Best Ager

Tipps für die Generation 55 plus. Dazu gehören spezielle Hotelempfehlungen, wie die 55-plus-Hotels, aber auch ausgefallene Hobbies oder verrückte Ideen. Treckerfahrten oder Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok inklusive. Lasst Euch überraschen.

Best Ager

UNESCO-Welterbe: Im Führerstand des Bernina Express

Bernina (7)Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafel hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein, Foto: Weirauch

Wie wohl jeder Junge träumte ich als Kind davon, einmal Lokführer zu werden. Staunend sah ich den schnaufenden Dampflokomotiven zu, die durch meinen kleinen Heimatort fuhren. Auch nach dem Zeitalter der Dampfloks blieb die Faszination für die Eisenbahn. Als Pendler, der ich täglich mit Zügen unterwegs bin, weiß ich auch um die Mühen der Lokführer. Nun also erlebte ich im September 2018 während einer Fahrt mit dem  Bernina-Express der Rhätischen Bahn so ziemlich das Größte, was ein Hobbyeisenbahnerherz erfahren kann. Die vom Bernina Express befahrenen Strecken Albulabahn und Berninabahn wurden im Sommer 2008 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Gleichbedeutend mit dem Kölner Dom, dem Tempel Abu Simbel in Ägypten, Schloss Sanssouci in Potsdam oder der Völklinger Hütte im Saarland. Weltweit stehen nur drei Bahnen auf der UNESCO Welterbeliste: Die Semmering Bahn in Österreich, die Gebirgsbahnen Darjeeling Himalayan Railways in Indien sowie die „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina“.

Der Bernina Express ist stets ein begehrtes Fotomotiv. Foto: Weirauch

Bahnhofsvorplatz in in Tirano: hier trifft die Berninabahn auf die Normalspurstrecke der staatlichen italienischen Ferrovia Alta Valtellina. Foto: Weirauch

Eis und Pizza in Tirano

Bevor ich also die Position vom Fahrgast 2. Klasse in Mitfahrer im Cockpit wechsle, ist noch Zeit, um das italienische Grenzstädtchen Tirano kennenzulernen. Eine nette Begegnung hatten wir im Eisladen „Lollipopp“ direkt am Bahnhof , wo wir von zwei sehr freundlichen Verkäuferinnen bedient wurden.

Mit Bernhard Willen im Cockpit

Nun also bestieg ich den Führerstand des modernen Triebwagens und wurde von Lokführer Bernhard Willen herzlich begrüßt. Der 49-Jährige ist seit 19 Jahren bei der Rhätischen Bahn und nimmt mich mit auf die Reise von den italienischen Palmen bis hinauf nach Pontresina.Viele Zeit zum Kennelernen haben wir nicht, denn es geht gleich los und der Lokführer muss aufmerksam sein, es gilt Signale zu beachten und die Strecke im Blick zu behalten. Das eine oder andere mal fährt der Zug wie eine Straßenbahn durch die Orte.

Ich erfahre während der eineinhalb Stunden eine Menge und bin beeindruckt. Die Tour in Zahlen:  55 Tunnel, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Triebwagen mit den angehängten zehn Wagen mit Leichtigkeit. Auf 2.253 Meter über Null thront Ospicio Bernina. Die Strecke von Tirano über Valposchiavo nach Thusis gehört zum UNESCO Welterbe. Die Bernina-Bahn gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Sie kommt ohne Zahnrad den Berg hinauf. Mit Blick auf das mächtige Bernina-Massiv kurvt der Zug von 2253 Meter Höhe wieder hinab ins Puschlav und über den berühmten Kreisviadukt geht es von Brusio bis nach Tirano.

Ein stets freundlicher Zugführer, der sein Wissen gern an die Gäste weitergibt, ist auch Martin, Foto: Weirauch
Martin ist ein stets freundlicher Zugführer, der sein Wissen gern an die Gäste weitergibt. Foto: Weirauch

Von Tirano zur Alp Grüm

Erster Höhepunkt der Fahrt ist die Ausfahrt vom Doppelbahnhof  Tirano mit geschätzten 15 Stundenkilometern. Wie eine Straßenbahn  fahren wir durch die Stadt über den Platz vor der Wallfahrtskirche Madonna di Tirano. Nachdem wir Tirano verlassen haben, beginnt unsere Reise durch eine beeindruckende Landschaft.

Hinaus aus Tirano gen Alpen nach Pontresina ... Foto: Weirauch
Hinaus aus Tirano gen Alpen nach Pontresina … Foto: Weirauch

Hier vorne im Führerstand hat man einen guten Blick nach links und rechts und kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn sich immer wieder neue Blicke auf Berge oder  Schluchten auftun. Spektakuläre Viadukte und Kehrtunnel wechseln sich ab mit den wunderschön glitzernden Gletschern.

In den kurzen Pausen, wo wir auf einen Gegenzug der Rhätischen Bahn warten, erzählt Lokführer Bernhard, den ich Berni nennen darf, über die Besonderheiten am Rande der Strecke. Etwa, dass bis vor einigen Jahren kurz hinter Tirano noch ein Grenztor die schweizerische und italienische Grenze markierte. Und das dieses Tor nach dem Durchfahren des letzten Zuges geschlossen wurde. Die Schweiz gehört bekanntlich nicht zur EU.

Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafel hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein, Foto: Weirauch
Der Blick auf das Armaturenbrett mit den vielen Knöpfen, Instrumenten und Anzeigetafeln hat nun gar nichts mit dem einer Dampflok gemein. Foto: Weirauch

Natürlich frage ich, ob es auch einen sogenannten Totmannknopf gibt. In der Tat: wenn der Treibfahrzeugführer nichts bewegt, dann ertönt alle  800 Meter ein Signal und der Lokführer muss den Kopf betätigen. Sonst stoppt der Zug. Bestätigt werden muss auch das doppelte gelbe Licht bei der Einfahrt in einen Bahnhof. Es signalisiert, dass hier ein Gegenzug abzuwarten ist. Das kommt häufiger vor, schließlich ist die Strecke eingleisig.

Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch
Volle Konzentration ist gefragt bei der Durchfahrt an Bahnhöfen oder Baustellen, Foto: Weirauch

Zu den normalen Personenzügen, die das Engadin mit Poschiavo und dem italienischen Tirano im Stundentakt verbinden, kommen noch der Bernina-Express und verschiedene Regio Züge der Rhätischen Bahn.

Ich fühle mich im siebten Himmel. Während die hinter mir in den Waggons sitzenden Gäste die vorbeiziehende Landschaft durch die sauberen Panoramascheiben bestaunen und den fachkundigen und originellen Erläuterungen von Zugführer Martin lauschen, erfahre ich hier vorn aus 1. Hand Infos zu den Besonderheiten der Strecke. Etwa, warum diese oder jene Brücke gerade dort gebaut wurde oder was es mit der legendären Dampfschneeschleuder auf sich hat.

Bernhard Willen, der selbst ein passionierter Eisenbahnfan ist (es gibt kaum eine Eisenbahn in Europa, die er nicht kennt) gibt immer wieder Tipps, damit ich im rechten Augenblick auf den Auslöser meiner Kamera drücke. Etwa, wenn Marke von 2.253 Meter Höhe über dem Meer erreicht wird. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Dabei sehe ich auch die Bauarbeiten an den Tunneln und Brücken, die notwendig sind, um die Schmalspurbahn intakt zu halten. Da der Abschnitt bis ins Puschlav besonders stark von Schneeverwehungen betroffen ist, wurden ab der südlichen Staumauer des Lago Bianco zahlreiche Kunstbauten eingerichtet. Bernhard Willen weist auf die 140 Meter lange Scala-Galerie hin, ebenso auf den fast 200 Meter langen Scala-Tunnel. Weitere Bauwerke,  die vor Lawinen schützen sollen, sind die sogenannte Sassal Mason-Galerie und der 54 Meter lange Drago-Tunnel.

UNESCO-Botschafter

Berni, wie ihn seine Freunde auch nennen, ist stolz, dass die Bernina und Albula Linie der Rhätischen Bahn seit 10 Jahren auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen. Für mich ist der Lokführer, dessen Vater ein bekannter Schweizer Eisenbahnfotograf war, in diesen Stunden wie ein UNESCO-Botschafter. Denn diese technischen Höchstleistungen, die einst von Menschen erschaffen wurden, leben auch heute nur vom Engagement begeisterter Menschen. Weiteres Highlight unserer Fahrt ist das berühmteste Bauwerk der Bahn, das Kreisviadukt von Brusio. Das gerade Gleisstück davor wurde im Winter 2008/2009 in 120 Tagen um 15 Meter verschoben, weil der Hang daneben ins Rutschen geraten war. Nach dem Neubaustück kommt die offene 360-Grad-Kehre, die meist von Fotografen umlagert ist.

Rhaetische BahnBerninaExpressFoto: Rhaetische Bahn
Das Kreisviadukt von Brusio, Höhepunkt einer jeden Reise. Foto: Rhaetische Bahn

Die Strecke über Albula und Bernina gilt wegen der Bautechnik und Linienführung bis heute als eine der spektakulärsten Pionierleistungen der Welt. Ein Grund: Die Züge kriechen über dem türkisschillernden Lago Bianco so hoch wie nirgendwo sonst in Europa.

Links weist Bernhard Willen auf ein Schild hin: die Europäische Wasserscheide. Der südliche Abfluss geht bei Tirano in die Adda, die bei Cremona in den Po mündet und dieser in die Adria. Der nördliche Abfluss fließt bei Samedan in den Inn und von dort über die Donau ins Schwarze Meer, also ebenfalls nach Süden.

Lokführer Bernhard Willen während einer kurzen Pause in Ospicio Bernina, Foto: Weirauch
Lokführer Bernhard Willen während einer kurzen Pause in Ospicio Bernina. Foto: Weirauch

Es sind diese atemberaubenden  Bilder und kundigen Erklärungen, die eine Reise mit dem Bernina Express unvergesslich machen. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Links folgt der Gletschergarten, dann der Morteratsch-Gletscher und schon kommt die Diavolezza in den Blick.

Ein Gletscherlehrpfad erklärt an 20 Stationen Wissenwertes zum Gletscherrückgang des Morteratsch, Foto: Weirauch
Ein Gletscherlehrpfad erklärt an 20 Stationen Wissenwertes zum Gletscherrückgang des Morteratsch. Foto: Weirauch

Die Stationen Bernina Diavolezza und Bernina Lagalb sind Ausgangspunkte von Berg- beziehungsweise Seilbahnen.

Ankunft in Pontresina

Bald ist Pontresina ist erreicht.

Bernhard Willen erklärt hier die Besonderheit des Bahnhofs von Pontresina. Hier treffen die beiden unterschiedlichen Stromsysteme der Rhätischen Bahn zusammen. Die Züge, die von Samedan, also aus dem Unterengadin oder über den Albula-Pass kommen, fahren mit 11.000 Volt Wechselstrom und enden auf Gleis 1 bis 3. Der Bernina-Bahn stehen die übrigen Gleise zur Verfügung.  Das war vor Jahren noch wichtig, die heutigen für den Bernina Express zum einsatzkommenden dreiteiligen Gelenktriebwagen der Firma Stadler können in beiden Stromsystemen der Rhätischen Bahn fahren und machen den sonst notwendigen Lokwechsel für den Bernina-Express von Chur oder Davos nach Tirano überflüssig.

Ich verabschiede mich von einem erfahrenen und begeisterten Lokführer. Bevor ich es vergesse. Bernd Willen geht auch gern während seines kurzen Aufenthaltes in Tirano in das am Bahnhofsvorplatz befindliche Eiscafe „Lollipopp“. Welch ein Zufall, drei Stunden zuvor hätten wir uns dort auf ein Eis treffen können.

Hier ein Gespräch mit Lokführer Bernhard Willen von der Rhätischen Bahn.

Die Reise wurde unterstützt von der Rhätischen Bahn. Vielen Dank!

Weitere Informationen und Buchung: www.rhb.ch/de/erlebniswelt-bahn/fuehrerstandsfahrt

Best Ager

Vegane SauberKunst

SauberKunst-18 (4)

Ein Täfelchen Seife als Belohnung …

Auf unseren Spuren durch Berlin und Brandenburg sind wir immer auf der Suche nach etwas Neuem. Bei strahlendem Sonnenschein waren wir sonntags im Berliner Nikolaiviertel unterwegs. Ein grün leuchtendes Logo an der Hauswand und wohlriechende Düfte kamen uns bekannt vor und zogen uns in den Laden. Außen verbreitete der Sonnenschein gute Laune, innen strahlten gleichfalls die weißen Regalmöbel, in denen die bunten Seifen wie kleine Kunstwerke drapiert waren.

Und es roch soooo gut. Nein, wir täuschten uns nicht. Es war ein SauberKunstladen, in den wir eingekehrt waren. Nur nicht auf der Insel Werder bei Potsdam – wo wir sonst immer unsere Seifen kauften – sondern in Berlins Nikolaiviertel, schräg gegenüber vom Roten Rathaus. Aber wie in Werder auch hier eine äußerst freundliche und kompetente Verkäuferin. Eben ‚SauberKunst – für Körper und Seele‘, irgendwie scheint das Verkaufsprodukt auch bei seinen Verkäuferinnen gute Laune zu verströmen.

Stefanie Höhne von der Seifenmanufaktur Sauberkunst auf der Insel Werder/Havel foto: Weirauch
Stefanie Höhne von der Seifenmanufaktur Sauberkunst auf der Insel Werder/Havel. Foto: Weirauch

Woher kommt Sauberkunst ?

Unsere Neugier war geweckt. Die Frage stand im Raum: Wo werden die herrlichen Seifen, die in Duft, Farbe und Form so erfrischend und heilsam (100 Prozent vegan) wirken, überhaupt hergestellt? Die junge Verkäuferin lud uns in die Manufaktur nach Groß Kreutz ein. Wir sollten uns nur vorher anmelden. Schon bei unserer ersten Nachfrage per Mail konnten wir einen Termin vereinbaren. Und so gelangten wir nach Groß Kreutz (Potsdam – Mittelmark). In unmittelbarer Nachbarschaft zum einstigen Gutshaus des Ortes (1765 bis 1767 von Carl Botho Gottfried von Hacken errichtet), liegt die „SauberKunst – Manufaktur“. Das Gutshaus kannten wir von früheren Besuchen, erinnert es in seiner Architektur doch an Schloss Sanssouci, gegenwärtig wird es restauriert.

Zu Besuch bei SauberKunst

SauberKunst hat sein Domizil ganz in der Nähe. Der ehemalige Hof, in dem die „SauberKunst“-Manufaktur wirkt, hat nicht weniger Charme. Bevor hier die kleinen duftenden Kunstwerke für Körper und Seele hergestellt werden konnten, musste die junge Geschäftsführerin Annett Förster das Gehöft als Produktionsstätte umbauen. Mit Unterstützung ihrer Familie und viel Elan entstand ein funktionierendes Anwesen, in dem heute  27 „SauberKünstler-innen“ ihrer Arbeit nachgehen. Auch wenn man in der Nähe vom Groß Kreutzer „Schloss Sanssouci“ sein Gewerbe betreibt, „ohne Sorge“ wird nicht alles zu bewältigen gewesen sein.

Die Chefin erzählt:

Ähnlich wie der preußische König Friedrich II. behält auch die Geschäftsführerin Annett Förster alles in einer Hand: Verarbeitung der hochwertigen veganen Produkte, umweltfreundliche Verpackung sowie moderner Vertrieb (über einen Shop auf www.SauberKunst). Die steigende, auch internationale, Nachfrage bestätigt ihr Konzept.

Annett Förster, die SauberKunst - Chefin Foto: Weirauch
Annett Förster, die SauberKunst – Chefin. Foto: Weirauch

Blick in die Siedeküche

In der gläsernen Manufaktur werden Seifen, Deos und Cremes ausschließlich auf pflanzlicher Basis hergestellt, für alle Hauttypen und auch Allergiker gut verträglich. Hinter einer großen Glasscheibe konnten wir den Prozess des Seifensiedens beobachten.

Die Seifenmasse wird in die Formen gegossen Foto: Weirauch
Die Seifenmasse wird in die Formen eingebracht. Foto: Weirauch
Kunstvoll verziert Tina die gegossene Seifenmasse Foto: Weirauch
Kunstvoll verziert Tina die gegossene Seifenmasse. Foto: Weirauch

Vier Wochen Reifezeit

Fast wie im Käsekeller kam ich mir vor. Auch ein Blick in das Lager, wo die Seifen rund vier Wochen „reifen“ (vergleichbar dem Reifen von Käse), wurde uns gewährt. Es ist eine richtige Manufaktur. Eingepackt und etikettiert wird  wie auch das Schneiden der Seifenstücke –  von Hand.

 

Blick in das Lager von SauberKunst Foto: Weirauch
Blick in das Lager von SauberKunst. Foto: Weirauch

Neuer Shop in Potsdam

Demnächst, am 24. März 2018, eröffnet sie ihr viertes Geschäft. Neben der Bundeshauptstadt, lädt dann auch in der Landeshauptstadt Potsdam im Atrium in der Dortustraße ein weiteres SauberKunst-Geschäft zum Schnuppern und Einkaufen ein. Ein besonderes Angebot an diesem Tag: das Einhornglitzergedöns-Shampoon.

Wegen der aufwändigen Herstellung wird es nur zu besonderen Anlässen hergestellt und verkauft.

Nochmal die Chefin: Wie kam es überhaupt zur SauberKunst? Die ausgebildete Heilpraktikerin machte sich die Sorgen ihrer ehemaligen Patienten zu eigen. Immer öfter fragten Patienten nach Pflegeprodukten für ihre Haut, immer öfter riet sie ihnen, Produkte aus natürlichen Rohstoffen zu verwenden. Bis Annett Förster den Entschluss fasste, zur „SeifenKünstlerin“ umzusatteln, das Hobby zum Beruf zu machen. Bereut hat sie es bis heute nicht.

Das Team von SauberKunst Foto: Sauberkunst
Das Team von SauberKunst. Foto: Sauberkunst

Ein junges Team unterstützt sie dabei, ihre Ideen umzusetzen. Die handgefertigten Körperpflegeprodukte sind zertifiziert und unterliegen strengen Kontrollen. Bis zu 5000 Liter Öle (beispielsweise Kokos-, Oliven-, Reiskeim-, Aprikosenkern- oder Rizinusöl) werden jährlich verarbeitet. Das Bio-Öl kommt zumeist aus Griechenland. Weitere Bestandteile sind u.a. Kokosmilch, Shea- und Kakaobutter, Bio-Kaffee und Bio-Kakao. Hinzu kommen diverse ätherische Öle und Seifenpigmente. Alle Zutaten sind zumeist Bio-Produkte.

Sanddorn-Früchte kommen aus der Firma von Christina Berger aus dem nahen Petzow, die Säfte aus der Mosterei Ketzür im Havelland. Einmal im Jahr wird alles kontrolliert durch die Lebensmittelüberwachung.

Handarbeit auch beim Zuschneiden der Seifenstücke Foto: Weirauch
Handarbeit auch beim Zuschneiden der Seifenstücke. Foto: Weirauch
Jedes Stück Seife wird per Hand etikettiert. Foto: Weirauch
Jedes Stück Seife wird per Hand etikettiert. Foto: Weirauch

Originelle Namen weisen auf den Duft bzw. dessen Wirkung hin: Grapefruit Rose, Espresso Orange, Kirsch- und Apfelblüte, Karma, Atlantis, Meertau, Salzperle, Samtweich, Sensibelchen, Luxusweib oder Drachenherz. Die meisten Namen stammen von den Mitarbeitern, aber auch Kundenwünsche werden aufgenommen. Überhaupt steht Kreativität, wie soll es anders sein, ganz oben.

Seife muss reifen und durchtrocknen – rund vier Wochen nach dem Ansetzen des Seifensudes kommen die Erzeugnisse in den Verkauf. So freuen wir uns demnächst auf den Frühling mit „Mohna-Lisa“, eine Sanddornseife, die ihren Namen nach der Mohnblüte erhält. Wieder ein schönes Farbenspiel: gelb, grün, rot und schwarz. Zu Ostern wird der Erdbeer-Rhabarber-Duft die Sinne anregen und einstimmen auf das berühmte Baumblütenfest in Werder.

Auch feste Shampoos sind immer mehr gefragt. Diese werden in einer Dependance im Ort Kloster Lehnin, wo fünf Mitarbeiter tätig sind, hergestellt.

Die kleinen Kunstwerke sind im Gebrauch ergiebig und auf Reisen unproblematisch, können beispielsweise in jede Handtasche verstaut werden und kommen ob ihres Aggregatzustandes durch jede Taschenkontrolle. Dazu bietet die Seifenmanufaktur auch passend die naturbelassenen Seifenablagen aus Luffa an.

Aber auch die Männer kommen nicht zu kurz. Natürlich können sie auch „ihre“ Körperschmeichler für den jeweiligen Hauttyp wählen. Rasierseifen wie z. B. “Hopfen und Malz” sind sehr hautverträglich. Angerührt werden sie mit Bier aus der Potsdamer Braumanufaktur.

Und wer sich bei den vielen Produkten nicht entscheiden kann, die SauberKunst-Verkäuferinnen helfen gern weiter, gute Laune ist inbegriffen. Da macht der Einfkauf Spaß und ist gleichsam Erholung für die Seele – in brandenburgischen Geschäften nicht immer zu erwarten.

Für den Sommer plant Annett Förster ein kleines veganes Sommerfest und lädt zu einem Tag der offenen Tür in ihre Manufaktur ein.

Und wer es nicht schafft, in Groß Kreutz, Werder, Potsdam oder Berlin in einen SauberKunst-Laden zu schauen, der kann die engagierte 39-jährige Chefin und einige ihrer Mitarbeiter auf Messen in Frankfurt a. M., Paris, Köln oder Mailand antreffen. „Die Nachfrage wächst, wir bekommen immer mehr Aufträge aus Europa und Übersee“, so ihre Antwort.

Oder man geht einfach auf die online-Portale der SauberKunst – Filialen.

Aber am schönsten und erholsamsten ist ein Besuch im Geschäft … Den Tante Emma-Laden aus Kindheitstagen gibt es nicht mehr, aber das Gefühl in einem SauberKunst-Laden ist ähnlich. Nach dem Einkauf: ein Bonbon (Täfelchen Seife) als Belohnung inclusive …

Katrin Erdmann gehört zu den SauberKunst – Verkäuferinnen in Werder auf der Insel. Foto: Weirauch
Katrin Erdmann gehört zu den SauberKunst – Verkäuferinnen in Werder auf der Insel. Foto: Weirauch

Weitere Informationen

zu finden unter

www.sauberkunst.de

Hier ein Beitrag über die schöne Inselstadt von Werder. Dort befindet sich “unser” SauberKunst Laden.

 

1 Stunde wegBest Ager

Streitfrage: Klingel im Sarg ?

11_Ausstellung

Gab es wirklich früher in Leichenhäusern einen Draht, an dessen Ende eine Klingel darauf aufmerksam machte, dass jemand im Sarg wieder erwachte? Diese Frage bewegte meinen Kollegen Manfred und mich, wenn wir mal wieder über das Thema Scheintot redeten. Streitfrage: Klingel im Sarg ?

Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin
Pessler: Beystand der Mechanik, Exponate in der Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Eine Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité gibt noch bis 18. November darüber Auskunft. Soviel will ich dazu verraten: Ja, es gab solche Klingeln. Auch in Berlin.

Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Plakatmotiv der Ausstellung “Scheintot” im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Wann ist ein Mensch tot?

Wann ist ein Mensch tot? Hat sich die Definition der Grenzlinie zwischen Leben und Tod in der historischen Entwicklung verändert? Diesen Fragen geht die Sonderausstellung „Scheintot. Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden“ im Berliner Medizinhistorischen Museum (BMM) der Charité nach

Von der Antike bis ins 18. Jahrhundert galten die Abwesenheit von Herzschlag und Puls oder das Fehlen der Atembewegungen als klare Indizien für den Tod.

Die Angst lebendig begraben zu werden

Die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Errungenschaften während der Aufklärung brachten diese Gewissheiten ins Wanken und führten ab den 1750er Jahren zu einer weit verbreiteten Furcht der Menschen, scheintot zu sein und lebendig begraben zu werden.

Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Schneewitchen gilt als eine der bekanntesten Scheintoten, , Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Die Sonderausstellung (Teile davon wurden zur Jahreswende 2016/2017 im Museum für Sepulkralkultur in Kassel gezeigt) widmet sich diesem Phänomen. In sechs Themenräumen werden Geschichten rund um den Scheintod erzählt: Mithilfe von historischen Exponaten und Quellen, Installationen und Groß‐Projektionen wird die Scheintod‐Debatte erfahrbar gemacht und Fragen bis in die heutige Zeit thematisiert.

Verdienst von Hufeland

Die sehenswerte Schau wurde von „h neun Berlin – Büro für Wissensarchitekturen“** entwickelt und erzählt beispielsweise von der Scheintod‐Debatte in Berlin, die dazu führte, dass vor Ort ab dem Jahr 1794 Leichenhäuser eingerichtet wurden. Ein wichtiger Befürworter war seinerzeit Christoph Wilhelm Hufeland, erster Dekan der Berliner Medizinischen Fakultät und Chef der Charité.

Ein weiterer Raum ist dem Hirntod heute gewidmet. Gezeigt wird, wie auf einer Intensivstation der sogenannte irreversible Hirnfunktionsausfall festgestellt und dokumentiert wird. Erst die gesicherte Diagnose „Hirntod“ erlaubt – bei Zustimmung etwa durch einen vorliegenden Organspende‐Ausweis und in Rücksprache mit den Angehörigen – eine Entnahme von Organen für eine Transplantation.

eisenbrandt: der Sichetrheitssarg, Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Eisenbrandt: der Sicherheitssarg, Exponat Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens wird auch ein heute in einem Leichenkühlhaus übliches Spezialtürschloss gezeigt. Man kann die Tür von innen öffnen, falls doch…. Beispiele dafür , dass Jemand in der Kühlkammer  erwacht, gibt es bis in die Neuzeit (siehe Bericht in der Welt dazu).

Blick in die Ausstellung "Scheintot", Foto: Plakatmotiv der Ausstellung "Scheintot" im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin, Foto: Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin
Blick in die Ausstellung “Scheintot”, Foto: Medizinhistorisches Museum der Charite zu Berlin

Übrigens,  die besagte Klingel wurde in Berlin übrigens nie benutzt, habe ich in der Ausstellung erfahren. Es gab sie aber, wie Zeichnungen und ein funktionsfähiges Modell in der Schau zeigen.

Informationen zu „Scheintot“

Adresse:  Medizinhistorischen Museum der Charité

Charitéplatz

10117 Berlin

Tel +49 30 450-536122

Fax +49 30 450-536905

E-Mail: bmm@charite.de

Internet: www.bmm-charite.de

Öffnungszeiten:  Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonntag 10 bis 17 Uhr, Mittwoch und Samstag 10 bis 19 Uhr

Eintritt:  9 Euro, ermäßigt 4 Euro

Barrierefreiheit: Das Museum ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Aufzug. Behindertengerechtes WC vorhanden.

 

Hier geht es zur Seite des Charitemuseums.

Best Ager

Heidi Heigl und ihr Glück to Go ®

(c) Heidi Heigl (2)(c) Heidi Heigl (2)

Jeder hat es mehr oder weniger schon selbst erlebt: Im Alltag kommt sie viel zu kurz, die Zeit für sich selbst. Zwischen Deadlines und Terminen ist es oft gar nicht so einfach in der Hektik der täglichen Routine eine Atempause einzulegen. Man steckt mittendrin im Hamsterrad, dabei wäre es höchste Zeit einmal auszusteigen, um die Akkus neu zu laden und einen freien Kopf zu bekommen.

Für alle, die sich nach Ruhe und Entschleunigung sehnen, ist die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft, fernab von Partytrubel und Highlife-Manie genau der richtige Ort. Und weil es manchmal mehr als eine kleine Auszeit braucht, um das eigene Gleichgewicht wiederherzustellen, kann man hier ab sofort den Urlaub mit einem oder mehreren Erlebnistagen der besonderen Art verbinden, die noch im Alltag nachwirken, wenn die Ferien längst vorbei sind

(c) Heidi Heigl
(c) Heidi Heigl

Detox für Körper, Geist und Seele

Auf dem Bauernhof aufgewachsen, ist Heidi Heigl tief mit der Natur verwurzelt. 25 Jahre war sie erfolgreich in der Personalentwicklung und als Geschäftsführerin in Wirtschaftsunternehmen tätig bevor sie vor einigen Jahren ihren Rucksack packte und für ein Jahr nach Australien und Neuseeland aufbrach. Eine Reise, die sie nicht nur ans andere Ende der Welt führte, sondern auch mit einer neuen Idee nach Hause zurückkehren ließ, nämlich zukünftig den Bayerischen Wald zu ihrem Arbeitsplatz zu machen. Seitdem begleitet, unterstützt und inspiriert sie als zertifizierter Personal Coach mit ihrer ganz eigenen Intuition und ihrer reichhaltigen Erfahrung aus der Privatwirtschaft Menschen auf ihrem Weg zum eigenen Glück und Unternehmen zum Erfolg – und zwar nicht in der klinischen Atmosphäre eines sterilen Bürogebäudes sondern draußen in der Natur, ihrer Heimat – dem Woid.

„Als Coach nutze ich die Analogien und Metaphern aus der Natur, um Impulse für das eigenen Leben zu geben“, so Heidi Heigl.  „Rausgehen ist wichtig, denn es ermöglicht uns einen Perspektivenwechsel, den wir manchmal brauchen, um eine Entscheidung treffen oder ein Problem lösen zu können.“ Unter dem Motto „neue Wege entstehen beim Gehen“ nimmt die zierliche Frau mit den blonden Naturlocken die Menschen mit auf die Reise zum eigenen Ich und hilft ihnen dabei, zu reflektieren, den Blick auf das Wesentliche zu lenken und neue Lebensfreude, Leichtigkeit, Gesundheit und Schaffenskraft mit nach Hause zu nehmen. Meist beginnt das Natur-Erlebnis-Coaching zwischen acht und neun Uhr am Morgen, manchmal aber auch schon vor Sonnenaufgang und endet mit einem gemeinsamen Abendessen. Die Wege führen auf den Gipfel eines Berges oder ganz einfach an einem Fluss entlang, achtsam, mal schweigend, mal im Gespräch. An besonderen Kraftplätzen lädt Heidi Heigl zu Achtsamkeitsübungen ein – ganz so wie es die individuelle Situation erfordert.

Erfolgreich: „Mit „GLÜCK TO GO®“

„Mit „GLÜCK TO GO®“ lade ich Menschen ein, ihre Abenteuerlust und kindliches Staunen wieder zu entdecken und das große Glück in kleinen Wundern zu finden.“ Lange bevor in Japan der Begriff „Shinrin Yoku“ (Waldbaden) geprägt wurde – nämlich von Kindesbeinen an – praktizierte Heidi Heigl das bewusste Eintauchen in die Waldatmosphäre, um frische Energie und neue Ideen zu gewinnen. Weil Bewegung an der frischen Luft – körperlich und geistig – Appetit macht, gibt es eine stärkende Brotzeit – liebevoll zubereitet – mit frischem Bauernbrot und regionalen Produkten. „Es geht darum, die Welt und sich selbst wieder bewusst zu spüren, sich treiben zu lassen und sich auf das Hier und Jetzt einzulassen.

(c) Heidi Heigl (5)

Ein Rendezvous mit der eigenen Natur.“ Dazu gehört auch, dass das Handy und die Uhr bei ihren Coachings zuhause gelassen werden. So werden künstliche Ablenkungen verhindert, damit man mit allen Sinnen unterwegs sein kann. Dankbarkeit für die guten Dinge im Leben ist für Heidi Heigl der Schlüssel zum eigenen Glück und genau dieses möchte sie in ihren Coachings vermitteln und ihren Klienten Strategien an die Hand geben, wie sie eben dieses auch im Alltag finden können.

Gesund- und Glücklichmacher Woid

Eine Auszeit im Wald macht nicht nur glücklich sondern auch gesund: das „Vitamin grün“ senkt den Blutdruck, wirkt stressreduzierend und stärkt, dank verschiedener chemische Botenstoffe, die von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen verströmt werden, das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Nicht umsonst hat Heidi Heigl also die Ferienregion Nationalpark Bayerischen Wald zu ihrem Arbeitsplatz gemacht. Im Herzen von Deutschlands erstem und ältestem Nationalpark bietet die beliebte Destination eine einmalige Flora und Fauna in der sich die Natur nach ihren ureigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln darf. Unter dem Motto „Natur, Natur sein lassen“ wurde der Nationalpark 1970 mit Unterstützung von Prof. Dr. Bernhard Grzimek, dem bekannten Film- und Buchautor, Tierarzt, Verhaltensforscher sowie langjährigen Direktor des Frankfurter Zoos, gegründet und ist heute Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Seinen Bewohnern bietet er ein Zuhause in einem natürlichen Lebensraum und seinen Besuchern eine einzigartiges Natur- und Urlaubserlebnis inmitten einer ursprünglichen Landschaft.

Weitere Informationen zu Heidi Heigl und den Glück to Go – Coachings unter: www.heidi-heigl.com/

Weitere Informationen zur Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald unter: www.ferienregion-nationalpark.de

Infos zur Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald

Die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald besteht aus 13 Gemeinden, die an das Kerngebiet des Nationalparks angrenzen. Die Gemeinden Bayerisch Eisenstein, Eppenschlag, Frauenau, Hohenau, Kirchdorf, Langdorf, Lindberg, Mauth-Finsterau, Neuschönau, Sankt Oswald-Riedlhütte, Schönberg, Spiegelau und Zwiesel haben sich zusammengeschlossen, um die einzigartigen Naturerlebnisse rund um den „Urwald“ Bayerischer Wald erlebbar zu machen. Die spannende Ganzjahresdestination punktet dabei mit ihrer Unverfälschtheit, Naturvielfalt, der Vielzahl an spannenden Freizeitaktivitäten und mit der stark von der Glasherstellung geprägten Kultur im Bayerischen Wald. Mit diesem vielfältigen Angebot genießen in der Ferienregion nicht nur Familien und Paare ihren Urlaub, sondern im gleichen Maß auch Naturliebhaber, Erholungssuchende und Aktivurlauber. Weitere Informationen unter: www.ferienregion-nationalpark.de.

 

Best AgerReise

Fränkischer Rotweinwanderweg in Churfranken

ChurfrankenWinzermeisterin Barbara Gilbert in ihrem Weinberg in Großostheim, Foto: D. Weirauch

In diesem Jahr bin ich ein Stück des Fränkischen Rotweinwanderweges gewandert. Mit dabei war Brigitte Duffeck vom Tourismusverband Churfranken. Ihr stellte ich natürlich die Frage: Was ist Churfranken? Bislang kannte ich Kurmainz oder Kurköln, aber Churfranken? Bis auf einen Hinweis an der Autobahn brachte ich nichts darüber in Erfahrung. Über Aschaffenburg komme ich mit dem Zug nach Bürgstadt oder Großwallstadt. Und betrete fortan eine liebliche Welt.

Soviel sei schon mal verraten: Churfranken, das man zwischen Odenwald und Spessart verorten kann, ist eigentlich ein Kunstname, ein Marketingname? Clevere Idee, wie ich meine, denn die Gegend hat eine Menge zu bieten: Burgen, Rotwein, kleine Gastwirtschaften und Weingüter, vor allem aber freundliche und überaus gastfreundliche Menschen.

21 Städte und Dörfer beiderseits des Mains haben sich vor zehn Jahren vereint, um mehr für den Tourismus zu tun, um damit die heimische Wirtschaft und die Sehenswürdigkeiten, deren es zahlreiche gibt, auch überregional bekannt zu machen. Nur 50 Kilometer lang und 20 Kilometer breit, lockt die Urlaubsregion Wanderer, Radler, Wasser- und Flugsportler. Kulturfreunde und Burgenfans sind begeistert.

Das berühmte Schnatterloch in Miltenberg
Das berühmte Schnatterloch in Miltenberg, Foto: D.Weirauch

Während meiner zweitägigen Tour lernte ich liebenswerte Orte, wie Bürgstadt, Großheubach, Großostheim, Großwallstadt, Klingenberg und Miltenberg kennen.

Blick auf die Stadt Miltenberg © Churfranken e. V. / Mainblende
Blick auf die Stadt Miltenberg © Churfranken e. V. / Mainblende

Außer Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) liegen alle beteiligten Orte im Landkreis Miltenberg. Das Gebiet gehörte größtenteils bis 1803 (Reichsdeputationshauptschluss) zum Kurfürstentum Mainz, erkennbar noch an vielen Ortswappen mit dem Mainzer Rad. Das Präfix Chur in der neuen Wortschöpfung Chur franken greift die in früheren Jahrhunderten gebräuchliche Schreibweise auf, wie sie z. B. für „Chvrfvrst“ belegt ist.

Blick auf Bürgstadt © Churfranken e. V. / Mainblende
Blick auf Bürgstadt © Churfranken e. V. / Mainblende

Churfranken ist ein Markenzeichen

Der Name Churfranken steht inzwischen für eine Reihe von touristischen Attraktionen und Produkten, so für die zahlreichen Wander- und Radwege wie den Fränkischen Rotweinwanderweg, für die „Häcken“ – das sind Weinwirtschaften, die zu bestimmten Jahreszeiten geöffnet sind. Der Namesteht aber auch für „churfränkisches Theater“ wie die „Clingenburg Festspiele“ oder die Theatertage auf der Mildenburg. In miltenberg gibt es eine „Churfranken Halle“.

Weinlese in Churfranken © Churfranken e. V. / News Verlag

Die Menschen in Churfranken verstehen zu feiern. Beweis dafür ist das jährlich in verschiedenen Orten stattfindende Churfranken Genuss-Festival. Mit dabei meist die Churfränkische Philharmonie, ein  Zusammenschluss der Sinfonieorchester Erlenbach und Obernburg.

Preisgekrönter Rotwein aus Churfranken

Rotwein galt in der Antike als Heilmittel – heute steht er für puren Genuss. Allein in Deutschland werden zahlreiche Rebsorten angebaut, die weltweit anerkannte Weine hervorbringen. So ist Churfranken als die Heimat der besten Spätburgunder aus ganz Franken bekannt. In ihren malerischen Winzerorten, umgeben von wunderbar gelegenen Weinbergen, bietet die Region ein großes Angebot für alle Freunde des feinen Tropfens.

Genuss auf dem Fraenkischen Rotweinwanderweg in Churfranken © Churfranken e. V. / News Verlag
Genuss auf dem Fraenkischen Rotweinwanderweg in Churfranken © Churfranken e. V. / News Verlag

Wandern auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg

Ein ganz besonderes Highlight in Churfranken ist der Fränkische Rotwein Wanderweg, der seit 1990 durch die reizvolle Umgebung des Maintals zwischen Odenwald und Spessart führt. Ganz nach dem Motto „Leben Sie langsam“ bieten sich auf dem Weg durch die atemberaubende Natur immer wieder entspannende Ruhepunkte, um Halt zu machen und die Besonderheiten der Region ganz bewusst im eigenen Tempo zu genießen. Gerade, wer allein oder zu zweit unterwegs ist, kann sich die gewünschte Zeit einräumen, um bei einem Blick ins Tal oder auf das Wasser innezuhalten.

Größere Wandergruppen können auf den leicht bis mäßig anstrengenden Streckenabschnitten mühelos nebenbei plaudern, ohne außer Atem zu geraten.

Wanderung durch Churfranken: Erlebnis für alle Sinne

Die Gesamtstrecke von 79 Kilometern lässt sich in sechs bequeme Tagestouren einteilen, auf denen man stets der Markierung mit dem Weinglas folgt. Und sie ist zu jeder Jahreszeit wert, erwandert zu werden: vom Rebaustrieb im Mai und von der Blütenpracht im Juni über das üppige Grün in den Sommermonaten bis hin zur herbstlichen Verfärbung.

Weinberge in Klingenberg © Churfranken e. V. / Dominik Stapf
Weinberge in Klingenberg © Churfranken e. V. / Dominik Stapf

Und auch im Winter hat die entlaubte Natur ihren Charme, die den Blick auf die umliegenden Sehenswürdigkeiten öffnet. Wer möchte, kann das „Weinerlebnis Churfranken“ buchen, bei dem ein fachkundiger Gästeführer allerlei Wissenswertes zu Geschichte, Flora und Fauna, Geologie, dem umweltgerechten Weinbau sowie zu den Menschen der Region erzählt.

Radlerin in den Weinbergen © Churfranken e. V. / Mainblende
Radlerin in den Weinbergen © Churfranken e. V. / Mainblende
Winzermeisterin Barbara Gilbert in ihrem Weinberg in Großostheim, Foto: D. Weirauch
Winzermeisterin Barbara Gilbert in ihrem Weinberg in Großostheim, Foto: D. Weirauch

Am besten plant man die Wanderung im Vorhinein über die Churfranken-Homepage. Dort ist jede Etappe mit Sehenswürdigkeiten in einer digitalen Karte hinterlegt und mit Streckenlänge, einzuplanender Wanderzeit, Schwierigkeitsgrad und exakten Höhenmeter-Unterschieden ausgewiesen. Die Karte lässt sich ausdrucken oder auf das eigene GPS-Gerät oder Smartphone herunterladen.

  • Mehr Informationen und Tipps zu Churfranken
  • Im Internet unter www.churfranken.de
  • Adresse der Geschäftsstelle: Mainland Miltenberg – Churfranken e.V.
    Hauptstraße 57,  63897 Miltenberg
  • Telefon: 09371 6606975 und 09371 6606976
    Mail: info@churfranken.de

Veranstaltungstipp für Oktober 2017

So schmeckt die Region:  Churfranken-Genussfestival

Beim ers­ten Chur­fran­ken-Ge­nuss­fes­ti­val in Wörth auf dem Hof­gut von Hü­ners­dorff er­le­ben Be­su­cher am Wo­che­n­en­de des 18. und 19. Ok­tober Köst­lich­kei­ten, die die Re­gi­on ent­lang des Mains von Großost­heim bis Amor­bach zu bie­ten hat.

Hier geht es zu einem Beitrag über die Brauerei Faust, die das berühmte Auswandererbier herstellt.

Tipp für Wanderer. Hier geht es zum Churfranken Kletterstieg.

Best AgerHotelsReise

Gastfreundschaft und Wandern: “50plus Hotel” Bergland Obsteig in Tirol

Stätte gediegener Gastlichkeit: Hotel Bergland Obsteig. Foto: D.WeirauchStätte gediegener Gastlichkeit: Hotel Bergland Obsteig. Foto: D.Weirauch

Zweierlei habe ich bei meinem Besuch im “50plus-Hotel” Bergland in Obsteig gelernt: 1. Ja, es gibt sie noch die vielgerühmten Familienbetriebe mit hervorragender Gastlichkeit. 2. Hoteliers müssen sich jeden Tag aufs Neue beweisen und versuchen, dabei ihrer Tradition treu zu bleiben. Gastfreundschaft und Wandernim 50plus Hotel Bergland Obsteig in Tirol.

Gastfreundschaft und Wandern: “50plus Hotel” Bergland Obsteig in Tirol

Ein Haus mit vielen Stammgästen

Ein Großteil der  Gäste kommt bereits seit vielen Jahren in das Tiroler “Hotel Bergland” in Obsteig am Mieminger Sonnenplateau. So kann es passieren, dass beim morgendlichen Frühstück die Chefin des Hauses Edith Stierschneider einer Besucherin Glückwünsche zum Geburtstag überbringt. Ein andermal werden Gäste dafür geehrt, dass sie bereits das 5., 10. oder bereits das 30. Mal das gastfreundliche Hotel für einen Wander- oder Winterurlaub gebucht haben. Oder das 60-jährige spanische Ehepaar Cardona, das nach 40 Jahren an den Ort ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt ist und im Hotel die damalige Hotelrechnung und das Hotelprospekt als Beweis vorzeigen. „Sie brachten sogar ein Foto mit, wo ich als kleiner Junge mit Lederhosen drauf zu sehen bin“, berichtet amüsiert Hotelier Franz Stierschneider.

Es sind immer die Geschichten, die ein Hotel lebenswert machen. Und davon kann Familie Stierschneider viele erzählen. Bruder Peter Stierschneider zeigt Fotos aus der Zeit der großen Erweiterung des Hotels in den 80er und 90er Jahren. Bereits die Großeltern hatten das Anwesen inmitten einer faszinierenden Bergwelt im Jahr 1970 gekauft und zu einer weithin gerühmten Stätte Tiroler Gastlichkeit entwickelt. Später bauten die Eltern das “Landhaus” (12 Zimmer) in unmittelbarer Nähe des Hotels Bergland. Im Hotel selbst gibt es 33 Zimmer, der Speisesaal bietet bis zu 80 Gästen Platz.

Aber auch wer von Natur und viel Sonne so verwöhnt ist, wie das zu den “50plus Hotels” gehörende Tiroler Hotel “Bergland” am Mieminger Sonnenplateau, hat nicht jeden Tag ein volles Haus.„Die Zeiten sind schwieriger geworden“, sagt Seniorchefin Edith Stierschneider und verweist auf weniger Busreisende und den auch im Tiroler Gastgewerbe spürbaren Arbeitskräftemangel.

Oberkellner Martin und die Hotelchefin Edith Stierschneider verstehen sich gut. Foto: D.Weirauch
Oberkellner Martin und die Hotelchefin Edith Stierschneider verstehen sich gut. Foto: D.Weirauch

Oberkellner Martin gehört mit mehr als 25 Dienstjahren quasi zum Inventar und lobt das gute Klima im Haus. Das haben auch wir bei unserem Besuch gespürt. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wird im “50plus Hotel” Bergland in Obsteig groß geschrieben.

Umso mehr beweist sich die Familie als stabiles Rückgrat für  Gastlichkeit und Verlässlichkeit. Neben den Söhnen Peter (u.a. zuständig für Rezeption und Büromanagement) und Franz (zertifizierter Wanderführer, Rad-sowie-E-Bike-Verleih, Gästebetreuung), arbeitet auch Schwiegertochter Manuela (Frau vom Franz) mit im Hotel. So begegnet man beim Frühstück im hellen Speisesaal jeden Tag einem anderen Mitglied der Stierschneider-Familie. Das macht eben auch die vielgelobte familiäre Atmosphäre eines “50plus Hotels” aus.  Die Küche des Hotels ist gutbürgerlich. Auf individuelle Wünsche geht der Küchenchef gern ein.

Die Brüder Peter und Franz Stierschneider am Eingang zum Landhaus. Forto: D.Weirauch
Die Brüder Peter und Franz Stierschneider am Eingang zum Landhaus. Forto: D.Weirauch

Es sind die Kleinigkeiten, die nicht mehr überall Normalität sind. Kaum  angekommen werden die Koffer in das Zimmer gebracht. Es ist Vorfreude auf Gastfreundschaft und Wandern: “50plus Hotel” Bergland Obsteig in Tirol.

Schon beim Aufwachen sind die nahen Berge zu sehen. Foto: D.Weirauch
Schon beim Aufwachen sind die nahen Berge zu sehen. Foto: D.Weirauch

„Ruhen Sie sich erst einmal aus und kommen Sie an, dann sehen wir weiter,“ so die Worte von Gastgeber Peter Stierschneider. Wenig später gibt er fachkundig Tipps für eine kleine Kennenlernwanderung in die nähere Umgebung.

Peter Stierschneider vom Hotel Bergland in Obsteig erklärt Wanderziele. Foto: D.Weirauch
Peter Stierschneider vom Hotel Bergland in Obsteig erklärt Wanderziele. Foto: D.Weirauch

GästeCard für Sonnenplateau

Mit der Welcome Card Tourismusvereins Sonnenplateau Mieming und Tirol Mitte geht es alsbald auch los, beginnen die schönsten Wanderwege auf dem Mieminger Sonnenplateau doch gleich gegenüber dem Hotel Bergland. Nein, wir wollen nicht gleich hoch zum Simmering, aber drei Stunden waren es dann, die wir leicht bergauf und bergab, inmitten prächtiger Lärchenwälder und lichten Wiesen vorbei an einem plätschernden Bach entlang wanderten. Im Winter können unweit vom Hotel in einer Skischule Anfänger die ersten Schritte lernen. Das ist eben Gastfreundschaft und Wandern: “50plus Hotel” Bergland Obsteig in Tirol.

Wandern auf dem Jakobsweg

Obsteig ist die westlichste Gemeinde des Mieminger Sonnenplateaus, oberhalb des Oberinntals. Es liegt am Fuß der Mieminger Kette. Von unserem Zimmer haben wir einen wunderbaren Blick auf die Gebirgswelt. Das 50plus Hotel Bergland Obsteig ist Ausgangspunkt vieler Wandermöglichkeiten.

Der Ort mit rund 1500 Einwohnern hat einige Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören unter anderem die privat genutzte Burg Klamm und die katholische Kirche St. Josef. Auch säumen mehrere kleine Kapellen den von uns begangenen und sehr gut ausgeschilderten „Sonnenplateau Rundwanderweg“, der über den österreichischen Jakobsweg und das Netzwerk „Sinnwege“ überregional vermarktet wird.

Die Kirche von Obsteig in Tirol. Foto: D.Weirauch
Die Kirche St. Josef in Obsteig in Tirol. Foto: D.Weirauch

Zum Ausruhen laden Bänke an markanten Aussichtspunkten ein. In der Gegend um Obsteig findet sich dicht beieinander alles was die Alpen attraktiv macht: Gipfel aus schroffem Kalk für den fotogenen Hintergrund, wunderschöne Almwiesen, typische Almhütten und klare Gebirgsbäche. Die Lärchenwiesen der Region stehen unter Landschaftsschutz.

Nach anstrengender Wanderung ins Hallenbad

Der Wellnessbereich des Vier-Sterne-Hotels Bergland bietet ausser den Saunen ein für Hotels dieser Größenordnung erstaunlich komfportables Hallenbad mit Gegenstromanlage und Whirpoolbank.

Lichtdurchflutet ist das Hallenbad im Hotel Bergland in Obsteig. Foto: D.Weirauch
Lichtdurchflutet ist das Hallenbad im Hotel Bergland in Obsteig. Foto: D.Weirauch

Wer will, der kann sich zudem mit Bädern oder Packungen mit Tiroler Berg-Heu, Nachtkerzenölbad, Fango oder Algenbad sowie entspannenden Massagen verwöhnen lassen.

Mit dem E-Bike auf dem Sonnenplateau

Das Wanderwegenetz ist umfangreich. Peter Stierschneider hat eine Menge Tipps parat. Und Bruder Franz, zertifizierter Wanderführer und  Experte für die Rad- und E-Bike-Touren, führt oftmals Gruppen, die gern mit der Alpinskischule Innsbruck (ASI) oder Busgesellschaften in das direkt an der Fernverkehrsstraße (Richtung Fernpass) gelegene Hotel kommen, durch die Bergwelt. Zahlreiche positive Eintragungen auf Hotelbewertungsportalen zeigen: hier sind Wanderprofis daheim.

Franz Stierschneider verleiht an seine Gäste E-Bikes und führt Wandertouren durch. Foto: D.Weirauch

 

Foto: Innsbruck Tourismus

Gutbürgerliche Küche zu fairen Preisen

Ob Jause oder Abendessen, im Hotel Bergland gibt die Küchencrew ihr Bestes. Zum Abendmenü gehören unter anderem Thunfischcocktail, Rinderkraftsuppe mit Fadennudeln, Nürnberger Rostbraten oder Käsetaschen. Zu Jause sind beispielsweise Schweizer Wurstsalat (7 Euro), hausgemachte Sülze in Essig und Öl (7 Euro), Südtiroler Bauernspeck mit Brot und Butter(9 Euro) und andere Spezialitäten im Angebot. Auch Frühstücksgäste von außerhalb sind willkommen. Ein kleines Frühstück kostet 6,80 Euro, ein großes Frühstück zwölf Euro.

Beeindruckende Panoramablicke

Gäste, die nicht allein die schöne Umgebung erkunden wollen, lassen sich von Franz Stierschneider führen. Er kennt alle Aussichtsplattformen, die verwunschenen Wanderwege mit Einkehrmöglichkeiten auf den Almen, den  Klettersteig und diverse alpine Steige. Von dort gibt es  beeindruckende Panoramablicke über die Berglandschaft. Wie heißt es im Prospekt des Tourismusverbandes doch so schön: „Vom Genusswanderer bis zum Alpinist lässt Obsteig jedes Bergsteigerherz höher schlagen.“ Franz erhält viel Lob für seine qualitätsvollen Wanderungen. Manche der Gäste sind bereits weit über 70 Jahre und jedesmal begeistert, wie die beiden Damen aus Heidelberg, die wir kennenlernten.

Foto: Innsbruck Tourismus

Zu jeder Jahreszeit ist es in Obsteig schön. Aber im Herbst locken die brennenden Lärchen Naturliebhaber noch einmal viele Gäste an, schwärmt Peter Stierschneider.

Hohe Qualität und neue Ideen

Beständigkeit ist gut, aber die Ansprüche der Gäste ändern sich ständig. Familie Stierschneider stellt sich den Wünschen der Gäste, in dem seit den 80er Jahren ein Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna nach den Wanderungen zum Entspannen einladen. Aber auch die vielfach geäußerten  Wünsche nach geänderter Fortbewegung finden Gehör bei den Hoteliers. So hat Franz Stierschneider einen E-Bike-Verleih aufgebaut. An verschiedenen Orten des Mieminger Sonnenplateaus können die Batterien für die Räder aufgeladen werden.

Und eine weitere Idee, so haben wir bei unserem Besuch erfahren, ist in der Umsetzung: Fastenwandern. Fasten liegt seit Jahren im Trend und das zum Hotel gehörende Landhaus bietet nach unseren eigenen Fasten-Erfahrungen zusammen mit der Natur um Obsteig ideale Voraussetzungen.

Das Landhaus in unmittelbarere Nähe des Hotel “Bergland. Foto: D.Weirauch

Eine Reise wert: Obsteig im Winter

Wintergenießer erleben pures Schneevergnügen beim Langlaufen auf 60 Kilometer bestens präparierten Loipen, bei Schneeschuh- und Winterwanderungen (auch geführt), Skitouren oder beim Rodeln. Der Ski Experte im “50plus Hotel” Bergland ist Peter. Das Familienskigebiet Grünberg ist Luftlinie etwa 500 Meter vom Hotel entfernt.

Gastfreundschaft und Wandern: “50plus Hotel” Bergland Obsteig in Tirol

Das Mieminger Sonnenplateau

Was sofort ins Auge fällt: die fast endlose Weite der Wiesen und Felder, von denen sich die charakteristischen kleinen Heustadel wie dunkle Punkte abheben, zahllose flache Wege, die Berge stets im Blick und zurückhaltend zugleich. Sind wir in Tirol? Ja, das Mieminger Plateau gehört sicher zu den anmutigsten Landschaften Tirols und ist eben wegen seiner Weite, der idealen Höhenlage (zwischen 850 und 1.000 Meter)  und der intensiven Sonneneinstrahlung nicht nur als Naherholungsgebiet der Innsbrucker (Innsbruck ist etwa 50 Kilometer von Obsteig entfernt) ausgesprochen beliebt.

Foto: Innsbruck Tourismus

Von Telfs und Mötz her führen wahrscheinlich schon seit der Römerzeit bedeutende Transitrouten wie die „Via Claudia Augusta“, was durch einen undatierten Meilenstein bei Holzleiten belegt ist, über das Plateau zum Fernpass und weiter nach Augsburg.

TV-Serie Bergdoktor

Über das Fernsehen bekannt ist die Region des Sonnenplateau auch als Filmkulisse für die erfolgreichen TV-Serie „Der Bergdoktor“. Das fiktive Bergdorf Sonnenstein der in den 1990erJahren für Sat.1 gedrehten 88-teiligen Serie (wurde auch im ZDF ausgestrahlt) ist das Dorf Wildermieming, rund 7 Kilometer von Obsteig entfernt. Das extra für die Serie neu gebaute Bergdoktorhaus wird von Wanderern gern angesteuert.

Informationen zu den zum Verein “50Plus Hotels” gehörenden Tiroler Hotel “Bergland” am Mieminger Sonnenplateau

Reiseführer:  MARCO POLO Reiseführer Tirol, von Andreas Lexer  (Autor), Uwe Schwinghammer (Bearbeitung) inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service Taschenbuch, 12,9 Euro

Wie kommt man hin ?

Mit dem Auto:  Anfahrt aus Deutschland über die Fernpaßroute Bundesstraße 314 und 189 bis Nassereith, weiter nach Obsteig.

Ausflugsziele in der Umgebung von Obsteig:

Innsbruck

Kloster Stams

Erlebnispark Area 47

hier Informationen zur Region Sonnenplateau & Tirol Mitte

Die WelcomeCard bietet für die Region Sonnenplateau und Innsbruck sehr viele Vergünstigungen, hier eine Übersicht.

Empfehlenswert sind auch die Alpenkräutertage auf dem Sonnenplateau. Hier dazu einige Infos.

Die Recherche im Hotel Bergland Obsteig und in der Region wurde unterstützt vom Verein “50plus Hotels”. Vielen Dank.

 

Gut ausgeschildert präsentiert sich das Familienhotel. Foto: D.Weirauch

 

error: Content is protected !!