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Deutschlands Dallas liegt im Emsland

p1170059emsland-stationenÖlförderungsanlage im Emsland, Foto: D.Weirauch

Bei Erdölförderung denken die meisten an die USA. Doch auch hierzulande wird der Schmierstoff für Wirtschaft und Autos mit 100 Bar Druck aus dem Boden gepumpt. Die flächenmäßig größten Erdölfelder auf dem Festland liegen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Deutschlands Dallas liegt im Emsland

Dort im Emsland jährlich rund 230.000 Tonnen Öl gefördert. Im Zentrum des Erdölfördergebietes liegt die kleine Stadt Gemeinde Twist. Den Ort kann man scherzhaft als “Dallas von Deutschland” bezeichnen. Twist bildet zugleich auch das Herzstück des deutsch-niederländischen Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen, einem riesigen Rückzugsgebiet für Vögel. Darunter die seltenen  Blaukehlchen, Neuntöter oder Rotmilan. Auch seltene Pflanzen, so Schnabelried, Pfeifengras und Glockenheide, haben dort  ihr Zuhause.

Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“
Radtour von Twist durch Deutschlands größtes Erdölfördergebiet auf dem Festland über den „Moor-Energie-Erlebnispfad“, Foto: D.Weirauch
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Asisi Panorama DIE MAUER ist Publikumsmagnet

Yadegar Asisi Parorama in BerlinYadegar Asisi Parorama in Berlin

Mehr als 750.000 Besucher haben seit Ende September 2012 das Panorama DIE MAUER besucht. Das etwa 15 Meter hohe und 60 Meter lange Riesenrundbild von Yadegar Asisi hat sich zu einem festen Ort der Erinnerungskultur für Berliner Geschichte entwickelt.

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Lichternächte in Apulien

Apulien-Castro (76)Festlich illuminiert präsentiert sich die Altstadt von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

Vom 5. bis 9. Juli findet in Scorrano in der Provinz Lecce in Apulien ein besonderes Spektakel statt, das jährlich zehntausende Besucher anzieht. Zu Ehren der Heiligen Domenica, Schutzpatronin der Stadt, entwerfen lokale Künstler im Zentrum riesige Lichterbögen, die mit tausenden bunten Lämpchen versehen werden, welche im Dunkeln wunderschöne Choreographien mit Monumenten und Heiligen wiedergeben.

Besonders beeindruckend ist dabei der Moment, wenn die Lichter eingeschaltet werden, und die Besucher eine einzigartige Atmosphäre aus Lichteffekten, Musik und Feuerwerken erleben können.

Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch
Festlich illuminiert präsentiert sich die Basilika von Castro Ende April 2017. Foto: D.Weirauch

Im Rahmen des  Lichterfestes kann man auch die kulinarischen Köstlichkeiten, wie etwa die besten Weine aus dem Gebiet am Absatz des Stiefels, entdecken.

www.santadomenicascorrano.it

https://www.viaggiareinpuglia.it/evento/46252/en/Santa-Domenica—Notte-delle-luci-2017

Hier mein Beitrag über das liebenswerte Castro in Apulien.

Apulien: Vielfalt an Italiens Stiefelabsatz

Die Umrisse Italiens gleichen der Form eines Stiefels. Im verspielten Barock errichtete Kirchen und Paläste aus gelblichem Tuffstein erinnern in der quirligen Universitätsstadt Lecce an fantastische Sandburgen. Wie von Hobbits erbaut erscheinen dagegen die Trulli, weiß gekalkte Rundbauten mit Kegeldächern in Alberobello. Mächtige Kastelle früherer Herrscher wachen über die Küstenstädte – ob in der eleganten apulischen Metropole Bari oder im von Griechen gegründeten Taranto.

Der große Triumphbogen am Strand von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch
Der große Triumphbogen am Strand von Melendugno, Nähe Roca Veccia Foto: Weirauch
 Strände, Wälder und Olivenhaine

Traumhafte Sandstrände und felsengerahmte Kiesbuchten säumen die Halbinsel Gargano. Abwechslung versprechen im Parco Nazionale del Gargano die stillen Wälder der Foresta Umbra. An den Küsten des von endlosen Olivenhainen und Weinbergen geprägten Salento zwischen Adria und Ionischem Meer finden Badefreunde eine Vielzahl weiterer reizvoller Strände. Wie die Lage, so die Küche: Wen wundert es, dass Apulien bekannt ist für Fischspezialitäten, hochwertiges Olivenöl und vorzügliche DOC-Weine.

Meinen Beitrag über Castro im Hacken des Stiefels findet ihr hier.

Hier ein toll recherchierter sehr empfehlenswerter Reiseführer zu Apulien aus dem Michael Müller Verlag.

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Besuch bei Martin Luther in Mansfeld

Blick in das Luthermuseum in Mansfeld, Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt,Luthermuseum in Mansfeld, Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt,

Wer die Heimat des Reformators Martin Luther sucht, der muss nach Mansfeld in Sachsen-Anhalt fahren. Nur 15 Kilometer von der Lutherstadt Eisleben entfernt, gewährt das 2014 eröffnete Museum „Luthers Elternhaus“ in der Kleinstadt Mansfeld mit der Ausstellung „Ich bin ein Mansfeldisch Kind“ Einblick in den wichtigen Lebensabschnitt Luthers. Besuch bei Martin Luther in Mansfeld

Mansfeld, Foto: Investitions- und Marketinggesellschaft
Mansfeld, Foto: Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt,

Mansfeld und Martin Luther

Luthers Heimat war das Mansfelder Land: In Eisleben erblickte der Reformator das Licht der Welt, im benachbarten Mansfeld verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Auf der Landkarte der Lutherstätten waren bislang Wittenberg, Erfurt, Eisenach und die Wartburg vertreten.

Mansfeld, 80 Kilometer von Magdeburg und 40 Kilometer von Halle entfernt im Mansfelder Land gelegen, galt als Geheimtipp. Das Elternhaus von Martin Luther wurde im Frühjahr 2014 um einen modernen Ergänzungsbau, geschaffen von dem Berliner Architektenteam Anbehalten, erweitert.

Luthermuseum in Mansfeld
Luthermuseum in Mansfeld, Foto: Stiftung Luthergedenkstätten

Erinnerungen an Luthers Schulzeit

13 Jahre lang, von 1484 bis 1497, lebte Martin Luther in Mansfeld. In die Zeit seiner Kindheit fallen wichtige Prägungen, so besuchte er die Lateinschule, heute Sitz der Stadtinformation. Gleich daneben steht die Kirche St. Georg, in der Luther als Ministrant wirkte. Der deutsche Name des Heiligen Georg lautet Jörg. Den Namen lieh sich Luther während seines erzwungenen Aufenthaltes auf der Wartburg – er nannte sich „Junker Jörg“.

Luthermuseum in Mansfeld
Luthermuseum in Mansfeld, Foto: D. Weirauch

Die Ausstellung im Museum „Luthers Elternhaus“ erzählt auf 600 Quadratmetern Fläche neben der Schulzeit auch vom Alltag sowie von den engen Beziehungen der Eltern zu Stadt, Kirche und der im gegenüberliegenden Schloss Mansfeld lebenden Grafenfamilie von Mansfeld.

Besuch bei Martin Luther in Mansfeld

Gemeinsam mit den heute nicht mehr vorhandenen Wirtschaftsbauten bildete das mehrfach umgebaute und erweiterte Anwesen ursprünglich ein stattliches Gebäudeensemble. Bis heute vermittelt es den umfassen-den Eindruck von einer vom Bergbau geprägten Stadt und dem wohlhabenden Milieu rund um Luthers Kindheit. Die Lage und Größe des Elternhauses in Mansfeld sprechen für einen hohen gesellschaftlichen Status der Familie.

Blick in das Luthermuseum in Mansfeld, Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt,
Blick in das Luthermuseum in Mansfeld, Foto: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt,

Funde aus der Abfallgrube

Zu den besonderen Exponaten des Museums zählen archäologische Fundstücke, die bei Grabungen auf dem Areal des Elternhauses entdeckt wurden. Für die gute ökonomische Situation von Luthers Eltern sprechen die reichen archäologischen Funde, die bei der Grabung in den Jahren 2002 bis 2004 – dem Beginn des neuen Forschungsgebietes „Lutherarchäologie“ – auf dem Gelände des abgegangenen Zwischenstück des Vorderhauses entdeckt wurden. Die Gegenstände stammen unmittelbar aus dem Alltag der Familie um 1500 bis 1520.

Auch interaktiv bietet das Museum einiges. Mitglieder der Familie Luther berichten an Hörstationen aus ihrem Leben. Eine Steilvorlage für ansässige Gastronomen ist die anschauliche bildhafte Erläuterung von Luthers Mutter Margarete, welche Speisen damals auf den Tisch kamen. Die Ausstellung räumt auch mit dem Vorurteil auf, Luthers Familie sei arm gewesen. Vater Hans war Hüttenherr und einer der Stadtältesten von Mansfeld.

Lutherdenkmal in Mansfeld
Lutherdenkmal in Mansfeld, Foto: D.Weirauch
Lutherdenkmal in Mansfeld, Foto Dieter Weirauch
Lutherdenkmal in Mansfeld, Foto Dieter Weirauch

Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt

Wenige Kilometer weiter im Wippertal, hinter Großörner im Hettstedter Ortsteil Burgörner-Altdorf, betritt man historischen Boden. Hier entwickelten Bergbauingenieure die erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart, entstand in Hettstedt die erste deutsche Maschinenfabrik der Dampfindustrie und verläuft mit fast 32 Kilometern der längste Stollen seiner Art im mitteleuropäischen Bergbau. Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss trifft Mitteldeutsche Industriegeschichte auf eine berühmte Familiengeschichte: Im barocken Herrenhaus lernte der Naturforscher Wilhelm von Humboldt 1788 seine spätere Frau Caroline von Dacheröden kennen.

Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch
Mansfeld-Museum in Hettstedt-Burgörner, Foto: D.Weirauch

Erste deutsche Dampfmaschine Wattscher Bauart

Das Mansfeld-Museum zeigt auf zwei Etagen im Humboldt-Schloss und einem ausgedehnten Freigelände Gegenstände und Dokumente zur über 800-jährigen Bergbau- und Hüttengeschichte, sowie der Mineralogie und Geologie des Kupferschiefers im Mansfelder Land. Auch die bis heute in Hettstedt existierende Halbzeugindustrie wird dargestellt.

Der Dampfzylinder in Löbejün kam aus England nach Mansfeld, Foto: D.Weirauch
Der Dampfzylinder in Löbejün kam aus England nach Mansfeld, Foto: D.Weirauch

Eine Attraktion ist der originalgetreue und voll funktionsfähige Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart. Diese diente ab 1785 auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt zum Antrieb von Wasserpumpen.

Etwa drei Kilometer vom Museum entfernt, erinnerte 1890 der Verein Deutscher Ingenieure mit einem Maschinendenkmal an den Einsatz der damals noch Feuermaschine genannten Dampfmaschine. Übrigens erfolgte der Bau auf der Grundlage einer von Friedrich dem Großen im Schloss Sanssouci ausgestellten Kabinettsorder. Das Museum wie auch das Maschinendenkmal im Hettstedter Ortsteil Burgörner zu finden, ist eine kleine Herausforderung. Die Akteure vor Ort wissen darum und bemühen sich um eine bessere Beschilderung.

im Mansfelder Land bei Gerbstedt
im Mansfelder Land bei Gerbstedt
Haldenlandschaft bei Hettstedt
Haldenlandschaft bei Hettstedt

Mansfeld – Informationen für Besucher

Luthers Elternhaus: Lutherstraße 26/29, 06343 Mansfeld, Tel.: 0 34 78 2/ 919 38 10, geöffnet: April-Oktober, Mo-So, 10-18 Uhr; Nov-März, Di-So, 10-17 Uhr. Eintritt 4, erm. 2,50 Euro. Kombiticket „Mansfelder Land“: 8,- Euro (pro Person) (gültig in Luthers Elternhaus in Mansfeld, Luthers Geburtshaus und Luthers Sterbehaus in Eisleben) Internet: www.martinluther.de

Tourist-Info Mansfeld: Junghuhnstr. 2, 6343 Mansfeld, Tel.: 034782/90344, Internet: lutherstaedte-eisleben-mansfeld.de

Mansfeld Museum im Humboldt-Schloss: Schlossstraße 7, 06333 Hettstedt, Tel.: 03476/200753, geöffnet: Mi-So: 13 – 17 Uhr, Eintritt: 3, erm. 1 Euro. Internet: mansfeld-museum.hettstedt.de

Hier geht es zu einer Episode betreff den Nachbau der 1. dt. Dampfmaschine auf dem Burgörner Revier.

 

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Luxemburg – Die Puppenstube Europas

luxemburg-p1700760Denkmal von Großherzogin Charlotte von Luxemburg auf dem Clairefontaine-Platz, Foto: D. Weirauch

Place d’Armes am Wochenende: Die Sonne gleißt über dem noblen “öffentlichen Salon der Stadt”. Linden rauschen über den gut besetzten Terrassen von Cafés und Restaurants. Keine drei Spazierminuten entfernt liegt die Place Guillaume II. Im Schatten des Reiterstandbildes von Großherzog Wilhelm sind die Stände des Flohmarktes aufgebaut. Nur Einheimische dürfen hier Trödel anbieten. Man kennt sich und scherzt miteinander. Wer Geduld hat, findet echte Schnäppchen.

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London calling! Mit British Airways auf Schnäppchenjagd

Die Towerbridge in LondonInspirierte auch Fontane: Towerbridge in London, Foto: Weirauch

Neue Tagesrückflugtarife am Wochenende auf der Route Berlin-London

London steht unangefochten an der Spitze der europäischen Shoppingmetropolen und mit dem niedrigen Pfund ist die britische Hauptstadt aktuell ein erstklassiges Ziel für alle Fashionistas, die ein Schnäppchen ergattern wollen.