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Das erste Wellness-Hostel der Welt

Außenansicht des wellnessHostel4000,  Schweizer Jugendherbergen,  Foto: primcomAußenansicht des wellnessHostel4000, Schweizer Jugendherbergen, Foto: primcom

Fotos: primcom

Moderne Camping-Resorts mit originellen Mietunterkünften, Sonderangebote für Durchreisende und das weltweit erste Wellness-Hostel: Die Schweizer Parahotellerie bietet Gästen aus dem Euroraum mit innovativen Neuerungen spannende und preisgünstige Möglichkeiten für Urlaub  in der Schweiz.

Der Platz hat etwas Mediterranes. Vorn, am Wasser, sind Boote vertäut. Auf einem Uferweg kann man in der Abendsonne flanieren. Und jenseits des Quais stehen  Wohnmobile, vor denen entspannte Urlauber in Shorts ihre Schweinekoteletts grillen. Im neuen Restaurant „Pier11“ kann man zu fairen Preisen auch Fischgerichte und lokale Spezialitäten bestellen.

Doch wir befinden uns nicht am  Mittelmeer, nicht in Südfrankreich oder Spanien, sondern in der  Schweiz, genauer gesagt an der Glutzenhofstraße in Solothurn, nicht weit entfernt von der berühmten Altstadt mit barocker Kathedrale und Bischofssitz.

Urlaub in besonderen Unterkünften

Das Gewässer, an dem sich diese Idylle befindet, ist die Aare, die hier gemächlich Richtung Koblenz fließt, wo sie in den Rhein mündet. Der Campingplatz Solothurn, einer von schweizweit 27 Plätzen die der TCS – das Schweizer Pendant zum ADAC – betreibt, war eine Art Versuchslabor.

Das erklärt uns Oliver Grützner, der beim TCS für die Campingplätze verantwortlich ist. Im Vergleich zu Frankreich beispielsweise hätten sich die Campingplätze in der Schweiz „zu wenig entwickelt“, meint er. Dort haben große Camping-Unternehmen schon seit Jahren Camping-Resorts gebaut, die sich von Resort-Hotels nur insofern  unterscheiden, als dass die meisten Gäste ihre Unterkunft selber mitbringen – und zwar in Gestalt eines Wohnmobils oder eines Wohnanhängers, die beide immer größer, luxuriöser, komfortabler und teurer werden.

Wohnen in Nostalgiewagen und Safari-Zelt

In Solothurn muss man nicht mehr zwingend mit einem mobilen Dach über dem Kopf anreisen. Hier kann man in Tipis, in Nostalgiewagen (die von außen sehr rustikal aussehen, im Inneren aber mit allem ausgestattet sind, was man auch in einem Hotelzimmer findet, plus natürlich einer Küche) oder im Safari-Zelt übernachten, das ebenfalls sehr komfortabel eingerichtet ist.

Inmitten der Schweizer Berge kann man im Tipi übernachten, Foto: primcom
Inmitten der Schweizer Berge kann man im Tipi übernachten, Foto: TSC Camping

Das neue Konzept mit seinen innovativen Übernachtungsformen hat auf Anhieb Anklang gefunden, wie uns Oliver Grützner bestätigt. Kein Wunder also, dass im Hinblick auf dieses Jahr weitere Plätze modernisiert und mit attraktiven Mietunterkünften sowie neuen Restaurants ausgestattet wurden. So beispielsweise der Campingplatz in Flaach am Rhein oder der in der Hauptstadt Bern.

Erinnert an Afrika, das Safarizelt, Foto: primcom
Erinnert an Afrika, das Safarizelt, Foto: TSC camping

Das erste Wellness-Hostel der Welt

Der Modernisierungstrend, der bei TCS Camping in vollem Gange ist, hat in den letzten Jahren die gesamte Schweizer Parahotellerie erfasst. Ferienwohnungen, Jugendherbergen, Campingplätze und Bed and Breakfast bauen ihr Angebot sukzessive aus und reagieren damit auf die Währungskrise. Statt sich der Rabattschlacht anzuschließen, bauen die Unternehmen ihr Angebot bei gleichbleibenden Preisen stetig aus.

Außenansicht des wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Außenansicht des wellnessHostel4000 , Foto: Schweizer Jugendherbergen,

So haben die Schweizer Jugendherbergen beispielsweise 2014 mit dem wellnessHostel4000 in Saas Fee das weltweit erste Hostel mit eigenem Wellness- und Fitnessbereich eröffnet.

Blick in das Schwimmbad des Hostels, Foto: Schweizer Jugendherbergen
Blick in das Schwimmbad des Hostels, Foto: Schweizer Jugendherbergen,

Im direkt zugänglichen „Aqua Allalin“ kann man auf 1900 Quadratmetern mit Dampfbad, verschiedenen Saunen, Whirlpool, Nabelstein, Erlebnisduschen, Kneippgang, sowie einer Fitnessanlage, Ruhe- und Massageräume die Seele baumeln lassen, während man aus der Sauna auf die Bergwelt schaut oder von der Terrasse aus die Sicht auf die Feeschlucht genießt. Für leibliches Wohl sorg das bistro4000.

Ferien in der Schweiz für schmales Budget: faire Preise für alle Altersklassen

Im Gegensatz zur klassischen Schweizer Hotellerie sind viele Parahotellerie-Betriebe auch etwas für schmale Budgets. Auch das wellnessHostel4000 bildet hier keine Ausnahme: Eine Übernachtung im Vier-Bett-Zimmer mit Dusche/WC, Wellness-, Fitness- und Hallenbadeintritt kostet zum Beispiel 68,50 CHF (rund 60,00 Euro) pro Person und Nacht – Frühstücksbuffet, Bettwäsche, Taxen und Bürgerpass (eine Mehrwert-Gästekarte, die Reduktionen inkludiert).

Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: Schweizer Jugendherbergen

In zahlreichen Jugendherbergen ist eine Übernachtung im Mehrbettzimmer sogar schon ab 30,00 CHF (rund 27,00 Euro) zu haben.

Atemberaubender Blick aus dem Speisereaum in die Schweizer Bergwelt, Foto: primcom
Atemberaubender Blick aus dem Speisereaum in die Schweizer Bergwelt, Foto: Schweizer Jugendherbergen

Zu diesem Preis kann man sogar zusätzliche Vorzüge nutzen. In den öffentlichen Bereichen haben die meisten Herbergen Gratis-WLAN. Und auch bei der Verpflegung hat sich Einiges getan: In den Küchen der Jugendherbergen kann man heute aus vielfältigen Menüs wählen – der Preis für drei Gänge am Abend liegt jeweils deutlich unter 20 CHF (rund 18,00 Euro), Getränk inklusive.

Die Jugendherberge in Interlaken verfügt mit dem „3a“ sogar über ein eigenes Restaurant.

Schweiz – Ferien müssen nicht teuer sein

Diese Beispiele zeigen, dass sich die einzelnen Unternehmen der Schweizer Parahotellerie bewusst sind, dass bei Gästen aus dem Euroraum die Schmerzgrenze beim Preis-Leistungs-Verhältnis infolge der Frankenaufwertung im letzten Jahr erreicht ist.

Warum nicht im Holzhaus übernachten ? Foto: primcom
Warum nicht im Holzhaus übernachten ? Foto: TSC Camping

Camping-Stellplatz für 23 Euro

Auch auf den Campingplätzen gibt es nun ein interessantes Angebot, das einen Stopp oder gar Ferien in der Schweiz wieder attraktiv werden lässt: Für Durchreisende aus dem Euroraum hat sich der TCS für diese Saison das „Stop & Go“-Angebot ausgedacht. Wohnmobilbesitzer profitieren auf dem Weg in den Süden von Camper-Stellplätzen für 25,00 CHF (rund 23,00 Euro) pro Nacht. Das Angebot gilt auf allen 27 TCS-Campingplätzen schweizweit. Inbegriffen sind nebst Stellplatz auch die Übernachtung von zwei Personen, der Strom und die WLAN-Nutzung. Einzige Auflage: Anreise nach 18 Uhr und Abreise am nächsten Morgen vor 9 Uhr.

So kann man wieder ganz entspannt in oder durch die Schweiz reisen.

Hier geht es zum TSC Glamping, eine interessante Erfahrung.

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