Reise

Ob ‚Wandern, Trekking, Radfahren oder Fernreisen. Wir haben die Reisen meist selbst erlebt oder von Freunden empfohlen bekommen. Schwerpunkt sind die Reiseregionen Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Polen, Türkei, Mexiko, Ägypten Tschechien und die Niederlande.

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Wanderung auf den Brocken im Harz

Der Berg ruftDer Brocken ist mit 1.141 Metern Höhe der höchste Berg im Harz und in ganz Norddeutschland

Wer den Brocken zusammen mit „Brocken-Benno“ erklimmen will, der muss früh aufstehen oder flinke Beine haben. Denn, ob bei Hagel, Regen oder Schneetreiben – seit 1989 wandert der Harzer Benno Schmidt jeden Tag auf den Brocken. Bislang mehr als 7000  Mal. Er wandert zeitig los und ist so geübt, dass er für die Tour nur zwei Stunden braucht. Wanderung auf den Brocken im Harz

Brocken: höchster Gipfel Norddeutschlands

Im Dezember 1989 gehörte „Brocken-Benno“ zu den Tausenden Demonstranten, die die Grenzöffnung erzwangen. Seit dem Mauerbau im August 1961 war der mit 1141 Metern höchste Berg im Norden Deutschlands militärisch besetzt. 90.000 Kilometer ist Brocken-Benno, der 2012 seinen 80. Geburtstag auf dem Brocken feierte, seitdem gelaufen, rund 30 Paar Schuhe verschliss er bei seinen Wanderungen.

Von der Steinernen Renne auuf dem Weg zum Brocken

Während der zweistündigen Wanderung von Schierke auf den Berggipfel kann der versierte Wanderleiter viel erzählen. Etwa über das wechselhafte Wetter hoch oben, denn die Herausgehobenheit des Brockens in der Norddeutschen Tiefebene führt regelmäßig zu extremen Wetterlagen.

Wanderung auf den Brocken im Harz

Schnee fällt hier manchmal noch im Mai, und selbst wenn es im Tal hochsommerlich warm ist, muss man auf dem Gipfel meist eine Jacke anziehen.  Wolkenhäuschen, Teufelskanzel und Hexenaltar wird der Brocken auch genannt – einiges hängt mit dem Wetter zusammen. Ich selbst war in den letzten Jahren zehnmal auf dem Brocken und nur zweimal hatte ich gutes Wetter dort oben.

Auf dem Brocken

Von Ilsenburg auf den Gipfel

Mein schönster Weg hinauf auf den Brocken beginnt in Ilsenburg. Hinter dem dortigen Nationalparkhaus begrüßt uns „Prinzessin Ilse“, der namensgebende kleine Fluss, und begleitet den Weg glucksend und plätschernd. Wir folgen ihrem Lauf vorbei an prächtigen Rotbuchen, Traubeneichen, Moosen und Flechten. Der Blick vom Ilsestein, 150 Meter steil aufragend, zum knapp zehn Kilometer Luftlinie entfernten Brockenmassiv ist atemberaubend.

Auf dem Brocken

Zu bedenken ist, dass der Weg anspruchsvoll ist. 800 Höhenmeter sind zu überwinden, der Weg birgt Steigungen und Gefälle von 15 Prozent. Gute Wanderschuhe sollte man schon tragen und bequeme Kleidung, in der man weder friert, noch zu sehr ins Schwitzen gerät. Lieber eine Schicht mehr mitnehmen, denn zwischen dem Startpunkt Ilsenburg und dem Brockengipfel herrscht in der Regel ein Temperaturunterschied von zehn Grad. Für den Aufstieg von elf Kilometern sind etwa drei Stunden einzuplanen. Oft auch mehr, denn unterwegs gibt es viel zu sehen. Dieser Weg ist etwas weniger begangen als die anderen von Schierke oder Torfhaus aus. Erst oben auf dem Gipfel wird es voll.

Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch
Sa kommt sie: die Dampflok, fast 60 Jahre alt. Foto: Weirauch

Still ist es auf diesem Weg. Nur das Pfeifen der Dampflok der Brockenbahn ist ab und zu zu hören.

Weitere Wander-Infos: www.harzinfo.de

Hier die einzelnen Wanderwege hinauf zum Brocken.

Anreise zum Nationalpark Harz mit den Angeboten von Fahrtziel Natur.

hier geht es zu einer weiteren Attraktion im Harz.

Hier eine Zusammenfassung auf der Harzseite.

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Naumburg – die Domstadt

Blick auf Naumburg

Naumburg, um das Jahr 1000 an der Kreuzung zweier Handelsstraßen angelegt, kann man von verschiedenen Seiten entdecken. Eingebettet in die idyllische Burgen- und Weinregion an Saale und Unstrut ist Naumburg ein lohnendes Reiseziel für Liebhaber von Kultur, Natur und kulinarischen Genüssen. Naumburg – die Domstadt

Dom “St. Peter und Paul”

Am beliebtesten ist aber der Start der Stadtführung mit einem Besuch des berühmten Domes. Der Dom ist das meistbesuchte Bauwerk an der “Straße der Romanik”. Aufgrund seiner romanisch-gotischen Architektur und wegen der hochgotischen Monumentalskulptur und Bauornamentik gehört er zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Mittelalters. Die Mitte des 13. Jahrhunderts vom so genannten Naumburger Meister geschaffenen lebensgroßen Stifterstandbilder im Westchor (die bekanntestes Paare sind Ekkehard und Uta sowie Hermann und Regelindis) sowie die Darstellung der Passionsgeschichte am Westlettner beeindrucken durch ihre realitätsnahe Gestaltung. Bau- und kulturgeschichtlich bedeutsam sind die spätromanische Krypta, der Ostlettner und die mittelalterlichen Glasfenster sowie der Domschatz. Neben dem Dom St. Stephanus und St. Sixtus zu Halberstadt, der Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg und dem Dom St. Johannes und St. Laurentius Merseburg zählt der Naumburger Dom zu den Höhepunkten der Straße der Romanik. Neben dem Dombezirk hat Naumburg aber auch eine bedeutende Bürgerstadt. Erst 1832 wurden Bürgerstadt und Domstadt vereinigt. Naumburg verbindet mit Altenburg (Thüringen) eine enge Geschichte.  So finden 2014 zwei Sonderausstellungen in beiden Städten statt, diei n Naumburg trägt den Titel: “Glanzlichter. Meisterwerke zeitgenössischer Glasmalerei im Naumburger Dom”, die in Altenburg “Georg Spalatin. Steuermann der Reformation.”

Foto: Sachsen-Anhalt Tourismus

Glasmalerei im Dom

Im Mittelpunkt der Bürgerstadt steht der Marktplatz, Bürgerhäuser aus der Zeit des Barock und der Renaissance umrahmen den großen viereckigen Platz. Den Marktbrunnen krönt die Figur des Heiligen Wenzel, Schutzpatron der Stadt. Gleich dahinter lohnt ein Aufstieg auf den 72 Meter hohen Turm der Wenzelskirche. Der Turm ist städtisch und die Wohnung in 52 Metern Höhe beherbergte bis um 1995 eine Türmerin. Von dort oben ist der Ausblick überwältigend. Weit kann man zu den sonnenbeschienenen   Talhängen von Saale und Unstrut schauen, die sich bei Naumburg vereinigen. Seit dem Mittelalter wird in der Gegend von Naumburg, Schulpforta und Freyburg bekanntllich auch Wein angebaut.

St. Wenzel

Nicht versäumen sollte man ein Konzert in der Wenzelskirche, jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag bringen Organisten die von Zacharias Hildebrandt im Jahre 1746 erbaute Orgel zum Klingen. Johann Sebastian Bach und Gottfried Silbermann übernahmen die Prüfung dieses Instruments, das heute überregional als Juwel barocker Orgelbautradition gilt. Für eine Besichtigung der spätgotischen Kirche, die 1510/1520 ihr Westportal und 1724 im Innern eine barocke Ausstattung erhielt, sollte man sich Zeit lassen. Sehenswert sind u. a. der barocke Hochaltar von 1680 sowie zwei Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä.  Bemerkenswert ist auch die Grabplatte des August von Leubelfing, Page des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf.

Lohenswert sind auch Streifzüge durch die verwinkelten Gassen entlang der Stadtmauer, die noch in Teilen erhalten ist – ein gutes Beispiel ist das Marientor. Im Innern der Anlage finden im Sommer Open-air-Konzerte sowie Theateraufführungen statt.

Die Naumburger Straßenbahn Foto: D.Weirauch
Die Naumburger Straßenbahn Foto: D.Weirauch

Nietzsches Haus

An der Stadtmauer entdeckt man auch das Nietzsche-Haus. Es war zwischen 1858 und 1897 das Wohnhaus Franziska Nietzsches, die 1850 mit ihren beiden Kindern Friedrich und Elisabeth nach dem Tod ihres Mannes nach Naumburg zog. Friedrich Nietzsche verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Naumburg. Hier besuchte er die Elementarschule und das Domgymnasium und auch nachdem er 1858 die Freistelle im nahegelegenen Internat Schulpforta erhalten hatte, besuchte er die Mutter oft am Weingarten 18. Neben dem Museum entstand 2002 ein Dokumentationszentrum, das sehr eindrucksvoll die Ausstellung zum Leben Nietzsches in seinem Elternhaus ergänzt. Ein weiteres Nietzsche-Museum befindet sich in Weimar, 230 Kilometer von Naumburg entfernt.

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Sachsen – Anhalt.

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Oper im Stettiner Schloss wiedereröffnet

stettin2017 (5)Blick vom Kirchturm auf Schloss, Hafen und Stettiner Haff Foto: Weirauch

Fünf Jahre haben die Umbauarbeiten gedauert und es hat sich gelohnt. Im November bezog die Oper von Szczecin (Stettin) ihren renovierten Sitz auf dem Schloss der pommerschen Herzöge. Die vollkommen neu konzipierten Räume genügen höchsten künstlerischen Ansprüchen und passen sich dennoch gekonnt in das historische Ensemble ein. Nachdem bereits im Oktober der prachtvolle Nordflügel mit dem Herzog-Boguslav-Saal eröffnet wurde, sind nun die Räumlichkeiten der Opera na zamku (Oper auf dem Schloss) im West-, Süd- und Ostflügel an der Reihe. Mit einer großen Gala wird am 20. November die Wiedereröffnung gefeiert, danach schließen sich Festtage bis zum 30. November an.

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Ein Muss: Besuch auf dem Keukenhof

keu2Keukenhof mit Gärtner: © Keukenhof;

Das Blumenparadies „Keukenhof“ bei Lisse, nicht weit von Amsterdam entfernt, gehört zu den Sehenswürdigkeiten in den Niederlanden. Im mehr als 30 Hektar großen Keukenhof, auf Deutsch „Küchenhof“, blühen im Frühjahr über sieben Millionen Blumen. Er gilt weltweit als die wohl beste Möglichkeit, die verschiedenartigsten Tulpensorten zu bewundern. Glaubt man den Führern dort, so soll es mehr als 100 Varianten an Tulpen geben. Es lohnt sich also, den Besuch in Amsterdam mit einem Abstecher nach Lisse zu verbinden.

Einzigartige Farbenpracht auf dem Keukenhof

Schon die Anfahrt mit dem Auto oder auch mit dem Fahrrad lässt den Farbenreichtum im Keukenhof erahnen. Die Blumenzwiebeln, darunter Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Kaiserkronen, Iris, Lilien und Gladiolen, blühen ab Mitte April und berauschen mit ihrem Farbenreichtum. Die Gartenfachleute geben Tipps für die Gestaltung heimischer Beete.

Skulpturen inmitten der Blumen

Etwa 90 Lieferanten sind dafür verantwortlich, dass es jedes Jahr wieder die schönsten Zwiebelblumen zu sehen gibt. Der 32 Hektar große Park mit mehr als 2.500 Bäumen ermöglicht auf 15 Kilometern genussvolles Flanieren. Ebenso finden wechselnde Kunstausstellungen auf dem Keukenhof statt. Regelmäßig zu sehen sind auch 150 Skulpturen von 50 Künstlern. In Pavillons werden zudem verschiedene Blumenschauen präsentiert. Und zu kaufen gibt es jede Menge, vor allem Tulpenzwiebeln aus Amsterdam.

Buntes-Tulpenfeld, Quelle: NBTC
Buntes-Tulpenfeld, Quelle: NBTC

Tulpenregion um Amsterdam

Der Keukenhof liegt in der sogenannten holländischen Tulpenregion, der Bollenstreek. Von hier aus kann man mit dem Fahrrad in die umgebenden Orte oder bis nach Amsterdam fahren. Die meisten Tulpenbetriebe in Holland liegen im Noordoostpolder, in der Provinz Flevoland und in der Gegend namens Kop van Noord-Holland. Der Kop ist gar das größte zusammenhängende Blumenzwiebelgebiet in Holland. Alle drei Tulpen-Gegenden sind mit dem Auto nur eine halbe Stunde von Amsterdam entfernt. Die größte Blumenauktion der Welt, FloraHolland in Aalsmeer, liegt auch nur 30 Minuten von der niederländischen Hauptstadt entfernt.

Sehenswert sind auch die dem Keukenhof benachbarten Windmühlen. So findet man gleich 19 Stück, nebeneinander aufgereiht im Ort Kinderdijk.

Infos zum Keukenhof bei Lisse

  • Länderinfo | https://www.holland.com/de/tourist.htm
  • Info: | www.keukenhof.nl
  • geöffnet: | Mitte März – Mitte Mai tgl. 8 – 19.30 Uhr
  • Länderinfo | https://www.holland.com/de/tourist.htm
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Der Potsdamer Ortsteil Sacrow

Blick auf ein Doppelhaus in SacrowBlick auf ein Doppelhaus in Sacrow

Wunderschön zwischen Buchenwäldern und Seen eingebettet liegt Sacrow. Der kleine beschauliche Ortsteil von Potsdam grenzt direkt an Kladow, das zu Berlin-Spandau gehört.

Am Meedehorn in Sacrow
Am Meedehorn in Sacrow

Promis entdeckten Sacrow für sich

In den ersten 40 Jahren des 20. Jahrhunderts ließen sich in Sacrow viele Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur nieder. Die Landhäuser sind sehenswert.

Einen Spaziergang beginnt man am besten im Schlosspark. Der 1773 entstandene Park schließt den Kranz der Gartenanlagen um den Potsdamer Jungfernsee. Ein Fächer von Sichten geht von der Gartenseite des kleinen Schlosses Sacrow aus hinüber auf Jägerhof und „Große Neugierde“ in Glienicke (den Pavillon auf der Glienicker Brücke) und den Flatowturm im Babelsberger Park. Sehr gut kann man auch die Silhouette von Potsdam mit der Nikolaikirche sehen.

  Sacrow lag im Grenzgebiet

Zu Zeiten der Berliner Mauer lagen der Sacrower Park wie auch der gesamte Ort im Grenzgebiet. Nach Verwilderung und Zerstörung durch die Berliner Mauer begann ab 1994 die Wiederherstellung des Gartens durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Das Schloss lädt im Sommer zu Ausstellungen ein, im Winter ist es geschlossen.

Spender restaurierten die Heilandskirche

Nach dem Besuch des Schlosses gehen wir zum Ufer des Jungfernsees, vorbei an der mit Spendenmitteln des Vereins der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten restaurierten Römerbank und erblicken linkerhand die Heilandskirche. Sie wurde 1841 im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. von Ludwig Persius als Saalkirche mit einem separaten Glockentum am sogenannten Port von Sacrow erbaut. Zu Zeiten des Mauerbaus wurde die Kirche im Innern zerstört. Seit 1989 brachten Spender und engagierte Gemeindemitglieder viel Geld für die Sanierung des Gotteshauses und der Orgel auf.

Schloss Sacrow im Frühling
Schloss Sacrow im Frühling

Gartenkolonie Meedehorn mit Wasserblick

Linkerhand verlassen wir den Park, gehen über die Fährstraße Richtung Meedehorn, wo uns ein reetgedecktes Haus den Weg weist. Dahinter, in der Laubenkolonie, empfängt ein kleines Gartenrestaurant „Zum Meedehorn“. Und auf dem Weg dorthin entdecken wir immer wieder Stelen mit Informationen zum Berliner Mauerradweg.

 Nazi-Gegner wohnten in Sacrow

Von der Fährstraße aus gelangen wir nach wenigen Metern auf die Krampnitzer Straße und biegen rechts in die Kladower Straße ein, vorbei an restaurierten Landhäusern. In den ersten 40 Jahren des 20. Jahrhunderts ließen sich hier viele Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur nieder. Dazu gehörten unter anderen Jörgen Rasmussen, Eigentümer der DKW-Fahrzeugwerke, führende Vertreter der Deruluft (der späteren Deutschen Lufthansa), aber auch der später von den Nazis hingerichtete Widerstandskämpfer Hans von Dohnanyi. Das Haus Kladower Straße 6 etwa erbaute Friedrich Wolfgang Unger-Kempinski, er gehörte zur dritten Generation der Gründerfamilie des Hotelkonzerns. Sie alle nutzten die guten Kontakte, die sich im exklusiven Sacrower Mikrokosmos leicht herstellen ließen.

Schloss Sacrow bei Potsdam
Schloss Sacrow bei Potsdam

Heute wieder Wohnort der Prominenz

Am Ende der Straße biegen wir in den Weg „Am Hämphorn“ ein. Das Haus ganz hinten links gehörte einst dem jüdischen Regisseur Erik Charrell, während seiner Zeit in Sacrow entstand 1931 sein Film „Der Kongress tanzt“. Auch heute befinden sich einige Häuser im Besitz Prominenter. Der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher zum Beispiel wohnte bis zu seinem Tod 2014 in Sacrow. Auf dem kleinen Dorffriedhof am Ortseingang fand er seine letzte Ruhe.

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Beliebter Badesee

Zurück, über die Straße hinweg, führt uns ein Waldweg zur Badestelle Am Sacrower See, der für sein klares Wasser gerühmt wird. Nach dem Bad gehen wir über den Weinmeisterweg zur Gärtnerei Schulz und kehren im gegenüberliegenden Restaurant „Zum Sacrower See“, Weinmeisterweg 1 ein. Fischliebhaber schätzen dort die Havelländische Fischpfanne.

Blick von der Sacrower Heilandskirche auf das Dampfschiff "Gustav"
Blick von der Sacrower Heilandskirche auf das Dampfschiff “Gustav”

Gestärkt geht’s anschließend über Weinmeisterweg und Krampnitzer Straße zurück zum Parkplatz. Nicht weit entfernt liegt auch die sogenannte Römerschanze, eine aus der Bronzezeit stammende Befestigungsanlage.

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Station des Berliner Mauer-Radweges

Sacrow ist auch eien wichtige station des „Berliner Mauer-Radweg“.  Die geschichtsträchtige Fahrrad-Route führt an wichtigen und bekannten Erinnerungsplätzen vorbei. Namen stehen erinnernd für Ereignisse: Checkpoint Charlie, Potsdamer Platz, Invalidenfriedhof, Bernauer Straße oder eben der Ort Sacrow.

  • Sacrow – Informationen
  • Anfahrt: bis Parkplatz am Ortseingang, von der B2 bei Krampnitz in Richtung Sacrow abbiegen. Oder über kleine Zufahrtsstraße von Berlin-Kladow aus.
  • mit ÖPNV von Potsdam aus: Bus 697, Haltestelle Schloss Sacrow. Wassertaxi: Haltepunkt Sacrow (Heilandskirche)
  • Buchtipp: „Der Berliner Mauer-Radweg“, Verlag Esterbauer, 13,90 Euro

Öffnungszeiten am 9. September 2018

11 – 20 Uhr (sonst 21. Juli bis 7. Okt. Fr – Mo 11 – 18 Uhr geöffnet)

Führungen

Themenführungen stündlich 14 – 17 Uhr durch ars sacrow e.V., Kastellan Günter Voegele, Küsterin Regina Mollenhauer und Uwe Held, Schlossgärtner

Aktionen

14 Uhr Schlossführung, 15 Uhr Kirchenführung, 16 Uhr Parkführung, 17 Uhr Führung durch die Ausstellung, 11 – 18 Uhr Ausstellung im Schloss von Jürgen Böttcher, Strawalde: Der Kreis schliesst sich, 18.30 Uhr Filmvorführung im Spiegelsaal/Kino: Gärtner führen keine Kriege

Kontakt

Christina Schachtschabel, ars sacrow e.V., Tel.: 0151 18748082, E-Mail: c.schachtschabel@gmx.de

Lilly Stock, ars sacrow e.V., Tel.: 0170 5351854, E-Mail: lilly.stock@t-online.de
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Technikgeschichte: Einzigartige Holländermühle in Straupitz

Mühle in StraupitzMühle in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Europas letzte und einzige produzierende “Dreifach-Windmühle” steht in Straupitz im Spreewald, nahe Burg. Die voll funktionsfähige Mühle kann täglich besichtigt werden. Technikgeschichte: Einzigartige Holländermühle in Straupitz

Leinöl aus der Mühle

Sie ist eine Rarität, da sie drei historische Mühlen unter einem Dach vereinigt:  Mahl-, Öl- und Sägemühle. Bis 1964 war die verstaatlichte Mühle in Betrieb, danach verfiel sie. Nach der Wende bemühte sich ein Verein um Klaus Rudolph um die Wiederherstellung und schaffte mit Unterstützung von Förderern wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz,  was zuvor keiner geglaubt hat: 2002 war die Mühle komplett saniert.

Straupitz

 

Bis zu 30.000 Besucher kommen pro Jahr in das produzierende technische Denkmal.  Derzeit ist Gerd Nowak, ein Nachfahre der einstigen Müllerfamilie, der Chef der Mühle. Die Mühle in dieser backsteinernen Form gibt es seit 1810.  Vorher befand sich dort eine hölzerne Bockwindmühle. Die Kornmühle hat eine Mahlleistung von rund einer Tonne täglich. In der Ölmühle wird auch heute noch Leinöl gepresst. Viele Besucher kommen mehrmals im Jahr, um das frisch gepresste Straupitzer Leinöl in der Mühle zu erwerben. Dem Öl wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Was macht den Lausitzer stark? “Leinöl und Quark” ist ein Lieblingssatz in der Region.

Mühle in Straupitz

Die Technik der Sägemühle stammt aus dem Jahre 1885. Sie wird nur noch zu Vorführungszwecken angetrieben.  Die als Holländermühle errichtete Mühle ist rund 15 Meter hoch und hat eine Flügelspannweite von 22 Meter. Insgesamt erstreckt sich die Mühle von Straupitz über fünf Etagen.

Schinkels Kirche

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Straupitz ist die von Preußens Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel, von dem auch in Berlin viele Bauten stammen, im Stil einer altrömischen Basilika errichtete Kirche.  Die in den Jahren 1827-1832 erbaute Kirche ist mit den 40 Meter hohen Doppeltürmen schon von weitem zu sehen.

Straupitz ist zudem ein reizvoller Ausgangspunkt für Wanderungen in die nahegelegene Spreewaldniederung oder für Bootsfahrten Richtung Burg.

  • Infos
  • Adresse: |Mühlenverein Holländermühle e.V. Straupitz, Laasower Str. 11 a, Tel. 035475
  • Info:| https://www.windmuehle-straupitz.de/
  • geöffnet:| Montag 10 – 18 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag u. Sonntag 10 – 18 Uhr
  • TMB: | www.reiseland-brandenburg.de
  • Schinkelkirche in Straupitz, Foto: D.Weirauch
    Schinkelkirche in Straupitz, Foto: D.Weirauch

Hier geht es zum Hotel Seinerzeit in Schlepzig.