Potsdam

Hier finden Sie Interessantes zur Stadt Potsdam und Umgebung. Viele Ideen die den Besuch der Landeshauptstadt von Brandburg noch spannender machen ,werden hier einfach und verständlich erklärt. Es geht darum keine langen Geschichten über Potsdam in einem Monolog darzulegen sondern die Geheimtipps denen zu geben die wirkliches Interesse in Potsdam haben.

1 Stunde wegFontanePotsdam

365 Tage bis zum Start von “fontane.200”

Fontane - 2018 (4)

Theodor Fontanes 200. Geburtstag wirft seine Schatten voraus. Wir werden hier ueber verschiedene Aspekte zum Leben und Werk des beruehmten Autors berichten. In einem Jahr, am 30.03.2019, wird das Fontanejahr 2019 offiziell in der Neuruppiner Kulturkirche und mit dem Beginn der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum von Neuruppin eröffnet. Für Ungeduldige bieten bereits die naechsten Monate einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Feierlichkeiten. Darueber informiert Kulturland Brandenburg in einer Pressemitteilung.

Hier einige Hoehepunkte: So kuendigen die Fontane-Festspiele in Neuruppin vom 19. bis 20. Mai 2018 die Vielfalt des Fontanejahres an. Jürgen Kuttners Uraufführung der Fontane-Video-Schnipsel-Show, Frank Matthus Vorschau auf sein opulentes Theaterprojekt 2019, das Fontane-Lyrik-Projekt No.5 sowie das Europäische Festival der Reiseliteratur »Neben der Spur« gehören zum Programm der Festspiele.

365 Tage bis zum Start von “fontane.200”

Eine weitere Aussicht auf das Jubiläumsjahr geben Veranstaltungen zu den Wanderungen auf Fontanes Spuren, beispielsweise im Spreewald und in Paretz, ab Herbst 2018. Im Schloss Paretz gibt es eine musikalische Lesung zum 199. Geburtstag des Autors, gefolgt wird ihm nach Schottland und durch sein Werk.  Das Spreewald-Museum in Lübbenau stellt ab November 2018 in einer Ausstellung den Berliner Maler und Grafiker Manfred Pietsch als Chronisten der Mark Brandenburg vor. Zur Weihnachtszeit erfahren die Besucher*innen des Schlosses Lübben bei einer Lesung alles über »Weihnachten im Hause Fontane«.

Ausführliche Informationen zum Programm in 2018 und im Fontanejahr 2019 befinden sich auf den Webseiten www.fontane-200.de und www.fontane-festspiele.com. Die Vorbereitungen des Fontanejahres können über die Social-Media Kanäle facebook.com/fontane200 und twitter.com/fontane200 verfolgt werden.

In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch
In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 von Neuruppin wurde Fontane geboren Foto: Weirauch

Veranstaltungen 2018

Fontane-Festspiele 2018 »Absolut fontastisch«

  1. und 20. Mai 2018, Fontanestadt Neuruppin

Führungen zu Fontane

  1. September 2018 und 29. Oktober 2018, jeweils um 16 Uhr, Paretz

Pietsch trifft Fontane. Malerei und Literatur. (Ausstellung)

  1. November 2018 bis 24. März 2019, Spreewald Museum Lübbenau

Weihnachten im Hause Fontane (Lesung)

  1. Dezember 2018, Schloss Lübben (Spreewald)

Schloss Luebben im Spreewald Foto: Weirauch

Musikalische Lesung Nr. 1

  1. Dezember 2018, 15 Uhr, im Schloss Paretz
  2. Schloss Paretz im Havelland, Foto: Weirauch
    Schloss Paretz im Havelland, Foto: Weirauch

Wanderungen auf Fontanes Spuren

  1. Dezember 2018, 14 bis 16 Uhr, Burg (Spreewald)

Unter dem Titel »fontane.200« feiert Brandenburg vom 30. März bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019 den 200. Geburtstag des großen Autors in Kooperation mit zahlreichen Programmpartnern und einem breitgefächerten Veranstaltungsprogramm im ganzen Land und darüber hinaus.

Die Aktivitäten der Fontanestadt Neuruppin bilden einen zentralen Ausgangspunkt der Festivität zu »fontane.200«. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, die Leitausstellung »fontane.200/Autor« im Museum Neuruppin, die Fontane Festspiele und interaktive Jugendprojekten sind die Highlights der Stadt.

Kulturland Brandenburg präsentiert 2019 das Themenjahr ebenfalls mit rund 40 Partnerprojekten unter dem Titel »fontane.200/Spuren«: Im gesamten Bundesland finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Tanz, Film und zeitgenössische Kunst sowie kulturtouristische Angebote statt. Die Ausstellung »fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten« des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er?

Wer waren seine Informanten und Begleiter? Zum wissenschaftlichen Höhepunkt von fontane.200 lädt das Theodor-Fontane-Archiv ein. Der mehrtägige internationale Kongress zum Thema »Fontanes Medien (1819–2019)« setzt sich mit der Bedeutung der Medien für Theodor Fontanes Werk und die Historizität wie Aktualität des Schriftstellers und Medienarbeiters Fontane auseinander. Mit dabei auch die  Theodor Fontane-Arbeitsstelle, Seminar für Deutsche Philologie bei der Georg-August-Universität Göttingen 

fontane.200 wird konzipiert und koordiniert durch das fontane.200/Büro. Eine Kooperation der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH mit der Universität Potsdam.

Hier bereits einige Beiträge auf einfachraus.eu zu theodor fontane:

+ Ribbeck im Havelland

+ Neuruppin

+ Berlin

+ /Erik Lohrenz und Robert Rauh “Fünf Schlösser

 

PotsdamReise

Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland

Radfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada QuenzelRadfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada Quenzel

Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland Vom Tagebaurevier zum Wasserparadies: Die Landschaft des Lausitzer Seenlandes zwischen Berlin und Dresden vollzieht eine spektakuläre Metamorphose. Radfahrern bieten sich auf leichten Touren unterschiedlicher Länge immer wieder spannende Ein- und Ausblicke.

Das Lausitzer Seenland ist kein gewöhnliches Radreiseziel. Es ist eine Landschaft im Wandel. Wer die Region zwischen Berlin und Dresden erkundet, kann derzeit noch alle Phasen der Rekultivierung einer einstigen Tagebauregion erleben: vom aktiven Tagebau bis zur idyllischen Seenlandschaft mit Jachthafen und hellen Badestränden.

Blick in den Tagebau_Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland_Nada Quenzel
Blick in den Tagebau_Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland_Nada Quenzel

Es ist ein Prozess, den man nicht alle Tage erlebt – und der sich hier nur einmal ereignen wird. Genau das macht diese Region zu einem ganz besonderen Tipp. Vier Fahrradtouren führen zu den beeindruckenden Zeugnissen des Wandels.

Gartenstädte -Tour

Zur Geschichte des Bergbaus gehört die Geschichte ihrer Arbeiter. Die Gartenstädte-Tour führt an grünen Alleen, blühenden Beeten und vom Jugendstil geprägten Mehrfamilienhäusern vorbei, den einstigen Wohnorten der Bergmänner. Anfang des 20. Jahrhunderts schuf die Ilse Bergbau AG mit der Gartenstadt Marga und der Gartenstadt Erika lebenswerte Wohnsiedlungen für ihre Angestellten, die im Kontrast zu den bisherigen tristen Arbeitersiedlungen standen. Zwischen den Häusern entstanden Gärten und Grünflächen, im Zentrum Einkaufsmöglichkeiten und Gasthäuser. Die Tour führt durch die Gartenstädte Marga, Erika und Lauta-Nord. Führungen durch die Gartenstadt Marga sind auf Voranmeldung möglich.

Vom Bergmann zum Seemann

Für Radfahrer, die an einem Tag den Landschaftswandel im Lausitzer Seenland erleben wollen, empfiehlt sich die 49 Kilometer lange Tour „Vom Bergmann zum Seemann“. Die auf ebenen, vorwiegend asphaltierten Wegen verlaufende Radtour beginnt am Ufer des stillgelegten Tagebaus Meuro und künftigen Großräschener Sees. Sie führt vorbei am aktiven Tagebau Welzow-Süd mit seinen Großgeräten, über künftig schiffbare Kanäle, zum Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ bis zum Senftenberger See.

"Eiserner Nagel" als Landmarke am Senftenberger See Foto: Weirauch
“Eiserner Nagel” als Landmarke am Senftenberger See Foto: Weirauch

Die  Seenland-Route

Die Seenland-Route ist ein 186 Kilometer langer Fernradweg, der an 16 Seen vorbeiführt. Auf breiten, flachen und asphaltierten Uferwegen lässt sich beobachten, wie aus den Tagebaulöchern zauberhafte  Wasserlandschaften entstehen. Startpunkt ist das Besucherzentrum IBA-Terrassen am Großräschener See, der nach elf Jahren Flutung in diesem Jahr fertig gefüllt sein wird. Die Tour führt an in Flutung befindlichen Seen vorbei, aber auch an seit vielen Jahren erschlossenen. Badestrände laden zum Abkühlen im glasklaren Nass ein und Boote zur gemütlichen Rundfahrt. Ein Stopp lohnt sich am Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ am Sornoer Kanal. Von oben schweift der Blick über vier große Gewässer. Beliebt ist zum Abschluss der Radtour eine Floßfahrt auf dem Senftenberger See. Das Floß ist leicht zu bedienen und kann ohne Führerschein selbst gesteuert werden.

Blick auf den Senftenberger See Foto: Weirauch
Blick auf den Senftenberger See Foto: Weirauch

Die Seenland-Route kann als Pauschale mit Tagesetappen zwischen 30 und 45 Kilometern, als Familienradreise mit Floßfahrt oder individuell zusammengestellt werden. Radlerfreundliche Unterkünfte entlang der Strecke bieten sichere Fahrradstellplätze, Trockenräume für nasse Kleider und Lunchpakete an.

Niederlausitzer Bergbautour

150 Jahre lang wurde in der Lausitz Braunkohle gefördert. Wie das Land und Leute geprägt hat, erfahren Radfahrer auf der 500 Kilometer langen Niederlausitzer Bergbautour durch den Süden Brandenburgs und Norden Sachsens. Imposant sind die Aussichten auf die drei noch aktiven Abbaufelder. Schwere, turmhohe Maschinen verlieren sich fast in der Weite.

Auch die größte bewegliche Maschine der Welt, die Förderbrücke F60, ist über einen Abstecher zu erreichen. Bei geführten Rundgängen auf dem über 500 Meter langen liegenden „Eiffelturm der Lausitz“ entdecken Besucher bei guter Sicht sogar die Sächsische Schweiz in der Ferne. In Forst dokumentiert das Archiv verschwundener Orte in einer Ausstellung die Geschichte der 136 Orte, die in der Lausitz dem Tagebau weichen mussten. Die Energiefabrik Knappenrode zeigt, wie Kohle verarbeitet wurde.

Aber auch die Rekultivierung spielt auf dieser Tour eine wichtige Rolle. Silber-, Dreiweiberner und Senftenberger See sind ideal für Badepausen oder ein Picknick. Ein Teufel ist das Maskottchen der Niederlausitzer Bergbautour. Auf einem Fahrrad sitzend weist er Gästen den Weg. Einer Legende nach soll er einst die Kohle vor den Lausitzern tief in der Erde versteckt haben.

Weitere Tourenvorschläge für Radwanderer, sportliche Radfahrer, Familien, Genussradler, Senioren und Handbiker sowie Unterkunftsmöglichkeiten hat der Tourismusverband Lausitzer Seenland auf seiner Webseite zusammengestellt:

www.lausitzerseenland.de

Potsdam

Ein Ayurveda – Kurzentrum für Potsdam

LandgutNedlitz (6)

Der Potsdamer Norden wird immer attraktiver. Im Ortsteil Nedlitz, am Lerchensteig in der Nähe des Weissen Sees, eröffnet im Frühjahr die erste deutsche Dependance der Ayurveda-Marke Ashoka.

Ein Ayurveda – Kurzentrum für Potsdam

Wie auf der Homepage Landgut-Nedlitz.de zu erfahren ist, wird die neue Wellness-Oase von der Ayurveda-Expertin Birgit Moukom geführt. Der in den 30er Jahren erbaute Gebäudekomplex wurde in den letzten Jahren von der Berliner Investorin und Ayurveda-Liebhaberin, Michaela Glampe-Irmscher mit Leidenschaft restauriert.

1 Stunde wegPotsdamSchlösser und Burgen

UNESCO-Welterbe: Schloss Sanssouci in Potsdam

Sanssouci - 2018 (11)

Zu Friedrichs 306. Geburtstag am heutigen 24. Januar 2018 war eine Menge los an seinem Grab auf der obersten Terrasse. Wie jedes Jahr versammelten sich seine Fans und Verehrer, darunter auch eine Abordnung einer Gardeeinheit aus Berlin.

 

Schloss Sanssouci adelt Potsdam. Es ist das berühmteste aller Preußenschlösser. Und hat die wohl meisten Besucher pro Jahr. Kein Schloss sorgte aber in seiner Entstehungszeit so für Ärger wie Sanssouci, das Schloss ohne Sorge oben auf dem Weinberg am Rande Potsdams.

Schloss Sanssouci in Potsdam am 24. Januar 2018, Foto: D.Weirauch
Schloss Sanssouci in Potsdam am 24. Januar 2018, Foto: D.Weirauch

Und das nur, weil ein eigenwilliger König, Friedrich der II. von Preußen, auch Friedrich der Große genannt,  sich in  Planung und Bauausführung einmischte. Im Januar 2012 jährte sich dessen Geburtstag zum 300. Mal. Am 13. Januar 1745 verfügte Friedrich der Große in einer Kabinettsorder den Bau eines „Lust-Hauses zu Potsdam“.

Sanssouci aus der Luft im Jahr 2016, Foto: D.Weirauch
Sanssouci aus der Luft im Jahr 2016, Foto: D.Weirauch

Nach dessen Skizzen fertigte der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der später auch in Berlin mehrere bedeutende Bauten für den König errichtete,  Entwurfszeichnungen an. Den Vorschlägen Knobelsdorffs, das Gebäude durch ein Sockelgeschoss zu erhöhen, zu unterkellern und bis nahe an den Rand der obersten Terrasse zu stellen, um dem Gebäude vom Parterre aus gesehen eine bessere Wirkung zu verleihen, widersprach Friedrich.

Foto: Bernd Kroeger © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Foto: Bernd Kroeger © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Er wünschte kein repräsentatives Gebäude, sondern ein intimes Wohnschloss im Stil des Rokoko, das nur seinen privaten Bedürfnissen entsprach. Einen ebenerdigen Bau, dessen Sockel der Berg war, ein „maison de plaisance“, ohne eine Vielzahl von Stufen, um vom Innenraum direkt auf eine breite Terrasse und von dort in den Garten zu gelangen.

Vom Schloss: Bester Blick in den Park

Die autokratische Wesensart Friedrichs des Großen schränkte somit auch die baukünstlerischen Vorstellungen Knobelsdorffs ein, der die eigenwilligen Wünsche seines Auftraggebers architektonisch umzusetzen hatte. Nach nur zwei Jahren Bauzeit fand dann am 1. Mai 1747 die Einweihung des Weinbergschlosses statt, obwohl noch nicht alle Räume fertiggestellt waren.

Park Sanssouci Foto: Radke

Außer in Kriegszeiten lebte Friedrich dort in den Sommermonaten von Ende April bis Anfang Oktober. Das Gebäude war nur für den König und von ihm ausgewählte Gäste konzipiert. Seine Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, mit der er seit 1733 verheiratet war, besuchte  Sanssouci (frz. sans souci „ohne Sorge“) nie. Sie wohnte im heute zum Stadtbezirk Pankow gehörenden Schloss Berlin-Niederschönhausen.

Foto: Hans Christian Krass © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Foto: Hans Christian Krass © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

„Eine ausgelassene Gesellschaft von Bachhantinnen und Bacchanten aus Sandstein nimmt das Motiv des Weinberges wieder auf und gibt sich ganz „sans souci“ – ohne Sorge.“ schwärmt der der im Prestel Verlag erschienene Führer über das Schloss. Im Ehrenhof wird der Gast von einer majestätischen Säulenkolonnade empfangen. Diese fast klassizistische Ansicht betont den offiziellen Charakter.

Am Schloss Sanssouci, Foto: D. Weirauch

Der König war im Weinbergschloss nicht nur geistvoller Gastgeber, sondern in erster Linie König. Im Marmorsaal, der durch acht korinthische Säulenpaaare aus Cararamarmor gegliedert ist, fanden die berühmten „Tafelrunden“ statt. Der Raum erinnert an das Innere des Pantheon in Rom. Während der Führung durch das Refugium kann auch die Bibliothek erlebt werden. Es ist der intimste Raum des Schlosses und einer der schönsten des friderizianischen Rokokos. Auch das Konzertzimmer gehört zu den schönsten Innenräumen des gemeinsam mit Schlössern in Berlin und Potsdam zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Weinbergschlosses.

Carl Philipp Emanuel Bach spielte im Konzertzimmer

Adolph Menzel hat das Musikzimmer im Schloss Sanssouci eindrucksvoll in seinem berühmten Gemälde „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ verewigt. Den Mittelpunkt des Gemäldes bildet Friedrich der Große, die Querflöte im Ansatz, das Notenpult mit Kerzen beleuchtet. Er wird vom Cembalo und einer Streichinstrumentengruppe begleitet.

Ich erinnere mich an das bild, das bei meinem Großeltern hing: Rechts im Bild steht ein älterer Zuhörer, den Blick nicht dem König zugewandt, sondern auf den Boden gerichtet. Es ist der Flötenlehrer Friedrich des Großen, Johann Joachim Quantz. Am Cembalo sitzt Carl Philipp Emanuel Bach. 28 Jahre stand Bach im Dienst des Königs.

Später kamen zwei Seitenflügel hinzu

Unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. wurde Schloss Sanssouci 1840–1842 durch Umbau und Verlängerung der zwei Seitenflügel erweitert. Ludwig Persius erstellte die Entwurfszeichnungen. Mit der örtlichen Bauaufsicht wurde Ferdinand von Arnim beauftragt.

Der Westflügel oder auch Damenflügel war als „Logierzimmer für Hofdamen und Fremde“ vorgesehen. Im Ostflügel wurde die Küche untergebracht. Die Küche wurde nach 1990 mit Spenden von August Oetker wiederhergestellt und kann besichtigt werden. Auch der Weinkeller ist durch Sponsorenhilfe und Weinkennern  sogar mit Weinen aus den damaligen Anbauregionen gefüllt worden. Zum 300.Geburtstag Friedrichs wurden den die Menüdolgen ausgewertet. Lieblingswein des Königs war übrigens der französische Bergerac.

Durch die Kolonnaden des Ehrenhofes erblickt man den Ruinenberg. Auf ihm befindet sich das Staubecken, das die Fontänen im Garten mit Wasser versorgt. 1748 wurde es mit künstlichen Ruinen zu einer antiken Landschaftsstaffage geformt.

Aber kein anderes Schloss ist so mit der Persönlichkeit Friedrichs des Großen verbunden wie Schloss Sanssouci. Der Name Sanssouci – ohne Sorge – ist dabei als Wunsch und Leitmotiv des Königs zu verstehen, denn hierher zog er sich mit seinen Hunden am liebsten zurück. Sein Sommersitz war ihm zuletzt Lieblingsort und wichtiges Refugium in schwierigen Zeiten. Im Winter wohnte er in Berlin oder im Potsdamer Stadtschloss.

Schloss Sanssouci in Potsdam, Foto: Dieter Weirauch
Schloss Sanssouci in Potsdam, Foto: Dieter Weirauch

Die allesamt festlichen Räume von Sanssouci sind geprägt von Eleganz und stilvoller Prachtentfaltung. Sie lassen aber auch die Liebe des Königs zu der herrlichen Umgebung, dem preußischen Arkadien, deutlich spüren. Bemerkenswert ist, dass sich der König auf der obersten Weinbergterrasse in einer Gruft beisetzen lassen wollte. Auch im Tode wollte er seinem Sanssouci nahe sein. Sein testamentarischer Wunsch ist allerdings erst 1991 in Erfüllung gegangen.

Friedrichs Grab am Schloss Sanssouci in Potsdam, Foto: D. Weirauch
Friedrichs Grab am Schloss Sanssouci in Potsdam, Foto: D. Weirauch
Grab Friedrch der Große am Schloss Sanssouci, Foto: D.Weirauch

Zum Ensemble des Schlosses Sanssouci gehören auch die prachtvolle Bildergalerie sowie das Schloss Neue Kammern.

Die langjähruige Kustodin der Stiftung Saskia Hünecke schwärmt: “Das Schloss Sanssouci mit seinen Terrassen stellt den geistigen Mittelpunkt dar, dem sich alles Umliegende unterordnet – ganz in barocker Tradition.”

Die Hauptallee, deren Endpunkte zum einen ein Obelisk und zum anderen das Neue Palais bilden, erstreckt sich über 2,5 km. Sternförmig verlaufende Wege und Sichtachsen, verschlungene Pfade, die Mischung aus Zier- und Nutzgärten sowie zahlreiche Statuen, Fontänen und Teiche rhythmisieren und schmücken das Areal. Eingeflochten in den angrenzenden Landschaftspark, der im Wesentlichen die Handschrift Peter Joseph Lennés trägt, sind eindrucksvolle Bauten wie die Orangerie, das Neue Palais, die Bildergalerie, das Chinesische Haus, die Römischen Bäder und Schloss Charlottenhof.

  • Informationen zu Schloss Sanssouci

  • Adresse: Maulbeerallee, 14469 Potsdam
  • Öffnungszeiten/Preise:
  • Januar bis März
  • Gültig 02.01.2018 – 29.03.2018
  • Montag: geschlossen
  • Dienstag – Sonntag: 10:00 – 16:30
  • April bis Oktober
  • Gültig 30.03.2018 – 31.10.2018
  • Montag: geschlossen
  • Dienstag – Sonntag: 10:00 – 17:30

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit

Der Besuch von Schloss Sanssouci ist an feste Einlasszeiten gebunden. Karten sind ab 10:00 Uhr für den jeweiligen Tag an der Schlosskasse erhältlich. Da die Anzahl der Eintrittskarten pro Tag begrenzt ist, empfehlen wir Ihnen, Ihr Ticket frühzeitig im Online-Ticketshop zu buchen.

Schloss Sanssouci in Potsdam am 24. Januar 2018, Foto: D.Weirauch
Schloss Sanssouci in Potsdam am 24. Januar 2018, Foto: D.Weirauch

Besichtigung mit Führung oder Audioguide

Preis: 12.00 € ermäßigt: 8.00 €

Kartenvorverkauf hier: https://tickets.spsg.de

Hier geht es zu meinem kleinen Text zum Flötenspieler von Sanssouci, den ich im März 2014 dort besuchte.

Hier zur informativen Seite der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg.

Wer weitere informationen zu den deutschen Welterbestätten auf dem UNESCO-Welterbe sucht, der wird hier fündig.

Ebenso auf der Seite des UNESCO-Welterbevereines mit Sitz in Quedlinburg.

Hier unsere Impressionen eines Winterspazierganges durch den Park von Sanssouci.

Baedeker Reiseführer Berlin, Potsdam

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Potsdam

Wieder LebensArt in Kartzow

Kartzow-erge (4)Schlosspark Kartzow im April: LebensArt

Bereits in wenigen Wochen werden die Weichen für die Gartensaison 2018 gestellt. Passend zur beginnenden Vegetationsperiode kommt die bekannte Ausstellung LebensArt in den Schlosspark von Schloss Kartzow bei Potsdam. Vom 13. bis 15. April können sich Gartenfreunde – und solche, die es werden wollen – neue Inspirationen holen.

Der Frühling beginnt ….

mit der LebensArt

Der Stadtgarten, bei dem Hinterhöfe, Dachterrassen und Balkone zu kleinen grünen Oasen werden, ist im Trend. Kräuter und Nutzpflanzen bilden mit Stauden und Blumen eine Einheit. Moderne Pflanzgefäße, kleine Brunnen und hochwertige Möbel machen die Freiluftoase zum zweiten Wohnzimmer im Freien. Multifunktion ist dabei Trumpf: Hochwertige Tische, die zusätzlich über eine Grillfunktion verfügen, sorgen für viel Spaß in geselliger Runde. All das und noch viel mehr bietet die LebensArt im Schlosspark auf Schloss Kartzow.

Auch in Sachen Farbe gibt es einen neuen Trend: Grün ist die Farbe der Saison! Frisches Frühlingsgrün harmoniert dabei wunderbar mit dunklen Olivtönen. Mit zusätzlichen Farben lässt sich der grüne Look variieren: Mit blau wird es maritim, mit gelb farbenfroh strahlend und mit dezenten Grautönen modern. Witzige Accessoires, wie Gartenzwerge in Neon-Farben, bringen ein Augenzwinkern in den gar nicht spießigen Stadtgarten.

 Aktuelle Gartentrends

Speziell für Gartenneulinge ist die LebensArt im Schlosspark von Schloss Kartzow ein lohnendes Ziel. Fachgärtnereien beraten vor Ort, welche speziellen Anforderungen die Pflanzen an ihre neue Umgebung stellen. Dass ein blühender Garten gar nicht aufwendig sein muss, vermittelt Niels Gade von HeucheraWelt aus Stahnsdorf. Neben dem Purpurglöckchen, das auch an schattigen Standorten aufs Beste gedeiht, bietet er die Staude des Jahres 2018, die Hemerocallis, an. Die Taglilie, wie sie auch genannt wird, ist in puncto Pflegeleichtigkeit und Schönheit den meisten Pflanzen weit überlegen. Einmal gepflanzt und ordentlich gedüngt verlangt sie nicht mehr und nicht weniger als eine gute Wasserversorgung und einen windgeschützten Standort. Da sie auch im Topf kultiviert werden kann ist die Taglilie ideal für den Balkon und bestens geeignet für Berufstätige und Garteneinsteiger.

Zusätzliche Tipps bietet Niels Gade in seinen täglichen Staudensprechstunden, die er direkt an seinem Stand hält. Mit 70 Sorten der blühfreudigen Staude kommt er nach Schloss Kartzow, da ist garantiert für jeden die passende Sorte oder Farbe dabei.

Sonderschau TierArt

Ein weiterer Trend, den die Macher der LebensArt erstmals präsentieren, ist das Thema TierArt. Mit einer Sonderschau, an der sich rund zehn Firmen beteiligen, wird des Deutschen liebstes Kind, der Hund oder die Katze, entsprechend gewürdigt. Hochwertiges Zubehör wie handgefertigte Leinen und Halsbänder, Reisetaschen und Betten und sogar Modisches wie wärmende Hundemäntel warten hier auf ihre neuen Besitzer. Sogar luxuriöse Katzenkratzbäume für Stubentiger werden angeboten. Auch die Ernährung der lieben Kleinen kommt nicht zu kurz: gesunde Leckerlis aus Insekten, hausgemachte Kekse aus kleinen Manufakturen und spezielle Nahrungs-ergänzungsmittel für das gesunde Tier ergänzen das Angebot. Hinzu kommt die passende Unterhaltung, die von der Ernährungsberatung bis hin zu Vorführungen jede Menge zu bieten hat. Wie der spielerisch wirkende Hundesport Dog-Agility aussieht und dass dabei nicht nur Hunde fit werden sondern auch der Mensch sportlich gefordert ist, zeigen die Mitglieder des Vereins Potsdamer Hundesportler e.V. mit ihren tierischen Partnern in täglichen Vorführungen.

„Beste Unterhaltung mit Vorführungen, Musik und Kleinkunst, verbunden mit einem schönen Einkaufserlebnis im Freien und hochwertiger Gastronomie, das ist die LebensArt“, zeigt sich Projektleiter Kevin Holstein vom Veranstalter Das AgenturHaus GmbH (Lübeck) überzeugt. Für eine umfassende Vielfalt sorgen dabei die Händler, die von nah und fern in den Schlosspark kommen. Wie er bestätigt, haben bereits zum jetzigen frühen Zeitpunkt mehr als 90 Aussteller fest zugesagt. „Freie Plätze werden langsam rar, aber ein paar schöne Flächen für Unternehmen aus der Region haben wir noch in petto“, so Holstein. Traditionell liegt der Schwerpunkt der LebensArt im Bereich Garten und Einrichtung. Aber auch Handwerksbetriebe, die sich dem gehobenen Innenausbau widmen, und kleine Manufakturen haben noch gute Chancen auf eine schöne Ausstellungsfläche, wie er anmerkt. Er empfiehlt dennoch all´ jenen eine rasche Kontaktaufnahme, die mit dabei sein möchten.

Informationen zur LebensArt

Die LebensArt im Schlosspark von Schloss Kartzow ist vom 13. bis 15. April jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt acht, ermäßigt sieben Euro. Kinder bis einschließlich 15 Jahre erhalten in Begleitung Erwachsener – freien Eintritt. Weitere Informationen können unter 0451- 899 06 456 beziehungsweise per E-Mail an holstein@das-agenturhaus.de und im Internet unter www.lebensart-messe.de abgerufen werden.

Schloss Kartzow am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch
Schloss Kartzow am Rande von Potsdam, Foto: D.Weirauch
Potsdam

Eisbahn im Potsdamer Hafen

Eisbahn vor imposanter Kulisse im Potsdamer Hafen, Foto: Weisse Flotte PotsdamEisbahn vor imposanter Kulisse im Potsdamer Hafen, Foto: Weisse Flotte Potsdam

Eisbahn im Potsdamer Hafen mit kulin­arischem Anschluss

In der Zeit vom 12.01.2018 bis zum 26.02.2018 eröffnet die Weisse Flotte Potsdam eine 10 x 30 Meter große Eisbahn im Potsdamer Hafen. Die 300 Quadratmeter große Eisbahn liegt direkt im Hafen vor dem Restaurant „El Puerto“.  Direkt neben der Eisbahn werden Groß und Klein mit kleinen Speisen, Glühwein, fruchtigem Kinderpunsch und heißer Schoki versorgt.

Eisbahn im Potsdam im Potsdamer Hafen Foto: Weisse Flotte Potsdam
Eisbahn im Potsdam im Potsdamer Hafen Foto: Weisse Flotte Potsdam

Die Eisbahn hat von Dienstag bis Freitag ab 14 Uhr geöffnet, an den Wochenenden bereits ab 10 Uhr und kann bis 21 Uhr und am Freitag und Samstag bis 21.30 Uhr befahren werden. Einen Schlittschuhverleih sowie die beliebten Helfer für Kinder, wie Pinguine oder Eisbären, gibt es vor Ort.

Familien mit Kindern dürfen sich auf besondere Veranstaltungen, beispielsweise Eismärchenlauf oder den Kinderfasching auf dem Eis freuen. Für Kindergeburtstage gibt es ebenfalls ein besonderes Angebot.

Eisbahn im Potsdamer Hafen

Für die größeren Gäste werden ein After-Work Package und eine Eis-Disco, immer samstags von 17:30 bis 21:30 Uhr, angeboten. Interessierte Schulklassen können die Vormittagsstunden von Dienstag bis Freitag reservieren.

Eine Laufzeit beträgt 2,5 bzw. 3,5 Stunden, danach wird jeweils die Eisfläche regeneriert, um eine erstklassige Eisqualität zu gewährleisten. Pro Laufzeit zahlen Erwachsene 4,50, Jugendliche (13-17 Jahre) 4 Euro und Kinder (bis 12 Jahre) 3,50 Euro. Zusätzlich werden ermäßigte Familien- und Gruppentickets angeboten.

Die städtische Energie und Wasser Potsdam ist als Partner für Strom und Wärme mit im Boot. Deshalb hält die EWP für ihre Strom- und Gaskunden 500 Gutscheine bereit, die den kostenlosen Eintritt ermöglichen. Abzuholen sind diese im Kundenzentrum der Stadtwerke in der Wilhelmgalerie – solange der Vorrat reicht.

Infos zur Eisbahn in Potsdams Stadthafen

Preise, Eislaufzeiten und alle Veranstaltungen gibt es auf der Homepage www.eisbahn-potsdam.de

Telefon: 0331 2759225, E-Mail: reservierung@eisbahn-potsdam.de

Foto:Weisse Flotte Potsdam
Foto:Weisse Flotte Potsdam

Die Weisse Flotte Potsdam betreibt im Sommer auch den historischen Dampfer “Gustav”, eines der wenigen noch mit Kohle betriebenen Dampfschiffe in Deutschland. Hier mein Bericht zu “Gustav”.