Dieter Weirauch

Dieter Weirauch

Best Ager

Amateurlokführer und Mähdrescherfahrer

BrockenbahnNeubaulok der Brockenbahn, Foto: Weirauch

Einmal im Leben im Führerstand einer Dampflok, oder eines ICE zu sitzen, einen Traktor fahren oder auf ein Windrad steigen. Es gibt viele Wünsche, die ein Best Ager hat, egal ob Mann oder Frau, hat.  Bei der Ausbildung zum Ehrenlokführer auf der Harzquerbahn hinauf zum Brocken sind mittlerweile Frauen um die 60 keine Ausnahme mehr.

Mansfelder Bergwerksbahn

Ebenso auf der immer noch als Geheimtipp gehandelten Mansfelder Bergwerksbahn zwischen Hettstedt und Klostermansfeld. Zum Abschluss einer Woche kann man sich auch dort  Ehrenlokführer nennen. Hier geht es zum Link.

Im Klub der Ehrenlokführer tauschen diese Technikenthusiasten dann europaweit ihre Erfahrungen aus.

Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor
Pollo dampft durch die Prignitz, Foto: Medienkontor

Übrigens entdeckte ich unlängst auch die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer in der Prignitz. dort in Meyenburg gibt es ein Eisenbahnhotel, wo Mann/Frau für nicht wenig Geld Abschlüsse als Triebfahrzeugführer für die legendäre Ferkeltaxe erhält. Der Ideen gibt es viele.

Im Cockpit des Mähdreschers

Aber im Cockpit eines Mähdreschers mit 450 PS ? Das ist so selten, wie einen Platz beim Panzerfahren im Oderbruch zu bekommen.

Ich bin mit einem Claas-Mähdrescher gefahren und noch ganz begeistert von der so völlig anderen Sicht auf die Umgebung. Schaut selbst. Nach einer kleinen Einweisung ließ  der nette  Bauer mich ans Lenkrad. Es ist so eine Art Multifunktionshebel, kein Gas und keine Kupplung – und schon setzt sich das Riesengefährt sich in Bewegung.

Der Anbieter gibt es einige, unter anderem natürlich Jochen Schweitzer, aber bis vor kurzem auch die Agentur Meerlustauf der Insel Rügen. Übrigens:  Etwa 20 Tonnen Getreide waren nach einer Stunde mit dem Mähdrescher eingefahren. Anschließend durfte ich noch auf einen Riesentraktor, der zwei Hänger im Schlepptau hatte. So werden Kinderträume war.

Und im nächsten Urlaub werde ich in Nesselwang im Allgäu selbst Traktor fahren.

1 Stunde wegFontaneSchlösser und Burgen

Fontane war auch hier: Wustrau

WustrauDas Zietenschloss in Wustrau, Foto: D.Weirauch

Das ist Brandenburg: die Schwalben fliegen in ihr Nest oben am Schlossportal, die Störche klappern. Stille rund um den Ruppiner See. Fast wie zu Friedrichs II. oder Theodor Fontanes Zeiten. Fontane war hier: Wustrau

Das Schloss in Wustrau kann nach Absprache besichtigt werden, Foto: Weirauch
Das Schloss in Wustrau kann nach Absprache besichtigt werden, Foto: Weirauch

Doch es ist Mitte Juli 2012. Im Hof des Zietenschlosses von Wustrau sitzen die Gäste und warten auf  die vom Seefestival Wustrau inszenierte Uraufführung “Friedrich II. – vom Rebell zum Thronfolger”. Oft waren wir in den vergangenen Jahren hier und wurden nie enttäuscht.

Pointiert wird die Geschichte vom Dauerzwist zwischen Soldatenkönig und Kronprinz Friedrich erzählt. So etwa, wie das Schauspieler-Urgestein Hans Teuscher alias Friedrich Wilhelm I., wutentbrannt mit seinem Sohn Friedrich II., der “nicht reiten und nicht schießen kann”, umspringt, muß es sich wohl zu getragen haben. Regisseur Marten Sand beleuchtet ambitioniert die Jugend des später den Großen genannten Friedrich, sympathisch verkörpert von Anika Mauer. Friedrichs Schwester Wilhelmine wird von Rose-Maria Vischer gespielt, die Mutter von Christiane Ziehl.  Der Wandlungsprozess wie aus dem jungen, musisch gebildeten und aufsässigen Kronprinzen ein absolutistischer Herrscher und Feldherr wird, ist überaus deutlich. 

Heimatmuseum in Wustrau Foto. Weirauch
Heimatmuseum in Wustrau Foto. Weirauch

Fontane war hier: Wustrau

Und das ohne Klamauk: Der Blick in die Psyche Friedrichs ist nachvollziehbar. Als Grundlage für das Werk dienten den Autoren historische Aufzeichnungen von Friedrichs Schwester Wilhelmine, der späteren Markgräfin von Bayreuth, Briefe aus der Feder Friedrichs sowie das 2012 erschiene Buch von Uwe A. Oster “Sein Leben war das traurigste der Welt”. Überzeugend spielte Carsten Klemm den Jugendfreund Hans Hermann von Katte und Hartmut Schreier, als Lehrer Jaques Duhan und in einer weiteren Rolle als Kriegsgerichtsrat von Schack. Wer die Ausstellung anfang 2012 über den Kronprinzenprozess im Schloss Köpenick gesehen hat, dem kommt “Friedrich – vom Rebell zum Thronfolger” wie ein lebendiges Lehrstück vor.

Das Zietenschloss in Wustrau, Foto: D.Weirauch
Das Zietenschloss in Wustrau, Foto: D.Weirauch

Vor dem Stück sollte man sich Wustrau genauer anschauen. Der Ort atmet viel preußische Geschichte. Und ist dank der vielen Vereine auch recht lebendig.

Das Brandenburg Preußen - Museum in Wustrau Foto. Weirauch
Das Brandenburg Preußen – Museum in Wustrau Foto. Weirauch
Denkmal für Hans Joachim von Zieten im Pfarrgarten von Wustrau Foto. Weirauch
Denkmal für Hans Joachim von Zieten im Pfarrgarten von Wustrau Foto. Weirauch

Am besten beginnt man seinen Rundgang im Brandenburg-Preußen-Museum. Wustrau ist auch Ausgangspunkt von Wanderungen oder Radtouren um den Ruppiner See. 

Die Zugbrücke von Altfriesack Foto. Weirauch
Die Zugbrücke von Altfriesack Foto. Weirauch

Karwe und Altfriesack mit der Zugbrücke sind reizvolle Ziele auf der anderen Seeseite.Tipp: zuvor noch einen Besuch der Dorfkirche von Wustrau (mehr Infos zu Öffnungszeiten im vom Förderkreis “Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. herausgegbenen Heft “Offene Kirchen 2012”)  und eine Kaffeepause im Cafe Constanze von Wustrau einplanen.

Literaturtipp: sehr gut beschrieben ist Schloss Wustrau auf den Seiten 78 – 79  des Bandes “Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg”, herausgegeben vom “Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“. Das Buch erschien im L & H Verlag und kostet  24,80 Euro.

Ebenso hat der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark (in der Deutschen Gesellschaft)  in der sogenannten Grauen Reihe eine Monographie zu dem Schloss herausgebracht. Autorin ist Stefanie Krause. Diese ist gegen eine Spende beim Freundeskreis erhältlich.

Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark
in der Deutschen Gesellschaft e. V.
Voßstr. 22
10117 Berlin
Tel. (030) 88 412 266
Fax (030) 88 412 223
E-Mail: freundeskreis@deutsche-gesellschaft-ev.de

 Hier geht es zu weiteren Stationen der Fontanetour von einfachraus.eu

Cafe Constanze in Wustrau ist immer eine gute Adresse, Foto: Weirauch
Cafe Constanze in Wustrau ist immer eine gute Adresse, Foto: Weirauch
FontaneSchlösser und Burgen

Preußische Sehnsuchtsorte,Teil 2: Paretz

Schloss Paretz im HavellandSchloss Paretz im Havelland, Foto: Weirauch
Schloss Paretz Foto: Weirauch

Zu den Sehnsuchtsorten in Brandenburg gehört Paretz mit dem Schloss der Königin Luise. Ruth Cornlesen vom gleichnamigen Schulbuchverlag und die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten halfen mit viel Geld, um aus dem verschandelten Schloss wieder ein Schmuckstück zu machen.

Und der Ort gewinnt immer mehr. Seit meinem Besuch 2008 hat sich viel verändert, obwohl einige Häuser mit dunklem DDR-Grauputz immer noch die Straße am Schlosss verschandeln, die Freundlichkeit und die Qualität der Speisen im “Gotischen Hauses” verbesserungsbedürftig sind.

Es tut sich aber viel. Auch, weil Helga Breuninger, den Freunden aus Süddeutschland bestens bekannt durch die gleichnamige Kaufhauskette, sich vor einigen Jahren in den Ort verliebt hat. Lokale Initiativen, einige bereits vor der Wende gegründet,  tun ihr Übriges. Mittlerweile gibt es auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten und Angebote für Kinder,  wie der Storchenhof der Familie Hipp. Elke Backkhaus lädt dazu ein, auf  ihrer Louise-Kult-Tour auf den Spuren der beliebten Königin zu wandeln. Mittlerweile gibt es auch eine überregionale Königin-Luise-Route, leider kaum bekannt. Paretz lebt von den Vereinen, wie dem Paretzer Liebhabertheater, dem Verein historisches Paretz, der Feuerwehr  und vielen anderen engagierten Einwohnern. So dem Hobby-Müller Willi Schwetzke in seiner Bockwindmühle.

Nun entsteht die Paretz Akademie, finanziert von der Helga Breuninger Stiftung. Die Stifterin will mit der Paretz Akademie einen besonderen Ort der Begegnung schaffen, vergleichbar zu ihrer internationalen Konferenzinsel Wasan Island in Kanada (www.wasan-island.de). An der Paretzer Schleuse entsteht ein kreativer Lernort für Bildung und Beteiligung. Die Stifterin selbst nennt es ein „kreativen Ort des Lernens“. Vor allem geht es bei der Akademie um Bildung. In Paretz sollen Lehrer, Schüler und Eltern aus ganz Deutschland zusammen kommen, um von anderen, erfolgreicheren Bildungseinrichtungen zu partizipieren. Zweiter Schwerpunkt sind Kurse für Menschen aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft, um ihnen mehr Kompetenzen für demokratische Beteiligungsprozesse zu vermitteln. „Unsere Akademie ist nicht zuletzt auch ein Treff für Stiftungen aller Art, die hier lernen, mit öffentlichen Verwaltungen effizient zusammen zu arbeiten“. Und es soll um demografischen Wandel gehen, spannende Themen allemal.

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Dem Vorhaben im Havelland kann ich, selbst mittlerweile ein so genannter Best Ager, nur viel Glück wünschen.

Hier geht es zur Seite der Helga – Breuninger – Stiftung und hier zur Homepage der Stiftung Paretz..

Literaturtipp: sehr gut beschrieben ist Schloss Paretz und seine wechselvolle und zugleich spannende Geschichte im Band “Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg”, herausgegeben vom “Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark“. Das Buch erschien im L & H Verlag und kostet  24,80 Euro.

Ebenso hat der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark (in der Deutschen Gesellschaft)  in seiner Grauen Reihe eine Monographie zu dem Schloss herausgebracht. Das Heft ist gegen eine Spende beim Freundeskreis erhältlich. Adresse: Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e. V., Voßstr. 22, 10117 Berlin
E-Mail: freundeskreis@deutsche-gesellschaft-ev.de

 

 

Schlösser und Burgen

Verwunschene Roseburg im Harz

Wirkt mittelalterlich: die Roseburg bei Ballenstedt, Foto: D.WeirauchWirkt mittelalterlich: die Roseburg bei Ballenstedt, Foto: D.Weirauch

Der Harz ist reich an Burgen, Schlössern, Stiftskirchen, Klöstern sowie Kaiserpfalzen. Meist sind die Bauten viele hundert Jahre alt. Mit Abstand das jüngste Schloss im Harz ist die auf einem Felsrücken aus Muschelkalk in Rieder, einem Ortsteil von Quedlinburg, errichtete Roseburg. Das weiträumige Areal mit den aus verschiedenen Baustilen zusammengewürfelten Gebäuden mutet wie ein Märchenschloss an. Es stammt aber aus der Neuzeit, wurde ab 1907 von einem bekannten Berliner Architekten errichtet. Bernhard Sehring galt zu Lebzeiten (1855-1941) als einer der Großen seiner Zunft in Deutschland. Von Sehring  stammen unter anderem das Theater des Westens in der Nähe des Berliner Bahnhofes Zoo, das Staatstheater in Cottbus, das Schauspielhaus in Düsseldorf sowie die Stadthalle in Görlitz. Für seine Entwürfe für die Berliner Museumsinsel erhielt der 1855 geborene Architekt im Jahr 1881 den renommierten Schinkelpreis. In Berlin gestaltete er auch das Künstlerhaus St. Lucas in Charlottenburg.

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Harzer Schloss Neuschwanstein

 

Dem Harz und der Gegend um Quedlinburg war der Architekt sehr verbunden. So entwarf Sehring auch die  Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz bei Thale. Dass Sehring mit der zwischen Gernrode und Ballenstedt gelegenen Roseburg sein Märchenschloss schuf, ist nur wenigen bekannt. Es ist eine Sensation, was man zu sehen bekommt, wenn man den Aufstieg zur Schlosspforte geschafft und den Eingang der eineinhalb Kilometer langen Umfassungsmauer durchschritten hat.

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Nach Jahren des Verfalls kümmern sich ein Verein sowie der neue aus Berlin stammende Eigentümer Rudolf Illmer um das skurrile Areal, das Architekt Sehring auf den Grundmauern einer bereits 963 erstmals urkundlich erwähnten Burg ab 1905 am Rande des Harzes als Alterswohnsitz gestaltete. Die Roseburg war nicht nur sein Sommersitz, sondern auch ein Ausstellungsort der bei seinen unzähligen Italienreisen zusammengetragenen Kunstwerke.

Sehenswerter Garten

Die eindrucksvolle, aber weitgehend aus Beton errichtete Burganlage hat keinerlei Vorbild in der Landschaft des sie umgebenden Harzes. Sehenswert ist auch der nach Prinzipien der englischen Parkarchitektur gestaltete Garten sowie der frühbarocke italienische Teil. 100 Meter lang ist die Wasserkaskade, die im Sommer zahlreiche Gäste zum Verweilen einlädt. In einem Aussichtsturm befindet sich ein Mausoleum. Sehring selbst, dem später das Geld für die Komplettierung der Anlage fehlte, wurde dort aber nicht beigesetzt.

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Spannend ist auch der mittelalterliche Wehrgang. Viele Besucher genießen einfach den Ausblick auf die weiten Wälder des Harzes oder einfach hinüber zum Schloss von Ballenstedt, wo Preußens Gartendirektor Peter Joseph Lenné einen bezaubernden Garten am Schlosshang gestaltete. Dieser wie auch der Park der Roseburg gehört zu 43 Parkanlagen in Sachsen-Anhalt, die sich den Besuchern im Netzwerk Gartenträume präsentieren. Ein Restaurant auf der Roseburg lädt Wanderer zu beschaulicher Rast ein. Regelmäßig finden mittlerweile auch kulturelle Veranstaltungen statt.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für den Harz.

Informationen zur Roseburg

Im Internet: | www.roseburg-gartentraeume.de, 

www.roseburg-harz.de

Öffnungszeiten: Nov. – März 11.00 – 16.00 Uhr
April – Okt. 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Einlass bis 17.30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 3 EuroFührungen auf AnfrageDas Mitführen von (angeleinten) Hunden ist erlaubt!Anschrift: Roseburg, 06493 Ballenstedt / OT Rieder

Buchtipp: Anke Werner: Gartenträume, Historische Parks in Sachsen-Anhalt, Kulturreisen in Sachsen-Anhalt
Band 3, Fotografien von Janos Stekovics, Verlag Stekovics, 12,80 Euro

Hier gibt es weitere Tipps für den Harz.

 

Best Ager

Typfasten mit Ralf Moll

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Diäten bringen nichts. Das sind auch meine Erfahrungen. Irgendwann setzt der Jojo-Effekt ein. “Was haben wir schon alles in den letzten Jahren ausprobiert.” Nichts habe so  richtig geholfen,  höre ich immer wieder.Typfasten mit Ralf Moll.

Fasten auf Sylt, Foto: D. Weirauch

Auch die oft praktizierte Methode „FdH“ führt zu einem Basen- und Nährstoffmangel mit vielen sauren Zwischenprodukten im Stoffwechsel. Warum also nicht einmal in schöner Umgebung, auf La Palma, mit netten Menschen zusammen Fastenwandern zu praktizieren ? Wir haben es nun ausprobiert und waren begeistert.  Unser Fastenleiter Ralf Moll gilt als Erfinder des Typfastens, einer Weiterentwicklung der Fastenmethode nach dem Arzt Otto Buchinger.

Von Ralf Moll sind unter anderem folgende Bücher erschienen: Schlank statt sauer – mit Gisela Held und “Individuell fasten”  (beide im Südwest Verlag).

Nein,  keine Nulldiät oder nur dünne Suppen. Sondern sonnengereifte Früchte (Früchtefasten),  frisch gepresste Säfte oder leckere  Gemüsesuppen (Suppenfasten) kamen auf den Tisch.  Für viele ist das Einstellen des Körpers auf einen gesunden Säure-Basen-Haushalt der erste Schritt zu einem gesunden Leben. Denn nichts steht dem Wunsch nach Gewichtsabnahme mehr im Weg als ein übersäuerter, blockierter Stoffwechsel.
„Fit in 7 Tagen“,  Energie tanken, seine Akkus wieder auffüllen, sich verwöhnen lassen und sich einfach wieder wohl fühlen in „seiner Haut“, das ist das Ergebnis nach einer Woche Typfasten.

Typfasten mit Ralf Moll

Der schönste Nebeneffekt: wir sind gewandert und haben die wohl  schönste Insel der Kanaren La Palma mit ihren vielen Eigenheiten bei ausgiebigen Wanderungen kennengelernt. Und besonders beeindruckt haben während oftmals anstrengender Wanderungen die grandiosen Ein- und Ausblicke in die Landschaft. Der Roque de los Muchachos und die Caldera de Taburiente sind uns nun gut vertraut. Aber auch Tazacorte, Puerto Naos oder Los Llanos de Ariadne haben wir besucht.

Fasten liegt deutschlandweit und darüber hinaus im Trend.

Davon zeugt die wachsende Zahl von Fastenwandergruppen und Fastenhäusern zwischen Nordsee, Schwarzwald, Allgäu und Österreich. So ist Fastenwandern in der Toskana oftmals ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Auch Fasten und Reiten sowie Fasten und Golfspielen werden angeboten.
Ebenso Fasten und Tanz, der Beispiele gibt es viele.
Fragen werden meistens gern beantwortet. Aber es gibt auch Fastenleiter, die nur das Notwendigste sagen. Darunter leiden vor allem Erstfaster. Der Erfahrungsbericht der Schweizer Schriftstellerin Blanca Imboden auf ihrer Homepage ist nur die sogenannte Spitze des Eisberges.
Eine gute Hilfe bei der Vorbereitung ist die Homepage von Familie Engel aus Hittisau in Österreich. Immer gelobt werden u.a. der Bachtelhof , der renommierte Fastenarzt Dr. med. Henk C.  Hietkamp im Gräflichen Parkhotel zu Bad Driburg (Detox und FX-May) sowie Menschels Resort ind Bad Sobernheim  (Felke-Kur) sowie das traditionelle und auch modifiziert angebotene Fasten in verschiedenen Klöstern. Bekannt ist dafür u.a. das Kloster Hegne der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz am Bodensee im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg.

Empfehlenswert ist immer auch ein Blick in entsprechende Foren, so auf Fasten für alle und Heilfastenkur.de
Fasten liegt ist Trend. Das befand auch mehrmals, 2007 (Autor: Jörg Blech) und zuletzt in einer Titelgeschichte  2011 der Spiegel.

Fasten hilft bei vielen Beschwerden

Gesundheitsexperten empfehlen bei bestimmten Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden, zu fasten. Doch die Diskussion dazu ist kontrovers.  Für das Gesund Magazin und die Tageszeitung Die Welt schrieb ich mehrmals ausführlich über meine ganz eigenen Erfahrungen des Fastens.

Heilfasten ist keine Nulldiät, sondern trainiert die Bereitschaft, verzichten zu können und bewusst etwas für die Gesundheit zu machen. Ich jedenfalls fühle mich nun wieder topfit.
Mein wichtigster Tipp aber an die Fasteninteressenten: wählt den Veranstalter gut aus, schaut nicht nur auf die Homepage,  sondern hört Euch bei fastenerfahrenen Freunden um. Es wird höchste Zeit, das Fastenhäuser, Fastenleiter und Fastenhotels regelmäßig zertifiziert werden. Denn nur so kann Qualität bewertet werden. Sonst mehren sich bald die Stimmen, dass Fastenwillige nur abgezockt werden. Von gesundheitlichen Sorgen einzelner Fastender und Kommunikationsproblemen in der Gruppe  wegen fehlender Sozialkompetenz der Fastenleiter ganz zu schweigen.

Typfasten mit Ralf Moll

Wir machten mit dem Team von Ralf Moll bereits das 2. Mal beste Erfahrungen. Übrigens kommen 75 Prozent der Teilnehmer bei Typfasten wieder: in das  Fastenhaus im Schwarzwald oder eben nach La Palma oder in die Toskana. Schaut selbst, die Bilder erzählen „Lachen ist basisch“.

Typfasten mit Ralf Moll, Foto: Weirauch
Typfasten mit Ralf Moll

 

Typfasten mit Ralf Moll
Typfasten mit Ralf Moll
Best Ager

Besuch im größten Bunker Berlins

Unter den noch erhaltenen Bunkern in Berlin gilt der Hochbunker Heckeshorn auf dem Gelände des DRK-Blutspendedienstes als Exot. “Mit seinen sechs Ebenen ister der stabilste und größte Berlins”, sagt Reiner Janick. Er gehörte 1997 zu den Gründern des Vereins Berliner Unterwelten und kennt alle wichtigen Bunker in der Stadt und im Umland. In Berlin gibt es noch 250 bis 300 intakte oder teilweise zugeschüttete Anlagen. Rund 1000 gab es im Zweiten Weltkrieg.

Unlängst führte Janick durch den Koloss in Heckeshorn mit vier Meter dicken Wänden und Decken. Die Besucher waren erstaunt sein: In dem 20 Meter hohen sowie breiten und 70 Meter langen Bauwerk kann innerhalb von 48 Stunden ein komplettes Krankenhaus in Betrieb genommen werden. Alle Anlagen sind intakt. Der Verein hat vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf den Auftrag erhalten, die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Dafür dürfen die Bunkerexperten in der von 1941 bis 1943 nach Plänen des Zehlendorfer Architekten Eduard Jobst Siedler gebauten Anlage Führungen anbieten. Sie diente dem Stab der Luftflotte Mitte – ab 1944 “Luftflotte Reich” – als Befehlsstand, weiß Janick. “Von hier aus wurde die gesamte Luftverteidigung in einem Umkreis von 200 Kilometern geleitet. Auch wurden die Befehle, wann genau die Sirenen zu heulen hatten, gegeben. Später verschanzte sich der Wehrmachtsführungsstab auf seiner Flucht von Wünsdorf in Richtung Flensburg für kurze Zeit im Bunker. Es soll auch Überlegungen gegeben haben, Hitler dort unterzubringen. “Es existiert kaum ein so spannender Ort wie dieser, der bis in die Neuzeit funktioniert,” sagt Historiker Janick. Während der Berlin-Blockade 1948/49 nutzte die Landespostdirektion den Bunker als Sendestelle für die drahtlosen Fernsprechverbindungen mit West-Deutschland. Später war dort die Radio-Sendestation des “Rias”-Vorläufers “Dias”. Nach Fertigstellung des Sendemastes auf dem Schäferberg wurden einige Räume für die Pathologie der benachbarten Lungenfachklinik Heckeshorn genutzt.

Besuch im größten Bunker Berlins

Für rund acht Millionen D-Mark wurde der Bunker ab 1986 komplett umgebaut. Seine neue Zweckbestimmung: ein Notkrankenhaus für 600 Personen. Das Krankenhaus sollte im “Ernstfall” 407 Patienten, 120 Ärzte und Pfleger aufnehmen. Noch vier Jahre nach dem Fall der Mauer war das Krankenhaus einsatzbereit. 2001 erfolgte dann der Rückbau. Die komplette medizinische Ausstattung wurde an ehemalige Gegner im Kalten Krieg verschenkt. Allerdings, so Janick, unterliegt die Anlage noch heute der sogenannten Zivilschutzbindung. Im Bunker befinden sich heute neben den vier Operationssälen und der Röntgenabteilung auch zahlreiche Bettenräume sowie zwei Notstromaggregate, eine große Luftschutzanlage, die Wasserversorgung mit Tiefbrunnen sowie ein Aufzug und Großküche. Im Vergleich zu den übrigen 22 Zivilschutzanlagen Berlins, die eine maximale Aufenthaltsdauer von bis zu 14 Tagen gewährleisten, soll der Hochbunker 40 Tage sicher sein.

Reiner Janick möchte mit dem Verein Berliner Unterwelten dieses einmalige Gebäudeensemble der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sein Wunsch ist, dass der Ernstfall – terroristische Anschläge, Giftgaskatastrophen, Flugzeugabstürze oder andere große Unglücke – niemals eintritt.

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