1 Stunde weg

In dieser Kategorie werden Reiseziele vorgestellt, die in einer Stunde per Zug, Auto oder Fahrrad von Berlin aus zu erreichen sind. Dabei darf man nur nicht die Frage stellen: “Eine Stunde weg mit Startpunkt Berlin- Mitte oder Berlin-Zehlendorf?” Es geht mehr darum, die Stadtgrenze von Berlin als Startpunkt zu nehmen.

1 Stunde weg

Conrad Matschoß – Altmeister der Technikgeschichte

Südwestkirchhof StahnsdorfTechnikhistoriker Conrad Matschoss

Am 7. Juni 2021 erinnern nicht nur Freunde der Industriekultur an Conrad Matschoss. Der Altmeister der deutschen Dampfmaschinengeschichtsschreibung wurde vor 150 Jahren geboren. Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf am Rand von Berlin. Vor über 110Jahren erschien in Berlin das zweibändige Werk „Die Entwicklung der Dampfmaschine, eine Geschichte der ortsfesten Dampfmaschine der Lokomobile, der Schiffsmaschine und Lokomotive“. Verfasser dieses bis heute zu den technikgeschichtlichen Standardwerken zählenden Buches ist Conrad Matschoß. 1987 erschien im VDI-Verlag ein Nachdruck dieses technikhistorischen Klassikers. Das Grab des 1942 verstorbenen Conrad Matschoß befindet sich auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Biegt man am Eingang des Friedhofs hinter dem Informationshaus des Fördervereins Südwestkirchhof  rechts ab, gelangt man in wenigen Schritten zum Grab. Hinter Rhododrendon-Büschen lugt auf dem moosbewachsenen Gehweg rechts der Grabstein hervor.  Ein Zahnrad mit einer heute kaum mehr sichtbaren Eule ziert den Grabstein. Es ist das Zeichen des Vereins Deutscher Ingenieure. „Sein Leben und Wirken galt dem Verein Deutscher Ingenieure und der Geschichte der Technik“ – So steht es auf dem Grabstein des deutschen Ingenieurs, Hochschullehrers, Technikhistorikers, Publizisten und Direktors des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Wer war dieser Conrad Matschoss

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Klinker-Klänge im Havelland – eine Straße aus Ziegel

Ziegelstraße Havelland

Aus roten oder gelben Ziegeln gebaute Häuser begegnen uns nicht nur in großen Städten wie Berlin oder Hamburg. Auch auf dem platten Land erinnern große, teilweise prächtig verzierte Gutshöfe und Bauerngehöfte mit ihren Scheunen, und viele Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert an ein Baumaterial, das über eine reiche Bautradition verfügt: Ziegelsteine, auch Backsteine gtenant. Die besten, besonders hart Gebrannten,  werden auch Klinker genannt. Und da Kulturland Brandenburg 2021 sich dem Thema Industriekultur widmet, wollen wir hierüber  mehr erfahren, Industriekultur ist ja auch Baukultur.

“Zweihüftige” Ziegelsteinstraße

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Technisches Denkmal – Mittelwellensender 21 auf dem Funkerberg

Mittelwellensender21Mittelwellensender in der Funkstelle Königs Wusterhausen, 1928, Foto: M. Dummer/Archiv Weirauch

Der 22. Dezember 1920 ist ein historisches Datum. An diesem Tag ist von der Hauptfunkstelle auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) die erste deutsche Rundfunksendung, die Übertragung eines Instrumentalkonzertes, mit  einer Reichweite von 1.500 Kilometern ausgestrahlt worden. Drei Instrumente – Geige, Klarinette und Harmonium – brachten den Menschen weihnachtliche Musik ins Haus. 1920 nutzten die Rundfunk-Pioniere einen selbstgebauten Lichtbogensender. Ein neues Zeitalter brach an. Seither gilt der Funkerberg von Königs Wusterhausen bei Berlin als die Wiege des deutschen Rundfunks. Der rbb Berlin-Brandenburg begleitet das Jubiläum 100 Jahre Radio. So ist auf der Homepage zu lesen: “Um 1920 Radio empfangen zu können, brauchte man Kopfhörer und einen sogenannten Detektor, der die Funkwellen mit Unterstützung eines Bleiglanzkristalls in hörbare Frequenzen übersetzt.” Das Entscheidende von dieser Sendung am 22. Dezember 1920 war, dass die Techniker Sprache und Musik übertragen haben. Und damals haben sie zur Musikübertragung einfach die Telefonsprechkapsel vor den Hörer eines Grammofons gehalten und haben damit die Musik übertragen“, so berichtet Rainer Suckow, Radio-Enthusiast und Vorsitzender des Sende- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen im Februar 2020 gegenüber dem Deutschlandfunk.  

Am authentischen Ort

1 Stunde wegReise

Brandenburg an der Havel – immer einen Besuch wert

Brandenburg.stadt (4)Postkartenblick am Mühlendamm

Wann, wenn nicht jetzt – dachten wir uns und zogen im „leichten Corona-Lockdown“ los nach Brandenburg, für uns „schönste Stadt“ in unserer näheren Umgebung. Sehr geschichtsträchtig und mittlerweile vielerorts mit viel Engagement saniert und lebenswert. Seit Jahren beobachten wir, wie sich Brandenburg an der Havel verändert. Zu Ende der DDR-Zeit fiel das Zentrum Brandenburgs in einen Dornröschenschlaf. Aus heutiger Sicht war das die Rettung. Denn die historische Mitte der Stadt Brandenburg blieb, wie sie Jahrhunderte gewachsen war. „Selten gibt es eine Stadt, die so reich ist an architektonischen Zeugen des Mittelalters, der Gotik, des Barock und der Renaissance“, schwärmt Heiko Hesse im Prospekt „Museen in Brandenburg an der Havel“. Und die liebenswerte Stadt ist um Attraktionen reicher geworden in den letzten Jahren. So wie beispielsweise das polnische Wroclaw (Breslau) mit seinen Zwergen den Bürgersinn für Kunst im öffentlichen Raum stärkt, so führen uns die „ausgewilderten“ Waldmöpse in Brandenburg an der Havel zu sehenswerten Gebäuden und Plätzen und zu manch einer unverhofften Begegnung, die uns die begegnungsarme Corona-Zeit etwas erträglicher macht. Wenngleich derzeit (im November 2020) ein Besuch von weiter her nach Brandenburg wegen Covid 19 nicht möglich ist, als Tipp für die Nach-Corona-Zeit hier einige Anregungen von einfachraus.eu.

Was wir in Brandenburg erlebten

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Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

Berlin.SpreeBlick auf das Bundeskanzleramt Berlin

Größe – das kann sowohl metrischer als auch geistiger Maßstab sein. Im Falle des Berliner Kanzleramtes geht es, vor allem im internationalen Vergleich, um die architektonischen Gegebenheiten. Mit dem Metrischen im Vordergrund. Denn das heute bereits überdimensionierte Gebäude soll in beträchtlichem Umfang erweitert werden. Obwohl das derzeitige Kanzleramt mit einer Nutzfläche von über 25 000 Quadratmetern bereits größer ist als beispielsweise das Weiße Haus in Washington oder auch Downing Street 10 in London, ist in Berlin ein „Anbau“ – offiziell: „Erweiterungsbau“ – von 270 Länge Meter geplant.  In dem Neubau, für den mindestens 550 Millionen Euro vorgesehen sind, sollen 400 Büros untergebracht werden.Berlin

Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

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Gartenträume: Dessau-Wörlitzer Gartenreich

WörlitzSchloss Wörlitz Foto: Weirauch

Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt. 2020 wird gefeiert: 20 Jahre Landesinitiative für Gartendenkmalpflege und Tourismus.  Was nach der erfolgreichen Bundesgartenschau Magdeburg 1999 mit einer genialen Idee begann und heute als Modellprojekt für die Einheit von Denkmalpflege und touristischer Vermarktung in der Bundesrepublik gilt, ist eine der Erfolgsgeschichten im deutschen Tourismus. Einmalig unter allen 16 Bundesländern erschließt die „Gartenträume“-Route mit ihren 50 Parkanlagen ganz Sachsen-Anhalt. So eine Ballung von Weltkulturerbe ist  weltweit einmalig. Bauhaus Dessau, Gartenreich Dessau Wörlitz und Lutherstätten in Wittenberg. Gleich.  drei UNESCO-Welterbestätten liegen unmittelbar nebeneinander. Gartenträume: Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Wörlitz – einzigartige Kulturlandschaft an der Elbe