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Ob ‚Wandern, Trekking, Radfahren oder Fernreisen. Wir haben die Reisen meist selbst erlebt oder von Freunden empfohlen bekommen. Schwerpunkt sind die Reiseregionen Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Polen, Türkei, Mexiko, Ägypten Tschechien und die Niederlande.

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Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Auf dem Schlachtfeld von Freyenstein: D.Weirauch

Irgendwo da oben im Nordwesten des Landes Brandenburg liege die Prignitz, höre ich beim Nachfragen. Und dass die Elbe ihre eine Flanke begrenzt. Auch soll es dort in der Prignitz mehrere Städte wie Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk, Wittstock und Kyritz geben. Aus dem  Landstrich, wo in einigen Dörfern noch gelegentlich Plattdeutsch gesprochen wird, sind nach 1990 sehr viele Menschen weggezogen. Wie die benachbarte Uckermark zählt die Prignitz zu den am dünnsten besiedelten Teilen Deutschlands. Archäologische Orte in der Prignitz. Auf der Grünen Woche ist jedes Jahr der Stand mit Knieperkohl immer dicht umlagert. Denn diese kulinarische Spezialität gibt es nur in der Prignitz. Soweit so gut… Fünf Gründe, warum nicht nur Hobbyarchäologen in die Prignitz fahren sollten

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Einstieg in die Grabkammer des Königsgrabes von Seddin. (C): D.Weirauch

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Tallinn – die Perle der Ostsee

Jena Thüringen

Tallinn ist eine junge Stadt. Die Hauptstadt von Estland Tallinn wird auch als die Perle der Ostsee bezeichnet.  Zumindest habe ich das bei unserem Besuch im August 2016 gespürt. Estlands dynamische Hauptstadt ist wie das ganze Baltikum im Wandel. Ein Beispiel: Das Internet ist per Verfassung für jeden kostenfrei. Und: die historisch alte Stadt ist mit ihren vielen Kneipen, Bars und Restaurants  erfrischend gastfreundlich.

Was ich mir in Tallinn anschaute


Tallinn fasziniert mit einer mittelalterlichen Altstadt, die von einer zwei Kilometer langen Stadtmauer eingefasst wird, und die zu den besterhaltenen in Europa gehört.

Tallinn – die Perle der Ostsee

Das Baltikum gehört zum Schengen-Raum und dort gilt der Euro als Zahlungsmittel. Ideal also für eine Städtereise.
Tallinn entstand an einem mittelalterlichen Handelsknotenpunkt und ist heute wie einst ein wahrer Schatz. In Estlands Hauptstadt lässt sich der Spaß des Reisens mit dem Entdecken kultureller Vielfalt verbinden.

Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch
Die Alexander-Newski-Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg in Tallin, Foto: D.Weirauch
Blick von der Oberstadt auf die Skyline von Tallin, im Hintergrund das Kreuzfahrtterminal, Foto: D.Weirauch
Blick von der Oberstadt auf die Skyline von Tallinn,

Geschätzt 3 Tage benötigt allein der Kulturinteressierte, um die wichtigsten Museen von Tallinn zu besuchen.  Soviel kultur für so ein kleines volk, das hat Niveau. Estland ist der kleinste der baltischen Staaten mit nur 1,34 Millionen Einwohnern.

Kreuzfahrers Lieblingshafen ist Tallinn

Der Hafen von Tallinn ist ein bedeutender Hafen für Ostsee-Kreuzfahrten.

AIDA Mar im Hafen von Talllin
AIDA Mare im Hafen von Talllin Foto: Weirauch

Vom Hafen bis zur Altstadt, die auf der UNESCO-Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht (ähnlich wie Sanssouci und das Bauhaus in Dessau und Bernau), sind es nur wenige Schritte.

Sehenswert sind unter anderem die “Dicke Margarethe”, ein Kanonenturm in der sehr gut erhaltenen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Auch der “Lange Herrmann”, ein Turm der mittelalterlichen Burganlage auf dem Domberg, sind beachtliche Zeugen des Mittelalters. Immer wieder bestätigt sich bei meinem Besuch: Tallinn – die Perle der Ostsee.

Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch
Bereits bei einem früheren Besuch sah ich diesen Strassenmusiker am Aufgang zum Burgberg, Foto: D.Weirauch

Viele kennen meine Leidenschaft für alte Schiffe, Flugzeuge und Dampflokomiven. Deshalb ist ein Besuch des einzigartigen Schiffahrtsmuseums am Hafen von Tallinn im einstigen Seeflughafen ein Muss für mich gewesen.

Schiffahrtsmuseum im einstigen Flugzeughangar

Im historischen Hangar für Wasserflugzeuge sind rund 200 Exponate zu sehen. Darunter das U-Boot mit dem Namen „Lembit“, viele kleinere Boote, die die Entwicklungs von Fischfang und auch Schiffbau dokumentieren.

Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch
Der Eisbrecher Suur Toll im Museumshafen von Tallinn, Foto: D.Weirauch
Blick in das Seefahrtsmuseum mit einem U-Boot aus deutscher Produktion, es ist begehbar, Foto: D.Weirauch
Blick in das Seefahrtsmuseum mit einem U-Boot aus deutscher Produktion, Foto: D.Weirauch

Hauptattraktion im Freigelände ist der über 100 jahre alte Dampfeisbrecher  „Suur Tõll“.

Blick in den Museumshafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Estland Dampfmaschine Schiff
Die Maschine des Dampfeisbrechers, Foto: D.Weirauch

Segeltörn vom einstigen Olympiahafen aus

Vom Freigelände kann man weit hinaus auf das Meer, bis zum einstigen Olympiahafen von Tallinn blicken. Tallinn war ist Gastgeber der olympischen Segelwettbewerbe 1980. Wir hatten das Glück mit einem erfahrenen Skipper dort zu segeln. Dabei fühlt man sich wie ein Hafenkapitän, der die Parade der vorbeiziehenden Kreuzgahrtschiffe und Fähren abnimmt.

Segeltörn Richtung Hafen Tallin, Foto: D.Weirauch
Segeltörn Richtung Hafen Tallin, Foto: D.Weirauch

Ja, Tallinn ist eine Reise wert. Es gibt dort viel zu entdecken.

Hier gibt es weitere Informationen zu Tallinn

Anreise: Flüge aus Deutschland gibt es in die estnische Hauptstadt Tallinn. Mit Fähren von Finnland oder Schweden aus.

Informationen: Touristinfo Tallinn.

Empfehlenswertes Restaurant ist das Restaurant Rataskaevu 16

Gut wohnen kann man im Nordic Hotel Forum Tallinn.

Die "Costa Luminosa" verlässt den Hafen von Tallin, Foto: D.Weirauch

Ich danke Visit Estonia und dem Estnischen Tourismusverband für die Unterstützung bei der Recherche in Tallin und Estland.

Hier eine weitere Sehenswürdigkeit in Estland: Haapsalu, wo Ilon Wikland, die Illustratorin der Bücher von Astrid Lindgreen herkommt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Estland, die man besuchen sollte

Lahemaa Nationalpark

Lahemaa bedeutet „Land der Buchten“, dies sagt viel über Estlands größten Nationalpark, den Lahemaa rahvuspark aus. Zwei Drittel der 726 Quadratkilometer Parkfläche liegen an der Ostsee, das restliche Drittel ist Meer. Entlang der Küste mit ihren vier ins Meer hinausragenden Halbinseln wechseln sich Hochmoore mit dichten Birken-, Fichten- und Kieferwäldern ab. Dazwischen liegen sogenannte Alvare, weite steppenartige Landschaftsformen, die es sonst nur noch in Schweden gibt. Lahemaa lädt ein zur Entspannung, ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren. Wer sich für Geschichte interessiert, kann eines der schlossartigen Herrenhäuser des deutsch-baltischen Adels des 17. und 18. Jahrhunderts besuchen oder auch den 1798 erbauten Gasthof von Viitna mit seinen separaten Schankstuben für Herrschaften und Bauern.

Peipussee

Sieben Mal würde der Bodensee in den Peipussee passen: Mit 3555 Quadratkilometern Fläche ist der bei Volgelfreunden und Badegästen populäre Peipussee, Peipsi järv, das fünftgrößte Binnengewässer Europas. Die Grenze zu Russland verläuft mitten durch das 140 Kilometer lange, 50 Kilometer breite und durchschnittlich 8 Meter tiefe Gewässer. Zum Baden eignet sich das Nordufer mit geschützten Sandstränden zwischen Vasknarva und Rannapungerja.

Am See wohnen Estlands Altgläubige – Angehörige einer altorthodoxen Glaubensrichtung, die im zaristischen Russland verfolgt wurden und hierher ans westliche Seeufer flohen. Sie pflegen im Fischerort Kolkja ein kleines Museum.

Haapsalu

Nach der Anfahrt durch Wohn- und Industriegebiete überrascht die Altstadt des u 1260 gegründeten Haapsalu, Haapsal, mit gut erhaltenen Holzbauten aus dem 19. Und frühen 20. Jahrhundert und einer Promenade mit baltischem Seebad-Flair. Früher kamen die Zarenfamilie Romanow wegen der Schlammbäder zum Kuren und Peter Tschaikowski (1840-93) zum Komponieren hierher. Heute bevölkern vorwiegend estnische und schwedische Familien den Strand und die Cafés. Beherrscht wird die Stadt von den Ruinen der gewaltigen Bischofsburg, Piiskoplinnus, des Bischofs von Ösel-Wiek. Auf der Burg erhebt sich die 1270 gebaute und 1979 restaurierte einschiffige Domkirche, Toom kirik. 

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Der Dom und die Burg von Haapsalu Foto: D.Weirauch

Pärnu

Pärnu hat eine wechselhafte Geschichte. Es gehörte zu Litauen, Polen, Schweden, Deutschland und Russland, wurde 1918 estnisch und 1944 sowjetisch. Im alten Stadtkern zeugen der Rote Turm, Punane torn, und das gewaltige Tallinner Tor, Tallinna värav, von der Wehrhaftigkeit der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Sejhenswret: Eliisabeti kirik, und die orthodoxe Katharinenkirche, Jekaterina kirik

Im 19. Jahrhundert war Pärnu ein berühmter Kurort. Im Kurviertel vor dem 7 Kilometer langen Sandstrand stehen viele alte Villen und versetzen den Betrachter in der ruhigen Nebensaison in vergangene Zeiten zurück. In der Hauptsaison hingegen feiert Estlands Jugend hier lange, ausgelassene Partys.

Tartu

Im Herzen der zweitgrößten Stadt Estlands liegt der Rathausplatz, Raekoja plats, mit dem frühklassizistischen Rathaus. Den Brunnen auf dem Platz schmückt die Figur der „Küssenden Studenten“. Blickfang ist jedoch das durch eine Bodensenkung in Schieflage geratene Haus, in dem die Städtische Kunstsammlung untergebracht ist. Wenige Schritte führen auf den Domberg, Toomemägi, dessen zwei Hügel durch die Engels- und die Teufelsbrücke verbunden sind. Hier stehen die Ruinen der Domkirche, die bei einem Brand 1624 endgültig unterging, die Sternwarte und der ab 1805 gebaute Lehrsaal des Alten Anatomikums der Universität.

Mein Buchtipp:

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5 Gründe, um Luxemburg im Herbst zu besuchen

Stolz zeigt der Stadtführer ein Bild der großherzoglichen Famili,Stolz zeigt der Stadtführer ein Bild der großherzoglichen Familie, Foto: Weirauch

Bereits zweimal war Luxemburg Kulturhauptstadt Europas und steht zudem auf der Liste des UNESCO-Welterbes. 5 Gründe, um Luxemburg im Herbst zu besuchenDie Kasematten, die Kathedrale Notre-Dame de Luxembourg und der Paradeplatz sind nur einige von Luxemburgs Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale Unserer Lieben Frau sowie das Wahrzeichen der Stadt, die  Gëlle Fran, sollte man ebenso besuchen.5 Gründe, um Luxemburg im Herbst zu besuchen.

Lest hier mehr

Sehenswürdigkeiten in Stadt Luxemburg

Mit einer Fläche von 2586 Quadratkilometern ist das Land Luxemburg einer der kleinsten Flächenstaaten der Erde und (nach Malta) das zweitkleinste Mitglied der Europäischen Union. Die Mehrzahl der Sehenswürdigkeiten befindet sich in der Hauptstadt Luxemburg, auch Luxembourg geschrieben, selbst.

Blick auf den Großherzoglichen Palast in Luxemburg

Blick auf den Großherzoglichen Palast, Foto: D.Weirauch

Grab des Hauptmanns von Köpenick

Auf dem Liebfrauenfriedhof befindet sich ein Grab, das gern von deutschen Gästen aufgesucht wird. Wilhelm Voigt, besser bekannt als Hauptmann von Köpenick, verbrachte die zwölf letzten Jahre seines Lebens in der Stadt Luxemburg.

Der durch seine Köpenickiade vor nun über 100 Jahren berühmt gewordene Schustergeselle  fand auf dem Notre Dame (Liebfrauenfriedhof) in der Stadt Luxemburg seine letzte Ruhe. Das Grab gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Luxemburg. Seit 1975 pflegt die Stadt Luxemburg, Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums, das Grab.

Grab des Hauptmanns von Köpenick, Foto: Dieter Weirauch
Grab des Hauptmanns von Köpenick auf dem Liebfrauenfriedhof , Foto: Dieter Weirauch

 Philharmonie, Museen und Sterne-Restaurants

Zahlreiche neue Museen und mehrere Sterne-Restaurants laden ein. Zehn Kilometer entfernt von der Hauptstadt, in Frisange, lädt Sterneköchin Lea Linster in ihr Restaurant ein.

Ein Besuch in der Patisserie Oberweis gehört zu einem Luxemburg-Besuch
Ein Besuch in der Patisserie Oberweis gehört zu einem Luxemburg-Besuch

Ein Highlight eines Stadtrundganges auf dem Kirchberg von Luxemburg ist die Philharmonie. Der visionäre elliptische Konzertbau, der von 823 weißen Stahlsäulen getragen wird, wurde vom französischen Architekten Christian de Portzamparc gebaut, zu dessen berühmten Gebäuden auch die Französische Botschaft in Berlin zählt.

Gegenüber der Philharmonie lädt das Museum für Moderne Kunst (MUDAM) ein. Architekt des Musée d’art moderne Grand-Duc Jean ist der in New York tätige, durch die Louvre-Pyramide und den Anbau des Deutschen Historischen Museums in Berlin bekannt gewordene Ieoh Ming Pei.

Denkmal von Großherzogin Charlotte von Luxemburg auf dem Clairefontaine-Platz, Foto: D. Weirauch
Denkmal von Großherzogin Charlotte von Luxemburg auf dem Clairefontaine-Platz, Foto: D. Weirauch

Einstige Festungsstadt Luxemburg

Sehenswert sind in der Stadt Luxemburg  auch Teile des einstigen riesigen Befestigungssystems. Das Areal von früher einmal40.000 Quadratmetern Kasernen, Magazinen und Pulverdepots soll Johann Wolfgang von Goethe bei seinem Aufenthalt 1792 zu folgender Bemerkung hingerissen haben: „Wer Luxemburg nicht gesehen hat, wird sich keine Vorstellung von diesen an- und übereinander gefügten Kriegsgebäuden machen.“

Blick auf die Altstadt von Luxemburg mit dem Kloster. ©  D.Weirauch

Heute laden in den einstigen Militärbauten Museen, wie das Festungsmuseum „Drei Eichelen“,  und Kulturzentren ein. Reste der einst 875 Meter langen Stadtmauer mit ihren 37 Türmen und 15 Toren sind ebenso spannend anzusehen wie die Abtei Neumünster, die noch bis 1984 als Männergefängnis genutzt wurde. Heute ist es ein Kulturzentrum.

Mit dem gläsernen Fahrstuhl

Weiter geht es während unseres Rundganges bergan zur Corniche, dem „schönsten Balkon Europas“. Der Blick über die Unterstadt von einer Fensteröffnung der in den Fels gehauenen Kasematten ist grandios. Von den einst 23 Kilometer langen Gängen blieben 17 Kilometer erhalten.

 

Kirchberg Luxemburg, MUDAM, Museum Blick in das Museum für Moderne Kunst (MUDAM). Architekt des Musée d’art moderne Grand-Duc Jean ist Starchitekt Ieoh Ming Pei © - / D.Weirauch
Blick in das Museum für Moderne Kunst (MUDAM). Architekt des Musée d’art moderne Grand-Duc Jean ist Starchitekt Ieoh Ming Pei ©  D.Weirauch

Um schnell in die Oberstadt zu gelangen, können wir den gläsernen Fahrstuhl des in den Felsen eingefügten Museums der Geschichte der Stadt Luxemburg benutzen. Ein besseres Entree kann es nicht geben, um die Historie zu „durchfahren“.

Fels, Wein und Burgen

Zu den Luxemburger Sehenswürdigkeiten zählen auch die romantische Burg Beaufort in der Kleinen Luxemburger Schweiz (Mullerthal), die Burg Vianden, das Tal der sieben Schlösser, der Tier- und Freizeitpark Parc Merveilleux, die kleine Stadt Echternach (bekannt durch die am Dienstag nach Pfingsten veranstaltete Echternacher Springprozession),

Die Abteikirche von Echternach, Foto: D.Weirauch
Die Abteikirche von Echternach, Foto: D.Weirauch

die Burg Fels in La Rochette, das Victor-Hugo-Museum in Vianden, die prähistorischen Höhlen in Mersch sowie der Deutsch-Luxemburgische Naturpark.

Der legendäre Cassero wird auf Beaufort hergestellt, Foto: Weirauch
Der legendäre Cassero wird auf Beaufort hergestellt, Foto: Weirauch
Ein Wanderparadies: Region Mullerthal in Luxemburg
Ein Wanderparadies: Region Mullerthal in Luxemburg Foto: D.Weirauch
  • Hier finden Sie weitere Tipps zu Luxemburg
  • Info | https://www.visitluxembourg.com/deStadt | https://www.lcto.lu/de

und hier geht es zu visitluxemburg.

Hier ein Beitrag über das Grab des Hauptmanns von Köpenick, der in Luxemburg seine letzte Ruhe fand.

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Elberadweg Tschechien: Barocke Pracht

SONY DSCFähre in Decin, Foto: Klaus Klöppel

Schon seit Jahren führt der Elberadweg die Beliebtheitsskala der Radfernwege in Deutschland an. Doch wenn die Elbe das sächsische Bad Schandau erreicht, hat sie bereits ein knappes Drittel ihres Wegs zur Nordsee zurückgelegt und ist dabei vom Rinnsal zum mächtigen Fluss gewachsen. Ihr Werden kann man auf dem tschechischen Teil des Elberadwegs miterleben.

Pause am Elbufer, Foto: Klaus Klöppel
Pause am Elbufer, Foto: Klaus Klöppel

Wo die Labe entspringt

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Eisenach: Mehr als nur die Wartburg

Eisenach2016 (24)Der Markt in Eisenach, Foto: D.Weirauch

Ich fahre immer wieder gern nach Thüringen. Das Land mit seinen so freundlichen Menschen fasziniert mich. Und es überrascht mich: diese Schatzkammer der Geschichte. Nicht nur Schlösser und sehenswerte Ausstellungen, wie in Gotha oder Altenburg, Weimar oder Jena gibt es dort. Die Städte sind einfach toll.

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Eisenach ist wie Meiningen eine touristische Überraschung im Thüringer Wald. Wer über die 40.000 Einwohner zählende Stadt nur wusste, dass über ihrem Talkessel die Wartburg thront, der war spätestens seit der Fernsehserie „Familie Dr. Kleist“ schlauer.

Goethe lobte: “Die Gegend ist überherrlich”

Viele Berühmtheiten sind mit Eisenach, am nordwestlichen Rand des Thüringer Waldes gelegen, verbunden: Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Geheimrat Goethe und auch der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter. Hoch oben auf dem Berg über Eisenach aber steht das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, die Wartburg.

Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch
Hier übersetzte Luther das Neue Testament, Foto: D.Weirauch

Sie zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahr 2017 zu 500 Jahre Reformation ist dort Anstehen angesagt. Seit über einhundert Jahren haben in Eisenach Automobilbau und Entwicklung Tradition.

Eisenach: Bachhaus für den Komponisten

An den Komponisten Johann Sebastian Bach erinnert das Bachhaus. Die Besucher des Museums können im Instrumentensaal des Hauses einen Musikvortrag erleben, bei dem live auf typischen Original-Tasteninstrumenten musiziert wird.

Blick in die Ausstellung im Bachhaus Eisenach
Blick in die Ausstellung im Bachhaus Eisenach

Lutherhaus mit sehenswerter Ausstellung

Martin Luthers Beziehung zu Eisenach begann mit seiner hier 1497 einsetzenden Schulzeit und hielt ein Leben lang.

Das Lutherhaus oberhalb des Marktplatzes erinnert nicht nur an den Reformator Martin Luther, sondern beschäftigt sich auch mit der unterschiedlichen Bedeutung des deutschen Pfarrhauses.

Das Lutherhaus in Eisenach
Das Lutherhaus in Eisenach

Ja,  Ab dem 4. Mai 1521 lebte Luther für rund 300 Tage auf der nahen Wartburg, wo er das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte. Hier Infos zur Wartburg.

Blick in die Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach, Foto: Weirauch
Blick in die Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach, Foto: Weirauch

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Eisenach ist Lutherstadt

Eisenach gehört zum „Bund der Lutherstädte“. Dazu zählen unter anderem Augsburg, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Speyer, Torgau, Wittenberg und Worms.

Blick in die Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach, Foto: Weirauch
Blick in die Dauerausstellung im Lutherhaus Eisenach, Foto: Weirauch

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Eisenach liegen im Zentrum der Wartburgstadt. Etwas außerhalb befindet sich das Burschenschaftsdenkmal, ein 35 Meter hoher runder Tempel auf dem Göpel kuppe. Von dort aus blickt man über Eisenach und die gegenüberliegende Wartburg und weit über den Thüringer Wald.

Blick von der Wartburg auf das Burschenschaftsdenkmal, Foto: D.Weirauch
Blick von der Wartburg auf das Burschenschaftsdenkmal, Foto: D.Weirauch

Burschenschaften und Wartburgfest

Im Oktober 1817 trafen aus Anlass des vierten Jahrestags der Völkerschlacht bei Leipzig rund 500 Studenten und Professoren zum ersten Wartburgfest zusammen, um 300 Jahren Reformation zu gedenken und ein einheitliches und freies Deutschland zu fordern. Ein weiteres Wartburgfest folgte 1848. Seit 1850 feierte der Wingolfsbund alle zwei Jahre sein Wartburgfest in Eisenach.

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Lohnenswert ist auch der Besuch der stadtauswärts gelegenen Drachenschlucht. Damit die Natur erhalten bleibt, wurde die teilweise weniger als 80 Zentimeter breite Schlucht zum Naturdenkmal erklärt.  Richard Wagner ließ sich von der Drachenschlucht für seine Oper „Tannhäuser“ inspirieren. 1891 wurde „Tannhäuser“ dann in Bayreuth aufgeführt. Vier Begegnungen Richard Wagners mit der Wartburg sind nachweisbar, wobei die erste im April 1842 von ihm selbst als „symbolischer Vorgang“ empfunden wurde. Der Eindruck der Wartburg, die Wagner „ungemein warm“ anregte, und die Gegebenheiten der Landschaft prägten sich ihm  als wirkungsvolle Szenerie für seinen „Tannhäuser“ ein.

Eisenach: Sozialdemokratischer Erinnerungsort

Die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ – als Gründungsstätte einer der beiden Vorläuferorganisationen der heutigen SPD – gehört übrigens zu den Erinnerungsorten der deutschen Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) war eine von mehreren Vorläuferparteien der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Sie wurde am 8. August 1869 auf wesentliche Initiative von August Bebel und Wilhelm Liebknecht in Eisenach gegründet.

Autos „made in Eisenach“

Neben den Promis, wie Luther, Bach und Reuter, ist Eisenach aber vor allem wegen seiner Automobilindustrie bekannt. 1896 wurde das Automobilwerk Eisenach gegründet, das ab 1928 zu BMW gehörte und zu DDR-Zeiten den „Wartburg“ baute. Die Tradition des Automobilbaus wurde nach der Wiedervereinigung durch die Adam Opel AG fortgeführt.

Auto-Freaks sollten deshalb einen Abstecher in die Automobile Welt im Norden von Eisenach machen. In einem authentischen Werksgebäude von 1935 wird die hundertjährige Automobiltradition Eisenachs dokumentiert. Zu sehen ist unter anderem der legendäre „Dixi R 8“ aus dem Jahr 1910, aber auch der letzte „Wartburg“, der im April 1991 direkt vom Fließband ins Museum fuhr.

Wanderziele rund um Eisenach

Eisenach ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in den Thüringer Wald. Neben den klassischen Reisezielen Wartburg, Bachhaus, Lutherhaus und Rennsteig lohnt der Nationalpark Hainich nördlich der Stadt in Richtung Mühlhausen. Ebenso wie die Wartburg gehört der Nationalpark mit dem Baumkronenpfad zum Welterbe der Unesco.

  • Informationen rund um Eisenach
  • Stadtinfo: | www.eisenach.info
  • Adresse: | Touristik GmbH, Markt 24, 99817 Eisenach
  • Tel.: | 03691/79230
  • E-Mail: | info@eisenach.indo
  • Infos: | www.thueringen-tourismus.de/urlaub-hotel-reisen/index.html
  • Wandern: | https://www.rennsteig.de/
Die Wartburg am Abend, vom Wartburghotel aus gesehen, Foto: D.Weirauch
Die Wartburg am Abend, vom Wartburghotel aus gesehen, Foto: D.Weirauch

Hier findet ihr weitere Sehenswürdigkeiten in Thüringen.

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Haapsalu in Estland

Haapsalu) (26)Ilons Wunderland ist eine Mischung aus Museum und Spielhaus Foto: D.Weirauch

Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Karlsson vom Dach, die Kindern aus Bullerbü und viele andere Figuren von Astrid Lindgren sind weltbekannt. Das die kleine Stadt Haapsalu an der Westküste von Estland etwas mit Astrid Lindgren zu tun hat, das weiß ich erst seit wenigen Tagen.

Der Grund ist schnell erklärt. Aus Haapsalu, etwa eine Stunde sind wir von Tallinn aus hierher gefahren, stammt Ilon Wikland, die Illustratorin der Bücher von Astrid Lindgren.

Ilon Wikland auf einem Bild im Museum Haapsalu, Foto: D.Weirauch
Ilon Wikland auf einem Bild im Museum Haapsalu, Foto: D.Weirauch

Dann ist Haapsalu so etwas wie die geistige Vorlage von Bullerbü. Ilon Wikland lebte hier als Kind bei ihren Großeltern, im Alter von neun bis 14 Jahren, weil sich ihre Eltern getrennt hatten. 1944 floh sie in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs nach Stockholm, wo ihr Vater und eine Tante wohnten und wo sie später auch Astrid Lindgren kennenlernte.

Haapsalu – Heimat von Ilon Wikland

Haapsalu liegt an der Westküste von Estland und ist geschätzt als Kurort mit mildem Klima. Wegen ihrer vielen Wasserläufe wird die Stadt in Estland auch das „Venedig des Nordens“ oder „Venedig an der Ostsee“ genannt.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Haapsalu gehört die Pomenade. Foto: D.Weirauch
Zu den Sehenswürdigkeiten in Haapsalu gehört die Pomenade. Foto: D.Weirauch

In Haapsalu gibt es ein sehr lebendiges Museum und eine Kinderwelt. An der Ausstattung hat sich mit vielen Zeichnungen auch Ilon Wikland beteiligt. Seit 2006 gibt es das einzigartige ErlebnisZentrum Ilons Wunderland. Gegründet wurde es als Galerie und heute kann man es getrost als eine Art lebendiges Museum bezeichnen. Ein Museum zum Anfassen. Denn sämtliche Zeichnungen können aus den Schubladen genommen werden. Im Obergeschoss können Kinder, auf Voranmeldung,  Kurse veranstalten und in die bunte Welt der Geschichten von Astrid Lindgren eintauchen.

Es gibt Räume zum Basteln und Malen, zum Verkleiden, zum Spielen und zum Lesen.  Die in Stockholm lebende Künstlerin unterstützt das lebendige Museum mit Leihgaben und Inspirationen.

Mehrere Zimmer widmen sich ihrem Leben und ihren Werken. Auch ist der Koffer zu sehen, den sie am Ende ihrer Zeit in Haapsalu gepackt hat und mit dem sie ihre Heimat verließ.

In Haapsalu steht der Alte Bahnhof, er beherbergt das Estnische Eisenbahnmuseum Foto: D.Weirauch,
In Haapsalu steht der Alte Bahnhof, er beherbergt das Estnische Eisenbahnmuseum Foto: D.Weirauch,

Mir hatte es während des Besuches dort „Karlsson vom Dach“ besonders angetan. Der kleine, dicke Kerl, der mit einem kleinen Propeller auf dem Rücken fliegen kann. Im Obergeschoss gibt es den „Karlsson-Raum“, der nach Entwürfen von Ilona Wikland gestaltet wurde – samt Kindermöbeln und Schaukelpferd.

Von September bis April ist das dreistöckige Haus geöffnet, wo sich eine Galerie, ein Ausstellungssaal, Karlssons Zimmer, Ilons Küche und Spielzimmer befinden, in dem Basteln und Thementage stattfinden.

Von Mai bis August steht den Besuchern auch der Hof des Wunderlandes mit dem Haus von Mattias und dem Bastelschuppen zur Verfügung, wo man viel Interessantes basteln kann. Im Hof kann man sich im Präzisionswerfen, Stelzenlauf, Fischfang, Schauspielkunst und in Sandkastenspielen auf die Probe stellen.

Informationen zum Kinderhaus und Ilon Wunderland

Das Haus, in dem Ilon Wikland ihre Kindheit verbrachte, kann nur von außen besichtigt werden. Es befindet sich befindet sich in Haapsalu an der Kreuzung der Straßen Linda und Rüütli. Dorthin gelangt man, wenn man vor der Bischofsburg vom Schlossplatz (Lossiplats) in die Kooli-Straße spaziert, dann nach links abbiegt und danach die Rüütli-Straße erreicht.

Informationen zum Themenpark Ilon Wunderland

Adresse: Ilon’s World of Wonders,  Kooli 5, Haapsalu 90502, Estland  +372 473 7065, Mail: imedemaa@salm.ee

 

Zur Kur nach Haapsalu in Estland

Nach Haapsalu zur Kur zu fahren, war im 18. Jahrhundert geradezu schick. Aus dieser Zeit stammen einige der ältesten Holzhäuser. In einem hat Zar Peter I. übernachtet, als er 1715 in Haapsalu war.

In einige der alten Villen laden Restaurants ein. Foto: D.Weirauch
In einige der alten Villen laden Restaurants und Cafes ein. Foto: D.Weirauch

In die Wand eingemauert

Haapsalu hat mehrere Museen, ich glaube fünf. Ein weiteres, das man unbedingt besuchen sollte ist die Burg mit dem Dom. Ein teil ist als Ruine erhalten und wird als Freiluftmuseum genutzt. Spannend ist der Dom. Vor allem die Geschichten darum. Sie drehen sich um die Weiße Frau und die Burg, die zu Haapsalus wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört. Sie stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und ist noch in weiten Teilen erhalten.

Man kann ein Museum besichtigen, das die Geschichte Haapsalus seit der Zeit erzählt, als der Bischof in der Burg nicht nur ein mächtiger Mann, sondern sogar Oberhaupt eines Kirchenstaats war. Wer etwas Kondition mitbringt, steigt auf den Glockenturm. Von oben lässt sich die Stadt gut überblicken. Und auch eine Domkirche gibt es, die sich sehen lassen kann, die zu Sowjetzeiten als Getreidespeicher genutzt wurde.

Der Dom und die Burg von Haapsalu Foto: D.Weirauch
Der Dom und die Burg von Haapsalu Foto: D.Weirauch

Vielen Besuchern bleibt allerdings vor allem die Geschichte von der Weißen Frau in Erinnerung: Sie ist in Vollmondnächten am Fenster der Taufkapelle zu sehen, die an die Domkirche grenzt.

Es heißt, im Mittelalter habe sich einer der jungen Domherren in eine genauso junge Frau verliebt und sie sich wiederum in ihn – dabei war Frauen schon das Betreten der Burg verboten. Der Domherr schmuggelte seine Geliebte als Mann verkleidet in den Kirchenchor.

Blick in die Domkirche von Haapsalu Foto: D.Weirauch
Blick in die Domkirche von Haapsalu Foto: D.Weirauch

Natürlich flog das auf, er landete im Burgverlies, sie ließ der Bischof in die Wand der Kapelle einmauern. Und so starb sie einsam eines grausamen Todes.  Angeblich soll sie zu bestimmten Zeiten noch jammern und ihr Leid klagen.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Haapsalu gehören neben dem imposanten Bischofsschloss vor allem die Pomenade.

Haapsalu ist reich an Jugendstil-Villen, die nach und nach restauriert werden. Das wahrscheinlich älteste heute noch erhaltene Denkmal für Friedrich Schiller steht laut Wikipedia seit 1957 im Läänemaa Museum der Stadt. Es wurde 1813 auf der nahegelegenen Halbinsel Puhu (deutsch Pucht) von Dorothea Augusta von Rosen (1781–1826), einer Bekannten von Schillers Frau, errichtet.

Sage von der Weißen Dame

Die Sage von der Weißen Dame erzählt, dass sich einst ein Domherr in ein Mädchen verliebte und dieses als Chorknabe verkleidet in das Schloss des Bischofs geschmuggelt haben soll. Als man die Liaison aufdeckte, wurde der Domherr in den Kerker geworfen, wo er verhungerte. Das Mädchen soll lebendig in die Wand der gerade im Entstehen begriffenen Kirche eingemauert worden sein. Seither erscheint dort im mittleren Fenster in den Vollmondnächten des August ein greller Schatten, der Ähnlichkeit mit den Umrissen einer Frauengestalt haben soll. anlass um alljährlich im August das Festival „Zeit der Weißen Dame“ (Valge daami aeg) zu veranstalten. Platz genug bietet die Burg mit ihren Freilichtbühnen und Wiesen drumherum genug.

Eisenbahnmuseum Haapsalu

Der Bahnhof Haapsalu schrieb Geschichte. Zumindest heißt es, dass kein überdachter Bahnsteig in Europa zur Zeit seiner Entstehung im Jahr 1907 länger war als der von Haapsalu, nämlich 214 Meter. Mit den zügen reiste nvor alle maudie kurgäste aus der Hauptstadt Tallinn und von weiter her. Zu den Gästen zählten  u.a. Pjotr Tschaikowski und der Maler Nikolai Roerich.

Diese Lok aus russischer Produktion war bis 1988 im Einsatz, Foto: D.Weirauch
Diese Lok aus russischer Produktion war bis 1988 im Einsatz, Foto: D.Weirauch

Nach Einstellung des Zugverkehres 1995 wurde das Eisenbahnmuseum eingerichtet. Es ist das nationale Eisenbahnmuseum Estlands.

Interessant für Radfahrer: vom Eisenbahnmuseum aus verläuft ein rund 50 Kilometer langer Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse bis Riisipere, wo wieder Bahnanschluss nach Tallinn besteht. Denn Estland ist noch ein Geheimtipp für Radtouristen. Bei meinem Hinflug hatte ich auf dem Flughafen Belrin-Tegel zwei Radfahrer getroffen, die mit Begeisterung von einem 500 kilometer Rundkurs auf asphaltierten Straßen erzählten.

Der 1906 erbaute überdachte Bahnsteig des Bahnhofes war einst Europas längster, Foto: D.Weirauch,
Der 1906 erbaute überdachte Bahnsteig des Bahnhofes war einst Europas längster, Foto: D.Weirauch,

Informationen zu Haapsalu

Anreise: Flüge aus Deutschland von Berlin und Frankfurt nach Tallinn, Dauer ca. 2,5 Stunden. Haapsalu ist etwa eine Autostunde entfernt in südwestlicher Richtung.

Informationen: Haapsalu Touristeninformation, Karja tn 15, Tel.: 0372/473 32 48, E-Mail: haapsalu@visitestonia.com.

Gut essen im Restaurant Kärme Küülik

Übernachten in Hapsalu Dietrich Gästewohnungen

oder Haapsalu Harbour Gästehaus.

Die schicken Gästewohnungen von Hapsal Dietrich liegen im Herzen der Altstadt von Haapsalu, direkt gegenüber der Mauer der Bischofsburg. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Wohnungen, die frisch renoviert sind (2016) und bei deren Bau und hochwertige Materialien verwendet wurden. In den Wohnungen gibt es eine größere Anzahl von estnischen Design- und Handarbeitsprodukten. Alle Wohnungen haben eine sonnige Terrasse oder einen Balkon. Im Innenhof, der den Gästen zur Verfügung steht, gibt eine schöne Grünfläche und eine gratis Parkstelle für alle Wohnungen
Mehr Infos finden Sie hier: www.hapsaldietrich.ee

Hier mein Beitrag über den Besuch in Tallin.

Mein Buchtipp:

Informationen

Estland ist das nördlichste Land im Baltikum. Es grenzt an Lettland, Russland und die Ostsee.

Essen und Trinken
Traditionell wird schon morgens warm gegessen. Zu einem guten Essen ghört ein Bier “Head isu” (“Haut rein”) hört man häufig, wenn man mit den Einwohnern gemeinsam speist.

Einreise
Da Estland Mitglied der Europäischen Union sowie des Schengen-Visaraums ist, kann man aus anderen EU-Staaten visumfrei mit Reisepass oder Personalausweis einreisen.

Notrufe
+Allgeminer Notruf: 112
+Deutsche Botschaft: Toom-Kuninga 11, Tallinn