1 Stunde weg

In dieser Kategorie werden Reiseziele vorgestellt, die innerhalb von einer Stunde per Zug, Auto oder Fahrrad von Berlin aus zu erreichen sind. Dabei darf man nur nicht die Frage stellen: “Eine Stunde weg mit Startpunkt Berlin- Mitte oder Berlin-Zehlendorf?” Es geht mehr darum, die Stadtgrenze von Berlin als Startpunkt zu nehmen.

1 Stunde weg

Fontane und Bauhaus: Jubiläen auf der Spur

Einsteinturm Potsdam

Anlässlich der diesjährigen Jubiläen „200 Jahre Fontane“ und „100 Jahre Bauhaus“ hat der Berliner Verlag terra press seiner Serie von Themenkarten zwei weitere hinzugefügt.

Die eine Themenkarte lädt ein, sich in die Welt Theodor Fontanes zu begeben und dabei dem Schriftsteller auch als Mensch näherzukommen. Die andere wirbt für einen Besuch in Dessau und anderen Stätten der architektonischen Moderne in Sachsen-Anhalt. Alle in den Karten vorgestellten Ziele befinden sich entlang der Bahnstrecken in Brandenburg bzw. Sachsen-Anhalt.

Das deutschlandweite Jubiläum 100 Jahre Bauhaus spielt derzeit in Sachsen-Anhalt eine besondere Rolle. Denn in Dessau erlebte die Design-Schule ihren Höhepunkt, bevor sie von den Nazis erst angefeindet und dann aufgelöst wurde. Mit der Eröffnung eines neuen Bauhaus-Museums am 8. September in der Dessauer Innenstadt steht ein besonderes Ereignis bevor.

Aber auch in anderen Städten Sachsen-Anhalts wird mit Ausstellungen an die Moderne im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erinnert. Eine von der Magdeburger Landesregierung in Auftrag gegebene Themenkarte bietet einen Überblick über die Ereignisse zum Jubiläum in diesem Jahr und weist auf Bauhaus-Architektur entlang wichtiger Bahnstrecken zwischen Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt hin. Sie wird an die Reisenden in den Regionalexpress-Zügen RE7 (nach Dessau), RE3 (nach Lutherstadt-Wittenberg) und RE1 (nach Magdeburg) verteilt. Eine englischsprachige Fassung wird den ankommenden Fluggästen am Flughafen Schönefeld sowie an vielbesuchten Touristinformationen in Berlin und Brandenburg angeboten. Die bisher einmal jährlich erscheinenden Themenkarten mit unterschiedlichsten Inhalten erfreuen sich bei Ausflüglern in Brandenburg und Berlin bereits großer Beliebtheit. Die Jubiläen 100 Jahre Bauhaus und 200 Jahre Fontane sorgten erstmals für zwei Karten in einem Jahr.

1 Stunde wegBücherSchlösser und Burgen

Kunckel, Pfaueninsel und der Coup von Zehlendorf

silkesbuchDas Erbe des Alchemisten von Silke Böttcher

Erinnern wir uns noch an den legendären Coup von Zehlendorf im Jahr 1995 ? Vier schwerbewaffnete Räuber überfielen eine Bankfiliale, nahmen Angestellte und Kunden als Geiseln und verlangten mehrere 17 Millionen Mark Lösegeld, dazu ein Auto und einen Hubschrauber, um flüchten zu können. Nach dem Sturm auf die Bank durch die Polizei entkamen die Täter mit Geld und den Inhalten vieler Schließfächer. Durch einen mehrere Meter langen selbst gebuddelten Tunnel. Von einem Teil des Inhaltes  der Schließfächer, darunter wertvoller Schmuck, fehlt bis heute jede Spur. Das gibt Stoff für Literatur. Silke Böttcher benutzt die Kriminalgeschichte als einen Strang ihres Jugendbuches „Das Erbe des Alchimisten“, in dem ein Schmuckstück schließlich auf der Berliner Pfaueninsel gefunden wird. Von zwei unternehmungslustigen Freunden David und Moritz. Sie verbringen fast den gesamten Feriensommer auf dem Eiland.

li. Silke Böttcher bei einer Lesung in Potsdam, Foto: privat
1 Stunde wegBücherFontane

Fontane: Von Dorf zu Dorf, von Kirche zu Kirche

Bornstedter FriedhofVerwunschen: Grab neben Heinrich Wilhelm Wagenführer

Kirchtürme als Orientierungspunkte …

Die Abbildung auf der Umschlagseite zog mich als erstes in ihren Bann. Auf unseren Fahrten – per Rad oder mit dem Auto – durch das Havelland zog uns die Kirche in Bagow immer in ihren Bann. Das in der Sonne leuchtende Kreuz auf der Kirchturmspitze, das rote Ziegeldach des Kirchenschiffes, die gelb blühenden Rapsfelder, das satte Grün der Bäume … kommt die Kirche mit ihrem Umfeld in unseren Blick, ist es nicht nicht mehr weit, bis wir zu Haus sind. Auch als Kind waren Kirchtürme wichtige Orientierungspunkte für mich, etwa wenn wir als Jugendliche nach der Schule mit dem Fahrrad von Pritzwalk über Steffenshagen, Triglitz, manchmal mit einem Abstecher nach Laaske, Richtung Putlitz fuhren. Die hohen Kirchtürme wiesen uns den Weg. Auf dem Kirchplatz traf man sich am Abend im Freundeskreis.

Blick auf die Dorfkirche von Bagow
Blick auf die Dorfkirche von Bagow
1 Stunde wegPotsdamTipps

Tierische Westernaction im Filmpark

Filmpark Babelsberg

Die neue Western-Show „Tierisch verdreht“ feierte jetzt Premiere. Die muntere, geistreiche Verspottung des Wilden Westen, von Schauspieler und Stuntman René Schobeß familienfreundlich erdacht, verbindet tierischen Spaß mit Klamauk und Stunts. Die Filmtierschule Harsch, seit Jahren dabei, trainierte Vierbeiner und Federtiere für die anspruchsvollen Outdoor-Szenen.

1 Stunde weg

Deutsches Spionage-Museum Berlin

Logo des Deutschen Spionagemuseum, Foto: DSMLogo des Deutschen Spionagemuseum, Foto: DSM

Jedermann kennt natürlich das älteste Gewerbe der Welt – aber welches dann gilt als das zweitälteste? Napoleon hat es seinerzeit treffend charakterisiert: „Ein Spion am rechten Ort ersetzt 20.000 Mann im Felde“. Jawohl – das Deutsche Spionagemuseum Berlin, das einzige seiner Art in Deutschland, vielleicht sogar in Europa, definiert Spionage als das zweitälteste Gewerbe der Welt. Nach der Prostitution. Dabei gibt es zwischen beiden natürlich auch viele Gemeinsamkeiten. Die Käuflichkeit beispielsweise.

1 Stunde wegFontane

Sieben Schönheiten im Havelland entdeckt

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Wer in der Mark reisen will, der muß zunächst Liebe zu „Land und Leuten“ mitbringen, mindestens keine Voreingenommenheit. Er muß den guten Willen haben, das Gute zu finden, anstatt es durch krittliche Vergleiche totzumachen.

Der Reisende in der Mark muß sich ferner mit einer feineren Art von Natur- und Landschaftssinn ausgerüstet fühlen. Es gibt gröbliche Augen, die gleich einen Gletscher oder Meeressturm verlangen, um befriedigt zu sein. Diese mögen zu Hause bleiben. Es ist mit der märkischen Natur wie mit manchen Frauen. „Auch die häßlichste“ – sagt das Sprichwort – „hat immer noch sieben Schönheiten.“ Ganz so ist es mit dem „Lande zwischen Oder und Elbe“; wenige Punkte sind so arm, daß sie nicht auch ihre sieben Schönheiten hätten. Man muß sie nur zu finden verstehn. Wer das Auge dafür hat, der wag es und reise. … Das Beste aber, dem du begegnen wirst, das werden die Menschen sein, vorausgesetzt, daß du dich darauf verstehst, das rechte Wort für den „gemeinen Mann“ zu finden. (Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Die Grafschaft Ruppin, Auszug)

Einfach raus – es ist soweit, der Frühling lockt uns ins Havelland. Fontane im Sinn – sieben Schönheiten wollen wir heute finden. 6.45 Uhr starten wir.

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