Wolfgang Will

Wolfgang Will

Mobilität

Luftsicherheit durch Förderalismus gefährdet ?

flugzeug

Unverständlich: Passagierkontrolle in zwei Ausbildungsberufe geteilt

 Das Fliegen ist für die meisten Passagiere keine reine Freude mehr. Im Gegensatz zu früher. Aber gewisse Unannehmlichkeiten ließen sich vermeiden. Da sind in Deutschland beispielsweise die meist langen und unübersichtlichen Schlangen bei der Fluggastkontrolle. Sicher – auch hier wird Personalmangel ganz groß geschrieben. Aber folgendes Szenario schreit förmlich  – um im Luftfahrtjargon zu bleiben – zum Himmel:

 Nach dem Check In, der dank cleverer Airlines meist zügig abgewickelt wird, bilden sich am Kontrollpunkt lange Schlangen, vielfach auch deshalb, weil der einzelne Kontrolleur nicht nach kommt – aber im Hintergrund stehen zwei andere, drehen quasi Däumchen, statt dem Kollegen zu Hilfe zu eilen. 

Hotels

Balm-Golf: Usedom ist Deutschlands sonnigste Region

Golfhotel Usedom (1)Foto: Golfhotel Usedom

Golfplätze auf Inseln, kleineren zudem, sind nicht gerade alltäglich. Wenn sie zudem noch Exklusives oder Seltenes aufweisen können, dürften sie zu wahren Raritäten zählen. Das trifft zweifelsfrei auf das Golfhotel & Spa Balmer See auf der Ostseeinsel Usedom zu. Schließlich ist Usedom die sonnenreichste Region Deutschlands – und welcher Golfclub schon bietet gleich drei Sterne-trächtige Restaurants auf seinem Territorium an? Die 66,4 Kilometer lange und 23,9 Kilometer breite Insel (44 km²) kommt im Durchschnitt auf 1905 Sonnenstunden im Jahr. Der vergleichbare Wert für Deutschland liegt bei 1550 Stunden. Mit Recht also nennt die Werbung Usedom auch „Sonneninsel“.

Foto: Golfhotel Usedom
Foto: Golfhotel Usedom
Mobilität

Autonomes fahren – aber Menschen zum Mars…

Wahrer Wahnwitz:  Autonomes Auto – aber Menschen zum Mars und Mond

Ein wahrer Irrsinn greift selbst in Kreisen der Wissenschaft und Technologie um sich, und man fragt sich schon: Warum wird diesem Wahnwitz so gehuldigt, warum finden sich keine Stimmen, die diesen Widersinn anprangern? Es geht schlicht um diese Frage: Das Auto soll künftig autonom fahren, der Mensch wird nur noch Beifahrer sein – aber anstatt genau solche autonomen Ideen mit Vehemenz auch in der Raumfahrt zu verfolgen, wird dort an der Entsendung von Menschen zum Mond und sogar zum Mars gearbeitet.

Welch ein Widerspruch!

Reise

50. Rosstag in Rottach-Egern

https://www.einfachraus.eu/50-rosstag-in-rottach-egeren/©Der Tegernsee, Hansi Heckmair

          Wer kennt die Pferde, nennt die Namen . . .

Wer kennt die Pferde, nennt die Namen . . . tja, so könnte man Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“ persiflieren („Wer kennt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen“), hat man im bayerischen Rottach-Egern einmal den alljährlich stattfindenden Rosstag erlebt. Den gibt es seit 1958, damals war sein Motto „d`Fuhrleut kemman zamm“ – Die Fuhrleute kommen zusammen. Initiator war der 2007 verstorbene Thomas Böck, der damit die Gílde der Kutscher ehren wollte.

Mobilität

Berlin-Region erforscht das leisere und saubere Fliegen

Flugzeug (5)

Dass ausgerechnet ein ostdeutscher SPD-Ministerpräsident indirekt den CDU-Bundeskanzler Helmu10 Kohl mit dessen Worten von den „blühenden Landschaften“ vom 1. Juli 1990 indirekt zitieren würde, hätte man im brandenburgischen Wildau wohl kaum erwarten dürfen. Und doch ist es so! „Anfang der Neunziger Jahre“, so der Landeschef von Brandenburg, hätte er die entsprechende „Erfolgsgeschichte“ seines Landes nicht zu hoffen gewagt.

Rolls-Royce_power-to-X_Initiative_in_Brandenburg
Rolls-Royce_power-to-X_Initiative_in_Brandenburg

So jedenfalls äußerte sich Dr. Dietmar Woidke auf einer Tagung, zu der der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrt-Industrie (BDLI) unter dem Motto „Auf dem Weg in die Zukunft des klimaneutralen Fliegens“ eingeladen hatte. Es ging dabei vor allem um das sauberere und leisere Fliegen in der Zukunft – also um umweltverträgliche Flugzeug-Antriebssysteme.

Reise

Gropius konnte nicht einmal zeichnen – von der Uni geflogen

Bauhausgebäude in DessauBauhausgebäude in Dessau

2019: Hundert Jahre Bauhaus

Sie glaubten, in Weimar – dieser Stadt aufgeschlossener Klassik – endlich in künstlerischer wie auch gesellschaftlicher Weise so leben und arbeiten zu können, wie sie es sich wünschten – nicht gegängelt, vielleicht auch ein wenig zügellos. Außerdem hatte einer von ihnen, Walter Gropius, sehr private Bindungen an die Stadt Goethes, Schillers, Bachs und Händels, denn hier wirkte sein Freund Henry van de Velde als Direktor der Staatlichen Kunstgewerbeschule. Über ihn auch hatte Gropius einflussreiche großherzogliche Beamte kennen gelernt. Verlockend war auch das Wort „staatlich“ im Namen der Hochschule, denn damit war sie finanziell gesichert – der Staat zahlte ja.

Gropius konnte nicht einmal zeichnen – von der Uni geflogen

Weimar aber war auch anderweitig noch verheißungsvoll für die Künstler einer Moderne, wie sie das 1918 zusammengebrochene Kaiserreich nicht erlaubt hätte. Mit Weimar wurde auch deshalb absolute künstlerische Freiheit verbunden, weil hier Deutschlands erste wahrhaft demokratische Verfassung beschlossen und verkündet wurde und weil Weimar zeitweise – für einige Monate – Sitz der Nationalversammlung und Regierung war, die dem revolutionären und vom Bürgerkrieg bedrohten Berlin den Rücken gekehrt hatten.

Warum heißt das Bauhaus überhaupt Bauhaus ?