Mobilität

Hier werden neueste Modelle vorgestellt. Dieter Weirauch geht u.a. der Frage nach, wie man am günstigsten Fahrräder in Autos verstauen kann. Wolfgang Will beleuchtet Eisenbahn und Luftfahrt.

Mobilität

Wolfgang Will zur Boeing 737 MAX Katastrophe

Flugzeug (5)

„Man bestückt einen VW-Käfer auch nicht mit einem Porsche-Motor“

Die Boeing 737 MAX war für die Triebwerke, mit denen sie bestückt war, weder entworfen noch entwickelt oder gebaut worden. Diese Feststellung impliziert nicht, dass dies die Ursache ist für die jüngsten Katastrophen – zwei sturzflugartige Abstürze binnen weniger Monate, die zu einem weltweiten Flugverbot dieser Maschine führte.

Aber es muss doch näher erläutert werden, was vom Hersteller Boeing und den Fluggesellschaft sowie den Zulassungsbehörden nicht genügend erläutert wird:

Die Boeing 737, seit fünf Jahrzehnten am Himmel und das meist verkaufte Passagierflugzeug der Welt (mehr als 10 500 Exemplare), sollte durch die Baureihe MAX 800 und 900 noch attraktiver und begehrenswerter werden. Das war mit den seit 1967 gebräuchlichen Triebwerken nicht möglich. Deshalb wurden die Baureihen MAX mit sparsameren Düsenmotoren des US-Herstellers CFM International bestückt. Die allerdings waren speziell für den neuen Airbus A320 NEO entwickelt worden. Sie sind leiser als andere Triebwerke, vor allem aber sparsamer im Verbrauch – bis zu 18 Prozent weniger Kerosin. Das allein war natürlich verlockend für Boeing, seine neue 737-Generation damit auszustatten.

Aber diese Triebwerke haben andere Dimensionen als jene, die bisher bei den 737 verwendet werden. Sie sind rund 20 Zentimeter größer (Durchmesser) und passen auch eigentlich nicht unter die Flügel der 737 MAX. Sie müssen deshalb anders montiert werden als bei den herkömmlichen Boeing 737 – im Detail: Die Konstruktion, mittels der sie mit den Flügeln ver“zahnt“ werden, mussten verlängert werden. Doch keineswegs genug damit. Diese Triebwerke der Bezeichnung „Leap 1B“ hängen bei den MAX-Modellen nicht mehr wie bei den herkömmlichen 737 u n t e r den Flügeln, sondern d a v o r. Die Stimme einer deutschen Journalistin und Porsche-Fahrerin dazu, mit diesen Details konfrontiert: „Man würde doch einen VW-Käfer auch nicht mit einem Porsche-Motor bestücken“.

Derartige Modifizierungen müssen nicht, aber können – trotz vielfacher Erprobungen – zu Veränderungen im Flugverhalten führen. Genau darauf, so verlautet aus Luftfahrtkreisen Kaliforniens, machten MAX-Piloten immer wieder aufmerksam. Zu ihrer Überraschung – und sicher ihrem Erschrecken – tendierten die MAX-Maschinen vor allem kurz nach dem Start dazu, sich nach steilem Aufstieg in eine Art Sturzflugkonfiguration zu begeben. Das mussten die Piloten, so wieder die Kalifornien-Quelle, „per Hand“ korrigieren, weil das der Autopilot – wohl darauf nicht programmiert  – nicht tat. Hierbei hatten Piloten wohl nicht selten enorme Schwierigkeiten.

Boeing nahm das letztlich zur Kenntnis und reagierte – vielleicht nicht gründlich genug: In die MAX-Typen wurde eine Software (MCAS – Maneuvering Characteristics Augmentation System) integriert, die automatisch dann reagieren sollte, wenn sich das „Sturzflugphänomen“ bemerkbar machte. Die MAX-Piloten wurden darauf mit etwa 40 Extra-Trainingsstunden vorbereitet. Zu dieser „Nachschulung“ hatte schon Ende 2018 die US-Flugbehörde FAA (Federal Aviation Administration) aufgefordert.

Noch einmal: Diese Veränderungen im Ursprungsdesign der so erfolgreichen und beliebten Boeing 737 müssen nicht zu den beiden MAX-Katastrophen geführt haben. Aber bemerkenswert sind diese Tatsachen schon. Es ist einmalig, so viele Recherchen dazu, dass Piloten es äußerst schwer haben, nach einem steilst möglichen Start eine Art „Normalfluglage“ herzustellen. Und es ist nicht minder selten, dass dafür nachträglich eine Hilfssoftware entwickelt und eingebaut wird, die vom Piloten nicht oder nur mangelhaft korrigiert werden kann.

Und jetzt soll eine korrigierte oder gar völlig neue Software das Problem der MAX-Flieger lösen? Können die MAX 8 und MAX 9 der 737er Baureihe aus dem Haus Boeing dadurch bei Besatzungen und Passagieren einen gewaltigen Image-Verlust wettmachen – und die Furcht vor diesen Typen beseitigen? In den USA, wo mit einem generellen Flugverbot der MAX-737 für mehrere Monate gerechnet wird, haben Stewardessenvereinigungen schon angekündigt, nicht auf diesen Maschinen zu arbeiten.

Außer einem weltweiten Ansehensverlust muss Boeing – übrigens von einem deutschen Einwanderer begründet – mit Millionen Strafzahlungen rechnen. Die Billig-Airline Norwegian war die erste, die sich damit zu Wort meldete.

Die erste herkömmliche 737 – Reihe 100 – erhielt übrigens im Dezember 1967 die Lufthansa. Von der 737er Reihe sind derzeit im Schnitt 2 000 Maschinen gleichzeitig in  der Luft. Weltweit startet oder landet alle zwei Sekunden eine 737. Bis auf TUI fliegt keine deutsche Gesellschaft die MAX-Modelle – und die von TUI  sind im Ausland stationiert.

Die deutschen Gründer: Der Bergbauingenieur Wilhelm Böing (1846 bis 1890) verließ 1868 mit seiner Frau Marie Ortmann das heimatliche Limburg an der Lenne/Sauerland und wanderte in die USA aus. Mit einem Bauholzhandel wurde er dort sehr schnell reich. Am 1. Oktober 1881 wurde dem Paar der Sohn Wilhelm Eduard geboren. Um 1900 änderte der seinen Namen in William Edward Boeing. 1915 baute er in Seattle sein erstes Flugzeug – aus Holz. Seine Firma Pacific Aero nannte er ab 1917 Boeing Airplane Company – Grundlage einer der erfolgreichsten Flugzeugwerke der Welt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Stunde wegMobilitätTipps

Dilemma Deutschland: BER/Tegel: Einsichtige Lufthansa – Bund und Berlin weiterhin im Abseits        

flugzeug

Wenn ein Boss von der Bedeutung eines Vorstandsvorsitzenden plötzlich seine Meinung ändert und quasi das Gegenteil verkündet, darf das schon als Sensation  bezeichnet werden. In diesem sehr speziellen Fall trifft das auf den Chef der Deutschen Lufthansa zu, Carsten Spohr. Der – und sein Unternehmen – haben sich in der Vergangenheit luftfahrttechnisch nicht gerade als Berlin-Fans gezeigt. Ihr Engagement etwa für den geplanten neuen Großflughafen der Stadt – BER – war eher lauwarm oder verhalten.

Aber nicht nur damit scheint auf einmal Schluss zu sein – nein, der Donnerhall seiner Bemerkung, Berlin könne durchaus über zwei Flugplätze verfügen, hat Überschallqualität. Denn er ist damit der erste seiner Gattung, der öffentlich Weitsicht zeigt und die provinzielle Politik der Bundesregierung und des Berliner Senats geradezu geißelt und sich zudem die Wünsche der Bevölkerung zu eigen macht. Spohr in seiner Rede anlässlich einer Lufthansa-Veranstaltung im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt: Seine Kunden und die Öffentlichkeit erwarten „zu Recht von allen        Beteiligten, dass wir die Frage der Offenhaltung von Tegel mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Luftverkehrs neu bewerten“.

BER ist viel zu klein ausgelegt

Er hat sich damit zu einer Binsenweisheit bekannt. „Endlich“, darf hinzugefügt werden. Denn der Fachwelt wie auch der Mehrheit der Berliner sind diese Tatsachen seit vielen, vielen Jahren bekannt: Der von Pech und Pannen und Fehlplanungen verfolgte BER ist von Anfang an viel zu klein ausgelegt, seine Zufahrtsmöglichkeiten  versprechen Dauerstaus und somit Chaos. Fazit – wozu sich also nunmehr auch der Lufthansa-Chef bekennt: Berlin benötigt zwei Flugplätze, neben dem neuen BER, der nach halbdutzendfacher Verschiebung des entsprechenden Termins nunmehr Ende 2020 in Betrieb gehen soll, muss auch der beliebte innerstädtische Airport Tegel erhalten bleiben.

Tegel muß offen bleiben

Die ja insgesamt miefige Politik des Berliner Senats aus SPD, Grünen und Linken ist von der Kehrtwendung des Lufthansa-Chefs wie im Schlaf überrascht worden. Bis auf den FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja lehnen die tonangebenden Berlin-Politiker die Offenhaltung Tegels auch weiterhin ab. Czaja konterte deshalb sofort: „Die drohenden Kapazitätsengpässe am  BER, die Aussicht auf eine Dauerbaustelle voller Einschränkungen und nicht zuletzt die Großflughafenpläne bei Warschau erfordern ein grundlegendes Umdenken für den Luftverkehrsstandort Berlin-Brandenburg. Wenn Deutschlands größte Airline und eine Million Bürger diesen Zweifel äußern, muss der Senat sofort seinen Anti-Tegel-Kurs ändern“.

A pro pos Tegel und Volk: Man kann ja absolut dank guter und überzeugender Argumente generell etwas gegen Volksentscheide haben – aber im Rahmen einer solchen Befragung sprachen sich im September 2017 über 56 Prozent der Berliner für die Offenhaltung von Tegel, also für zwei Hauptstadt-Flughäfen aus. Dieses Ergebnis war kaum bekanntgegeben worden, da erklärte der Senat bereits, es zu ignorieren. So viel zum immer wieder gepriesenen „Volkeswillen“.

Dilemma Deutschland: Flughafenproblematik

Was sich da in Berlin um die Flughafenproblematik abspielt, ist längst zum Dilemma Deutschland geworden. Verantwortlich dafür sind Merkel und ihre großen Koalitionen. So hätte die Flugbereitschaft der Luftwaffe längst von Köln nach Schönefeld verlegt werden können. Statt dessen muss jedes mal, wenn ein Regierungsflieger benötigt wird, eine Maschine von Köln mach Berlin fliegen. Aber  auf ausdrückliche Anweisung der Kanzlerin ist ein spezieller Regierungsterminal in Schönefeld mit Karacho und Millionen Steuergeldern fertiggestellt worden. Doch der ist eingemottet und setzt für die nächsten zwei Jahr Schimmel an, denn er soll – auch wieder Merkel-Befehl – erst nach BER-Eröffnung für Ehren- und ausländische Regierungsgäste benutzt werden. Die landen und starten weiterhin in Tegel – das Wort „Schildbürgerstreich“ verharmlost eine derartige Schizophrenie.

Die Flugbereitschaft der Luftwaffe ist ausdrucksstarkes Beispiel für das Dilemma Deutschland: Ihre Maschinen bleiben serienweise auch im Ausland liegen, so dass Minister und selbst die Kanzlerin auf Linienmaschinen umsteigen müssen – Material- und Wartungsfehler oder Ersatzteilmangel, die gesamte Bundeswehr ist bis auf wenige kleine Eliteeinheiten nicht einsatzfähig, der Staatsbetrieb Bahn ist vom Siechtum ergriffen, die öffentlichen Schulen brechen förmlich in sich zusammen, kommunale Einrichtungen kränkeln vor sich hin, öffentliche Bauten wie einige des Bundestages und letztlich der BER verrotten ganz einfach.

Deutschland zum Entwicklungsland degradiert

Dieses Deutschland ist von einer der führenden Wirtschafts- und Industriemächte der Welt zum Entwicklungsland herab regiert worden.

Und genau so soll Berlin degradiert werden – zum Millionendorf mit einem äußerst fragwürdigen und sicher dauer-baufälligem Einzelflugplatz. Dabei hat jede Berlin-vergleichbare Stadt auf dem Globus mehr als nur einen Airport.

Journalist Wolfgang Will schreibt als Gastautor regelmäßig für einfachraus.eu über aktuelle Themen der Mobilität. Hier sein jüngst erschienener Beitrag zu Problemen bei der Bahn.

 

 

Mobilität

nicko cruises expandiert

Die neue nickoVISION Foto: nicko-cruisesDie neue nickoVISION Foto: nicko-cruises

Anlässlich der ITB in Berlin stellt nicko cruises seine Neuheiten für die Saison 2020 vor. Für den Stuttgarter Kreuzfahrtanbieter stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum – auf dem Fluss und auf hoher See. nicko cruises erweitert im kommenden Jahr mit neuen Routen und Schiffen sein Portfolio und präsentiert seine Expeditionsreisen in Zusammenarbeit mit Quark Expeditions für die Saison 2019/20.

nicko-cruises Geschäftsführer Guido Laukamp stellt die Neuheiten vor, Foto: Weirauch
nicko-cruises Geschäftsführer Guido Laukamp stellt die Neuheiten vor, Foto: Weirauch

Auch 2020 bleibt die Auswahl an Donaukreuzfahrten bei nicko cruises unverändert vielfältig: Im Angebot sind Kurzreisen mit einer Dauer von vier Tagen sowie bis zu 17-tägige Reisen von Passau ins Donaudelta und zurück. Auf die anhaltend hohe Nachfrage seiner Gäste reagiert der Kreuzfahrtspezialist mit einem erneuten Kapazitätsausbau auf dem beliebten Fluss.

Die neue nickoVISION Foto: nicko-cruises
Die neue nickoVISION Foto: nicko-cruises

Ab 2020 wird MS BELVEDERE für nicko cruises im Einsatz sein. Das Schwesterschiff von MS BOLERO, MS MAXIMA und MS VIKTORIA bietet Platz für 180 Passagiere. Es ist mit dem Schiffstyp nicko modern klassifiziert und überzeugt mit seinem freundlichen Ambiente, einem Wellnessbereich sowie stillvoll und komfortabel ausgestatteten Außenkabinen. Die Kabinen im Mittel- und Oberdeck verfügen über französische Balkone. Mit diesem Neuzugang kreuzen ab der kommenden Saison insgesamt sieben Schiffe auf der Donau.

Kapazitätsausbau und neue Routen

Auch die Kapazität auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen wird für die Fluss-Saison 2020 ausgebaut: nicko cruises plant mit dem Flottenzugang nickoSPIRIT einen weiteren innovativen Neubau. Mit 110 Metern Länge hat das Schiff die ideale Größe für Rhein, Main und Mosel. Auf Reisen mit nickoSPIRIT dürfen sich die 170 Gäste auf modernes Design, luftdurchflutete öffentliche Räume und einen Fitness- und Wellnessbereich freuen. Die Kabinen sind 14 Quadratmeter groß und verfügen im Mittel- und Oberdeck über Juliet-Balkone – so werden die großen Panoramafenster mit absenkbarer Fensterfront bezeichnet. Auch auf diesem Neubau haben die Passagiere die Wahl zwischen drei Restaurants.

nickoSPIRIT_Mittel- und Oberdeck
nickoSPIRIT_Mittel- und Oberdeck, Foto: nicko-cruises

Main-Mosel-Romantik

Gleich fünf neue Routen mit Start- und/oder Endhafen Frankfurt sind für 2020 in Planung: die 8-tägige Main-Mosel-Romantik mit Straßburg, Cochem, Rüdesheim und Koblenz, die 8-tägige Perlen Nordhollands mit Amsterdam, Kampen, Deventer und Zutphen, eine 8-tägige Flussfahrt über den Main-Donau-Kanal mit Regensburg, Bamberg, Würzburg – buchbar von Passau nach Frankfurt oder umgekehrt – und eine 11-tägige Rhein-Main-Mosel-Erlebnistour mit Stopps in Bingen, Treis-Karden, Bernkastel, Remich, Andernach und Eltville.

Die MS BELLISSIMA Foto: nicko - cruises
Die MS BELLISSIMA Foto: nicko – cruises

Neue Route auf Elbe und Havel

An sieben Terminen kreuzt MS FREDERIC CHOPIN im kommenden Jahr auf Elbe und Havel zwischen Berlin und Kiel. Das kleine Boutique-Schiff steuert bei diesen neuen Reisen unter anderem Hamburg, Uelzen und Wolfsburg an.

Die Katarina von Bora, Foto: nicko-cruises
Die neue MS Maxima, Foto: nicko-cruises

Kooperation mit Quark Expeditions

Die Kooperation mit dem führenden Anbieter für Polar-Kreuzfahrten, Quark Expeditions, auf WORLD EXPLORER wird für 2020 erweitert: Zusätzlich zu der 15-tägigen Antarktisreise, die in der argentinischen Stadt Ushuaia startet und über die südlichen Shetlandinseln und die Antarktische Halbinsel führt, sind für die kommende Saison zwei verschiedene Expeditionsreisen in die Arktis geplant.

Die 15-tägige Spitzbergen intensiv Reise ermöglicht die umfangreichste Erkundung von Spitzbergen in Kombination mit allen Abenteuern, die die Insel zu bieten hat. Die Route führt in eine der besten Regionen, um Eisbären, Walrösser und Rentiere zu sehen. Der beeindruckende „14. Juli Gletscher“ und der Felsen Alkefjellet eignen sich hervorragend, um Vögel zu beobachten. Der Reisezeitraum liegt ideal zur Zeit der Mitternachtssonne.

Auf der 14-tägigen Expeditionsreise Island und Ostgrönland erkunden die Gäste zwei der letzten Orte der Welt mit unberührter Natur. Auf dem Programm stehen die bergreichen Vestfjords Islands und die entlegene Küste des Nordostens von Grönland, Heimat des größten Fjordsystems der Welt. Die Kultur der Inuit, die atemberaubende Felsenlandschaft und ihre beeindruckende Tierwelt mit Eisbären, Moschusochsen und Walen machen diese Expedition zu einer ganz besonderen Reise. Mit ein wenig Glück können die Gäste zu dieser Reisezeit auch das spektakuläre Nordlicht erleben.

Der World Explorer Foto: nicko-cruises

Weitere Informationen zum Angebot von nicko cruises erhalten Sie in jedem guten Reisebüro oder unter Tel.: +49 (0) 711 / 24 89 80 44 oder auf der Webseite unter www.nicko-cruises.de.

Die neue nickoVISION Foto: nicko-cruises
Die neue nickoVISION Foto: nicko-cruises

Über nicko cruises:

Die nicko cruises Schiffsreisen GmbH ist ein führender Flusskreuzfahrt-Anbieter in Europa. Mit seiner gleichermaßen modernen wie komfortablen Flotte ist das Unternehmen in mehr als zwanzig Ländern und auf 27 Gewässern aktiv. Es bereist weltweit alle touristisch nachgefragten Wasserstraßen sowie einige Küstenabschnitte. Ab der Saison 2019 bietet nicko cruises zudem 16 Hochsee-Routen an und baut damit sein Portfolio weiter aus. Das Unternehmen nicko cruises Schiffsreisen GmbH hat seinen Hauptsitz in Stuttgart und beschäftigt dort knapp 100 hoch motivierte Mitarbeiter.

hier einige Beiträge auf einfachraus.eu zu Reisen mit nicko-cruises

+

https://www.einfachraus.eu/ab-fruehjahr-2019-suedamerika-mit-dem-world-explorer-entdecken/

+

https://www.einfachraus.eu/die-seerosen-von-claude-monet/

+

https://www.einfachraus.eu/seine-comtesse-kreuzfahrtleitung-sabine-hinz/

Erfahren auf vielen Weltmeeren und Flüssen: Sabine Hinz, die Kreuzfahrtleitung auf der Seine Comtesse Foto. K.Weirau
Erfahren auf vielen Weltmeeren und Flüssen: Sabine Hinz, die Kreuzfahrtleitung auf der Seine Comtesse Foto. K.Weirau

+

https://www.einfachraus.eu/mit-nicko-cruises-zu-montmartre/

Aneta und Ralf vom Front office auf der Seine Comtesse Foto: Weirauch
Aneta und Ralf vom Front office auf der Seine Comtesse Foto: Weirauch

+

https://www.einfachraus.eu/paris/

Die MS Seine Somtesse an der Seine, Foto: nicko
Die MS Seine Somtesse an der Seine, Foto: nicko

+

https://www.einfachraus.eu/rouen-2/

+

https://www.einfachraus.eu/nicko-cruises-neue-schiffe/

 

Mobilität

Germania-Pleite: Fliegen 2019 wird sehr chaotisch

Flugzeug (5)

Germania-Pleite: Fliegen 2019 wird sehr chaotisch.  Oftmals ist die Bahn billiger und nicht langsamer. Dies mag unglaublich klingen, ist aber wahr – absolut wahr: Für Flugreisende wird das Jahr 2019 kein Vergnügen, denn Fliegen wird generell noch chaotischer, als der Fluggast das schon 2018 erlebte – vor allem aber: Eine innerdeutsche Bahnfahrt dauert in der Regel nicht länger als ein Flug und ist zudem meistens super-preiswert zu haben. Wenn man rechtezeitig bucht.Die Pleite der deutschen Airline Germania spielt beim Chaos 2019  auch eine Rolle – eine untergeordnete allerdings.

Dass die 30 Germania-Flugzeuge erst einmal am Boden bleiben und einige Zehntausend Fluggäste nicht wie gebucht nach Irgendwo kommen, ist nur das kleinere Übel des bevorstehenden Chaos. Viel bedeutender dagegen ist eine Tatsache, die vorwiegend von der Politik zu verantworten ist – das Unvermögen, den Belangen der überwiegenden Bevölkerungsmehrheit  und den gesamtwirtschaftlichen Bedürfnissen nach zu kommen.

Dabei geht es um Tatsachen, die nur ungern beim Namen genannt und diskutiert werden: Warum wird immer wieder dem Unmut von Minderheiten nachgegeben, obwohl dadurch die Mehrheiten zu Dauer-Leidtragenden werden? Das ist etwa beim Ausbau der Fluginfrastruktur der Fall.  In München wird der Bau einer dringend erforderlichen zusätzlichen Startbahn abgelehnt.  Allenthalben – wie jetzt auch wieder am Pleite-Objekt BER diskutiert wird – sollen Nachtflugverbote ausgeweitet werden. Erweiterungen von Terminals – geschweige denn von Ergänzungsbauten –  stoßen auf Ablehnung der Flugplatznachbarschaften. Ebenso verbesserte Zufahrtsmöglichkeiten.  Und in Berlin verweigert eine generell verkehrsfeindliche Regierung den Wunsch einer Bevölkerungsmehrmehrheit nach Betrieb von zwei Flugplätzen, also der Offenhaltung von Tegel nach BER-Eröffnung.

Die Folgen: Chaos, steigendes, am Boden und in der Luft. Und Wirtschaftseinbußen. Die betreffen beispielsweise auch den BER. Aus polnischen Regierungskreisen verlautet dazu – inoffiziell natürlich -, dass man sich für einen neuen Warschauer Großflughafen ausgesprochen hat, weil auf den BER kein Verlass ist. BER sollte, so die Ursprungsplanung, auch einem Teil der polnischen Bevölkerung zum Absprung für Fernreisen dienen. Die mehrfache  Verschiebung der BER-Eröffnung und zudem die Tatsache, dass BER von Anfang an als viel zu klein ausgelegt wurde, hat zu einer Änderung der polnischen Absichten geführt – und damit auch zum Bau eines Warschauer Großflugplatzes.

Diese absolut irrsinnigen Verweigerungen einer Modernisierung der deutschen Flug-Infrastruktur bringen volkswirtschaftliche Nachteile mit sich, deren Ausmaß letztlich katastrophal sein muss. Diese wahrhaftig „deutsche Misere“ wird in Zukunft noch dramatischer, weil der Luftfahrt unerwartet hohe Zuwachsvolumina vorhergesagt werden.

Konkurrenzkampf der Airlines

Sie dürften bei jährlich vier bis fünf Prozent liegen. Das ist mit den heutigen Infrastrukturen kaum zu schaffen – deshalb wieder Chaos. 2019 werden mehr Flüge ausfallen und es wird zu weitaus mehr Verspätungen kommen als im Vorjahr. „Geradezu mörderisch“, so ein Experte,   dürfte zudem der Konkurrenzkampf der Airlines untereinander werden, um Passagiere wie auch die Slots, also die Landerechte. Das wiederum hat zur Folge, dass die Flugpreise weiter fallen. Wahrscheinlich um durchschnittlich sieben Prozent im Jahr 2019 – Fachleute schließen sogar zehn Prozent nicht aus.

Vor allem die sogenannten Billigflieger werden dabei tonangebend sein – und sich damit Germania-ähnlichen Gefahren aussetzen, also „Miese“ erwirtschaften und der Pleite näher kommen. Heutzutage bereits kann man über gewisse Ticketpreise nur den Kopf schütteln: Da kann man Köln – London für 27 Euro, Berlin-Schönefeld – Mallorca für 25 und Köln –  Teneriffa für unter 100 Euro fliegen. In diesem Zusammenhang gibt der irische Billigflieger Ryanair Rätsel auf.- Er will, so Fluglinienchef O`Leary, seine  Gesellschaft in vier Airlines aufteilen und damit ab 2024 jährlich 200 Millionen Passagiere befördern, 70 Millionen mehr als derzeit. Die vier geplanten „Töchter“: Ryanair mit Sitz in Irland, Ryanair Sun als reiner Ferienfliegen mit Sitz in Polen, Ryanair UK mit Blick auf den Brexit in London und Ryanair Lauda Motion in Österreich. Die Fachwelt rätselt, was dahinter stecken könnte – noch heftigerer Preiskampf?

Noch einmal Infrastruktur – da hinkt Deutschland nicht nur flugtechnisch generell hinterher.

Seine Schulen sind genau so marode wie seine Brücken und Straßen. Bedenklicher jedoch ist dies: Eine Minderheit der Bevölkerung verhindert auch immer wieder den Bau neuer Wohnungen („Nicht vor meiner Haustür“) , die Ansiedelung neuer Firmen wie  ein Google-Büro in Berlin-Kreuzberg, den Ausbau von innerstädtischen Verkehrswegen (außer Radspuren)  – und so fort. Deutschland, so scheint es, igelt sich ein, beharrt auf dem Jetzt, scheut die Zukunft, gibt sich lieber lethargisch. Wohin soll das führen – zu Lande und in der Luft?

 

 

 

 

 

 

Mobilität

Zugpferd Ssangyong Rexton mit frischem Design

SsangYong (3) RextonKräftig gebaut ist der Rexton, Foto: Weirauch

Unser Fazit zuerst: Der Ssangyong Rexton reizt gerade auf dem Land seine Vorteile voll aus. Pluspunkt Nr. 1: die hohe Anhängelast (ideal für Häuslebauer und für Wohnanhänger). Pluspunkt Nr. 2: der Rexton ist ein echter Geländewagen. Und das alles zu einem akzeptablen Preis-/Leistungsverhältnis.

Schick präsentiert sich die Karosserie des SsangYong Rexton Foto: Weirauch
Schick präsentiert sich die Karosserie des SsangYong Rexton Foto: Weirauch
Beweist auch im Winter gute Kurvensicherheit, Foto: SsangYong_Motors_Deutschland_Rexton_Dynamisch_72dpi
Beweist auch im Winter gute Kurvensicherheit, Foto: Beweist auch im Winter gute Kurvensicherheit, Foto: SsangYong_Motors_Deutschland

Bereits ab 31.000 Euro ist die günstigste Ausstattung zu haben. Mit Allrad und Siebengang-Automatik sind 37.000 Euro zu bezahlen.  Im Vergleich mit anderen SUV`s ein akzeptables Angebot. Für eine Großfamilie ist das Platzangebot des 4,85-Meter-Riesen wichtig: mit der 3. Sitzreihe (herausnehmbar), können bis  zu sieben Personen transportiert werden. Ansonsten verschwinden hinter der zweiten Reihe 784 Liter Gepäck.

Der RExton sieht schick aus, auch dank der 20-Zoll-Leichtmetallfelgen , Foto: Weirauch
Der Rexton sieht schick aus, auch dank der 20-Zoll-Leichtmetallfelgen , Foto: Weirauch

Zuladung ist mit 686 Kilogramm möglich. Maximal 3,5 Tonnen darf er dank der stabilen Leiterrahmen-Konstruktion als Anhängelast auf den Haken nehmen. Der Ssangyong Rexton punktet mit Anhängelast, Ausstattung und Preis. Am bisher das Design zu kurz, so ist es mit dem Rexton im Vergleich zum Vorgänger mehr als gelungen.

Da passen auch 2 Fahrräder rein, oder 784 Liter Gepäck Foto: Weirauch
Blick in das geräumige Cockpit, Foto: SsangYong_Motors_Deutschland_Rexton_Modelljahr_19_Interior_72dpi

Motorleistung Ssangyong Rexton

Wir waren in den weiten Brandenburgs unterwegs und erlebten Erstaunliches. Der Geländewagen bewährte sich als komfortabler Dauerläufer. Turbo-Diesel und Siebenstufenautomatik harmonierten perfekt.

Der 2,2-Liter-Diesel zieht kraftvoll durch, Foto: Weirauch
Der 2,2-Liter-Diesel zieht kraftvoll durch, Foto: Weirauch

Der Verbrauch lag bei durchschnittlich gefahrenen 120 bis 150 Stundenkilometern bei 8,7 bis 11,4 Litern. Also 9,7 Liter für 100 Kilometer. Akzeptabel, wie wir meinen.

Bequem ist die Nappaleder-Sitzbank des Rexton, Foto: Weirauch

Technische Daten des Ssangyong Rexton

Fünf- oder siebensitziges, fünftüriges SUV der gehobenen Mittelklasse; Länge: 4,85 Meter, Breite: 1,96 Meter, Höhe: 1,83 Meter (mit Dachreling), Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen (5-Sitzer): 820 – 1.977 Liter 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, 133 kW/181 PS, maximales Drehmoment: 420 Nm bei 1.600 – 2.600 U/min, zuschaltbarer Allradantrieb, 7-Gang-Automatikgetriebe, 0-100 km/h: ca. 11 s, Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h, Normverbrauch: 8,1 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 213 g/km, Emissionsklasse: D, Abgasnorm: Euro 6b, Testverbrauch: 9,7 Liter,

Preis des Testwagens: 43.690 Euro Grundpreis: 30.990 Euro

Fazit: Solide Bauweise, viel Platz, passable Verarbeitung, schickes Design.

Ssangyong im Internet:

Der Rexton wurde von SsangYong zu Testzwecken bereitgestellt.

Hier geht es zur Firmenseite für den Rexton.

Mobilität

Nissan Micra – ein Hingucker mit viel Extra

Micra_Orange_352 - Kopie

Wer die Vorgängermodelle des Nissan Micra kennt, für den kommt der neue Micra einer Revolution gleich. Mit der fünften Generation des Micra präsentiert Nissan eine radikal neue Definition eines Kleinwagens. Unseren ersten Micra fuhren wir 1992, 2002 folgte der nächste. Eines hatten alle gemeinsam: sie waren robust und zuverlässig und preiswert. Nach dem Debüt im Jahre 1983 wurde die Modellbezeichnung ‘Micra’ immer mehr zum Synonym für einen geschätzten und beliebten Kleinwagen. Mit treuen Fans: Die Loyalitätsrate unter Käuferinnen und Käufern ist enorm hoch. Über sieben Millionen Exemplare wurden bislang weltweit verkauft – etwa die Hälfte davon in Europa.

: »Energy Orange«
Der 0,9-Liter-Turbobenziner mit 90 PS ist ab 15.790 Euro zu haben. Foto: D.Weirauch

Der Neue schlägt seine Vorgänger in jeder Disziplin, der Wagen zielt auf das europäische B-Segment, was heißt:  den großen Markt “erwachsener” Kleinwagen. Zielgruppe ist die Generation 55 plus, also Ehepaare, deren kinder nurn och ab und an zu Besuch kommen. Dafür hat sich Nissan eine Menge Extras einfallen lassen. Und das hat seinen Preis, preiswert ist der Neuen icht. Dafür bietet er viele Extras, die in der Klasse nicht üblich sind.

Peppiges Desigs und viele Farbkombinationen

Das expressive Design ist Schlüssel für die Eroberungen der Herzen der Käuferinnen und Käufer mit anspruchsvollem Geschmack. Für Menschen, die es mögen, wenn sich andere nach ihrem neuen Wagen umdrehen, die nicht in einem Modell sitzen wollen, das leicht mit dem Vorgänger verwechselt werden kann. Denn mit den legendären K 10 oder K11, von denen in den 200er Jahren jeweils mehr als 200.000 Autos verkauft wurden, hat der neue Wagen nichts mehr gemein. Und er kann mehr als Stadtverkehr. Der neue Micra wirkt athletisch und zugleich souverän. Und er bietet mit 0,29 einen sehr guten Luftwiderstandswert in seiner Klasse. Das zahlt sich auf längeren Strecken bei flotterer Gangart besonders aus.  Ein expressives, frisches Farbportfolio und Personalisierungsoptionen mit Pep betonen das Design. Und sie lassen den neuen Micra aus der Masse hervorstechen.

❏ Nissan Micra – Karosserie

Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Mit einzigartigem Design, neuen Technologien an Bord, agilen Motoren und souveränem Handling fordert der Micra Nr. 5 die Platzhirsche des Segments heraus. Eine Länge von 3,999 Metern markiert das Gardemaß der Klasse, macht den neuen Micra zu einem klassischen Vertreter des B-Segments.  Das ausschließlich als Fünftürer konzipierte Fließheckmodell ist länger, breiter und flacher als je zuvor. Auch der Radstand legte zu.

Micra_Orange_375

❏ Innenraum + Ausstattung

Der geräumige Innenraum und fortschrittliche Features, die zuvor nur aus höheren Fahrzeugklassen bekannt waren, machen den Micra auch für Käufer attraktiv, die mit Stil „downsizen“ und ins B-Segment wechseln wollen.

Wo aussen "Energy Orange", dann auch im Innern, foto: D. Weirauch
Aussen in “Energy Orange”, auch im Innern, Foto: D. Weirauch

Gutes Aussehen ist nicht allein Garant dafür, dass sich Fahrzeuginsassen unterwegs wohl fühlen. Zu den “inneren Werten” des neuen Micra zählt eine gute Ergonomie. Ein höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad in Kombination mit großzügigen Einstellwegen der Vordersitze ermöglichen eine ideale Sitzpositionen für Personen ganz unterschiedlicher Größe und Statur. Eine sehr gute Kopffreiheit ist dank der niedrigen Sitzposition auch für Fahrer mit Gardemaß garantiert. Die Sitze bieten ein Höchstmaß an Rückenentlastung, auch auf längeren Fahrten.

P1320489

 

Praktisch das Infotainment-System. Das NissanConnect Navigationssystem ist Serie bei den Ausstattungslinien Tekna und N-Connecta und optional für die Version Acenta erhältlich. Bereits bei der Version Acenta ist ein Radio-Infotainment-System mit einem Sieben-Zoll-Bildschirm und Touchscreen-Funktion serienmäßig. Das System integriert nicht nur das Smartphone, sondern bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen wie Apple CarPlay®, das via der Sprachsteuerung „Siri“ angewählt werden kann. Wenn ich da an den K 11 denke.

Klangerlebnis

Als erster Vertreter in der Kleinwagen-Klasse verfügt der Micra über das Bose® Personal® Sound-System an Bord. Das kostet extra, ist aber toll. Mit sechs Lautsprechern in Kopfstützen, Vordertüren und A-Säulen ist das Klangerlebnis phänomenal. Durch den Breitbandlautsprecher in den Vordertüren konnte auf einen Subwoofer im Kofferraum verzichtet werden.

Micra_Orange_418

Foto: Nissan

Das Bose® Personal® Sound-System ist Standard in der Ausstattungslinie Tekna und als Option für die Versionen Acenta und N-Connecta erhältlich.

 ❏ Nissan Micra –  Assistenzsysteme

Das bislang kein anderer Kleinwagen. Der Intelligente Spurhalte-Assistent ist eine Europapremiere für Nissan. Wird ein Spurwechsel nicht per Blinker rechtzeitig angezeigt, erfolgt eine unverzügliche visuelle Warnung. Zusätzlich beginnt das Lenkrad zu vibrieren. Falls keine Lenkkorrektur erfolgt, wird das Fahrzeug durch selektiven Bremseingriff in die Fahrspur zurückgeführt. Ebenso der Notbrems-Assistent mit Fußgängererkennung. Das System kann einen drohenden Zusammenstoß verhindern oder die Aufprallintensität zumindest deutlich reduzieren. Es verfügt auch über eine Fußgängererkennung.

Micra_Orange_400Foto: Nissan

Was wir bisher vom SUV kennen: Verkehrsszeichen-Erkennung: Ein praktischer Helfer, der den Fahrer – gut sichtbar auf dem Display – niemals im Zweifel über die erlaubte Geschwindigkeit lässt. Auch erwähnenswert der Totwinkel-Assistent: Warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel – ein System, das sich insbesondere bei Autobahnfahrten bemerkbar macht und die Unfallgefahr beim Ausscheren deutlich senkt.

❏ Nissan Micra – Kofferraum

Das Kofferraum-Volumen beträgt 300 Liter. Auch größere Gepäckstücke passen hinein. Bei umgelegter Rückbank lässt sich das Volumen auf 1.004 Liter mehr als verdreifachen. Ich bin es gewohnt, Einkaufskisten oder Koffer in den Wagen zu schieben und nicht reinzulegen. Denn das ist ein Manko: Für Menschen mit Rückenproblemen ist es schwerer, die Kisten aus dem Wagen zu heben. Schade, eine vertane Chanche.

Einziges Manko: Kisten müssen hineingehoben werden, für Menschen mit Rückenproblemen schwierig, Foto: d. Weirauch
Einziges Manko: Kisten müssen hineingehoben werden, für Menschen mit Rückenproblemen schwierig, Foto: D. Weirauch

Ablagen bietet der neue Micra viele. Für größere Gegenstände gibt es ein XL-Extrafach vor dem Schaltknüppel, das je nach Ausstattungsvariante über eine Ambientebeleuchtung sowie einen USB- und Stromanschluss verfügt. Das Handschuhfach ist so konfiguriert, dass sogar zwei 2-Liter-Flaschen problemlos verstaut werden können. Bis zu 1,5-Liter-Flaschen passen in die Türablagen. Außerdem sorgen Cupholder (zwei vorn, einer im Fond) dafür, dass Getränkebecher auch bei flotterer Gangart gut gesichert sind.

❏ Motor + Fahrleistung

Zum Marktstart stehen ein 0,9-Liter-Turbo-Benziner mit drei Zylindern und ein 1,5-Liter-Diesel mit vier Zylindern zur Wahl, die beide 66 kW/90 PS leisten; zeitnah zur Einführung folgt ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 54 kW/73 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Zwei der drei Motoren sind mit dem Start-Stopp-System (ISS) verfügbar. Weitere Motoren- und Getriebe-Varianten sollen folgen.

Micra_Orange_387

Foto: Nissan

❏ Nissan Micra  – Fazit + Preis

Ob im Stadtgewühl oder auf der freien Landstraße – das Fahren des neuen Nissan Micra macht Freude! Voraussetzung dafür: die richtige Abstimmung für beste, aber eben auch für schlechte Fahrbahnen zu finden. Ab April 2017 stehen die fünf Ausstattungsvarianten Visia, Visia Plus, Acenta, N-Connecta und Tekna zur Verfügung. Nicht alle Varianten sind mit allen Motoren kombinierbar.

Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Foto:D.Weirauch
Der neue Micra ist flacher, breiter und länger als jedes Modell zuvor. Foto:D.Weirauch

Ein zweifarbiges Interieur ist bei allen Versionen serienmäßig, und zwar in drei verschiedenen Ausführungen: eine für Visia und Visia Plus, eine für Acenta und N-Connecta and eine dritte für Tekna. Für die Topversion Tekna ist als Option auch eine Lederausstattung wahlweise in Elegant Black oder Inspiration Red verfügbar.

Micra_Blue_053 - Kopie

Foto: Nissan

Ein angenehmes Fahrergefühl stellt sich unterwegs mit dem neuen Micra auch ein, weil das Geräuschniveau im Innenraum sehr niedrig ist. Die aufwendige Dämmung ist so ausgelegt, dass der Fahrer zwar Motorgeräusche leise wahrnimmt, aber andere Quellen wie etwa Abrollgeräusche weitgehend ausblendet. Das kommt vor allem in höheren Geschwindigkeitsbereichen bei Autobahnfahrten zum Tragen.

Gebaut wird der neue Micra bei Nissans Partner Renault im französischen Flins. Die Preise starten ab 12.990 Euro für den 73 PS starken Einliter-Benziner. Der 0,9-Liter-Turbobenziner mit 90 PS (66 kW) ist als Micra Visia ab 12.990 Euro, als Micra N-Connecta ab  zu haben. Die ebenfalls 90 PS starke 1,5-Liter-Turbodieselvariante kostet 16.190 Euro. Und wie gesagt: Extras schlagen zusätzlich zu Buche. Gegenüber dem vergleichbar ausgestatteten VW Polo bleibt ein beachtlicher Preisvorteil von 2.000 Euro. Mein Nissan K 12 kostete im Jahr 2002 rund 10.000 Euro.

Das Fahrzeug wurde für den Test von Nissan zur Verfügung gestellt.

error: Content is protected !!