Wolfgang Will

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Reise

Gropius konnte nicht einmal zeichnen – von der Uni geflogen

Bauhausgebäude in DessauBauhausgebäude in Dessau

2019: Hundert Jahre Bauhaus

Sie glaubten, in Weimar – dieser Stadt aufgeschlossener Klassik – endlich in künstlerischer wie auch gesellschaftlicher Weise so leben und arbeiten zu können, wie sie es sich wünschten – nicht gegängelt, vielleicht auch ein wenig zügellos. Außerdem hatte einer von ihnen, Walter Gropius, sehr private Bindungen an die Stadt Goethes, Schillers, Bachs und Händels, denn hier wirkte sein Freund Henry van de Velde als Direktor der Staatlichen Kunstgewerbeschule. Über ihn auch hatte Gropius einflussreiche großherzogliche Beamte kennen gelernt. Verlockend war auch das Wort „staatlich“ im Namen der Hochschule, denn damit war sie finanziell gesichert – der Staat zahlte ja.

Gropius konnte nicht einmal zeichnen – von der Uni geflogen

Weimar aber war auch anderweitig noch verheißungsvoll für die Künstler einer Moderne, wie sie das 1918 zusammengebrochene Kaiserreich nicht erlaubt hätte. Mit Weimar wurde auch deshalb absolute künstlerische Freiheit verbunden, weil hier Deutschlands erste wahrhaft demokratische Verfassung beschlossen und verkündet wurde und weil Weimar zeitweise – für einige Monate – Sitz der Nationalversammlung und Regierung war, die dem revolutionären und vom Bürgerkrieg bedrohten Berlin den Rücken gekehrt hatten.

Tipps

Werbe-Ikonen: Wer da im TV so alles mainzelt . . .

Mainzelmännchen

Sie tummeln sich auf unseren Bildschirmen wie die Motten, die um ein Licht kreisen. Man wird weder die einen noch die anderen schnell los – Alltag. Sie sind zweifelsohne eine Stütze des ZDF und erhöhen Akzeptanz und Beliebtheit der Werbeblöcke dieser öffentlich-rechtlichen Anstalt. Vor allem im Gegensatz etwa zu RTL, wo bei Günter Jauch und seinem „Wer wird Millionär?“ ein Werbeblock schon einmal sieben Minuten und länger dauern kann. Alltags-Langeweile. Nicht so beim ZDF: Da geistern diese winzig-witzigen Figuren, die aus der Zwergen-Märchenwelt stammen könnten, immer wieder zwischen den einzelnen Werbespots umher – und entlocken einem nicht nur dauernd ein Schmunzeln, sondern befördern einen auch zum aufmerksamen Werbe-“Gucker“.

Wovon wohl ist die Rede? Natürlich . . . von den Mainzelmännchen.

1 Stunde weg

Deutsches Spionage-Museum Berlin

Logo des Deutschen Spionagemuseum, Foto: DSMLogo des Deutschen Spionagemuseum, Foto: DSM

Jedermann kennt natürlich das älteste Gewerbe der Welt – aber welches dann gilt als das zweitälteste? Napoleon hat es seinerzeit treffend charakterisiert: „Ein Spion am rechten Ort ersetzt 20.000 Mann im Felde“. Jawohl – das Deutsche Spionagemuseum Berlin, das einzige seiner Art in Deutschland, vielleicht sogar in Europa, definiert Spionage als das zweitälteste Gewerbe der Welt. Nach der Prostitution. Dabei gibt es zwischen beiden natürlich auch viele Gemeinsamkeiten. Die Käuflichkeit beispielsweise.

Hotels

Nach 16 Jahren Tiefschlaf: Terminal wird zum TWA-Hotel

Das kann durchaus als luftfahrttechnische Sensation angesehen werden: Ein Airport-Terminal, das bei seiner Eröffnung im Mai 1962 als äußerst markante Extravaganz seines finnischen Architekten Eero Saarinen weltweit Aufsehen erregte, aber nach der Insolvenz seines Besitzers TWA  stillgelegt wurde, erlebt jetzt nach 16 Jahren Tiefschlaf eine mondäne Auferstehung – als TWA-Hotel von MCR, dem sechstgrößten Hotelmanagement-Unternehmen der USA.

Hotels

Hilton-Offensive: Jeden Tag ein neues Hotel

Hilton Lake ComoFoto: HiltonHilton Lake ComoFoto: Hilton

Hilton-Offensive: Jeden Tag ein neues Hotel

Die Wiege dieses Unternehmers stand, wenn man es so deuten will,  in Deutschland. Da gab es einst die Mary Laufersweiler (1863 – 1956), die den Norweger Augustus Halvorsen Hilton (1854 – 1919) geheiratet hatte und ihm insgesamt sieben Kinder schenkte. eines davon war Conrad Hilton, von dem europäischen Einwanderungspaar nach der Geburt 1888 in San Antonio, US-Bundesstaat New Mexico, liebevoll umsorgt. Vor allem von der katholischen Mutter. Der Junge wusste sehr früh schon, wie er sein Leben gestalten würde – Hotels kaufen, bauen, führen. Aber was jetzt aus seiner Idee wird, hätte sich der junge Hilton seinerzeit nicht träumen lassen:

„Wir eröffnen jeden Tag ein neues Hotel“, kündigte Chris Nasetta an, der jetzige Boss des weltweiten operierenden Hotel-Konzerns – was das angesehene Springer-Blatt „Welt“ als „schwindelerregenden Wachstumskurs“ bezeichnete.

Best AgerReiseTipps

Bequemer Bahn fahren: Der Koffer geht dabei allein auf die Reise

Suitcases and rucksack isolated on whiteCopyright: Warentest/Fotolia/Monticellio

Bahnfahren ist erholsamer als die Strecke im Auto zurück zu legen – so sagt man wohl im allgemeinen. Aber mit Gepäck? Großem zudem oder schwerem,  unhandlichem? Wer das einmal versucht hat . . . na ja: Schon Einstieg und Aussteigen sind äußerst fordernd, weil nun mal der Bahnsteig auf ganz anderer Ebene liegt und deshalb mehrere Stufen zu bewältigen sind – genau im Sinne dieses Wortes. Wohin dann mit diesem Sperrigen im Waggon, auch der Ersten Klasse?

Nein – ein Vergnügen ist das nicht mit dem Gepäck in der Bahn.

Aber es gibt eine Lösung, die noch immer weitestgehend unbekannt ist: Anruf genügt – und der Koffer, dieses unhandliche, vertrackte Ding, wird abgeholt und zugestellt. Telefon: 01806 311 211. Festnetz 20 Cent. Mobil unterschiedlich, aber etwas teurer.

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