Kärstin Weirauch

Kärstin Weirauch

Reise

Überraschungen in Flevoland: Urk, Schokland und Wouda-Pumpwerk

Urk

Reisen in Corona-Zeiten ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Wir vermeiden Großstädte, ziehen uns zurück in die Natur, suchen Stille und genießen, beobachten, hören zu. Und sind neugierig auf neue Bücher, Museen, Ausstellungen und Gegenden, die wir noch nicht kennen. Gern sind wir am Wasser, zu allen Jahreszeiten fühlen wir uns in wasserreichen Gegenden sehr wohl. Die Hotspots Ostsee und Nordsee waren in diesem Sommer dicht. Also warum nicht mal in die Niederlande ausweichen, in die Provinz Flevoland. Ijsselmeer, Zuidersee, Markenmeer … Wasser, Wasser. Auch im Spätsommer eine Reise wert. Bei unserer letzten Reise in die Niederlande wurden wir auf ein Prospekt aufmerksam, das wir nicht achtlos zur Seite legten.

Auf Urk oder in Urk?

Potsdam

Herbstausflug: Unterwegs auf dem Bornstedter Friedhof

Bornstedt (1)

Schon Theodor Fontane beschrieb in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg das Grab des 1690 in Neuwied geborenen Heinrich Wilhelm Wagenführer (21. September 1690 – 9. September 1758), der wie auf der Grabplatte zu lesen ist, „…in vergnügter Ehe mit der hinter lassenen betrüb.ten Frau Witwe der Hochedlen und Hochacht.baren Frau Maria Johanna gebohrener Califice 21 Jahre gelebt und sein Alter gebracht auf 67 Jahre […] zu Potsdam den 9 ten Septem: 1758 in seinem Erlöser seelig entschlaffen …“

Bornstedter Friedhof Potsdam
Nicht leicht zu entziffern: Inschrift auf der Grabplatte von Heinrich Wilhelm Wagenführer

Eines der ältesten Soldatengräber Bornstedts

Potsdam

Mit Pilzexperten Wolfgang Bivour in die Pilze

Pilze2020Die Steinpilze können in den Sammelkorb

Der Auslöser für unsere Pilzsuche in diesem Herbst war ein jüngst im Bekanntenkreis unter Kindern kursierendes Kinderbuch. Sein Titel : “Krux und Krax im Butterpilz“.  Darin steht u.a.: „Nur wer Pilze kennt, darf sie sammeln. Nur essbare Pilze gehören in den Pilztopf.“ Verfasser des informativen Büchleins ist Wolfgang Bivour. Der 70-jährige gilt als einer der ausgewiesenen Pilzkenner, ist Vorsitzender des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen. Illustriert hat das Buch sein Sohn Denis.

Wie war die bisherige Pilzsaison ?

Bücher

Mehr als ein Buchtipp: Obere Havel. Ein Wegbegleiter

Schleusenwärter Stefan Diebetz an der eberswalder Stadtschleuse Foto: WeirauchSchleusenwärter Stefan Diebetz an der Eberswalder Stadtschleuse Foto: Weirauch

Reisen bildet – Reiselektüre auch, wenn sie gut gemacht ist, möglich alle Sinne anspricht, eine Reiseroute gut vorbereitet, dann auch begleitet und eine gute Nachbereitung bietet. Seit Jahren bieten uns die Veröffentlichungen des Terra press Verlags gute Vorlagen für unsere Reisen durch das Land Brandenburg. Viele Tipps für Sehenswürdigkeiten, Leib und Magen, attraktive Freizeitvergnügungen u.v. mehr informieren kurz und knapp über die zu besuchende Region – nicht langweilig, stets anspruchsvoll und informativ.

„Obere Havel. Ein Wegbegleiter“

Reise

Schokland – UNESCO Weltkulturerbe der Niederlande

Schokland_Tafel

Heute zieht es uns nach Schokland, dem ersten Kulturdenkmal der Niederlande, das 1995 Eingang in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten fand. Wer den Beziehungen der Niederländer zum Wasser und vor allem ihrem Kampf gegen das Wasser näher kennenlernen will, für den ist ein Besuch des UNESCO Weltkulturerbes Schokland mit seiner einzigartigen Natur- und Kulturgeschichte ein Muss. Dieser Ort zwischen Land und Wasser mitten im Nordostpolder birgt Spuren menschlicher Siedlungen, die bis zu 10 000 Jahre zurückliegen.

Reise

Rouen – wo die Jungfrau von Orleons verbrannt wurde

Rouen

Weiter geht es heute mit der “Seine Comtesse” auf der Seine nach Rouen. Die “Seine Comtesse” hat ihren Liegeplatz im Hafen erreicht. Obwohl Rouen tief im Inland des Departemants Seine-Maritime liegt, sind wir auf unserer Fahrt bis zum Liegeplatz sogar an großen Überseefrachtern vorbeigekommen. Am linken Seineufer erstreckt sich jenseits des modernen Archivturms die im 18. Jahrhundert entstandene Industriestadt um das Viertel Saint-Sever, das heutige Handels- und Gewerbegebiet. Das Wetter ist so schön, dass wir vom Sonnendeck der “Seine Comtesse” nicht nur die viele Schiffe beobachten können, sondern auch die moderne Industriearchitektur an den Ufern der Seine bestaunen. Handel und Hafen sowie die Tuchmacherindustrie ließen schon im Mittelalter die Kassen klingeln.