ReiseSchlösser und Burgen

Heilsbronn – Grablege der Hohenzollern

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Von Bamberg kann man gut mit dem Zug nach Heilsbronn fahren. Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis. Eingebettet in eine hügelige Landschaft stellt Heilsbronn mit seinem ehemaligen Zisterzienserkloster und der Hohenzollern-Grablege einen kultur-historischen Höhepunkt im Osten von Ansbach dar.

An der Grenze der Bistümer Bamberg, Würzburg und Eichstätt gründete Bischof Otto I. von Bamberg im Jahr  1132 ein Kloster. 9 Jahre später übernahmen es die  Ebracher Zisterziensermönche. Dann wurde es zu einem “Bronnen des Heils” für das Frankenland. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Westen Mittelfrankens durch das große Stift geprägt.

Die Reste der Klosteranlage erinnern heute noch daran, dass Heilsbronn einst zu den reichsten Klöstern Frankens gehörte. denn die Äbte hatten das Recht, bischöfliche Würden zu tragen, und die Kloster- und Schreibschule waren weithin berühmt.

Grablege der Hohenzollern

Die Grafen von Abenberg (hierüberspäter mehr) und die hohenzollernschen Burggrafen von Nürnberg wählten die Klosterkirche als Grablege. Im 16. Jahrhundert begann der mit der Säkularisation des Klosters einhergehende Niedergang des Marktfleckens. Erst anlässlich der 800-Jahr-Feier im Jahr 1932 wurde Heilsbronn zur Stadt erhoben. Es vergrößerte sich stetig. Heute leben 9.000 Einwohner in dem Ort am Rande des Klosters.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt wird man unweigerlich auf die kösterliche Vergangenheit stoßen. Teile der Klosterbefestigung und der ehemaligen Klostergebäude sind noch vorhanden, darunter das Refektorium und das Brunnenhaus sowie die Spitalkapelle aus dem Jahr 1266) mit Fachwerkaufbau im Brauereihof. zu sehen auch das Klosterverwalterhaus (1621) am Marktplatz und der Katharinenturm. Sehenwert ist auch der Güllichshof, ein unter Denkmalschutz stehender Fachwerkbau, der in seiner wechselhaften Geschichte schon als Gutshof, Wirtshaus und Posthalterei gedient hat.

 

Informationen zu Heilsbronn

Verkehrsamt
Kammereckerplatz 1, 91560 Heilsbronn
Tel. 09872 80619
www.heilsbronn.de
Für 1 Euro ist dort eine Wanderkarte mit Tourenvorschlägen erhältlich.

Stadtführungen
von April bis September am ersten Samstag des Monats um 15 Uhr
Treffpunkt: Am Aufzug zum Museum “Vom Kloster zur Stadt”, Teilnahmegebühr 3 Euro (inkl. Museumseintritt)

Tipp zu Essen und Trinken:

Gasthof Goldener Stern
Ansbacher Straße 3, 91560 Heilsbronn
Tel. 09872 1262
www.goldener-stern-heilsbronn.de
gutes Preis- Leistungsverhältnis

Die Recherche in Ansbach wurde unterstützt von Franken Tourismus.

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