Potsdam

Hier finden Sie Interessantes zur Stadt Potsdam und Umgebung. Viele Ideen die den Besuch der Landeshauptstadt von Brandburg noch spannender machen werden hier einfach und verständlich erklärt. Es geht darum keine langen Geschichten über Potsdam in einem Monolog darzulegen sondern die Geheimtipps denen zu geben die wirkliches Interesse in Potsdam haben.

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Buchtipp: Christian Klusemann: Das andere Potsdam

Potsdam stadt 2018 (49)

Noch an die 100 Jahre nach dem Ende der Herrschaft der Hohenzollern werden Potsdams Architektur und Städtebau fast ausschließlich mit den Preußischen Königen und ihren Architekten assoziiert, ganz gleich ob die Innenstadt mit der barocken Stadterweiterung, die noblen Vorstädte oder die Schlösser gemeint sind. Potsdam – das ist für viele Menschen Sanssouci, das Neue Palais, der Cecilienhof, Schloss Babelsberg oder das Holländische Viertel.

Dass man Potsdam getrost auch einen “Ort der Moderne” nennen kann, in dem über das Jahr 1918 hinaus Architekturgeschichte geschrieben wurde, ist weniger bekannt. Eine recht populäre Ausnahme bildet der  expressionistische, 1922 fertiggestellte Einsteinturm Erich Mendelsohns auf dem Telegrafenberg. Denkmalpfleger Jörg Limberg hat allerdings immer wieder auf Bauten der Moderne in verschiedenen Aufsätzen hingewiesen.

Blick auf das Potsdamer Stadtzentrum, Foto: D. Weirauch

Die das heutige Stadtbild prägenden Gebäude aus der jüngeren Geschichte, aus vierzig Jahren DDR, werden indes weder von Touristen, den seit 1990 Zugezogenen, noch der Mehrheit lokaler Politiker als ernstzunehmende oder erhaltungswürdige Architektur wahrgenommen.

Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, doch wurden allein in den letzten zehn Jahren etliche Gebäude aus DDR-Zeiten in der Potsdamer Innenstadt abgetragen. Denken wir an das Haus des Reisens, die Schwimmhalle am Brauhausberg  oder jüngst die Fachhochschule.

Das Terrassenrestaurant Minsk, der Staudenhof und das Rechenzentrum (heute Künstlerhaus an der Breiten Straße) Datenverarbeitungszentrum) sollen in absehbarer Zeit folgen.

Seit 2013 überlegt die Stadt, das einstige Interhotel Potsdam, jetzt Hotel „Mercure“, im Lustgarten zu kaufen und abzureißen. Zu störend erscheint den Verantwortlichen der städtebauliche Kontrast zu den verbliebenen Bauten aus preußischen Zeiten, zu groß der Preis, der für das Neue gezahlt wurde.

Denn zwischen 1949 und 1990 verschwand ungleich mehr als Stadtschloss und Garnisonkirche, um Baufelder für ein “sozialistisches” Potsdam zu schaffen. Es entstand schleichend ein anderes Potsdam, für das der Stadtgrundriss der Altstadt in weiten Teilen überformt wurde. Nach den Verlusten wertvoller Bausubstanz im Zweiten Weltkrieg folgte mit dem Neuaufbau – so scheint es – eine “zweite Zerstörung” der Stadt.

Es gibt auch Ausnahmen. aus den 50er Jahren. Die Wilhelm-Staabstraße oder die Bebauung an der Zeppelinstraße (bis 1945 Luisenstraße, zu DDR-Zeiten Leninallee)/Ecke Lenne’straße aus der Mitte der 1950er Jahre ist ein bislang nahezu unbekanntes Beispiel für die Vielfalt des Wohnungsbaus in der Stadt aus dem ersten Jahrzehnt der DDR. Bauten in stilistischer Nähe zur “Nationalen Tradition” sind hier rar. Allgemein gibt es in Potsdam im Zeitraum zwischen Ende der 1940er Jahre bis Anfang der 1960er Jahre eine breite Palette von Neu- und Wiederaufbauvorhaben ganz unterschiedlicher Couleur.

“Rekonstruktion” der Gutenbergstraße

1982 stimmte der Rat der Stadt Potsdam für eine “komplexe Erneuerung” der nördlich der Brandenburger Straße (Klement-Gottwald-Straße) verlaufenden Gutenbergstraße. Der West-Berliner Geograph Frank Werner schrieb damals: “Das Ergebnis dieser […] Absichten ist, daß ein Teil der Bauten instandgesetzt […] und daß das friderizianische Potsdamer Bürgerhaus […] in Betonplatten nachgebaut wird. Von den an maßgeblicher Stelle wirkenden Verfechtern einer Stadterneuerung durch Neubau wird allerdings […] weiterhin versucht, auch in geschützten Bereichen Ersatzneubauten zu errichten, um u.a. den Baubetrieben zur Erfüllung ihrer Pläne zu verhelfen.

Der Band ist sehr empfehlenswert, eine lesenswerte Bestandsaufnahme.

Christian Klusemann (Hg.), Das andere Potsdam. DDR-Architekturführer, Vergangenheitsverlag, Berlin 2016.

Potsdam

Winterliches Brandenburg

Blick auf das Thermenhotel, rechts der Blick auf das Thermenhotel, rechts der "Bademantelgang", Foto: Spreewald Therme GmbH

Jetzt schon die Winterauszeit planen Aktion Winterliches Brandenburg 2018/2019 ab sofort buchbar. Auch der schönste Sommer geht irgendwann mal zu Ende. Und so langsam kann man sich jetzt schon nach der einen oder anderen Idee für einen Kurzurlaub im Winter umschauen. Seit mehr als 20 Jahren liefert die Aktion „Winterliches Brandenburg“ der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH Ideen für winterliche Auszeiten rund um Berlin. Aber auch Klassikern steht eine Veränderung manchmal gut zu Gesicht.

Neu: „Sterne-Winter“

In diesem Jahr hat die TMB das „Winterliche Brandenburg“ um eine Kategorie erweitert. Neben den Preisspecials ab 79 Euro gibt es nun zusätzlich den „Sterne-Winter“: 14 Hotels der gehobenen Kategorie, von denen viele erstmals beim „Winterlichen Brandenburg“ mitmachen, sind hier mit einem Exklusiv-Angebot vertreten. Der Reisezeitraum beginnt am 1. November 2018. Für alle, die Vorfreude mögen, sind die Angebote bereits jetzt auf www.winterliches-brandenburg.de buchbar.

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Briefwechsel zwischen Fontane und Storm

Storm

Theodor Storm hatte 2017 seinen 200. Geburtstag. Dieser wurde kaum beachtet. Fontanes jubiläum iost 2019 – mit viel Würdigung bereits im Vorfeld.  Um so wichtiger erscheint uns der vorliegende Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Theodor Storm (Erich Schmidt Verlag, Mai 2018).  Dieser zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller-Briefwechseln des 19. Jahrhunderts. Dieser gilt als eine wichtige Quelle für die Beschäftigung mit den beiden Autoren. Der von Dr. Gabriele Radecke (sie ist Leiterin der Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen  und Mitherausgeberin der Großen Brandenburger Fontane-Ausgabe) herausgegebene Band wird in einer textkritischen, nach neuen editorischen Standards erarbeiteten und umfangreich kommentierten Edition erstmals als Sonderausgabe im Taschenbuch vorgelegt.

Die 104 Briefe, die zwischen Dezember 1852 und Oktober 1887 geschrieben wurden, informieren nicht nur über die existentiellen Sorgen beider Schriftsteller. Sie berühren auch zentrale literarische und politische Themenbereiche und geben Einblicke in das gesellschaftliche und kulturelle Leben um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Potsdam kommt ebenfalls darin vor. Zwei der drei wohnungen der Familie Storm sind noch erhalten. Ein Haus wurde 1986 gegen große Proteste der Bürger abgerissen.

Storm und Potsdam

Gabriele Radecke: „Theodor Storm, der 2017 seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte, verbrachte vier wenig glückliche Jahre in Potsdam.“ Gegenüber Theodor Fontane, so ist im Briefwechsel zu lesen, beklagte sich Storm über eine permanente Überforderung durch zahlreiche Bagatellprozesse und das kaum zu bewältigende Aktenpensum. Radecke: „Es gab zudem große finanzielle Sorgen, weil Storm im ersten Jahr kein Gehalt bezog und die Familie auf Unterstützung der Eltern angewiesen war.“

Für die vorliegende Edition werden zum ersten Mal die erschlossenen Briefe und Briefbeilagen systematisch ermittelt. Durch dieses Verfahren werden die bisherigen Behauptungen hinsichtlich des Beginns und der Dichte der Korrespondenz sowie über Storms Lektüre, insbesondere von Theodor Fontanes Werken, korrigiert und neue Impulse für die Forschung gegeben.

Die Briefe werden ergänzt durch die Rezensionen und Essays von Storm und Fontane, die hier zum Teil erstmals nach dem Erstdruck oder nach der Handschrift ediert sind, wie etwa Fontanes „Erinnerungen an Theodor Storm“.

Für den Stellenkommentar, der biographische, literarische, kulturhistorische und geschichtliche Informationen enthält, sind neben der Forschungsliteratur auch unveröffentlichte Archivalien aus Storms und Fontanes Nachlass genutzt worden, die die subjektiven Aussagen der Briefe relativieren und kontextualisieren. Hervorhebenswert: Erläuternde Personen-, Periodika- und Werkregister schließen den Band ab. (2017-12-21)

Hier beschreibt Gabriele Radecke für Literaturport den Aufenthalt von Theodor Storm in Potsdam.

Informationen zum Buch

  • Theodor Storm – Theodor Fontane Der Briefwechsel: Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe Taschenbuch –
  • von Dr. Gabriele Radecke (Herausgeber)
  • Verlag: Erich Schmidt Verlag GmbH & Co)
  • EUR 29,95
Potsdam

Fußball – WM auf hoher See

AIDA bella auf hoher See, Foto: AIDAAIDA bella auf hoher See, Foto: AIDA

Auf diesen Kreuzfahrtschiffen verpassen Fußballfans kein WM-Spiel. Der WM-Countdown läuft: Bei Fußballanhängern steigt die Vorfreude auf das bevorstehende sportliche Großereignis und auch der Sommerurlaub rückt für viele immer näher. Wer zu dieser Zeit als Kreuzfahrer auf hoher See ist, muss jedoch keine Sorge haben, wichtige Spiele der Weltmeisterschaft zu verpassen. Denn auch an Bord vieler Schiffe können Fans mit ihrer Nationalmannschaft mitfiebern. www.Cruneo.de, das weltweit einzige Vergleichsportal speziell für Kreuzfahrten, hat die vielfältigen Angebote an Bord der Reedereien zusammengestellt und zeigt Fußballfans, wo sie auch auf hoher See keinen Tor-Jubel verpassen. Fußball – WM auf hoher See

Public Viewing und Teamgeist:

An Bord vieler Kreuzfahrtschiffe können Fußballfans beim Public Viewing Gleichgesinnte treffen und gemeinsam fachsimpeln. Auf den zwölf AIDA Schiffen werden die Spiele der deutschen Nationalelf sowie das Halbfinale und Finale live beim Public Viewing gezeigt. Wie daheim fühlen können sich fußballbegeisterte Gäste von MSC in der schiffseigenen Sportsbar auf den neuesten Schiffen der Flotte und der Fantasia-Klasse. An Bord von Cunard tummeln sich sportaffine Passagiere im Golden Lion Pub. Auch Seabourn Cruise Line und Iceland ProCruises zeigen ausgewählte Spiele an öffentlichen Orten auf dem Schiff.

AIDAprima auf hoher See Foto: AIDA
AIDAprima auf hoher See Foto: AIDA

90 Minuten Spannung mit prominenten Kommentatoren:

An Bord von AIDA teilen Experten — wie der Fußball-Weltmeister Olaf Thon, Sportmoderator Lou Richter oder Dr. Pedro Gonzalez, Fitnesstrainer des DFB — ihre Erfahrungen aus der Welt des Profisports. Fußball-Prominenz findet sich aber auch auf der Mein Schiff-Flotte von TUI Cruises: Der Fußball-Experte Reiner Calmund wird zusammen mit Sportmoderatoren die Spiele in Russland kommentieren und für eine Atmosphäre wie im Stadion sorgen. Bei Cunard ist Sky-Reporter Ecki Heuser vom 24. Juni bis 8. Juli 2018 als Kommentator zu Gast an Bord der Queen Victoria.

Stadion-Atmosphäre auf den Weltmeeren:

Von Torwandschießen bis Kickerturnier: Viele Reedereien greifen die Fußballbegeisterung auf und dekorieren die öffentlichen Außenbereiche ihrer Schiffe thematisch. Bei TUI Cruises werden an Bord aller Schiffe Talkrunden und Lesungen rund um das Thema Fußball veranstaltet. Von Ende Juni bis Mitte Juli können Urlauber das Weltmeister-Special mit verschiedenen Aktionen im Mittelmeer oder auf Nord- und Ostsee-Routen erleben.

Blick auf den Hafen von Monaco mit der neuen Mein Schiff 5 von Tui Cruises, Foto: Weirauch

Auch MSC schmückt öffentliche Bereiche passend zum Fußballfieber und veranstaltet einen kompletten Themenabend rund um den beliebten Mannschaftssport.

Die Weltmeisterschaft als Fest der Nationalitäten:

Um das internationale Turnier für alle Fußballfans zugänglich zu machen, werden an Bord der MSC Flotte die Spiele in unterschiedlichen Sprachen übertragen. Anhand der auf dem Schiff vertretenen Nationalitäten werden die relevantesten Spiele ermittelt, welche dann am Pool gezeigt werden. Auch Cunard hält für die Übertragung aller Spiele die nötigen Rechte und Kreuzfahrer jeglicher Nation können mit ihrem Team mitjubeln. Bei Iceland ProCruises sollten Gäste bei Landausflügen die Augen offen halten. Es könnte sein, dass ihnen der ein oder andere isländische Nationalspieler begegnet. Denn als Isländer inkognito unterwegs zu sein, ist nicht leicht: Aufgrund der geringen Einwohnerzahl in Island werden berühmte Persönlichkeiten schnell erkannt.

Informationen zu Cruneo

Cruneo ist das weltweit einzige Vergleichsportal speziell für Kreuzfahrten. Das unabhängige Portal vergleicht über 50.000 tagesaktuelle Angebote zahlreicher Reedereien und von 15 Reiseportalen. Zu den Partnern von Cruneo gehören unter anderen die Kreuzfahrtportale e-hoi.de und kreuzfahrten.de, die Veranstalter Berge & Meer und Windrose sowie die Kreuzfahrtanbieter Seereisedienst.de und Sonnenklar.tv.

Nähere Informationen unter www.Cruneo-Kreuzfahrtvergleich.de

Cruneo auf Facebook: https://www.facebook.com/cruneo/

Beliebt für Selfies ist diese Dame auf einem AIDA-Schiff. Foto: D.Weirauch
Beliebt für Selfies ist diese Dame auf einem AIDA-Schiff. Foto: D.Weirauch
1 Stunde wegFontanePotsdam

365 Tage bis zum Start von “fontane.200”

Fontane - 2018 (4)

Theodor Fontanes 200. Geburtstag wirft seine Schatten voraus. Wir werden hier ueber verschiedene Aspekte zum Leben und Werk des beruehmten Autors berichten. In einem Jahr, am 30.03.2019, wird das Fontanejahr 2019 offiziell in der Neuruppiner Kulturkirche und mit dem Beginn der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum von Neuruppin eröffnet. Für Ungeduldige bieten bereits die naechsten Monate einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Feierlichkeiten. Darueber informiert Kulturland Brandenburg in einer Pressemitteilung.

Hier einige Hoehepunkte: So kuendigen die Fontane-Festspiele in Neuruppin vom 19. bis 20. Mai 2018 die Vielfalt des Fontanejahres an. Jürgen Kuttners Uraufführung der Fontane-Video-Schnipsel-Show, Frank Matthus Vorschau auf sein opulentes Theaterprojekt 2019, das Fontane-Lyrik-Projekt No.5 sowie das Europäische Festival der Reiseliteratur »Neben der Spur« gehören zum Programm der Festspiele.

365 Tage bis zum Start von “fontane.200”

Eine weitere Aussicht auf das Jubiläumsjahr geben Veranstaltungen zu den Wanderungen auf Fontanes Spuren, beispielsweise im Spreewald und in Paretz, ab Herbst 2018. Im Schloss Paretz gibt es eine musikalische Lesung zum 199. Geburtstag des Autors, gefolgt wird ihm nach Schottland und durch sein Werk.  Das Spreewald-Museum in Lübbenau stellt ab November 2018 in einer Ausstellung den Berliner Maler und Grafiker Manfred Pietsch als Chronisten der Mark Brandenburg vor. Zur Weihnachtszeit erfahren die Besucher*innen des Schlosses Lübben bei einer Lesung alles über »Weihnachten im Hause Fontane«.

Ausführliche Informationen zum Programm in 2018 und im Fontanejahr 2019 befinden sich auf den Webseiten www.fontane-200.de und www.fontane-festspiele.com. Die Vorbereitungen des Fontanejahres können über die Social-Media Kanäle facebook.com/fontane200 und twitter.com/fontane200 verfolgt werden.

In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch
In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 von Neuruppin wurde Fontane geboren Foto: Weirauch

Veranstaltungen 2018

Fontane-Festspiele 2018 »Absolut fontastisch«

  1. und 20. Mai 2018, Fontanestadt Neuruppin

Führungen zu Fontane

  1. September 2018 und 29. Oktober 2018, jeweils um 16 Uhr, Paretz

Pietsch trifft Fontane. Malerei und Literatur. (Ausstellung)

  1. November 2018 bis 24. März 2019, Spreewald Museum Lübbenau

Weihnachten im Hause Fontane (Lesung)

  1. Dezember 2018, Schloss Lübben (Spreewald)

Schloss Luebben im Spreewald Foto: Weirauch

Musikalische Lesung Nr. 1

  1. Dezember 2018, 15 Uhr, im Schloss Paretz
  2. Schloss Paretz im Havelland, Foto: Weirauch
    Schloss Paretz im Havelland, Foto: Weirauch

Wanderungen auf Fontanes Spuren

  1. Dezember 2018, 14 bis 16 Uhr, Burg (Spreewald)

Unter dem Titel »fontane.200« feiert Brandenburg vom 30. März bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019 den 200. Geburtstag des großen Autors in Kooperation mit zahlreichen Programmpartnern und einem breitgefächerten Veranstaltungsprogramm im ganzen Land und darüber hinaus.

Die Aktivitäten der Fontanestadt Neuruppin bilden einen zentralen Ausgangspunkt der Festivität zu »fontane.200«. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, die Leitausstellung »fontane.200/Autor« im Museum Neuruppin, die Fontane Festspiele und interaktive Jugendprojekten sind die Highlights der Stadt.

Kulturland Brandenburg präsentiert 2019 das Themenjahr ebenfalls mit rund 40 Partnerprojekten unter dem Titel »fontane.200/Spuren«: Im gesamten Bundesland finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater, Tanz, Film und zeitgenössische Kunst sowie kulturtouristische Angebote statt. Die Ausstellung »fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten« des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er?

Wer waren seine Informanten und Begleiter? Zum wissenschaftlichen Höhepunkt von fontane.200 lädt das Theodor-Fontane-Archiv ein. Der mehrtägige internationale Kongress zum Thema »Fontanes Medien (1819–2019)« setzt sich mit der Bedeutung der Medien für Theodor Fontanes Werk und die Historizität wie Aktualität des Schriftstellers und Medienarbeiters Fontane auseinander. Mit dabei auch die  Theodor Fontane-Arbeitsstelle, Seminar für Deutsche Philologie bei der Georg-August-Universität Göttingen 

fontane.200 wird konzipiert und koordiniert durch das fontane.200/Büro. Eine Kooperation der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH mit der Universität Potsdam.

Hier bereits einige Beiträge auf einfachraus.eu zu theodor fontane:

+ Ribbeck im Havelland

+ Neuruppin

+ Berlin

+ /Erik Lohrenz und Robert Rauh “Fünf Schlösser

 

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Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland

Radfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada QuenzelRadfahren und Skaten auf Seerundweg Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland - Nada Quenzel

Zu neuen Ufern: Radfahren im Lausitzer Seenland Vom Tagebaurevier zum Wasserparadies: Die Landschaft des Lausitzer Seenlandes zwischen Berlin und Dresden vollzieht eine spektakuläre Metamorphose. Radfahrern bieten sich auf leichten Touren unterschiedlicher Länge immer wieder spannende Ein- und Ausblicke.

Das Lausitzer Seenland ist kein gewöhnliches Radreiseziel. Es ist eine Landschaft im Wandel. Wer die Region zwischen Berlin und Dresden erkundet, kann derzeit noch alle Phasen der Rekultivierung einer einstigen Tagebauregion erleben: vom aktiven Tagebau bis zur idyllischen Seenlandschaft mit Jachthafen und hellen Badestränden.

Blick in den Tagebau_Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland_Nada Quenzel
Blick in den Tagebau_Foto Tourismusverband Lausitzer Seenland_Nada Quenzel

Es ist ein Prozess, den man nicht alle Tage erlebt – und der sich hier nur einmal ereignen wird. Genau das macht diese Region zu einem ganz besonderen Tipp. Vier Fahrradtouren führen zu den beeindruckenden Zeugnissen des Wandels.

Gartenstädte -Tour

Zur Geschichte des Bergbaus gehört die Geschichte ihrer Arbeiter. Die Gartenstädte-Tour führt an grünen Alleen, blühenden Beeten und vom Jugendstil geprägten Mehrfamilienhäusern vorbei, den einstigen Wohnorten der Bergmänner. Anfang des 20. Jahrhunderts schuf die Ilse Bergbau AG mit der Gartenstadt Marga und der Gartenstadt Erika lebenswerte Wohnsiedlungen für ihre Angestellten, die im Kontrast zu den bisherigen tristen Arbeitersiedlungen standen. Zwischen den Häusern entstanden Gärten und Grünflächen, im Zentrum Einkaufsmöglichkeiten und Gasthäuser. Die Tour führt durch die Gartenstädte Marga, Erika und Lauta-Nord. Führungen durch die Gartenstadt Marga sind auf Voranmeldung möglich.

Vom Bergmann zum Seemann

Für Radfahrer, die an einem Tag den Landschaftswandel im Lausitzer Seenland erleben wollen, empfiehlt sich die 49 Kilometer lange Tour „Vom Bergmann zum Seemann“. Die auf ebenen, vorwiegend asphaltierten Wegen verlaufende Radtour beginnt am Ufer des stillgelegten Tagebaus Meuro und künftigen Großräschener Sees. Sie führt vorbei am aktiven Tagebau Welzow-Süd mit seinen Großgeräten, über künftig schiffbare Kanäle, zum Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ bis zum Senftenberger See.

"Eiserner Nagel" als Landmarke am Senftenberger See Foto: Weirauch
“Eiserner Nagel” als Landmarke am Senftenberger See Foto: Weirauch

Die  Seenland-Route

Die Seenland-Route ist ein 186 Kilometer langer Fernradweg, der an 16 Seen vorbeiführt. Auf breiten, flachen und asphaltierten Uferwegen lässt sich beobachten, wie aus den Tagebaulöchern zauberhafte  Wasserlandschaften entstehen. Startpunkt ist das Besucherzentrum IBA-Terrassen am Großräschener See, der nach elf Jahren Flutung in diesem Jahr fertig gefüllt sein wird. Die Tour führt an in Flutung befindlichen Seen vorbei, aber auch an seit vielen Jahren erschlossenen. Badestrände laden zum Abkühlen im glasklaren Nass ein und Boote zur gemütlichen Rundfahrt. Ein Stopp lohnt sich am Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ am Sornoer Kanal. Von oben schweift der Blick über vier große Gewässer. Beliebt ist zum Abschluss der Radtour eine Floßfahrt auf dem Senftenberger See. Das Floß ist leicht zu bedienen und kann ohne Führerschein selbst gesteuert werden.

Blick auf den Senftenberger See Foto: Weirauch
Blick auf den Senftenberger See Foto: Weirauch

Die Seenland-Route kann als Pauschale mit Tagesetappen zwischen 30 und 45 Kilometern, als Familienradreise mit Floßfahrt oder individuell zusammengestellt werden. Radlerfreundliche Unterkünfte entlang der Strecke bieten sichere Fahrradstellplätze, Trockenräume für nasse Kleider und Lunchpakete an.

Niederlausitzer Bergbautour

150 Jahre lang wurde in der Lausitz Braunkohle gefördert. Wie das Land und Leute geprägt hat, erfahren Radfahrer auf der 500 Kilometer langen Niederlausitzer Bergbautour durch den Süden Brandenburgs und Norden Sachsens. Imposant sind die Aussichten auf die drei noch aktiven Abbaufelder. Schwere, turmhohe Maschinen verlieren sich fast in der Weite.

Auch die größte bewegliche Maschine der Welt, die Förderbrücke F60, ist über einen Abstecher zu erreichen. Bei geführten Rundgängen auf dem über 500 Meter langen liegenden „Eiffelturm der Lausitz“ entdecken Besucher bei guter Sicht sogar die Sächsische Schweiz in der Ferne. In Forst dokumentiert das Archiv verschwundener Orte in einer Ausstellung die Geschichte der 136 Orte, die in der Lausitz dem Tagebau weichen mussten. Die Energiefabrik Knappenrode zeigt, wie Kohle verarbeitet wurde.

Aber auch die Rekultivierung spielt auf dieser Tour eine wichtige Rolle. Silber-, Dreiweiberner und Senftenberger See sind ideal für Badepausen oder ein Picknick. Ein Teufel ist das Maskottchen der Niederlausitzer Bergbautour. Auf einem Fahrrad sitzend weist er Gästen den Weg. Einer Legende nach soll er einst die Kohle vor den Lausitzern tief in der Erde versteckt haben.

Weitere Tourenvorschläge für Radwanderer, sportliche Radfahrer, Familien, Genussradler, Senioren und Handbiker sowie Unterkunftsmöglichkeiten hat der Tourismusverband Lausitzer Seenland auf seiner Webseite zusammengestellt:

www.lausitzerseenland.de