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Ob exklusives 5-Sterne-Hotel, budget-Hotel oder Schlafen auf dem Heu oder im Kohlebergwerk. Hier werden ausgefallene Übernachtungen vorgestellt. Genussvoll geht es in Brauereien und in Weinbergen zu, die wir besucht haben.

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Hotel Monopol Katowice – top Hotel in Polen

Katowice (3)Monika Leraczyk, die strahlende Direktorin des Hotels Monopol in Katowice, mit einigen Mitarbeitern, Foto: Weirauch

Paris Hilton und Andrej Wajda, der berühmte Filmemacher, wohnten schon im 5-Sterne Hotel Monopol in Katowice. Nun also habe ich auch ein Zimmer im diesem edlen Hotel bezogen. Monika Leraczyk, die Hoteldirektorin, ist stolz auf ihr Haus. Man spürt es überall. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, lesen den Gästen regelrecht die Wünsche von den Lippen ab. Nicht ohne Grund: Das Hotel Monopol gehört zu den bekanntesten Hotels in Polen, in Katowice (deutsch Kattowitz) sowieso.

Es reiht sich eines in die Reihe berühmten Bahnhofs Hotels, denn der alte Bahnhof vonKattowitz liegt dem Hotel Monopol direkt gegenüber. Eröffnet im Jahr 1903 erlebte das im Jugendstil errichtete Luxushotel vor allem um die Jahrhundertwende und danach rauschende Feste. Damals schon gingen die Größen der Zeit hier ein und aus.

Blick auf die prächtige Fassade des Hotel Monopol in Katowice
Blick auf die prächtige Fassade des Hotel Monopol in Katowice

Das von Ludwik Goldstein entworfene Gebäude wurde schnell zum repräsentativsten Hotel in Katowice. Auf der Hotelausstellung in Bytom gewann er 1904 die Goldmedaille. Die Ausstattung war ähnlich wie im Berliner Adlon am Brandenburger Tor.  Es gab drei Restaurants, eine Hotelbäckerei und eine eigene Wäscherei. Die Gäste waren begeistert von Luxus, modernen Möbeln und architektonischem Geschmack, und der Ort wurde schnell zu einem der beliebtesten Hotels in Schlesien. Das Monopol Hotel hat ein hohes Ansehen und hohe Wertschätzung erlangt, was sich bald durch die Anwesenheit bedeutender und wohlhabender Gäste in Kattowitz bewies. In den frühen 1920er Jahren wohnte Charles de Gaulle dort, er war als Beobachter der französischen Regierung  zur Volksabstimmung, die über die Aufnahme Schlesiens nach dem Ersten Weltkrieg in die neue Ordnung Europas entschied.

Mit der Hochzeit des weltberühmten Tenorsängers Jan Kiepura mit der in Ungarn geborenen Sopranistin Marta Eggerth im Oktober 1936 wurde dem Hotel eine wahre Pracht verliehen. Später dann wohnten auch andere berühmte Künstler hier, beispielsweise Karol Szymanowski (eine der Suiten trägt seinen Namen), der Klaviervirtuose Artur Rubinstein sowie der Schriftsteller Tadeusz Boy-Żeleński.

Niedergang nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Hotel allmählich an Glanz und wurde Ende der achtziger Jahre geschlossen Danach diente es als Bürokomplex. Seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand es leer.

Wiedergeburt nach 2000

Nach der umfangreichen Renovierung in den letzten Jahren erstrahlen die 108 Suiten und Zimmer in neuem (alten) Glanz. Im Dezember 2018 werden die Teilnehmer der UN-Weltklimakonferenz dort wohnen. Vielleicht legt ja ein Staatsmann oder Umweltminister sein Haupt auf das Bett. Indem ich jetzt geschlafen habe. Die Zimmer wurden mit viel Liebe zum Detail individuell gestaltet. Alle Zimmer des Hotels sind klimatisiert. Kostenloser WLAN-Internetzugang ist in den öffentlichen Bereichen und in allen Zimmern verfügbar. In Deutshcland ist das leider oft noch nicht möglich in guten Hotels.

Alle Badezimmer sind aus Marmor oder anderen Steinarten und mit eleganten italienischen Armaturen ausgestattet. Ein Luxus, den ich gern genoss: Superior Zimmer, Junior Suiten und Suiten verfügen über einen Nespresso Espresso.

Die Apartments, in denen auch schon Präsidenten, wie Lech Walesa wohnten, verfügen  über ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer mit einem großen Doppelbett. Ich hatte ein Fenster zur Nebenstraße und schaute auf ein toll renoviertes Jugendstilhaus.

Das Hotel Monopol gehört zu den polnischen Likus Hotels. Das Unternehmen betreibt Boutique-Hotels in restaurierten Gebäuden von großem historischem und kulturellem Wert. Sie alle repräsentieren die Idee des Zusammenlebens zwischen einem Denkmal der Spitzenklasse und einem luxuriösen Hotel auf höchstem Niveau. Wie in Katowice (Kattowitz) verstehen sich auch die anderen Likus Hotels als Schaufenster der jeweiligen Stadt, in der sie sich befinden. Sie verbinden auf subtile Weise den Genius loci (Geist des Ortes) mit der Moderne. Jedes der Likus-Hotels zeichnet sich durch außergewöhnliche Aufmerksamkeit für historische Details aus. Die Besitzer der Gruppe Likus Hotels & Restaurants möchten diesen Orten einen früheren Glanz verleihen und gleichzeitig einen modernen Touch erzeugen. Dies war auch der Fall des Monopol Hotels in Katowice.

Edel ausgestattet präsentiert sich das Schwimmbad im Hotel Monopol in Katowice, Foto: Hotel Monopol
Edel ausgestattet präsentiert sich das Schwimmbad im Hotel Monopol in Katowice, Foto: Hotel Monopol

Das Monopol Hotel ist das einzige 5-Sterne-Hotel in Katowice. Monopol ist das beste Hotel in Schlesien. Es ist eines der renommiertesten Hotels in Polen. Mich hat die denkmalgerechte Restaurierung begeistert. Bei den Konservierungsarbeiten wurden eine interessante Präsentation der Sonne am Haupteingang und ein komplett erhaltenes Bodenmosaik an der Rezeption entdeckt. Man geht sozusagen über Geschichte, wenn man in das gastfreundliche Haus eintritt.

Blick in das Cafe des Hotel Monopol gegenüber dem alten Bahnhof von Katowice, foto Hotel Monopo
Blick in das Cafe des Hotel Monopol gegenüber dem alten Bahnhof Katowice, Foto: Hotel Monopol

In den letzten Jahren logierten die Fußballnationalmannschaften aus England mit David Beckham und Portugal mit Christiano Ronaldo sowie Rockstars (darunter die Band Deep Purple und Phill Collins mit der Band Genesis) im Hotel Monopol. Und immer wieder kommen berühmten Künstlern, zusammen mit dem  Symphonieorchester des Polnischen Nationalradios und der Schlesischen Philharmonie auftreten, ins Monopol.

Mein Fazit: Heute, über 100 Jahre nach der Eröffnung und 15 Jahre nach der Neueröffnung, sind die Besucher immer noch mit ihrem Luxus und Stil fasziniert.

Neben dem erstklassigen Service schätzen die Gäste auch das einzigartige Speisen-und Getränkeangebot. Die weiße Brigade steht unter Leitung von Jakub Biskup. Der Chefkoch ist  Absolvent der besten schlesischen Gastronomie-Schule. Er debütierte unter anderem in Spitzenhäusern in England, bevor er nach Katowice zurückkam. Jakub Biskup schätzt ein gutes Produkt, legt großen Wert auf Saisonalität und außergewöhnliche Küche. Seine Gerichte zeichnen sich durch eine kühne Kombination aus Geschmack und Ästhetik aus. In der Küche legt er trotz aller Schnelligkeit vor allem Wert auf eine gute und solide Zusammenarbeit des gesamten Teams. Nun bin ich gespannt zu erfahren, wer während der UN-Klimakonferenz im Hotel Monopol wohnt.

Adresse: Hotel Monopol

  • 40-012 Katowice, Dworcowa 5
  • Mail: monopol@hotel.com.pl
  • Tel.: + 48 32 782 82 82
  • Fax: + 48 32 782 82 83

Hier geht es zu meinem Stadtporträt über Katowice

und

hier der Beitrag über das UNESCO-Weltkulturerbe Silberbergwerk Tarnowitz.

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WinterWonderlands der Victor’s Residenz-Hotels

Weihnahctswerlt im weingärtners Victor`s Resdeinz Hotel am Bostalsee:Weihnachtswelt im Weingärtners Victor`s Residenz Hotel am Bostalsee: Foto: Victor´s Residenz Hotels

WinterWonderlands der Victor’s Residenz-Hotels

Zimtgeschmack, Glühweinduft und Kerzenschein – die Victor’s Residenz-Hotels im Saarland schaffen mit den Victor’s WinterWonderlands kleine, bezaubernde Orte, an denen sich die Welt ein wenig langsamer dreht. Ob in der idyllischen Umgebung am Bostalsee, mitten in der City von Saarbrücken und Saarlouis oder in der urig-romantischen Kulisse vor der Scheune in Perl-Nennig – vom 17. November 2018 bis zum 6. Januar 2019 läuten die fünf Victor’s-Häuser im Saarland die zauberhafte Zeit rund um Weihnachten und Silvester ein und verwöhnen ihre Besucher mit winterlichen Drinks, kulinarischen Köstlichkeiten und einem stimmungsvollen Ambiente. Das Resultat: Echtes Weihnachtsgefühl ohne Stress und Hektik.

Eine Reise in die Blütezeit der „Folies Bergère“

In winterlicher Kulisse inmitten von Lichterglanz verführt das Victor’s WinterWonderland der pariserischen Brasserie Saarbrückens, das CHEZ VICTOR’S, in zauberhafte Welten. Auch kulinarisch wird einiges geboten. Wer sich und seine Lieben zum Beispiel am 25. und 26. Dezember verwöhnen lassen möchte, kann jeweils um 19 Uhr ein weihnachtliches Abendmenü mit ausgewählten Delikatessen genießen. Ein wahres „grand spectacle“ erwartet die Besucher an Silvester. Zum Jahreswechsel nimmt das CHEZ VICTOR’S seine Gäste mit auf eine glamouröse Reise zur Blütezeit der „Folies Bergère“ und des französischen Varietétheaters.

Besucher erwartet eine lange Gala-Nacht mit Musik, Tanz, bester Unterhaltung und einem Dinner très délicieux. So treffen beispielsweise beim Dinner Pralinen von Gänsestopfleber auf Feigenkompott, hausgebeizter Lachs auf Meerrettichkompott und es wird Fasan mit Champignon und Trüffel-Füllung an Trauben Portweinsauce und Sauerkraut an Kartoffel-Fächer serviert. Weitere Informationen zum Victor’s WinterWonderland im CHEZ VICTOR’S sowie zu den Öffnungszeiten unter: https://www.chez-victors.de/#winterwonderland.

Opening Party für die Wintersaison

Mit köstlicher Kulinarik und knallenden Korken feierte das THE RESTAURANT im Best Western Victor’s Residenz-Hotel Rodenhof am 17. November den Wintereinzug. Dazu verwandelt sich die Terrasse von THE RESTAURANT in eine reine Partylocation. Bei Glühwein und Haussekt sowie kalten, warmen, süßen und deftigen Köstlichkeiten vom Flying Buffet sorgt Livemusik von Maria Mastrantonio und Manfred Schärf für Beats zum Tanzen und Feiern. Damit ist der Startschuss für weitere entspannte winterliche Abende auf der Terrasse gegeben. Weitere Details zum WinterWonderland des THE RESTAURANT unter: https://www.the-restaurant-saarbruecken.de/#winterwonderland.

Merry Christmas

Auch in THE CLUB im Victor’s Residenz-Hotel Saarlouis weihnachtet es sehr. Hier entführt Zodwa Selele, aus „König der Löwen“ und „Aida“ bekannt, auf eine musikalische Reise in die Welt der Musicals. An zwei Abenden können Besucher zudem die beliebte Show „Christmas Classics“ mit einem Mix aus traditionellen Weihnachtsliedern und groovigen Gospelsongs genießen. Musikalischen Hochgenuss verspricht auch der 7. Dezember mit Live-Musik aus den 1960er Jahren, vorgetragen von Kornél Kovács und seiner Band “A Nyughatatlan“. Einen Tag später lässt die Band Jonny Cash auferstehen und begeistert ihr Publikum mit Cashs bekanntesten Rockabilly-Songs. Stimmgewaltige Performance liefert am 14. Dezember der frühere „The Voice of Germany“-Teilnehmer und Gospel-Pastor Kirk Smith.

Victor's Residenz-Hotel Saarlouis_THE CLUB_Copyright_Victor's Unternehmensgruppe_Dirk Guldner
Victor’s Residenz-Hotel Saarlouis_THE CLUB_Copyright_Victor’s Unternehmensgruppe_Dirk Guldner

Die musikalischen Abende werden mit einem Dinner abgerundet. Das WinterWonderland auf der Terrasse ist jeweils an den Veranstaltungstagen in THE CLUB eröffnet. Weitere Details zu den Shows unter: https://www.the-club.de/saarlouis/#winterwonderland.

Weihnachtsstimmung inmitten von idyllischer Kulisse

Auch in Victor’s Seehotel Weingärtner am Bostalsee wurde die beheizte Terrasse in winterliches Gewand gehüllt und erwartet die Gäste mit selbstgemachten Leckereien und feinem Glühwein. Kein Gedränge und keinen Kommerz verheißt ebenso das Victor’s WinterWonderland in Perl-Nennig. Im Wein- und Biergarten des urigen Victor’s Landgasthauses „Die Scheune“ erwartet die Besucher Genuss und Qualität – alles handgemacht. Ein paar Schritte von hier entfernt lädt auch das Restaurant „Baccus“ auf seiner Terrasse zum WinterWonderland ein. Zum Feierabend, für Frauen- oder Männerabende, für Weihnachtsfeiern oder zum Get-together mit Freunden und Familie – auf der winterlich geschmückten Terrasse können Besucher ganz ohne Gedränge und entspannt das winterliche Ambiente genießen. Ob bei einem festlichen Lunch im Victor’s Landgasthaus „Die Scheune“ oder einem Weihnachtsfeier-Abend im „Bacchus“ – in der idyllischen Kulisse vor dem Schloss, der mediterranen Villa sowie der Scheune lässt sich auf verschiedenste Weise die Winterzeit gebührend zelebrieren.

Weihnachtswelt im Weingärtners Victor`s Residenz Hotel am Bostalsee: Foto: Victor´s Residenz Hotels
Weihnachtswelt im Weingärtners Victor`s Residenz Hotel am Bostalsee: Foto: Victor´s Residenz Hotels

Und wer einen Abstecher in die Kulturstädte Leipzig oder München plant, den heißt das Victor’s Residenz-Hotel Leipzig und das Victor’s Residenz-Hotel München ebenso in winterlicher Atmosphäre herzlich willkommen: Auch hier sind die festlich dekorierten Victor’s

Über die Victor’s Residenz-Hotels:

Gastlichkeit made in Germany: Seit 1996 betreibt die Victor’s Unternehmensgruppe Hotels von der Komfort- bis zur Luxusklasse unter der Marke Victor’s Residenz-Hotels. Aktuell zählen in Deutschland 13 Häuser mit insgesamt 1.655 Zimmern und etwa 800 Mitarbeitern zur Gruppe, die sowohl Geschäfts- als auch Freizeitreisende anspricht. Die Standorte sind vielseitig und reichen von Metropolen wie Berlin oder München über beliebte Städtedestinationen wie Erfurt oder Leipzig bis hin zu den Weinbergen an der Mosel. Im Saarland sind gleich fünf Hotels der Gruppe angesiedelt. Gemeinsam ist allen Häusern, die zwischen drei Sternen und der Kategorie Fünf-Sterne-Superior klassifiziert sind, der persönliche Service ebenso wie die stilvolle Einrichtung mit viel Liebe zum Detail. Mehr Informationen unter www.victors.de.

Weihnachtswelt Schloss Berg Foto: Victor´s Resdienz Hotels
Weihnachtswelt Schloss Berg Foto: Victor´s Resdienz Hotels
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Brandenburger Küchenchef Alexander Müller vom GaultMillau als “Junges Talent” ausgezeichnet

Alexander Müller, Küchenchef im 17fuffzig, Fotocopyright: © Tino SchulzAlexander Müller, Küchenchef im 17fuffzig, Fotocopyright: © Tino Schulz

Alexander Müller, Küchenchef im Gourmetrestaurant 17fuffzig des Bleiche Resort & Spa in Burg (Spreewald), ist im aktuell veröffentlichten Restaurantführer Gault&Millau Deutschland 2019 als “Junges Talent” ausgezeichnet worden. Seit April 2018 hat der gebürtige Brandenburger die Verantwortung für die Küche des 17fuffzig und erreichte auf Anhieb 16 von insgesamt 20 möglichen Punkten. Mit dieser besonderen Ehrung gehört der 33-Jährige zu den besten Köchen in Deutschland sowie zur kulinarischen Spitze des Landes Brandenburg. Jedes Jahr werden die Bewertungen und Auszeichnungen des internationalen Restaurantführers mit großer Spannung erwartet.

Sein professionelles Rüstzeug holte sich der gebürtige Brandenburger in erstklassigen Häusern im In- und Ausland, darunter in zahlreichen Sternerestaurants. Er begann seine Laufbahn im Restaurant Joël Robuchon in Monaco, anschließend ging er nach Frankreich in das Restaurant Paul Bocuse in Collonges-au-Mont-d’Or. Es folgten weitere Stationen, wie das Restaurant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, das Romantik Hotel Residenz am See in Meersburg und zuletzt das Boutique Hotel Vila Joya im portugiesischen Albufeira. Die Entscheidung für das Gourmetrestaurant 17fuffzig betrachtet er als einen konsequenten Karriereschritt und ist damit zugleich in seiner Heimatregion wieder angekommen.

Kurzinterview,  Stand: Oktober 2018

Wer oder was hat Ihre Art zu Kochen besonders geprägt?

“Ich habe bei Meistern gelernt, bei Köchen, die ihr Handwerk lieben, daraus kann ich jetzt schöpfen. Deff Haupt hat mich damals in Berlin beispielsweise für die höhere Kochkunst und den Beruf während meiner Ausbildung erst richtig begeistert, mein ’Feuer’ für diesen Beruf entfacht. Bei Paul Bocuse in Frankreich arbeiten zu dürfen war eine große Ehre, dort wurde mir viel mit auf den Weg gegeben. Die Jahre bei Harald Wohlfahrt in Baiersbronn verbinde ich neben professionellen Erfahrungen mit einem kompetenten, respektvollen Führungsstil.

Auch die Arbeit bei Chef Dieter Koschina in der Vila Joya in Portugal war eine prägende Zeit. Hier lernte ich in besonderer Weise, dass es Mut, Zeit und Leidenschaft braucht um Neues zu wagen und einen eigenen Kochstil zu entwickeln.”

Erstmals stand im September Widder auf der Karte, das gab es hier noch nie. Wie kam es dazu?

“Es war eigentlich Zufall. Ich habe aktuell zwei Jäger in der Region gefunden, die mich beliefern und einer fragte, ob ich auch einmal Interesse an Widder haben würde. Das war reizvoll. Die Resonanz bei den Gästen war toll, viele Gespräche sind entstanden, auch über fast vergessene Lebensmittel und Gerichte, einiges davon könnte, neu interpretiert, durchaus auch Teil einer Nouvelle Cuisine 2.0 sein.”

Was ist Ihnen wichtig?

“Ich komme aus Brandenburg, einem Land, das von zahlreichen kulturellen Einflüssen geprägt wurde, der Spreewald zählt zu den Wiegen Europas. Das Land Brandenburg ist zudem landwirtschaftlich geprägt, es gibt fast alles – daraus möchte ich schöpfen und in Kombination mit internationalen Qualitätsprodukten eine abwechslungsreiche moderne, leichte Marktküche auf höchstem Niveau anbieten. Dafür ändert sich auch schon bis zu drei Mal pro Woche die Karte, wobei wir die Dramaturgie eines ganzen Menüs im Auge behalten. Wir verzichten vollständig auf künstliche Geschmacksverstärker und ich investiere viel Zeit in die Suche nach ursprünglichen regionalen Lebensmitteln, die wir möglichst unverfälscht und in bester Frische-Qualität direkt in der Umgebung erhalten können. Das Beste ist gerade gut genug. Ich stehe im direkten Kontakt mit regionalen Erzeugern und kann meine Vorstellungen einbringen – Geben und Nehmen auf Augenhöhe, das ist mir wichtig und dabei entsteht Neues. Und unsere Umgebung hat alles, was wir brauchen, in unserer Küche können wir selbst am offenen Feuer arbeiten.”

Wie beeinflusst Sie Ihr Arbeitsumfeld?

“Alles beeinflusst einen – mal mehr, mal weniger. Im Restaurant und in der Blauen Küche hängen zum Beispiel diese kraftvollen expressionistischen Bilder, und man spürt die Energie sowie den Mut, den diese Künstler in ihrer Zeit aufbrachten. Das ist ansteckend.”

Alexander Müller (33) – Küchenchef im Gourmetrestaurant 17fuffzig des Bleiche Resort & Spa, Bleichestraße 16, 03096 Burg (Spreewald), www.bleiche.de

 

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Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof

Victors-rodenhof (6)Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch

(Werbung) ein Haus mit Geschichte, guter Küche und tollen Mitarbeitern ist Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof am Rande von Saarbrücken.  Von 1990 bis Ende 1999 unter dem Namen Best Western Bauer Hotel Rodenhof geführt, gehört das Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof seit dem 1. Januar 2000 zu den Victor´s Residenz-Hotels. Davon gibt es bundesweit derzeit 13 Hotels. „Cosy and urban“ – das ist das Motto des Vier-Sterne-Hauses im Norden der Stadt. Die 100 Zimmer und Suiten wie auch die fünf Tagungsräume sind modern eingerichtet.

Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto. Weirauch
Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto. Weirauch

Vom Rodenhof aus erkunden wir Saarbrücken und machen bemerkenswerte Entdeckungen. Obwohl Landeshauptstadt hat Saarbrücken als kleine Metropole an der Saar nicht sehr viel Großstädtisches zu bieten. Trotz der gegenwärtigen Baustellen geht es in der Landeshauptstadt alles etwas ruhiger und beschaulicher zu, fußläufig liegen die schönsten Sehenswürdigkeiten beieinander. Eine lebendige Stadt mit freundlichen Menschen, einem Fluss und einer Brücke, die der Stadt ihren Namen geben, viel Grün in der Umgebung und geschichtsträchtige Orte, die die Gäste entdecken können.

Gastfreundliches Hotel

Das Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof ist ein Tagungs- und Geschäftshotel der 4-Sterne Kategorie mit 100 Zimmern (48 Einzelzimmer, 35 Doppelzimmer und 17 Suiten) in unterschiedlichen Kategorien, einem Tagungsbereich bis zu 100 Personen, THE RESTAURANT (43 Sitzplätze), Victor´s Kaminstube (25 Sitzplätze), Victor´s Bar und Victor´s Stube im bayrischen Stil.

Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch
Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch

Übrigens ist der Rodenhof das einzige gehobene Best Western Hotel im Saarland. Es punktet trotz seiner Ruhelage mit  der direkten Nähe zur Saarlandhalle und zum Fußballstadion am Ludwigspark.

Das Victor´s Residenz Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz Hotels
Das Best Western Victor´s Residenz Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz Hotels

Die küche im rodenhof ist preisverdächtig, der Servive überaus aufmerksam und flink. Wir aßen Victor´s Pulles Beef burger (10,50 Euro) und waren begeistert, am Nachbartisch wurde Wiener Schnitzel serviert.

Fassen wir zusammen: Eine gute Verkehrsanbindung, ein kostenloser Parkplatz, die ruhige Lage am grünen Stadtrand, nur fünf Autominuten von der Innenstadt entfernt, ermöglichen einen entspannten Urlaub in einem gemütlichen familiären Hotel. Businessgäste, Tagungsgäste, Familien, Kurzurlauber werden durch aufmerksames, freundliches Personal in allen Abteilungen begleitet.

klein, aber fein ist der Pool im rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels
Klein und fein ist der Pool im Rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels

Im rund 400 Quadratmeter großen Vital Resort mit Hallenbad, zwei Saunen und Dampfbad kann man die Seele baumeln lassen. In der Wohlfühloase  THE SPA  kann man seinen persönlichen Ruhepol finden und sich von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen. Dafür fehlte uns leider die Zeit.

Im Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof machten wir erstmals Bekanntschaft mit der Saarlandcard. „Viel entdecken. Viel Erleben“ – unter diesem Motto präsentiert sich die Saarland Card als Highlight im saarländischen Tourismus. Mit ihr stehen über 65 Attraktionen im Saarland und den angrenzenden Regionen kostenfrei für touristische Übernachtungsgäste offen. Zusätzlich können auch Bau- und Bahn kostenfrei genutzt werden.

Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!
Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!

Was man sich anschauen sollte:

Das Saarbrücker Schloss bildet den Mittelpunkt des alten Saarbrücken. Es spiegelt 200 Jahre Geschichte der Kernregion des Saarlandes wider und ist vor diesem Hintergrund ein kulturhistorisches Denkmal von überregionalem Rang. Der Europäischer Kulturpark Reinheim-Bliesbrück, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist ein archäologischer Park der besonderen Art mit keltischem Fürstinnengrab, Villa Rustica, gallorömischem Gutshof, Thermen sowie einem Handwerker- und Händlerdorf. Im Saarlandmuseum/Moderne Galerie finden Ausstellungen internationaler Malerei, Plastik und Grafik des 20. Jahrhunderts statt.

Blick auf die Ludwigskirche und Ludwigskirchplatz in Alt-Saarbrücken, Foto: Weirauch
Blick auf die Ludwigskirche und Ludwigskirchplatz in Alt-Saarbrücken, Foto: Weirauch

Anfahrt

Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Autobahnanbindung. Es gibt den direkten Autobahnanschluss zur A8 und A623 mit Abfahrt Rodenhof, die A8 und A 620 mit Abfahrt Westspange oder bis Ende A1. Der Euro-Bahnhof Saarbrücken mit ICE-Anschluss ist ca. 1,5 Kilometer entfernt. Busse fahren regelmäßig alle 15 Minuten zum Hauptbahnhof und ins Stadtzentrum. Die Bushaltestelle ist fünf Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Der nächste Flughafen in Saarbrücken/Ensheim ist ca. 18 Kilometer entfernt.

Blick auf das Rathaus von Saarbrücken, © F. Bernarding / TZS
Blick auf das Rathaus von Saarbrücken,
© F. Bernarding / TZS

Hier ein Überblicksbeitrag über mehrere Victors`s Hotels.

Die Recherche in den Hotels wurde unterstützt von den Victor´s Residenz-Hotels. Vielen Dank!!!

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Mit den Victor´s Hotels das Saarland entdecken

Saarlouis (1)

(Werbung) Freundliche und engagierte Menschen, interessante Städte, eine sehr gute Küche, Stahl, UNESCO-Weltkulturerbe und bezaubernde Natur. So haben wir das Saarland erlebt. Am Anfang unserer einwöchigen Tour sah es ganz anders aus. „Warum wollt ihr ins Saarland, fahrt doch gleich weiter nach Luxemburg oder Frankreich“. sagten Freunde, denen wir von der Reise vorab erzählten. Saarland? Das sei doch eh nur Steinkohle, Stahlwerk und … Eigentlich konnte uns keiner vorher etwas Genaueres zum Saarland erzählen. Oskar Lafontaine, Peter Altmeier und Annegret Kramp-Karrenbauer kämen daher und Außenminister Heiko Maas, die Liste prominenter Namen ließe sich fortsetzen. „Schaut es Euch an und bildet euch eine Meinung!“, so meinte ein Kollege der Saarbrücker Zeitung.  So überzeugend klang das allerdings nicht. In Buchhandlungen gibt es Reiseführer über fast alle Flecken dieser Welt, aber über das Saarland nur einen schmalen DuMont.

In den Hotels der Victor´s Residenz Hotels

Doch wie lernt man das zweitkleinste deutsche Bundesland (nach Bremen) am besten kennen ?  Wir hatten die Idee, das Saarland ausschließlich als Gäste einer Hotelgruppe zu bereisen. Denn die Victor´s Residenz-Hotels sind flächendeckend über das kleine Land im Südwesten Deutschlands verteilt. Vom charmanten Landhaus über ein Fünf-Sterne-Superior-Hotel bis hin zum Drei- und Vier-Sterne-Haus – für jeden Geschmack ist ein passendes Victor´s Hotel dabei.

Erste Station in Leipzig

Und da es von Berlin bis Saarbrücken mit dem PKW so um die 800 Kilometer sind, legten wir einen Stop im Victor´s Residenz-Hotel Leipzig ein. Das einstige „Continental“ am Hauptbahnhof punktet mit funktional ausgestatteten Zimmern, einer guten Küche und der absoluten Innenstadtlage. Der Service ist freundlich und immer am Gast orientiert. Wir konnten an der Rezeption in Leipzig bereits einen Vorgeschmack auf sich meist in allen Victor´s Hotels wiederholende Kleinigkeiten erhalten. Beispielsweise die  Zimmerschlüssel mit dem Püschel dran oder die Benefizaktion mit den Teddys. Darüber später mehr.

Freundlicher Empfanhg garantiert durch Jana Stephan im Victor´s Residenz hotel Leipzig, Foto: Weirauch
Freundlicher Empfang durch Jana Stephan im Victor´s Residenz -Hotel Leipzig, Foto: Weirauch

Wir waren nur eine Nacht in Leipzig, können über das Essen im Restaurant nichts scheiben. Das Frühstück stärkte uns für die Weiterfahrt. Für unsere Saarlandtour wurden wir in Leipzig perfekt ausgerüstet, denn wir bekamen alle Flyer der Victor´s Hotels an der Rezeption.  Das Leipziger Hotel ist optimal verkehrstechnisch angebunden.

Mitten in der City von Leipzig, beste Verkehrsanbindung, gegenüber der Leipziger Hauptbahnhof, Foto: Weirauch
Blick aus dem Fenster: Mitten in der City von Leipzig, beste Verkehrsanbindung, gegenüber der Leipziger Hauptbahnhof, Foto: Weirauch

Der Hauptbahnhof liegt gegenüber, der Zentrale Omnibusbahnhof rund 100 Meter entfernt. Wenn die Tiefgarage des Hotels voll ist, so findet man über dem neuerbauten Omnibusbahnhof genügend Parkfläche.

Unser Tipp: vorher im Hotel anrufen. Hier folgt später ein Hotelcheck zu Victor´s Residenz Hotel Leipzig.

  • Info: Victor’s Residenz-Hotel Leipzig
    Georgiring 13 D-04103 Leipzig
    Tel.: +49 341 6866-801
  • E-Mail: info.leipzig@victors.de

Die Saarlandtour kann beginnen.

Victor´s Residenzhotel Rodenhof in Saarbrücken

Nun im Saarland angekommen. Das Victor´s Residenzhotel Rodenhof liegt direkt in einem Wohngebiet am Rand von Saarbrücken und punktet mit eleganten Zimmern und einem zurückhaltend freundlichen Service. Gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes erhielten wir an der Rezeption Tipps und Hinweise, wie wir beispielsweise mit dem Bus in die Stadt hinein kommen.  Das Auto ließen wir in der Tiefgarage von Victor´s Residenz Rodenhof.

Das Victor´s Residenz Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz Hotels
Das Victor´s Residenz Best Western Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels
Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch
Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor´s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch

„Cosy and urban“ – das ist das Motto des Vier-Sterne-Hauses im Norden der Stadt. Die Zimmer und Suiten wie auch die fünf Tagungsräume sind modern eingerichtet, THE SPA – Beauty by Victor’s ist die Wohlfühloase des Hauses und auch die Wellness-Welt mit Pool, Whirlpool und Sauna sorgen für Erholung nach einem Tag in der City.

Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto. Weirauch
Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto: Weirauch

Nach dem Stadtbummel in Saarbrücken überraschte uns am Abend der flinke Service in THE RESTAURANT, ein Mix aus Urban Look und Rocky Mountains, die Küche brillierte mit Burger und zartem Roastbeef. Natürlich, wie sollte es im Saarland anders sein, stehen auch heimische Klassiker auf der Karte.

Obwohl das Hotel rund 100 Zimmer hat, lief auch das Frühstück am kommenden Tag ruhig ab. Die freundlichen Mitarbeiter hatten zwischendurch noch Zeit, um uns den einen oder anderen Tipp für unsere Saarlandtour zu geben.

klein, aber fein ist der Pool im rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels
Klein, aber fein ist der Pool im Rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels

Allen Victor´s Hotels ist gemein: kostenfreies weltweites Telefonieren in alle Fest- und Handynetze vom Zimmeranschluss aus, kostenfreie ausgewählte Sky-Programme sowie WLAN in einer Basis-Version im Hotel.

Ausführlicher Hotelcheck später hier.

  • Info: Best Western Victor’s Residenz-Hotel Rodenhof, Kálmánstraße 47-51,
  • 66113 Saarbrücken,
  • Tel. +49 681-41020
  • www.info.rodenhof@victors.bestwestern.de

Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken

Französischer Flair liegt in der Luft – kein Wunder, liegt das  Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken weniger als zwei Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt. Alle 143 Zimmer und Suiten des 1999 im Stile eines französischen Grandhotels eingeweihten Vier-Sterne-Superior-Hotels sind komfortabel ausgestattet und laden zum Wohlfühlen ein.

Blick auf das Victor´s Residenz-Hotel am Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken, Fotol: Victor´s Residenz-Hotels

Der Blick geht über den angrenzenden Deutsch-Französischen Garten. Die Brasserie Parisienne, ganz im Stil der Belle Époque, serviert feinste deutsch-französische Küche vom Knusperschnitzel bis zum Chateaubriand. Der Service überzeugt durch hohe Professionalität.

Freundlichkeit und Kompetenz ist oberster Grundsatz im Victor´s Resdienzhotel Saarbrücken, Foto: Victor´s Resdienzhotel Saarbrücken
Freundlichkeit und Kompetenz ist oberster Grundsatz im Victor´s Resdienzhotel Saarbrücken, Foto: Victor´s Resdienz-Hotel Saarbrücken

Mehr zu unserem Hotelbesuch später hier.

  • Info: Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken
  • Deutschmühlental 19
  • 66117 Saarbrücken
  • Tel. 0681 58821 0
  • Mail: info.saarbruecken@victors.de

In der „heimlichen Hauptstadt“ des Saarlandes

Von Saarbrücken aus geht es nach Saarlouis. Auf der Strecke dahin besuchen wir das UNESCO-Welterbe, die Völklinger Hütte. Sie liegt nur etwa zehn Kilometer westlich von Saarbrücken. Als einzigartiges Zeugnis der Technikgeschichte und Industriekultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde die 1873 gegründete Völklinger Hütte im Jahr 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Riesenanlage war bis 1986 in Betrieb. Im „Science Center Ferrodrom“ lässt sich der komplette Prozess der Roheisenerzeugung nachvollziehen. Kernstück der Anlage sind die zwischen 1882 und 1916 errichteten sechs Hochöfen. Später hier mehr.

Saarlouis – pure Lebensfreude

Wir fahren weiter nach Saarlouis, wo wir im Victor´s Residenz-Hotel Saarlouis übernachten werden. Wenige Meter vom Hauptbahnhof und nur einen kurzen Spaziergang von der Altstadt entfernt, bietet das Drei-Sterne-Superior-Hotel 127 komfortable Zimmer, Themensuiten (einige auch mit Himmelbett) sowie Apartments mit eigener Küche. Zehn Tagungsräume lassen auch größere Kongresse zu. Das Restaurant The Grill mit exzellenten Steaks und die Event-Location The Club zählen zu den Hot Spots der Stadt. Für die Stadtbesichtigung nutzen wir wieder die Saarland-Card. Mit dem Bus kommen wir vom Hotel aus bis zum zentralen Busbahnhof am Kleinen Markt. Von hier aus starten wir unseren kleinen Stadtrundgang.

An der Straße gelegen und trotzdem im Grünen: Victor´s Residenz-Hotel Saarlouis, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
An der Straße gelegen und trotzdem im Grünen: Victor´s Residenz-Hotel Saarlouis, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
Bleibet nicht nur bei Touristen ist The Grill im Victor´s Residenz-Hotel Saarlouis, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
Beliebt nicht nur bei Touristen THE GRILL im Victor´s Residenz-Hotel Saarlouis, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
Gebürtig in Saarlouis ist Katja Schäfer die beste Kennerin ihrer Heimat, Foto: Weirauch
Gebürtig in Saarlouis ist Katja Schäfer die beste Kennerin ihrer Heimat, Foto: Weirauch

Die Sonne meint es auch gut mit uns, wir stehen am Großen Markt, ehemals Parade- und Exerzierplatz, einst Mittelpunkt der Festungsstadt. Heute ein Ort für Wochenmärkte und Veranstaltungen sowie Parkplatz. Auf den Bänken am Rande unter Platanen findet man etwas Ruhe, kann den Blick über das Rathaus mit dem Glockenturm und die Ludwigskirche schweifen lassen. Die Ludwigskirche mit ihrem neugotischen Turm und dem modernen Kirchenschiff als architektonische Rarität zieht uns an und bietet uns für einige Minuten Schutz vor der Sonne. Für seine gemütliche Altstadt zwischen Kleinem und Großem Markt ist Saarlouis bekannt. Flaneure, die sich uns gegenüber als Einwohner von Saarlouis vorstellten, meinten sogar, Saarlouis ist die heimliche Hauptstadt des Saarlandes. Hier lässt es sich gemütlich bummeln, bei einem Kaffee oder Eis kann man bei südländischem Flair entspannt dem Treiben auf den Straßen zusehen. Saarlouis ist eine Stadt der kurzen Wege, das kommt uns zugute. Geschichte, Kultur und Genuss liegen unmittelbar zusammen. So grenzen die Museen in einer ehemaligen Kaserne ebenso wie das Theater am Ring direkt an die Altstadt. Und da wir durch unsere Kameras als Touristen geoutet werden, sprechen uns auch immer freundliche Menschen an. „Na, gefällt Ihnen die Stadt so wie uns?“ Natürlich, wir sind begeistert. Und bekommen auch gleich noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Das Geburtshaus des Marschalls Ney und das Städtische Museum sollen wir uns unbedingt ansehen. Hier folgt demnächst der Hotelcheck.

  • Info
  • Victor’s Residenz-Hotel Saarlouis
  • Bahnhofsallee 4
  • 66740 Saarlouis
  • 06831 980 0
  • Mail: info@saarlouis@victors.de

Bogenschießen am Bostalsee

Von Saarlouis aus geht es zum Victor´s Seehotel Weingärtner an den Bostalsee, ganz im Norden des Saarlandes gelegen. Hinaus aus der Stadt, hinein ins Grüne. So wie uns, zieht es an diesem Tag viele Wanderer zum Schaumbergturm. Am Parkplatz unterhalb des Schaumbergturms werden Sandalen gegen Wanderschuhe gewechselt, los geht es. Vorbei an dem originellen hölzernen Bücherturm, hier findet man inmitten der Natur etwas zum Schmökern, wir lassen uns aber nicht ablenken und gehen hinauf zum Schaumbergturm. Er ist der bekannteste und geschichtsträchtigste Gipfel des Saarlandes. Die Aussichtsplattform in 604 Metern Höhe bietet einen faszinierenden Panoramablick weit über das Saarland hinaus.

Victor’s Seehotel Weingärtner Bostalsee ©Victor’s Unternehmensgruppe_Marc André Stiebel
Victor’s Seehotel Weingärtner Bostalsee ©Victor’s Unternehmensgruppe_Marc André Stiebel

Das familiäre Victor`s Seehotel Weingärtner im St. Wendeler Land ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderfreunde, Radfahrer oder auch Ruhesuchende. Das Team um Cindy Manfra und Gerold Weingärtner ist ständig auf der Suche nach neuen Ideen, um die Attraktivität des Hauses zu erhöhen. Wir haben hier das Bogenschießen kennengelernt. Auch wegen der tollen Küche sollte man das Hotel am Bostalsee besuchen. Von der ersten Minute unseres Aufenthaltes fühlten wir uns gut aufgehoben in dem familiären Hotel am Bostalsee.

Die Chefs im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee: Gerold Weingärtner und cindy Manfra, Foto. Dieter Weirauch
Die Chefs im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee: Gerold Weingärtner und Cindy Manfra, Foto Dieter Weirauch

Die freundlichen Mitarbeiterinnen am Empfang helfen beim Einchecken und geben Tipps für Ausflüge in die Umgebung. Lobenswert die Betreuung der Gäste durch Seniorchef Gerold Weingärtner, der mit den Gästen zu Wanderungen oder anderen Erkundigungen (Nahequelle) aufbricht. Von Vorteil ist, dass die Mitarbeiter regional verortet sind. Wer die schönen naturnahen Seiten des Saarlandes kennenlernen will, der ist hier richtig aufgehoben. Auch hier gibt es wieder die Saarlandcard, die uns Türen zu den Sehenswürdigkeiten öffnet.

Küchenchef Waldmar Oks im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee, Foto: Victor´s Hotels
Küchenchef Waldmar Oks im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee, Foto: Victor´s Residenz-Hotels
Das Tagewerk ist vollbrahct, kurz vor Feierabend, einige aus der fleißigen Crew im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee:, Foto. Dieter Weirauch im
Das Tagewerk ist vollbracht, kurz vor dem Feierabend, einige aus der fleißigen Crew im Victor´s Seehotel Weingärtner am Bostalsee, Foto: Weirauch
Freizeitspaß für die ganze Familie garantiert 3D-Bogenschießen im Seehotel Weingärtner, Foto: Victor´s Hotels
Freizeitspaß für die ganze Familie garantiert 3D-Bogenschießen im Seehotel Weingärtner, Foto: Victor´s Hotels
  • Info: Victor´s See-Hotel Weingärtner
  • Bostalstraße 12
  • 66625 Nohfelden-Bosen
  • 06852889-0
  • Mail: info.nohfelden@victors.de

Schloss Berg mitten in den Weinbergen

Inmitten grüner Weinberge verwöhnt uns zwei Tage später  Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg. Das 5-Sterne-S-Luxushotel mit Traum-Suiten, Top-Service und 3 Restaurants (eines davon sogar mit 3 Michelin-Sternen), Wellness-Bereich und  Beauty-Farm.  Der Hotelkomplex aus Renaissance-Schloss und italienisch-mediterraner Villa liegt inmitten sanfter Weinhügel im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die 99 Zimmer und Suiten, darunter neun Götter-Suiten, ein großzügiger Wellnessbereich sowie ein Spa bieten die perfekte Kulisse für ein Romantikwochenende. Reiten, Tennis, Golfen und Schifffahrten auf der Mosel locken Aktivurlauber.

Victors´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victors´s Residenz-Hotel Schloss Berg,
Victors´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victors´s Residenz-Hotel Schloss Berg
Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Foto: Weirauch
Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Foto: Weirauch
Blick aufdie Römische villa des Victor´s Residenzhotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blick auf die Römische Villa des Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel

Weinliebhaber erfreuen sich zudem der Weinfeste in der nahen Umgebung. Auch die Kulinarik des Fünf-Sterne-Superior-Hotels bewegt sich in drei Restaurants auf Spitzenniveau: Im “Victor’s Fine Dining by Christian Bau” zaubert Drei-Sterne-Koch Christian Bau, im Restaurant “Bacchus” werden mediterrane Köstlichkeiten serviert, das Landgasthaus „Die Scheune“ serviert moderne Landhausküche und Klassiker wie Wiener Schnitzel. Vier Konferenzräume stehen für Tagungen und Veranstaltungen zur Verfügung.

Den Hotelcheck gibt es demnächst hier.

  • Info: Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg Perl-Nenning (Mosel)
  • Schlossstraße 27-29
  • 66706 Perl-Nennig/Mosel
  • Tel. 06866 79 100
  • Mail: info.nennig@vioctors.de

Fazit unserer Saarland-Tour

Eine Woche reicht für das Saarland nicht aus. Begeistert haben uns die Mitarbeiter der Victor´s Hotels, die alle freundlich und auskunftsfreudig waren. Einige sind wahre Botschafter für ihr Saarland. “Geht nicht, gibt’s nicht” – lautet ihr Motto. Aber nicht nur an Sehenswürdigkeiten hat das für uns bis dahin unbekannte Saarland viel zu bieten. Kulinarisch gehört es zu den Empfehlungen: Urige Gaststätten mit regionaler Küche, Sterneköche und Weingüter kann man als saarländische Interpretation von Gaumenfreuden bezeichnen.

In den vielen gemütlichen Gaststätten des Saarlandes werden landestypische Spezialitäten wie Schwenkbraten, Dibbellabbes (ein Kartoffelgericht mit Dörrfleisch) und Gefillde (Kartoffelklöße mit Landleberwurst) serviert. Dass die Saarländer ein besonderes Gespür für gutes Essen haben, blieb auch Spitzengastronomen nicht verborgen.
Begeistert haben wir die Saar als Lebensader des Saarlandes erlebt, ideal für Wanderer und Radfahrer.

Die-Saarschleife-am-fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZS Saarland
Die-Saarschleife am fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZ Saarland

Der Baumwipfelpfad an de Saarschleife lockt mit spektakulärem Ausblick auf die Saarschleife. Faszinierend ist die Weltoffenheit des Saarlandes. Bis Schengen in Luxemburg ist es von der Obermosel (Schloss Berg) nicht weit. Von Saarbrücken aus kann man mit der Straßenbahn ins benachbarte Frankreich fahren. Im Saarland kann man Barock ebenso wie High Tech und Weinseligkeit erleben. Ein Begleiter meinte: „Das Saarland ist die schönste Provinz mitten in Europa!“ Weltoffen, grenzenlos und tolerant. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Entdeckungstour mit der Saarland Card

Das Saarland wird von PR-Experten gern als der wohl größte Familien-Freizeitpark bezeichnet. Mit der Saarland Card (www.card.saarland) kann man das Saarland gut und preiswert erkunden. Über 80 Attraktionen von Fußballgolf und Kajak-Kursen über Museen und Wellness-Thermen bis hin zu Stadt- und Erlebnisführungen können Besucher mit der Saarland-Card kostenfrei erleben.

Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!
Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!

Die Saarland Card dient zudem als Fahrkarte für Bus und Bahn im gesamten Bundesland. Erhältlich ist sie unter anderem bei den fünf Victor’s Residenz-Hotels, die wie wir erleben durften, ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen des vielfältigen Freizeitangebots sind.

Victor´s Residenz-Hotel Teistungenburg

Und da es vom Saarland aus gen Berlin eine Tagesfahrt ist, so haben wir uns auch das Victor´s Residenz-Hotel Teistungenburg im thüringischen Eichsfeld angeschaut. Auch hier halfen freundliche Rezeptionistinnen mit vielen Tipps. Theodor Storm in Heilbad Heiligenstadt, Fachwerkstadt Duderstadt, Grenzlandmuseum Teistungenburg, ja bis zu Sehenswürdigkeiten im nahen Harz reichten die Angebote. Wir waren dann in Duderstadt und Bad Heiligenstadt.

Das gerade erst stark erweiterte Hotel verfügt über eine große Wellness- und Sportanlage. Ich habe selten so gute Aufgüsse in der Sauna erlebt wie im Victor´s Residenz-Hotel Teistungenburg. Der Hotelcheck folgt hier demnächst.

  • Info: Victor´s Residenz-Hotel Teistungenburg
  • Klosterweg 6, 37339 Teistungen
  • Tel: 03607184-0
  • Mail: info@teistungen@victors.de

Die Recherche in den Hotels wurde unterstützt von den Victor´s Residenz-Hotels. Vielen Dank!!!

Hotels

Der Bademantel als Arbeitskleidung

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Interview mit Christian Werner, dem Macher vom RELAX Guide

Der kritische Hotelführer RELAX Guide wird 20 Jahre. „Wellness-Papst“ Christian Werner über Objektivität, harte Tests und Bestechungsversuche. Ein Résumé.

Wie kommt man auf die Idee, einen kritischen Wellnesshotelführer zu machen?

Erstens war ich immer schon sehr wellnessaffin, bereits als Student gab ich mein Taschengeld für Massagen aus, während meine Freunde zum Tennis gingen. Dann war ich Journalist, und alssolcher glühender Anhänger der Vorort-Recherche, die aber von den Medien zunehmend nicht mehr bezahlt wurde, ich musste mich also nach etwas Neuem umsehen. Und einen kritischenFührer gab es nicht, es gibt übrigens bis heute keinen. Also fasste ich im März 1999 den Entschluss: Der Bademantel soll deine zukünftige Arbeitskleidung werden.

Wie hat die Hotellerie auf den ersten RELAX Guide reagiert?

Viele waren dankbar, dass wir ihnen Publizität verschaffen, ohne dass es sie etwas kostet. Aber generell war es für die meisten schon sehr ungewöhnlich, dass da einer unverblümt schreibt, wie es ist. Das kannte man im Tourismus bis dato nicht, weil Medienberichte immer mit sogenannten Presseeinladungen verbunden sind, und da darf man als Journalist nichts Kritisches schreiben. Außerdem kommt ja etwas anderes heraus, wenn man als VIP behandelt wird und das Hotel sozusagen aus der Präsidentensuite heraus beurteilen darf.

Gab es empörte Hoteliers?

Es gab auch Empörung, mir ist da etwa noch eine Hotelière vom Arlberg in Erinnerung, die ins Telefon hineingebrüllt hat, warum wir schreiben, dass da so viele Motorradfahrer sind. Die waren freilich dort – wegen der tollen Kurven, aber nicht wegen dem Hotel. Wir bekamen auch Hausverbote – die haben meine Mitarbeiter rahmen lassen und im Büro aufgehängt – köstlich! Und es gab vor allem in Tirol Hotels, die uns partout nicht mochten. Die waren zwar recht geschäftstüchtig, hatten jedoch für ein feinsinnig gestaltetes Ambiente wenig übrig. Und mit unseren Eindrücken über diese Kitschburgen haben wir uns nie ein Blatt vor den Mund genommen. Da entstanden so etwas wie einseitige Feindschaften, die bis heute anhalten.

Anonyme Hoteltests mit Maßband, Bademantel und kritischem Gaumen! Die Tester des RELAX Guide vermessen auch Pools und Spa-Flächen, ebenso wird die Poolwasserhygiene überprüft. Das Abzählen der Ruheliegen gehört auch dazu – ach, wie spannend! Alles natürlich undercover. Und das seit 20 Jahren. Someone has to do it!
Anonyme Hoteltests mit Maßband, Bademantel und kritischem Gaumen! Die Tester des RELAX Guide vermessen auch Pools und Spa-Flächen, ebenso wird die Poolwasserhygiene überprüft. Das Abzählen der Ruheliegen gehört auch dazu – ach, wie spannend! Alles natürlich undercover. Und das seit 20 Jahren. Someone has to do it!

Also ich habe das lange Jahre nicht verstanden, wenn es hieß: „Wie können Sie schreiben, dass wir direkt an der Bahnlinie liegen? Das ist doch Geschäftsstörung!“ oder „Wie können Sie schreiben, das wir ein Nichtraucherhotel sind? Da bleiben doch die Raucher weg.“ Aber unsere Aussagen waren immer zutreffend. Es hat jedenfalls ganz schön gedauert, bis ich mich mit diesen empörten Reaktionen nicht mehr beschäftigt habe. Dass Gastronomen aber mit einem Michelin-Stern glücklich sind, Hoteliers hingegen gekränkt reagieren, wenn sie nicht vier Relax-Guide-Lilien erhalten, habe ich bis heute nicht restlos verstanden.

Sie wussten gar nicht, wie die Branche tickt?

Ich musste viel lernen, vor allem über das Selbstverständnis so mancher Hoteliers. Heute weiß ich besser, wie die Branche tickt. Dennoch bleiben ewige Rätsel. Etwa: Warum wirbt man in Medien, die sich nicht an die eigene Zielgruppe richten? Warum verwechselt man so seuchenhaft die Begriffe Resort und Hotel? Warum wollen viele gleichzeitig alle möglichen Zielgruppen bedienen? Bei vollem Betrieb umbauen – wie kann man nur?

Sie haben es mit Ihren Recherchen bis in die TV-Hauptnachrichten geschafft. Wie waren da die Reaktionen?

Wir hatten immer wieder Themen, quasi Nebenprodukte aus den Hoteltests, darunter etwa Bioschwindel, das werbliche Schummeln mit Poolgrößen und Spa-Flächen oder die eklatanten Mängel bei der Poolwasserhygiene. Da haben seriöse Hoteliers und Publikum geklatscht, die Wirtschaftskammer dagegen hat mit der Inbrunst der Dilettanten gewettert. Das war unfreiwillig komisch sowie unterhaltsam fürs Publikum, den Kämmerern selbst dürften ihre Peinlichkeiten aber nicht aufgefallen sein, es hat ja wiederholt stattgefunden.

Hat man versucht, Sie zu bestechen?

Selten, aber nur in den allerersten Jahren. Der schönste Versuch kam vom Direktor eines Thermenhotels. Der schickte seine Marketingfrau und ließ verlauten: Die Bewertung müsse sich verbessern, ich dürfe es mir aussuchen. Entweder sie klagen uns oder sie machen uns in der Presse unmöglich. Oder sie zahlen uns etwas. Sage ich, man kann uns nicht klagen, weil wir uns nichts aus den Fingern saugen. In der Presse anschwärzen funktioniert auch nicht, weil die Kollegen unsere seriöse Arbeitsweise kennen. Aber das mit dem Zahlen, da sind wir gerne dabei. Der Herr Direktor möge aber bedenken, dass wir ein junges, hochmotiviertes Team sind. Erst in ein, zwei Jahrzehnten sind wir korrupt und werden dann das Hotel mit mehr Lilien auszeichnen. Im Gegenzug wollen wir dann aber einen solchen Geldbetrag, dass das gesamte Team damit den Rest des Lebens sorgenfrei in der Karibik verbringen kann.

Was war Ihr lustigstes Erlebnis in einem Wellnesshotel?

Ich war nackt. Und zwar im Dachgeschoß in der Sauna eines brandneuen Hotels, ich glaube, es war am Tegernsee. Ich ging auf die Terrasse, doch die Türe ließ sich von außen nicht mehr öffnen. Splitternackt kletterte ich über das Dach, bis ich endlich eine Luke fand, in die ich hineinschlüpfte. Ich landete etwas unsanft auf einem Berg von schmutziger Bettwäsche, vor einer Schar kreischender Mädchen in der Wäscherei!

Wie muss man sich einen Hoteltest vorstellen?

Wir buchen uns undercover ein, also anonym und auf unsere Kosten. Dann verbringen wir den ganzen Tag damit, das Hotel in all seinen Facetten kennenzulernen und Daten zu erheben. Wie groß ist das Spa und vieles, vieles andere. Wenn ich die lange Checkliste auf wenige Worte zusammenfassen müsste, würde ich sagen, wir beantworten uns die Fragen „Wie sieht es aus, wie schmeckt’s und wie fühlt es sich an?“.

Ist Hoteltesten schwer, was muss man als Tester können?

Man muss Hotels lieben. Dann muss man eine außerordentliche Beobachtungsgabe haben sowie das Gesehene natürlich auch entsprechend dokumentieren und ausdrücken können. Und man muss längere Zeit aus dem Koffer leben können, die meisten, die sich bei uns bewerben, schaffen das gar nicht.

Was braucht man noch zum Testen?

Eine Perspektive, also Erfahrungshintergrund plus klare Kriterien. Dazu den Willen, die Fakten korrekt zu ermitteln, sowie die stetige Aufmerksamkeit darauf, dass man sich nicht von verwirrenden Stimmungen und persönlichen Sympathien zu falschen Schlüssen verleiten lässt. Besonders Letzteres ist eine Herausforderung.

Wie objektiv sind Ihre Tester?

Einen Motor kann man exakt überprüfen, man erhält am nächsten Tag das gleiche Ergebnis. Aber ein Hotel ist keine Maschine, sondern ein lebendiges System, das sich jeden Tag etwas anders verhält. Man braucht ja nur etwa an eine Grippewelle denken, w o die halbe Belegschaft ausfällt. Demnach muss man als Tester sauber unterscheiden zwischen Ausrutschern und Systemfehlern. Auch eine gewisse Demut gehört dazu: Das Wissen, dass man als Beobachter auch immer Teil des zu beobachtenden Bildes ist. Wie man sich also selbst im Hotel verhält, das hat natürlich auch einen Einfluss auf das Wohlbefinden, auf den ganzen Urlaub.

Sind Ihre Tester streng?

Mehr als 80 Prozent der Wellnessanbieter bestehen den Test nicht und erhalten keine Lilien, also kein Gütesiegel von uns. Ja, unsere Tests sind mit Sicherheit die härtesten der Branche, aber wir bewerten alle Häuser nach den gleichen Kriterien. Freilich könnte man die Latte auch etwas tiefer legen, aber wir wollen trittsichere Empfehlungen abgeben. Qualität, auf die sich unsere Leser absolut verlassen können.

Sie sagen Gütesiegel, an denen wird doch immer wieder Kritik geübt …

Zu Recht! Die meisten Menschen glauben, Gütesiegel werden von irgendeiner selbstlosen höheren Instanz vergeben, in Wirklichkeit sind sie lupenreine Geschäftsmodelle, man muss sie also kaufen! Je mehr die Firma verkauft, desto mehr Profit macht sie. Nur beim RELAX Guide ist das anders, unsere Lilien sind kostenlos, und wer sie kaufen wollte, beißt sich daran die Zähne aus. Außerdem werden sie immer weniger. Vor 20 Jahren konnten noch 67 Prozent der Hotels mit Lilien ausgezeichnet werden, heute sind es nur mehr 20 Prozent, in Deutschland sogar nur mehr 12 Prozent.

Wie hat sich die Branche in diesen zwei Jahrzehnten verändert?

Gewaltig. Die Preise etwa haben sich mehr als verdoppelt, sie sind der allgemeinen Teuerung regelrecht davongaloppiert. Dafür hat die Infrastruktur unglaublich zugelegt. Ein Pool ist heute fast dreimal größer als vor 20 Jahren. Es gibt heute Hotelwellnessbereiche, die fast so groß sind wie eine öffentliche Therme von ehedem. Weiters: Die durchschnittliche Betriebsgröße ist auffast das Dreifache angewachsen. In der Küche wird viel mehr fabrikmäßig Vorgefertigtes eingesetzt. Und die Mitarbeiter kommen zumeist aus dem Ausland, zumindest in sehr vielen Regionen.

Haben Sie ein Problem mit Ausländern?

Ein Problem hat wohl jeder damit, wenn Mitarbeiter unzureichend geschult und zudem der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Jeder halbwegs lebensfrohe Mensch möchte mit anderen Menschen interagieren und generiert daraus auch Lebensfreude. Eigentlich will ich, wenn ich nach Tirol fahre, mit Tirolern zu tun haben. Mit Menschen, die ihre Region kennen und darüber etwas zu erzählen wissen. In der Realität hat man es dann leider häufig mit jemandem aus Sachsen-Anhalt oder aus dem Salzgitter zu tun. Der kennt dann nicht einmal den Namen des nächsten Berges. Oder belehrt mich in dieser missverständlichen sächsischen Mundart, dass es auch in Österreich „schöne“ Weine gäbe.

Ist das die Schuld der Hoteliers?

Nein, sicher nicht. Es werden bei uns ja immer weniger, die noch in der Hotellerie arbeiten wollen. Versuchen Sie einmal, nur einen Abwäscher zu finden! Die Leute gehen lieber zum Arbeitsamt, und das System erlaubt es ihnen auch. Dazu kommt der Kostendruck, die Bedienung der Kredite, die ins Groteske anwachsende Behördenbürokratie. Also ich beneide die Hoteliers, vor allem die kleinen, wirklich nicht.

Was sagen Sie zum heutigen Niveau der Branche?

Mein Gott, was haben wir früher in der Redaktion gelacht, über Hoteliers, die keine Ahnung vom Thema hatten, die „Wellneß“ (sic!) auf die Fassade geschrieben oder die Kellersauna mit der Aufschrift „Zum Spa-Resort“ beschildert haben. Das ist vorbei, die Branche hat sich professionalisiert, und man findet auch kaum noch Saunen, die von Architekten, die selbst noch nie in einer solchen waren, geplant wurden.

Aber wie sieht die Zukunft der Wellnessbranche aus?

Der große Boom ist vorbei, der Markt ist mehr als gesättigt, das bringt für nicht wenige Heulen und Zähneklappern. Wer es jedoch gut macht, der ist auf der sicheren Seite. Von den vielen Schließungen und Insolvenzen der letzten Jahre war kein Lilien-Hotel betroffen. Vorausgesetzt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben halbwegs so, wie sie sind, dann wird Wellness weiterhin stark nachgefragt werden. Was Wunder, der Stresspegel in der Gesellschaft steigt ja immer weiter an, und damit das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung, nach Verwöhnt werden.

Wie hat sich Ihr Unternehmen entwickelt?

Wir haben sozusagen in einer Hinterhofwerkstatt angefangen. Heute haben wir ein großes Büro in einer guten Innenstadtlage und mehr als 20 großartige Mitarbeiter. Wir investieren viel in neueste Technologien, rennen aber längst nicht jedem Hype hinterher.

Hat ein Hotelführer noch Zukunft?

Wenn er kritisch ist und schreibt wie wir, nämlich ungeschönt und so wie es ist, sicher. Anspruchsvolle Leute haben genug von Fake-Bewertungen im Internet, suchen Authentizität und Qualität, Sicherheit im Angebotsdschungel. Und sie haben auch verstanden, dass Hotelwerbung mitunter dreiste und sogar fraudulente Dimensionen haben kann. Je lauter die Marketingabteilungen der Hotels brüllen, desto wichtiger werden wir.

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Der 12 Meter lange Innenpool des Dünenmeer Strandhotel, Foto: PR
Gehört zu den bestbewertetsten Hotels. Der 12 Meter lange Innenpool des Dünenmeer Strandhotel, Foto: PR

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