Dieter Weirauch

Dieter Weirauch

Reise

Sehenswürdigkeiten in Süditalien

Alberobello (3)Augenweide: Trulli über Trulli

Was man in Süditalien gesehen haben muss. Hier einige Vorschläge:

Zona die Trulli mit Alberobello

Zwischen Fasano, Ostuni, Martina Franca und Alberobello erstreckt sich die „Zona die Trulli“. Trulli heißen die runden, weißen Steinhäuser, die ohne Mörtel zusammengefügt und mit kegelförmigen Dächern aus Kalksteinschindeln gedeckt sind. Am eindrucksvollsten begegnet man dieser originellen, typisch apulischen Bauweise in Alberobello. Der kleine Ort besteht fast nur aus Trulli, vom einfachen Haus bis zur Kirche, insgesamt fast 2000 Bauten. Der Touristenstrom, der sich durch die engen Häuserreihen schiebt, und die vielen Souvenirläden nehmen ihm allerdings viel von seiner idyllischen Atmosphäre. Ursprünglicher ist es auf dem Land, wo man ganze Trulli-Gehöfte sehen kann.

Barockes Lecce

Zahllose goldgelbe Bauwerke im Barockstil prägen das Bild dieser Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß von der zentralen Piazza Sant‘ Oronzo aus zu erreichen. Aus römischer Zeit stammen das zur Hälfte freigelegte Amphitheater und die Colonna die Sant‘ Oronzo, eine der beiden Säulen, die in Brindisi das Ende der Via Appia anzeigten. Heute wird die Säule von der Statue des Heiligen bekrönt.

Der Dom Sant‘ Oronzo mit den beiden Fassaden aus Renaissance und Barock wurde 1659 – 1670 unter der Leitung des berühmten Baumeisters Giuseppe Zimbalo errichtet. Besonders schön sind der Dom und sein Platz (Piazza del Duomo), wenn die Stadt bei Nacht festlich beleuchtet ist.

Matera – Europäische Kulturhaupstadt

Berühmt ist die uralte, am oberen Rand einer kargen Felsenschlucht gelegene Stadt wegen ihrer Höhlenwohnungen, den Sassi (dt.: Steine). Seit undenklichen Zeiten flüchteten die Menschen vor der unbarmherzigen Sommerhitze und auch vor Feinden in die kühlen Tuffsteinhöhlen. Erste Siedlungsspuren gehen bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 20. Jahrhundert waren die Höhlen allerdings zu elenden Slums verkommen.

Erst in den fünfziger Jahren zogen die letzten Bewohner aus, jetzt sind die verschachtelten Behausungen, Terrassen und Treppen eine malerische Kulisse.

Bekannt ist Matera für seine Altstadt, die zu einem erheblichen Teil aus Höhlensiedlungen, den Sassi, besteht.
Bekannt ist Matera für seine Altstadt, die zu einem erheblichen Teil aus Höhlensiedlungen, den Sassi, besteht.

Sila-Gebirge

Der plateauartige, im Durchschnitt 1400 Meter hohe Gebirgszug ist mit dichten Laub- und Nadelwäldern überzogen. Hier öffnet sich mitten im tiefen Süden eine fast skandinavisch anmutende Landschaft mit Bergwiesen, auf denen Kühe weiden, rauschenden Gebirgsbächen und tiefgrünen Seen, die allerdings meist künstlich zur Stromerzeugung aufgestaut wurden.


In 1100 Metern liegt San Giovanni in Fiore, ein etwas düsterer Ort. Manche Frauen tragen auch alltags alte schwarze Trachten. Joachim von Fiore gründete hier im Wald 1189 eine Abtei, in der er den baldigen Weltuntergang prophezeite. Berühmt sind die Teppiche, die hier nach orientalischen Mustern noch heute von Hand gewebt werden.

Cosenza

Die Stadt am Rand des Sila-Gebirges, dort wo die Flüsse Crati und Busento zusammenfließen, ist Literaturkennern durch das Gedicht August von Platens „Das Grab am Busento“ bekannt. Demnach fand im Flussbett des Busento der berühmte Westgotenkönig Alarich sein Grab. Nachdem er Rom erobert und geplündert hatte, starb er 410 n. Chr. auf seinem Weg nach Sizilien tatsächlich in Cosenza. Sein Grab wurde allerdings nie gefunden. In der leider ziemlich verfallenden Altstadt mit ihren nostalgischen Gassen, Treppenwegen und Plätzen sollte man sich den romanisch-gotischen Dom ansehen. In seinem Inneren befindet sich das schöne Grabmal der Isabella von Aragon (gestorben 1271), der Frau des französischen Königs Philipp III.


Über der Stadt thront ein Kastell, das Friedrich II. 1184 auf den Überresten einer normannisch-arabischen Burg errichten ließ.

Blick von der Villa Rendano auf Cosenza
Blick von der Villa Rendano auf Cosenza

Grotta della Poesia

Die Grotta della Poesia, an der adriatischen Küste  gehört laut „National Geographic“ zu den zehn berühmtesten Badebuchten der Welt. Die Badelagune “Grotta della Poesia” befindet sich gegenüber der archäologischen Fundstelle Roca Vecchia, zwischen den Ortschaften San Foca und Torre dell’Orso.

Der Sage nach erhielt die Grotta della Poesia(„Grotte der Poesie“) ihren Namen von einer Prinzessin, die sich in dieser Bucht badete. Anscheinend inspirierte das junge Mädchen mit ihrer unglaublichen Schönheit die Verse vieler Poeten. In Wirklichkeit hat der Name der Grotte aber eine andere Bedeutung. Es wird erzählt, dass die Grotte dazu bestimmt sei, einmal eine Süßwasserquelle zu werden, welche man auf Griechisch als „posia“ bezeichnet. Ja, und Einflüsse des Griechischen erlebten wir im Salento oft. In einigen Orten wird auch noch das urwüchsige greeke gesprochen und gepflegt.

Otranto

Die östlichste Gemeinde Italiens schmiegt sich auf eine ins Meer ragenden Felszunge. Mächtige Mauern und das beeindruckende Castello di Otranto schützen die Hafenstadt.

Mit Naturstein gepflasterte Gassen führen zur Cattedrale di Santa Maria Annunziata aus dem 11. Jahrhundert, deren Boden ein vollständig erhaltenes Mosaik mit einem riesigen Lebensbaum bedeckt. Das von einem Priester namens Pantaleone 1163-65 geschaffene Bildwerk wächst aus der “Hölle” im Eingangsbereich, personifiziert u.a. durch den Griechen Alexander den Großen, bis in den “Himmel” im Chorbereich, den Tierkreiszeichen und Kirchenväter versinnbildlichen.

Die Mosaikfelder zu beiden Seiten des Stammes zeigen Episoden des Alten Testaments, mythologische Darstellungen und bäuerliche Alltagsszenen. Die Cappella del Martiri birgt Reliquiare mit den sterblichen Überresten jener 800 Christen, die nach der Eroberung Otrantos durch die muslimischen Türken 1480 geköpft wurden, weil sie ihrem Glauben nicht abschören wollten. In der Krypta, deren Geölbe auf 48 Säulen ruht, wurden sptantike, byzantinische und hochmittelalterliche, teils fantsievoll mit Tieren und Menschen verzierte Kapitell wiederverwendet.

Gallipolli

Die schöne Stadt (griech. Kalè polis) wurde als griechische Kolonie gegründet. Wie eine Festung liegt die nur durch eine Straße mit dem Festland verbundene Altstadt im Meer. Vom imposanten Castello aus ist es nicht weit zur Kathedrale Sant’Agata (17. Jahrhundert), die mit einer Fassade im üppigen Lecceser Barock und Gemälden der Salento-Schule des 17./18. Jahrhunderts auftrumpft. Gassen winden sich vorbei an weißen Häusern mit blumengeschmückten Innenhöfen zu den massiven Ufermauern. Hier verwöhnen Restaurants ihre Gäste mit der speziellen Fischsuppe Zuppa die pesce alla gallipolina und fantastischen Aussichten.

Was noch auf unserer Reiseliste steht ?

Ostuni

 

Castellana Grotte

In diesem Ort liegen die berühmtesten Tropfsteinhöhlen Italiens. Sie wurden 1938 entdeckt und bis zu einer Ausdehnung von zwei Kilometern erschlossen. Nach einem Abstieg, der 110 Treppenstufen hinunter führt, empfängt uns ein Wald von Tropfsteinen. Die künstlich ausgeleuchteten Höhlen und Gänge mit Stalagmiten und Stalaktiten von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern Höhe zeigen sich in wechselnder Farbenpracht und vielgestaltiger Ausformung. Entsprechend sind die Grotten benannt. Grotte der Denkmäler (di Monumenti), Grotte des Engelsganges (Corridoio dell‘ Angelo) usw. In einem etruskischen Steinbruch hat der Künstler Omero sein „Etruscopolis“ geschaffen: eine künstliche Etruskersiedlung mit Grabstätten und Häusern, Kunstwerken und Alltagsgegenständen. Danach kann man sich am Lido di Tarquinia, dem schönen (schwarzen) Sandtrand vergnügen.

Hier geht es zu einem Bericht über Castro im Salento.

Reise

Copertino – Stadt des fliegenden Heiligen

Apulien-18 (169)

Eine weitere Station der Reise durch Apulien im November 2018 war Copertino. Copertino ist die größte selbstständige Gemeinde in der Provinz Lecce. Die Kleinstadt ist umgeben von Weinplantagen mit ihren Destillerien, Gemüsefeldern, großen alten Olivenhainen, kleinen Zypressen- und Pinienwäldchen. Soviel verrät Wikipedia. In der Stadtmitte zieht das mächtige Castello die Touristen in seinen Bann. Die Festung wurde zwischen 1535 und 1540 auf den Mauern mittelalterlichr Vorgängerbauten errichtet. Blickfang auf der Piazza Castello vor dem Eingang zur Festung ist die 1430 erbaute und 1754 barockisierte Porta di San Guiseppe mit der Statue des Heiligen Franziskus.

An die Festung schließt sich der historische Stadtkern mit der Stiftskirche Madonna delle Nevi (Chiesa Matrice) an.

Aus Copertino stammt auch der 1767 heilig gesprochene Franziskanermönch Guiseppe Desa alias San Guiseppe (1603-1663), der über die Fähigkeit der Levitation verfügt haben soll. Die Gabe, ohne technische Hilfsmittel fliegen zu können, machte ihn zum Schutzpatron der Flieger. Heute vermarktet sich Copertino geschickt mit dem Slogan „Stadt des fliegenden Heiligen“. Gegenüber seinem Geburtshaus wurde ihm in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das barocke Santuario di San Giuseppe erbaut. Jedes Jahr am 18. September beleben Wallfahrer den kleinen Ort Copertino in der Nähe der Barockstadt Lecce in Apulien, ganz im Süden von Italien. An diesem Tag pilgern Hunderte Menschen in stiller Andacht in die Wallfahrtskirche.

Der 18. September  1603 gilt als der Geburtstag des Heiligen der katholischen Kirche. Als Giuseppe Desa geboren, erlangte der Franziskanermönch, da er übersinnliche Fähigkeiten und Gaben besaß.so gilt er als Heiliger der Flieger.

Geburtsurkunde für Josef von Copertino
Geburtsurkunde für Josef von Copertino

Die Chronisten berichten unter anderem über die fliegerischen Fähigkeiten: „Am 4. Oktober 1630, während der Feiern zum Fest von Franziskus, geschah es, dass Josef bis auf die Höhe der Kanzel angehoben wurde und den Atem einer anderen Dimension, der himmlischen Luft, verspürte. Der ekstatische Flug brachte die Fähigkeit mit sich, ins Innerste der vor ihm Stehenden zu blicken und sich mit Tieren zu verständigen. Dies zog Menschen an, die ihn berührten, um Heilung, Hilfe, Trost oder Verständnis zu finden.“

Anstelle seines Geburtshauses entstand die Gedenkkapelle an der Kirche, in der sein Herz aufbewahrt wird.  Guiseppe soll Schuhmacher gelernt haben. Noch heute kann man dem Schuhmacher gegenüber seinem Geburtshaus bei seiner Arbeit zuschauen.

Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.
Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.

Wichtigstes Exportgut der Gegend ist heute neben den Oliven der Wein. Angebaut und gekeltert werden vor allem roter Negroamaro sowie – als Rosato, Rosso und Rosso Reserva – der berühmte Copertino DOC.

Wir besuchten das ökologisch arbeitende Bio-Weingut
Azienda Vitivinicola Marulli
Via Grottella 155
73043 Copertino
www.vinimarulli.com

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Traumhaftes Porto Cesareo

1 Stunde weg

Bei Rio Reiser auf dem Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin

Matthäus (3)Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler

Das Schauspielmusical „RIO REISER. KÖNIG VON DEUTSCHLAND“ von Heiner Kondschak wird am Potsdamer Hans-Otto-Theater vor regelmäßig ausverkauften Haus gespielt. Wir waren zu spät, es gibt keine Karten mehr. Das Stück erzählt die Geschichte Rio Reisers anhand seiner Lieder, die auf selten erreichte Weise Politisches und Privates aufeinander beziehen. Umso mehr erinnere ich mich an Gert Möbius, den Bruder von Rio Reiser, der 1992 und 1993 desöfteren in Potsdam war, um für die Potsdamer Stadtspieltruppe (Chef war damals der Schauspieler und Regisseur Wilfried Mattukat) Stücke zu schreiben und mit Börris von Liebermann (kam von den Berliner Festspielen und war der -heute würde man wohl sagen- Generalmanager der 1000-Jahr-Feier von Potsdam) Projekte zu entwickeln. Auch ein Konzert von „Ton Steine Scherben“ mit Rio Reiser gab es auf dem Potsdamer Luisenplatz. Ich erinnere, der Platz war damals voll.

Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler
Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler, Foto: Weirauch

1996 erfuhr ich vom Tod Rio Reiser und das er auf seinem Bauernhof in Nordfriesland begraben wurde. Vor einigen Jahren erfolgte dann die Umbettung auf den Alter St.- Matthäus-Kirchhof in Berlin, den wir unlängst besuchten, um das Grab des Verlegers von Theodor Fontane zu finden. Hier unsere Reminiszenz zum Friedhofsbesuch.

Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes
Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof hat für Berlin neben dem Dorotheenstädtischen Friedhof und dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof (vor dem Toren der Stadt gelegen) so etwas wie den Status eines Prominentenfriedhofs.

Zahlreiche Berühmtheiten sind auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof beerdigt, darunter Ärzte, Architekten und Unternehmer sowie haufenweise Juristen, beispielsweise Amts- und Landgerichtsräte. Auch einige Villenbesitzer aus dem damaligen Neubabelsberg (rund um den Griebnitzsee) fanden hier ihre letzte Ruhe.

Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin
Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin

Wir entdecken die Gräber von Rudolf Virchow, Carl Bolle und des Bildhauers Friedrich Drake, der die „Goldelse“ auf der Berliner Siegessäule schuf.

Bildhauer Friedrich Drake, u.a. schuf er die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.Natürlich auch der Architekt Alfred Messel, bekannt für Berliner Verwaltungsbauten. Viele Besucher kommen auch zu den Gräbern der Gebrüder Grimm.

Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne
Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne

Blick auf den Garten der Sternenkinder, eine Ruhe- und Gedenkstätte für Fehlgeburten, Totgeburten und Babys die während oder kurze Zeit nach der Geburt gestorben sindBernd Broßmann vom Cafe „finovo“ öffnet unser Herz, als er über den „Garten der Sternenkinder“ erzählt. Wir kommen bestimmt wieder….

Öffnungszeiten des Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Februar, November       8:00 – 17:00

März, Oktober 8:00 – 18:00

8:00 – 19:00 April, September

Mai-August     8:00 – 20:00

Januar, Dezember 8:00 – 16:00

Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé "Finovo"
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé “Finovo”

Hier weitere Informationen

Hotels

Spreewald Thermenhotel Burg

Nancy Schulze begrüßt an der Rezeption des Spreewald Thermenhotels die Gäste Foto: WeirauchNancy Schulze begrüßt an der Rezeption des Spreewald Thermenhotels die Gäste Foto: Weirauch

Der Spreewald hat uns schon häufig zu einem Kurzbesuch angezogen, nur nicht in dieser Jahreszeit. Besuch im Spreewald Thermenhotel Burg

  • entspannen. regenerieren. auftanken.
  • schweben. ins Leben.
Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH
Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH

Die Frage war: Wo kann man dort entspannen, regenerieren, auftanken? Bei der Suche nach einem Hotel fällt das Spreewald Thermenhotel in Burg ob seiner sehr guten Bewertungen bei den verschiedenen Portalen auf. Also nehmen wir uns eine Auszeit in Burg.

❏ Spreewald Thermenhotel

Freundlicher Empfang an der Rezeption. Es gab viele kleine Tipps für den Aufenthalt in Burg. Auch sind Wander- und Radwanderkarten im Shop verfügbar. Überhaupt der kleine Shop: hier werden spreewaldtypische Souvenirs angeboten, einige davon treffen wir anschließend auf dem Zimmer wieder.

❏ Zimmer im Spreewald Thermenhotel

Angekommen im stilvollen Zimmer mit klaren Linien und modernem Raum- und Farbkonzept, fällt unser Blick auf eine großformatige schwarz-weiße Fototapete – eine Spreewaldwiese im Morgennebel. Das Bild erinnert sofort an die Spreewaldkrimis.

Bevor wir das Spreewald Thermenhotel samt Wellnesstempel erkunden, geht’s raus in die Natur. Gleich hinter dem Hotel sind vereinzelt Radfahrer auf dem Gurkenradweg zu sehen. Wir erkunden das beschauliche Burg, eine der größten Streusiedlungen Deutschlands.

Auf dem Weg dahin schauen wir zurück zur Viersterne-Hotelanlage. Sie ist in Anlehnung an die Spreewald Therme gestaltet. Gebaut aus natürlichen Materialien des Spreewaldes fügt sich das Hotel in die Gegebenheiten des Standortes ein und spiegelt im Interieur Elemente der Umgebung wider. Doch dazu später mehr.

In unmittelbarer Nähe des Spreewald Thermenhotels liegt ein Drehort des XI. Spreewaldkrimis: die Grundschule (bis vor wenigen Wochen hieß sie Theodor Fontane, denn Fontane  (im Jahr 2019 jährt sich sein 200. Geburtstag) war auch oft im Spreewald unterwegs. Weiter geht es in den Ort hinein bis zum Spreehafen. Für eine Kahnfahrt ist es heute zu kalt. Also weiter zum Aufwärmen in die unweit gelegene Mühle, die immer dienstags um 13.43 Uhr Führungen anbietet. Alte Technik in voller Funktion, es rüttelt und schüttelt – Wilhelm Buschs Max und Moritz lassen grüßen. Im Mühlenladen gibt es frisch gemahlene Kornprodukte zum Mitnehmen. Beim Spaziergang zum Bismarckturm tanken wir ausreichend frische Luft. Viele Urlauber begegnen uns nicht, wir sind allein in der Natur und geben uns unseren Gedanken hin.

Blick auf das Thermenhotel, rechts der "Bademantelgang", Foto: Spreewald Therme GmbH
Blick auf das Thermenhotel, rechts der “Bademantelgang”, Foto: Spreewald Therme GmbH

❏ Spreewald Therme

Entspannt geht es zurück ins Spreewald Thermenhotel. Wir wollen in die Therme. Die Gäste der 83 Zimmer können den Wellness- und Saunabereich der Spreewald Therme wettergeschützt über den „Bademantelgang“, der einem überdachten Passagierzugang zu einem Flugzeug gleicht,  erreichen.

Der Gast ist König: auf rotem Teppich gelangen wir vom Hoteltrakt über die Gangway – nicht ins Flugzeug – nein es geht in die Spreewald Therme.

Im Vordergrund das Bewegungsbecken der Spreewaldtherme Burg, Foto: Spreewaldtherme Burg
Im Vordergrund das Bewegungsbecken der Spreewald Therme Burg, Foto: Spreewald Therme Burg

Gleichwohl kann man hier unter der Woche auch gut abheben und schweben in den Solebädern (Innen- und Außenbad) und den sieben Saunen. Im wohligen warmen Solewasser aus 1350 Meter Tiefe lässt es sich gut entspannen, Wassermassagen lockern den Körper auf. Die Haut wird samtweich – kurzum wir fühlen uns sehr wohl. Hinzu kommt die absolute Ruhe, kein Spaßbad, nur das Wasser plätschert – auch das trägt zur Entspannung bei. Es scheint fast so, dass keiner der Thermengäste die angenehme Stille durch laute Gespräche stören will. Haben wir ein Glück. Gestresste Großstädter finden hier ihre Ruhe. Wahrscheinlich zieht es auch deshalb viele Gäste aus Berlin, Cottbus oder Dresden her – die Autokennzeichen auf dem für Hotelgäste kostenlosen Parkplatz vor dem Spreewald Thermenhotel mögen ein Beleg dafür sein.

Aus 1350 Metern wir die Sole hinaufgepumt, Foto: Weirauch
Aus 1350 Metern wir die Sole hinaufgepumt, Foto: D. Weirauch

Auch die Saunalandschaft macht gute Laune. Gerade in dieser Jahreszeit härten die Aufgüsse ab und beugen Erkältungskrankheiten vor.

Finnische Sauna

Zu jeder vollen Stunde kommt die Saunafee mit ihrer Assistentin (diese verteilt Fruchtstücke vor dem anstrengenden Procedere) und dann geht es mit der Wedelei los. Wem es zuviel ist, der kann in den Pausen die 95 Grad Sauna verlassen. Wir bewundern das Durchhaltevermögen so mancher Saunisten. Denn meist besuchen sie mehrere Saunen mit den schweißtreibenden Aufgüssen.

Die Aufgüsse in der Spreewaldsauna sind berühmt, Foto: Spreewald Therme Burg

Durch ein breites großes Fenster schaut man von der finnischen Sauna über  den Saunagarten zur Kräutersauna, die in einem historischen Blockbohlenhaus untergebracht ist. Auch hier herrschen hohe Temperaturen. Etwas „kühler“ ist es im Dampfbad, dem Sanarium oder in der Infrarotsauna. Im ausliegenden „Wasserzeichen“, dem Magazin für Freunde der Spreewaldtherme, gibt es zudem ausführliche Tipps zum richtigen Saunieren. Gesunde Säfte und alkoholfreie Cocktails gibt es im Saunabereich, Salate und leichte Speisen im Thermenrestaurant. Die Preise dafür sind moderat.

Wirkung des Thermalwassers

Die Mineralstoffkonzentration der Spreewälder Sole beträgt 239 Gramm pro Liter. Damit ist die Spreewälder Sole äußerst mineralisiert. Sie kommt aus einer Tiefe von 1350 Metern und hat eine Temperatur von 31 Grad. Für die einzelnen Becken in der Spreewaldtherme wird sie entsprechend aufgeheizt beziehungsweise abgekühlt. Sole gilt als hervorragendes Mittel gegen Stress. Wenn die Schwerkraft nicht mehr wirkt, entspannt die Muskulatur automatisch und auch das Nervensystem „fährt herunter“. So haben nicht nur wir es erlebt.

In der Sole entspannen, Foto: Spreewaldtherme Burg
In der Sole entspannen, Foto: Spreewald Therme Burg
Spreewaldtherme in Burg/Spreewald, Foto: Spreewaldtherme
Halbstündlich setzt sich der Riesenwhirpool in Bewegung, Foto: Spreewald Therme Burg

Auch Massagen oder das legendäre Gurkenbad, die vorab an der Rezeption gebucht werden können, steigern unser Wohlbefinden. So ist ein Tag in der Spreewaldtherme schnell vergangen.

Im Gurkenbad, Foto: Spreewaldtherme Burg
Im Gurkenbad, Foto: Spreewald Therme Burg

Entspannung pur

Unter diesem Motto offerieren das moderne hauseigene Fitnessstudio und die qualifizierten Trainer den Gästen die Möglichkeit, ihr persönliches Wohlbefinden und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Vor Beginn des individuellen Trainings kann man einen Eingangstest machen.

Hot Stone Massage in der Spreewaldtherme Burg: Foto: Spreewaldtherme BurgSpreewaldtherme
Hot Stone Massage in der Spreewaldtherme Burg: Foto: Spreewald Therme Burg

Parallel hält der Wellnessbereich ein reichhaltiges Angebot zur Entspannung bereit: Bei der Anwendung der verschiedenen Massagen, Pflegepackungen und Bäder kommen unter anderem eigens für die Spreewald Therme entwickelte Pflegeprodukte zum Einsatz. Wer mag, kann diese dann auch im Shop des Spreewald Thermenhotels erwerben.

❏ Essen und Trinken

Moderne, kreative Küche mit regionalen Köstlichkeiten und einer Spreewaldnote prägen das Bild des lichtdurchfluteten Restaurants. Bei schönem Wetter lockt die Sonnenterrasse mit 100 Sitzplätzen. Und ab und an kommt dann ein Spreewaldkahn vorbei, denn das Spreewald Thermenhotel hat seit 2017 einen eigenen Kahnanleger.

Motto der Küchencrew ist „Gesunder Genuss“. Vitaminreiche Küche mit leichten, leckeren Gerichten aus regionalen Produkten. Damit passt auch die Gastronomie perfekt zur Philosophie der Therme: Zur optimalen Entspannung gehört nämlich auch eine frische, leichte und vitaminhaltige  Ernährung. Essen soll nicht nur satt machen, sondern auch glücklich. Ein freundlicher, flinker und unaufdringlicher Service erfüllt jeden Wunsch.

Frische Erzeugnisse aus der Region stehen ganz oben auf der Einkaufsliste. Ein Hinweisblatt in der Speisekarte gibt Infos: „So verwenden wir z. B. Leinöl der Ölmühle Ballaschk in Burg, die vielerorts bekannten Spreewaldgurken von RABE, Meerrettich aus dem Spreewald und Säfte der im Kurort Burg ansässigen Mosterei Jank. Das zu unseren Gerichten servierte Brot beziehen wir von der Bäckerei Kuhla.“

❏ Bar im Spreewald Thermenhotel

Absacker an der Bar oder Lesetunde am Kamin. Reichlich Bücher sind vorhanden. Im Mittelpunkt der Bar steht der Kamin, dessen Feuer wärmt, fasziniert und perfekt zum Ambiente einer modernen Bar passt. Gedämpftes Licht, leise Musik, angenehme Farben – all diese Dinge schaffen einen perfekten Rahmen für einen leckeren Drink. Angeregte Gespräche in entspannter Atmosphäre – die Bar des Spreewald Thermenhotels ist beliebt. Wir probierten einen Brand aus der Hofbrennerei Burg, die nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ihre Spezialitäten brennt.

❏ Der nächste Morgen

Am nächsten Morgen überrascht uns ein herrlicher Sonnenaufgang, den wir am Horizont aus unserem Hotelzimmer genießen. Der Blick in die Weite bleibt unseren computergestressten Augen selbst beim Zähneputzen erhalten: Die Architekten haben eine tolle Idee umgesetzt. Der Badtrakt lässt sich über verschiebbare Spiegel, die sich über dem Waschbecken befinden, öffnen, so dass man bei geöffnetem Zimmerfenster direkt in die Landschaft sehen kann – der Blick weitet sich im wahrsten Sinne des Wortes.

Der schöne Start in den Tag sollte mit einer Aquafitness, die immer mittwochs um 8 Uhr stattfindet, weitergehen. Diese fiel jedoch bei unserem Aufenthalt überraschend – ohne vorherigen Hinweis – aus. Ein kleiner Wermutstropfen, der unsere gute Laune und die von ca. 20 weiteren Gästen nur kurz nach unten zog. Das morgendliche Solebad, das Dampfbad und Soleinhalierungssauna ließen die ausgefallene Aquafitness schnell vergessen.

Das abwechslungsreiche Frühstück machte nach dem morgendlichen “Thermengang” den Start in den neuen Tag perfekt. Frisches Obst, Leinenöl und Quark (machen nicht nur die Spreewälder stark), alle Spreewaldgurkenarten in stilvollen Steinguttöpfen angeboten, verschiedene Käse-und Wurstsorten – zumeist aus der Region – und vieles andere ließen keine herzhaften oder süßen Wünsche offen. Und zum Morgenkaffee gehört für uns auch eine Zeitung, die es selbstverständlich gab – und die wir in der Leselounge mit Bibliothek und Blick in die Natur lasen.

Wir kommen wieder, vielleicht gibt es bis dahin ja eine Touristen-Führung zu den Drehorten der Spreewaldkrimis, die seit 2006 im ZDF laufen. Oder wir folgen den Empfehlungen des Rezeptionisten Thomas Achilles, der mit Begeisterung vom Biosphärenreservat Spreewald erzählte.

Entspannen. regenerieren. auftanken. schweben. ins Leben. – Der Spruch in der Therme wird uns hoffentlich noch lange an eine schöne Auszeit erinnern.

Hier noch die versprochenen Infos zum Hotel. Das Spreewald Thermenhotel verfügt über 83 Zimmer und 166 Betten. Für das Design griffen die Architekten in Anlehnung an das benachbarte Sole-Thermalbad die Gestaltungselemente des Spreewaldes auf. „So wurden dieselben oder ähnliche spreewaldtypische Materialien verwendet wie sie auch in der Spreewald Therme verbaut sind. Dazu gehören die langen Ziegelmauern, die das Gebäude mit der Landschaft verzahnen, die dunkle Fassade, die Wandverkleidungen aus Erlenholz im Inneren, die Farben, usw.“, erläutert der Architekt Ernst Ulrich Tillmanns vom Architektenteam 4a Architekten GmbH.

Die Recherche zu diesem Artikel wurde vom  Spreewald Thermenhotel unterstützt.

Informationen zum Spreewald Thermenhotel

  • Adresse:
    Spreewald Thermenhotel, Ringchaussee 152, 03096 Burg (Spreewald)
  • Telefon: 035603 18850
  • E-Mail: info@spreewald-thermenhotel.de
  • Homepage: www.spreewald-thermenhotel.de
  • Anfahrt: Spreewald Thermenhotel befindet sich 8 km vom Bahnhof Vetschau und eine 15-minütige Fahrt von der Autobahn A15 entfernt.
  • Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH
    Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH

Ausflugsziele in der Umgebung

Der Ort Burg hat einige Sehenswürdigkeiten, darunter den Bismarckturm und die Spreewaldmühle.

Kann immer Dienstags besichtigt werden: Spreewaldmühle in Burg, Foto: Weirauch
Kann immer dienstags besichtigt werden: Spreewaldmühle in Burg, Foto: D. Weirauch
Bismarckturm in Burg im Spreewald, Foto: D.Weirauch
Plakat für ein Lichtspektakel am Bismarckturm in Burg im Spreewald, Foto: D.Weirauch

Bis zur Windmühle Straupitz sind es rund 12 und bis zum Freilandmuseum Lehde rund 20 Kilometer. 

Einzelne Stationen zu den Drehorten der Spreewaldkrimis sind hier aufgelistet.

 

 

Reise

Der Tempel der Hatschepsut

p1270650hatschepustDie übereinanderliegenden Terrassen schmiegen sich an den Fuß des Bergmassivs. Foto: D. Weirauch

Ich wollte schon als Kind tief graben – am liebsten als Archäologe an antiken Ausgrabungsstätten. Also bin ich jetzt in Ägypten auf den Spuren der Pharaonen unterwegs gewesen. Lest hier, was ich erlebt habe.

Frühmorgens sind wir mit dem Bus losgefahren, um von unserem Nilkreuzfahrtschiff  “Sunrise Terramar” an das westliche Nilufer nach Theben-West,  in das Tal der Könige, zu kommen. Darüber hier später mehr. Vom Tal der Könige aus ging es dann weiter in das Tal der Königinnen.

Bis wir vor dem beeindruckenden Tempel der Hatschepsut standen. In seiner heutigen, von polnischen Archäologen und Bauhistorikern rekonstruierten Form, mutet das Bauwerk nahezu modern an, als sei es im Bauhausstil errichtet worden. Allerdings war der Tempel im Altertum farblich dekoriert und sein Vorplatz vermutlich mit Bäumen bepflanzt.

Der Tempel wird auch derzeit wieder restauriert - polnische Restauratoren zeigen ihr Können. Foto: D. Weirauch
Der beeindruckende Tempel Foto: D. Weirauch

Dieser Terrassentempel der Hatschepsut ist eine Hommage an die einzige “Frau Pharao” Ägyptens. Er liegt magisch in einem Talkessel. Die übereinanderliegenden Terrassen schmiegen sich an den Fuß des Bergmassivs.  Besonders herrlich ist der Anblick in der Morgensonne.

Der Totentempel der Hatschepsut stammt aus der 18. Dynastie und ist der am besten erhaltene Tempel in Deir el-Bahari am Westufer des Nil in Theben. Auffällig ist seine eigenwillige Architektur. So sind seine Pylone durch offene Pfeilerhallen am Anfang je einer Terrasse ersetzt. Der gesamte Tempel ist aus Kalkstein errichtet.

Dieser Terrassentempel ist eine Hommage an die einzige "Frau Pharao" Ägyptens. Er liegt magisch in einem Talkessel. Foto: D. Weirauch
Dieser Terrassentempel ist eine Hommage an die einzige “Frau Pharao” Ägyptens. Er liegt magisch in einem Talkessel. Foto: D. Weirauch

Der gesamte Talkessel von Deir el-Bahari ist hauptsächlich den Göttern Hathor und Amun-Re geweiht, daneben auch Horus in Chemmis, Anubis, Amun und Iunmutef. Der Tempel wurde bis in ptolemäische Zeit genutzt. In koptischer Zeit entstand auf dem Tempel das Phoibammon-Kloster. Das Kloster wurde bis ins 11. Jahrhundert genutzt und von verschiedenen Bischöfen besucht.

Blick zum beeindruckenden Tempel der Hatschepust. Foto: D. Weirauch
Blick zum beeindruckenden Tempel der Hatschepsut. Foto: D. Weirauch

Hier geht es am kommenden Sonntag zum  Tal der Könige, der Totenstadt der Pharaonen. Eine beeindruckende  Schatzkammer der Archäologie.

Am Totentempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari bei Luxor, Foto: Weirauch
Am Totentempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari bei Luxor, Foto: Weirauch

Die Recherche nach Ägypten wurde von Öger Tours unterstützt. Hier geht es zur Seite des spezialisierten Orient-Reiseveranstalters.

Was kostet so eine Nilkreuzfahrt mit Öger Tours ?

Nilkreuzfahrtschiff SENTIDO M/S Nile Saray ****+

Eine Woche in der Doppel-Außenkabine, Vollpension,

inkl. Flug, Transfer, Rail & Fly (2. Kl.)

Sommer 18:

Pro Person ab 555 Euro

z.B. am 07.06.18  ab Berlin-Tegel

Öger Orient Sommer 18, S. 14

Winter 17/18:

Pro  Person ab 444 Euro

z.B. am 07.12.17  ab Paderborn

Öger Orient Winter 17/18, S. 14

2 Wochen Kombi-Special Nilkreuzfahrt mit Badeaufenthalt (Beschreibung siehe Katalog, S. 13)

1 Woche in der Außenkabine auf einem Nilkreuzfahrtschiff und 1 Woche im Doppelzimmer im Badehotel,

All Inclusive inkl. Flug, Transfer, Rail & Fly (2. Kl.)

Sommer 18:

Pro Person ab 999 Euro

z.B am 28.05.18 ab Berlin-Schönefeld

Öger Orient Sommer 18 S. 13

Winter 17/18:

Pro Person ab 899 Euro

  1. B. am 11.12.17 ab Hamburg

Öger Orient Winter 17/ 18 S. 13

HotelsReise

Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht

Hotel Walther in Pontresina, Foto: Hotel WaltherHotel Walther in Pontresina, Foto: Hotel Walther

­Pontresina – am Fuß des Berninamassivs gelegen, ist das Dorf mit dem grandiosen Blick auf die höchsten Gipfel der Ostalpen ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Und hier lebt eine der größten Steinbockkolonien der Alpen. Wir besuchten das: Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht

Zunächst ging es mit der Swiss von Berlin nach Zürich, weiter geht es mit dem Zug der Schweizerischen Bundesbahn bis Chur. Hier stiegen wir um in die Rhätische Bahn und fuhren über Samedan nach Pontresina.

Die gut dreistündige Bahnstrecke durchs Albulatal ins Engadin ist für Eisenbahnfans bereits ein Genuss. Mit ihren Kehrtunnel und den schwindelerregenden Viadukten gehört sie zu den malerischsten und interessantesten Bahnstrecken Europas. Zusammen mit der Bernina-Linie gehört sie seit Juli 2008 zum UNESCO Welterbe.

Der Albulatunnel ist über 110 Jahre alt. In den nächsten Jahren wird deshalb parallel dazu ein neuer Albulatunnel gebaut. Der Bahnbetrieb geht nebenbei weiter, die Baustelle, an der die Züge langsam vorbeifahren, informiert großformatig und farbenfroh über das Projekt (www.engadin.stmoritz.ch/bahnverkehr). Der Durchschlag der Tunnel erfolgte am 2.Oktober 2018.

❏ Ankunft in Pontresina

Wir kommen pünktlich in Pontresina an, von hier aus wollen wir den Bergsommer beim Wandern entdecken, das Wetter spielt mit herrlichem Sonnenschein, leichtem Wind und weiten Blicken in Täler und Berge mit.

Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch
Das Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch

Auf dem Bahnhofsvorplatz werden wir und ein weiteres Ehepaar durch den Hotelshuttle des Hotel Walther abgeholt. Uns zieht es in das Hotel Walther,  das andere Ehepaar wird im ebenfalls zum Hotel Walther gehörenden Hotel Steinbock übernachten.

Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Hotel Steinbock gehört zum Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch

Die Häuser liegen nebeneinander und werden seit 1997 durch die Familie Anne-Rose und Thomas Walther in dritter Generation geführt- “Unser Anliegen ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ Die Giazetta Walther (Nr. 3/2018) verweist auf der Titelseite auf das Alter und das Motto des Grand Hotels: 111 Jahre, Liebe, Wellness, Wanderlust. Ungezwungene Ferien im Sommer, Herbst und Winter werden im familiären Grand Hotel offeriert. Überhaupt wird die gut gemachte Hauspostille eine große Rolle während unseres Aufenthaltes spielen. Sie ist wie ein Leitfaden für den Kurzurlaub. Und sie informiert uns über so manches Detail am Rande.

❏ Begrüssung im Hotel Walther

111 Jahre alt und immer noch so attraktiv, immer jung und lebendig. Der helle, lichte Aufgang zur Rezeption verbreitet eine elegante Atmosphäre, macht neugierig auf die hohen hellen Räume mit den großen Fenstern, dem wohnlichen Farbkonzept, den stilvollen Sitzgruppen um den Kamin, die zum Zeitungslesen und Plaudern einladen. Auch der Schreibtisch vor dem Fenster fordert geradezu auf, statt E-Mail und SMS eine Postkarte zu schreiben, sich Zeit zu nehmen für ein paar Sätze und nicht nur abgehackte Wortgruppen. In diesem schönen Salon kann man ankommen und entschleunigen und den Begrüßungstrunk genießen.

Begrüßt werden wir von einer jungen, strahlenden Frau namens Leonie. Kein aufgesetztes Lächeln, natürliche Freundlichkeit. Schnell sind die Anmeldeformalitäten erledigt, unser Gepäck wird still und leise in unsere Junior-Suite gebracht. Wir müssen uns um nichts kümmern. Auf dem Weg zur Suite erfahren wir von Leonie, dass das Hotel Walther Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist. Leidenschaftlich berichtet sie uns von den Ausflügen mit den Seilbahnen hinauf zum Diavolezza oder zum Morteratsch-Gletscher.

Immer freundlich und kompetent: Rezeptionistin Leonie im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Immer freundlich und kompetent: Rezeptionistin Leonie im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch

Sie empfiehlt uns auch für den nächsten Tag in den Thaiswald zum Camerata Pontresina zu gehen und uns das täglich stattfindende  einstündige Konzert in der freien Natur anzuhören. Auf dem Weg dorthin könne man sich auf dem Wanderweg an Tafeln über die Geschichte der Rhätischen Bahn informieren. Wir freuen uns über ihre Tipps und nehmen erstmal die Suite in Augenschein.

❏ Die Zimmer im Hotel Walther

In warmen Farben sind die Zimmer im Hotel Walther gestaltet, Foto: hotelwalther.ch
In warmen Farben sind die Zimmer im Hotel Walther gestaltet, Foto: hotelwalther.ch
Geräumig ist auch das Bad eines Zimmers im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Geräumig ist auch das Bad eines Zimmers im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

Großzügig, hell, ein schönes Farbkonzept, wir fühlen uns wohl. Der Sanitärbereich ist mit Bad, Dusche, Bidet, zwei Waschbecken großzügig bemessen, sehr, sehr sauber. Hier möchte man länger bleiben als nur die zwei Nächte. Alles läuft sehr ruhig ab, die Sonne scheint ins Zimmer, wir schauen ins Grüne, auf den Fluss, wo noch ein paar Wanderer unterwegs sind. Uns zieht es noch vor dem Abendessen in den SPA-Bereich des Hotels.

❏ Wellness & Spa im Hotel Walther

Vereint alt und jung: das Gemälde im Pool des Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Vereint alt und jung: das Gemälde im Pool des Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

Den Walther Gästen steht das Aqua Viva mit Hallenbad, Sauna und weiteren Bädern zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Massagen und Behandlungen.

Im Spa- & Wellnessbereich AQUA VIVA gibt es  neben der großen Finnische Sauna Weiteres:
•    Steingrotte „Cristallino“
•    Dampfbad
•    Engadiner Kräuterstube
•    Bergbach-Fussbad mit Wasserfall
•    Erlebnisduschen
•    Hallenbad (7 x 14 Meter)
•    Whirlpool
•    Fitnessecke (Laufband, Stepper, Ergometer)
•    Solarium
•    Massage

Der grosse, helle Ruheraum führt direkt in die Gartenanlage. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Gebirgsmassiv.

In der zum Hotel "Steinbock" gehörenden Diavolezza - Gondel gibt es Käsespezialitäten, Foto. Weirauch

Die faszinierende Engadiner Landschaft, die riesige “Natural-Wellness-Anlage”, werden wir erst in den nächsten Tagen auf unseren Wanderungen erkunden.

Eine freundliche Rezeptionistin im Hotel Steinbock ist Geraldine Zweifel, Foto: Weirauch
Eine freundliche Rezeptionistin im Hotel Steinbock ist Geraldine Zweifel, Foto: Weirauch

❏ Essen und Trinken im Hotel Walther

Wir machen uns auf zum Abendbrot. Im wunderschönen Jungendstilsaal werden wir von freundlich an unseren Tisch geführt. Hier lernen wir auch Daniele Gandola kennen, den Freund von Leonie. Seine Herzlichkeit steckt ebenso an wie die von Leonie. Da haben sich zwei für´s Leben im Walther gefunden. Leonie, die mit freundlicher Zurückhaltung agiert, Daniele, der mit vollem Temperament seine Aufgaben verrichtet. Während wir auf unser Essen warten, erkundigt sich Frau Walther nach unserem Wohlbefinden. Später erfahren wir, dass die Hoteliers zu allen Gästen den Kontakt pflegen. Beim abendlichen Rundgang erkundigt sich Frau Walther nach unseren Erlebnissen, gibt Tipps für den nächsten Tag und freut sich, dass wir zufrieden sind.

Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Immer für die Gäste da: das erfahrene Service-Team im Hotel Walther in Pontresina, Foto: Weirauch
Blick in das Gourmetrestaurant Stueva im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Blick in das Gourmetrestaurant La Stueva im Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

❏ Tipps zum und vom Hotel Walther

Das Walther ist ein Hotel mit Geschichte und Geschichten. Engagierte Menschen schrieben und schreiben sie bis heute. Mehr sich intensiver mit der Geschichte des Hotels und der Entwicklung des Tourismus beschäftigen möchte, den empfehlen wir Link zum Buch

❏ Was toll war im Hotel Walther

Das Hotel Walther ist ein perfekter Rückszugort sowohl für Alleinreisende, Paare wie auch für Familien. Der Saunabereich kann erst ab 16 Jahre besucht werden,  auch ein Pluspunkt für Ältere. sowohl Frau als auch Herr Walther sind als gstgeber für die Gäste da. So bekamen wir von Frau Walther am Abend Tipps für den kommenden Tag und erfuhren viel Interessantes zur Familiengeschichte. So war auch Stefan Zweig Gast im Hotel und schrieb den Roman “Im Rausch der Verwandlung” hier. Hier ein Auszug: “Sommer 1926. Christine Hoflehner hat eine bescheidene Anstellung als Postassistentin in einem österreichischen Dorf gefunden. Die Sorgen der Nachkriegszeit sind überwunden, doch vor ihr liegt ein freudloses, ärmliches Leben. Ein Telegramm reißt sie völlig unerwartet aus der Monotonie ihres Daseins: Amerikanische Verwandte laden sie zu einem Urlaub ins Engadin nach Pontresina ein. Verschüchtert und unsicher kommt sie in dem großen, eleganten Hotel an, gerät aber rasch in den Sog dieser »Welt ohne Arbeit, ohne Armut, die sie nie geahnt«, und genießt ihn schon bald als ….”, mehr gibt es hier.

Freundliche Gastgeber sind Anne-Rose und Thomas C. Walther, Foto: hotelwalther.ch
Freundliche Gastgeber sind Anne-Rose und Thomas C. Walther, Foto: hotelwalther.ch

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Pontresina und Umgebung.

Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch
Ein Traum auch im Winter: Hotel Walther in Pontresina, Foto: hotelwalther.ch

error: Content is protected !!