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Emil Krebs – das Sprachgenie

Stahnsdorfer Südwestkirchhof KrebsSprachgenie Emil Krebs

Heute, am 31.03.2020,  jährt sich der 90. Sterbetag von Emil Krebs. Bei unseren Besuchen auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof kamen wir schon oft an seiner Grabstätte vorbei. Emil Krebs war ein Sprachgenie. Emil Krebs war von 1893 bis 1930 Dolmetscher im Auswärtigen Amt. Er sprach 68 Sprachen, mit über 100 hat er sich beschäftigt. Eine Ausstellung im Auswärtigen Amt, die bereits an verschiedenen Orten in Deutschland und Polen gezeigt wurde, würdigt sein Lebenswerk.

Wer war dieser Legationsrat Krebs ? 

Heute schrieb mir Eckard Hoffmann, Großneffe von Emil Krebs, der wesentlich am Zustandekommen der Ausstellung mitgewirkt hat, u.a.: “Das Auswärtige Amt erinnert an diesen Tag mit einem virtuellen Rundgang durch die Emil-Krebs Ausstellung im „Lichthof“ des AA. Die Ausstellung wurde erneut verlängert, kann jetzt leider wegen Corona jedoch nicht besucht werden. Dieser Rundgang ermöglicht die Ansicht und Vergrößerung aller 22 Ausstellungstafeln in deutsch-polnischer Sprache. Zusätzliche Informationen findet man über besondere Kennzeichen im Bereich der Exponate oder Bilder, so z.B. Dokumente der Personalakte Emil Krebs, Verlinkungen in verschiedene Bereiche des Auswärtigen Amts, auf meine Homepage Emil Krebs, Informationen über Schülerarbeiten der polnischen Schule in Swidnica/Schweidnitz, und manches mehr. Der Sprachendienst des Auswärtigen Amts stellt sich dabei ebenfalls ausführlich vor und bringt sogar einen kleinen Film zur Ansicht. Zu Beginn gilt es erst einmal die Möglichkeiten dieses Rundganges auszuprobieren. Eine Beschreibung der Vorgehensweise gibt es nicht. Jeder möge, wie üblich bei virtuellen Rundgängen seinen eigenen Weg suchen. Kleine Unzulänglichkeiten (verschwimmendes Bild) können zurzeit noch nicht ausgeschlossen werden, verschwinden jedoch bei erneutem Aufruf. Ziel des AA war, die Veröffentlichung zum 90. Todestag zu aktivieren. Der nachstehende Link des Auswärtigen Amts informiert allgemein über Emil Krebs und die Ausstellung und führt zum virtuellen Rundgang.”

Stahnsdorfer Südwestkirchhof
Sprachgenie Emil Krebs

Eckard Hoffmann, der nach seiner Pensionierung von Wuppertal nach Potsdam zog, hat Wirken und Leben seines Vorfahren, der Legationsrat im Auswärtigen Amt war, recht  ausführlich erforscht. Kaum zu glauben. Achtundsechzig Sprachen sollen es gewesen sein, die Emil Krebs in Wort und Bild beherrschte. Bis heute gilt Krebs, dessen aktive Zeit in die Jahre von 1893 bis 1930 fällt, als Sprachwunder. Im Auswärtigen Amt sagte sein Vorgesetzter 1923 über ihn: „Er ersetzt uns 30 Außenmitarbeiter.“ Eckard Hoffmann wirkte zudem an dem im OASE Verlag Badenweiler erschienenen Buch “Emil Krebs Kurier des Geistes”  mit. Darin wird der polyglotte Dolmetscher  und seine herausragende Begabung gewürdigt. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes steht u.a.: „Für viele Mitarbeiter im Sprachendienst ist er bis heute ein Vorbild, das einen Ehrenplatz in der Geschichte des Sprachendienstes verdient hat, getreu dem Satz: „Menschen sterben nicht mit ihrem physischen Tod, sondern dann, wenn man sie in der Erinnerung des Herzens vergisst.“ Mehr Infos auf der Seite des Amtes hier.  Auch Eckard Hoffmann stammt aus Schlesien und ist seit einigen Jahren desöfteren dort. Er begleitet seit einiger Zeit eine Ausstellung über Emil  Krebs, die vor allem in Polen auf große Aufmerksamkeit stößt. Erst am 31.12.2014 wurde die Ausstellung im  Staatsarchiv von  Breslau beendet. Ab 8. Mai Mai ist die sehenswerte Schau dann im Begegnungszentrum Gut Kreisau in Schlesien,  8 Kilometer von Schweidnitz und 55 Kilometer von Breslau entfernt, zu sehen. Hier, auf dem ehemaligen Gutshof der Familie von Moltke befindet sich eine Tagungs- und Begegnungsstätte. „Ich spreche öfters in Polen vor Schulen und habe den Eindruck, dass Emil Krebs dort noch viel bekannter ist als in Deutschland“, so erzählte Eckard Hoffmann.  Die interessante Ausstellung wurde u.a. in der Bibliothek Swidnica/Schweidnitz, Zamek Książ/Schloss Fürstenstein, Rathaus Ząbkowice Śląskie/Frankenstein und im Museum Dzierżoniów/Reichenbach und in Görlitz gezeigt. Das Internetportal polen-pl.eu schrieb dem Sprachgenie  Emil Krebs jetzt sogar eine Bedeutung als  Touristenschlager in Schlesien zu.

Hier geht es zur virtuellen Ausstellung.

Und hier sehr ihr das Video.

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