Dieter Weirauch

Dieter Weirauch

1 Stunde weg

Bei Rio Reiser auf dem Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin

Matthäus (3)Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler

Das Schauspielmusical „RIO REISER. KÖNIG VON DEUTSCHLAND“ von Heiner Kondschak wird am Potsdamer Hans-Otto-Theater vor regelmäßig ausverkauften Haus gespielt. Wir waren zu spät, es gibt keine Karten mehr. Das Stück erzählt die Geschichte Rio Reisers anhand seiner Lieder, die auf selten erreichte Weise Politisches und Privates aufeinander beziehen. Umso mehr erinnere ich mich an Gert Möbius, den Bruder von Rio Reiser, der 1992 und 1993 desöfteren in Potsdam war, um für die Potsdamer Stadtspieltruppe (Chef war damals der Schauspieler und Regisseur Wilfried Mattukat) Stücke zu schreiben und mit Börris von Liebermann (kam von den Berliner Festspielen und war der -heute würde man wohl sagen- Generalmanager der 1000-Jahr-Feier von Potsdam) Projekte zu entwickeln. Auch ein Konzert von „Ton Steine Scherben“ mit Rio Reiser gab es auf dem Potsdamer Luisenplatz. Ich erinnere, der Platz war damals voll.

Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler
Rio Reiser, der Sänger, Musiker, Komponist, Liedtexter und Schauspieler, Foto: Weirauch

1996 erfuhr ich vom Tod Rio Reiser und das er auf seinem Bauernhof in Nordfriesland begraben wurde. Vor einigen Jahren erfolgte dann die Umbettung auf den Alter St.- Matthäus-Kirchhof in Berlin, den wir unlängst besuchten, um das Grab des Verlegers von Theodor Fontane zu finden. Hier unsere Reminiszenz zum Friedhofsbesuch.

Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes
Wilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof hat für Berlin neben dem Dorotheenstädtischen Friedhof und dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof (vor dem Toren der Stadt gelegen) so etwas wie den Status eines Prominentenfriedhofs.

Zahlreiche Berühmtheiten sind auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof beerdigt, darunter Ärzte, Architekten und Unternehmer sowie haufenweise Juristen, beispielsweise Amts- und Landgerichtsräte. Auch einige Villenbesitzer aus dem damaligen Neubabelsberg (rund um den Griebnitzsee) fanden hier ihre letzte Ruhe.

Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin
Ludwig Karl Virchow vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin

Wir entdecken die Gräber von Rudolf Virchow, Carl Bolle und des Bildhauers Friedrich Drake, der die „Goldelse“ auf der Berliner Siegessäule schuf.

Bildhauer Friedrich Drake, u.a. schuf er die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.Natürlich auch der Architekt Alfred Messel, bekannt für Berliner Verwaltungsbauten. Viele Besucher kommen auch zu den Gräbern der Gebrüder Grimm.

Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne
Gräber für Auguste Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm sowie deren Söhne

Blick auf den Garten der Sternenkinder, eine Ruhe- und Gedenkstätte für Fehlgeburten, Totgeburten und Babys die während oder kurze Zeit nach der Geburt gestorben sindBernd Broßmann vom Cafe „finovo“ öffnet unser Herz, als er über den „Garten der Sternenkinder“ erzählt. Wir kommen bestimmt wieder….

Öffnungszeiten des Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Februar, November       8:00 – 17:00

März, Oktober 8:00 – 18:00

8:00 – 19:00 April, September

Mai-August     8:00 – 20:00

Januar, Dezember 8:00 – 16:00

Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé "Finovo"
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé “Finovo”

Hier weitere Informationen

Reise

Wohin die Deutschen 2019 verreisen

Apulien (26)

Der Reisetrend für 2019 ist klar: die Mittelmeerländer. Im Vorfeld der vom 12. bis 20. Januar in stuttgart veranstalteten die CMT, der ersten großen Reisemesse des Jahres, hat der DRV Prognosen zum Reiseverhalten veröffentlicht. In der Zeit zwischen den Jahren haben die Deutschen fleißig Urlaubspläne für den Sommer geschmiedet.

Hauptbuchungsphase sind die ersten Monate eines neuen Jahres – meist bis Ende März gelten die Frühbucherangebote der Reiseveranstalter. Daher ist es für zuverlässige Trendaussagen für den Reisesommer 2019 derzeit noch zu früh, aber erste Tendenzen für die beliebtesten Sommer-Reiseziele sind bereits aus den Buchungsdaten des Marktforschungsunternehmens GfK erkennbar.

Türkei mit Aufschwung

Die Türkei hat die Besucherflaute der Jahre 2016 und 2017 definitiv überwunden und knüpft an den Aufschwung des vergangenen Jahres weiter an. Insbesondere Familien überzeugen das gute Preis-Leistungsverhältnis und die vielen Flugverbindungen. Die nordafrikanischen Länder Ägypten, Tunesien und Marokko sind ebenfalls gut gebucht – ein Indikator dafür, dass sich die Menschen auf Reisen zunehmend wieder sicher fühlen.

Die wiederaufgebaute Celsus-Bibliothek aus dem frühen 2. Jahrhundert n. Chr. .
Die wiederaufgebaute Celsus-Bibliothek aus dem frühen 2. Jahrhundert n. Chr. .

Die meisten deutschen Urlauber verbringen ihre Sommerferien in den klassischen Zielen rund um das Mittelmeer. Diese Reiseländer vereinen rund 70 Prozent der bislang gebuchten Sommerumsätze auf sich, so die Daten von GfK Travel Insights. Dieses Vertriebspanel basiert auf Reisebuchungen am Point-of-Sale. Spanien, Griechenland und die Türkei sind bislang die im stationären Reisebüro und online am nachgefragtesten Ziele für den Sommer. Hier gehts nach Apulien in den Absatz des Stiefel von Italien.

Die Bucht von Torre del Orso im Salento ist beliebtes Badeziel Foto: Weirauch
Die Bucht von Torre del Orso im Salento ist beliebtes Badeziel Foto: Weirauch

USA beliebtestes Fernziel

Nach zwei Jahren mit Besucherrückgängen legen die USA in der Gunst der deutschen Urlauber wieder zu und werden wieder stärker gebucht. Sie bleiben mit Abstand der Deutschen liebstes Fernreiseziel.

Kreuzfahrten – Kurve nach oben

Urlaub auf dem Wasser ist auch 2019 sehr angesagt: Kreuzfahrten – ob auf hoher See oder auf Flüssen – weisen ein überdurchschnittliches Wachstum auf. Hier ein Bericht mit der AIDA nach Norwegen.

AIDA Mar im Hafen von Talllin
AIDA Mare im Hafen von Talllin, Foto: Weirauch
Die MS Seine Somtesse an der Seine, Foto: nicko
Die MS Seine Comtesse an der Seine, Foto: nicko

Hier geht es zu unseren Reisen mit Nicko-tours

und A-Rosa.

Ein schmuckes Schiff ist die A-Rosa Bella.
Ein schmuckes Schiff ist die A-Rosa Bella, Foto: Weirauch

 

Reiselust ist ungebrochen

Der Verband der Reisewirtschaft geht daher von einer weiter anhaltend guten Urlaubsnachfrage für das Gesamtjahr 2019 aus: „Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen – und der Wunsch, dem Wintergrau zu entfliehen, ist verständlicherweise gerade jetzt besonders ausgeprägt“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbands. „Die Frühbuchersaison ist jetzt in vollem Gange. Pünktlich zur weltweit größten Reisemesse ITB Berlin im März werden wir verlässliche Zahlen vorlegen können“, kündigt Fiebig an.

Der Strand der Insel Wangerooge, Foto: Wangerooge Tourismus

Zwei Drittel aller Reisen der Deutschen gehen ins Ausland. Ein Drittel der Reisen verbringen sie hingegen im eigenen Land. Dabei haben in den Sommermonaten die Bundesländer mit Küsten an der Nord- und Ostsee traditionell die Nase vorn – also Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hier gibt es Tipps zur Nordseeinsel Wangerooge.  

Städtereisen im Trend

Aber auch Städtereisen, insbesondere nach Berlin, Hamburg, Köln und München sind gefragt – egal, ob zum Shopping, für eine Ausstellung oder einen Konzert- oder Musicalbesuch. Diese Trends bleiben im Jahr 2019 voraussichtlich stabil.

Die Kellner haben zu schleppen zum Oktoberfest in München (c) pixabay
Die Kellner haben zu schleppen zum Oktoberfest in München (c) pixabay
Weihnachtsmarkt München, Foto: Günter Knackfuß
Weihnachtsmarkt München, Foto: Günter Knackfuß

 

Reise

Wo man wandern und abnehmen kann: beim Fasten auf Sylt

osterhaseFasten auf Sylt, Foto: D. Weirauch

https://www.fastenwandern-sylt.de/sondertermine/amrum.html

Dieser Tage begann wieder ein Fastenkurs im Fastenhaus Werner auf der Insel Sylt.  Sylt entwickelt sich immer mehr zu einem Mekka für Fastenkuren. Und eingekehrt wird in den nobelsten Restaurants. Um Suppe der Saft zu löffeln, nicht zu trinken. Lest selbst, was ich während der Fastenkur vor einigen Jahren in Westerland auf Sylt erlebt habe. Ich fange mal vom Ende an zu erzählen.

 Darben für einen Apfel

Mehr als zwei Minuten wurde der pausbäckige Apfel aus dem Alten Land gewienert. Bevor ich ihn genussvoll zum Fastenbrechen verspeiste. Ja, ich war eine Woche offline und habe gefastet. Es war höchste Eisenbahn, denn wir sind süchtig auf das jährliche Fasten auf der Insel Sylt.

In trauter Fastenrunde, Fasten auf Sylt, Foto: D. Weirauch
In trauter Fastenrunde, Fasten auf Sylt Foto: D. Weirauch

Einmal im Jahr kommen wir mit Freunden zu einem Besuch auf die wohl schönste Insel Deutschlands. Mehrere haben unter Anleitung von Fastenleiterin Dagmar Schmidt  freiwillig auf alles verzichtet, was man landläufig Laster nennt: Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen,  Fleisch und Fernsehen. Auch Computer oder Internet waren während der Woche für die meisten von uns tabu.

Große Runde in Westerland

Diesmal war ich in großer Runde: 30 Frauen und Männer zwischen 20 und 60 Jahren, die im Fastenhaus am Rand von Westerland auf Sylt zusammen redeten, wanderten oder auch Rad gefahren sind. Vor allem freuten wir uns auf die frisch zubereiteten Säfte am frühen Morgen und die Suppen am Abend.

Eins einte uns: Alle waren freiwillig dort, jeder hatte ein eigenes Ziel. Einige wollten Pfunde verlieren, andere Abstand zu einer vorausgegangenen Lebenskrise gewinnen. Manche wollten einfach nur entschlacken. Der Begriff Schlacke wird allerdings von Schulmedizinern scharf kritisiert, aber beim Heilfasten die Prozesse im Körper wohl ganz gut beschreibt, wie ich im Gesund-Magazin einmal ausführte.

Was ist Fasten ?

„Wie funktioniert das Fasten?“ werde ich oft gefragt. Am ersten Abend wird mit dem Irrigator oder auch mittels Glaubersalz der Darm entleert. Leckerer Tee mildert den unangenehmen Geschmack. Denn, so Fastenleiterin Dagmar, nur ein leerer Darm zeigt kein Hungergefühl und schützt vor Kopfschmerzen und Müdigkeit beim Fasten.

Das besagen auch die Erfahrungen aus der Buchinger-Klinik Bad Pyrmont, wo Dr. Andreas Buchinger, Enkel des Begründers der Buchinger-Methode, wissenschaftlich zu dem Thema arbeitet. Ebenso publizieren darüber die Mitglieder der Ärztegemeinschaft Heilfasten, zu denen u.a.  Dr.med. Rainer Stange vom Berliner Immanuel-Krankenhaus am Kleinen Wannsee und der renommierte Ernährungsexperte Ralf Moll , u.a. Verfasser des Buches „Suppenfasten“, erschienen im Verlag TRIAS, gehören.

„Operation ohne Messer“

Heilfasten gilt unter den Anhängern als „Operation ohne Messer“, es gibt zahlreiche Varianten. Unsere Methode war das Fasten nach der Buchinger-Methode. Beim Frühstück am Morgen wird frisch gepresster Saft nicht hastig getrunken, sondern andächtig gelöffelt.  Der anschließende Frühsport mit Coach Frank brachte den Körper auf Trab.  Die Nacht zuvor hatte mancher von uns mit Kopfschmerzen, andere mit Bauchkneifen und zahlreichen Toilettengängen verbracht. Bewegung ist trotzdem sehr wichtig. Am ersten Tag ging es beispielsweise nach Rantum. Dort kehren wir im Restaurant “Richters” ein und es gab frisch gepressten Mohrrüben-Apfel-Saft.  Die Strandsauna in Rantum genießt ab dem vierten Tag Kultstatus, klar.

In den folgenden Tagen wechselten Radtouren und Wanderungen zu den schönsten Zielen der Insel  ab. Mittwoch strahlten alle und sprachen nur noch übers Essen.  Abends wurden Rezepte getauscht. Die Orte  Braderup, Archsum, Hörnum, Morsum, Keitum, Kampen, List, Wenningstedt, sogar ein Konzert in St. Severin in Keitum und ein Teeseminar standen neben Ernährungskursen auf der Angebotsliste. Unsere Fastenleiter sind Dagmar und Frank.

Vor Jahren wurde  noch gelächelt,  als wir etwa im edlen Restaurant Morsum Kliff, im Fährhaus Munkmarsch, in der Kupferkanne, der Sansibar oder bei Gosch in List einkehrten – um Saft zu trinken. Mittlerweile gehören Fastenwanderer auf Sylt zum täglichen Bild. Mehrere Anbieter gibt es dort – mit wachsendem Zulauf – und zu jeder Jahreszeit.

Fasten auf Sylt, Foto: D. Weirauch
Fasten auf Sylt Foto: D. Weirauch

Fasten liegt im Trend

Fasten liegt deutschlandweit und darüber hinaus im Trend. Davon zeugt die wachsende Zahl von Fastenwandergruppen und Fastenhäusern zwischen Nordsee, Schwarzwald, Allgäu und Österreich. So ist Fastenwandern in der Toskana oftmals ein Jahr im Voraus ausgebucht.

Hier geht es zur Seite des Fastenhauses Werner.

An der Nordsee - auf Sylt entdeckt
An der Nordsee – auf Sylt entdeckt
Potsdam

Stadtkerne aus der Sicht Fontanes sehen

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Im 200. Geburtsjahr Theodor Fontanes widmet sich die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen einer Spurensuche im Sinne Theodor Fontanes. Dabei geht es darum, wie sich Fremdenverkehr und Reisen zur Zeit Theodor Fontanes  in seiner Zeit darstellten und sich seitdem entwickelt haben. Themen sind u.a.: Welche Sehenswürdigkeiten bleiben interessant, welche Gasthäuser stehen in langen Traditionslinien, wie haben sich Verkehrswege entwickelt und was ist vielleicht noch wie in alter Zeit geblieben? Welche Personen und Vereinigungen haben die touristische Entwicklung vor Ort mit vorangebracht? In Ausstellungen und Hörführungen werden Orte der Gastfreundschaft, Orte der Mobilität und Orte der Kommunikation vorgestellt. Damit gehen wieder einmal Kulturland Brandenburg mit der AG Historische Stadtkerne eine fruchtbringende Zusammenarbeit ein.

Am Perleberger Markt, Foto: D.Weirauch
Am Perleberger Markt, Foto: D.Weirauch

Die 31 Städte der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen haben sich in den letzten Jahren zu einer besonderen Qualitätsmarke im Land Brandenburg entwickelt. 

Der Roland von Perleberg, Foto: D.Weirauch
Der Roland von Perleberg, Foto: D.Weirauch

Gemeinsam mit „Kulturland Brandenburg“ heißt es 2019 „Stadtwärts! Zu Gast in der Mark“. An dem Fontane-Programm der AG beteiligen sich elf der 31 Mitgliedsstädte. Schwerpunkt wird natürlich Neuruppin sein, wo die meisten Veranstaltungen stattfinden. Neuruppins bürgermeister Jens-Peter Golde benannte auf dem Jahrespressefrühstück der AG rund 60 Veranstaltungen zum Fontanejubiläum allein in der “Fontanestadt Neuruppin”. Am 30. März wird das Fontanejahr in Neuruppin vom Bundespräsidenten eröffnet.  

In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch
In der heutigen Karl-Marx-Straße 84 wurde Fontane geboren Foto: Weirauch

Es lohnt also wieder ins Land auszuschwärmen. Erst im Dezember 2018 wurde am Neuruppiner Fontanedenkmal die Plakette als Denkmal des Monats von der AG angebracht. Freuen wir uns also auf ein erlebnisreiches Fontanejahr mit den verschiedenen akteuren. So sehr die „Wanderungen“ auch zu Streifzügen zu Fuß oder mit dem Rad einladen: Fontane recherchierte das Material für seine Berichte kaum tatsächlich „wandernd“, sondern griff wo es ging auf die Eisenbahn, die Schifffahrt und Kutschen zurück. Besonders bei längeren Aufenthalten nutzte er – wenn er nicht beispielsweise bei Dorflehrern oder in Gutshäusern oder Schlössern untergebracht war – die damals schon bestehenden Einrichtungen des Fremdenverkehrs wie Gasthäuser und Fremdenzimmer. Es verspricht ein spannendes Jahr der Entdeckungen und Erlebnisse zu werden.

Gewinnspiel der AG

Es ist für jeden etwas dabei, verspricht Frank Steffen, Bürgermeister der Stadt Beeskow und Vorsitzender der AG Städte mit historischen Stadtkernen. In Anlehnung an Fontanes Reisen und Wanderungen durch die Mark Brandenburg lädt die AG ein, die historischen Stadtkerne aus dem Blickwinkel Theodor Fontanes wiederzuentdecken. Als Belohnung gibt es eine  Wochenendreise sowie Kulturerlebnisse mitten in den historischen Stadtkernen verlost.

Hier geht es zur Homepage. Heute hat die Arbeitsgemeinschaft 31 Mitgliedsstädte, die ihre historischen Stadtkerne bewahren, pflegen und behutsam erneuern. In der Arbeitsgemeinschaft steht der Erfahrungsaustausch, die Vermittlung des bedeutenden kulturellen Erbes an die Öffentlichkeit sowie eine gemeinsame touristische Vermarktung im Vordergrund. Die Arbeitsgemeinschaft wurde mit dem Ziel gegründet, die historischen Stadtkerne mit ihrer Bausubstanz vor dem Verfall zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen. Mitglied können Städte werden, deren historischer Stadtgrundriss noch deutlich erkennbar und deren Bebauung überwiegend historisch ist. Eines der gelungenen Beispiele der  Arbeit der AG können wir auf der Insel in Werder/Havel erleben. hier einige Impressionen.

Wie geht es weiter ?

In rund 18 Jahren Sanierung und Stadterneuerung konnten gute Erfolge erzielt werden. Der überwiegende Teil der Bausubstanz konnte erneuert und die Städte als Lebensmittelpunkte für ihre Bewohner gestärkt werden. Auch zukünftig warten umfassende Herausforderungen auf die Städte. Es gibt noch viel zu tun. Nun müssen die Denkmale angepackt werden, die besonders schwierig sind, weil z.B. die Bausubstanz einen außerordentlichen Erneuerungsbedarf hat oder ein neuer Eigentümer gefunden werden muss. Dazu gehört beispielsweise das Lindowsche Haus in Werder am dortigen Plantagenplatz. Darin soll nach Sanierung die Touristeninformation sowie ein regionaler Laden einziehen.  

Profitiert von der Arbeit der AG hat auch die Stadt Brandenburg, hier zwei Beispiele:

vorher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
nachher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
nachher: barockes Altstadthauses Mühlentorstraße 9 in Brandenburg/Havel, Foto: Städte mit historischen Stadtkernen
Blumenhaus Petzoldt in Hertzberg, Foto: Arbeitsgemeinschaft “Städte mit historischen Stadtkernen” des Landes Brandenburg

 

 

Denkmale des Monats

Januar: Kyritz, Haus in der Maxim-Gorki-straße 26, 16866 Kyritz

Februar: Werder, Plantagenplatz 9,

Mehr Informationen sind erhältlich bei

  • Städte mit historischen Stadtkernen
  • Geschäftsstelle c/o complan Kommunalberatung, Voltaireweg 4
  • 14469 Potsdam
  • Deutschland
  • Tel.: 0331-2015120
  • Im Internet
  • www.ag-historische-stadtkerne.de
  • Informationen zum Kulturlandjahr

www.fontane-200.de

und

www.kulturland-brandenburg.de

1 Stunde wegFontane

Kirchhof mit Her(t)z

MatthäuskirchhofWilhelm Ludwig Hertz (1822–1901) war u.a. Verleger Theodor Fontanes

„ – Die zur Durchsicht gewünschten Blätter bringe ich morgen Mittag oder schicke sie; es ist nahezu die Hälfte des Ganzen. Ich würde Ihnen vorschlagen nur das lange Kapitel „Marquardt“ zu lesen, da haben Sie alle Züge des Buches vereinigt: Schloß-, Park- und Landschaftsbeschreibung, Historisches Anekdotisches, Familienkram und Spukgeschichte. Mehr kann man am Ende nicht verlangen.“ Diesen Lesevorschlag für seinen III. Band der „Wanderungen“ übermittelte Theodor Fontane am 9. Mai 1872 an seinen Verleger Wilhelm Ludwig Hertz.In einigen Briefen unserer „Weihnachtspost“ klang das Fontane-Jubiläum im kommenden Jahr an. Grund für uns, wieder weiter auf den „Spuren Fontanes“ zu wandeln, so u. a. auch an Personen zu erinnern, die einen regen Gedankenaustausch mit ihm führten.

Die eingangs geschriebenen Worte Fontanes an den Berliner Wilhelm Hertz, geben in wenigen Worten den Aufbau der berühmten „Wanderungen“ wieder. Vielleicht ist diese Mischung aus allem das Erfolgsrezept seiner Wanderungen, die heute noch so viele Anhänger findet. Wilhelm Hertz scheint der Vorschlag gefallen zu haben, nur wenige Wochen später war bei Fontane der „Bedürftigkeitsmoment“ gekommen, um Wilhelm Hertz am 1. Juni 1872 um einen Vorschuss von 100 Talern („1500 Exemplare bei 600 rtl. Honorar“ – so das Arrangement vom 8. Mai 1872) zu bitten. Am 3. Juni 1872 bedankt sich Fontane bei Hertz.

Die Briefe Theodor Fontanes an Wilhelm Hertz sind veröffentlicht und widerspiegeln den teils freundschaftlichen Kontakt, der den märkischen Dichter mit dem Verleger verband. Der Leser bekommt zudem einen Einblick in den Berliner Literaturbetrieb des 19. Jahrhunderts. 1847 hatte Wilhelm Hertz den Verlag Bessersche Buchhandlung übernommen. Unter den Autoren von mehr als 1000 Verlagswerken zählten neben Theodor Fontane auch Gottfried Keller, Paul Heyse, Wilhelm von Kügelgen und Hermann Grimm. Nach dem Tod von Wilhelm Hertz verkauften die Erben den Verlag an die J. G. Cottasche Buchhandlung in Stuttgart.

In ihrem Weihnachtspost machte Dr. Gabriele Radecke auf den Alten St.-Matthäus-Kirchhof aufmerksam. Sie erwähnte den Beitrag von Tilman Krause in der “Welt”, der Spuren Fontanes in Berlin aufsuchte. In seinem Roman “Die Poggenpuhls” hatte Fontane die Witwe Poggenpuhl, die in der Großgörschenstraße wohnte, auf den Friedhof schauen lassen. Fontane schreibt u.a. in seinem 1896 veröffentlichten Roman „Die Poggenpuhls“ über seine Protagonisten in der Großgörschenstraße: „Die Poggenpuhls – eine Frau Majorin von Poggenpuhl mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon – wohnten seit ihrer Übersiedlung von Pommersch-Stargard nach Berlin in einem gerade um jene Zeit fertig gewordenen, also noch ziemlich mauerfeuchten Neubau der Großgörschenstraße, einem Eckhaus, das einem braven und behäbigen Manne, dem ehemaligen Maurerpolier, jetzigen Rentier August Nottebohm gehörte. Diese Großgörschenstraßen-Wohnung war seitens der der Poggenpuhlschen Familie nicht zum wenigsten um des kriegsgeschichtlichen Namens der Straße, zugleich aber ach um der sogenannten >>wundervollen Aussicht<< willen gewählt worden, die von den Vorderfenstern aus auf die Grabdenkmäler und Erbbegräbnisse des Matthäikirchhofs, von den Hinterfenstern aus auf einige zur Kulmstraße gehörige Rückfronten ging, an deren einer man, in abwechselnd roten und blauen Riesenbuchstaben, die Worte >>Schulzes Bonbonfabrik<< lesen konnte“.Heute ist der Blick kaum nachzuvollziehen, hohe Bäume versperren die Sicht.

Auch in seinem Klassiker “Effi Briest” wird die Großgörschenstraße erwähnt.er 1. Weihnachtsfeiertag führte uns nach Schöneberg auf den Alten St.-Matthäus-Kirchhof. Freunde hatten uns berichtet, dass das Grab des Verlegers seit 1984 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet ist. Und nun “treffen” wir Fontanes Verleger auf dem Friedhof. Wer war dieser Mann eigentlich ? Der am 26. Juni 1822 in Hamburg geborene Wilhelm Ludwig Hertz, Sohn von Adalbert von Chamisso und Marianne Hertz, verstarb am 5. Juni 1901 in Berlin. Die letzte Ruhe fand er auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg.

Verleger Ferdinand Springer war Schwiegersohn des Verlegers Hertz
.

Durch die Hochzeit seiner Tochter Emma Hertz im Jahr 1879 war er der Schwiegervater des Berliner Verlegers Fritz Springer. Auch diese Familie hatte mit Fontane zu tun. Springers Grabstätte befindet sich auch auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof.

Aus dem Internet hatten wir bereits erfahren, dass der Friedhof seit der ersten Beisetzung am 25. März 1856 zunehmend über die Gemeinde hinaus an Beliebtheit gewann. In der Umgebung entstanden Villen mit Gärten für höhere Beamte, bedeutende Unternehmer, bildende Künstler und bekannte Wissenschaftler. Seit dem späten 19. Jahrhundert war das Wohngebiet als „Geheimratsviertel“ bekannt.

Tilman Krause schreibt in der “Welt” vom 22.12. auch: “Auf dem Friedhof liegt auch ein Mitglied aus jener altpreußischen Familie begraben, die Theodor Fontane zum eingangs zitierten (und sonst nicht belegten) Namen Vitzewitz inspiriert haben dürfte. Es trägt den poetischen Namen Cölestin von Zitzewitz. Denn bei Fontane ist es eben manchmal nur ein Buchstabe, der die Wirklichkeit von der Literatur trennt.”

Preußischer Adel: von Zitzewitz, Vorbild für eine Fontane-Figur
Preußischer Adel: von Zitzewitz, Vorbild für eine Fontane-Figur

Übrigens gibt es noch eine weitere Geschichte zu dem Friedhof und Theodor Fontane. Darüber informieren Robert Rauh und Gabriele Radecke auf dem Blog  Fontanes-Wanderungen.de. Heinrich Drake, der berühmte Bildhauer hat auch auf dem alten St. Matthäus-Friedhof sein Grab. Darüber später mehr.

 

Und wen wir noch alles so trafen auf diesem schönen Berliner Friedhof und was der Friedhof mit dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof, gemeinsam hat, erfahrt ihr demnächst hier.

Einige Tipps Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin

Der Alte St.-Matthäus-Kirchhof Berlin ist ein historischer Friedhof in Berlin mit vielen kulturhistorisch bedeutenden Grabmälern, die heute unter Denkmalschutz stehen. Der Kirchhof liegt zwischen der Großgörschen- und der Monumentenstraße im Ortsteil Schöneberg auf der sogenannten Roten Insel.

Adresse: Großgörschenstraße 12-14, 10829 Berlin

Infos zum Friedhof bei gutem Kaffee oder Tee gibt es im Cafe finovo.

 

Der Förderverein E.F.E.U. engagiert sich für den Friedhof.

Hier geht es zur Friedhofsverwaltung und einen Lageplan.

2019 Fontanejahr

Als ein Baustein der zentralen Landeskampagne „Fontane.200“ reiht sich Kulturland Brandenburg neben der Leitausstellung „Fontane.200/Autor“ im Museum Neuruppin, der Ausstellung„Fontane.200/Brandenburg“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam,dem Schülerbegleitprogramm und dem Jugendprojekt „Word&Play“ ein.
Weiterhin beteiligen sich die Universität Potsdam, das in Potsdam ansässige  Theodor-Fontane-Archiv

sowie die Theodor Fontane-Arbeitsstelle, Seminar für Deutsche Philologie bei der Georg-August-Universität Göttingen 

mit einem wissenschaftlichen sowie die Fontanestadt Neuruppin in Kooperation mit zahlreichen Partnern mit einem vielfältigen kulturellen Programm. Das Fontanejahr wird  am 30. März 2019 in Neuruppin eröffnet. Hier geht es zur Fontaneausstellung des HBPG am Potsdamer Neuen Markt.

Robert Rauh schreibt über seine neuen Wanderungen auf den Spuren zu Theodor Fontane auf der Seite  http://fontanes-wanderungen.de/

Dr Band: Theodor Fontane: Briefe an Wilhelm und Hans Hertz 1859 – 1898 , Ernst Klett Verlag Stuttgart, ist nur antiquarisch oder im Internet erhältlich.

Hier einzelne Fontanetipps auf einfachraus.eu

+ Bei Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Robert Rauh und Erik Lorenz: Buch zu den fünf Schlössern

+ Spurensuche in Wustrau

+ Wiedergeburt des Fährhauses in Uetz /OT von Potsdam

+ Bei Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

+ Zum Grab von Theodor Fontane in Berlin

Spurensuche in Neuruppin

Fontane und der Ziegelringofen von Glindow

Der Bornstedter Friedhof

+ Wer war Effi Briest

Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé "Finovo"
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé “Finovo”
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé "Finovo"
Die gute Seele des Kirchhofs Bernd Boßmann vor seinem Friedhofscafé “Finovo”
Bildhauer Friedrich Drake, u.a. schuf er die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.
Bildhauer Friedrich Drake, u.a. schuf er die Viktoria auf der Berliner Siegessäule.
Reise

UNESCO – Welterbe: Die Höhle Domica

slowakei - domica (30)

Die Höhle Domica gehört seit 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe. Nicht nur Höhlenforscher sollten sie besuchen. Das unterirdische Areal, auf dem südwestlichen Rand des Plateaus „Slilická planina“ im Slowakischen Karst gelegen, wird dank ihrer schönen Tropfsteine zu den schönsten Höhlen der Slowakei gerechnet. Sie stellt viele der bisher von mir besuchten Höhlen (wie die Baumanns- oder die Hermannshöhle im Harz) schon wegen ihrer schieren Größe in den Schatten. Das UNESCO-Zetrifikat wurde für mehrere Karsthöhlen vergeben, darunter sind auch  Höhlen des Aggteleker Karstes in Ungarn. Neben den Höhlen zählen u.a. die Burg Zips und technische Denkmäler der Bergbaustadt Banska Stiavnicazu den UNESCO-Denkmälern.

Blick auf den Eingang der Höhle Domica in der Region Kosice
Blick auf den Eingang der Höhle Domica in der Region Kosice

Der Eingang in die Höhe befindet sich am südlichen Fuß des Hügels „Čertova diera“ in einer Höhe von 339 Meter. Die Höhle ist mit der Höhle Baradla in Ungarn verbunden, das unterirdische Labyrinth hat eine Gesamtlänge von 25 Kilometer. Auf dem Gebiet der Slowakei befinden sich mehr als 5.300 Meter unterirdischer Gänge. Die Höhe ist als nationales Naturdenkmal geschützt.

Zur Besichtigung sollte man sich einer Führung anschließen. Leider werden nur Stationen bedient und Lautsprecher angeschaltet. Die individuellen Erläuterungen eines Höhlenführers, wie beispielsweise in der Grotte Zinsulusa in Apulien, habe ich vermisst.

Der Entdeckungseingang liegt ungefähr 50 Meter über dem Eingangsbereich. Es ist ein 14 Meter tiefe Schlucht, über die der Entdecker Ján Majko am 3. Oktober 1926 das erste Mal die unterirdischen Räume erreichte.


Im Faltblatt zur Höhle, lesen wir unter anderem: “Charakteristisch für die Domica-Höhle  sind große pagodenförmige Stalgmite und einzigartige Schilder und Trommeln, die in keiner anderen Höhle in solcher Menge vorkommen wie gerade hier. Es gibt hier auch Sinterwasserfälle, Vorhänge und unikale Sinterdämme. Domica ist auch eine bedeutende archäologische Lokalität der jüngeren Steinzeit, des Neolithikums. Hier wurden verschiedene Gegenstände aus Stein und Knochen und eine Menge von keramischen Fragmenten gefunden. Die Höhle bietet die Zuflucht für manche Gattungen der Höhlenlebewesen.”

Hier wurden 16 Fledermausgattungen gezählt.
Die Lufttemperatur liegt um 10 Grad Celsius, die relative Luftfeuchte beträgt mehr als 90 Prozent. In der Höhle ist es streng verboten, die Steine oder Verzierungen zu berühren und zu beschädigen, die Höhel zu verunreinigen und elektrische Einrichtungen zu berühren.

Hier einige Stationen:

Samsonove sípy (Samsons Säulen)
sind die mächtigsten Gebilde des Höhlensystems. Ihr Alter wird auf 350.000 Jahre geschätzt. Die verschiedene Farbigkeit der Gebilde ist durch Eisen- und Manganbeimischungen verursacht. Bemerkenswert ist der sogenannte 24 Meter hohe Höhlenkamin.

Majkov dóm (Majkos Dom)
Er ist der höchste unterirdische Raum in der Höhle, nach dem Entdecker genannt. Rechts vom Gehweg ist das Flussbett mit dem Entdeckungseingang, durch den Ján Majko das erst Mal die unterirdischen Räume erreichte. Die Dicke des Kalkmassivs bis zu der Oberfläche beträgt ca. 100 Meter. Die charakteristischen Gebilde dieses Doms sind: Jaskynné záclony (Höhlenvorhänge), Zakuklenec (Der Verkappte) und Kazatelnica (Der Predigtstuhl).

Die Besichtigung der Höhle führt an den Kaskaden, die Römische Bäder genannt werden, weiter. Ähnlich wie die Tropfsteinverzierung bestehen sie aus Kalziumkarbonat, das aus dem Wasser des unterirdischen Flusses Styx ausfällte. Interesant: Von diesem Ort aus bis zur Landesgrenze zwischen der Slowakei und Ungarn sind es rund 1600 Meter.

Dóm Mystérií (Der Mysteriendom)
Terrassenförmige Szenen wurden von den Menschen der sogenannten „bukovohorská“ Kultur geschaffen. Man fand hier auch einen unikaten Abdruck eines groben Gewebes im Ton und andere Befunde. An den Wänden des Heiligen Gangs befinden sich Linien und einfache Kohlenzeichnungen aus der Zeit des Neolithikums.

Dóm indických pagod (Der Dom indischer Pagoden)
Dieser Dom ist der schönste Teil der Höhle, nach den in der Höhlenmitte wachsenden Stalagmiten genannt. Ein dunkler Haufen, der sich hier befindet, ist der Fledermauskot, der sogenannte Fuano. In der Höhle überwintert eine Menge von Fledermäusen.  In den weiteren Höhlenteilen gibt es Gebilde, die sogenannten Schilder und Trommeln, die eine Rarität der Höhle Domica sind. Die Schilder sind kreisförmige oder ovale Gebilde.

Palmový háj (Der Palmenhain)
In dem Raum befinden sich viele Stalagnate, die an schlanke Palmenstämme erinnern. Auf der rechten Seite des Gehsteigs ist ein Gebilde, das „Rozkvitnutý strom“ (Der aufgeblühte Baum) genannt wird. Die Baumkrone ist durch erbsenförmige Vorstöße, die sogenannten Pisolithen gebildet.

Koncertná sieň (Der Konzertsaal)
Er zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Akustik aus. An der Saaldecke sind schildförmige Gebilde zu erklennen. In der Mitte des Raums befindet sich die sogenannte gotische Säule. In einem anderen Teil rechts vom Gehweg erkennen wir einen  Urwald mit vielen Tropfsteingebilden verschiedener Dicke und Form.

Informationen

Internet: www.ssj.sk
E-Mail: domica@ssj.sk

Wichtig: Das Fotografieren und das Filmen sind nur nach der Bezahlung einer Gebühr möglich.

Die Recherche in der Region Kosice, in Kosice und in Tokaj wurde unterstützt von der Tourismus-Vertretung der Slowakischen Republik. Vielen Dank.