1 Stunde weg

In dieser Kategorie werden Reiseziele vorgestellt, die innerhalb von einer Stunde per Zug, Auto oder Fahrrad von Berlin aus zu erreichen sind. Dabei darf man nur nicht die Frage stellen: “Eine Stunde weg mit Startpunkt Berlin- Mitte oder Berlin-Zehlendorf?” Es geht mehr darum, die Stadtgrenze von Berlin als Startpunkt zu nehmen.

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Stahnsdorfer Südwestkirchhof: Dieter Thomas Heck bestattet

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Dieter Thomas Heck bestattet
Der Südwestkirchhof Stahnsdorf wurde nun zu seiner letzten Ruhestätte

Ganz Deutschland ist berührt und betroffen vom Tod des beliebten Schowmasters Dieter Thomas Heckscher. Mehreren Generationen wird er als Sänger, Moderator und vor Allem als “Mister Hitparade” in Erinnerung bleiben. Seine Grabstätte wurde nun auf dem größten evangelischen Friedhof Deutschlands am Rande Berlins eingerichtet, dem Südwestkirchhof Stahnsdorf. In sehr intimem und würdigem Rahmen nahm der engste Kreis der Familie und Vertrauter am 31. August Abschied. Die Urne wurde in einem der wildromatisch und kunsthistorisch bedeutenden Urnenhaine beigesetzt, den Grabplatz wählte die Familie. Ein schöner und schlichter Grabstein schmückt seine Ruhestätte und bietet Freunden, Wegbegleitern und Fans die Möglichkeit an seinem Grab zu trauern, zu verweilen und besonders intensiv zu erinnern.

1 Stunde wegBest Ager

Streitfrage: Klingel im Sarg ?

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Gab es wirklich früher in Leichenhäusern einen Draht, an dessen Ende eine Klingel darauf aufmerksam machte, dass jemand im Sarg wieder erwachte? Diese Frage bewegte meinen Kollegen Manfred und mich, wenn wir mal wieder über das Thema Scheintot redeten. Streitfrage: Klingel im Sarg ?

Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin
Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Eine Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité gibt noch bis 18. November darüber Auskunft. Soviel will ich dazu verraten: Ja, es gab solche Klingeln. Auch in Berlin.

Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Plakatmotiv der Ausstellung “Scheintot” im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Wann ist ein Mensch tot?

Wann ist ein Mensch tot? Hat sich die Definition der Grenzlinie zwischen Leben und Tod in der historischen Entwicklung verändert? Diesen Fragen geht die Sonderausstellung „Scheintot. Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden“ im Berliner Medizinhistorischen Museum (BMM) der Charité nach

Von der Antike bis ins 18. Jahrhundert galten die Abwesenheit von Herzschlag und Puls oder das Fehlen der Atembewegungen als klare Indizien für den Tod.

Die Angst lebendig begraben zu werden

Die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Errungenschaften während der Aufklärung brachten diese Gewissheiten ins Wanken und führten ab den 1750er Jahren zu einer weit verbreiteten Furcht der Menschen, scheintot zu sein und lebendig begraben zu werden.

Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Die Sonderausstellung (Teile davon wurden zur Jahreswende 2016/2017 im Museum für Sepulkralkultur in Kassel gezeigt) widmet sich diesem Phänomen. In sechs Themenräumen werden Geschichten rund um den Scheintod erzählt: Mithilfe von historischen Exponaten und Quellen, Installationen und Groß‐Projektionen wird die Scheintod‐Debatte erfahrbar gemacht und Fragen bis in die heutige Zeit thematisiert.

Verdienst von Hufeland

Die sehenswerte Schau wurde von „h neun Berlin – Büro für Wissensarchitekturen“** entwickelt und erzählt beispielsweise von der Scheintod‐Debatte in Berlin, die dazu führte, dass vor Ort ab dem Jahr 1794 Leichenhäuser eingerichtet wurden. Ein wichtiger Befürworter war seinerzeit Christoph Wilhelm Hufeland, erster Dekan der Berliner Medizinischen Fakultät und Chef der Charité.

Ein weiterer Raum ist dem Hirntod heute gewidmet. Gezeigt wird, wie auf einer Intensivstation der sogenannte irreversible Hirnfunktionsausfall festgestellt und dokumentiert wird. Erst die gesicherte Diagnose „Hirntod“ erlaubt – bei Zustimmung etwa durch einen vorliegenden Organspende‐Ausweis und in Rücksprache mit den Angehörigen – eine Entnahme von Organen für eine Transplantation.

eisenbrandt: der Sichetrheitssarg, Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Eisenbrandt: der Sicherheitssarg, Exponat Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens wird auch ein heute in einem Leichenkühlhaus übliches Spezialtürschloss gezeigt. Man kann die Tür von innen öffnen, falls doch…. Beispiele dafür , dass Jemand in der Kühlkammer  erwacht, gibt es bis in die Neuzeit (siehe Bericht in der Welt dazu).

Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens,  die besagte Klingel wurde in Berlin übrigens nie benutzt, habe ich in der Ausstellung erfahren. Es gab sie aber, wie Zeichnungen und ein funktionsfähiges Modell in der Schau zeigen.

Informationen zu „Scheintot“

Adresse:  Medizinhistorischen Museum der Charité

Charitéplatz

10117 Berlin

Tel +49 30 450-536122

Fax +49 30 450-536905

E-Mail: bmm@charite.de

Internet: www.bmm-charite.de

Öffnungszeiten:  Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonntag 10 bis 17 Uhr, Mittwoch und Samstag 10 bis 19 Uhr

Eintritt:  9 Euro, ermäßigt 4 Euro

Barrierefreiheit: Das Museum ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Aufzug. Behindertengerechtes WC vorhanden.

 

Hier geht es zur Seite des Charitemuseums.

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Eis essen in Werder: Dolci e Gelati

Eis Werder (6)

Eines der besten Eiscafés Brandenburgs steht meiner  Meinung nach in Werder/Havel. Das Team um Mario Faruggio und seine Frau Annamaria überzeugen seit 2008 mit wöchentlich neuen Eiskreationen und einem immer freundlichen Service. Aber nicht nur das leckere Eis überzeugte, auch der super Service ist einzigartig. Übrigens gibt es auch laktosefreies Eis, so Mario.Eis essen in Werder: Dolci E Gelati  Alle Fruchtsorten und Sonntags gehört die Bitterschokolade dazu. Die neusten Kretionen gibt es auf der Facebookseite von dolci e gelati.

Glückliche Familie und glückliche Gäste, Foto: D. Weirauch
Glückliche Familie und glückliche Gäste, Foto: D. Weirauch
Juniorchef Carmelo Farruggio
Juniorchef Carmelo Farruggio Foto: Weirauch
Claudia hat immer einen guten Tipp für leckeres Eis parat. Foto. Weirauch
Claudia hat immer einen guten Tipp für leckeres Eis parat. Foto. Weirauch

Eis essen in Werder: Dolci e Gelati

„Wir wollen Italien in Werder sein“, so die Botschaft von Mario Farruggio. Bella Italia in Werder, dieser seit 1900 nicht nur wegen des jährlichen Baumblütenfestes zu den Lieblingszielen der Berliner gehörenden, immer attraktiver werdenden Kleinstadt  in der Nähe von Potsdam.

Mario Farruggio kreiert täglich ein neues Eis für seine Gäste, Foto: D.Weirauch
Mario Farruggio kreiert täglich ein neues Eis für seine Gäste, Foto: D.Weirauch

Foto: Weirauch

Alles für Dolce vita! Es gelingt überzeugend. Mehr als 600 Eiskreationen werden in der kleinen Eismanufaktur gezaubert. Nicht nur wir sind begeistert.

Eis essen in Werder: Dolci e Gelati

Durch eine Glasscheibe schaut man in die kleine Fabrik. Und kann sich davon überzeugen: das Eis wird täglich frisch zubereitet und Minuten später schon an die Gäste verkauft. Keine Transporte, nur der Weg über den kleinen Innenhof hinüber an die Eistheke. Gelato a kilometro zero (zu deutsch: Null-Kilometer-Eis) nennt Patron Mario das Herstellungsverfahren. Täglich selbst frisches Eis zu produzieren und dieses auch nicht auszuliefern.

Grundlage für das Speiseeis sind Milch und Sahne. „Wir verwenden keine hydrierten pflanzlichen Fette oder künstliche Zusatzstoffe“, erläutert der Eismann. Im Angebot sind auch vegane Fruchtsorbets. “Garantiert laktosefrei”, verspricht er. „70 Prozent unserer Gäste kommen aus Berlin“, berichtet Mario. Längst ist Dolci e Gelatie Kultstatus.

Super Service im Dolci e Gelati

Allerdings haben wir nie länger als ein oder zwei Minuten gewartet. Immer sind dienstbare Geister da. Die süßte Versuchung schmeckt lecker. Am meisten werden Vanille und Schokolade gekauft, verrät der Chef. Chilli-Schoko steht auf Platz 15 der Hitliste.Immerhin, unser Geschmack war nicht schlecht. Bei uns ist es Platz 1: Chilli und Schoko. Und wir wünschen uns: eine Eiskreation mit Ingwer.

Dolci E Gelati in Werder/Havel auf der Insel, Foto: D.Weirauch
In der Tat … es gibt immer einen Ort, um glücklich zu sein.

”Dolci Gelati” ist nur wenige Schritte hinter der Brücke zur Inselstadt  auf der linken Seite in der Torstraße 4 zu finden. Erkennungsmerkmale sind ein Piaggio-Vespacar und eine Vespa vor Tür. Das Haus trägt das Schild „Via Roma“. Ja, man könnte für eine halbe Stunde meinen, in Italien zu sein.

Eis essen in Werder: Dolci e Gelati

Denn auch der verträumt wirkende kleine Innenhof erinnert mehr an die sizilianische Heimat von Marios Familie, als an Brandenburg. Das Wasserrad und ein plätschernder Brunnen lassen regelrecht Urlaubsfeeling aufkommen.

Transparenz im Dolci E Gelati in Werder/Havel auf der Insel, Foto: D.Weirauch
Transparenz im Dolci E Gelati in Werder/Havel auf der Insel, Foto: D.Weirauch

Arrivederci !

  • Adresse: Dolci e Gelati
  • Torstr. 4, 14542 Werder an der Havel
  • Tel: (03327) 570215
  • geöffnet: Mo-So 11-20 Uhr,  im Sommer bis 22 Uhr,
  • Internet: https://www.dolci-e-gelati.de

Unser Tipp für die beste Pizza in Werder und Umgebung

Wenige Schritte hinter dem Dolci e Gelati findet ihr linkerhand am Markt die Pizza von Alfonso Ferraro. Dort gibt es die leckerste Pizza, die wir im Havelland je gegessen haben.

Pizza in Piazza Ferraro Andolfo

Alfredo mit seiner Frau Lucica Ruva in der Pizzeria von Werder Foto: Weirauch
Alfredo mit seiner Frau Lucica Ruva in der Pizzeria von Werder Foto: Weirauch
  • Adresse: Am Markt 24, 14542 Werder  
  • Tel.: 03327 5702575
Pizza in Piazza Werder/Havel, Foto: D.Weirauch
Pizza in Piazza Werder/Havel, Foto: D.Weirauch
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500 Jahre Hochaltar im Dom zu Brandenburg

oder Maria und die dritte Dimension

Brandenburg an der Havel macht immer wieder mit spektakulären Ausstellumgen von sich reden. Denken wir an die hier besprochene Archäomusika im Paulikloster. Nun zieht der Dom mit einer Jubiläumsausstellung interessierte Besucher an. Der in feinster gotischer Bildschnitztechnik gefertigte Marienaltar auf dem Hohen Chor wird in diesem Jahr 500 Jahre alt.

Das Dommuseum nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um nach den unterschiedlichen Darstellungen der Maria – mal ist sie eine unnahbare Himmelskönigin, mal trauernde Mutter – zu fragen. Sie nimmt außerdem die Dimension der gesellschaftlichen Umbrüche und die damit einhergehende neue Raumauffassung um 1500 in den Fokus, die eine ganz andere Inszenierung der Figuren im Raum zur Folge hatte. 500 Jahre Hochaltar im Dom zu Brandenburg. In mehreren Räumen werden unterschiedliche Aspekte der Entstehungszeit und der späteren Geschichte des Altars in beleuchtet.

So zeigt der Raum “Mensch und Räumlichkeit” unterschiedliche Beispiele für architektonische Darstellungen, die perspektivisch nicht korrekt wiedergegeben sind, und stellt zugleich Albrecht Dürers neue und strenge Prinzipien der perspektivischen Darstellung von 1525 vor.  Es scheint, als ob die Figuren in diesen Bildräumen keinen Halt zu finden scheinen. Zur Veranschaulichung lädt das Museum die Besucherinnen und Besucher ein, an einem zentralen „Versuchsaufbau“ – wie er in einem Holzschnitt von Dürer zu sehen ist – selbst eine räumliche Darstellung von Objekten auszuführen.

Heutige Perspektive auf den Altar Foto: Domstift Brandenburg

Die Ausstellung eröffnet mithin neue Sichtweisen auf dieses bedeutende Kunstwerk. Der Raum „Stoffe in Gold und Öl“ ist der Inszenierung luxuriöser Stoffe gewidmet. Der Raum „Holzschnitzer und Stahlträger“ zeigt Stationen der jüngeren Geschichte des Altars: In Erwartung alliierter Luftangriffe und auf Erlass des damaligen Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, hat man das Retabel wie auch andere Kunstgüter mit aufwendigen Umbauten aus Holz, Stein und Stahl geschützt. Die Bomben konnten den Altären nichts anhaben, dafür aber Schimmelpilze. Der Dom zu Brandenburg verfügt über acht Altäre. Der 1518 zunächst im Kloster Lehnin aufgestellte Marienaltar im Hohen Chor gelangte 1552 in den Dom.

Detail des Altars Foto: Domstift Brandenburg
Detail des Altars Foto: Domstift Brandenburg

Ein umfangreiches Programm aus Konzerten, Sonderführungen, Kinderveranstaltungen und einer eigenen Predigtreihe begleitet diese Jubiläumsausstellung.

Informationen zur Ausstellung

  • Die Ausstellung ist vom 4. Mai bis einschließlich 31. Oktober zu sehen:
  • Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr | Sonntag von 12 bis 17 Uhr
  • Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten
  • Alle weiteren Termine unter www.dom-brandenburg.de
  • Prachtvoll präsentiert Foto: Domstift Brandenburg
    Prachtvoll präsentiert Foto: Domstift Brandenburg

Über das Domstift Brandenburg:

Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution des Landes mit einer über 850 Jahre langen Tradition. Zu seinen Aufgaben gehören die Erhaltung und zeitgemäße Nutzung des umfangreichen historischen Gebäudeensembles aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden. Mit seinen Konzertreihen, seinem Museum, den Gottesdiensten und den beiden Evangelischen Schulen zieht der Dom zu Brandenburg jährlich über 60.000 Besucher an. Im Jahr 2015 feierte das Domstift das 850-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des Doms.

 

AUSBLICKE 2018

◊   SONDERAUSSTELLUNG ZUM 500. JUBILÄUM DES HOCHALTARS | VERNISSAGE AM 3. Mai um 19h

◊   BRANDENBURGER FREIHEITSPREIS 2018 | VERLEIHUNG AM 11. OKTOBER IM BRANDENBURGER DOM

◊   VORTRAGSREIHE ZUR JÜNGEREN GESCHICHTE DES DOMSTIFTS |  11. Jan 2018 – 10. Jan 2019

 

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Turmwindmühle Niemegk

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Im Vorfeld des Mühlentages besuchten wir die Turmwindmühle in Niemegk. Auf einer Anhöhe südlich von Niemegk  (Potsdam Mittelmark) leuchtet die Turmwindmühle, die 1906 an diesem Standort errichtet wurde. Das Müllerhandwerk wurde über viele Generationen in der Familie Großkopf betrieben.

Großkopfs Mühle in Niemegk
Großkopfs Mühle in Niemegk, Foto: D.Weirauch

Heute ist die Mühle ein technischen Denkmal, in dem das Müllerhandwerk erklärt wird. Mehl wird hier jedoch schon seit langem nicht mehr gemahlen. Jedoch ist der Schrotgang noch funktionstüchtig und alle Maschinen sind erhalten. Die Mühlenflügel fielen Bombardements im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Auch andere Kriegszerstörungen hinterließen Narben im Mauerwerk. Doch die Mitglieder des Vereins Großkopfs Turmwindmühle Niemegk hauchen dem Areal wieder Leben ein.

Eingang in Großkopfs Mühle in Niemegk
Eingang in Großkopfs Mühle in Niemegk

Die Vision der Mühlenenthusiasten aus Niemegk ist, dem technischen Denkmal eines Tages seine Flügel zurückzugeben und unter der neuen Kappe mit einem Generator Strom zu erzeugen. Heute wird die Mühle mit einem alten Deutz-Dieselmotor angetrieben, der 2005 restauriert wurde. Aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung wurde in dem historischen Kornspeicher ein Veranstungsraum und auch ein Holzbackofen als Backhaus eingerichtet. Ein weiterer Bauabschnitt betrifft die Sanierung der äußeren Sichthülle der Turmwindmühle. Besichtigen sollte man die Mühle insbesondere am Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag oder im September am Tag des offenen Denkmals.

Auf dem Areal befindet sich eine  Ferienwohnung für vier Personen. Niemegk ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch den Fläming.

  • Informationen zu Großkopfs Turmwindmühle
    Wittenberger Straße 23, 14823 Niemegk
    Sitz der Geschäftsstelle: Mittelstraße 17, 14823 Niemegk
    Tel. 033843 510 50, 0176 54030786
    flaeming.muehle@yahoo.de
    www.fläming-mühle.de
  • Öffnungszeiten
    Sommermonate: jeweils erster Sonntag
    wochentags: täglich ab 11 Uhr
    Mühlenführungen nach vorheriger Anmeldung möglich

Hier geht es zu weiteren Mühlen im Land Brandenburg.

 

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Achterbahn und Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt

KarlsAchterbahnGrafik/Animation: Neue Achterbahn „K2“ in Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt (Karls Erlebnis-Dorf)

Für Berlin und sein Umland ist es ein Novum. Am 21. April, eröffnete Karls Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin die neue Attraktion „Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt“. Achterbahn und Karls Kartoffelchips-ErlebnisweltMit dem einzigartigen Freizeiterlebnis schreibt Karls-Inhaber Robert Dahl die Geschichte seiner Familie. Der Investor aus Norddeutschland knüpft an Opa Karls einst erfolgreiche Kartoffelproduktion in Mecklenburger Gefilden an. Mit einem Unterschied: Die Arbeit mit der Tüffel endet im einzigen Freizeit- und Erlebnispark der Region Berlin-Brandenburg nicht auf dem Acker, sondern findet hier erst ihren Beginn. So können große und kleine Fans der erdigen Äpfel in einer gläsernen Chips-Manufaktur Einblicke in die Herstellung knuspriger Abendsnacks erhalten, frische Chips-Gerichte im angeschlossenen Restaurant kosten oder sich auf einem Marktplatz für Mitbringsel rund um die Kartoffel erwärmen.

Für grenzenlosen Spaß sorgen anschließend Toberunden im riesigen Indoor-Spielplatz und Fahrten auf der „K2“ – der einzigen Achterbahn in ganz Deutschland, deren Loren gänzlich aus echtem Holz sind.

Grafik/Animation: Neue Achterbahn „K2“ in Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt (Karls Erlebnis-Dorf)
Grafik/Animation: Neue Achterbahn „K2“ in Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt (Karls Erlebnis-Dorf)

Mit bis zu 60 Stundenkilometern und jeder Menge Überraschungen geht es dabei auf rund 500 Metern rund um die Erlebniswelt. „Karls erste und zugleich Berlin-Brandenburgs einzige aktive Achterbahn verwandelt unser Erlebnis-Dorf in Elstal in einen waschechten Freizeitpark“, sagt Robert Dahl, Inhaber von Karls Erlebnis-Dorf. „Besonders stolz macht uns dabei, dass wir Berlinern und Brandenburgern nach der vorübergehenden Schließung des Spreeparks endlich wieder eine dauerhafte Freizeitalternative mit richtigen Fahrgeschäften bieten können“, so Dahl weiter. Insgesamt wurden rund neun Millionen Euro in das neueste und bisher größte Einzelbauprojekt der Karls-Familie investiert.

Pures Achterbahnglück

Erstmalig in Karls Geschichte sorgt im Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin eine Achterbahn für freudiges Jauchzen und kribbelige Momente sorgen. Das Erlebnis der „K2“, deren Titel an die Vornamen von Robert Dahls Vater und Großvater, Karl und Karl-Heinz, angelehnt ist, beginnt bereits beim Betreten des Anstellbereichs. In einer Multimedia-, Sound- und Licht-Show rund um Karls Familiengeschichte und die hiesige Kartoffelchip-Produktion wird Besuchern die Wartezeit verkürzt.

Anschließend wartet ein so genannter „Family Ride“, der auf rund 530 Metern und maximal 24 Meter über der Erde Geschwindigkeit, neue Perspektiven und allerlei Überraschungen bietet. Der Zug besteht aus hölzernen Loren, die jeweils bis zu zwei Erwachsene oder drei Kinder in atemberaubendem Tempo durch Windungen und Wirrungen der neuen Erlebniswelt leiten.

Den Höhepunkt von Karls Achterbahnabenteuer markiert ein sogenannter „Dark-Ride“ in zehn Metern Tiefe, dessen Kulisse  vom Filmpark Babelsberg gestaltet wurde.

Wer in den Genuss von Bauchkribbeln und Freudenschreien kommen möchte, zahlt 4,50 Euro pro Fahrt.

Kartoffelchips-Manufaktur mit Restaurant

Wer wollte nicht schon immer einmal wissen, wie aus dem Lieblingsgemüse der Deutschen verführerische Knuspereien mit Suchtpotenzial werden? Eine gläserne Kartoffelchips-Manufaktur zeigt in Karls Kartoffel-Erlebniswelt in Elstal ab dem 21. April den Weg einer urgewöhnlichen Knolle zum knackigen Chip. Wie immer setzt Karls dabei ausschließlich auf hochwertige regionale Erzeugnisse: Das Grundprodukt bilden traditionelle Mecklenburger Kartoffelsorten wie Blaue Anneliese, Gelbe Karlena oder Rote Emelie, die extra für Karls Chips-Produktion angebaut und später in reinstem Mecklenburger Rapsöl schonend gebacken werden. Gekürt mit Ostsee-Salz aus eigenem Anbau entstehen so vor den Augen neugieriger Besucher frische und mit Liebe zubereitete Kartoffelchips – garantiert ohne Geschmacksverstärker oder unnötige Zusatzstoffe.

Kartoffel-Fans, die ihr Wasser im Mund nicht mehr halten können und gleich vor Ort in den Genuss von Kartoffelchips kommen möchten, können direkt neben Karls neuester Manufaktur in dem mit 160 Sitzplätzen aufwartenden Selbstbedienungsrestaurant „K2 Chips & Dips“ köstliche Tüffelsnack-Kreationen probieren. Für das perfekte Geschmackserlebnis sorgen delikate Toppings wie Cheddar und Jalapeños, Pulled Chicken in Honig-BBQ-Sauce mit Coleslaw-Salat oder Sour-Cream an gewürfelten Tomaten und Avocadocreme.

Kletterwelt und Indoor-Spielplatz

Während sich die etwas Größeren bei Chips und Co handgemachte Leckerbissen auf der Zunge zergehen lassen, kommen Kind und Kegel im neuen Indoor-Spielplatz auf ihre Kosten. Geschützt vor allen Widrigkeiten des Wetters warten hier, zusätzlich zum beliebten Spiele-Speicher im Erlebnis-Dorf, bunte Abenteuer auf wilde Entdecker. Ein Kletterturm ergänzt den neuen Spielplatz der Kartoffel-Erlebniswelt und lädt zu karlsianischen Hängepartien am Sicherungsseil ein.

Go-Karts und Murmeln

Pünktlich zur Eröffnung von Karls Kartoffelchips-Erlebniswelt mit Chips-Manufaktur und Achterbahn können sich Karls-Besucher auf weitere neue Attraktionen freuen. Ab dem 21. April bilden ein barrierefreies Rolli-Karussell, eine Riesen-Murmelbahn, eine große Schaukel sowie eine erweiterte Go-Kart-Bahn neue Höhepunkte im Erlebnis-Dorf.

Weitere Informationen: www.karls.de/achterbahn

Anreiseinformationen:

Aus Richtung Nord und Süd A 10 (Berliner Ring), Abfahrt 26: Berlin-Spandau, anschließend B5 Richtung Berlin-Spandau/-Zentrum, Ausfahrt: Karls Erlebnis-Dorf. Aus Wustermark: durch den Ort, dann Richtung Berlin/Dyrotz. In Ihr Navigationssystem geben Sie bitte „Karls Erlebnis-Dorf – Zur Döberitzer Heide 1, 14641 Elstal“ ein. Vor Ort finden Sie ausreichend kostenfreie Parkplätze.

Mit dem Bus erreichen Sie Karls Erlebnis-Dorf Elstal mit der Buslinie 668, die alle 60 Minuten verkehrt (Bhf. Elstal – Wustermark bis Haltestelle „Zum Erlebnis-Dorf“).

Mit dem Zug RE 4 (ODEG) aus Richtung Berlin Hbf. fahren Sie bis zum Bhf. Elstal. Von dort nehmen Sie am besten die Linie 668 bis zur Haltestelle „Zum Erlebnis-Dorf“.

Infos zu Eintrittspreisen

einmalige Fahrt mit der Achterbahn: 4,50 Euro

Jahreskarte: 33 Euro (beinhalten den Eintritt für alle kostenpflichtigen Attraktionen bei Karls und bringen  3 Prozent Rabatt auf deine Einkäufe im Bauernmarkt)

Tageskarte für alle Attraktionen: 12,50 Euro

 

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