bis zum Lausitzer Seenland und nach Welzow, wo man während einer Bergbautour den Tagebau Welzow-Süd befahren kann.

Stadtrundgang Luckau
Stadtrundgang Luckau
  • Stadtinfo: | www.luckau.de
  • Touristinfo:| www.niederlausitz.com
  • Adresse: | Tourismusverband Niederlausitzer Land e.V. Nonnengasse 1 / Kulturkirche 15926 Luckau
  • Tel.: | 03544-3050
  • Museum: | https://www.niederlausitzmuseum-luckau.de
  • TMB: | www.reiseland-brandenburg.de
Reise

Erster Adebar im Storchendorf

Störche

Einen Monat vor der offiziellen Saisoneröffnung steht der erste Besucher schon auf der Wiese vor dem Infozentrum im Biosphärenreservat Flusslandschaft-Elbe: Am Wochenende flog ins Storchendorf Rühstädt der erste Weißstorch des Jahres ein. Der erste Brandenburger Adebar der Saison ist er nicht: In Kremmen (Landkreis Oberhavel) wurde bereits am 21. Februar ein Storch gesichtet. Ein milder Winter und gutes Wetter auf den Zugrouten lassen die Störche zeitig die Region anfliegen.

Rühstädt hat eine der größten Storchenkolonien Mitteleuropas. Über 30 Paare kamen 2015 ins Europäische Storchendorf. Diesen Titel verleiht die Naturschutzorganisation Euronatur– und jeweils nur an einen Ort in einem Land! Voraussetzung für die Auszeichnung ist – neben einer erklecklichen Anzahl von Adebaren, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner für die Weißstorchkolonie engagieren. Storchenclub, Gemeinde und Biosphärenreservat haben beispielsweise Ende letzten Jahres damit begonnen, mit Euronatur- Projektmitteln besonders marode Nistunterlagen zu erneuern, damit Horste nicht abstürzen.

In 2016 trägt Deutschlands storchenreichstes Dorf den Titel Europäisches Storchendorf im 20. Jahr. Das Storchenfest Ende Juli wird es in diesem Jahr zum 30. Mal geben.

In Brandenburg leben deutschlandweit die meisten Brutpaare des Adebar. Während ihre Zahl in der Mark in der Vergangenheit immer weiter angestiegen war, ist seit zwei Jahren ein leichter Rückgang zu beobachten: 2014 waren es 1.424. 2015 wurden 1.362 Weißstorchpaare gezählt. Ein Grund könnte Nahrungsmangel, insbesondere in der Zeit der Aufzucht, der Jungen sein.