Wolfgang Will

Wolfgang Will

Mobilität

Unterdrückte CO2-Wahrheit: Handy und Internet so „schuldig“ wie SUV und Flieger

Lufthansa Flugzeug

Das werden Dauer-Demonstranten, Anhänger  von Greta  Thunberg und Klima-Chaotiker nicht gern zur Kenntnis nehmen, aber … – so die neueste wissenschaftliche Erkenntnis: Handy- und Internet-Nutzer sind am CO2-Ausstoß nicht minder beteiligt oder „schuldig“ wie SUV- Besitzer oder generell die Autofahrer und jene, die sich zum Reisen des Flugzeugs bedienen.

Das hat Ralph Hintermann vom Berliner Institut für Innovation und Nachhaltigkeit herausgefunden und in einem Interview mit dem Wissensmagazin „Galileo“ erläutert. Hintermann wörtlich: „Das Internet erzeugt ungefähr so viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr“. Dieser Berechnung liegt u.a. die Tatsache zu Grunde, dass rund vier Milliarden Menschen online sind. Wenn zehn E-Mails versendet werden, stoßen sie so viel CO2 aus wie eine Energiesparlampe pro Stunde. Das gleiche gilt für 20 Suchanfragen bei Google, denn auch dieses Vorgehen verbraucht rund 0,3 Wattstunden – wie die erwähnte Energiesparlampe.

Werden wir noch deutlicher, auch wenn man sicher sein darf, dass dies die Beteiligten   verleugnen werden: Twitter, Instagram, Facebook You Tube sowie Netflix oder Amazon Prime und andere Streaming-Bereiter verbrauchen Strom geradezu massenhaft. Damit ist diese digitale Technologie für rund vier Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.

Einige weitere „Galileo“-Details: Durch den Betrieb des Internet werden jährlich 33 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Das entspricht dem innerdeutschen Flugverkehr. Der größte Teil des Internet-CO2-Ausstoßes wird durch die Netzinfrastruktur erzeugt, also durch die Tausende von Rechnern, die in den großen Zentren konzentriert sind. Der Anteil der privaten Nutzer von Handys oder Internet ist dafür nur geringfügig verantwortlich – aber: Das alles summiert sich natürlich dank der für den Privatverbrauch erforderlichen Serverfarmen, die ja auch noch dauerhaft heruntergekühlt werden müssen.

Galileo“, das Wissensmagazin von ProSieben, wollte auch herausfinden, ob das Löschen von Daten wie etwa alten E-Mails oder anderem „Schrott“ helfen kann, CO2 zu sparen. Im Rahmen dieses Experiments wurden 303 .350 E-Mails binnen einer Stunde gelöscht. Das entspricht 1,7 Kilogramm CO2.

Damit könnten jährlich 91- 000 Tonnen CO2 eingespart werden. Dafür müsste jedermann auf dem Globus täglich elf Mails löschen – was wiederum dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 125 000 Deutschen entspricht.

Foto: D.Weirauch

Klimawandel gibt es auf der Erde seit deren Beginn. Ohne menschliche Eingriffe beispielsweise würde sich der seit 6.000 Jahren bestehende Abkühlungstrend von 0,10 bis 0,15 Grad Celsius pro Jahrtausend fortsetzen, ist errechnet worden. Damit gäbe es in 2.000 bis 5.000 Jahren eine neue Kaltzeit. Derzeit befinden wir uns, formulierte es kürzlich Karin Hasselbeck auf Radio Bayern2, „in einer neuen Warmzeit“ – und das seit etwa 12.000 Jahren.

Wird der Mensch das verändern können – in welcher Richtung auch immer?

Hier ein weiterer Beitrag zu dem Thema

Bücher

Überbleibsel der Roten Armee in Deutschland

Cover Geisterstätten der Sowjets, Foto: Jaron VerlagCover Geisterstätten der Sowjets, Foto: Jaron Verlag

In der DDR waren einst 350 000 Sowjetsoldaten stationiert, um 1959 sogar über eine halbe Million, in insgesamt etwa 1 500 Liegenschaften an mehr als 600 Orten. Hinzu zu zählen sind die Angehörigen dieser Truppe. Anzahl unbekannt. Diese Truppe hatte sich so etabliert, als könne sie ewig bleiben – ihr plötzliches „Aus“ jedoch kam nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Nicht gerade über Nacht, aber doch um  1993/94 waren sie, wie international vereinbart, abgezogen. Das war zweifelsohne eine gigantische logistische Meisterleistung. Sie nahmen mit, was nicht niet- und nagelfest war. Was jedoch sind heutzutage, rund 25 Jahre nach ihrem Abzug, ihre Überbleibsel?

Geisterstätten S.10f Wünsdorf (c) Jaron Verlag GmbH _ Martin Kaule
Wünsdorf (c) Jaron Verlag GmbH   Martin Kaule
Mobilität

Peking baut am größten Flugplatz der Welt

Flugzeug (5)

 Was der amerikanische Flugplatz Atlanta-Hartsfield seit vielen Jahren ist, soll Peking so schnell wie möglich werden – größter Flugplatz-Standort der Welt. Zu diesem Zweck wurde jetzt ein neuer Airport in Betrieb genommen,  der gigantische Platz mit dem IATA-Code PKX. Er wird parallel zum PEK betrieben, dem seit 1958 existierenden internationalen Flugplatz der chinesischen Hauptstadt, im Norden gelegen. Beide Plätze werden durch eine Hochgeschwindigkeitslinie miteinander verbunden – Reisezeit etwa 50 Minuten. Der neue Flugplatz liegt im Süden der Hauptstadt, 46 Kilometer vom Zentrum (Tian`anmen Platz) entfernt.

Mobilität

Hysterie Klimawandel wird Klimaschwindel

Flugzeug (5)

Da wagt doch tatsächlich ein renommierter deutscher Wissenschaftler gegen die Klimahysterie aufzubegehren, die populistisch vor allem von der schwedischen Greta Thunberg angeheizt wird – Professor Patrick Frank von der weltberühmten Stanford University schreibt: „Die Prognose über eine menschengemachte Erderwärmung durch CO2-Emissionen ist Panikmache. Sie basiert auf Schreckensbildern und wurde von Wissenschaftlern produziert, die nicht imstande sind, ihre Arbeit ordentlich zu  evaluieren“. Schon im Jahr 2001 begann Frank, die Thesen über den Zusammenhang von CO2-Emissionen und Klima zu überprüfen. Er wollte herausfinden, so der Professor, „ob die Schreckensmeldungen gerechtfertigt waren. Zwei Jahre später wusste ich, dass der Alarmismus nicht gerechtfertigt war“.

Schlösser und Burgen

Brauchen wir Schloss Meseberg als Gästehaus der Regierung?

Meseberg (51)

Heute und morgen tagt wieder einmal das Bundeskabinett auf Schloss Meseberg. Ansonsten steht Schloss Meseberg, das Gästehaus der Bundesregierung, größtenteils leer. Es liegt auf dem Lande, 70 Kilometer nördlich Berlins – das Schloss Meseberg. Die Lage am Huwenowsee ist idyllisch. Schloss Meseberg befindet sich am Rande des kleinen gleichnamigen Dorfes. Dort leben nur 150 Einwohner. Lange Zeit verfiel es. Wie so viele architektonische Kleinode in der untergegangenen DDR. Die in München ansässige Messerschmitt-Stiftung renovierte das Barockschloss für 25 Millionen Euro und überlässt es für wenigstens zwei Jahrzehnte der Bundesregierung. Die steckte noch einmal knapp 20 Millionen in den Bau und nutzt ihn seit 2007 als Gästehaus der Bundesregierung. Unterhaltskosten jährlich: 3,85 Millionen, plus Personalkosten  von mehr als 500.000 Euro pro Jahr.

Schloss Meseberg in Brandenburg
Blick auf das restaurierte Schloss

Kritik vom Steuerzahlerbund

Reise

Sehenswert: Neues Bauhaus-Museum Weimar

Blick in den Ausstellungssbereich “Mies van der Rohe” Blick in den Ausstellungssbereich “Mies van der Rohe” Foto: Klassik Stiftung Weimar

Das Kleinod Weimar, Kulturhauptstadt Europas von 1999, ist um eine weitere Perle bereichert worden – den Neubau des Bauhaus-Museums. So  begrüßenswert es selbst Kritiker des Neubaus finden, dass das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus endlich einen sehenswerten Museums-Neubau hat – so umstritten wird dessen Architektur und Platzierung direkt am Eingang zur Innenstadt eingeschätzt. „Steckt die Seele des Bauhauses wirklich in diesem Klotz?“, fragt beispielsweise die Springer-Zeitung „Welt“. Ablehnend äußern sich auch viele Einwohner der Stadt.

Aber das ist keineswegs gerechtfertigt, und deshalb muss diesem Negativismus energisch widersprochen werden – etwa mit dieser Feststellung: Dieses Bauhaus-Museum ist eine Perle – und die bereichert das Kleinod Weimar!

Der Fundus dieses Museums ist einmalig, denn es handelt sich in Weimar um die weltweit älteste Sammlung von Werkstattarbeiten und Ideen des Bauhauses,  mit inzwischen 13 000 Objekten. Bauhaus-Gründer Walter Gropius hat diese grandiose Sammlung gleich zu Beginn, also in den frühen 20er Jahren, begonnen.

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