Dieter Weirauch

Dieter Weirauch

Reise

Silberstadt Freiberg – mehr als Geschichte

Freiberg Sachsen

Freiberg kannte ich schon aus den Romanen von Sabine Ebert. Und von verschiedenen Bergparaden sowie dem langwierigen Procedere in Sachen UNESCO-Weltkulturerbe. Freiberg und Annaberg-Buchholz gehören wie Marienberg, Schneeberg und Seiffen zu den wichtigen Orten im Weihnachtsland Erzgebirge. Also fuhren wir wieder einmal hin. Denn: Freibergs Altstadt ist sehenswert. Die Stadt hat eine reiche Historie. Freiberg bietet so manches Kleinod und man ist immer wieder überrascht von der toll restaurierten Altstadt. Denn das war nicht immer so. Irgendwie atmet alles Geschichte. Selbst an kleine Details aus der Stadtgeschichte, wie die erste Gaslaterne, die hier 1811 brannte (es soll die erste Gaslaterne in Europa gewesen sein) wird erinnert.

Blick auf das Lehr- und Besucherbergwerk Reiche Zeche am Rande von Freiberg, Foto: Weirauch
Lehr- und Besucherbergwerk Reiche Zeche am Rande von Freiberg, Foto: Weirauch

Was man in Freiberg sehen sollte

Potsdam

In Potsdam ist Garnisongeschichte präsent – Volker Schobeß hat sie aufgeschrieben

Archiv Schobeß PotsdamVolker Schobeß

Weihnachten naht, hier ein Buchtipp: Volker Schobeß: „Chronik der Garnisonstadt Potsdam 1640-1994. Mit kriegsgeschichtlichen Anmerkungen und heereskundlichen Notizen.“ Trafo-Verlag-Berlin

Mit dieser Chronik stellt der renommierte Potsdamer Militärhistoriker Volker Schobeß eine der umfangreichsten stadt- und garnisongeschichtlichen Arbeiten der letzten Jahrzehnte vor. Das Buch umfasst in seiner Erinnerungskultur einen Zeitraum von 350 Jahren, beschreibt erstmals und sehr ausführlich die harten Straßenkämpfe in Potsdam des Jahres 1945. Ebenso werden die letzten fünfzig Jahre deutscher Nachkriegszeit geschildert. Im Anhang findet der Leser eine „Schatullenabrechnung“ Friedrichs des Großen vor, aus der erstmals überhaupt sämtliche Abrechnungen über die „Langen Kerls“ aus dem berühmten Königsregiment hervorgehen.

Archiv Schobeß Potsdam
Offizier und Grenadier vom Königsregiment in Potsdam. Archiv Schobeß Potsdam

Beispiele für Militärgeschichte in Potsdam

Reise

Warum man 2021 nach Polen reisen sollte

Stettin

Polen gehört zu den Lieblingszielen vieler deutscher Urlauber. Längst fahren nicht nur sogenannte Heimwehtouristen in das schöne Nachbarland. Polen bietet viele Entdeckungen. Nicht nur die polnische Ostseeküste und Masuren werden ebenso wie Krakau und Breslau gern besucht. Im Fokus der Polen-Reisenden stehen auch Radtouren und Besuche von Schlössern und Gärten im Hirschberger Tal im einstigen Schlesien. Der preußische Gartengestalter Peter Joseph Lenne´ schuf dort und in Pommern mehrere heute noch berühmte und gut gepflegte Gartenanlagen mit gut besuchten Musikfestivals. einfachraus.eu berichtet regelmäßig über Sehenswürdigkeiten in Polen und gibt Tipps für Veranstaltungen im schönen Nachbarland.

Was man 2021 in Polen erleben kann

Reise

Ballenstedt: Wo Albrecht der Bär begraben ist

Ballenstedt Albrecht der BärJochen Müller schuf das Denkmal für Albrecht den Bären

Eine kopfsteingepflasterte Rampe verbindet den Schlossplatz mit dem oberhalb gelegenen Schloss, das bis zu ihrer Vertreibung im Jahr 1945 Wohnsitz der fürstlichen Familie Anhalt war. Bevor man den Schlosshof von Ballenstedt betritt, lohnt sich der schöne Blick zurück durch das Schlosstor in die rund 1,2 Kilometer lange schnurgerade Kastanienallee, die von der Altstadt hinauf auf den Schlossberg führt.

BallenstedtBallenstedt Harz
Ballenstedts Bürgermeister Dr. Michael Knoppik

Was man in Ballenstedt sehen sollte

1 Stunde weg

Technisches Denkmal – Mittelwellensender 21 auf dem Funkerberg

Mittelwellensender21Mittelwellensender in der Funkstelle Königs Wusterhausen, 1928, Foto: M. Dummer/Archiv Weirauch

Der 22. Dezember 1920 ist ein historisches Datum. An diesem Tag ist von der Hauptfunkstelle auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) die erste deutsche Rundfunksendung, die Übertragung eines Instrumentalkonzertes, mit  einer Reichweite von 1.500 Kilometern ausgestrahlt worden. Drei Instrumente – Geige, Klarinette und Harmonium – brachten den Menschen weihnachtliche Musik ins Haus. 1920 nutzten die Rundfunk-Pioniere einen selbstgebauten Lichtbogensender. Ein neues Zeitalter brach an. Seither gilt der Funkerberg von Königs Wusterhausen bei Berlin als die Wiege des deutschen Rundfunks. Der rbb Berlin-Brandenburg begleitet das Jubiläum 100 Jahre Radio. So ist auf der Homepage zu lesen: “Um 1920 Radio empfangen zu können, brauchte man Kopfhörer und einen sogenannten Detektor, der die Funkwellen mit Unterstützung eines Bleiglanzkristalls in hörbare Frequenzen übersetzt.” Das Entscheidende von dieser Sendung am 22. Dezember 1920 war, dass die Techniker Sprache und Musik übertragen haben. Und damals haben sie zur Musikübertragung einfach die Telefonsprechkapsel vor den Hörer eines Grammofons gehalten und haben damit die Musik übertragen“, so berichtet Rainer Suckow, Radio-Enthusiast und Vorsitzender des Sende- und Funktechnikmuseums in Königs Wusterhausen im Februar 2020 gegenüber dem Deutschlandfunk.  

Am authentischen Ort

MobilitätReise

Mit MS Classic Lady und Rad auf und an den Masurischen Seen

ClassicladyUrlaub in Masuren auf Classic Lady von DNV-tours

Nikolaiken (Mikolajki), Lötzen (Gizycko), Krutinnen (Krutyn), Eckertsdorf (Wojnowo), Galkowo, Rastenburg(Ketrzyn) und weitere Orte stehen auf dem Programm einer kombinierten Rad- und Schiffsreise in der Masurischen Seenplatte. Wie funktioniert eigentlich in Corona-Zeiten die Fahrt mit dem Schiff auf den Masurischen Seen? Polen wurde bislang verschont von Corona-Hotspots, wie ich im Vorfeld der 7-tägigen Reise gelesen habe. Also machte ich im September 2020 die Probe auf’s Exempel. Mit mir trafen weitere 28 Masuren-Entdecker auf der Classic Lady von DNV-Tours in Nikolaiken ein. Schon während der vierstündigen Fahrt mit dem Bus von Warschau aus wurden die Gäste vom Reiseleiter auf Fiebersymptome getestet. Auch hatten alle Passagiere einen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand ausgefüllt. Der Reiseveranstalter DNV-Touristik hatte im Vorfeld Informationen zum Hygiene- und Sicherheitskonzept auf MS CLASSIC Lady zugeschickt.

Warum Schiff und Fahrrad in Masuren so erholsam sind