Kärstin Weirauch

Kärstin Weirauch

Reise

Auf den Spuren von Rembrandt und Pilgrim Fathers in Leiden

Leiden NiederlandeDie Grachten in Leiden sind eine Augenweide

Unser Fernweh ist in Coronazeiten groß. Und es macht uns traurig, unsere heimliche Geliebte – die holländische Stadt Leiden – derzeit nicht besuchen zu können. Unsere erste Bekanntschaft begann, als wir unseren studentischen Sohn vor mehr als 10 Jahren dort besuchten. Wir erlebten Leiden als lebendige, quirlige Stadt. Junge Leute, die aus allen Straßen und Gassen mit ihren Fahrrädern unterwegs zur Universität waren. Alle Brückenübergänge waren mit Fahrrädern „dekoriert“, Autos parkten nur Millimeter entfernt von den Grachten, farbenfrohe, schmucke Patrizierhäuser, alte Stadttore, mit kleinen und größeren Booten belebte Grachten, an denen und auf ihnen Studenten das neue Studienjahr begrüßten. Und die vielen farbenfrohen Anpflanzungen machten uns die Stadt symphatisch, außerdem schien sie uns nicht so mit Urlaubern überlaufen – ruhig und entspannt eben. Leiden Niederlande Holland

Tipps für einen Besuch in Leiden

Reise

Was die Pilgerväter mit Leiden in Südholland verbindet

p1220216leidenTKornbrücke gegenüber dem Rathaus, erbaut 1443

Leiden in Südholland ist oftmals das Ziel von amerikanischen Touristen. Einige der Ahnenforscher sind Nachfahren der sogenannten Pilgrim Fathers (Pilgerväter). Als Pilgerväter  wurden die ersten englischen Siedler in Neuengland bezeichnet, die die Plymouth Colony im heutigen Bundesstaat Massachusetts gründeten. Sie kamen 1620 auf der “Mayflower”von Europa aus nach Amerika. Hier die Vorgeschichte. Als Glaubensflüchtlinge, sie hatten sich von der englischen Staatskirche (Church of England) getrennt, zogen etwa 400 zunächst nach Leiden, wo sie zwölf Jahre blieben. In Leiden konnten die Flüchtlinge nicht nur ihren Glauben ausüben, sie fanden auch Arbeit in der Textilproduktion. Tuch aus Leiden war in ganz Europa gefragt – ein Stoff, vergleichbar mit Flanell oder Loden. Da sie als Ausländer oftmals nur schlecht bezahlte Arbeiten verrichten durften und wegen des Einflusses, dem sie in den Niederlanden ausgesetzt waren, kamen viele von ihnen 1617 zu der Überzeugung, dass es für sie das Beste sei, in die Neue Welt überzusiedeln.

Was in Leiden an die Pilgrims erinnert

Reise

Osterspaziergang im Havelland

Lünow_Baum

Unser Osterspaziergang führt uns in diesem Jahr in das Havelland. Anders als Goethes Faust, der sich in seinem Osterspaziergang mit Wagner 1806 unter das promenierende Volk mischt, suchen wir die Natur pur mit ihrer Einsamkeit, ihrer Weite, ihrer überraschenden Flora und Fauna. Wir machen uns in den Naturpark Westhavelland um den Beetzsee auf. Und wie Goethe seinen Faust im Osterspaziergang sagen lässt: „Vom Eise befreyt sind Strom und Bäche, Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, …“ kommen wir an kleinen Bächen und großen Pfützen vorbei, in denen sich die Sonnenstrahlen spiegeln und prickelnde Glitzer auf der Wasseroberfläche hervorzaubern. Diesem Schauspiel schauen  wir gern einige Minuten zu.  Der Beetzsee gab der Gemeinde Beetzseeheide ihren Namen. Nach Ketzür, einem ihrer Ortsteile, zieht es uns. Ketzür ist Ausgangspunkt unseres Spaziergangs nach Lünow. 

Karte von Ketzür nach Lünow
Von Ketzür nach Lünow

Von Ketzür nach Lünow

Bücher

Die Frauen am Bauhaus

Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy, Marcel Breuer und Johannes Itten – sind einige bekannte Vertreter der Moderne des 20. Jahrhunderts in Kunst, Musik, Literatur und Architektur. Sie lehrten am Bauhaus Dessau. Ihre Namen und ihr Werk sind bis heute bekannt.

Würdigung der Frauen am Bauhaus

BücherReise

Die Rufe der Kraniche

Kraniche, Linum, Herbst

Kraniche begleiten uns jährlich von Januar bis November, sie kündigen uns den Frühling und Winter an. Sie lassen unsere Erkundungen im Havelland immer zu einem Erlebnis werden. Hören und sehen wir sie, lösen sie Glücksgefühle in uns aus. Fliegen die grazilen Tänzer über uns, gehen unsere Gedanken mit auf Reisen. Hoch fliegende Kraniche sollen zudem gutes Wetter ankündigen. Manche ihrer Rufe empfinden wir als Abschiedsgruß, manche als freudigen Willkommensgruß. Überwinternde Kraniche nehmen übrigens in Brandenburg zu, wie wir feststellten.

Lesenswerte Publikation