Erlebenswert: Groningen

Abstecher vom Best Western Hotel Aduard nach Groningen. Von der ländlichen Idylle des 7 Kilometer von Groningen entfernten Landhotels Aduard zog es uns für einen Tag nach Groningen. Uns faszinierte, wie unkompliziert und schnell wir durch P+R Reisen vom Best Western Hotel Aduard nach Groningen kamen, wir hätten die Tour auch mit dem Fahrrad machen können, aber wir hatten uns für den Tag viel vorgenommen. Die größte Überraschung des Tages war für uns der Bahnhof Groningen, gebaut 1896 und bis heute sehr gut erhalten. Hier macht das Ankommen wegen des historischen Ambientes Spaß. Architekturinteressierte sollten hier Zeit einplanen und sich den historischen Wartesaal sowie den danebenliegenden Warteraum mit dem Starbugs Cafe anschauen. Auch ein Blick in die Bahnhofsfiliale des Albert-Hein-Marktes lohnt sich.

Blick auf die AA-Kirche von Groningen Foto: Weirauch
Blick auf die AA-Kirche von Groningen Foto: Weirauch

Achtung: Die Deckenornamente bestehen aus Pappmaché. Teilweise sind die Räume mit Fliesenbildern ausgestattet, die die Arbeit, Zeit, Post, Telegrafie und die Groninger Stadtjungfrau darstellen.

Im historischen Gebäude bei Albert Hein kauften wir ein und erhielten sogleich den Tipp eines Groningers, der uns in die Stadt schickte, um einen „noch hübscheren“ Einkaufsmarkt kennenzulernen.

Vor dem Bahnhof lädt ein Stadtbalkon ein, auf dem das berühmte Standbild vom „Pferd von Onkel Loeks“ steht. Das Spektakuläre: Unter dem beton

Auch Pferdewagen gibt es in Groningen Foto: Weirauch

enen Balkon befindet sich ein Fahrradkeller mit über 5.000 Stellplätzen. Und der war voll ….

 

Der Bahnhof ist der Dreh- und Angelpunkt für unsere 1-Tages-Tour: Direkt voraus erblickt man das nicht nur von außen durch seine farbige Architektur berühmte Groninger Museum. Ulrike Grafberger beschreibt die Architektur in ihrem Reiseführer „City/Trip: Groningen. Leeuwarden“ treffend zum Ausdruck: „Als ob jemand mit überdimensionalen, bunten Bauklötzen gespielt hätte. Ein gelbes Rechteck ragt in den Himmel, ein weißer Zylinder ruht auf einem Quadrat im Wasser, und auf einer anderen Insel „kleben“ Kuben an einem kunterbunt gefliesten Gebäude.“

Am Museum vorbei ging es nun direkt zur Kornbörse am Fischmarkt. Dieses aus dem Jahr 1865 stammende klassizistische Börsengebäude besticht durch einen einzigartigen lichtdurchfluteten gusseisernen Oberbau. Für uns stand fest, wir haben wieder eine sehenswerte historische Markthalle entdeckt. Früher wurde hier Getreide gehandelt, heute Waren des täglichen Bedarfs. Da macht einkaufen noch mehr Spaß, wir sind dem Tippgeber sehr dankbar. Weiter geht es zum Grote Markt.

Orgelklänge aus der Martinikirche am Großen Markt zogen uns hinein. Auch hier wieder eine Überraschung: Es ging durch eine Klostereji in die Kirche (Eintritt 1 Euro), dessen 97 Meter hohe Turm der „alte Graue“ genannt wird. Der nach dem Schutzheiligen der Stadt benannte Turm kann bestiegen werden. Aber uns zog es in die Kirche, wir hatten das Glück, einer Probe für das sonnabendliche Konzert beiwohnen zu dürfen und erlebten auf diese Weise die größte historische Barockorgel Nordwesteuropas. Heute wird die Kirche nur noch an Sonntagen für Gottesdienste genutzt, ansonsten gibt es hier Ausstellungen, Veranstaltungen und, was wir aus Deutschland so nicht kannten, ein großes Bierfestival. Wieder ein Superlativ für Groningen, hatten wir zuvor doch schon die größte Kneipe „Drie Gezusters“ am Grote Markt gestreift. Hunger hatten wir nun auch und können die Klostereji empfehlen. Eine Kirschwaffel und zwei Kaffee für acht Euro waren lecker und preiswert.

Von dort aus ging es weiter zurück über den Fischmarkt, an der A-Kirche vorbei (eine weitere Event-Kirche), so benannt nach dem Fluss Aa, zum Schifffahrtsmuseum, das in zwei einstigen mittelalterlichen gotischen Häusern untergebracht ist. Hier fanden wir im lauschigen Innenhof eine „Ruheoase“ vor den vielen Radfahrern, ohne Klingeln begegnen sich Fußgänger und Radfahrer, gegenseitige Rücksichtnahme ist oberstes Gebot, dennoch stressig für uns, die viel schauen wollen, oft stehen bleiben, um die gut auf Schautafeln beschriebenen Sehenswürdigkeiten aufzunehmen.

Und einmal bei der Schifffahrt gelandet, mussten wir nun auch noch eine Grachtenrundfahrt machen. Also liefen wir zurück zum Bahnhof, dem Beginn unseres Tripps, kamen dabei noch an der Synagoge vorbei, wo wir uns die Zeit nahmen für eine kleine, aber sehr, sehr informative Ausstellung über die jüdische Tänzerin Rossje Glaser.

Unser Tagesausflug schloss mit einer Fahrt auf den Grachten, die hier Diepen heißen, ab. Die kompakte Altstadt konnten wir in rund einer Stunde umfahren. Im Vergleich zu Grachtenfahrten in anderen holländischen Städten (Amsterdam, Leiden, Delft, Leeuwarden) erstaunte uns, wie dicht teilweise die Grachten durch Hausboote belegt sind. Hohe Manövrierkunst durch den Kapitän war oftmals notwendig, um durch das „chaotische“ Hausbootgewirr zu kommen. Eine Rundfahrt im –wie sollte es anders sein – elektrisch betriebenen Boot mit Glasüberdachung, was für Gäste mit Kameras nicht immer zum Vorteil gereicht, kostet 12,50 Euro. Wir empfehlen für einen Tagesbesuch einen Rundgang durch die Stadt und im Anschluss eine Grachtenfahrt.

Nach dem Tag in der quirligen Stadt freuten wir uns auf einen Abend in der Hotelbar des netten Hotels in Aduard. hier geht es zum Hotelcheck..

Die Bardame im Hotel Aduard in Aktion: Foto: Hotel Aduard
Die Bardame im Hotel Aduard in Aktion: Foto: Hotel Aduard
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