Kärstin Weirauch

Kärstin Weirauch

FontaneReise

Auf Entdeckungstour in Ribbeck im Havelland

Von ribbeck (1)Christian und Beate von Ribbeck an der Brennerei, Foto: Weirauch

Kommt man von Potsdam/Berlin auf der B5 nach Ribbeck, zwingt gegenwärtig eine Baustelle alle Motorisierten in der Ortslage Ribbeck an der Ampel zum Anhalten. Für uns ein Moment, der die neugierige Erwartungshaltung auf den wohl bekanntesten Fontaneort im Havelland und darüber hinaus in gute Laune versetzte. Die Baustelle am Ortseingang wird zum Fontane-200-Jubiläum schon Geschichte sein, aber die am Ortseingang heruntergekommene Fontane-Gaststätte wohl nicht. Kein schöner Anblick, aber wir sehen es positiv, denn es kann nur besser werden.

Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Nur wenigen Meter weiter strahlt uns ein Kleinod an, das uns in seinen Bann zieht. Wir möchten sofort anhalten und fotografieren und in das Schloss hineingehen. Doch zunächst muss ein Parkplatz her, und auch hier eine Baustelle …

Ein Jubiläum wirft seine Schatten voraus … Sind am Wochenende bereits jetzt viele Besucher unterwegs, wird Ribbeck im zum Fontane-Jubiläum sicher einer der attraktivsten Besuchermagnete im Land Brandenburg sein. Und wer von außerhalb kommt und unweit des berühmten Birnbaumes des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland übernachten möchte, kann das auch. Allerdings muss er Glück haben, denn die erste Ferienwohnung am Platze “Fuchs und Hase” wird mit Sicherheit langfristig ausgebucht sein.  Durch das riesengroße Panoramafenster der Ferienwohnung aus kann kann der Gast weit in das Havelland blicken. Die Ferienwohnung befindet sich hinter der Brennerei auf der rechten Seite. Mit garantiertem schönen schauifensterblick “Lug ins (Havel) land”.

Ein  “Festspielhaus” für Ribbeck

Nebenan ist die denkmalgeschützte Gutsscheune auch bereits aus dem Dornröschenschlaf erwacht.  214.000 Euro Fördermittel stehen bereit zur Sanierung der   Gutscheune.  Künftig ein zentraler Ort für Kulturveranstaltungen, Tourismus und regionalen Austausch.  Ein ambitioniertes Vorhaben für die ehemalige Gutsscheune, die mit einer Gesamtlänge von 75 Metern und 14 Meter Höhe ungefähr so lang ist wie Kirche und Schloss Ribbeck zusammen.

Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts unter Hans Georg Karl Friedrich Ernst von Ribbeck als Teil des neuen Wirtschaftshofes in sogenannter Kalk-Pisé-Technik erbaut und diente damals zur Unterbringung der Ernte des gesamten Dorfes. Schon in ihrem maroden Zustand bietet die Scheune nicht nur Baufachleuten einen imposanten Anblick. Auch die Geschichte ihrer Nutzung lässt sich an ihrer Außenhaut ablesen. Im südlichen Bereich der Scheune wurde  nach dem 2. Weltkrieg ein Bauernhaus integriert, das noch heute bewohnt ist. Doch der größere Teil der Scheune stand seit Jahren leer und verfiel immer mehr. Nun stehen die Erneuerung des Dachtragwerks und die etwa 800 Quadratmeter umfassende Dacheindeckung im Vordergrund der Restaurierungsarbeiten. Arbeiten am Mauerwerk, der Einbau einer Elektroanlage sowie Sanitäranlagen sind eingeschlossen. Schon taucht die Vision eines Festspielortes auf. Wer den großen Zulauf der vergangenen Ribbecker Sommernächte in den vergangenen Jahren miterlebt hat, weiß, dass diese Vision kein Traum bleiben muss.

Zumal die Gutsscheune künftig auch für Märkte, Ausstellungen und Projektarbeiten genutzt werden soll. So wird das kleine Ribbeck zu einem lebendigen Ort, der für Jung und Alt etwas zu bieten hat. Dank des seit Jahren im Ort engagierten Architekten-Ehepaares Arndt und Sonja Herrmann kann es mit dem Ausbau der Scheune weitergehen. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Familien von Ribbeck und Hermann unterstützen das Projekt finanziell.

Blick auf einen Teil der Gutscheune von Ribbeck, das künftige Festspielhaus, Foto: Weirauch
Blick auf einen Teil der Gutscheune von Ribbeck, das künftige Festspielhaus, Foto: Weirauch

Die Ribbecks auf Ribbeck

Das sehen auch Beate und Christian von Ribbeck, die Nachfahren des legendären alten Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland. Nur dort, wo die Menschen Visionen für ihren Ort entwickeln, bleibt er lebendiger Anziehungspunkt, macht es Spaß, wiederzukommen.

Seit rund eineinhalb Jahren leben Beate und Christian  nun in Ribbeck. Christian ist der Neffe von Friedrich Carl. Beide unterstützen ihren Onkel Friedrich-Carl von Ribbeck, der 1998 mit seiner Frau Ute  in seinen Heimatort zurückkam. riedrich-Carl von Ribbeck baute mit seiner Frau den ehemaligen Kutschpferdestall zu ihrem Wohnhaus aus. Auch in die alte Brennerei wurde wiederbelebt, u.a. mit der Birnen-Essig-Herstellung. Christian von Ribbeck ist Langstrecken-Kabinenchef bei der Lufthansa. Wenn er nicht auf Reisen ist, so findet man ihn in Ribbeck, einem Ortsteil von Nauen im Havelland.

Christian und Beate von Ribbeck an der Brennerei, Foto: Weirauch
Christian und Beate von Ribbeck an der Brennerei, Foto: Weirauch

Über allen thront auf dem Schornstein der Brennerei alljährlich ein Storchenpaar, ein reizvoller Anblick und wenn man Glück hat, dann kann man die Störche auch klappern hören … “Klappern” für die Manufaktur und ihre Produkte, in Ribbeck läuft alles Hand in Hand.

Herr von Ribbeck im Havelland
Friedrich-Carl von Ribbeck vor einem Birnbaum an der Brennerei Foto: Weirauch

Birnentorten im Waschhaus

Ein Besuch in Ribbeck lohnt sich immer. Auf das Handwerk einer Waschfrau wird der Gast in einem Café aufmerksam gemacht. Marina Wesche sagt selbst: “Mein Name ist Programm.” Ein Café und Hofladen ziehen die Gäste  in das “Alte Waschhaus”.  Seit 2008 bleibt kaum ein Stuhl leer zwischen den Wäscheleinen mit historischen handgewebten und gestickten Deckchen, Schürzen und Leibwäsche sowie alten Waschzubern und Waschzubehör. Und die selbstgemachten Birnentorten finden immer neue Genießer.

Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläums ihres Cafés erschien ihr erstes Kinderbuch “Greta und die Birnentiere” (ISBN 978-3-00-057632-4). Ein Buch über die Katze Greta, die im Dorf Ribbeck seit 2016 lebt und statt der Flöhe “Birnentiere” hat. Die Katze möchte den Jungen Max in das Land der Birnentiere locken. Und so beginnt ein (birn)-tastisches Abenteuer, das Fantasie mit wahren Gegebenheiten verwebt. Vielleicht begegnet der ein oder andere kleine oder große Gast der Katze Greta in Ribbeck. Denn seit Marina Wesche in der Alten Wäscherei “wescht”, ist wohl auch die Katze an ihrer Seite.

"Waschfrau" Marina Wesche hat ein Buch über "Greta und die Birnentiere" geschrieben, Foto. Weirauch
“Waschfrau” Marina Wesche hat ein Buch über “Greta und die Birnentiere” geschrieben, Foto. Weirauch

Auch wir genießen bei Sonnenschein im Herbst vor dem “Wesche”Café bei einer guten Tasse Kaffee die legendäre Birnentorte. Selbstgebacken in den unterschiedlichsten Variationen lassen wir hier mit dem Blick auf Kirche und Birnbaum direkt gegenüber die Seele baumeln. Frau Wesche macht uns mit Beate und Christian von Ribbeck bekannt. Und nun kommen wir ins “Fontanisieren”.

Der berühmte Birnbaum

Die Gruft ihres berühmten Vorfahren, der den Kindern Birnen schenkte, gibt es tatsächlich. Man kann sie bei der Besichtigung der Kirche in Augenschein nehmen. Zumindest auf das Gewölbe kann der Besucher vom Treppenaufgang zur Ausstellung schauen. Dort ist auch der konservierte Birnbaumstumpf des Birnbaumes, der 1911 durch einen Sturm gebrochen wurde, zu sehen. Aber ein Birnbaum wird wohl kaum aus einem Eichensarg gesprossen sein, wie es Fontane in seiner Ballade beschreibt.

Der “neue” Birnbaum an der Kirche trägt reichlich Früchte, Foto: Weirauch

“Das ist eine Legende”, so der Nachfahre derer von Ribbecks auf Ribbeck im Havelland. Eine sehr schöne Legende, wie wir finden. Fontane hat mit seinem Gedicht den Bewohnern eine tolle Marketingidee in die Wiege gelegt. Die Birne macht in allen Varianten, ob als Torte, Essig, Likör, Marmelade und vielem mehr den kleinen Ort zum besonderen kulinarischen Erlebnis. Wer die Gastronomie in Brandenburg kennt, der weiß das sehr zu schätzen.

Der legendäre Baumstumpf in der Kirche von Ribbeck, Foto: D.Weirauch

Birnengarten am Schloss

Alle Bundesländer haben einen Birnbaum gegenüber dem Schloss gepflanzt. Sie tragen jedes Jahr mehr Früchte:

Und nun bekommen wir von der Familie von Ribbeck zum Abschluss unserer kurzweiligen Unterhaltung noch einen Tipp, der uns neugierig macht auf ein weiteres Kleinod im Havelland. Christian von Ribbeck empfiehlt uns, die Kirche in Ketzür zu besuchen, wo sich eines der schönsten Gedächtnismale Brandenburgs befindet. Ein nächstes Ziel für unsere Erkundungstour.

Eigentlich wollten wir uns noch Birnenlikör und Birnenessig aus der Ribbeckschen Brennerei mitnehmen. Doch die Brennerei wurde gerade für ein Fest dekoriert, da wollten wir nicht stören.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Die Liköre aus dem Hause von Ribbeck Foto: Weirauch

Und so haben wir für unseren nächsten Besuch einen Anlass … immer samstags und sonntags (wenn nicht gerade die Brennerei für Veranstaltungen vermietet ist) kann man die Produkte in der Brennerei käuflich erwerben. Und vielleicht hat man Glück und trifft Herrn und Frau von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland … Wir freuen uns jedenfalls auf eine nāchste Begegnung.

Informationen zu Ribbeck

Anfahrt: Mit dem Auto: B5 nach Ribbeck, mit der Bahn: RB 10 und 14 oder RE 2 bis Nauen. Von dort Buis 661 bis Ribbeck (unbedingt vorher in den Fahrplan schauen) oder mit dem Rad auf dem Havelland-Radweg (ca. 10 Kilometer).

Brennerei: Online-Shop und Informationen zur Familiengeschichte unter www.vonribbeck.de

Altes Waschhaus: Café und Hofladen, Am Birnbaum 6, Ribbeck, geöffnet Do-So 11-17 Uhr

www.waschhaus-ribbeck.de

Schloss Ribbeck: Museum, Trauzimmer und Restaurant, Theodor-Fontane-Straße 10, Ribbeck, Museum täglich geöffnet 10-17 Uhr, Restaurant 11-18 Uhr

www.schlossribbeck.de

Hier geht es bald weiter zu Havelland-Tourismus und weiteren Tipps zu Fontane.

2019 ist Fontanejahr

Als ein Baustein der zentralen Landeskampagne „Fontane.200“ reiht sich Kulturland Brandenburg im nächsten Jahr neben der Leitausstellung „Fontane.200/Autor“ im Museum Neuruppin, der Ausstellung „Fontane.200/Brandenburg“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam dem Schülerbegleitprogramm und dem Jugendprojekt „Word&Play“ ein.

Hier geht es zum Tourismusverband Havelland.

Weiterhin beteiligen sich die Universität Potsdam, das in Potsdam ansässige  Theodor-Fontane-Archiv sowie die Theodor Fontane-Arbeitsstelle, Seminar für Deutsche Philologie bei der Georg-August-Universität Göttingen mit einem wissenschaftlichen sowie die Fontanestadt Neuruppin in Kooperation mit zahlreichen Partnern mit einem vielfältigen kulturellen Programm. Das Fontanejahr wird  am 30. März 2019 in Neuruppin eröffnet. Hier geht es zur Fontaneausstellung des HBPG am Potsdamer Neuen Markt

Hier einzelne Fontanetipps auf einfachraus.eu:

+ Robert Rauh und Erik Lorenz empfehlenswertes Buch zu den fünf Schlössern

+ Zum Grab von Theodor Fontane in Berlin

+Spurensuche in Wustrau

+ Spurensuche in Neuruppin

+ Fontane und der Ziegelringofen von Glindow

+ Der Bornstedter Friedhof

+ Besuch bei Königin Luise in Paretz

Reise

Was man in Cosenza in Kalabrien gesehen haben sollte

Panoramka-Cosenza (1)Terrasse des Schlosses bietet den besten Rundblick auf Cosenza

Cosenza, die Stadt am Rand des Sila-Gebirges, liegt da wo die Flüsse Crati und Busento zusammenfließen. Cosenza ist zumindest Literaturkennern durch das Gedicht August von Platens „Das Grab am Busento“ bekannt. Demnach fand im Flussbett des Busento der berühmte Westgotenkönig Alarich sein Grab. Nachdem er Rom erobert und geplündert hatte, starb Alarich im Jahr 410 n. Chr. auf seinem Weg nach Sizilien in Cosenza. Sein Grab mit dem großen Schatz wurde bis heute nicht gefunden. Immer wieder wird danach gesucht.

Cosenzas Altstadt hat viele nostalgisch anmutende Gassen, Treppen und  imposante Plätze. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u.a. der  romanisch-gotische Dom. In seinem Inneren befindet sich das Grabmal der Isabella von Aragon (gestorben 1271), der Frau des französischen Königs Philipp III.
Über der Stadt thront ein Kastell, das Friedrich II. 1184 auf den Überresten einer normannisch-arabischen Burg errichten ließ. weiteres erfahrt ihr hier07

Schloss von Cosenza

Hoch oben auf dem Hügel Pancrazio thront das Kastell von Cosenza. 937 nach Christi errichteten die Einwohner von Cosenza ihre Festung auf diesem Hügel. Sie wird oft auch als Castello Normanno bezeichnet. Das schwere Erdbeben von 1184 zerstörte die Festung. Erst unter Friedrich II. von Schwaben (14. Jahrhundert) erlebte die Burg eine Renaissance und übernahm wieder wichtige Verteidigungsfunktionen. Nach dem Vorbild schwäbischer Burgen mit rechteckiger Struktur, Ecktürmen, Zinnen, gewölbter Hallen bauten die Schwaben das Castello aus.

Eingang zur Burg hoch oben über Cosenza

Nach einer kurzzeitigen privaten Nutzung als fürstlicher Wohnsitz unter dem kalabrischen Herzog Luigi III. im 15. Jahrhundert, kehrte es im 16. Jahrhundert unter spanischer Herrschaft zu seiner militärischen Funktion zurück. Nach einem erneuten schweren Erdbeben 1638 diente es lange Zeit nur noch als Materialreserve. Türme und Zinnen werden abgetragen und zerstört. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fällt es der Diözese zu. Im 19. Jahrhundert brachte die Herrschaft der Bourbonen erneute Veränderungen für die Festung, die u.a. auch wieder als Gefängnis diente.

1870 gab es erneut ein schweres Erdbeben, dessen Epizentrum in Cosenza lag. Die schweren Zerstörungen ließen das Burggelände jahrelang brach liegen. Selbst der urkundlich belegte Kauf der Burg durch die Gemeinde vom 23. Dezember 1885 konnte den weiteren Zerfall des Terrains nicht stoppen.

Terrasse des Schlosses bietet den besten Rundblick auf Cosenza
Terrasse des Schlosses bietet den besten Rundblick auf Cosenza

 

 

Erst im 21. Jahrhundert, ab 2008, begannen umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. Seit 2015 ist das Schloss ein symbolträchtiger kultureller Ort  für Cosenza. Besucher können sich mittels Audioguide über die Geschichte des Schlosses informieren. Die Räumlichkeiten werden heute für Tagungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte u. v. mehr genutzt. Es ist ganzjährig geöffnet. Man erreicht es zu Fuß oder mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Castello Normanno Svevo Cosenza
Tel. +39 09841811234
info@svevosrl.it
www.castellocosenza.it

Villa Rendano in Cosenza

Unweit des Palazzo Arnone, in dem die Nationalgalerie Cosenza und das Denkmalschutzamt  untergebracht sind, steht die Villa Rendano. Ein eleganter Bau aus dem 14. Jahrhundert, von hohen Palmen umgeben. Hier wohnte einst der cosentinische Pianist und Komponist Alfonso Rendano (1853 – 1931), dem das Stadttheater von Cosenza gewidmet ist. Rendano ließ sich u. a. in Paris bei Sigismund Thalberg, einem Schüler Chopins, und in Leipzig bei Carl Reinecke ausbilden. Er war ein Freund von Franz Liszt. Neben zahlreichen Klavierstücken komponierte er die Oper Consuelo, die 1902 in Turin uraufgeführt wurde.

Heute lädt in der Villa Rendano ein Mulimedia Museum dazu ein, die Geschichte Cosenzas näher kennenzulernen. In sieben Räumen werden historische Schlaglichter der Stadt von den Ursprüngen bis in das 20. Jahrhundert multimedial aufbereitet und in einer einstündigen beeindruckenden Show dargeboten.

Es wird nicht langweilig. Und wenn man zum Abschluss des Besuchs auf der Terrasse den wunderschönen Rundblick auf die Stadt genießt, dann kann man einige der Schauplätze aus der Mulitmedia-Show wieder erkennen.

Blick von der Villa Rendano auf Cosenza
Blick von der Villa Rendano auf Cosenza

Darüber hinaus bietet das Museum zu vielen stadtgeschichtlichen Themen für Schulen und Familien Bildungsveranstaltungen an. Eine Bibliothek mit einem Multimedia-Raum mit touch table bietet sogar den Zugang zu digitalisierten historischen Schätzen der Bibliothek an. Nach dem Museumsbesuch kann man sich mittels mobiler App zu den Top-10-Plätzen Cosenzas führen lassen.

Villa Rendano
Via Triglio 21, Cosenza
Tel. +39 098473022
info@consentiaitinera.com
www.consentiaitinera.com

Brücke von Santiago Calatrava

Von fast allen Aussichtspunkten fällt dem Betrachter immer ein modernes Brückenbauwerk ins Auge: Die San-Francesco-Brücke ist die höchste Schrägseilbrücke Europas. Sie wurde am 26. Januar 2018 eingeweiht. Entworfen hat sie der spanische Architekt Santiago Calatrava.  Sie ist dem Schutzheiligen Kalabriens San Francesco di Paola gewidmet. Sie verbindet die beiden Stadtteile, die der Fluss Crati trennt. Mit seiner riesigen Spannweite aus Stahlbeton überquert das moderne Bauwerk nicht nur den Fluss, sondern auch noch zwei Eisenbahngleise. Kombiniert ist die moderne Brückenkonstruktion mit einem Bahnhof, der ein Dach aus Stahl und Glas hat.

Erinnert an eine Harfe: Pfeiler der San-Francesco-Brücke
Erinnert an eine Harfe: Pfeiler der San-Francesco-Brücke

Die urbane Brücke hat einen einzigen schrägen Pfeiler, der mit 104 Meter Höhe wie in den Himmel ragt und mit den Stahlseilen an eine große Harfe erinnert. Als ein weithin sichtbarer Wegweiser in die Stadt ist die 140 Meter lange, 24 Meter breite Brücke für den Auto- und Fußgängerverkehr zugelassen. Die aus Stahl, Beton und Naturstein bestehende Architektur ist eines der wichtigsten Infrastrukturbauten Süditaliens.

Wir sind begeistert, können uns vorstellen, dass dieses moderne Bauwerk sicher auch bald das Wahrzeichen für die Provinz Cosenza ist – als Sinnbild der Harmonie zwischen Altem und Neuen. Weitere Informationen: www.floormature.de

Wo liegt Alarich begraben ?

Von Platens Gedicht beginnt in der Originalversion (Gedichte von August Graf von Platen, Cotta, 1828) mit den folgenden Versen:

“Nächtlich am Busento lispeln, bey Cosenza, dumpfe Lieder, Aus den Wassern schallt es Antwort, und in Wirbeln klingt es wieder! Und den Fluß hinauf, hinunter, zieh’n die Schatten tapfrer Gothen, Die den Alarich beweinen, ihres Volkes besten Todten.”

Cosenza liegt am Zusammenfluss von Crati und Busento
Cosenza liegt am Zusammenfluss von Crati und Busento

Und auch wegen Alarich kommen Touristen nach Cosenza in Kalabrien. Auch wir haben bei unserem Besuch Alarichs Grab nicht gefunden, aber viel über Alarich und das heutige selbstbewußte Cosenza gehört. Vor allem die Menschen, die ihre Stadt aus dem Schatten holen und zu einer sehenswerten kleinen Vorzeigestadt entwickeln. Darüber lest Ihr hier mehr.

Dom von Cosenza

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u.a. der  romanisch-gotische Dom. In seinem Inneren befindet sich das Grabmal der Isabella von Aragon (gestorben 1271), der Frau des französischen Königs Philipp III.  Der um 1100 in romanisch-gotischem Stil erbaute Dom birgt  auch das Grabmal des römisch-deutschen Königs und Königs von Sizilien Heinrich (VII.) aus dem Geschlecht der Staufer, der an den Folgen eines Sturzes vom Pferd am 12. Februar 1242 in Martirano verstorben war und hier von seinem Vater Kaiser Friedrich II. bestattet wurde.

Blick auf den Dom von Cosenza
Blick auf den Dom von Cosenza
Reste vom Mosaikboden
Reste vom Mosaikboden

Das Theater von Cosenza

Theater von Cosenza am Platz gegenüber dem Sitz des Gouverneurs hat eine lange Geschichte. Zuerst schauen wir uns das imposante Denkmal für den berühmten Sohn Telesio an. Kinder klettern hinauf, wir nutzen es als Fotostandpunkt.

Vor dem Theater erinnert ein Denkmal an Bernardino Telesio, den Philosoph und Naturforscher.
Vor dem Theater erinnert ein Denkmal an Bernardino Telesio, den Philosophen und Naturforscher Das Stadttheater wurde zwischen 1877 und 1909 nach dem Entwurf des Architekten Nicola Zumtano gebaut. Nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg wurde das einst mit vier Rängen größte Theater Kalabriens im neoklassizistischen Stil wiederaufgebaut. Heute ist es Gastspielort für auswärtige Ensembles.
Gegenüber vom Theater befindet sich der Sitz des Gouverneurs
Gegenüber vom Theater befindet sich der Sitz des Gouverneurs
Der italienische Philosoph und Naturforscher Bernardino Telesio stammt aus Cosenza
Der italienische Philosoph und Naturforscher Bernardino Telesio stammt aus Cosenza

Blick in das Theater

DiözesanmuseumDirekt neben dem Dom befindet sich das Diözesanmuseum. Es ist sehenswert, wiel einzigartige Kirchenschätze dort eindrucksvoll präsentiert worden sind. Ausgestellt sind Gegenstände aus Kirchen der Stadt und Umgebung von Cosenza.

Reliquario della Vera Croce Detto „Stauroteca“ im Diözesanmuseum
Reliquario della Vera Croce Detto „Stauroteca“ im Diözesanmuseum

Berühmtestes Stück ist die Staurothek, das kreuzförmige Reliquiar mit einer Reliquie des Heiligen Kreuzes, welche von Kaiser Friedrich II. zur Weihe der Kathedrale der Kirche zum Geschenk gemacht worden war.

Informationen zum Diözesanmuseum
Museo Diocesano di Cosenza (Diözesanmuseum), Piazza Aulo Giano Parrasio 16. Tel.: +39 984 6877171, E-Mail: info@museodiocesanocosenza.it.

Lebendiges Bretti Museum

Funde aus der Frühgeschichte der Region um Cosenza und der  berühmten Ausgrabungsstätte von Ebene von Sybari konnten wir im Bretti-Museum besichtigen.Es ist ein spannendes Museum, in einem ehemaligen Kloster untergebracht.

Für mich als Hobbyarchäologen um so mehr, weil ich das erste Mal in meinem Leben anhand einer multimedialen Installation ein Grab “öffnen” konnte. Bisher sah man die einzelnen Grabungshorizonte in herkömmlichen Museen immer nur nebeneinandergelegt oder nur eindimensional.

Blick in den Innenhof des Museo dei Bretti e degli Enotri in Cosenza
Blick in den Innenhof des Museo dei Bretti e degli Enotri in Cosenza

Hier wurde mittels moderner Multimediatechnik die Grabfolge einzeln “aufgeblättert”. Ein Erlebnis für jeden an der Archäologie halbwegs Interessierten.

Dr. Maria Cerzoso, Direktorin des Bretti-Museum Consenza
Dr. Maria Cerzoso, Direktorin des Bretti-Museum Consenza
Blick vom Archäologiemuseum auf die Stadt Cosenza

Informationen Brettii Museum
Museo dei Brettii e degli Enotri (Museum der Bruttier und Enotrier, Salita S. Agostino. Tel.: +39 (0)984 23303.

Nationalgalerie

Gemälde von kalabresischen und neapolitanischen Künstlern aus dem 15.-19. Jahrhundert kann man auf mehreren Etagen  in der Galleria Nazionale erleben. Zu sehen sind unter anderem berühmte Gemälde von Pietro Negroni, Mattia Preti und Umberto Boccioni. 

An die Zeit als Gefängnis erinnert noch eine Gittertür
An die Zeit als Gefängnis erinnert noch eine Gittertür

Informationen Galleria Nazionale
Palazzo Arnone, Via G.V.Gravina
Tel.: +39 984 795639
E-Mail: sbsae-cal.segreteria@beniculturali.it.

Die Recherche in Cosenza  wurde unterstützt von der Stadt Cosenza und Akteuren vor Ort (Hotel und Gastronomie), u.a.Hotel Royal, Hotel Tasso,  B & B Le Sculture, B & B Erifrà. Vielen Dank an Carmen Mancarella.

Hier weitere Beiträge

+ Zum benachbarten Sila Gebirge

+ Cosenza kulinarisch

+ Cosenza – die unbekannte Perle Kalabriens

Reise

Apulien: gutes Essen – Grundlage für wahres Glück

Essen-apulien (3)

Essen und Trinken werden in Apulien groß geschrieben. Vier bis fünf Gänge sind Pflicht. Dabei kommen zahlreiche regionale Spezialitäten auf den Tisch. ebenso gibt es dazu tolle Weine, aromatisches Olivenöl und leckere, vielfältige Desserts, ob Eis oder Küchlein oder roher Fenchel mit Orangen … Alles schmeckt gut und ist größtenteils handgemacht. Man nimmt sich viel Zeit zum Essen, meist beginnt der Schmaus erst gegen 21 Uhr.

Apulien und hier der Salento, das fruchtbare Land zwischen zwei Meeren, hat bis heute keinen Nahrungsmangel aufkommen lassen. Die weite Tiefebene des Tavoliere di Foggia liefert Getreide für Pasta und Brot, aus dem Murgia-Hochland kommen Fleisch, Wurst und Käse, die Adria und das Ionische Meer liefern den frischen Fisch und die Krustentiere. Obst-, Gemüse- und Weinanbaugebiete sind unerschöpfliche Vorratskammern in der Landwirtschaft.

Die großen Olivenbäume bringen eine reiche Ernte und das kalt gepresste Öl ist von guter Qualität. Das konnten wir auch im letzten Jahr während unserer Reise nach Apulien erleben.

Einfache Hausmannskost – ohne großen Schnick-Schnack – auch „cucina povera“ (arme Küche) genannt – steht in Apulien auf der Speisekarte. Fertiggerichte wird man hier kaum finden.

Alle Zutaten sind frisch, möglichst vom Markt oder auf der eigenen Scholle angebaut und geerntet. Die Jahreszeit und das jeweilige Angebot bestimmen, was auf den Teller kommt. Und die leckere Pasta, der Nudelteig, entsteht vorwiegend in Heimarbeit. Jeder Koch oder jede Köchin ist am Urteil des Gastes interessiert, nicht selten wird nachgefragt, wie die Pasta geschmeckt hat.

Zu den bekanntesten Nudelsorten Apuliens gehören die Orecchietto (Öhrchen) und die fusilli (Spiralen). Dazu gibt es meist eine aus frischen Tomaten mit Basilikum und Knoblauch zubereitete wunderbare Tomatensoße. Die Nudeln müssen darin „schwimmen“. Dazu gibt es viel Gemüse, exquisite Gerichte mit Chicorée, Brokoli, Blumenkohl, Auberginen, Zucchini, Saubohnen, Kartoffeln, Wiesenpilzen und Feldspargel. Die beliebten Saubohnen kommen mit Chicorée auf den Tisch, als Püree oder mit Pasta kombiniert.

Das ideale Kraut zum Würzen der Bohnen ist der finoccietto sevatico, der wilde Fenchel, der vor allem in den Olivenhainen wächst. Die einst weit verbreiteten wild wachsenden Zwiebeln (lampascioni) schmecken leicht bitter und sind ein Genuss. Roh, oft auch in Olivenöl getunkt, werden gern Sellerie und Fenchel gegessen. Uns schmeckten die wunderbar saftigen Mandarinen dazu sehr gut.

Zu den beliebtesten Fleischsorten zählen Lamm-, Wild- und  Pferdefleisch. Gnumirieddis sind beispielsweise Rouladen aus Innereien vom Lamm.
Fischsuppen, variantenreiche Tintenfischgerichte, sowie Nudeln oder Reis mit Muscheln findet man ebenso wie Goldbrassen auf der Speisekarte. Fischgeschäfte oder Fischmärkte gibt fast es in jedem Ort, beispielsweise in Copertino oder auch in Porto Cesareo.

Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt
Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt, so aus Porto Cesareo

Typische einheimische Käsesorten erlebten wir viele. Ricotta fresca ist beispielsweise ein quarkähnlicher Frischkäse, die burrata ein kugelförmiger Weichkäse mit Butterkern ist sehr lecker. Dazu wird apulisches Brot als helles und dunkles pane gereicht. Es gibt es in  unzähligen lokalen Variationen. Taralli heißen die allgegenwärtigen würzigen Hartgebäckkringel.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo  sowie Negroamaro von der Azienda Vitivinicola Marulli, Apollonio oder Conti Zecca im Salento. Heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Mrndola Fiano von Conti Zecca, Verdeca und Bianco Locorotondo und andere Weine.

Sehr gut gegessen haben wir u.a. hier:

Raffiniertes kulinarisches Erlebnis in geschichtsträchtiger Umgebung erleben Sie in einem imposanten Gewölbekeller aus Tuffstein, in dem vor großen alten Eichenfässern, auf weißem Mobilar das Essen zum Event wird. Bodenständige Küche in Verbindung mit den Weinen aus dem fruchtbaren Tal  Valle della Cupa zwischen Lecce, Monteroni, San Pietro in Lama und Lequile gelegen, bilden die Grundlage einer sehr guten abwechslungsreichen apulischen Gastronomie:

APOLLONIO
Casa Vinicola s.r.l.
Via San Pietro in Lama, 7
73047 Monteroni di Lecce
www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce/Monteroni (500 m dopo Ecotekne)
Tel. 0832 3423124240
www.malcandrino.it

Eine kreative Küche zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Avantgarde und Tradition, finden Sie hier:

Restaurant La Corte
Stadtstraße dell’Olmo 5, 73043 Copertino
Tel. +39 351 1227803
www.lacorteneisalento.it

Ein junges Küchenteam unter Marco Monaco bietet gemäß ihres Mottos „Gutes Essen ist die Grundlage für wahres Glück“ bodenständige Küche mit experimenteller Note, leicht und lecker, gut zubereiteten Fisch nach alter traditioneller Art im brandneuen „Flaggschiff“ der lokalen Lebensmittel- und Weinproduktion finden Sie hier:

Einer von drei Chefs vom Risto & Pizza Maresca in Carmiano ist Emanuelle Verdoscia

Restaurant Maresca
Inh. Emanuele Verdoscia, Daniele Ianne und Andrea Ruggio
Strada Provinciale 224, Magliano-Arnesano, 73010 Arnesano
Via Vecchia Carmiano – Arnesano
all’interno di Villa Maresca
Tel. 0389 85490 83
www.marescaristorante.it

Leckere Fischgerichte gibt es hier:
Sapori di mare del Salento
Inh. Manuel Macchia
Via Roma 170, Carmiano
Tel. 0832 604318
www.saporidimaredelsalento.com

Hier gibt es süße Leckereien:

Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien
Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien

Galeteria Caffertteria Perrone
Inh. Guiseppe Perrone
Via Immacolata n. 44, 73041 Carmiano (Lecce)
www.pasticceriaperrone@yahoo.it

Hier mehr Informationen

Zu den Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Buchtipp: ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

Reiseführer    Apulien

Andreas Haller  Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos,  ISBN 978-3-95654-410-1

21,90 EUR (D),  Buch: 9. Auflage 2018

zu bestellen auch hier: https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

HotelsReise

Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg

VRN-NE_Geb_Drohne_MAS_190617_16_4cVictors´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victors´s Residenz-Hotel Schloss Berg,

Das Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg befindet sich in Perl-Nennig im Saarland, im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die idyllische Lage inmitten von Weinbergen und die Nähe zu attraktiven Städten machen das Fünf-Sterne-Superior-Hotel zu einer außergewöhnlichen Destination. Es liegt mittendrin: 25 Kilometer bis Luxemburg Stadt, 40 Kilometer bis Trier, 56 Kilometer bis in die französische Stadt Metz. Es ist ein Dolce-Vita-Hideaway.

Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Foto: Weirauch
Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Beweis für ein hundefreundliches Hotel Foto: Weirauch

Der gesamte Hotelkomplex besteht aus einer mediterranen Villa sowie einem Renaissance-Schloss und vereint italienisches Flair mit historischem Charme. Neben dem Schloss und der Villa gehört das Victor´s Landgasthaus „Die Scheune“ zu der großzügigen Anlage. Auch hier wieder Geschichte pur. Die Ursprünge des Schlosses reichen zurück bis in das neunte Jahrhundert.

Blick aufdie Römische villa des Victor´s Residenzhotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blick auf die Römische Villa des Victor´s Residenzhotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Die Römische Villa mit Wellnessbereich und Beautyfarm wurde im Jahr 2001 unmittelbar neben dem Schloss erbaut. Der Architekt Hugo Heinz Köper aus Saarbrücken konzipierte sie im römischen Stil. Die Inneneinrichtung verantwortet maßgeblich Susanne Kleehaas, Geschäftsführerin des Victor´s Residenz-Hotels GmbH.Geschmack ist auf Schritt und Tritt in diesem eleganten Haus zu spüren.

Die Idee der Römischen Villa ist überall zu spüren im Schloss Berg, Foto: Victor´s Hotels
Die Idee der Römischen Villa ist überall zu spüren im Schloss Berg, Foto: Victor´s Hotels
Fein aufgetischt für eine Hochzeit im Restaurant Bacchus in Victor´s Residenz-Hotel schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
Fein aufgetischt für eine Hochzeit im Restaurant Bacchus in Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel

Mit seinem mediterranen Ambiente erinnert das gesamte Konstrukt an die Römerzeit und orientiert sich thematisch an der Geschichte der Region. Auf die römischen Wurzeln weisen heute der benachbarte Archäologiepark in der Villa Borg in Perl-Borg sowie die Mosaikfunde in Nennig hin. Darüber hier später mehr.

Blickl in die Bella - Vista Goettersuite im Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blickl in die Bella – Vista Goettersuite im Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Insgesamt stehen den Gästen 103 Zimmer und Suiten unterschiedlichen Stils zur Verfügung und garantieren Wohnkultur auf höchstem Niveau. Ein Wohnerlebnis der besonderen Art bieten dabei die einzigartigen Götter-Suiten. Die exklusiven Refugien wurden nach römischen Göttern und Göttinnen benannt und warten mit einer individuellen Innenausstattung, kostbaren Stoffen und einem großzügigen Wohn- und Schlafbereich mit Mäander-Fresken auf. Diverse Delux-Zimmer ergänzen dieses einzigartige Wohnerlebnis. Die Zimmer Gracia, Flora, Lucina, Fortuna und andere vermitteln mit ihrem luxuriösen in römischem Stil gehaltenen Dekor sowie einem individuellen Farbkonzept üppigen und zugleich stilvollen Luxus. Auch die Suiten im Schloss sind individuell eingerichtet und bestechen durch märchenhaftes Design, beispielsweise mit Samtvorhängen und Baldachinen. Die Zimmer und Suiten haben überwiegend eine Terrasse oder einen Balkon mit Blick auf die umliegenden Weinberge beziehungsweise das Moseltal.

Wer sich im Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg kulinarisch verwöhnen lassen möchte, kann das vielfältige Angebot von drei verschiedenen Restaurants nutzen. Als Mekka für die Geschmackssinne zieht das Victor´s FINE DINNING by Christian Bau mit 34 Plätzen Feinschmecker aus aller Welt an. Auf Grundlage der europäischen Sterneküche mit asiatischen Einflüssen kreiert Christian Bau exklusive Delikatessen.

In Victor´s Landgasthaus Die Scheune bietet das Küchenteam moderne Landhausküche in rustikalem Ambiente. Die abwechslungsreiche Karte umfasst herzhafte Klassiker aus regionalen Zutaten ebenso wie fantasievolle Kompositionen aus saisonalen Spezialitäten und hausgemachte Kuchen. Der Service ist nicht immer ausgewogen, es fehlte bei unserem Besuch die ordnende Hand eines Oberkellners. Das Essen war allerdings vorzüglich.

Blick in den Gastraum der Scheune am Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blick in den Gastraum der Scheune am Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Nach einem guten Essen laden die Lobby Bar und die Caesar´s Bar in der Villa zu feinen Cocktails ein. Außerdem werden in der Lobby Bar auch stets köstliche Konditorei-Spezialitäten angeboten.

An warmen Sonnentagen genießen Gäste ihre Drinks auf der edlen Terrasse der Caesar´s Bar. Auch das Restaurant Bacchus bietet mediterranes Sommer-Flair und serviert seine Speisen an milden Tagen auf der großen Sonnenterrasse. Im Biergarten von Victor´s Landgasthaus Die Scheune lässt es sich der wärmeren Jahreszeit zudem urig entspannen.

Der angeschlossene Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool,  Saunen, Dampfbad, Solarium und Fitnessraum rundet das Angebot des Victor´s Spa-Bereichs ab.

Der beliebte Pool im Wellnesbereich von schloss Berg, Foto: Victor´s Resdidenz-Hotelx
Der beliebte Pool im Wellnesbereich von Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel

Freizeitparadies Saarland

Vom grenzüberschreitenden Radfahren, über Wanderungen an der Saarschleife oder Schifffahrten auf der nahen Mosel bis hin zur Teilnahme an der Weinlese bei regionalen Winzern lädt das Umland zu zahlreichen Erkundungstouren ein.

Die-Saarschleife-am-fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZS Saarland
Die-Saarschleife am fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZ Saarland

Grenzenloses Shopping ist von Perl-Nennig aus ebenso möglich – neben dem „Zweibrücken Fashion Outlet“ oder dem „myland Lifestyle Outlets“ in Wadgassen laden vor allem Luxemburg Stadt, die französische Stadt Metz sowie Trier zu inspirierenden Einkaufstouren ein. Als älteste Stadt Deutschlands ist Trier darüber hinaus ein Muss für Kulturbegeisterte. Auch ein Besuch der Villeroy & Boch-Keravision im nahen Mettlach sollte man sich  nicht entgehen lassen. Im historischen Ambiente der Alten Abtei in Mettlach, 19 Kilometer von Perl-Nennig entfernt, präsentiert das Unternehmen ein Vierteljahrtausend Unternehmensgeschichte. Darüber hier später mehr.

Der Hauptsitz von Villeroy & Boch befindet sich in der Abtei Mettlach im Saarland, Foto: Weirauch
Der Hauptsitz von Villeroy & Boch befindet sich in der Abtei Mettlach im Saarland, Foto: Weirauch

Erlebniswelt Villeroy & Boch
Im prächtigen Barockbau der Alten Abtei Mettlach, dem Unternehmenssitz von Villeroy & Boch, wird Geschichte lebendig: die tausendjährige Kulturgeschichte des Ortes, über 266 Jahre Keramiktradition, die Erfolgsgeschichte einer Familiendynastie und eines Unternehmens. Auf dem Streifzug durch die Epochen werden wir in der Keravision, in der Erlebniswelt, Tischkultur, im Keramikmuseum und im nostalgischen Museumscafé anno 1892 Zeuge, wie sich geschichtliche Ereignisse im Design widerspiegeln.
Informationen
Erlebniszentrum Villeroy & Boch
Alte Abtei, Saaruferstraße, 66693 Mettlach
Aktuelle Öffnungszeiten telefonisch oder auf der Internetseite
Tel. 06864 811820
www.villeroyboch.com/erlebniszentrum

Informationen
Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg
Schlosstraße 27-29, 66706 Perl-Nennig/Mosel
Tel. 06866 790
info.nennig@victors.de
www.victors.de

Auch in diesem Hotel konnten wir die Teddys kaufen, deren Erlösder Kinderhilfe Organtransplantation zugute kommt.

Hier geht es zu https://www.victors-fine-dining.de/

https://www.einfachraus.eu/mit-den-victors-hotels-durch-das-saarland-sachsen-und-thueringen/Wie man mit einem Hotelhopping das Saarland kennenlernen kann, beschreiben wir hier.
Reise

Die unbekannte Perle Kalabriens: Cosenza

Cosenza - CArmen (5)

2019 ist die Höhlenstadt Matera in der Basilikata im südlichen Italien als Europäische Kulturhauptstadt in aller Munde. Vom Flughafen Bari in gut eineinhalb Stunden mit dem Taxi zu erreichen, bietet Matera ein abwechslungsreiches Programm, das ein umfangreiches Organisationsbüro mit finanzieller und logistischer Unterstützung der Europäischen Union auf den Weg gebracht hat. Von Matera bis nach Cosenza sind es noch einmal gut 2,5 Stunden. Man sollte dort einige Zeit bleiben. Es lohnt. einfachraus.eu war dort …

Geheimtipp Cosenza

In unseren Augen hätte es auch Consenza, die Hauptstadt und kulturelle Metropole der gleichnamigen Provinz in der Region Kalabrien (Calabrien), verdient, in den Genuss der Auszeichnung als Europäische Kulturhauptstadt zu kommen. Vielleicht ist der Weg, den Consenza eingeschlagen hat, aber der bessere.

Bürgermeister Mario Occhiuto mit Akteuren des Tourismusforums
Bürgermeister Mario Occhiuto mit Akteuren des Tourismusforums

Cosenza will nachhaltigen Tourismus

Nicht Mittelpunkt und Aufmerksamkeit temporär für ein Jahr erheischen, sondern einen nachhaltigen, sanften Tourismus entwickeln, der bodenständig ist und gemeinsam mit den Bürgern der Stadt umgesetzt wird. Die Kommunalverwaltung von Consenza, allen voran ihr Bürgermeister Mario Occhiuto, sucht nach neuen Wegen, wie der Tourismus als wesentlicher Wirtschaftszweig seiner Stadt und ihren Bürgern längerfristig Gutes bringen kann.

Für das 2. Tourismusforum vom 22./23. Januar 2019 hatte er sich u.a. Fachleute aus dem Tourismus-, Marketing-und Kommunikationsbereich eingeladen. Sie stellten vor allem touristische Strategien vor, die dabei helfen sollen, die Visionen des Bürgermeisters für eine offene und lebendige Stadt – sowohl für die Einheimischen und für ihre Gästen – umzusetzen. Ebenso beachtenswert: Neben den landschaftlichen, vielfältigen historischen und kulturellen Schönheiten bietet Consenza auch eine abwechslungsreiche, natürliche, schmackhafte lokale Küche.

Bürgermeister Mario Occhiuto sieht den Tourismus als Wirtschaftsfaktor
Bürgermeister Mario Occhiuto sieht den Tourismus als Wirtschaftsfaktor

 

 

Rosaria Succurro, zuständig für Tourismus und Marketing
Rosaria Succurro, zuständig für Tourismus und Marketing

 

 

 

Hielt vielbeachteten Vortrag: Journalistin Carmen Mancarella

Kloster als Haus der Kulturen

Wo fand das Tourismusforum statt? Im restaurierten, 1809 aufgehobenen ehemaligen Klosterkomplex San Domino, das heute als Kultureinrichtung genutzt wird. Der Vorplatz ist noch eine Baustelle, im Klosterinneren ist an den beiden Konferenztagen, zu denen auswärtige und auch einheimische Gäste gekommen sind, Bewegung.

Einladend: das einstige Kloster ist heute ein Haus der Kulturen
Einladend: das einstige Kloster ist heute ein Haus der Kulturen

 

 

 

 

Ein zentraler Tourismus-Informationspunkt hilft den Gästen nicht nur an den beiden Konferenztagen gezielt kulturelle und sportliche Zentren anzulaufen. Von der Tourismusfrau Dr. Paola Morano entwickelte Sightseeingtouren können für Gruppen und Einzelpersonen hier oder online gebucht werden. Engagiert für ihre Stadt: Tourismusexpertin Dr. Paolo Morano

Engagiert für ihre Stadt: Tourismusexpertin Dr. Paolo Morano

Die äußerst engagierte Tourismusexpertin macht auf kulturelle Aktivitäten der Stadt aufmerksam, thematische Besichtigungstouren mit ihr (Architektur, Museen, Kunst, Gastronomie, Handwerk usw.) sind sehr informativ. So kommen wir mit ihr auch vom Tagungsort nach einer kurzen Straßenüberquerung zur einzigartigen openair Kulturmeile (Bilotti Open Air Museum) im Herzen von Cosenza. Hier kann man zu jeder Tageszeit spazieren gehen und Werke u. a. von Salvador Dali, Giorgio de Chirico, Pietro Consagra genießen.

Vielbeachtet sind die Kunstwerke des Freiluftmuseums Musée en plein air Bilotti
Vielbeachtet sind die Kunstwerke des Freiluftmuseums Musée en plein air Bilotti

Openair Kunstmeile mitten im Herzen von Consenza

In Matera sind die von Salvador Dali inspirierten Kunstwerke für ein Jahr zu sehen, in Consenza über das Jahr hinaus, als dauerhafte Attraktion. Überlegt Potsdam noch, wo es seine Kunstwerke des öffentlichen Raumes aufstellen soll, am liebsten auf den zentralen Friedhof, so rückt Consenza seine Kunstwerke in das Zentrum. In Matera ist ein Künstler mit seinen Werken präsent, in Consenza können Kunstinteressierte Werke vieler Künstler im Zentrum bei jedem Wetter, zu jeder Tages- und Nachtzeit genießen.

Und für Menschen mit Handicap führt ein vorgegebener Weg zu den einzelnen Kunstwerken. Die Kunstmeile beginnt am Kloster und führt vorbei an mehr als 20 Kunstwerken auf mehr als einem Kilometer zum nächsten großen öffentlichen Raum:

Piazza Bilotti

Museo Multimediale: Leonardo da Vinci

Gewöhnungsbedürftig oder einfach nur clever? Der Bürgermeister – Architekt von Hause her – lockt die Gäste am Piazza Bilotti im wahrsten Sinne in die Unterwelt Consenzas. Treppen und Fahrstuhl führen hinunter, wo kommen wir an? Bei McDonalds … – Wir können uns vorstellen, dass einige Gäste wieder umdrehen und an die frische Luft wollen. Davon können wir jedoch nur abraten, denn ihnen entgeht eine wunderbare Ausstellung im MuseoMultimediale Cittá di Cosenza.

Leonado da Vinci wird in diesem Jahr 500 Jahre alt. Als berühmtester Universalgelehrter ist er  mit seinen Werken bis in die heutige Zeit bekannt. Zwischen seinem Geburtsort (1452) in Anchiano bei Vinci (Toskana)  und seinem Sterbeort auf Schloss Clos Lucé im französischen Amoise (1519) zog es ihn zu Studien und Arbeitsaufenthalten u. a. nach Florenz, Mailand und Rom.

Anlass für die Stadt, eine moderne Ausstellung über das Allround-Genie auf den Weg zu bringen. Sie kommt ohne Vitrinen und lange Einführungstexte aus. Ein digitaler Rausch in der modernsten SENSORY4TM Ausstellungs-Technologie erwartet die Besucher.

Mit Musik, grafischer Aufbereitung historischer Dokumente, die Bezüge zur Gegenwart herstellen – alles entwickelt sich in der Natur und aus der Natur – das, was es zu bewahren gilt. Stationen aus dem Leben da Vincis werden zu Schauplätzen inszeniert: Florenz, Milano, Rom. Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph  – ein wahres Feuerwerk von Arbeitsergebnissen und Emotionen, dargeboten in unterschiedlichen optischen Schablonen, als Kreis, der als Lupe fungiert, und das Auge auf Einzelheiten fokussiert, was in großen rechteckigen Formaten – hoch- oder quergestellt – im Großen zu sehen ist.

Alles wird musikalisch begleitet. Man muss die ca. einstündige Präsentation einfach mehrmals auf sich wirken lassen, denn fast alle Sinne werden angesprochen. Wir finden es wunderbar, dass die Stadt Cosenza in Zusammenarbeit mit dem Leonordo da Vinci Museum in Rom den großen Künstler mit dieser spektakulären Ausstellung ehrt. Bis zum 30. Juni 2019  ist die Ausstellung noch zu sehen.

Auch das ist eine Vision des Bürgermeisters. Man soll nicht zufällig nach Consenza kommen, sondern gezielt. Das könnte zum Beispiel eine weitere Ausstellung sein: Grafiken Rembrandts stehen vom 25. Januar bis 24. März 2019 im Mittelpunkt einer Ausstellung im Palazzo Arnone. … Aber weiter, schließlich sind wir nur drei Tage in Consenza, obwohl es noch so viel in diesem auch als “Klein Athen von Kalabrien” bezeichneten Ort zu sehen gäbe.

Einzigartig: Die BocsArt

Auf dem Weg zurück zum Tagungsort fällt uns auf, dass kein einziges Kunstwerk der openair-Meile mit Graffiti beschmiert ist. Dafür viele Häuser in den Nebengasse. Wir wünschten uns, dass diese Grafiti-Künstler ebenfalls einen öffentlichen Platz für ihre Kunstwerke bekämen. Etwa in einem jährlich im Sommer stattfindenden Plenair, zu dem die Stadt Künstler für zwei Wochen einlädt.

Wohnen können die Gäste in zweietagigen „Bocsen“ – unten Atelier, oben Wohnraum –, die wie an einer Perlenkette aufgereiht am Flussufer der Crati liegen. Die in den Boxen entstandenen Kunstwerke werden dann der Öffentlichkeit präsentiert, kostenlos anzuschauen beispielsweise im Kultur-Kloster, oberhalb des Tagungsraums.

Blick in den Austellungsraum für die Box-Künstler

Blick in den Ausstellungsraum mit Exponaten der Bocs-Künstler

Künstlerresidenz Bocs Art

Die Grafiti-Künstler könnten ja zum Beispiel während ihres zweiwöchigen Aufenthalts in Cosenza einen der vielen Bauzäune in der Stadt verschönern und als Kunstwerke präsentieren. Oder einige der vielen leerstehenden und auf Renovierung wartenden Häuser mit Farben verschönern.

Luigia Granata – touristische Designerin

Wieder zurück am Tagungsort macht unsere Dolmetscherin Antonella uns auf Arbeiten der Künstlerin Luigia Granata aufmerksam. Die Künstlerin nutzt die Tagung, um in einem Workshop ihre Sicht auf ihre Stadt und Region darzustellen: Kleider und Schals mit traditionellen Farben und Formen sehen nicht nur schick aus, sondern machen Lust, zu einer späteren, wärmeren Jahreszeit wiederzukommen.

Verliebt in ihr Cosenza: Künstlerin Luigia Granata
Verliebt in ihr Cosenza: Künstlerin Luigia Granata

Das Feuerwerk ihrer Farben auf uns wirken zu lassen, macht heiter und froh, gerade, wenn es draußen regnet. Mich hat aber auch ein Sesselstuhl angezogen, den ich am liebsten mit nach Hause nehmen würde.

Ein Stuhl als Visitenkarte von Cosenza

Eine tolle Idee der Künstlerin, ein farbiges Detail des Stadtpanoramas auf die Stuhllehne zu bringen. Aber wie diesen heil nach Haus bringen, im Flugzeug – ohne Auto? Wir entscheiden uns für eine farbige Zeichnung von Luigia Granata als Erinnerungen an einen wunderbaren Aufenthalt in Consenza.

Mehr Grün für Cosenza

Und schon sind wir bei einer nächsten Vision des Bürgermeisters: Er möchte mehr Grün in seine Stadt bringen. Sozusagen mehrere grüne Lungen mitten in der Stadt an verschiedenen Plätzen implantieren. Aus der Openair-Kunstmeile ist der Autoverkehr seit einigen Jahren entfernt, dennoch quillt er durch die historische Altstadt ununterbrochen. Ab und zu knallt es, dann hat wieder jemand dem anderen nicht die Vorfahrt überlassen wollen. Der öffentliche Nahverkehr wird wie in anderen Großstädten auch – von vielen noch nicht als gängiges Fortbewegungsmittel wahrgenommen. Dabei haben wir durchaus gute Erfahrungen gemacht. Ein überaus freundlicher Busfahrer hielt außerhalb der Bushaltestelle auf Zuwinken an, hat uns dankenswerter Weise einen längeren Fußmarsch hinunter in die Altstadt erspart.

Destination Cosenza

Auch das eine Vision des Bürgermeisters: alle Einwohner fühlen sich nicht nur als Gastgeber, sondern geben sich auch als solche auch zu erkennen: mit Freundlichkeit, mit Sauberkeit vor den Geschäften und in den (Neben-)Straßen, hier ist durchaus noch etwas zu tun. Aber Cosenza ist auf einem guten Weg. Die Bürger sind stolz auf ihre Stadt und lassen es uns mit sehr gutem Service und guter Laune in der Gastronomie und Hotellerie spüren.

Ebenso hier Infos zu den Museen, zu Gastronomie und Hotellerie, Shopping  sowie zum Naturpark Sila.

Eingang zum Schloss hoch oben über Cosenza

Nützliche Informationen zu Consenza

Adresse: Comune di Cosenza
Piazza Die Bruzi, 87000 Cosenza (CS)
Tel. +39 0984 813111
www.comune.cosenza.it

Rosaria Succurro
zuständig für Tourismus und Marketing
turismo@comune.cosenza.it
www.consenzaturismo.com

Klosterkomplex von San Domenico (Haus der Kulturen)
Piazza Tommaso Campanella, 87000 Consenza CS
www.comuno.consenza.gov.it
Der ehemalige Klosterkomplex wurde von der Gemeinde Consenza gekauft und restauriert. Jetzt finden sich hier Büros der städtischen Kulturverwaltung, des Tourismus und des Kunstmuseums Bocs. Im Kapitelsaal finden Buchvorstellungen, Ausstellungen, Konferenzen und Kammermusikkonzerte sowie Kunsthandwerkspräsentationen statt.

Guida Turistica der Region Calbria
Dr. Paola Morano
Tel. +39 3206127574
paolamorano@libero.it

Luigia Granata
Designerin
Tel. +39 3401030071
luigiagranata@gmail.com
www.luigiagranata.it

Museo Multimediale Città di Cosenza
Parcheggio Piazza Bilotti (Eingang über McDonald’s)
www.museomultimedialecittadiconsenza.it

15. Januar bis 30. Juni 2019
Leonardo da Vinci – 500 years of genius
Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 20 Uhr; Sa – So 10 – 23 Uhr

https://goo.gl/maps/yjY2eQKU2JD2

Anreise nach Cosenza

Mit dem Flugzeug

Direktflüge von deutschen Flughäfen bis Lamezia Terme, rund 70 Kilometer von Cosenza entfernt. Auch die Stadt Reggio Calabria verfügt über einen Flughafen, Umsteigen in Mailand oder Rom notwendig. Wir sind von Berlin bis Bari geflogen und dann über 4 Stunden mit dem Auto gefahren. Auf halber Strecke liegt Matera, die europäische Kulturhauptstadt 2019.

Bus: Cosenza wird von zahlreichen Fernbuslinien aus Rom und Neapel und auch Städten in Kalabrien angefahren. Ebenso Busse der Ferrovia della Calabria.

Auto: Nach der mautpflichtigen Autobahn A1 bei Salerno über die A3 durch Kampanien bis AS Cosenza Sud. Von Lamezia Terme und von Reggio di Calabria.

Öffentlicher Verkehr: Zwischen Cosenza F.S. / Cosenza Vaglio Lise verkehren Züge der Ferrovia della Calabria und Haltestellen 4 Cosenza Monaco, 5 Cosenza Campanella, 6 Cosenza Centro (Nähe  Zentrum).  AMACO und Touristenbus und Rolltreppen, um die höhergelegenen Quartiere zu erreichen.

Die Recherche in Cosenza  wurde unterstützt von der Stadt Cosenza und Akteuren vor Ort (Hotel und Gastronomie), u.a.Hotel Royal, Hotel Tasso,  B & B Le Sculture, B & B Erifrà. Vielen Dank an Carmen Mancarella.

Hier ein Beitrag zum benachbarten Sila Gebirge.

Vision: Mehr Grün in Cosenza

 

HotelsReise

Des Bikers Liebling: Hotel Cresta Palace in Celerina

Cresta Palace_Wi_Originalgroesse FotografCresta Palace_Wi_Originalgroesse Fotograf

Celerina lebt als Nachbarort von Sankt Moritz vor allem vom Wintersport.  Wir bekamen den Tipp, von Celerina aus das Skigebiet Corviglia-Marguns kennenzulernen. Sowohl der Cresta-Run wie auch der Olympia Bob Rund, die beiden berühmten Eiskanäle von St. Moritz, enden in Celerina.

❏ Ankunft im Cresta Palace

Wir nehmen Quartier im Cresta Palace. Freundlich werden wir an der Rezeption vom Direktor Kai W. Ulrich begrüßt. Sofort fühlen wir uns wohl. Yannick Booshardt, der freundliche Rezeptionist, bringt uns in unsere Suite.

Yannick Booshardt empfängt die Gäste und gibt Tipps für den Aufenthalt, Foto: Weirauch
Yannick Booshardt empfängt die Gäste und gibt Tipps für den Aufenthalt, Foto: Weirauch

Das Cresta Palace empfängt uns mit moderner Behaglichkeit in einem von Jugendstil geprägtem Ambiente. Man fühlt sich sofort umsorgt. Das einstige Grandhotel eine große Trsadition, Berühmtheiten wie Albert Schweitzer, Arthur Schnitzler und viele andeer Promis logierten hier bereits. In jüngster Vergangenheit wußten Schauspieler Hannes Jaenecke und Anthony Joshu, der amtierende Weltmeister im Schwergewicht, die fürsorgliche Atmosphäre zu schätzen.

Wir beziehen eine großzügige Junior Suite mit bgehbaren Kleiderschrank und Balkon. Alles geschmackvoll eingerichtet. Das Bad ist wiederum mit Wanne, extra Dusche, zwei Waschbecken und separater Toilette inkl. Bidet ausgestattet. Wir blicken von unserem Zimmer seitwärts auf den uns schon von einer Wanderung am Vortage bekannten und nun zum Greifen nahen Muottas Muragl. Abends wird das dortige Hotel und die Bergbahn durch eine Lichterkette zum sehenswerten Blickpunkt.

Um 19 Uhr lädt der Hotelchef  Kai W. Ulrich alle Gäste zum get together in der Jugendstilhalle ein. Dabei erfahren wir, dass der Tourismusbereich eine wichtige Rolle für den Ort Celerina spielt. Um immer neue Gäste in den hübschen Cresta Palace zu ziehen, muss das Hotel seinen Gästen neue Offerten machen.

❏  Staziun da basa im Cresta Palace

Mit viel Holz und Bruchsteinmauerwerk: die Staziun da basa im Cresta Palace, Foto: Cresta Palace
Mit viel Holz und Bruchsteinmauerwerk: die Staziun da basa im Cresta Palace, Foto: Cresta Palace

Seit kurzem können seine Gäste von hier aus auf Bike-Touren gehen. Die neue Lounge für Biker, mit allem, was das Bikerherz begehrt, wartet auf Gäste. Wer sein Bike nicht dabei hat, kann sich hier eins ausleihen, selbstverständlich auch mit Zubehör.

Präsentation in der Staziun da Basa im Cresta Palace in Celerina, Foto: Cresta Palace
Präsentation in der Staziun da Basa im Cresta Palace in Celerina, Foto: Cresta Palace
Service wird groß geschrieben im Cresta Palace, auch beim Reinigen der Bikes, Foto: Cresta Palace
Service wird groß geschrieben im Cresta Palace, auch beim Reinigen der Bikes, Foto: Cresta Palace

Und wer für die erste Etappe etwas kürzer treten will, kann sich zum Ausgangspunkt des Bike-Abenteuers bringen lassen. Die Bergbahnen führen direkt in den siebten Biker- und Wandererhimmel. Warum nicht mal ganz hoch hinaus?

Mit der Gondelbahn Celerina-Marguns hinauf auf 2273 Meter Höhe. Als Ausgangspunkt für Wanderungen und Bike-Touren genießt man hier bereits spektakuläre Aussichten auf die umliegenden Bergspitzen. Unmittelbar bei der Bergstation Marguns animiert ein weitläufiges Spielrevier zum Klettern, Schwingen und Spielen. Große Liegen laden zum Sonnenbaden ein. Wer eine rasante Abfahrt nach Celerina erleben will, der kann an der Bergstation Celerina-Maruns ein Trottinett mieten, allerdings nicht für Kinder unter 1,20 Meter Körpergröße geeignet.

Beste Anbindung: auch das Cresta Palce in Celerina liegt in Bahnhofsnähe, Foto: Weirauch
Engagierter Gastgeber im Hotel Cresta Palace: Kai W. Ulrich, Foto: Weirauch
Engagierter Gastgeber im Hotel Cresta Palace: Kai W. Ulrich, Foto: Weirauch

❏ Essen und Trinken im Cresta Palace

Abends genießen wir in Giacomo´s Restaurant Wohlfühlmomente beim Essen a la carte. Gemütliches Holz, Kaminfeuer, Farben und Licht und ein sehr guter Service machen Lust auf ein schönes Abendmenü. Das Bündner Gerstensüppchen (12 CHF) und das Muskatkürbissüppchen mit gebratener Wachtelbrust (14 CHF) schmecken lecker und machen neugierig auf den Hauptgang mit Scheiben vom Hirschentrecote mit Sforzato-Wildjus und Preiselbeer-Sauerrahm mit Spätzli und Rotkraut (45 CHF). Vanilleglacé mit Erdbeeren (5 CHF) rundeten das wirklich schmackhafte Menü im angenehmen Ambiente des Restaurants ab.

❏ Wellness im Cresta Palace

Am nächsten Morgen ging es zunächst in´s Schwimmbad zur Wassergymnastik, der Kreislauf kommt in Schwung und der Alltag kann  mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen. Uns fehlt es an nichts, für den Tag sind wir gestärkt.

Blick in den Pool des Spa im Hotel Cresta Palace, Foto: Cresta Palace
Blick in den Pool des Spa im Hotel Cresta Palace, Foto: Cresta Palace

Der aufmerksame Service las uns jeden Wunsch von den Augen ab, so gab es selbstverständlich statt eines Kaffees einen Cappuccino, statt Rührei ein Omelett mit Tomate usw.

Cresta Times gibt Tipps für den Tag

Wer noch nicht weiß, was er mit dem Tag anfangen soll, erhält über die “Cresta Times” Tipps und Informationen. Der eine Gast freut sich über den Hinweis auf die kostenlose dienstägliche Führung durch die Gemeinde Celerina (16-17 Uhr), der andere möchte vielleicht die Heidi-Hütte in Sankt Moritz besuchen. Die Heidi-Geschichten der Schweizer Autorin Johanna Spyri aus den Jahren 1880/81 gehören wohl zu den bekanntesten Kinderbüchern der Welt. Die originale Heidi-Hütte des 1978 im Engadin gedrehten Heidifilms steht in Sankt Moritz, ist frei zugänglich und ein Besuch wert.

Gleich hinter dem Hotel beginnen die Trails für die Biker, Foto. Cresta Palace
Gleich hinter dem Hotel beginnen die Trails für die Biker, Foto. Cresta Palace

Wir “studieren” weiter in der “Cresta Times”und staunen, den Gästen wird täglich ein umfangreiches Sportprogramm geboten, u.a. von Wassergymnastik über Rückenmobilisation & Streching, Morgenlauf/Jogging oder Walking sowie Faszientraining auf der Blackroll. Damit es den Gästen des Cresta-Palace nicht langweilig wird bietet es in seinem Sommerprogramm täglich ein Highlight zum Mitmachen an: zum Beispiel E-Bike-Touren durch das Engadiner Tal, Geissentrekking, Segelplausch für Groß und Klein, Klettern & Abseilen für Groß und Klein, Mountainbike-Fahrtechnik & Trails (easy bis medium) sowie Kids Bike League.

Andreas Solinger betreut die Radfahrer, Foto: Cresta Palace
Andreas Solinger betreut die Radfahrer, Foto: Cresta Palace

Und auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz. Nachmittags erwartet die Gäste von 15 bis 17 Uhr in der Jugendstilhalle ein herrliches Kuchenbuffet gratis. Ein Züricher Ehepaar, das wir auf der Alpkäserei Morteratsch kennenlernten, empfahl uns das donnerstags ab 19 Uhr stattfindende Grand Buffet (95 CHF). Die sehr gute Küche locke immer mehr Gäste an, für das Ehepaar hat das Buffet schon Kultcharakter erreicht.

Blick in das Giacomos im Hotel Cresta Palace, Foto. Cresta Palace
Blick in das Giacomos im Hotel Cresta Palace, Foto. Cresta Palace

Auch das tägliche abendliche Schweizer Dinner (Menüpreis 85 CHF) bietet eine Auswahl von mehreren Vorspeisen (“Wilder Bagel”, Blumenwiesen-Heu-Suppe, Gnocchi mit Grottino-Käse), Hauptspeisen (Kalbspiccata mit Merlot-Jus, im Ofen gegarter Saibling in Kartoffelkruste oder Brokolistrudel mit Röstmandeln) und Desserts (Selektion vom Käsebuffet, Schnee-Eier auf Vanillesauce, Fruchtsalat oder Glacé- und Sorbetauswahl). Für jeden Geschmack ist etwas dabei, alles wird mit frischen regionalen Zutaten zubereitet. Extra-Wünschen kommt man gern nach, das Servicepersonal macht es möglich.

Blick in das Grand Restaurant des Cresta Palace in Celerina, Foto: Weirauch
Blick in das Grand Restaurant des Cresta Palace in Celerina, Foto: Cresta Palace

Informationen zum Cresta Palace

Adresse: Via Maistra 75, CH-7505 Celerina
Tel. +41 818365656
mail@crestapalace.ch
www.crestapalace.ch

Giacomo´s Ristorante
geöffnet: 15.06.-13.10.2018; 18.12.-7.04.2019

Kompetente informationen erhält man auch in der Touriinformation von Celerina, foto: Weirauch
Kompetente informationen erhält man auch in der Touriinformation von Celerina, Foto: Weirauch

Auf zum Corvatsch – vielseitig, atemberaubend

Über den kleinen Park vor dem Hoteleingang vom Cresta Palace, bei Sonnenschein konnte man hier schon einen Kaffee mit Blick auf Kunstobjekte genießen, gelangten zu dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Bahnhof, um in wenigen Minuten mit der Rhätischen Bahn nach Sankt Moritz zu gelangen, und von dort aus mit dem Bus (Linie 1) nach Corvatsch zu kommen.

Kunstwerke vor dem Cresta Palace, Foto: Weirauch

Gäste, die mehr als eine Nacht in einem der über 100 teilnehmenden Hotels verbringen, erhalten den Skipass für 38 CHF pro Person und Tag. Das Angebot ist gültig für die gesamte Dauer des Aufenthalts und für alle Bergbahnen in Enagdin Sankt Moritz inklusive ÖV. Mit dem Angebot „Hotel und Skipass“ genießen Touristen neben der Hotelübernachtung 350 erstklassig präparierte Pistenkilometer, 4 Snowparks, 57 Bergbahn-Anlagen, 34 Bergrestaurants sowie eine einzigartige und authentische Natur. Gleich hinter dem Hotel geht es zum Berg Marghuns.

Bergbahn zum Marguns: Celerina-Marguns,

Gondelbahn, 23. 06. bis 14. 10. 2018: alle 20 Minuten 8-17 Uhr 10Bergbahn zum Corvatsch: Surlej-Murtèl (1. Sektion) und Murtèl-Corvatsch (2. Sektion), Luftseilbahn, 16.06. bis 19.10.2018: alle 20 Minuten 8.25 bis 16.45 Uhr

Blick aus der Seilbahn hinab auf Celerina, rechts im Bild das Cresta Palace, Foto: Weirauch
Blick aus der Seilbahn hinab auf Celerina, rechts im Bild das Cresta Palace, Foto: Weirauch

Ab zum Corvatsch

Mit dem Bus kann man schnell in das benahcbarte nach St. Moritz gelangen und dort weitere Seilbahnen benützen.  Hier einige Beispiele: Mit der Luftseilbahn Surlej-Murtèl (1. Sektion) und Murtèl-Corvatsch (2. Sektion) gelangt man alle 20 Minuten vom 16.06. bis 19.10.2018 auf den Corvatsch. Der Berg wird auch der Rabe genannt und steht für clever, atemberaubend und frei. Uns ist der Rabe als diebisch und listig bekannt, so wie uns stielt er aber noch vielen anderen begeisterten Touristen an diesem Tag nur eins: unsere Herzen. Wir genießen unbeschwerte Sonnenstunden auf 3303 Metern Höhe, lassen uns von kundigen Gästen die Bergspitzen erklären, bis zum Matterhorn können wir an diesem Tag sehen. Alle sind über die Aussichten begeistert und immer wieder hören wir hier oben, solche weiten Sichten sind ganz selten zu genießen. Wer etwas erleben will, sei hier genau richtig: Die absolute Sommerattraktion sind die 80 Kilometer Wanderwege mit Blick auf ewiges Eis und die Seenlandschaft sowie der Corvatsch Glacier Walk.

Ab der Bergstation Corvatsch 3303 können Touristen in gut 20 Minuten zum Corvatsch Gletscher laufen. Die rund 8.000 Quadratmeter große markierte „Glacier-Zone“ bietet Winterspaß mitten im Sommer. Schneeballschlachten für Jung und Alt sind hier keine Seltenheit. Im Winter lockt das Skigebiet Corvatsch mit 120 Kilometer top präparierten Pisten, einem Snowpark sowie der Snownight und vielen anderen Attraktionen. Und auch kulinarisch kommt man hier nicht zu kurz, im höchstgelegenen Restaurant in Graubünden, im Panoramarestaurant 3303, isst man so nahe am Himmel wie nirgendwo sonst … Wir genießen auf der Außenterrasse bei herrlichem Sonnenschein einen Kräutertee (5 CHF).

Corvatsch AG
Via dal Corvatsch 73, CH-7513 Silvaplana
Tel. +41 818387373
info@corvatsch.ch
www.corvatsch.ch

Auf zur Diavolezza – die Teufelin

In entgegengesetzter Richtung geht es zur Diavolezza, mein Tipp: mit der Rhätischen Bahn Richtung Tirano. Leidenschaftlich, heißkalt und höllisch schön, so beschreiben Einheimische die Diavolezza (2978 Meter Höhe). Der Legende nach lebte sich hoch oben am Berg, die Diavolezza, die schöne Teufelin. Ab und zu wurde sie von Jägern entdeckt, die ihr verliebt folgten und dabei zu Tode stürzten. So auch der junge Aratsch, nach dessen Tod die Diavolezza kläglich rief: “mort ais Aratsch” – “Aratsch ist tot”. Der Ausruf gab dem Morteratsch-Gletscher seinen Namen.

Im Reich der schönen Teufelin bietet die Plattform eine wunderbare Sicht auf den “Festsaal der Alpen” – inklusive der Gletscher, dem Piz Palü und dem Piz Bernina. Vielseitige Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bieten hier für Jung und Alt einmalige Naturerlebnisse.

Hotel und Skipass

Bergbahn zum Diavolezza: Pontresina-Diavolezza, Luftseilbahn, 7.05. bis 19.10.2018: alle 20 Minuten 8.20 bis 17.00 Uhr

Diavolezza Lagalb AG
Talstation Daivolezza, CH-7504 Pontresina
Tel. +41 818387373
info@diavolezza.ch
www.diavolezza.ch

Ausblick auf den Winter im Cresta Palace

Ein Traum in Weiss: Das Grandhotel Cresta Palace im Winter, Foto: Cresta Palace
Ein Traum in Weiss: Das Grandhotel Cresta Palace im Winter, Foto: Cresta Palace

Die Recherche in Celerina und Umgebung wurde unterstützt vom Hotel Cresta Palace. Dank an Kai W. Ulrich und sein engagiertes Team.

Hier geht es zu meinem Bericht über das liebenswerte Pontresina.

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