Schlösser und Burgen

In Berlin und Brandenburg kennen wir jedes Schloss und auch jeden Park. Verschiedene Etappen der Burgenstraße sind wir abgeradelt. Ständig lernen wir neue Burgen und Schlösser kennen. Daran können die Leser von einfachraus.eu teilhaben

1 Stunde wegBücherSchlösser und Burgen

Kunckel, Pfaueninsel und der Coup von Zehlendorf

silkesbuchDas Erbe des Alchemisten von Silke Böttcher

Erinnern wir uns noch an den legendären Coup von Zehlendorf im Jahr 1995 ? Vier schwerbewaffnete Räuber überfielen eine Bankfiliale, nahmen Angestellte und Kunden als Geiseln und verlangten mehrere 17 Millionen Mark Lösegeld, dazu ein Auto und einen Hubschrauber, um flüchten zu können. Nach dem Sturm auf die Bank durch die Polizei entkamen die Täter mit Geld und den Inhalten vieler Schließfächer. Durch einen mehrere Meter langen selbst gebuddelten Tunnel. Von einem Teil des Inhaltes  der Schließfächer, darunter wertvoller Schmuck, fehlt bis heute jede Spur. Das gibt Stoff für Literatur. Silke Böttcher benutzt die Kriminalgeschichte als einen Strang ihres Jugendbuches „Das Erbe des Alchimisten“, in dem ein Schmuckstück schließlich auf der Berliner Pfaueninsel gefunden wird. Von zwei unternehmungslustigen Freunden David und Moritz. Sie verbringen fast den gesamten Feriensommer auf dem Eiland.

li. Silke Böttcher bei einer Lesung in Potsdam, Foto: privat
ReiseSchlösser und Burgen

Burgen und Schlösser: Neuer Geist in altem Gemäuer

Cadolzburg (2)Blick auf die Cadolzburg Foto: D.Weirauch

Neuer Geist in altem Gemäuer. Wie Burgen und Schlösser an der Burgenstraße mit kreativen Ideen vor dem Verfall gerettet werden. Burgen und Schlösser faszinieren die Menschen seit eh und je – seien es die Bauwerke an sich oder die Vorstellung, wie Menschen hier früher gelebt haben. Doch solch alte Gemäuer sind teuer im Unterhalt und Erhalt – nichtsdestotrotz fühlen sich viele Burgbesitzer ihren Ahnen und der Gesellschaft gegenüber verpflichtet, die historischen Gebäude für die Nachwelt zu erhalten. Auch an der Burgenstraße, die quer durch Süddeutschland zu über 70 Burgen und Schlössern führt, gibt es unterschiedlichste, oft kreative Ideen, wie die Bauten am Leben erhalten werden können …und nicht nur das: Wie ihnen neues, spannendes Leben eingehaucht wird. Hier einige Beispiele.

Schlösser und Burgen

Burgenstrasse: Sesslach

Sesslach (234)Im Landgasthof "Roter Ochse" bei Familie Franz gibt es die besten Schäufele

Heute wieder eine Etappe auf der Burgenstraße. Wir besuchen Seßlach, eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Coburg. Begleiten Sie uns auf einem Burgenstrasse: Spaziergang durch Sesslach

Schlösser und Burgen

Benvenuta primavera!

SPSG_Glienicke_Loewenbrunnen_Fruehjahr_DennisWeiss

Benvenuta primavera!

am kommenden wochenende soll eswieder shcönwerden. Also nix wie raus. Frühlingserwachen in Schloss und Park Glienicke zum Themenjahr “Italien in Potsdam. Sonderöffnung von Schloss Glienicke, Orangerie und Casino mit buntem Begleitprogramm

Sobald es Frühling wurde in Preußen, zog es Prinz Carl von Preußen (1801-1883) und seine Gemahlin Prinzessin Marie (1808-1877) samt Kinder, Hunde und Dienerschaft nach Glienicke, dem mediterranen Sehnsuchtsort an der Havel! Die Stiftung Preußischen Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) lädt herzlich ein, es Marie und Carl am 31. März gleich zu tun und den Frühlingssonntag auf dem Landgut Glienicke mit seinen lieblichen Wiesengründen am Havelufer zu verbringen. Nach den trüben Wintertagen lässt sich der Frühling am besten im Schlossgarten Glienicke mit seinem italienischen Flair begrüßen. Unter dem Motto “Benvenuta primavera!” wird ein unterhaltsames und umfangreiches Programm geboten, dazu gehören thematische Rundgänge und Kostümvorführungen. Das 1824 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Casino sowie die Orangerie mit ihrem exotischen Pflanzenbestand öffnen ihre Tore und warten auf ihre Entdeckung.

SPSG_OrangerieGlienicke_DennisWeiss
SPSG_OrangerieGlienicke_DennisWeiss

Bei dem Konzert um 16 Uhr mit Jaroslav Sonsky (Violine) und Gesine Tiefuhr (Piano) können Sie den Tag in Glienicke ausklingen lassen.

Prinz Carl hatte Schloss und Schlossgarten aufgrund seiner Liebe zur italienischen Antike im klassizistischen Stil von Karl Friedrich Schinkel gestalten lassen. Das Anwesen war ein Ort für heitere, kulturelle Zusammenkünfte. Künstler und Gelehrte, Musiker und Reisende kamen nach Glienicke, wo inspirierende Lesungen, Konzerte und Feierlichkeiten stattfanden.

Das Glienicker Frühlingserwachen ist eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Italien in Potsdam”. Zum Themenjahr der Stadt Potsdam, inspiriert durch die Ausstellung “Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom” im Museum Barberini (13. Juli bis 6. Oktober), trägt auch die SPSG mit einem breit gefächerten Veranstaltungsprogramm bei – in königlich italienischem Rahmen!

Informationen

  • Schloss Glienicke, Königstraße 36, 14109 Berlin
  • Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 5 Euro
  • Konzert 16 Uhr: 22 Euro / ermäßigt 19 Euro
  • Anmeldung Konzert: 030.34 70 33 44 oder info@konzerte-schloss-glienicke.de
PotsdamSchlösser und Burgen

Was in den Briefen der Kaiserin steht

Kaiserbrief_15Die Briefe an Auguste Victoria überdauerten die Zeiten in einem verborgenen Schrank. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein

Seit Mitte Juni 2018 zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Potsdamer Neuen Palais die Ausstellung „Kaiserdämmerung. Das Neue Palais zwischen Monarchie und Republik 1918“. Im Rahmen der Ausstellungsvorbereitungen wurde mehrfach versucht, den historischen Juwelentresor der Kaiserin Auguste Victoria (1858-1921), für den keine Schlüssel mehr vorhanden sind, auf denkmalverträgliche Art wieder zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang gelang es, während des Ausstellungsaufbaus zumindest einen verschlossenen Schrank über dem Tresor zu öffnen. In ihm befanden sich zwei aus Eichenholz gezimmerte Transportkisten, eine Lederschatulle mit dem Monogramm Auguste Victorias und eine Dokumentenmappe. Sie enthalten teils geöffnete und teils noch versiegelte Korrespondenzen, die zwischen 1883 und 1889 an die damalige Prinzessin Auguste Victoria (1858-1921) gerichtet waren, die 1888 Kronprinzessin und im selben Jahr noch Königin von Preußen sowie deutsche Kaiserin wurde. Was in den Briefen der Kaiserin steht

Blick in die erste der zwei Transportkisten mit den Korrespondenzen. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
Blick in die erste der zwei Transportkisten mit den Korrespondenzen. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein

Die beiden Kisten mit vermutlich rund  1.000 Briefen wurden vor 130 Jahren vermutlich während des Einzugs Kaiser Wilhelms II. (1859-1941) und Auguste Victorias ins Neue Palais aus dem Berliner Schloss nach Potsdam geschickt – und vergessen. Als vor 100 Jahren die ehemalige Kaiserin nach der Revolution am 21. November 1918 das Neue Palais verließ und kurz darauf ins niederländische Exil reiste, ließ sie die Briefe zurück, die seither unbeachtet in diesem verborgenen Schrank allen Wirren und Umwälzungen des 20. Jahrhunderts zum Trotz überdauerten. Tausende Besucherinnen und Besucher des Schlosses gingen Jahr für Jahr ahnungslos daran vorüber.

Vier Gänsekiele, die vermutlich von Auguste Victoria verwendet wurden. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein.
Vier Gänsekiele, die vermutlich von Auguste Victoria verwendet wurden. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein.

Nach einer ersten Sichtung handelt es sich in erster Linie um private Korrespondenzen mit engen Familienmitgliedern und weiteren Verwandten, wie zum Beispiel der englischen Queen Victoria (1819-1901). Obwohl der völlig überraschende Fund noch nicht im Detail untersucht werden konnte, darf man schon jetzt von einem Sensationsfund sprechen, der möglicherweise auch ein neues Licht auf die letzte deutsche Kaiserin und ihre Zeit zu werfen vermag. Der Briefschatz wird bis zum Ende der Ausstellung „Kaiserdämmerung“ am 12. November 2018 am Fundort im Neuen Palais ausgestellt. Anschließend sollen die Dokumente wissenschaftlich erschlossen werden.

Original versiegelte Briefe

In der ersten Kiste lagerten Korrespondenzen aus den Jahren 1883 bis 1886. Sie wurde 1886 verschlossen. Alle Briefumschläge sind von Auguste Victoria persönlich beschriftet worden. Die Kuverts sind noch original versiegelt. Sie tragen auf der Rückseite das in rotem Wachs eingebettete Allianzwappen Preußens und Schleswig-Holsteins. Das Siegel weist somit Auguste Victoria, geborene Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, als Besitzerin aus. Insgesamt handelt es sich um 67 Umschläge, in denen sich jeweils mehrere Briefe befinden. Da die meisten Umschläge sehr dick sind, können sie bis zu 10 Briefe enthalten. Vorsichtig geschätzt, handelt es sich um mindestens 400 Briefe.

ckseite des Briefkuverts mit den letzten Briefen der Kaiserin Augusta. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
Rückseite des Briefkuverts mit den letzten Briefen der Kaiserin Augusta. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
Original versiegelte Rückseite des Kuverts mit den Briefen der Königin von England. Foto: SPSG/Jörg Kirschstei
Original versiegelte Rückseite des Kuverts mit den Briefen der Königin von England. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein

Wer der Kaiserin schrieb

Die Absender sind in der Regel Familienmitglieder. Dazu gehören von preußischer Seite Schreiben der Kaiserin Augusta (1811-1890, 3 Umschläge), des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (Kaiser Friedrich III., 1831-1888, 1 Umschlag) und der Kronprinzessin Victoria (1840-1901, 5 Umschläge). Ein Konvolut nennt die Oberhofmeisterin Auguste Victorias, Therese Gräfin von Brockdorff (1846-1924, 4 Umschläge), als Absender. Die Mehrzahl der Briefe sind von Mitgliedern des Hauses Schleswig-Holstein geschrieben worden. Von holsteinischer Seite sind hervorzuheben Auguste Victorias Mutter Adelheid zu Hohenlohe-Langenburg (1835-1900, 7 Umschläge), ihre Schwestern Karoline Mathilde „Calma“ (1860-1932, 13 Umschläge) und Louise Sophie „Jaja“ (1866-1952, 4 Umschläge), ihrem Onkel Christian (1831-1917), der mit Helena (1846-1923), einer Tochter von Queen Victoria, verheiratet war (6 Umschläge). Darüber hinaus ist ein dicker Umschlag mit Briefen von Georg Ernst Hinzpeter (1827-1907), dem Erzieher Kaiser Wilhelms II., zu erwähnen. Recherchiert hat vor allem Jörg Kirschstein, ein studierter Archivar und Preußenkenner. Er ist auch Kurator der Schau im Neuen Palais.

Zweite Kiste noch ungeöffnet

Die zweite Transportkiste aus dem Jahr 1888 ist noch verschlossen. Laut Beschriftung enthält sie ausschließlich Briefe, die die Geburt und die Erziehung der Söhne Auguste Victorias thematisieren. Zu diesem Zeitpunkt war der älteste Sohn Kronprinz Wilhelm (1882-1951) 6 Jahre alt, es folgten Eitel Friedrich (1883-1942), Adalbert (1884-1948), August Wilhelm (1887-1949) und Oskar (1888-1958). Die Schatulle, auf deren Deckel sich ein in Leder geprägtes Monogramm der Kaiserin befindet, ist ebenfalls angefüllt mit Briefen. Die noch verschlossenen Umschläge sind ebenfalls von der Hand der Kaiserin beschriftet worden. Bemerkenswert ist ein Kuvert mit dem Text „Die letzten Briefe der Kaiserin Augusta an mich, Nov.-Dec. 1889“ sowie „Briefe von der Königin von England“.

Briefkuvert: „Die letzten Briefe der Kaiserin Augusta an mich, Nov.-Dec. 1889“. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
Briefkuvert: „Die letzten Briefe der Kaiserin Augusta an mich, Nov.-Dec. 1889“. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
ückseite des Briefkuverts mit den letzten Briefen der Kaiserin Augusta. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein
Rückseite des Briefkuverts mit den letzten Briefen der Kaiserin Augusta. Foto: SPSG/Jörg Kirschstein

Die letzte Kaiserin

Auguste Victoria war seit 1881 mit Prinz Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm II., verheiratet. Das Prinzenpaar bewohnte in den 1880er Jahren in Potsdam das Marmorpalais im Neuen Garten als Sommerwohnsitz und das Stadtschloss als Winterresidenz. Der Lebensweg Auguste Victorias wurde durch die politischen Umstände ihrer Zeit stark geprägt. Als die Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg sechs Jahre alt war, wurde das Herzogtum Schleswig-Holstein 1864 dem Königreich Preußen als Provinz angegliedert. Die herzogliche Familie ging daraufhin ins Exil. Zehn Jahre nach der Gründung des Kaiserreiches heiratete das „Landmädel“ den Erben des preußischen Königsthrones. Im Alter von 29 Jahren wurde Auguste Victoria Königin von Preußen und deutsche Kaiserin.

aiserin Auguste Victoria, 1913, Aufnahme von T. H. Voigt, Bad Homburg. Foto: Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam
Kaiserin Auguste Victoria, 1913, Aufnahme von T. H. Voigt, Bad Homburg. Foto: Sammlung Jörg Kirschstein, Potsdam

Das Neue Palais ist mit dem Leben der Monarchin untrennbar verbunden. In der Regierungszeit Wilhelms II. – von 1888 bis 1918 – war der friderizianische Prachtbau der Hauptwohnsitz der kaiserlichen Familie. Auguste Victoria nahm als deutsche Kaiserin den höchsten gesellschaftlichen Rang Deutschlands ein. Sie erlebte den Aufstieg und den Untergang des Kaiserreichs. Der Erste Weltkrieg forderte Millionen Menschenleben, an seinem Ende brach die Monarchie zusammen.  Wilhelm II. und Auguste Victoria gingen ins niederländische Exil, wo die ehemalige Kaiserin 1921 verstarb.

Informationen zur Ausstellung:

„Kaiserdämmerung. Das Neue Palais zwischen Monarchie und Republik 1918“

  • noch bis bis 12. November 2018
  • Neues Palais, Am Neuen Palais, 14469 Potsdam
  • Öffnungszeiten:
  • Täglich außer Dienstag
  • Juni bis 31. Oktober: 10 bis 17.30 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
  • Ab 1. November: 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr
  • Der Besuch der Ausstellung ist in den Besucherrundgang des Schlosses integriert.
  • Eintritt:
  • 8 Euro / ermäßigt 6 Euro
  • Familienkarte:
  • 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder
  • (Kinder unter 18 Jahren): 25 Euro
  • Jahreskarte:
  • Für alle geöffneten Schlösser inkl. Ausstellungen,
  • gültig 1 Jahr ab Ausstellungsdatum: 60 Euro / ermäßigt 40 Euro
  • Besucherinformation:
  • E-Mail: info@spsg.de, Telefon: + 49 (0)331.96 94-200

 

ReiseSchlösser und Burgen

Burgenstraße: Ein Spaziergang durch Coburg

Coburg (322)Blick auf die Veste Coburg Foto: Weirauch

Natürlich ist die Veste Coburg das Higlight der fränkischen Stadt Coburg. Das hatte ich vor meinem Besuch schon gewußt. Trotzdem sollten Besucher neben einem Besuch der wie eine Krone über der Stadt thronenden gewaltigen Festung auch unbedingt die Stadt Coburg selbst besuchen. Dort warten viele Überraschungen auf eine Entdeckung. Im Rahmen unserer mehrtägigen Tour entlang der Burgenstraße waren wir im Frühsommer 2018 auch einen Tag dort und wollen hier darüber berichten. Wir wußten von Luthers Aufenthalt auf der Veste Coburg und vom Wirken Lucas Cranachs in der Stadt. Wir haben viel Neues erfahren, zu Victoria und Albert, Friedrich Rückert und Coburg, zur Coburger Bratwurst und die “Coburg Cobana”, das internationale Samba – Festival im historischen Ambiente.

error: Content is protected !!