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Bequemer Bahn fahren: Der Koffer geht dabei allein auf die Reise

Suitcases and rucksack isolated on whiteCopyright: Warentest/Fotolia/Monticellio

Bahnfahren ist erholsamer als die Strecke im Auto zurück zu legen – so sagt man wohl im allgemeinen. Aber mit Gepäck? Großem zudem oder schwerem,  unhandlichem? Wer das einmal versucht hat . . . na ja: Schon Einstieg und Aussteigen sind äußerst fordernd, weil nun mal der Bahnsteig auf ganz anderer Ebene liegt und deshalb mehrere Stufen zu bewältigen sind – genau im Sinne dieses Wortes. Wohin dann mit diesem Sperrigen im Waggon, auch der Ersten Klasse?

Nein – ein Vergnügen ist das nicht mit dem Gepäck in der Bahn.

Aber es gibt eine Lösung, die noch immer weitestgehend unbekannt ist: Anruf genügt – und der Koffer, dieses unhandliche, vertrackte Ding, wird abgeholt und zugestellt. Telefon: 01806 311 211. Festnetz 20 Cent. Mobil unterschiedlich, aber etwas teurer.

Da meldet sich eines der Hermes-Gepäck-Zentren, und man gibt die entsprechenden Daten an: An welchem Tag der Koffer wo abgeholt und wo er – zwei Tage später sind die Regel – angeliefert werden soll. Diese Hermes-Zentren sind mit deutsch sprechendem Personal besetzt, und das ist erwähnenswert – weil das in den meisten Fällen der Abholung und Anlieferung nicht der Fall ist. Denn dabei werden beispielsweise Griechen oder Bulgaren eingesetzt, die ausschließlich ihre Sprache sprechen – selbst Englisch klappt nicht.

Ist letztlich auch nicht nötig. Denn der Abholer hat den vom Hermes-Anrufzentrum ausgefüllten Aufklebe- oder Anhängezettel mit allen entsprechenden Daten parat – und trollt sich mit dem Koffer. Bezahlt wird bei der Anlieferung: Bei einem großen, sehr schweren Koffer etwas über 18 Euro. Groß: Dieser Koffer war 82 Zentimeter lang, 48 cm breit und 30m cm tief. `Ne wahre Wucht.

Zwei Tage ist der Koffer unterwegs. Nachteilig ist die Tatsache, dass der Kunde nicht die Stunde des Abholens oder Anlieferns erfährt – er muss unter Umständen den ganzen Tag zu Hause sein und warten. Hier aber sind Verbesserungen zu erwarten – eine gibt es seit kurzem schon: Im Internet kann man unter „Hermes Sendungsverfolgung“ nach Eingabe der Nummer, unter der der Koffer bei Hermes geführt wird, eine ungefähre Ankunftszeit erfahren.

Hermes übrigens ist Werner Otto zu verdanken, dem Gründer des Otto-Versand. Dem ging seinerzeit der Versand bei seinem Unternehmen bestellter Ware durch die Post zu langsam, „das war auch zu teuer“, monierte er. Und gründete 1972 den Hermes-Paket-Schnelldienst. Und der wurde immer weiter entwickelt . . .

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