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Tipps für die Generation 55 plus. Dazu gehören spezielle Hotelempfehlungen, wie die 55-plus-Hotels, aber auch ausgefallene Hobbies oder verrückte Ideen. Treckerfahrten oder Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok inklusive. Lasst Euch überraschen.

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Typfasten mit Ralf Moll

sonnenuntergangsylt

Diäten bringen nichts. Das sind auch meine Erfahrungen. Irgendwann setzt der Jojo-Effekt ein. “Was haben wir schon alles in den letzten Jahren ausprobiert.” Nichts habe so  richtig geholfen,  höre ich immer wieder.Typfasten mit Ralf Moll.

Fasten auf Sylt, Foto: D. Weirauch

Auch die oft praktizierte Methode „FdH“ führt zu einem Basen- und Nährstoffmangel mit vielen sauren Zwischenprodukten im Stoffwechsel. Warum also nicht einmal in schöner Umgebung, auf La Palma, mit netten Menschen zusammen Fastenwandern zu praktizieren ? Wir haben es nun ausprobiert und waren begeistert.  Unser Fastenleiter Ralf Moll gilt als Erfinder des Typfastens, einer Weiterentwicklung der Fastenmethode nach dem Arzt Otto Buchinger.

Von Ralf Moll sind unter anderem folgende Bücher erschienen: Schlank statt sauer – mit Gisela Held und “Individuell fasten”  (beide im Südwest Verlag).

Nein,  keine Nulldiät oder nur dünne Suppen. Sondern sonnengereifte Früchte (Früchtefasten),  frisch gepresste Säfte oder leckere  Gemüsesuppen (Suppenfasten) kamen auf den Tisch.  Für viele ist das Einstellen des Körpers auf einen gesunden Säure-Basen-Haushalt der erste Schritt zu einem gesunden Leben. Denn nichts steht dem Wunsch nach Gewichtsabnahme mehr im Weg als ein übersäuerter, blockierter Stoffwechsel.
„Fit in 7 Tagen“,  Energie tanken, seine Akkus wieder auffüllen, sich verwöhnen lassen und sich einfach wieder wohl fühlen in „seiner Haut“, das ist das Ergebnis nach einer Woche Typfasten.

Typfasten mit Ralf Moll

Der schönste Nebeneffekt: wir sind gewandert und haben die wohl  schönste Insel der Kanaren La Palma mit ihren vielen Eigenheiten bei ausgiebigen Wanderungen kennengelernt. Und besonders beeindruckt haben während oftmals anstrengender Wanderungen die grandiosen Ein- und Ausblicke in die Landschaft. Der Roque de los Muchachos und die Caldera de Taburiente sind uns nun gut vertraut. Aber auch Tazacorte, Puerto Naos oder Los Llanos de Ariadne haben wir besucht.

Fasten liegt deutschlandweit und darüber hinaus im Trend.

Davon zeugt die wachsende Zahl von Fastenwandergruppen und Fastenhäusern zwischen Nordsee, Schwarzwald, Allgäu und Österreich. So ist Fastenwandern in der Toskana oftmals ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Auch Fasten und Reiten sowie Fasten und Golfspielen werden angeboten.
Ebenso Fasten und Tanz, der Beispiele gibt es viele.
Fragen werden meistens gern beantwortet. Aber es gibt auch Fastenleiter, die nur das Notwendigste sagen. Darunter leiden vor allem Erstfaster. Der Erfahrungsbericht der Schweizer Schriftstellerin Blanca Imboden auf ihrer Homepage ist nur die sogenannte Spitze des Eisberges.
Eine gute Hilfe bei der Vorbereitung ist die Homepage von Familie Engel aus Hittisau in Österreich. Immer gelobt werden u.a. der Bachtelhof , der renommierte Fastenarzt Dr. med. Henk C.  Hietkamp im Gräflichen Parkhotel zu Bad Driburg (Detox und FX-May) sowie Menschels Resort ind Bad Sobernheim  (Felke-Kur) sowie das traditionelle und auch modifiziert angebotene Fasten in verschiedenen Klöstern. Bekannt ist dafür u.a. das Kloster Hegne der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz am Bodensee im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg.

Empfehlenswert ist immer auch ein Blick in entsprechende Foren, so auf Fasten für alle und Heilfastenkur.de
Fasten liegt ist Trend. Das befand auch mehrmals, 2007 (Autor: Jörg Blech) und zuletzt in einer Titelgeschichte  2011 der Spiegel.

Fasten hilft bei vielen Beschwerden

Gesundheitsexperten empfehlen bei bestimmten Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden, zu fasten. Doch die Diskussion dazu ist kontrovers.  Für das Gesund Magazin und die Tageszeitung Die Welt schrieb ich mehrmals ausführlich über meine ganz eigenen Erfahrungen des Fastens.

Heilfasten ist keine Nulldiät, sondern trainiert die Bereitschaft, verzichten zu können und bewusst etwas für die Gesundheit zu machen. Ich jedenfalls fühle mich nun wieder topfit.
Mein wichtigster Tipp aber an die Fasteninteressenten: wählt den Veranstalter gut aus, schaut nicht nur auf die Homepage,  sondern hört Euch bei fastenerfahrenen Freunden um. Es wird höchste Zeit, das Fastenhäuser, Fastenleiter und Fastenhotels regelmäßig zertifiziert werden. Denn nur so kann Qualität bewertet werden. Sonst mehren sich bald die Stimmen, dass Fastenwillige nur abgezockt werden. Von gesundheitlichen Sorgen einzelner Fastender und Kommunikationsproblemen in der Gruppe  wegen fehlender Sozialkompetenz der Fastenleiter ganz zu schweigen.

Typfasten mit Ralf Moll

Wir machten mit dem Team von Ralf Moll bereits das 2. Mal beste Erfahrungen. Übrigens kommen 75 Prozent der Teilnehmer bei Typfasten wieder: in das  Fastenhaus im Schwarzwald oder eben nach La Palma oder in die Toskana. Schaut selbst, die Bilder erzählen „Lachen ist basisch“.

Typfasten mit Ralf Moll, Foto: Weirauch
Typfasten mit Ralf Moll

 

Typfasten mit Ralf Moll
Typfasten mit Ralf Moll
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Besuch im größten Bunker Berlins

Unter den noch erhaltenen Bunkern in Berlin gilt der Hochbunker Heckeshorn auf dem Gelände des DRK-Blutspendedienstes als Exot. “Mit seinen sechs Ebenen ister der stabilste und größte Berlins”, sagt Reiner Janick. Er gehörte 1997 zu den Gründern des Vereins Berliner Unterwelten und kennt alle wichtigen Bunker in der Stadt und im Umland. In Berlin gibt es noch 250 bis 300 intakte oder teilweise zugeschüttete Anlagen. Rund 1000 gab es im Zweiten Weltkrieg.

Unlängst führte Janick durch den Koloss in Heckeshorn mit vier Meter dicken Wänden und Decken. Die Besucher waren erstaunt sein: In dem 20 Meter hohen sowie breiten und 70 Meter langen Bauwerk kann innerhalb von 48 Stunden ein komplettes Krankenhaus in Betrieb genommen werden. Alle Anlagen sind intakt. Der Verein hat vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf den Auftrag erhalten, die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Dafür dürfen die Bunkerexperten in der von 1941 bis 1943 nach Plänen des Zehlendorfer Architekten Eduard Jobst Siedler gebauten Anlage Führungen anbieten. Sie diente dem Stab der Luftflotte Mitte – ab 1944 “Luftflotte Reich” – als Befehlsstand, weiß Janick. “Von hier aus wurde die gesamte Luftverteidigung in einem Umkreis von 200 Kilometern geleitet. Auch wurden die Befehle, wann genau die Sirenen zu heulen hatten, gegeben. Später verschanzte sich der Wehrmachtsführungsstab auf seiner Flucht von Wünsdorf in Richtung Flensburg für kurze Zeit im Bunker. Es soll auch Überlegungen gegeben haben, Hitler dort unterzubringen. “Es existiert kaum ein so spannender Ort wie dieser, der bis in die Neuzeit funktioniert,” sagt Historiker Janick. Während der Berlin-Blockade 1948/49 nutzte die Landespostdirektion den Bunker als Sendestelle für die drahtlosen Fernsprechverbindungen mit West-Deutschland. Später war dort die Radio-Sendestation des “Rias”-Vorläufers “Dias”. Nach Fertigstellung des Sendemastes auf dem Schäferberg wurden einige Räume für die Pathologie der benachbarten Lungenfachklinik Heckeshorn genutzt.

Besuch im größten Bunker Berlins

Für rund acht Millionen D-Mark wurde der Bunker ab 1986 komplett umgebaut. Seine neue Zweckbestimmung: ein Notkrankenhaus für 600 Personen. Das Krankenhaus sollte im “Ernstfall” 407 Patienten, 120 Ärzte und Pfleger aufnehmen. Noch vier Jahre nach dem Fall der Mauer war das Krankenhaus einsatzbereit. 2001 erfolgte dann der Rückbau. Die komplette medizinische Ausstattung wurde an ehemalige Gegner im Kalten Krieg verschenkt. Allerdings, so Janick, unterliegt die Anlage noch heute der sogenannten Zivilschutzbindung. Im Bunker befinden sich heute neben den vier Operationssälen und der Röntgenabteilung auch zahlreiche Bettenräume sowie zwei Notstromaggregate, eine große Luftschutzanlage, die Wasserversorgung mit Tiefbrunnen sowie ein Aufzug und Großküche. Im Vergleich zu den übrigen 22 Zivilschutzanlagen Berlins, die eine maximale Aufenthaltsdauer von bis zu 14 Tagen gewährleisten, soll der Hochbunker 40 Tage sicher sein.

Reiner Janick möchte mit dem Verein Berliner Unterwelten dieses einmalige Gebäudeensemble der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sein Wunsch ist, dass der Ernstfall – terroristische Anschläge, Giftgaskatastrophen, Flugzeugabstürze oder andere große Unglücke – niemals eintritt.

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Sloepen aus Holland liegen voll im Trend

sloepvonvorn775F: Anna Blume Yachtcharter
F: Anna Blume Yachtcharter

Eine Fahrt auf den Havelseen macht immer wieder Spaß. Und was es dort zu sehen gibt: tolle Schiffe, schnittige Yachten und viele elegante Sloepen (sprich: Slupen).Von solider Qualität sind auch die Persenninge, die die noch junge Firma Bootzeil im niederländischen Haarlem mittlerweile auch in Deutschland vertreibt. Tendenz steigend. Hier gibt es noch echte handmade beim Nähen der Persenning.

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Josef Grütter – Ingenieur und Künstler

BI - Sprecher Josef GrütterBI - Sprecher Josef Grütter

Einfach raus. – „Leider ist das nicht so einfach, wie wir uns das vorstellen“, sagt Josef Grütter aus dem Potsdamer Ortsteil Marquardt. In dem idyllischen Ort am Schlänitzsee wohnt auch meine Familie. Hier mehr zu: Josef Grütter – Ingenieur und Künstler

Josef Grütter, Ehrenamtler

Eine 110-kV-Leitung, die mitten durch den Ort verläuft, soll nach dem Willen der Bürger verlegt werden.

Eigentlich ganz einfach, meint der 64-jährige Ingenieur für Kraftwerkstechnik, der Bürgerinitiative für die Verlegung der Leitung initiiert hat.  Auf einer Infotafel an der Hauptstraße,  hat er seine Vision zeichnerisch dargestellt: Ein Mast verlässt das Wohngebiet und siedelt sich am Bahndamm an. Fünf solcher Masten samt Leitungen müssten umziehen, wie Grütter erzählt. Seit zwei Monaten kämpft er gemeinsam mit den Einwohnern vehement gegen die vom Stromkonzern E.on edis AG angekündigte „standortgleiche Rekonstruktion“ der Hochspannungsleitung. Diese stammt aus dem Jahr 1936 und sollte eigentlich, so wurde den Grundstückseigentümern immer wieder von Lokalpolitikern versprochen, nach 80 Jahren außerhalb des Ortes verlegt werden.

Schloss Marquardt im Frühjahr, Foto: D.Weirauch

Leitung sollte längst raus sein

„Davon ist nicht mehr die Rede. Und der Wirtschaftsminister des Landes unterstützt E.on edis, obwohl das Genehmigungsverfahren noch nicht einmal angelaufen ist und keine Unterlagen zur Baumaßnahme bei der maßgeblichen Behörde vorliegen. E.on edis hat angekündigt die Leitungen bei der Erneuerung nun um mindestens fünf Meter zu erhöhen und mit dickeren Seilen zu bestücken. Das heißt mehr Strom fließt durch und die magnetische Strahlung steigt. Die Gesundheitsgefahren für die Einwohner wachsen“, berichtet Grütter.

Ein Zugezogener, der sich ums Gemeinwohl kümmert

Warum der so engagierte Senior das alles im Ehrenamt macht, obwohl er nicht an der Leitung wohnt? „Einer muss vorangehen. Und von den Politikern ist kaum Hilfe zu erwarten.“ So sein Resümee.  Beleg für diese Feststellung ist eine Reihe leerer Worthülsen aus den Behörden, die er akribisch sammelt. einzig die Landtagsabgeordnete Marie Luise von Halem von Bündnis90/Die Grünen war recht zeitig vor Ort und unterstützt die Bürger in ihrem Kampf. Mittlerweile hat auch die Stadt Potsdam sich eingeschaltet.

Plakat der BI für die Herausverlegung der Starkstromleitung mit dem Gedsicht "Mastflucht" vom BI-chef Josef Grütter, Foto: D.Weirauch
Plakat der BI für die Herausverlegung der Starkstromleitung mit dem Gedsicht “Mastflucht” vom BI-chef Josef Grütter, Foto: D.Weirauch

Bürgerversammlung setzte Zeichen

Und Josef Grütter meint es ernst. Unlängst kamen 350 Einwohner zusammen, als E.on edis auf einer Bürgerversammlung  Rede und Antwort stehen sollte.  dabei auch Vertreter anderer  Bürgerinitiativen, so Michi Belter von der sehr aktiven BI gegen das im benachbarten Wustermark geplante Gaskraftwerk. Josef Grütter  war so erbost über die ausweichenden Antworten der Mitarbeiter von E.on Edis , dass er den Managern und Politikern ein Versprechen abgab: „Ich bin Pensionär und habe Zeit. Darauf können Sie sich verlassen, ich komme jede Woche einmal bei Ihnen vorbei!“ Darüber berichteten Zeitungen, u.a. die Berliner Morgenpost, die Welt, die Maerkische Allgemeine, die PNN, Blickpunkt  sowie der Heveller  und mehrere Fernsehsender, u.a. ZDF und am 17.3. der RBB in der Sendung ZIBB. Dadurch wurde die Bürgerinitiative unter Josef Grütters Leitung bekannt. Andere Bürgerinitiativen, so Bad Gandersheim/Kreiensen und weitere vernetzten sich mittlerweile und geben Ratschläge. Grütter ist ein Kämpfer, so nimmt er Bundes- und Landespolitiker ebenso beim Wort wie Ämter des Landes und der Stadt: „Die Leitung muss raus. Das werden wir gemeinsam schaffen“, sagt der bei Bocholt im Münsterland Geborene und danach jahrzehntelang in Dortmund im Kraftwerksbau tätige Ingenieur.

Entspannung im Künstlergarten

Publikum ist ihm gewiss. In seinem Künstlergarten gegenüber dem einst vom „Berliner Eisenkönig“ Louis Ravené bewohnten verwunschenen Schloss, in dem vor dem 2. Weltkrieg ein nobles Kempinski-Restaurant beheimatet war, wurde jetzt  ein großer hölzerner davonlaufender Mast  aufgestellt.

BI-Sprecher Josef Grütter
BI-Sprecher Josef Grütter, Foto: D.Weirauch

„Der zeigt den hundert Meter weiter stehenden Kollegen aus Stahl schon einmal, wie das geht, mit dem Davonlaufen.“ Und im Sommer, als die renommierte internationale Kunstaktion „Rohkunstbau“  im Schloss bei Potsdam am Schlänitzsee Hunderte Besucher anzog, meinte Grütter: „Da kann sich jeder einen Hauch von elektromagnetischer Strahlung unter den Strommasten abholen und sehen, wie so eine Mastwanderung beziehungsweise –flucht aussehen könnte.“

Für Josef Grütter, ein Mann im besten Alter, und die Marquardter Bürger hat das Schutzgut „Mensch“, oberste Priorität in ihrem Handeln.

Deshalb: Freileitung raus !

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