Reise

Ein Schöpfwerk zum Bestaunen

Kirche von Nattwerder, Foto: D. WeirauchKirche von Nattwerder, Foto: D. Weirauch

 

Bürgersinn für ein altes Schöpfwerk. Zum Tag des offenen Denkmal überzeugten sich heute zahlreiche Besucher vom Zustand des alten Schöpfwerks im Potsdamer Ortsteil Grube.

Besuch im Denkmal

Das am Weg nach Nattwerder stehende unscheinbare  Pumpenhaus steht unter Denkmalschutz und ist in die Jahre gekommen. Ein von Carola Walter geleiteteter kleiner Verein kümmert sich um den Erhalt und führte kleine Instandsetzungen durch.

Im Innern kann nicht nur anschaulich historische Pumpentechnik bestaunt werden. Auf kleinen Tafeln wird über die Entwässerung des Golmer Luchs im 17. Jahrhundert durch eingewanderte Schweizer Kolonisten informiert. Zu Beginn trieben Windmühlen die Pumpen an.  1847 übernahm eine Dampfmaschine die Arbeit, später Niederdruckpumpen.

1700 Kubikmeter Wasser pro Stunde

1.700 Kubikmeter förderte eine Kreiselpumpe stündlich bis zu einer Höhe von 4,70 Metern. Ein neues Schöpfwerk löste vor über 30 Jahren die alte Technik ab.  Und das ist notwendig, wie Carola Walter berichtet. Denn sonst würde das Golmer Luch wieder ein Feuchtgebiet werden und die Bauern könnten die Felder nicht bewirtschaften. Ein Karte von Potsdam zeigt, wo sich heute noch überall Schöpfwerke befinden: ich habe mindestens fünf entdeckt.

Nur wenige hundert Meter vom Pumpenhäuschen entfernt,  lohnt ein Besuch von Nattwerder. Welch Überraschung: Bis in die Schweizer Hauptstadt Bern sind es  1400 Kilometer, wie es ein wegweiser gegenüber der Kirche von Nattwerder verrät.

Informationen zum genauen Programm des Tags des offenen Denkmals in Potsdam sind unter www.potsdamer-dreiklang.de zu finden. Das deutschlandweite Programm inklusive der Potsdamer Veranstaltungen steht ab 1.8. unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zur Verfügung.

 

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