Kärstin Weirauch

Kärstin Weirauch

Reise

Hans-Dieter Rutsch beleuchtet Theodor Fontane

Fontane - 2018 (1)

Es ist ein Buch nach meinem Gusto. Viel habe ich schon über das Leben von Theodor Fontane gelesen. Oft sind die Biographien geglättet.  “Der Wanderer” aber von Hans-Dieter Rutsch entdeckt Fontane neu, spart bislang kaum Bekanntes nicht aus. Und beantwortet oft gestellte Fragen. Hier einige Aspekte aus dem lesenswerten Buch:

Fontane – Denkmal in Neuruppin

Auf Seite 15 schreibt Hans-Dieter Rutsch: “An der rechten Seite des Fontane-Denkmals ist eine Inschrift angebracht. Sie besteht aus vier Wörtern: „Dem Dichter der Mark“. Und schon beginnen die Missverständnisse. Als Dichter einer Landschaft oder Region verstand Fontane sich nie. Als Preuße sicherlich. Vor allem aber als ein Deutscher mit französischem Namen. Die Welt grübelt heute noch immer, in welcher politischen Ecke sie diesen deutschsprachigen Autor und sein Werk ansiedeln kann.

Fontane, ein blinder Preußenverehrer? Fontane, ein Feminist? Wer auf eindeutige Antworten hofft, so Rutsch, wird enttäuscht werden. Hunderte Germanisten auf allen Kontinenten sind ihm auf der Spur. Eine rein deutsche Angelegenheit ist diese literarische Erkundung schon lange nicht mehr.

Über Emilie Fontane

Fontanes Ehefrau heißt es auf Seite 17 u.a.: “Emilie Fontane fühlt sich als Ehefrau oft im Schatten ihres Mannes. Wieder und wieder schreibt sie seine Texte ab, redigiert, macht Vorschläge, äußert sich in Gesprächen. Oft geht er darüber hinweg, überarbeitet seine Texte erneut. Nun muss das von Strichen durchzogene Manuskript noch einmal abgeschrieben werden. So ergeht es Emilie Fontane ein Leben lang. Krisen schütteln die Ehe der beiden, auch schon die Zeit der fünfjährigen Verlobung. Zwei uneheliche Kinder zeugt der Dichter während der Verlobungsjahre „nebenbei“ in Dresden. Es wird eines der großen Geheimnisse der Fontanes.
Emilie sehnt sich nach Geborgenheit, er nach Erfolg als Autor. Eine achtundvierzigjährige Ehe der beiden und Tausende von Briefen gehören zur Bilanz ihrer Beziehung. Sie schreibt über die schweren Gewitter über ihren Häuptern und das Gefühl, getäuscht zu werden. Wann immer sie an ihm zweifelt, fehlt Hoffnung. Er kann so zärtlich und so hart antworten. Dieser Briefwechsel erzählt, wie sehr in der Ehe alles auf das Leben eines Menschen ausgerichtet ist: den Autor Theodor Fontane. Ihre Wohnung ist stets ein literarisches Büro, und alle Familienangehörigen stehen im Rang von Mitarbeitern.”

Grabstätte der Familie Fontane in Berlin, Foto. Weirauch
Grabstätte der Familie Fontane in Berlin, Foto. Weirauch

Fontane – Der Wanderer (S.25f)

Der Wanderer Fontane wird uns anempfohlen. Aber eine Enttäuschung muss vorweggenommen werden: Fontane ist mehr mit der Kutsche gefahren, als dass er lief. Meist zwang die knappe Zeit zur Eile. Auch der beschauliche Blick der Neuruppiner Bronzestatue in die Landschaft ist eher eine Wunschvorstellung des Bildhauers als die Wirklichkeit des Autors Fontane. Mag sein, es hat ab und an beschauliche Augenblicke gegeben. Meistens zum Essen in den Gasthöfen. Ansonsten hetzte er von Ort zu Ort, war heute hier und morgen dort und dann schon wieder ganz woanders. Oder er schrieb. Dann reiste er in Gedanken noch  einmal die Wege ab, durchschritt Kirchenräume und Schlösser.
Fontanes einziges Hilfsmittel ist sein Notizbuch. Meist nutzt er die frühen Morgenstunden, um in seiner Unterkunft zu notieren, was er am Tag zuvor gesehen und gehört hat. Es ist niemand um ihn, dem er diktieren könnte. Kein bei seinen Recherchen entdecktes Dokument kann er – außer durch das Abschreiben – kopieren. Ein Fotoapparat steht ihm nicht zur Verfügung. Solche Apparate sind zwar erfunden, aber nur durch Spezialisten zu bedienen und für den Einsatz auf Reisen noch völlig ungeeignet.

Fontanes Geburtshaus

Hans-dieter Rutsch stellt beim Besuch des Geburtshauses von Fontane eine bis heute unbeantwortete Frage. Er schreibt auf Seite 35: So präsent das bronzene Denkmal für Theodor Fontane den ehemaligen Wall von Neuruppin überragt – in der selbsternannten „Fontanestadt“ sind Spuren des Dichters so einfach nicht auszumachen. Am „Fontanehaus“ in der heutigen Karl-Marx-Straße mit der Hausnummer 84, dem authentischen Ort der Geburt des Dichters, ist selbst der aufmerksame Tourist schneller vorbeigelaufen, als er ahnt.

Die „Löwen-Apotheke“ der Fontanes zu entdecken verlangt mehr als nur Umsicht: Man muss das Haus erst einmal finden. Dabei steht es mitten in der Stadt und ist aus der Sicht der Neuruppiner nicht zu übersehen. Die Neuruppiner wundern sich kopfschüttelnd darüber, wie man als Tourist daran vorbeilaufen könne.
Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Vom Denkmal aus der Hauptstraße Richtung Zentrum folgen unde nicht erwarten, von Hinweisschildern gelotst zu werden. … Sollen wir Fontane in der Fontanestadt Neuruppin übersehen?

Fontane – Museum ?

Und wie viele vor ihm stellt Hans-Dieter Rutsch auf Seite 45 auch die Frage: “Warum wurde hier kein Museum eingerichtet? “Deutschland würde die Dokumentation dieses ungewöhnlichen Dichterlebens am authentischen Ort seines Beginns gut zu Gesicht stehen. Seit über einhundert Jahren sammeln Germanisten akribisch die Puzzleteile dieser literarischen Existenz. Vor dem Geburtshaus Fontanes stehend, bleiben wir ohne Ahnung davon. Es fehlt buchstäblich jeder Hinweis darauf. Vielleicht ist der Grund simpel: Niemand wagt bis jetzt, den einst geschaffenen Mythos Fontane vom ach so nett dreinblickenden Mann zu berühren. …

In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch
In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch

S. 49: Auch der zweihundertste Geburtstag wird vergehen, ohne dass sich daran etwas ändert. Die Fassade des Fontanehauses in Neuruppin bleibt weiter undurchsichtig.

Fontane und Potsdam (S. 277)

Wie ist es mit der Abneigung Fontanes zu Potsdam bestellt ? “Eigentlich mag er Potsdam nicht. Aber das ist eine lange Geschichte. Sie hat ein wenig mit seinem Verhältnis zu Theodor Storm zu tun. Der hat sich hier als Beamter versucht und es nicht lange ausgehalten. Diese Stadt quillt über von Militär. Ist sie nicht nur eine riesige Kaserne? Vor dem Potsdamer Marstall sieht er aus dem Waggon für einen Augenblick die exerzierenden Soldaten. Und dann dieses Stadtschloss! Eine Herberge für Beamte. Dann liegt Potsdam hinter ihm. Hätte er nicht doch an der Station „Park Sanssouci“ aussteigen sollen? Der Aufstieg zum Schloss hat es ihm angetan.

Der Blick auf die Friedenskirche auch. Diese italienische Enklave. Diese Abgeschiedenheit, die sie bietet. Er beschließt, sich dort einmal einzuquartieren. Aber nun ist es zu spät für diesen unvergleichlichen Park. Jedenfalls für heute. Was wäre, wenn er noch weiter bis Burg fährt und dort am Bahnhof nachlöst? Oder schon vorher aussteigt und bis Burg läuft?
Er sitzt allein im Abteil. So mag er das Reisen. Niemand, der ihn anspricht, keine Flüsternden Paare, keine sich streitenden Familien. Er hat Zeit für sich, kann nachdenken. Könnte auch lesen.”

Die Wanderung des Nachlasses

Auch für sein Nachleben und den Lebensunterhalt seiner Familie sorgte Theodor Fontane indirekt vor: Er führte seinen Sohn Friedrich als Verleger in den deutschen Literaturbetrieb ein. Als jüngstes Kind der Fontanes fiel Friedrich die Rolle zu, nach und nach die Herausgabe der gesammelten Werke seines Vaters anzustreben. Der Sohn ließ die Verlagsfirma F. Fontane & Co. zum 1. Oktober 1888 in das Handelsregister eintragen und seinen Namen als Geschäftsführer hinzufügen. In den Jahren zuvor ließ ihn der Vater eine Ausbildung zum Buchhändler bei Gustav Langenscheidt absolvieren.

Grab von Friedrich Fontane und seiner Frau auf dem Friedhof in Neuruppin. Foto: Weirauch
Grab von Friedrich Fontane und seiner Frau auf dem Friedhof in Neuruppin. Foto: Weirauch

Das Schicksal der Tagebücher

Neuruppin verpasste die Gelegenheit, mehr als nur ein touristischer Ort für die Fontane-Liebhaber zu werden. Die Stadtväter haben die Chance, die sich mit einem Erwerb des Fontane-Nachlasses bot, nicht ergriffen. Der damalige Schätzwert von einhundertzwanzigtausend Reichsmark war eine stattliche Summe, aber keine, die man nicht hätte aufbringen können. Was fehlte, waren der nötige Weitblick und das Erkennen des Potenzials.

Fontane-Gesellschaft in Neuruppin

Die im Jahr 1990 in Potsdam gegründete Fontane-Gesellschaft wählte zwar Neuruppin als Sitz für ihre Geschäftsstelle, vergibt inzwischen auch einen „Fontane-Preis der Stadt Neuruppin“, aber ein internationaler Fontane-Ort ist Neuruppin durch den unterlassenen Erwerb des Nachlasses nicht geworden. Den Neuruppinern gelang zwar, den Titel „Fontanestadt“ zu erwirken. Ein literarisch gewichtiger Ort ist Neuruppin aber noch nicht.

Wer ist eigentlich dieser Fontane ?

Die Spurensuche zu Fontane hält an, ab Seite 327 schreibt Hans-Dieter Rutsch:”Theodor Fontane „überlebte“ das Chaos der ersten Nachkriegsjahre. Nahezu geräuschlos wurde sein literarisches Werk „entnazifiziert“. Aber zu mehr reichte es in der damaligen Zeit nicht. Wer eigentlich verbarg sich hinter dem Namen Theodor Fontane? Eine groß angelegte Suche danach begann in beiden deutschen Staaten. Nach 1989 entwickelte sich das Fontane-Archiv in Potsdam zu einem Ort, der diese Suche bis heute fördert und koordiniert. Abgeschlossen ist sie noch immer nicht. Fasziniert von den Welten, die der gebürtige Neuruppiner literarisch erwanderte, folgen ihm Jahr für Jahr neue Leser auf allen Kontinenten und fahnden nach jenem Mann, der Theodor Fontane war. Die Zahl der entstehenden Diplomarbeiten und Dissertationen ist inzwischen vollkommen unüberschaubar. Es ist, als ob wir noch immer am Anfang einer langen Wanderung stehen….

Das von Dietrich Rohde gestaltete Fontane-Denkmal steht im Precise Resort Schwielowsee, Foto: Weirauch
Das von Dietrich Rohde gestaltete Fontane-Denkmal steht im Precise Resort Schwielowsee, Foto: Weirauch

Zusammengefasst: Dieses Buch entdeckt einen hellsichtigen, in seiner Zeit neuartigen Dichter, der rastlos das frühmoderne Deutschland beschrieb und darin auch unsere Gegenwart, der sich schon damals nach Entschleunigung, Schlichtheit sehnte – einen doppelten Fontane, der unser Zeitgenosse ist.

Hans-Dieter Rutsch, Der Wanderer. Das Leben des Theodor Fontane. Rowohlt-Berlin Verlag GmbH, 1. Auflage 2018. ISBN 978 3  7371 0026 7. www.rowohlt.de

BücherFontane

Mit Fontane in die Sommerfrische

Sommerfrische

Theodor Fontane, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr vor allem im Land Brandenburg begangen wird, hat uns neben bedeutenden Romanen und den vielgelesenen “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” auch eine Menge Tagebücher und Briefe hinterlassen. Und der Schriftsteller weilte oft und gerne unter anderem im Harz, im Riesengebirge, Karlsbad sowie Nord- und Ostsee. Leider werden Fontanes Arbeitsaufenthalte an anderen Orten als in Brandenburg oftmals noch unter den Tisch gekehrt.

Umso verdienstvoller ist es, dass Bernd W. Seiler uns in seinem solide recherchierten Band mit zu einzelnen Stationen zu “Fontanes Sommerfrischen” mitnimmt. Das Buch erschien im Berliner Quintus-Verlag (Verlag Berlin BB) und besticht neben Reisebeschreibungen aus Fontanes Feder mit vielen historischen Postkarten und zeitgenössischen Abbildungen. Wer sich mit Fontanes Sommerfrischen beschäftigt und mehr als über die Wanderungen erfahren will, dem sei der Band wärmstens empfohlen. 

Fontane reist ins Riesengebirge

Das erste Mal war er 1868 in dieser Gegend, das letzte Mal 1892. Dazwischen, so hat Bernd W. Seiler recherchiert, war er achtmal im Riesengebirge. Der erste Aufenthalt war allerdings noch keine Sommerfrische, sondern hatte mit Recherchen für das zweite Kriegsbuch zu tun, einem wiederholten Besuch der Gefechtsfelder von 1866 in Mähren.

Blick vom Tempel über den Park von Buchwald hinüber zur Schneekoppe, Foto: Klaus Klöppel
Blick vom Tempel über den Park von Buchwald hinüber zur Schneekoppe, Foto: Klaus Klöppel

Hier geht es zur seite des Tals der Schlösser in Polen.

Erdmannsdorf, wo er sich zunächst einquartierte, lag auf dem Wege dahin, leuchtete als Station jedoch nicht unbedingt ein. Dennoch wollte Fontane unbedingt im Hirschberger Tal dort bleiben. Als er im dortigen Schweizerhaus kein Zimmer bekam, einem bekannten Gasthof neben dem Erdmannsdorfer Schloss, bemühte er sich um eine andere Unterkunft und fand sie im Haus des Ortsgendarmen Brey. Von dort ging er aber, so schreibt er, jeden Tag “zu Siecke ins Schweizerhaus” essen.
Seiler: “Was ihn eigentlich interessierte, war jedoch das Schloss, das seit bald vierzig Jahren den Hohenzollern und zu dieser Zeit der einzigen Tochter Wilhelm I., Prinzessin Luise von Preussen, gehörte. Mit dieser dreißigjährigen Frau in Kontakt zu kommen, hätte für Fontane eine Annäherung an das preußische Königshaus bedeutet, und darauf hatte es Fontane abgesehen.”

Hier geht es zum Tal der Schlösser in Polen.

Den Magen verdorben

Nach vier Tagen wurde er wiederum zur im Schloss wohnenden Familie  Münchhausens eingeladen, “diesmal zur Unterhaltung des alten Generalmajors und seiner Frau, die als Logiergäste gekommen waren.” Das Gespräch jedoch erwies sich als wenig ergiebig und war zweifellos nicht das, worauf er es abgesehen hatte. Außerdem war die Gastlichkeit bei den Münchhausens nicht die erfreulichste, vertraute er einem Brief an. Beim ersten Mal hatte sich Fontane  an „Krebsbutter-Reis“ den Magen verdorben, diesmal war es so „kellerkalt“, dass er sich noch am nächsten Tag unwohl fühlte.

Blick in den Schlosspark von Buchwald im Hirschberger Tal, Foto: Klaus Klöppel
Blick in den Schlosspark von Buchwald im Hirschberger Tal, Foto: Klaus Klöppel

Zwei oder drei Tagestouren hat Fontane selbst auch gemacht: eine Wanderung nach Schloss Buchwald, dessen bewunderter Landschaftspark ihn allerdings wenig beeindruckte, eine Fahrt mit dem Generalmajors-Ehepaar nach Bad Warmbrunn und Hermsdorf, wo der Berg Kynast bestiegen wurde, und eine Tour in das sechs Kilometer entfernte Schmiedeberg.  Ausführlich rekonstruiert Bernd W. Seiler die Touren. Wer mehr über das Hirschberger Tal am riesengebirge erfahren will, dem empfehle ich die Seite des dortigen Vereins Tal der Schlösser. 

 Die Ausflüge mit den Wangenheims führten nach Erdmannsdorf, Buchwald, Krummhübel und gleich mehrmals in das benachbarte Bad Warmbrunn, den ältesten und bekanntesten Kurort der Gegend. Um anzuzeigen, dass er sich dort keineswegs nur amüsierte, teilte er seiner Frau Emilie mit, dass er sich dort keineswegs nur amüsierte, dass er einmal in der „Halle“, ein andermal „in der Sonne“ mehrere Stunden gelesen hätte. Offenbar wollte er sie darüber beruhigen, dass ihm die weibliche Gesellschaft keineswegs das Wichtigste an diesem Aufenthalt war. Sie hatte ihn zweimal ironisch als „Ritter“ tituliert (1. September 1869), welche Briefe in dem Konvolut der erhaltenen Ehebriefe jedoch fehlen. Die zwei Wochen Urlaub mit den Wangenheims waren ihr fraglos nicht recht.

Natürlich hat Fontane auch im Riesengebirge immer an etwas gearbeitet, von 1895 an hauptsächlich an der Geschichte um den getöteten Förster Opitz, wie der Förster Frey in Quitt heißt. Er unternahm mit seiner Frau eigens eine längere Wanderung, um sich das Denkmal anzusehen, das ihm unterhalb der Kleinen Koppe errichtet worden war. Allein der Aufstieg über sechshundert Höhenmeter dauerte drei Stunden, doch Theodor Fontane fand alles „wundervoll zu verwenden, umso mehr, als sich hoch oben schon alpine Sterilität, Krüppelkiefer, Knieholz und Moorgründe mit wucherndem Huflattich mit einmischen“. Aus anderen Büchern wissen wir um Flirts, denen Fontane nicht abgeneigt war. Seiler schreibt hierzu: “Dass ihm Marie Richter mit ihrem Lebenswandel bald wirklich eine ganze „Novelle“ zu lesen gab, wusste er da noch nicht. Auf der Tour durch Böhmen wurde ihm der Flirt mit der Achtundzwanzigjährigen aber nachgerade zu viel. Sollte er zu der noch erwogenen „Kammpartie“ kommen, würde er sie „nicht mit Richters“ machen, schreibt er an seine Frau.” Mehr dazu in dem Buch.

Kirche Wang in Karpacz, Foto: KlausKloeppel
Kirche Wang in Karpacz, Foto: Klaus Kloeppel

Ein Ausflug führte Fontane auch zu der weithin bekannten Kirche Wang, einer norwegischen Stabholzkirche, die 1841 vom preußischen König erworben und oberhalb von Krummhübel wieder hingestellt worden war.

Fontane in Karlsbad

Zu Karlsbad hatte Fontane schon eine Meinung, als er noch längst nicht daran dachte, selbst dort hinzufahren: zum einen die, dass es teuer ist, zum anderen die, dass niemand weiß, ob es nützt.
Geeignete zwei Zimmer fanden sich in der Silbernen Kanne, einem alten, höchst bescheidenen Haus an der Neuen Wiese. Fontane fand es erträglich, litt aber unter einem Frühaufsteher über ihm. Dazu wurde Emilie von den Brunnen, die sie probierte, eher kränker als gesünder und konnte erst allmählich einen Nutzen erkennen.

Das Kurzentrum mit seinen teilweise eklektizistischen Bauten ist eine Attraktion, Foto: Czechtourism
Das Kurzentrum mit seinen teilweise eklektizistischen Bauten ist eine Attraktion, Foto: Czechtourism

Alles in allem bewertet er die Sommerfrische zuletzt als „sehr angenehm“ und zumal „nicht kostspieliger“, als es „der Aufenthalt an bescheideneren und minder renommierten Plätzen“ wäre. (12. September 1893)

Fontane war im Hotel Pupp

Am 4. September 1898 schreibt er an Sohn Friedrich: „Morgen ziehen wir bei Pupp von der Außenhalle in die eigentlichen Festsalons ein; die Außenkeller verschwinden und die Abschiedsszenen haben heute stattgefunden.“ Hier geht es zur Seite von Czechtourism mit dem Grandhotel Pupp.

Karlsbader Prachtstraße
Karlsbader Prachtstraße Foto: Weirauch

Der Restaurationsteil, heute Becher’s Bar ,nimmt den Namen mehrerer Badeärzte, aber auch den des Herstellers eines Kräuterlikörs – „Becherovka“ – auf, der zu legendärem Ruhm kam. Am 19. August 1893 spricht Fontane von einem „alten Dr. Becher …, dem in der Sprudelhalle ein Denkmal (große Porträtbüste) errichtet ist und der als der Schöpfer des Weltruhms von Karlsbad gilt“. Gemeint ist Dr. David Becher (1725 – 1792), Naturforscher, Arzt und Balneologe, zu dessen Andenken 1856 diese Büste aufgestellt wurde. Sie ging beim Abriss der Sprudelhalle 1939 jedoch verloren. Der Becherovka wird bekanntlich heute noch in Karlsbad hergestellt.

Infos zum Buch:

Bernd W. Seiler, Fontanes Sommerfrischen. Quintus-Verlag,Verlag für Berlin-Brandenburg, Binzstraße 19, 13189 Berlin. 1. Auflage 2018. ISBN 978-3-947215-31-7. Hier geht es zur Seite des Verlages.

 

Das Wiener Architekturbüro Helmer & Fellner errichtete auch diese Kolonnade, Foto: Czechtourism

 

Der Autor:  

Prof. Dr. Bernd W. Seiler, 1939 geboren, hat Germanistik und Geschichte in Kiel, München und Hamburg studiert. Auf Staatsexamen und Promotion folgte zunächst eine Tätigkeit als Studienrat, 1974 bis 2005 dann Lehrtätigkeit für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Bielefeld. Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Bernd Seiler lebt in Bielefeld.

Buchvorstellungen mit Bernd W. Seiler

  • Montag, 18. Februar 2019, 19:00 Uhr
  • Buchvorstellung mit Bernd Seiler
  • Ort: Fontanebuchhandlung, Karl-Marx-Straße 83,
  • 16816 Neuruppin
  • Dienstag, 19. Februar 2019, 19:00 Uhr
  • Ort: Fontane Archiv/Uni Potsdam – Villa Quandt, Große Weinmeisterstr. 46/47
  • 14469 Potsdam
Die Mühlbrunnenkolonnade, Foto: Czechtourism
Die Mühlbrunnenkolonnade in Karlsbad, Foto: Czechtourism

 

 

 

 

Reise

Apulien: gutes Essen – Grundlage für wahres Glück

Essen-apulien (3)

Essen und Trinken werden in Apulien groß geschrieben. Vier bis fünf Gänge sind Pflicht. Dabei kommen zahlreiche regionale Spezialitäten auf den Tisch. ebenso gibt es dazu tolle Weine, aromatisches Olivenöl und leckere, vielfältige Desserts, ob Eis oder Küchlein oder roher Fenchel mit Orangen … Alles schmeckt gut und ist größtenteils handgemacht. Man nimmt sich viel Zeit zum Essen, meist beginnt der Schmaus erst gegen 21 Uhr.

Apulien und hier der Salento, das fruchtbare Land zwischen zwei Meeren, hat bis heute keinen Nahrungsmangel aufkommen lassen. Die weite Tiefebene des Tavoliere di Foggia liefert Getreide für Pasta und Brot, aus dem Murgia-Hochland kommen Fleisch, Wurst und Käse, die Adria und das Ionische Meer liefern den frischen Fisch und die Krustentiere. Obst-, Gemüse- und Weinanbaugebiete sind unerschöpfliche Vorratskammern in der Landwirtschaft.

Die großen Olivenbäume bringen eine reiche Ernte und das kalt gepresste Öl ist von guter Qualität. Das konnten wir auch im letzten Jahr während unserer Reise nach Apulien erleben.

Einfache Hausmannskost – ohne großen Schnick-Schnack – auch „cucina povera“ (arme Küche) genannt – steht in Apulien auf der Speisekarte. Fertiggerichte wird man hier kaum finden.

Alle Zutaten sind frisch, möglichst vom Markt oder auf der eigenen Scholle angebaut und geerntet. Die Jahreszeit und das jeweilige Angebot bestimmen, was auf den Teller kommt. Und die leckere Pasta, der Nudelteig, entsteht vorwiegend in Heimarbeit. Jeder Koch oder jede Köchin ist am Urteil des Gastes interessiert, nicht selten wird nachgefragt, wie die Pasta geschmeckt hat.

Zu den bekanntesten Nudelsorten Apuliens gehören die Orecchietto (Öhrchen) und die fusilli (Spiralen). Dazu gibt es meist eine aus frischen Tomaten mit Basilikum und Knoblauch zubereitete wunderbare Tomatensoße. Die Nudeln müssen darin „schwimmen“. Dazu gibt es viel Gemüse, exquisite Gerichte mit Chicorée, Brokoli, Blumenkohl, Auberginen, Zucchini, Saubohnen, Kartoffeln, Wiesenpilzen und Feldspargel. Die beliebten Saubohnen kommen mit Chicorée auf den Tisch, als Püree oder mit Pasta kombiniert.

Das ideale Kraut zum Würzen der Bohnen ist der finoccietto sevatico, der wilde Fenchel, der vor allem in den Olivenhainen wächst. Die einst weit verbreiteten wild wachsenden Zwiebeln (lampascioni) schmecken leicht bitter und sind ein Genuss. Roh, oft auch in Olivenöl getunkt, werden gern Sellerie und Fenchel gegessen. Uns schmeckten die wunderbar saftigen Mandarinen dazu sehr gut.

Zu den beliebtesten Fleischsorten zählen Lamm-, Wild- und  Pferdefleisch. Gnumirieddis sind beispielsweise Rouladen aus Innereien vom Lamm.
Fischsuppen, variantenreiche Tintenfischgerichte, sowie Nudeln oder Reis mit Muscheln findet man ebenso wie Goldbrassen auf der Speisekarte. Fischgeschäfte oder Fischmärkte gibt fast es in jedem Ort, beispielsweise in Copertino oder auch in Porto Cesareo.

Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt
Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt, so aus Porto Cesareo

Typische einheimische Käsesorten erlebten wir viele. Ricotta fresca ist beispielsweise ein quarkähnlicher Frischkäse, die burrata ein kugelförmiger Weichkäse mit Butterkern ist sehr lecker. Dazu wird apulisches Brot als helles und dunkles pane gereicht. Es gibt es in  unzähligen lokalen Variationen. Taralli heißen die allgegenwärtigen würzigen Hartgebäckkringel.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo  sowie Negroamaro von der Azienda Vitivinicola Marulli, Apollonio oder Conti Zecca im Salento. Heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Mrndola Fiano von Conti Zecca, Verdeca und Bianco Locorotondo und andere Weine.

Sehr gut gegessen haben wir u.a. hier:

Raffiniertes kulinarisches Erlebnis in geschichtsträchtiger Umgebung erleben Sie in einem imposanten Gewölbekeller aus Tuffstein, in dem vor großen alten Eichenfässern, auf weißem Mobilar das Essen zum Event wird. Bodenständige Küche in Verbindung mit den Weinen aus dem fruchtbaren Tal  Valle della Cupa zwischen Lecce, Monteroni, San Pietro in Lama und Lequile gelegen, bilden die Grundlage einer sehr guten abwechslungsreichen apulischen Gastronomie:

APOLLONIO
Casa Vinicola s.r.l.
Via San Pietro in Lama, 7
73047 Monteroni di Lecce
www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce/Monteroni (500 m dopo Ecotekne)
Tel. 0832 3423124240
www.malcandrino.it

Eine kreative Küche zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Avantgarde und Tradition, finden Sie hier:

Restaurant La Corte
Stadtstraße dell’Olmo 5, 73043 Copertino
Tel. +39 351 1227803
www.lacorteneisalento.it

Ein junges Küchenteam unter Marco Monaco bietet gemäß ihres Mottos „Gutes Essen ist die Grundlage für wahres Glück“ bodenständige Küche mit experimenteller Note, leicht und lecker, gut zubereiteten Fisch nach alter traditioneller Art im brandneuen „Flaggschiff“ der lokalen Lebensmittel- und Weinproduktion finden Sie hier:

Einer von drei Chefs vom Risto & Pizza Maresca in Carmiano ist Emanuelle Verdoscia

Restaurant Maresca
Inh. Emanuele Verdoscia, Daniele Ianne und Andrea Ruggio
Strada Provinciale 224, Magliano-Arnesano, 73010 Arnesano
Via Vecchia Carmiano – Arnesano
all’interno di Villa Maresca
Tel. 0389 85490 83
www.marescaristorante.it

Leckere Fischgerichte gibt es hier:
Sapori di mare del Salento
Inh. Manuel Macchia
Via Roma 170, Carmiano
Tel. 0832 604318
www.saporidimaredelsalento.com

Hier gibt es süße Leckereien:

Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien
Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien

Galeteria Caffertteria Perrone
Inh. Guiseppe Perrone
Via Immacolata n. 44, 73041 Carmiano (Lecce)
www.pasticceriaperrone@yahoo.it

Hier mehr Informationen

Zu den Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Buchtipp: ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

Reiseführer    Apulien

Andreas Haller  Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos,  ISBN 978-3-95654-410-1

21,90 EUR (D),  Buch: 9. Auflage 2018

zu bestellen auch hier: https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

Reise

Zauberhaftes Apulien

Apulien - 18 (76)Stefano und Mabel Rosetta sind Bio-Bäcker aus Leidenschaft

(Werbung) Apulien ist für uns mittlerweile so etwas wie ein Sehnsuchtziel geworden. Wenn wir an diesen Landstrich im Haken vom Absatz des Stiefels von Italien denken, sind herrliche Sonnentage (auch im November), fröhliche, freundliche Menschen, farbenfrohe Natur, Kunst und Geschichte und nicht zuletzt, gutes Essen, Wein, Öl und Eis sowie schicke Kleidung inbegriffen. Für ganz Wagemutige kann auch ein Bad im Ionischen Meer zu einem einzigartigen Erlebnis im November werden, wie wir vor ein paar Tagen erleben konnten.

Am liebsten fahren wir in der Vor- und Nachsaison nach Apulien. Es scheint, als haben die Gastgeber dann mehr Zeit und Muße, sich ihrer Gäste anzunehmen. Und wenn man dann noch Unterstützung durch ausgesprochene Kennerinnen des einst ärmlichsten Landstrichs Italiens erhält, wird die Reise zu einem nachhaltigen Erlebnis – informativ, spannend, ein bisschen Abenteuer, auf jeden Fall unterhaltsam, nie langweilig.

Apulien im Spätherbst

In diesem November hatten wir ausgesprochenes Glück. Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Programms zur touristischen Erschließung Apuliens lernten wir drei Powerfrauen kennen, die mit großem Engagement, hervorragenden Kenntnissen über ihre Region und ihre Menschen viele neue Gäste in die Region Apulien locken wollen. Sicher gibt es Landstriche in Italien, die in aller Munde sind, wenn es um Ferien-Hotspots geht. Aber wer wie wir Urbanes, Natürliches liebt, Begegnungen mit den Einheimischen sucht, sich auf Unbekanntes abseits der bekannten Urlaubslokationen einlassen will, der ist in Apulien richtig, wird es lieben lernen.

Drei Powerfrauen …

Wer sind nun die Powerfrauen, die uns ihre Heimat als touristische magische Orte nahe bringen wollen? Da ist zunächst die feurige Carmen Mancarella, die seit 30 Jahren als erfahrene Tourismusmanagerin unermüdlich für ihre Region „netzwerkt“. Sie kennt ihre Partner – die Partner kennen sie, wissen um ihre sehr guten Kenntnisse über Land und Leute und ihre intensiven Netzwerkstrukturen.

Carmen Mancarella liegen die regionalen Erzeuger am Herzen
Carmen Mancarella liegen die regionalen Erzeuger am Herzen

Für die Bildungs-Pressereisen hat Carmen gute Partnerinnen an ihrer Seite: Adele Sposato, Tourismusbeauftragte der Region, gibt in ihrer ruhigen und besonnenen Art ihr Wissen über die Geschichte der besuchten Städte und Gemeinden weiter.

Powerfrauen: Adele Sposato , Carmen Mancarella und Graziella Albani

Und damit auch die Deutschen in der Pressegruppe alles verstehen, übersetzt Annaluce Scorrano.

Dolmetscherin Annalucia in ihrem Element
Dolmetscherin Annaluce Scorrano  in ihrem Element

Das war kein leichter Job, alle sprechen durcheinander, Fragen über Fragen, doch die sympathische Anna blieb ruhig, freundlich, auch wenn sie sich das ein oder andere Mal wohl lieber in ihr Reisebüro gebeamt hätte, das sie seit zwei Jahren in Carmiano in der Nähe von Lecce führt. Ihr Büro organisierte auch den Transfer zwischen den Orten: junge Fahrer, in tollen sportlichen Anzügen, kutschierten die Gäste von morgens (ab 9 Uhr bis Mitternacht) zu den Orten “des Geschehens”. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen, hilfreich, wo es nötig war, und dass ihnen das Autofahren Spaß machte, bewiesen sie mit fahrerischem Können durch die noch so engen Straßen und Tore des Salento.

Dank der drei Powerfrauen und weiterer guter Geister und ihres umfangreichen informativen Programms für die nunmehr 58. Bildungsreise können wir den Lesern von einfachraus.eu  diesmal fast bislang unbekannte Orte mit sehr guten jungen und alten Weingütern und einer Brennerei vorstellen.

Dass Brot in Apulien besonders gut schmeckt, auch variantenreich sein kann, mit guten leckeren Zutaten zubereitet wird, erfuhren wir bei dem Besuch zweier Bäckereien. Eine andere Frucht und ihre Verarbeitung, die man eher nach Israel verordnet, lernten wir in einer Gärtnerei in Copertino kennen.

Und natürlich wird auch im gastfreundlichen  Apulien jedes Essen zelebriert, das braucht Zeit, bietet dafür Gelegenheit mit anderen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Die Unternehmer der Weindestillerien stellten mit Stolz und Freude ihre Betriebe vor, von schlechten Ernten war wenig zu hören, doch das veränderte Klima macht auch ihnen zu schaffen. Doch man ist optimistisch – und so feiert man im November das Herbst- und Lichterfest, in Arnesano zusammen mit einer Schulklasse, die mit Tanz und Gesang ihre Freude auf die Gäste übertragen, die am liebsten mittanzen würden.

Alte Städte, Kirchen,Villen

Während der Stadtrundgänge gibt es viel zu sehen, reich geschmückte Kirchen und Klostergebäude, alte Villen, bewohnt und unbewohnt. Und immer sind es die menschlichen Begegnungen, die nachdenklich machen. Etwa, wenn man beim Spaziergang durch die Stadt, die uns begleitenden Bürgermeister freundlich begrüßt werden durch die Einwohner, oder eine alte Frau ehrenamtlich eine Auge auf die ihrem Wohnhaus gegenüberliegende Kirche wirft, aufpasst, sauber macht, sich ehrlich freut, dass der Bürgermeiste ihre Arbeit für das Gotteshaus anerkennt und lobt.

Carmelina Lorenzo kümmert sich um eine kleine Kapelle
Carmelina Lorenzo kümmert sich um eine kleine Kapelle

Oder wenn wir – wie zufällig – nach der Besichtigung einer Villa mit großem Garten in Arnesano in der Werkstatt nebenan auf einen 88-jährigen Fahrradmechaniker treffen, dem die Begegnung mit uns so berührt, dass ihm die Tränen in den Augen stehen, als er uns seine Erfolge und seine Hobbies vorstellt.

Techniker Carlo Carla in Montero entwickelte auch Autoskarrossen
Techniker Carlo Carla in Arnesano entwickelte auch Autoskarrossen

Oder das junge Bäcker-Ehepaar, das tagsüber leidenschaftlich Brot bäckt, in seiner Freizeit leidenschaftlich Salsa tanzt. Auf der Suche nach neuen Rezepten befragen sie auch Freunde in Nürnberg, sind stolz auf das schwarz-weiße Brot, eines ihrer neuesten Produkte.

Stefano und Mabel Conversano sind Bio-Bäcker aus Leidenschaft

Hier geht es zur Bäckerei.

Alle sind sie die besten Botschafter ihrer Region, die den Gästen das ganze Jahr über die Facetten Apuliens ehrlich und liebenswert vermitteln.

Heizt den Ofen mit getrocknetem Olivenreissig: Marco Imbriani von Panifico Biscottificio
Heizt den Ofen mit getrocknetem Olivenreissig: Marco Imbriani von Panifico Biscottificio

Stationen unserer Tour durch Apulien

Das Thema “Novello in Festa – Geschichte, Kultur und Tradition im Gebiet von Arneo”

Copertino:

San Giuseppe, Schutzpatron der Flieger, in Copertino

Lequile:

Fresko in der Kirche San Vito in Lequile

Carmiano:

Die Schüler in Carmiano feiern den Herbstus Leverano feiern das Herbstfest
Die Schüler in Carmiano feiern den Herbstus Leverano feiern das Herbstfest

Veglie:

Sehenswert ist auch die Kirche Veglie bei Lecce
Sehenswert ist auch die Kirche Veglie bei Lecce

Monteroni:

Villa aus dem 19. Jahrhundert

Eva und Dr. Rafael de Georgi sind Hüter eines wertvollen Anwesens
Eva und Dr. Rafael de Georgi sind Hüter eines wertvollen Anwesens

Leverano:

Nicht nur beim Fest "Novello in festa" ist das Zentrum von Leverano belebt
Nicht nur beim Fest “Novello in festa” ist das Zentrum von Leverano belebt

Arnesan0:

Blick auf die Kirche von Arnesano in Puglia
Blick auf die Kirche von Arnesano in Puglia

Porto Cesareo:

Weitere Informationen zum Salento

hier nützliche Adressen:

Carmen Mancarella
spiaggepuglia@gmail.com
Tel. +49 328 1397 133

Agenzia Un Mondo di Viaggi
Annaluce Scorrano
Via Roma 54, 73041 Carmiano (LE)
info@carmianoviaggl.it

Tipps für Speis und Trank a la Puglia

Wir besuchten auch unter anderem:

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce Montreoni, 73047 Montreoni LE
http://www.malcandrino.it

Ristorante Villa Maresca – Carmiano

Agriturismo Costa – Copertino

Ristorante Li Spilusi – Arnesano

Ristorante Corte del Gusto – Lequile

Ristorante Conte Cavour – Veglie

Hier einige Tipp für Agritourismus-Anbieter.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Adressen einiger empfehlenswerter Weingüter:

APOLLONIO,  Casa Vinicola s.r.l., Via San Pietro in Lama, 7,  73047 Monteroni di Lecce,  www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Cantina Conti Zecca – Leverano

Mario Zecca führt mit seinen Brüdern das Weingut Zecca
Clemente  Zecca führt mit seinen Brüdern das Weingut Conti Zecca

Cantina Vecchia Torre – Leverano

Wieviel Liter Wein darf es denn sein ? Wein tanken im Weingut Vecchia Torre
Wieviel Liter Wein darf es denn sein ? Wein tanken im Weingut Vecchia Torre

Cantina Marulli – Copertino

Cantina Vaglio Massa – Carmiano

Die Chefin des Bio-Weingutes Vaglio Massa in der Nähe von Lecce (li.) mit Dolmetscherin Anna

Cantina Petrelli – Magliano17 Hektar bewirtschaftet das Weingut Cantina Petrelli

17 Hektar bewirtschaftet das Weingut Cantina Petrelli, der Chef freut sich über den neuen Wein

Die Besitzer der Azienda Agricola in Carmiano
Die Besitzer der Azienda Agricola in Carmiano

Übernachten:

  • Hotel Conchiglia Azzurra Resort & Beach (direkt am Strand)
  • Strada dei bacini 1
    73010
    Porto Cesareo Italia
    Tel+39 0833 566311 Fax+39 0833 566370
    E-mail

    Hotelmanager Carmine Bisconti kann auch deutsch, er hilft wo er kann
    Hotelmanager Carmine Bisconti kann auch deutsch, er hilft wo er kann

    Zur Homepage des Hotels geht es hier.

  • Wie kommt man in den Salento ?

    mit dem Flugzeug  (u.a. Allitalia, Ryanair, Germanwings, Easyjet) von verschiedenen deutschen Flughäfen , so von Berlin Schönefeld bis Flughafen Bari oder (meist) über Rom nach Brindisi und weiter mit Auto.

    Was gehört zum Terra d‘ Arneo

    Das Gebiet des Arneo umfasst neun Gemeinden des Saltento: Nardò, Porto Cesareo, Leverano, Veglie, Salice, Salentino, Guagnano, Campi Salentina, Carmiano und Coperino.

    Eine der schönsten Gegenden des Arneo erstreckt sich zwischen Porto Cesareo und Nardò. Hier können Hunderte von Vogelarten und die Flora unter Naturschutzbedingungen leben. Zwischen Veglie und Copertino prägen Weinreben und Olivenbäume die Landschaft. Dazwischen liegt Leverano, eine Stadt, die vor allem für ihre ausgezeichneten Wein- und Ölproduktion bekannt ist. Nur wenige Kilometer von Lecce entfernt finden wir Salice Salentino, ein Dorf, das vor allem für die Produktion von Negramaro bekannt ist, einer typischen Rebsorte des Salento.

    Terra d‘ Arneo
    Via Mameli, 73010 Veglie
    www.terradarneo.it

    Wir wurden von der RegionPuglia und den genannten Gemeinden  im Rahmen eines EU-Programmes zu der Informationsreise nach Apulien eingeladen. Herzlichen Dank an die unermüdliche Puglia-Botschafterin Carmen Mancarella. Unsere Meinung bleibt die eigene.

    Hier geht es zu einem Bericht über Castro im Salento.

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Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg

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Das Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg befindet sich in Perl-Nennig im Saarland, im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die idyllische Lage inmitten von Weinbergen und die Nähe zu attraktiven Städten machen das Fünf-Sterne-Superior-Hotel zu einer außergewöhnlichen Destination. Es liegt mittendrin: 25 Kilometer bis Luxemburg Stadt, 40 Kilometer bis Trier, 56 Kilometer bis in die französische Stadt Metz. Es ist ein Dolce-Vita-Hideaway.

Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Foto: Weirauch
Gastgeberpaar: Andreas Apel und Katrin Stegmaier, auch Luki gehört zum team, Beweis für ein hundefreundliches Hotel Foto: Weirauch

Der gesamte Hotelkomplex besteht aus einer mediterranen Villa sowie einem Renaissance-Schloss und vereint italienisches Flair mit historischem Charme. Neben dem Schloss und der Villa gehört das Victor´s Landgasthaus „Die Scheune“ zu der großzügigen Anlage. Auch hier wieder Geschichte pur. Die Ursprünge des Schlosses reichen zurück bis in das neunte Jahrhundert.

Blick aufdie Römische villa des Victor´s Residenzhotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blick auf die Römische Villa des Victor´s Residenzhotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Die Römische Villa mit Wellnessbereich und Beautyfarm wurde im Jahr 2001 unmittelbar neben dem Schloss erbaut. Der Architekt Hugo Heinz Köper aus Saarbrücken konzipierte sie im römischen Stil. Die Inneneinrichtung verantwortet maßgeblich Susanne Kleehaas, Geschäftsführerin des Victor´s Residenz-Hotels GmbH.Geschmack ist auf Schritt und Tritt in diesem eleganten Haus zu spüren.

Die Idee der Römischen Villa ist überall zu spüren im Schloss Berg, Foto: Victor´s Hotels
Die Idee der Römischen Villa ist überall zu spüren im Schloss Berg, Foto: Victor´s Hotels

Fein aufgetischt für eine Hochzeit im Restaurant Bacchus in Victor´s Residenz-Hotel schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel
Fein aufgetischt für eine Hochzeit im Restaurant Bacchus in Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel

Mit seinem mediterranen Ambiente erinnert das gesamte Konstrukt an die Römerzeit und orientiert sich thematisch an der Geschichte der Region. Auf die römischen Wurzeln weisen heute der benachbarte Archäologiepark in der Villa Borg in Perl-Borg sowie die Mosaikfunde in Nennig hin. Darüber hier später mehr.

Blickl in die Bella - Vista Goettersuite im Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blickl in die Bella – Vista Goettersuite im Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Insgesamt stehen den Gästen 103 Zimmer und Suiten unterschiedlichen Stils zur Verfügung und garantieren Wohnkultur auf höchstem Niveau. Ein Wohnerlebnis der besonderen Art bieten dabei die einzigartigen Götter-Suiten. Die exklusiven Refugien wurden nach römischen Göttern und Göttinnen benannt und warten mit einer individuellen Innenausstattung, kostbaren Stoffen und einem großzügigen Wohn- und Schlafbereich mit Mäander-Fresken auf. Diverse Delux-Zimmer ergänzen dieses einzigartige Wohnerlebnis. Die Zimmer Gracia, Flora, Lucina, Fortuna und andere vermitteln mit ihrem luxuriösen in römischem Stil gehaltenen Dekor sowie einem individuellen Farbkonzept üppigen und zugleich stilvollen Luxus. Auch die Suiten im Schloss sind individuell eingerichtet und bestechen durch märchenhaftes Design, beispielsweise mit Samtvorhängen und Baldachinen. Die Zimmer und Suiten haben überwiegend eine Terrasse oder einen Balkon mit Blick auf die umliegenden Weinberge beziehungsweise das Moseltal.

Wer sich im Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg kulinarisch verwöhnen lassen möchte, kann das vielfältige Angebot von drei verschiedenen Restaurants nutzen. Als Mekka für die Geschmackssinne zieht das Victor´s FINE DINNING by Christian Bau mit 34 Plätzen Feinschmecker aus aller Welt an. Auf Grundlage der europäischen Sterneküche mit asiatischen Einflüssen kreiert Christian Bau exklusive Delikatessen.

In Victor´s Landgasthaus Die Scheune bietet das Küchenteam moderne Landhausküche in rustikalem Ambiente. Die abwechslungsreiche Karte umfasst herzhafte Klassiker aus regionalen Zutaten ebenso wie fantasievolle Kompositionen aus saisonalen Spezialitäten und hausgemachte Kuchen. Der Service ist nicht immer ausgewogen, es fehlte bei unserem Besuch die ordnende Hand eines Oberkellners. Das Essen war allerdings vorzüglich.

Blick in den Gastraum der Scheune am Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel
Blick in den Gastraum der Scheune am Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz Hotel

Nach einem guten Essen laden die Lobby Bar und die Caesar´s Bar in der Villa zu feinen Cocktails ein. Außerdem werden in der Lobby Bar auch stets köstliche Konditorei-Spezialitäten angeboten.

An warmen Sonnentagen genießen Gäste ihre Drinks auf der edlen Terrasse der Caesar´s Bar. Auch das Restaurant Bacchus bietet mediterranes Sommer-Flair und serviert seine Speisen an milden Tagen auf der großen Sonnenterrasse. Im Biergarten von Victor´s Landgasthaus Die Scheune lässt es sich der wärmeren Jahreszeit zudem urig entspannen.

Der angeschlossene Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool,  Saunen, Dampfbad, Solarium und Fitnessraum rundet das Angebot des Victor´s Spa-Bereichs ab.

Der beliebte Pool im Wellnesbereich von schloss Berg, Foto: Victor´s Resdidenz-Hotelx
Der beliebte Pool im Wellnesbereich von Schloss Berg, Foto: Victor´s Residenz-Hotel

Freizeitparadies Saarland

Vom grenzüberschreitenden Radfahren, über Wanderungen an der Saarschleife oder Schifffahrten auf der nahen Mosel bis hin zur Teilnahme an der Weinlese bei regionalen Winzern lädt das Umland zu zahlreichen Erkundungstouren ein.

Die-Saarschleife-am-fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZS Saarland
Die-Saarschleife am fruehen-Morgen, Foto: Eike Dubois / TZ Saarland

Grenzenloses Shopping ist von Perl-Nennig aus ebenso möglich – neben dem „Zweibrücken Fashion Outlet“ oder dem „myland Lifestyle Outlets“ in Wadgassen laden vor allem Luxemburg Stadt, die französische Stadt Metz sowie Trier zu inspirierenden Einkaufstouren ein. Als älteste Stadt Deutschlands ist Trier darüber hinaus ein Muss für Kulturbegeisterte. Auch ein Besuch der Villeroy & Boch-Keravision im nahen Mettlach sollte man sich  nicht entgehen lassen. Im historischen Ambiente der Alten Abtei in Mettlach, 19 Kilometer von Perl-Nennig entfernt, präsentiert das Unternehmen ein Vierteljahrtausend Unternehmensgeschichte. Darüber hier später mehr.

Der Hauptsitz von Villeroy & Boch befindet sich in der Abtei Mettlach im Saarland, Foto: Weirauch
Der Hauptsitz von Villeroy & Boch befindet sich in der Abtei Mettlach im Saarland, Foto: Weirauch

Erlebniswelt Villeroy & Boch
Im prächtigen Barockbau der Alten Abtei Mettlach, dem Unternehmenssitz von Villeroy & Boch, wird Geschichte lebendig: die tausendjährige Kulturgeschichte des Ortes, über 266 Jahre Keramiktradition, die Erfolgsgeschichte einer Familiendynastie und eines Unternehmens. Auf dem Streifzug durch die Epochen werden wir in der Keravision, in der Erlebniswelt, Tischkultur, im Keramikmuseum und im nostalgischen Museumscafé anno 1892 Zeuge, wie sich geschichtliche Ereignisse im Design widerspiegeln.
Informationen
Erlebniszentrum Villeroy & Boch
Alte Abtei, Saaruferstraße, 66693 Mettlach
Aktuelle Öffnungszeiten telefonisch oder auf der Internetseite
Tel. 06864 811820
www.villeroyboch.com/erlebniszentrum

Informationen
Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg
Schlosstraße 27-29, 66706 Perl-Nennig/Mosel
Tel. 06866 790
info.nennig@victors.de
www.victors.de

Auch in diesem Hotel konnten wir die Teddys kaufen, deren Erlösder Kinderhilfe Organtransplantation zugute kommt.

Hier geht es zu https://www.victors-fine-dining.de/

https://www.einfachraus.eu/mit-den-victors-hotels-durch-das-saarland-sachsen-und-thueringen/Wie man mit einem Hotelhopping das Saarland kennenlernen kann, beschreiben wir hier.
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Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof

Victors-rodenhof (6)Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch

(Werbung) ein Haus mit Geschichte, guter Küche und tollen Mitarbeitern ist Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof am Rande von Saarbrücken.  Von 1990 bis Ende 1999 unter dem Namen Best Western Bauer Hotel Rodenhof geführt, gehört das Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof seit dem 1. Januar 2000 zu den Victor´s Residenz-Hotels. Davon gibt es bundesweit derzeit 13 Hotels. „Cosy and urban“ – das ist das Motto des Vier-Sterne-Hauses im Norden der Stadt. Die 100 Zimmer und Suiten wie auch die fünf Tagungsräume sind modern eingerichtet.

Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto. Weirauch
Blick in die Lobby des Rodenhof, Foto. Weirauch

Vom Rodenhof aus erkunden wir Saarbrücken und machen bemerkenswerte Entdeckungen. Obwohl Landeshauptstadt hat Saarbrücken als kleine Metropole an der Saar nicht sehr viel Großstädtisches zu bieten. Trotz der gegenwärtigen Baustellen geht es in der Landeshauptstadt alles etwas ruhiger und beschaulicher zu, fußläufig liegen die schönsten Sehenswürdigkeiten beieinander. Eine lebendige Stadt mit freundlichen Menschen, einem Fluss und einer Brücke, die der Stadt ihren Namen geben, viel Grün in der Umgebung und geschichtsträchtige Orte, die die Gäste entdecken können.

Gastfreundliches Hotel

Das Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof ist ein Tagungs- und Geschäftshotel der 4-Sterne Kategorie mit 100 Zimmern (48 Einzelzimmer, 35 Doppelzimmer und 17 Suiten) in unterschiedlichen Kategorien, einem Tagungsbereich bis zu 100 Personen, THE RESTAURANT (43 Sitzplätze), Victor´s Kaminstube (25 Sitzplätze), Victor´s Bar und Victor´s Stube im bayrischen Stil.

Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch
Hoteldirektorin Melanie Buschbacher mit Biena Ullrich und Pedram Safavandi imVictor`s Residenz Hotel Rodenhof Saarbrücken, Foto: Weirauch

Übrigens ist der Rodenhof das einzige gehobene Best Western Hotel im Saarland. Es punktet trotz seiner Ruhelage mit  der direkten Nähe zur Saarlandhalle und zum Fußballstadion am Ludwigspark.

Das Victor´s Residenz Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz Hotels
Das Best Western Victor´s Residenz Hotel Rodenhof liegt in einem ruhigen Wohngebiet am Rande von Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz Hotels

Die küche im rodenhof ist preisverdächtig, der Servive überaus aufmerksam und flink. Wir aßen Victor´s Pulles Beef burger (10,50 Euro) und waren begeistert, am Nachbartisch wurde Wiener Schnitzel serviert.

Fassen wir zusammen: Eine gute Verkehrsanbindung, ein kostenloser Parkplatz, die ruhige Lage am grünen Stadtrand, nur fünf Autominuten von der Innenstadt entfernt, ermöglichen einen entspannten Urlaub in einem gemütlichen familiären Hotel. Businessgäste, Tagungsgäste, Familien, Kurzurlauber werden durch aufmerksames, freundliches Personal in allen Abteilungen begleitet.

klein, aber fein ist der Pool im rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels
Klein und fein ist der Pool im Rodenhof Saarbrücken, Foto: Victor´s Residenz-Hotels

Im rund 400 Quadratmeter großen Vital Resort mit Hallenbad, zwei Saunen und Dampfbad kann man die Seele baumeln lassen. In der Wohlfühloase  THE SPA  kann man seinen persönlichen Ruhepol finden und sich von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen. Dafür fehlte uns leider die Zeit.

Im Best Western Victor´s Residenz-Hotel Rodenhof machten wir erstmals Bekanntschaft mit der Saarlandcard. „Viel entdecken. Viel Erleben“ – unter diesem Motto präsentiert sich die Saarland Card als Highlight im saarländischen Tourismus. Mit ihr stehen über 65 Attraktionen im Saarland und den angrenzenden Regionen kostenfrei für touristische Übernachtungsgäste offen. Zusätzlich können auch Bau- und Bahn kostenfrei genutzt werden.

Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!
Mit der Gästekarte Saarland Card im Gepäck entdecken Sie 85 Ausflugsziele im Saarland und über die Grenzen hinaus kostenfrei und genießen freie Fahrt mit Bus & Bahn im Saarland!

Was man sich anschauen sollte:

Das Saarbrücker Schloss bildet den Mittelpunkt des alten Saarbrücken. Es spiegelt 200 Jahre Geschichte der Kernregion des Saarlandes wider und ist vor diesem Hintergrund ein kulturhistorisches Denkmal von überregionalem Rang. Der Europäischer Kulturpark Reinheim-Bliesbrück, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist ein archäologischer Park der besonderen Art mit keltischem Fürstinnengrab, Villa Rustica, gallorömischem Gutshof, Thermen sowie einem Handwerker- und Händlerdorf. Im Saarlandmuseum/Moderne Galerie finden Ausstellungen internationaler Malerei, Plastik und Grafik des 20. Jahrhunderts statt.

Blick auf die Ludwigskirche und Ludwigskirchplatz in Alt-Saarbrücken, Foto: Weirauch
Blick auf die Ludwigskirche und Ludwigskirchplatz in Alt-Saarbrücken, Foto: Weirauch

Anfahrt

Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Autobahnanbindung. Es gibt den direkten Autobahnanschluss zur A8 und A623 mit Abfahrt Rodenhof, die A8 und A 620 mit Abfahrt Westspange oder bis Ende A1. Der Euro-Bahnhof Saarbrücken mit ICE-Anschluss ist ca. 1,5 Kilometer entfernt. Busse fahren regelmäßig alle 15 Minuten zum Hauptbahnhof und ins Stadtzentrum. Die Bushaltestelle ist fünf Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Der nächste Flughafen in Saarbrücken/Ensheim ist ca. 18 Kilometer entfernt.

Blick auf das Rathaus von Saarbrücken, © F. Bernarding / TZS
Blick auf das Rathaus von Saarbrücken,
© F. Bernarding / TZS

Hier ein Überblicksbeitrag über mehrere Victors`s Hotels.

Die Recherche in den Hotels wurde unterstützt von den Victor´s Residenz-Hotels. Vielen Dank!!!