Wolfgang Will

Wolfgang Will

Mobilität

BER endlich in Betrieb

BER-LandseiteBER-Landseite © Flughafen Berlin Brandenburg GmbH / Günter Wicker

Was bei der Grundsteinlegung im September 2006 für das Jahr 2011 vorgesehen war, ist nun endlich im Oktober 2020 vollbracht worden – der BER wurde in Betrieb genommen. Um ein Urteil gleich zu Beginn zu fällen – Berlins neuer Flughafen kann sich nicht nur sehen lassen, er ist sogar eine Attraktion auch für Nichtflieger.

Blick von der Besucherterrasse
Blick auf die Besucherterrasse

Diesen Eindruck vermittelt bereits der große Bahnhof unter dem Terminal. Auf seinen sechs Bahnsteigen stehen  grau-mosaikartige Säulen, die das Gebäude darüber tragen. Sie sind jeweils als Zwillinge angeordnet und wirken allein deshalb schon als Blickfang. Eine architektonische Meisterleistung, so meinen Architekturkritiker. Von diesem Bahnhof geht es mittels Rolltreppen oder Fahrstühlen direkt in die Haupthalle des Flughafens. Hier begegnen einem die ersten Geschäfte.

BER – Attraktion auch für Nichtflieger

Reise

1384: Die ersten Weihnachtsmärkte waren eine Mischung aus Baumarkt  und Kaufhaus

Weihnachten_Weihnachtsmarkt_Freiberg_Pyramide_blaue_Stunde_Wolfgang_Schmidt(1)Weihnachtsmarkt im sächsischen Freiberg Foto: TMGS Wolfgang Schmidt

Es weihnachtet wieder. Auch wenn es anders wird, dieses Weihnachtsfest 2020, anders als in den letzten Jahrzehnten – Corona, das weltweit so aktive Virus, hinterlässt auch hierbei seine Spuren. So wurden die meisten, die größten, die schönsten Weihnachtsmärkte im ganzen Land abgesagt. Zu groß und tödlich ist die Ansteckungsgefahr im dichten Gedränge um Glühweinstand, weihnachtlich werkelnde Handwerker und Künstler, um Chöre und Krippen, über allem der Duft gebrannter Mandeln. Stille, stille Nacht . . .

Mobilität

Mangelnde Mobilität, Service und Intelligenz: Ich warne vor AOL

Die Technologie hat ja so ihre Tücken. Aber wenn dann seitens eines Technologiekonzerns auch noch Desinteresse und Dummheit dazu kommen – dann hört der Spaß auf. Es geht um AOL, den Internet- und Email-Anbieter. Aber der Reihe nach: Seit Jahrzehnten bin ich – war ich!!! – AOL-Kunde und Fan. Eines Morgens dann wurde mir jeglicher „Zutritt“ verweigert, kam ich nicht mehr an mein Emailfach. Zudem hatte ich meinen Zugangscode vergessen – was kein Wunder ist: Zum einen braucht man den ja so gut wie nie, da er gespeichert ist, zum anderen hat man für jedes Gerät einen anderen Code. Hätte man sich vielleicht irgendwo notieren sollen.

Was bei AOL schief läuft

1 Stunde weg

Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

Berlin.SpreeBlick auf das Bundeskanzleramt Berlin

Größe – das kann sowohl metrischer als auch geistiger Maßstab sein. Im Falle des Berliner Kanzleramtes geht es, vor allem im internationalen Vergleich, um die architektonischen Gegebenheiten. Mit dem Metrischen im Vordergrund. Denn das heute bereits überdimensionierte Gebäude soll in beträchtlichem Umfang erweitert werden. Obwohl das derzeitige Kanzleramt mit einer Nutzfläche von über 25 000 Quadratmetern bereits größer ist als beispielsweise das Weiße Haus in Washington oder auch Downing Street 10 in London, ist in Berlin ein „Anbau“ – offiziell: „Erweiterungsbau“ – von 270 Länge Meter geplant.  In dem Neubau, für den mindestens 550 Millionen Euro vorgesehen sind, sollen 400 Büros untergebracht werden.Berlin

Kanzleramt Berlin: Die größte Machtzentrale der Welt

Tipps

Wie oft wohl gibt es „Berlin“ auf dieser Welt?

Berlin Brandenburger Tor (1)

Berlin, davon sind zumindest die Einwohner der deutschen Hauptstadt überzeugt, ist einmalig. Beurteilt man dieses „einmalig“ allerdings rein numerisch, trifft das nicht mehr zu, denn es gibt weltweit viele, viele Ortschaften dieses Namens . Der geht übrigens auf das Slawische zurück: Etwa Anfang des achten Jahrhunderts siedelten die ersten vom Stamm der Polaben in dem sumpfigen Gebiet zwischen dem heutigen Teltow und Barnim. Vor allem auf der rechten Uferseite der (heutigen) Spree ließen sie sich nieder. Die Bezeichnung ihrer Siedlung setzt sich aus zwei Wörtern ihrer Sprache zusammen . „brl“ und „in“. „brl“ bedeutete „Morast“, „Sumpf“. Die Endung „in“, die sich ja vielfach in dieser Region findet (Schwerin, Ruppin, Stettin), steht für „Siedlung“. In der heutigen Schreibweise – Berlin – wird die Stadt erstmals 1244 urkundlich erwähnt.Rund um die Insel Potsdam Berlin

Viele Berlins in den USA

Mobilität

Grünheide(Mark): Auf dem Weg vom Dorf zur Industriestadt

TeslaBlick in das Cockpit eines Tesla Foto: Weirauch

01ier siedelten schon die Germanen. Denn es gibt seit Jahrhunderten fruchtbare Grünflächen sowie Flüsschen und Seen – eine ganze Seenplatte. Aber ein bemerkenswertes Wachstum der Bevölkerung ist nicht zu verzeichnen: 2003 wurden gut 7 000 Einwohner gezählt, in unseren Zeiten sind es knapp 9 000. Doch nicht nur auf diesem Sektor stehen geradezu dramatische Veränderungen bevor. Wie die Germanen sich aus Stämmen und Sippen rekrutierten, besteht das Amt Grünheide aus einem guten Dutzend Siedlungen und Dörfern, die oft kilometerweit auseinander liegen, aber durch sehr gut ausgebaute Landstraßen verbunden sind. Vielleicht kann man das Viertel um Kirche und Schmiede als Mittelpunkt, keinesfalls als Zentrum bezeichnen.

Das alles entwickelt sich mit Sicherheit binnen kürzester Zeit zur Industriestadt. Mit Supermärkten und Boutiquen etwa in einem Shopping Center, mit Schaufenstern, die zum Bummeln einladen. Mit größter Gewissheit wird Grünheide einen Wohnungsbauboom erleben. Denn aus diesem schönen Sammelsurium von attraktiven Siedlungen entsteht eine Industriestadt – Wolfsburg, wenn man so will, lässt grüßen.

Das Gebiet Grünheide hat eine bewegte Vergangenheit: