Reise

Lausitzer Impressionen: Technikgeschichte und Nervenkitzel

Museumsleiterin Mechthild Passek in der Brikettfabrik Museumsleiterin Mechthild Passek in der Brikettfabrik "Louise", Foto: D.Horn
Dampfbetriebene Brikettpresse in der Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Dampfbetriebene Brikettpresse in der Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Die Lausitz bietet viele Überraschungen. Dazu gehören einzigartige Attraktionen mit Superlativen. Etwa die älteste Brikettfabrik Europs, die “Louise” in Domsdorf (Uebigau-Wahrenbrück)  im Elbe-Elster-Kreis oder 40 km weiter entfernt der “Liegende Eiffelturm,” die Abraumförderbrücke F 60. Die Lausitz hat mehrere sehens- und erlebenswerte Stationen der Industriekultur. Dort, im Schatten des Stahlkoloss, werden auch atemberaubende Touren mit dem Jeep durch unwegsames Gelände, die an eine Mondlandschaft erinnert, angeboten. Und, was ich bislang noch gar nicht wußte, es gibt dort einen “Kleinen Spreewald”.

Hier der Text zur “Louise” in Domsdorf.

Brikettfabrik "Louise",Foto: D.Horn
Schild in der Brikettfabrik “Louise”,Foto: D.Horn

Die Brikettfabrik ist wegen der in ihren Baulichkeiten und technischen Anlagen ablesbaren Entwicklungsgeschichte der Braunkohleveredelung von besonderer historischer Bedeutung für die gesamte Region. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung einzelner Anlagen auf dem Gelände. 2002 erhielt das Team um „Louise“ den Europa-Nostra-Preis zur „Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes“. 2000 Antragsteller hatten sich europaweit dafür beworben. Neuerdings treffen sich in der „Louise“ auch mit Energieträgern und Klimawandel befasste Experten. Denn „Louise“ ist auch Transformationszentrum für erneuerbare Energien.

Abraumförderbrücke und Brikettfabrik

Und wer Lust hat, der kann im Umfeld von „Louise“ auf extra ausgeschilderten Wegen Bergbaugeschichte erwandern. Im Umfeld der Fabrik entstanden von 1878 bis 1958 mehr  20 Tief- und kleine Tagebaue. Die sind freilich nicht vergleichbar mit den großen Tagebauen wie Klettwitz (wo die F 60 als Abraumförderbrücke bestiegen werden kann und spannende Jeep-Touren am Tagebaurand angeboten werden). Die größte bewegliche, technische Anlage der Welt ist heute ein Wahrzeichen der Lausitz. „Liegender Eiffelturm“ wird die rund 500 Meter lange Stahlkonstruktion der ehemaligen Abraumförderbrücke liebevoll genannt.F60 Lausitz Bergbau Technik Industriekultur

Ziel für Radfahrer

Idyllisch von Laubwäldern umgeben und direkt am Fürst-Pückler-Radweg gelegen, ist die Brikettfabrik „Louise“ ein interessantes Ausflugsziel nicht nur für Technikbegeisterte. Verschiedene Führungen vermitteln viel Wissenswertes zur Geschichte der Braunkohlenveredelung in der Lausitz.

Hier Infos zur Lausitzer Energieroute

Hier gibt es weitere Infos.

Exkursionen zur Brikettfabrik  Louise und die F60 bietet u.a. Schadetours an

auch die TMB Brandenburg ist auf den Spuren der Industriegeschichte unterwegs.