1 Stunde weg

In dieser Kategorie werden Reiseziele vorgestellt, die in einer Stunde per Zug, Auto oder Fahrrad von Berlin aus zu erreichen sind. Dabei darf man nur nicht die Frage stellen: “Eine Stunde weg mit Startpunkt Berlin- Mitte oder Berlin-Zehlendorf?” Es geht mehr darum, die Stadtgrenze von Berlin als Startpunkt zu nehmen.

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Technisches Denkmal – Mittelwellensender 21 auf dem Funkerberg

Mittelwellensender21Mittelwellensender in der Funkstelle Königs Wusterhausen, 1928, Foto: M. Dummer/Archiv Weirauch

Der 22. Dezember 1920 ist ein historisches Datum. An diesem Tag ist von der Hauptfunkstelle auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) die erste deutsche Rundfunksendung, die Übertragung eines Instrumentalkonzertes, mit  einer Reichweite von 1.500 Kilometern ausgestrahlt worden. Drei Instrumente – Geige, Klarinette und Harmonium – brachten den Menschen weihnachtliche Musik ins Haus. 1920 nutzten die Rundfunk-Pioniere einen selbstgebauten Lichtbogensender. Ein neues Zeitalter brach an. Seither gilt der Funkerberg von Königs Wusterhausen bei Berlin als die Wiege des deutschen Rundfunks. Der rbb Berlin-Brandenburg begleitet das Jubiläum 100 Jahre Radio. So ist auf der Homepage zu lesen: “Um 1920 Radio empfangen zu können, brauchte man Kopfhörer und einen sogenannten Detektor, der die Funkwellen mit Unterstützung eines Bleiglanzkristalls in hörbare Frequenzen übersetzt.” Das Entscheidende von dieser Sendung am 22. Dezember 1920 war, dass die Techniker Sprache und Musik übertragen haben. Und damals haben sie zur Musikübertragung einfach die Telefonsprechkapsel vor den Hörer eines Grammofons gehalten und haben damit die Musik übertragen“, so berichtet Rainer Suckow, Radio-Enthusiast und Vorsitzender des Sende- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen im Februar 2020 gegenüber dem Deutschlandfunk.  

Am authentischen Ort

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Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

Berlin.SpreeBlick auf das Bundeskanzleramt Berlin

Größe – das kann sowohl metrischer als auch geistiger Maßstab sein. Im Falle des Berliner Kanzleramtes geht es, vor allem im internationalen Vergleich, um die architektonischen Gegebenheiten. Mit dem Metrischen im Vordergrund. Denn das heute bereits überdimensionierte Gebäude soll in beträchtlichem Umfang erweitert werden. Obwohl das derzeitige Kanzleramt mit einer Nutzfläche von über 25 000 Quadratmetern bereits größer ist als beispielsweise das Weiße Haus in Washington oder auch Downing Street 10 in London, ist in Berlin ein „Anbau“ – offiziell: „Erweiterungsbau“ – von 270 Länge Meter geplant.  In dem Neubau, für den mindestens 550 Millionen Euro vorgesehen sind, sollen 400 Büros untergebracht werden.Berlin

Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

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Gartenträume: Dessau-Wörlitzer Gartenreich

WörlitzSchloss Wörlitz Foto: Weirauch

Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt. 2020 wird gefeiert: 20 Jahre Landesinitiative für Gartendenkmalpflege und Tourismus.  Was nach der erfolgreichen Bundesgartenschau Magdeburg 1999 mit einer genialen Idee begann und heute als Modellprojekt für die Einheit von Denkmalpflege und touristischer Vermarktung in der Bundesrepublik gilt, ist eine der Erfolgsgeschichten im deutschen Tourismus. Einmalig unter allen 16 Bundesländern erschließt die „Gartenträume“-Route mit ihren 50 Parkanlagen ganz Sachsen-Anhalt. So eine Ballung von Weltkulturerbe ist  weltweit einmalig. Bauhaus Dessau, Gartenreich Dessau Wörlitz und Lutherstätten in Wittenberg. Gleich.  drei UNESCO-Welterbestätten liegen unmittelbar nebeneinander. Gartenträume: Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Wörlitz – einzigartige Kulturlandschaft an der Elbe

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Ausflugstipp: Scheunenviertel Kremmen

Karte ScheunenviertelFoto: Hajo Eckert

Das wohl größte in Deutschland noch erhaltene Scheunenviertel befindet sich am Stadtrand der historischen Altstadt von Kremmen im Landkreis Oberhavel (Brandenburg). An die 40 Scheunen, in mehreren Zügen zusammengebaut, bilden hinsichtlich Grundrissen und Fassaden, die symmetrisch angeordnet sind, ein einmaliges Ensemble. Das Areal wurde im August 1993 vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege unter Schutz gestellt.

Geschichte des Scheunenviertels reicht bis ins 17. Jahrhundert

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Napoleon sei Dank: Das Russische im Berliner Grunewald

Potsdam-Schiff (9)

Nikolskoe, St. Peter & Paul, Moorlake. Drei – wenn man das so nennen will – „Flecken“ in Berlins Grunewald  sind Russisch: Die „Kneipe“ des Namens Nikolskoe, die nahegelegene kleine Kirche mit Zwiebeltürmchen (St. Peter & Paul) und das urige Wirtshaus Moorlake. Diese drei touristischen, seltenen Kleinode verdanken die Berliner Napoleon. Jawohl – diesem französischen Gesellschaftsrevolutionär und Möchtegern-Welteroberer.

Wie es dazu kam ?

1 Stunde wegTipps

Berlin-Frohnau: Das Schlemmerparadies im Hinterhof

Frohnau, dieser sehr kleine Ortsteil-Zipfel im äußersten Norden Berlins, geht auf „Frohe Aue“ zurück. Die zwischen 1908 und 1910 vom oberschlesischen Fürsten Donnersmarck konzipierte brandenburgische Gemeinde hieß damals „Gartenstadt Frohnau“.  Donnersmarcks Anweisung: Jedes Haus müsse einmalig sein, alle Straßen hätten auszusehen wie Alleen. Also – Gartenstadt. Das ist sie, 1920 nach “Groß-Berlin“ eingemeindet, auch heute noch – Wald und Auen, etwa das Fließ, herrschen vor. Doch da gibt es eben auch, von Anfang an so geplant, etwas außergewöhnlich Städtisches: Die durch eine kleine Brücke verbundenen beiden Plätze, die zu Einkauf wie Verweilen verführen: Zeltinger Platz und Ludolfinger Platz. Hier gibt es nicht, wie etwa in der Friedrichstraße oder am  Kurfürstendamm, Geschäftsleerstand, zugeklebte oder gar vernagelte Schaufenster – hier vielmehr pulsiert das Leben, wenn auch nach dem Motto „gemach, gemach“.

„ Dithmarscher Hofladen“