Dieter Weirauch

Dieter Weirauch

Reise

Star Wars – Besuch im Sand Tunesiens

Tunesien (2)

Als ich einem Kollegen unlängst erzählte, dass ich in den Süden von Tunesien fahre, da war seine erste Reaktion: “Schau Dir unbedingt die Stätten an, wo Star Wars gedreht wurde.” Und so ganz nebenbei fügte er hinzu, dass ich doch einige Fotos mitbringen möge. Damit könne ich nicht nur ihm, sondern auch seinen Söhnen ein große Freude machen. Soviel sei verraten, der Kollege bekommt die Bilder.

An einem Drehort von „Star Wars“ in den Dünen von Nefta
An einem Drehort von „Star Wars“ in den Dünen von Nefta

Aus dieser Episode erseht ihr, dass die Kultserie “Star Wars” (Krieg der Sterne) immer noch in aller Munde ist und dass es sogar regelrechte Fanklubs für “Star Wars” gibt. Diese Fans fahren regelmäßig in die Wüste, nach Tunesien, aber auch an die anderen Filmlocations.  Es ist erstaunlich, denn 1978 lief in den deutschen Kinos der erste Film der Heldensaga „Star Wars“ an. Und noch heute  zieht das immer noch alle Generationen an.

Wenn man sich dem Dahar-Gebirge im Südosten des Landes von Tunesien, ist es beinahe so, als würde man geradewegs auf dem Mond landen. Die Gegend um die Städte Tataouine und Matmata am Rande der Sahara ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Sinne. Unendliche Kraterlandschaften mit einem fast lavendelblauen Himmel. Es kam mir vor, als ob sich die Wüstenschlösser mit den Gipfeln der skurrilen Bergwelt verschmelzen. Ganz versteckt, in Einheit mit der Natur, liegen hier kleine Bergorte an den Hängen.

Hier leben die Berber, die ihre alten Traditionen hochhalten. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass der Planet in “Star Wars” Tatooin heißt. Ein bisschen Phantasie ist gefragt. Wer in die Tiefen des Troglodyten-Hotels Sidi Driss in Matmata hinabsteigt, der „sieht“ Princess Leia in ihrem Gemach oder den jungen Luke Skywalker die Treppe emporsteigen. An die 400 solcher Troglodyten gibt es heute noch. Viele dieser Wohnhöhlen sind sogar bewohnt. Bis zu sieben Meter sind sie in das Gebirge eingegraben. Vor der verwinkelten Speicherburg Ksar Haddada deutet ein Schild noch heute stolz auf die Dreharbeiten zu “Star Wars” in den 70er Jahren hin. Unzählig sind die Ksars in dieser Gegend. Zum Teil werden sie als Hotels genutzt.

Star Wars forever

Verlässt man diese so magische Landschaft in Richtung der Oasenstadt Douz, dem Tor zur Sahara, dann tun sich unendliche Dünenwelten auf. Douz ist Treffpunkt der Individualtouristen. Von hier aus ziehen sie los mit den Dromedar-Karawanen zur Tour durch die Wüste. Eine Reise zu sich selbst wie es die jungen Nomaden als Initiation ins Erwachsenensein erlebten. Ein Trekking durch die daszinierenden Weiten der Wüste ist mehr als ein Abenteuer oder gar eine Sportreise. Hier findet der Mensch sich wieder und erdet sich.

Der Marktplatz von Douz, am Sonntag menschenleer, Foto: Weirauch

Nächste Station unserer Schnuppertour durch den Süden Tunesiens führte uns durch beziehungsweise über den Großen Salzsee Chott El Jerid. Es kam mir vor wie ein unendliches Nichts. Das erste mal in meinem Leben sah ich eine Fatamorgana.  Und wenn man im Sommer über den Chott El Jerid fährt, entdeckt man plötzlich das Wohnhaus von Luke Skywalker. Es wurde jüngst, so erzählt uns Andrea Philippi vom Tunesischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt/Main,  von “Star Wars” Fans mit viel Liebe restauriert wurde. Der Große Salzsee Chott liegt im Jerid, dem Land der Dattelpalmen. Eines konnte ich beobachten: Die Region um die Oasenstädte Tozeur und Nefta ist touristisch im Kommen. Neben faszinierendem Abenteuertrekking durch die beinahe unberührte Natur setzt der Süden des Landes auch auf Lifestyle, Ökotourismus und den Wohlfühlfaktor. Die Bergoasen Tamerza, Mides und Chebika sind eine Augenweide für jeden Trekkingfan. Bei meinem nächsten Besuch im Süden Tunesiens will ich den Nostalgiezug „Le Lézard Rouge“ (Die rote Eidechse) erfahren. Das eiserne Ungetüm schlängelt sich durch atemberaubende Canyons. Dabei lassen sich die Datteln gemütlich während der Kutschfahrt verspeisen.

Unweit von hier liegen die Dünen von Nefta. Mit dem Jeep geht es dort auf und ab. Von weitem sieht man Kuppeln und Gebäude aus dem Sand auftauchen – Die „Star Wars“-Kulisse, die im Film die Stadt Mos Eisley darstellt. Ein absolutes Highlight für jeden Besucher des Südens von Tunesien.

Das Land der Ksours

Die Gegend im Südosten Tunesiens, die sich von der Küste über die Jeffara-Ebene und dem Dahargebirge beinahe bis zu den Dünen zieht, scheint älteste Vergangenheit und weiteste Zukunft der Erde und der Menschheit in sich zu bergen. Vor Millionen von Jahren soll hier ein Meer seine Wogen ausgebreitet haben. Als das große Wasser zurückging, kamen die Dinosaurier und hinterließen den Ureinwohnern dieser so besonders anmutenden Landschaft Bergketten und Krater, die aus der Ferne an ihre tierischen Umrisse erinnern könnten, oder auch an versteinerte Dünen. In dem Land um die Stadt Tataouine erbauten die Berber architektonische Schätze, Speicherburgen und Höhlenwohnungen, die sich auf den Gipfeln der Berge wie Wüstenschlösser über die weite Ebene erheben und sich perfekt an die spröde, aber wie verzaubert wirkende Natur anpassen. Kein Wunder, dass Georg Lucas hier sein Erfolgsepos „Krieg der Sterne“ drehte und in seiner Zeit der Zukunft ein neues Antlitz gab.

In der Stein- und Felswüste des Südosten Tunesiens leben seit Menschen Gedenken Nomaden der Ebene neben Bergsiedlern. Rotfarbene Höhlenmalereien in Ghomrassen lassen dies erahnen. Sie waren die Vorfahren der Berber. Manche waren sesshaft und wohnten in Höhlenwohnungen, in Troglodyten, in den Bergen. Sie lebten von der Landwirtschaft. Andere zogen als Nomaden in den Ebenen umher und betrieben Viehzucht. Die Menschen lebten hier ursprünglich von der Landwirtschaft. Sie entwickelten ein ganz natürliches ökologisches Bewusstsein im Umgang mit dem wenigen Wasser, das ihnen aufgrund der seltenen Quellen, des mangelnden Niederschlags und des trockenen Klimas zur Verfügung stand. Sie integrierten terrassenförmige Dämme, die es ermöglichen und noch heute ermöglichen, das Regenwasser zu sammeln und so den Boden für Olivenbäume, Getreide, Aprikosenbäume und Dattelpalmen fruchtbar zu machen.

Besuch in den Speicherburgen

Schon von weitem fallen sie auf: die Speicherburgen, in Tunesien nennt man sie Ksours. Diese Festungen ähneln Wabenstöcken, in denen die Waben – die sogenannten Ghofas – übereinander gesetzt sind. Hier bewahrte man einst die Kornernte  zum Überleben des Stammes auf. Die Ksours können bis zu vier Etagen hoch sein und aus bis zu 400 Speicherzellen, den Ghorfas, bestehen. Den Mittelpunkt eines Ksars bildet immer ein Innenhof. Es gibt nur ein einzigen Tor, das das ganz Jahr lang von einem Wächter gehütet wurde. Während in den Ghofas die Ernte aufbewahrt wurde und mitunter auch Wertgegenstände, galt der Innenhof als Ort der Begegnung, als Markt und Treffpunkt für Hochzeit und Stammestreffen. Jedes Ksar gehörte einem Berberstamm. Heute engaieren sich Menschen wie Rauf und Vereine um den Erhalt dieser seltenen Hinterlassenschaften. Für mich sind es einzigartige Denkmale der afrikanischen Architektur.

Im Südosten Tunesiens gibt es an die 150 Ksours. Heute werden die Ksours nicht mehr in ihrer eigentlichen Funktion genutzt. Als ein wunderbares Kulturerbe Tunesiens sind viele von ihnen renoviert worden und sind durch Kulturveranstaltungen und Tourismus wieder zum Leben erweckt worden. Als eine Art Freilichtmuseum erklären sie somit einen Teil der Geschichte der tunesischen Berber und das in einer der schönsten und unglaublichsten Landschaften Tunesiens. Ein Musuem haben wir besucht., Darüber erzähle ich später hier mehr.

Die Architektur und die Funktion der Ksours kann ganz unterschiedlich sein. Bei den Berberdörfern Chenini und Douiret spricht man in der Tat von Speicherburgen oder Speicherfestungen. Die Ursprünge dieser Ksours liegen im 9. Jahrhundert nach Christus. Sie wurden auf Berggipfeln gebaut und waren von weitem kaum erkennbar. In den Bergen wohnten die Berberfamilien in Troglodyten, Höhlenwohnungen, die in den Berg eingemeißelt waren. In schwierigen Zeiten konnten sie sich so auch in ihren Ksar zurückziehen. Typisch sind hier auch unterirdische Ölmühlen und Moscheen un die symbolischen Dekorationen in den Mauern und an den Toren der Troglodyte, die man bei genauem Hinsehen heute noch entdecken kann. In Chenini leben noch heute Familien in Troglodyten, die im Winter Wärme geben und im Sommer Kühle. So trifft architektonische Kunstfertigkeit auf ganz natürliches Ökologiebewusstsein.

Meine Meinung: Chenini sollte unbedingt UNESCO-Weltkulturerbe werden. Es ist aus meiner Sicht einzigartig auf der Welt. Wie in einem Amphiteater liegt das Berberdorf mit seinen überereinandergestülpten Höhensystemen, die heute noch von Menschen bewohnt werden am Rand der Wüste. Wie meine Recherchen ergaben, wurde es vor einigen Jahren von der sogenannten Tentativ-, was soviel wie Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe bedeutet, gestrichen. Der Grund, so erfahren wir bei unserem Besuch in dem kleinen Ort, seien angeblich die provisorisch verlegten Freileitungen und ein oberhalb des Ortes direkt neben der Moschee errichtetes kleines Kraftwerk.

Mein Gott, es gibt schlimmere Bausünden in heutigen UNESCO-Welterbestätten. Wenn ich allein an das Glienicker Horn oder das überdimensierte Bahnhofscenter in Potsdam denke.

Vielleicht können die Damen und Herren des UNESCO-Welterbekomitees in Parius der tunesischen Regierung helfen, um das aus ihrer Sicht so zerstörerisch wirkende Hindernis zu beseitigen. Deutsche Entwicklungshelfer sind überall auf der Welt unterwegs. Unter den Experten müßte sich doch ein denkmalerfahrener Architekt und Denkmalpfleger finden, der mit Hilfe einer international agierenden Stiftung dem kleinen Ort Chenini hilft, dass es wieder in den Kreis der Vorschlagskandidaten für das UNESCO – Kulturerbe aufgenommen wird. Zu wünschen wäre es dem sich langsam entwickelnden Öko – Tourismus in Tunesien. Denn jeglicher Massentourismus schadet nicht nur der Natur, sondern auch den Baulichkeiten. Für Urlauber der auch von Deutschen gern besuchten Ferieninsel Djerba beziehungsweise Wohnmobilisten (gerade solche trafen wir in Chenini an) wäre es ein empfehlenswerter Ausflug.

Kulinarisches

Die Gaumenfreude sollte man nicht vergessen. Denn im Land des Couscous und der Harissa kann man es sich kulinarisch so richtig gut gehen lassen. Ob dies nun frischer Fisch, leckere Oliven, saftiges Gemüse, süßliche Datteln oder sonnenverwöhnter Wein ist. Die Palette der Restaurants ist groß: von kleinen Gaststättchen und Nobelrestaurants in historischen Palästen bis hin zu sehr schicken Fischgourmetrestaurants am Meer.

Infos zu Tunesien

Telefonieren: Von Deutschland nach Tunesien: 00216 + Ortsvorwahl ohne Null + Teilnehmernummer

Von Tunesien nach Deutschland: 0049 + Ortsvorwahl ohne Null + Teilnehmernummer

Klima: Mediterranes Klima, Durchschnittstemperaturen: Dezember 11,4 Grad Celsius, Juli 29,3 Grad Celsius

Sprache: Arabisch, Deutsch wird in den Tourismusgebieten gesprochen. Verkehrsschilder und sonstige Schilder sind im allgemeinen zweisprachig: Arabisch-Französisch.

Internationale Flughäfen: Tunis, Monastir, Djerba, Sfax, Tabarka, Touzeur, Gafsa, Gabès, Enfidha-Hammamet

Fluggesellschaften: Tunisair (mail@tunisair.com.tn; www.tunisair.com.tn); Nouvelair (info@nouvelair.com.tn; www.nouvelair.com)

Weitere Informationen

Tunesisches Fremdenverkehrsamt
Bockenheimer Anlage 2, 60322 Frankfurt a. M.
Tel. 0049 691338350
info@tunesien.info

 

1 Stunde weg

Erster Storch bei Rühstädt gesichtet

Erster Storch bei Rühstädt, Foto: C. Herche, Naturwacht BrandenburgErster Storch bei Rühstädt, Foto: C. Herche, Naturwacht Brandenburg

Am Wochenende ist im Europäischen Storchendorf Rühstädt der erste Weißstorch des Jahres eingetroffen. Beobachtet wurde er auf einer Wiese unweit des Besucherzentrums des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe – Brandenburg.

Die Ankunft des ersten Weißstorchs in Deutschlands storchenreichstem Dorf Rühstädt markiert den Auftakt der bevorstehenden Brutsaison, bei der sich in Rühstädt bis zu 30 Storchenpaare einfinden. Die frühen Ankömmlinge sind meist Westzieher, die auf der Iberischen Halbinsel oder im nordwestlichen Afrika überwintern. Sie haben eine kürzere Zugstrecke zu bewältigen als die Ostzieher, die das Mittelmeer östlich umfliegen.

Erster Storch bei Rühstädt, Foto: C. Herche, Naturwacht Brandenburg
Erster Storch bei Rühstädt, Foto: C. Herche, Naturwacht Brandenburg

Das brandenburgische Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist die storchenreichste Region Deutschlands und Rühstädt der Spitzenreiter mit den meisten Weißstorchbrutpaaren. Das Dorf trägt den Titel Europäisches Storchendorf und ist damit Teil eines europaweiten Netzwerks, das sich von Malpartida de Cáceres in Spanien über Mittel-, Osteuropa und den Balkan bis ins Dorf Eskikaraağaç in der Türkei erstreckt. Der Titel wird durch die Naturschutzorganisation Euronatur vergeben, wobei in jedem Land nur ein Europäisches Storchendorf die Auszeichnung trägt. Voraussetzung dafür ist neben einer intakten Storchenpopulation besonders das lokale Engagement für den Erhalt der Weißstorchkolonie. In Rühstädt besteht eine enge Kooperation zwischen dem Storchenklub, der Gemeinde sowie dem UNESCO-Biosphärenreservat. Das gemeinsame Engagement richtet sich hier auf den Erhalt der Nahrungsgebiete in den Elbauen durch Pflege- und Neuanlage von Amphibiengewässern, die Sicherung der Storchenhorste auf den Gebäuden und die Entwicklung von hochwertigen Naturerlebnisangeboten.

Wenn die Wetterlage auf den Zugrouten günstig ist, werden die Storchenbrutpaare zum Fest der Saisoneröffnung am 5. April im Besucherzentrum Rühstädt (Neuhausstraße 9) bereits ein Großteil der Nester auf den Dächern Rühstädts bezogen haben.

Rund 40 Brutstätten stehen den Störchen in Deutschlands storchenreichstem Dorf Rühstädt zur Verfügung. Die Nester wurden jetzt kontrolliert und für die neue Storchensaison fit gemacht. Bildquelle:J.Schormann/LfU.
Rund 40 Brutstätten stehen den Störchen in Deutschlands storchenreichstem Dorf Rühstädt zur Die Nester wurden jetzt kontrolliert und für die neue Storchensaison fit gemacht. Bildquelle:J.Schormann/LfU.

Die bekanntesten Storchenhorste Brandenburgs stehen in Linum, Rühstädt und Vetschau.

Auch am Rand von Potsdam, in Marquardt, kommen regelmäßig Störche und beziehen Ende März/Anfang April ihren Horst gegenüber vom Landgasthaus “Alter Krug”.

Reise

Botschafter für die Ahle Wurscht: Rolf Schott aus Melsungen

FuldaRadweg (18)Rolf Schotts zweites Berufsleben für die Ahle Wurscht, Foto: Weirauch

Lebenslanges Lernen – für Fleischermeister keine leeren Worte. Selbstbestimmt nimmt  Rolf Schott  mit 52 Jahren eine Lehre als Metzger in Angriff. Bezeichnet sich selbst als ältesten Lehrling Hessens. Wer lernt, bleibt jung, erst recht, wenn man weiß, wofür man lernt. Rolf Schott  ist der Schwiegersohn der traditionsreichen Melsunger Fleischerei Willi Ross in der Fritzlarer Straße 15 in Melsungen. Ich lernte ihn unlängst während einer Radtour auf dem Fulda-Radweg R 1 kennen. Es war spannend, was der frühere Bankmanager über die Ahle Wurscht (auch Ahle Worscht) erzählt hat. Von ihm wird man künftig hören, wenn es um die Köstlichkeit in der Grimmheimat Nordhessen geht. Mit seinem Entschluss, den Betrieb seiner Schwiegereltern weiterzuführen, ist auch in Melsungen und Umgebung die Ahle Wurscht als über die Region weit bekanntes Markenzeichen Hessens gesichert.

Präsentieren die Ahle Wurscht: Bianca und Rolf Schott, Foto: Fleischerei Ross
Präsentieren die Ahle Wurscht: Bianca und Rolf Schott, Foto: Fleischerei Ross

Im August 2018 bestand der Seiteneinsteiger die Meisterprüfung als Lehrgangsbester. Rolf Schott sagt: “Darüber freue ich mich sehr und kann sagen, dass die Prüfung für mich den gleich hohen Stellenwert hat wie mein Diplom als Bankbetriebswirt 20 Jahre zuvor.”

Rolf Schotts zweites Berufsleben für die Ahle Wurscht, Foto: Weirauch
Rolf Schotts zweites Berufsleben für die Ahle Wurscht, Foto: Weirauch

Zur Geschichte der Ahlen Wurscht gibt es eine kleine Broschüre (Gerhard Schneider-Rose: Nordhessische Ahle Wurscht – Portrait einer Rohwurstspezialität (Hrsg. Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e.V) Großalmerode-Weißenbach 2015). Daraus will ich hier gern zitieren. Experten bescheinigen der  Ahle Worscht ebensolchen  Kultstatus wie dem berühmten Serranoschinken.

Wälder, Wiesen und kleinräumige Felder prägen die nordhessische Region. In der eher dünn besiedelten Wald- und Ackerbauregion hat die Industrialisierung erst spät ihre Spuren hinterlassen. Die Selbstversorgung mit Obst, Gemüse, Fleisch und Brot hat lange den Lebensalltag der Nordhessen geprägt. Gemüsegärten, Streuobstwiesen, Backhäuser, Schweineställe und Wurschtekammern sind bis heute Zeugen dieser umfassenden Selbstversorgung der nordhessischen Haushalte von Bauern und Bürgern.

Die Versorgung mit Fleisch in Nordhessen auch in den Städten im Wesentlichen bis ins 20. Jahrhundert hinein auf der Hausschlachtung. Nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten und Taufen wurde frisches Fleisch gekauft. Stadtbürger erhielten meist die Schlachtschweine von Bauern aus der Verwandtschaft oder vom Landwirt des Vertrauens aus der Region.

Auch die Brüder Grimm versorgten sich auf diese Weise mit Wurst, Speck und Fett. Das Metzgerhandwerk war für die Versorgung mit frischen Fleisch- und Wurstwaren in den Städten zuständig, während die Dauerware zuhause produziert wurde. Die Selbstversorgung hatte neben dem negativen Aspekt des hohen Arbeitsaufwandes die positiven Seiten eines hohen Qualitätsbewusstseins, die Bewahrung von Traditionen und eines großen Wissens um die Ernährung.

Bianca Schott bei e einer Präsentation von Ahle Wurscht auf der Fulda, Foto: Weirauch
Bianca Schott bei e einer Präsentation von Ahle Wurscht auf der Fulda, Foto: Weirauch

Edelprodukt Ahle Wurscht

In der Hausschlachtung in Nordhessen wurden am Schlachttag neben den „Edelprodukten“ Ahle Wurscht und Beinschinken eine ganze Palette von Erzeugnissen hergestellt: Leber- und Blutwurst, Sülze oder Schwartenmagen, Weckewerk, Fleisch-, Wurst- und Speckfett gehörten zu den Lebensmitteln, die die Fleisch und Fettversorgung des Haushalts übers Jahr sicherstellten.

Was heißt eigentlich Ahl ?

Für eingefleischte Nordhessen hängt viel daran, die perfekte Ahle Wurscht im Haus zu haben. Touristen denken beim Wort „ahl“ an Fisch, im nordhessischen Dialekt steht es aber für „alt“ im Sinne von lange gereift und lange haltbar. Die Hausschlachtung war in Nordhessen fest in den Jahresablauf eingebunden. Für eine gute Reifung der Ahlen Wurscht ist in den ersten Wochen ein kühles und feuchtes Klima unabdingbar. Deshalb sind die kalten Herbst- und Wintermonate die traditionellen Schlachtemonate. Die unterschiedlichen dicken und dichten Wursthüllen sorgen dafür, dass das ganz Jahr über immer genussreife Ahle Würschte zur Verfügung stehen.

„Dürre Runde, Feldkieker, Schlacke“

Rolf Schott erläuterte uns die unterschiedlichen Wurtsorten. Die traditionelle Ahle Wurscht gibt es in unterschiedlichen natürlichen Wursthüllen mit verschiedenen Formen, Durchmessern (Kalibern) und Dichtigkeiten, die unterschiedlich lange Reifezeiten der Würste bedingen. Die dünnste Ahle Wurscht ist die rund zusammen gebundene „Dürre Runde“. Sie ist nach 4-6 Wochen Reifezeit die als erste genussreife Ahle Wurscht. Gerade verlaufende Wurstformen werden als „Stracke“ („gerade“) bezeichnet, sie gibt es in unterschiedlichen Längen und Kalibern bis zu einem Durchmesser von 80 Millimetern. In der Kälberblase oder in Keulenform geklebten Därmen wird die Ahle Wurscht als „Feldkieker“, „Birne“ oder „Herkuleskeule“ bezeichnet.  „Wir exportieren unsere Wurst regelmäßig sogar nach Hongkong“, sagt Rolf Schott.

Die Größe und damit die Reifezeit der Keulen ist nicht einheitlich. Bei der „Schlacke“ wird die Wurstmasse in den etwas unförmigen Enddarm des Schweines gefüllt. Durch den dickwandigen Darm mit Fetteinlagerungen bleibt die Wurst auch nach etlichen Monaten noch mürbe und gilt deshalb vielen als besondere edle Form der Wurscht. Die „Schlacke“ wurde früher am längsten aufbewahrt. Dank der modernen Kühlung und Klimaführung kann die „Ahle Wurscht“ heute ganzjährig hergestellt werden.

Für die Ahle Wurscht wird traditionell nur das Fleisch schwerer Wurstschweine verarbeitet, da nur dies die erforderliche Reife mitbringt. Die überlieferte Regel besagt, dass ein Wurstschwein die Weihnachtsglocken mindestens zweimal gehört haben soll. Bereits einen Tag vor der Schlachtung werden die Schweine vom Bauernhof aus der Region zum Schlachthaus gebracht, damit sie am nächsten Morgen ungestresst geschlachtet werden können. Der Metzger stellt nach der Schlachtung  innerhalb weniger Stunden, auch „Warmverarbeitung“ genannt, das Wurstbrät her. Diese Form der Verarbeitung ist wichtig für die mürbe Konsistenz, das Schnittbild und den fleischigen Geschmack der Ahlen Wurscht. In der heutigen Fleischindustrie wird die Warmverarbeitung kaum mehr angewandt.

Welche Gewürze kommen hinein ?

Traditionelle Gewürze sind: Salz, frisch gemahlener Pfeffer, frischer Knoblauch (oft zuvor in Korn oder Rum eingelegt), etwas Haushaltszucker und Salpeter für die Umrötung. Je nach Region und individuellem Geschmack kommen noch Piment, Muskat, Nelke, Kümmel oder Senfkörner dazu. Das grobe Wurstbrät wird nun mit der Füllmaschine fest und frei von Hohlräumen in Naturdarm gefüllt. An den Enden wird die Wurst verknotet oder mit einem Metallclip verschlossen. Der Metallclip kann das Produktionsdatum und die Chargennummer dokumentieren.

Nach dem Befüllen werden die Wurschte auf langen Holzstangen aufgehängt. Sie dürfen sich untereinander nicht berühren, damit sie gleichmäßig trocknen können. Sind die Würschte außen trocken, werden sie für die Reifung der Rohwurscht in die Wurschtekammer gehängt.

Luftgetrocknete Wurscht

Ohne Räucherung gereifte Ahle Wurscht wird als „luftgetrocknet“ bezeichnet. Meist wird die Ahle Wurscht zum Schutz vor Schimmelbefall mit einer leichten Räucherung unterzogen. In der traditionellen Herstellung, in der auf Reifebeschleunigern verzichtet wird, verliert die Ahle Wurscht während der Reifung 40 Prozent ihres Gewichts.

Ahle Wurscht reift in kühlen, luftigen und in den ersten Wochen sehr feuchten Räumen. Ideal dafür geeignet sind Wurschtekammern mit Lehmwänden. Luftfeuchtigkeit und Temperatur müssen so gesteuert werden, dass die ‚Wurst äußerlich nicht zu schnell trocknet und dann von innen hohl werden kann. Schimmelbefall muss abgewaschen oder abgebürstet werden. Eine lange gereifte Ahle Wurscht verliert nicht nur an Gewicht, sie macht bis zum Verkauf immer wieder Arbeit. Dies schlägt sich auch im Preis nieder.

So genießt man Ahle Wurscht am besten

Ahle Wurscht isst man am besten „aus der Faust“ mit einem kräftigen Bauernbrot. Man schneidet ein ordentliches Stück von der Wurst ab und genießt den mürben Biss und den harmonischen fleischigen Geschmack mit pfeffrigen Noten.  Der mürbe Biss ist ein typisches Merkmal der traditionellen Herstellung, die grobe Textur regt zum Kauen und damit zur vollen Geschmacksentfaltung an. Passende Getränke sind leichte herbe Biere, klare Schnäpse oder kühles Leitungswasser. Nordhessen trinken aber auch gerne Bohnenkaffee zu ihrer Ahlen Wurscht, nicht zu stark und ohne Milch und Zucker.

Touristen empfiehlt Rolf Schott nur gut ausgereifte Würste mit nach Hause zu nehmen. Sie verträgt höhere Temperaturen und kann sogar offen hängend in der Küche aufbewahrt werden. Bewährt haben sich das Einwickeln der Wurst in Papier und ihre Lagerung im Gemüsefach. Folien und Plastikverpackungen umgehend von der Ahle Wurscht entfernen, weil sie sonst schwitzt und schimmelt. Übrigens erhielt Ahle Wurscht aus der Fleischerei Ross bei den 3. Nordhessischen Ahle Wurscht Meisterschaften im März 2018 insgesamt drei Goldmedaillen.

Die Fleischerei Willi Ross befindet sich in der Innenstadt der schönen Fachwerkstadt Melsungen. Hier geht es direkt zur Fleischerei.

Buchtipp:

  • Gerhard Schneider-Rose: Nordhessische Ahle Wurscht – Portrait einer Rohwurstspezialität (Hrsg. Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e.V) Großalmerode-Weißenbach 2015, Bebra-Verlag
  • Heinrich Keim: Nordhessische Ahle Worscht. Ein Wurst mit Kultstatus, Gudensberg-Gleichen 2005, Wartberg Verlag.
  • Ahle Wurscht – Das europäische Schmeckerwöhlerchen der Grimm-Heimat Nordhessen, Melsungen 2011, Verlag J. Neumann-Neudamm

Wichtige Adressen rund um die Ahle Wurscht

Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e.V.
Weißenbachstraße 1, 37247 Großalmerode-Weißenbach
www.nordhessische-ahle-wurscht.de

Slow Food Nordhessen
https://www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/nordhessen/

Arche des Geschmacks von Slow Food
https://www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

Adresse der Fleischerei Willi Ross
Fritzlarer Straße 15
34212 Melsungen

E-Mail info@fleischerei-ross.de
Shop: fleischerei-ross.de

Das macht Einkaufen Spaß: Bianca und Rolf Schott mit der Ahlen Wurscht, Foto: Fleischerei Ross
Das macht Einkaufen Spaß: Bianca und Rolf Schott mit der Ahlen Wurscht, Foto: Fleischerei Ross
Der Bartenwetzer von Melsungen ist auch ein Experte für Köstlichkeiten aus der Grimmheimat. Foto: Weirauch

Weitere Informationen hier zur

GrimmHeimat Nordhessen: Ständeplatz 13, 34117 Kassel, Tel: 0561/97062 248, www.grimmheimat.de

Die Recherche am Diemelradweg wurde unterstützt von der Grimmheimat Nordhessen. 

Hier geht es zur Jausenstation am Hohen Meißner, ebenfalls eine sehr gute Adresse für die Ahle Wurscht in der Grimmheimat.

Reise

UNESCO – Welterbe: Alberobello

Alberobello (3)

“Sagt mal, wo kommt Ihr denn her? Aus Schlumpfhausen bitte sehr.” – Vater Abrahams Lied über die Schlümpfe kommt mir in den Sinn, als wir auf dem Marktplatz von Alberobello, der Hauptstadt der Trulli in der Basilikata. Die auf der UNESCO-WElterbeliste stehende „Zipfelmützenstadt“ befindet sich eine Autostunde südöstlich von Bari entfernt. Alberobello gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die ein Besucher von Apulien besucht haben sollte.  Trulli, das sind diese Gebäude mit dicken Wänden aus Kalkstein und charakteristischen Kegeldächern. Wegen ihrer geringen Abmessungen und ungewöhnlichen Form erscheinen sie uns heute wie die Behausungen von Hobbits oder Zwergen. Zwar gibt es noch zahlreiche dieser Trullis inmitten der ausgedehnten Olivenhaine Apuliens. Doch nirgendwo anders stehen so viele dieser malerischen, kleinen Hütten wie in Alberobello. Also sind wir hingefahren und haben uns dort umgesehen.

Sobald die Sonne scheint, erstrahlt die Stadt auf 416 Meter Höhe auf zwei Erhebungen der Hochebene der südlichen Murgia in vielen Farben in antikem Flair. Selbst bei Regenwetter, wie wir es im Januar erlebten,  ist gute Laune angesichts der origienllen Trullis mit ihren steinernen “Zipfelmützen” angesagt. Wir sind im Januar hier, bei 12 Grad laden die Sonnenstrahlen zu einem Spaziergang durch Alberobello ein. Unsere Unterkunft -natpürlich ein Trullo- liegt im Stadtteil Monti. Ganz in der Nähe der Kirche.

Trulli-Kirche im historischen Zentrum von Alberobello
Trulli-Kirche im historischen Zentrum von Alberobello

Von hier aus sind es nur ein paar Treppenstufen hinunter und wieder hinauf und schon sind wir im zweiten Stadtteil Aia Piccola. Ob der vielen Eindrücke möchte man immer wieder laut Ah … ausrufen. Für mich verbindet sich der erste Buchstabe im Namen der Weltkulturerbestadt mit diesem Überraschungsausruf. Woher kommt der Name, der mit A beginnt und O aufhört?

„Silva Arboris belli“ – ein dichter Wald also, der früher der Gemeinde, die an diesem Ort lebte, Platz und Schutz gab. Vielleicht – so ist in der Literatur zu lesen – überragte ein besonders schöner und großer Baum das Gebiet. Der „grand’abore“ wird wegen seiner außergewöhnlichen Größe auch Alberobello genannt und dem ganzen Wald den Namen gibt. Ende des 15. Jahrhunderts wird der Landkreis Conversano mit der „Silva Arobris belli“ von Ferrante d’Aragona, König von Neapel, dem Adligen Andrea Matteo III. d’Acquaviva als Lehen zugeteilt. So lese ich es im Reiseführer (Quelle unten).

Augenweide: Trulli über Trulli
Augenweide: Trulli über Trulli

Das Geheimnis der Bauweise

Besonders attraktiv: Steuerfreiheit und Immunität. So ließen der Graf und seine Nachfahren Siedler kommen, um die Ländereien zu bewirtschaften und anschließend den Zehnt eintreiben zu lassen. Die kleinen Häuschen, in denen die Siedler hausten, mussten trocken gebaut werden, sie gehörten nicht den Erbauern. So konnte der Graf die Siedler jederzeit wegschicken und ihre Behausungen leicht niederreißen. Immer ging es um das Geld, neue Siedlungen durften nur mit Erlaubnis des Herrschers und gegen Zahlung einer Steuer an die Krone angelegt werden. Das wollte die Lehnsherren verhindern und erlaubten den Siedlern nur den Hausbau mit leicht entfernbaren Konstruktionen. Kamen die Steuereintreiber des Königs, waren die Häuser nicht mehr zu erkennen.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war Alberobello auf 800 Seelen angewachsen. In einer kleinen damals bereits vorhandenen Kirche fehlten bis 1665 „ein Taufbecken, die Heiligen Öle und das Abendmahl, weil der Ort nicht den Regierungssteuern unterliegen sollte“, wie der Bischof von Conversano nach einem Pfarrbesuch in seinem Register eintrug. Am Ende des 18. Jahrhunderts beendeten die Bewohner Alberobellos das Ende ihrer „Illegalität“ und die ständigen Übergriffe ihrer Lehnsherren selbst. Sie nutzten eine Reise des Königs von Neapel nach Apulien und ersuchten ihn, sie aus der Dienerschaft der Familie Acquaviva zu befreien.

Seit 1797 eine Stadt

So wurde Alberobello am 27. Mai 1797 eine eigenständige Stadt, noch ehe der Feudalismus offiziell im Reich von Neapel abgeschafft wurde (1806). Fortan durften Stadtbewohner einen eigenen Bürgermeister wählen, die Häuser mit Mörtel gebaut werden und in deren Besitz bleiben. So entstanden die ersten Bauten mit normalem Mauerwerk. Seit 1935 führt die Stadt Alberobello ein eigenes Wappen.

Trulli - Museum
Trullo Sovrano – seit 1930 Nationaldenkmal

So wie sich die Einwohner Alberobellos am Ende des 18. Jahrhunderts selbstbewusst von ihrem Lehnsherrn befreiten, so setzten sie sich im 20. Jahrhundert dafür ein, dass die architektonische Besonderheit ihrer Behausungen geschützt werden muss. Am 15. Januar 1930 wird ein Gesetz zum Schutz der Trullis erlassen. 1996 schließlich erfolgt die Eintragung Alberobellos in die UNESCO-Weltkulturerbeliste.

Aufenthaltsraum unserer Trullo-Unterkunft
Aufenthaltsraum unserer Trullo-Unterkunft im Rione Monti
Wohlfühlort im Rione Aia Piccola
Wohlfühlort im Rione Aia Piccola

Für die Touristen verströmen die Trulli heute gute Laune. Unsere komfortable Unterkunft in einem zur Ferienwohnung ausgebauten Trullo erinnert nicht mehr an das mühselige Überleben einer mehrköpfigen Familie in den vergangenen Jahrhunderten. Fußbodenheizung, ein modernes Bad mit Dusche und WC, eine Küchenzeile mit allen modernen Küchenmaschinen, ein Aufenthaltsraum mit einem großen Tisch, an dem viele Personen Platz nehmen können, ein Schlafraum mit großem Fernseher sowie eine weitere Schlafmöglichkeit in einer zweiten Etage des Trullo bieten sehr viel Komfort für einen erlebnisreichen Urlaub in Alberobello und Umgebung.

In der späten Antike bezeichnete trullus ein rundes Kulturgebäude mit einer ovalen Kuppel. Mit ihrer Grundstruktur entsprechen die Trulli einer Bautypologie, die im Mittelmeerraum und im Mittleren Osten sehr verbreitet war, besonders für die Herstellung von vorübergehenden Unterkünften und landwirtschaftlichen Lagerräume.

Was sind Pinakel ?

Auf dem Giebel eines jeden Trullos sitzt nur zur Dekoration ein Pinakel aus Stein. Es gibt unterschiedliche Formen (Scheibe Kugel, Kreuz, Zylinder, Pryramide), meist geben die Pinakel die Idee eines Steinmetzes oder ihres Besitzers wider. Das Pinakel sitzt auf den letzten flachen Steinplatten, es krönt den Giebel. Auf vielen Giebeln findet man Symbole, die mit Kalk auf die “chiancarelle” der Abdeckung gezeichnet werden. Sie folgen einer Klassifizierung, die von örtlichen Gelehrten ausgearbeitet wurde (Primive, Christliche und Magische Symbole). Glücksbringend, schützend, dekorativ und grotesk – inspiriert von den verschiedenen Kulturen und Traditionen.

Essen und Trinken

Wir haben uns selbst versorgt und fanden auch im Januar einige gastfreundliche Geschäfte und Cafes vor. Unser Tipp: Pane & mozza, ein junges engagiertes team, es gibt vegetarische Gerichte, eine regionale Küche, Käse und tolle Wurstsorten zu fairen Preisen. Hier geht es zur Facebookseite.

Adresse: Largo Martellotta, 70011 Alberobello

Informationen

Buchtipp: Paolo Piazzesi: Alberobello. Geschichte, Kunst, Landschaft, Traditionen, Gastronomie. Praktischer Führer mit zwei Karten. 2018. ISBN 9-788864 782003.

Anreise
Mit dem Flugzeug bis Airport Bari. Unter anderem mit Air Dolomiti und Ryan air, ebenso Eurowings. Von dort mit dem Taxi bis Alberobello (die rund  55 Kilometer lange Strecke kann bis zu 100 Euro kosten).

Sehenswert: Museum Trullo Sovrano, hinter der Basilika Minore der Heiligen Cosma und Damiano
täglich geöffnet: 10 bis 18 Uhr

Das Museo del Territorio mit zehn Trulli bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte der Region, es war im Januar geschlossen, leider.

Blick auf den Dom von Alberobello
Blick auf den Dom von Alberobello

Hier weitere Beiträge über Apulien mit dem Salento

Wintertourismus im Salento

Reise

Besuch bei Bach in Eisenach

Das Bachhaus in EisenachDas Bachhaus in Eisenach

Wer sich auf die Spurensuche nach dem Leben und Wirken Johann Sebastian Bachs begibt, der sollte als erste Station einer „Bachreise“ das Bachhaus in Eisenach besuchen.

Das Denkmal gegenüber dem Bachhaus von Eisenach
Das Denkmal gegenüber dem Bachhaus von Eisenach

Es ist  das weltweit erste Museum, welches Johann Sebastian Bach gewidmet wurde. Im Jahr 1906 erwarb die Neue Bachgesellschaft das Gebäude als damals mutmaßliches Geburtshaus Johann Sebastian Bachs am Fuße der Wartburg. In welchem Haus der später berühmte Musiker wirklich geboren wurde, ist unbekannt.

Wohnräume der Familie Bach

Im Bachhaus am Eisenacher Frauenplan 21 können Ausstellungsräume zu Leben und Werk Bachs besichtigt werden. Das Bachhaus gil als eines der größten Musikermuseen in Deutschland.

Johann Sebastian Bach verbrachte seine ersten zehn Lebensjahre in Eisenach. Durch die musikalische Tradition der damals shcon weitverzweigten Familie Bach wurde er früh an die Musik herangeführt. Sein Vater soll den jungen Sebastian Bach im Spiel von Streich- und Blasinstrumenten unterrichtet haben. Mehrere seiner Onkel wirkten als Kantoren an Kirchen, darunter auch an der Georgenkirche Eisenach. In dieser Kirche wurde Bach getauft.

Dauerausstellung im Bachhaus Eisenach
Dauerausstellung im Bachhaus Eisenach

Für einen Rundgang durch das 2007 mit einem Neubau ergänzten Bachhaus sollte man zwei bis drei Stunden einplanen. Nach der Erläuterung der Wohn- und Lebensumwelt erleben die Besucher im Instrumentensaal des Hauses einen Musikvortrag. Das Besondere daran: es wird live auf typischen Original-Tasteninstrumenten  aus der Zeit Johann Sebastian Bachs musiziert.

Musikproben auf alten Instrumenten

Dazu gehören Cembalo, Hausorgel, Spinett und Klavicord. Am Ende einer solchen Aufführung kann ein Besucher einmal den Blasebalg für eine aus der Bachzeit stammende kleine Orgel treten.

Cembalo aus der Bachzeit im Bachhaus Eisenach
Cembalo aus der Bachzeit im Bachhaus Eisenach

Der Instrumentensaal zeigt mit 28 weitgehend originalen barocken Instrumenten einen Ausschnitt aus der rund 400 Musikinstrumente umfassenden Sammlung des Museums. Die meisten Instrumente erhielt das Bach-Museum als Schenkung.

Mußestunde mit Bachs Kostproben

Im Erweiterungsbau verbinden sich erlebnisreich Exponate, Multimedia-Kunst und individuelles Hören: In schwebenden gläsernen „Bubble- Chairs“ kann man sich ganz in Bachs Musik versenken, an einem „Mischpult“ berühmte Aufnahmen derselben Kantate vergleichen.

Der Bereich „Bach-Ikonografie“ folgt der Entwicklung des Bachbildes von Originalgemälden über Kupferstiche bis hin zu Künstlern wie Emil Orlik und Johannes Heisig. Spektakulär die  gerichtsmedizinische Rekonstruktion des Schädels von 2008.

Bach als begehbares Musikstück

Ein „Begehbares Musikstück“ entführt über eine 180-Grad- Projektion in vier Bachaufführungen: ein Ballett zur „Kunst der Fuge“, eine Probe der Thomaner, ein Orgelkonzert und die Matthäuspassion. Nirgendwo gibt’s so viel Bach. Im  „Café Kantate“ klingt der Museumsbesuch gemütlich aus.

Blick in die Ausstellung im Bachhaus Eisenach
Blick in die Ausstellung im Bachhaus Eisenach

Mit den Sonderausstellungen im 2007 eingeweihten spektakulären Neubau des Bachhauses werden regelmäßig spezielle Themen zu Johann Sebastian Bach und seine Zeit behandelt.

Das Bachhaus verfügt neben Archivalien, Hausrat und bibliophilen Kostbarkeiten aus der Bach-Zeit über eine wertvolle Sammlung von Musikinstrumenten sowie über eine Fachbibliothek, die nach Anmeldung zugänglich ist.

Oase der Ruhe: der Garten des Bachhauses

Sehenswert ist der aus der Zeit von 1907 stammende Bachhaus-Garten, der als Barockgarten angelegt wurde. Der Brunnen stammt noch aus dem 16. Jahrhundert. Vom Garten führt ein Eingang in die Sonderausstellungsräume sowie weiter in die ständige Ausstellung im Obergeschoss.

Im Garten des Bachhauses in Eisenach
Im Garten des Bachhauses in Eisenach

 

Sonderausstellung Luther, Bach – und die Juden“

Die Ausstellung im Bachhaus Eisenach ist noch bis zum 6.11.2016 zu sehen. Von Luthers berüchtigten antijüdi schen Schriften über die Frage des Antijudaismus in Bachs Passionen bis hin zu der Wiederentdeckung von Bachs Musik in Kreisen des jüdischen Bürgertums in der Aufklärung und Romantik führt diese kleine Schau.

IMG_3900

In einem ersten Teil der Ausstellung geht es um Luthers Judenfeindlichkeit und dessen Nachwirken im Bach-zeitlichen Luthertum. Thematisiert wird Bachs Interesse an jüdischer Geschichte und dem (Anti-)Judaismus – belegt durch die Bücher in seiner „Theologischen Bibliothek“ – und die immer wiederkehrende Frage, ob Bachs Passionen judenfeindlich seien. Ein zweiter Teil widmet sich am Beispiel der Itzig- und der Mendelssohn-Familie sowie von Persönlichkeiten wie Joseph Joachim der Bach-Pflege im jüdischen Bürgertum des 19. Jahrhunderts und ihrer Bedeutung für die Bach-Renaissance. Die Ausstellung liefert zugleich einen Nachtrag zum Themenjahr 2013, der Reformations-Dekade „Reformation und Toleranz“.

Von Eisenach hinaus in die Bachwelt: Ohdruf, Mühlhausen, Wechmar, Weimar, Erfurt

Weitere Museen erinnern in Mitteldeutschland an Johann Sebastian Bach. Johann Sebastian Bach zählt zu den kreativsten Komponisten der letzten Jahrhunderte – die familiären und musikalischen Wurzeln zu diesem Erfolg liegen in seinem Geburtsland, in Thüringen. Hier sind die meisten Gedenkorte Bachs zu finden und hier können Musikliebhaber die bedeutendsten Wirkungsstätten des Klavier- und Orgelvirtuosen erleben – liebevoll restauriert und authentisch erhalten.

IMG_3785

Nirgendswo besser, als in Bachs Geburtsstadt Eisenach, kann man den Spuren des „musikhungrigen Kindes“ begegnen. Weitere Stationen sind Ohrdruf, wo Johann Sebastian zur Schule ging und wo Bachchronist Hartmut Ellrich gern aus dem Nähkästchen des Weltmusikers plaudert. Auf einer Tour durch das „Bachland Thüringen“ darf auch die Traukirche in Dornheim und der Fmiliensitz der weitverzweigten Bachfamilie Arnstadt nicht fehlen. Dort kann man über die Arnstadtinformation an einer von Stefan Buchtzik im Kostüm als junger Bach durchgeführten Stadtführung einzelne Stationen erleben und einem Bach-Konzert an der Orgel der Bachkirche seinen Kantaten lauschen. Weitere Station, neben Mühlhausen, ist auch  Weimar, wo J. S. Bach als Hoforganist arbeitete und seine Familie gründete.

Thüringer Bachwochen im Jahr 2017

Und ein Tipp bereits für 2017 ist der Besuch eines der Konzerte der Thüringer Bachwochen im April und Mai 2017.

Die vom Erfurter Domorganisten Silvio von Kessel geleiteten Thüringer Bachwochen gelten als das größte Festival klassischer Musik in Thüringen. Traditionell beginnt das Festival am Vorabend der offiziellen Eröffnung mit einer Langen Nacht der Hausmusik. Dabei laden über 60 Teilnehmer in 27 Thüringer Städten und Gemeinden zu 90 privaten Hauskonzerten ein.

Veranstaltungsorte der Thüringer Bachwochen sind sowohl moderne Konzertsäle als auch authentische Bachstätten. Dazu gehören unter anderem die Johann-Sebastian-Bach-Kirche in Arnstadt, in Dornheim die Kirche St. Bartholomäus (Traukirche), die Georgenkirche, das Bachhaus sowie die Wartburg in Eisenach. In Erfurt: Augustinerkloster, Dom St. Marien, Predigerkloster, Rathaus, Theater, Thomaskirche, Thüringer Staatskanzlei, die Margarethenkirche in Gotha, in Jena: Stadtkirche St. Michael und das Volksbad, in  Molsdorf: Schlosskirche St. Trinitatis, in     Mühlhausen: Kirche St. Marien, in  Ohrdruf die Trinitatiskirche, in    Schmalkalden: Rathaus, Stadtkirche St. Georg sowie in Waltershausen die Stadtkirche „Zur Gotteshilfe“, im Bach-Stammort das Bach-Stammhaus sowie unter anderem in Weimar das Deutsche Nationaltheater, die Jakobskirche, das Musikgymnasium im Schloss Belvedere, die Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) und das Stadtschloss.

Bach-Erlebnisroute: bike by Bach

Der 70 Kilometer langer Rundwanderweg führt durch Orte und Landschaften, die Kindheit und Jugend eines der größten Musiker aller Zeiten geprägt haben. Die Wurzeln der Thüringer Bachfamilie liegen in Wechmar, wo sich Ende des 16. Jahrhunderts der Ururgroßvater von Johann Sebastian Bach – Veit Bach – angesiedelt hatte. Als Zehnjähriger zog der Knabe Bach 1695 zu seinem großen Bruder nach Ohrdruf und besuchte hier in den folgenden fünf Jahren das Lyzeum. In Arnstadt erhielt Bach 1703 seine erste Anstellung als Organist der Neuen Kirche und im nahe gelegenen Dornheim heiratete er vier Jahre später seine Cousine Maria Barbara. Es sind aber nicht nur die Bachorte, die das Besondere und Reizvolle dieses Radweges ausmachen. Es sind auch die Landschaften, die er verbindet: die sanften Hügel des Thüringer Burgenlandes Drei Gleichen im Norden, das Tal der Gera im Osten und der Nordhang des Thüringer Waldes samt Rennsteig im Süden. Der Radweg umrundet weiträumig den Truppenübungsplatz (als Sperrgebiet ausgewiesen).

Hier geht es zu einem Beitrag von mir zur Wartburg.

  • Infos zu Bach in Thüringen
  • Internet: bachhaus.de
  • geöffnet: tgl. 10 bis 18 Uhr
  • Eintritt:  8, ermäßigt zwei Euro
  • Tel:  03691 / 7934-0

Interessante Links zu Bach:

Stadtinformation Eisenach: eisenach.de,

Thüringen Tourismus und Bach,

Bach in Thüringen,

Thüringer Bachwochen

Wartburg (10)

Hotels

Erholen im Parkhotel de Wiemsel

Parkhotel de Wiemsel_Park_Luftaufnahme Parkhotel de Wiemsel Park Gartentor Blick in den Park  Foto: Parkhotel de WiemselParkhotel de Wiemsel: Park Luftaufnahme Foto: Parkhotel de Wiemsel

Es gehört zu den beliebtesten Hotels in den Niederlanden: das Parkhotel de Wiemsel in der Region Twente. Man nennt die Region auch Dinkelland.Bis zur deutschen Grenze sind es nur wenige Kilometer. Nordhorn und Bad Bentheim sind beliebte Ausflugsziele in der  Euroregion. Zudem eine ideale Fahrradgegend. Mit dem kleinen Künstlerort Ootmarsum mit seinen Galerien und Cafés bietet sich das Parkhotel de Wiemsel perfekt für einen Mehrtagesurlaub an. Es ist zudem perfekt für einen Wellnessurlaub. Für jeden ist also etwas dabei.

Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Indian summer im Park des Parkhotels de Wiemsel, Foto: Parkhotel de Wiemsel

Einfach ankommen, abschalten und genießen!

Die Geschichte des heute zur edlen Hotelvereinigung  Relais & Châteaux gehörenden 4-Sterne-Superior-Hauses ist schnell erzählt. Der Lüneburger Unternehmer Henning J. Claassen (u.a. bis 2017 Besitzer verschiedener Hotels, wie das durch die Fernsehserie „Rote Rosen“ bekannte Hotel „Bergström“ in Lüneburg hörte als Gast vom Verkauf des renovierungsbedürftigen  „Parkhotel de Wiemsel“. Er kaufte und renovierte es. 2015 wurde das Haus neu eröffnet. Und begeistert seitdem die Gäste. Das überaus freundliche Team um den Hotelmanager Rainier Veldboer weiß wie man Wünsche der Gäste von den Lippen abliest.

Hotelmanager Rainier Veldboer führt das Parkhotel de Wiemsel, Foto: D.Weirauch

 ❏ Ankommen im Parkhotel de Wiemsel

Freundlich begrüßt werden die Gäste in der hellen Lobby. Nicht hinter einem hohen Tresen, sondern an einem Tisch sitzen die freundlichen Damen der Rezeption. Man fühlt sich hier als Gast sofort Willkommen.  Nach dem Einchecken werden die Gäste auf ihr Zimmer begleitet – was längst nicht mehr zum Alltag in Hotels gehört. Dazu gibt es eine Menge Tipps für den Nachmittagsausflug, das Wellnessangebot oder den Menüs im Restaurant.

Parkhotel de Wiemsel Park Gartentor Blick in den Park Foto: Parkhotel de Wiemsel
Parkhotel de Wiemsel Park Gartentor Blick in den Park Foto: Parkhotel de Wiemsel

❏  Zimmer und Suiten im Parkhotel de Wiemsel

Die Großzügigkeit der Parkanlage korrespondiert  im Innern mit der Aufteilung der 56 Zimmer, Juniorsuiten und großzügigen Suiten. Alle Suiten verfügen über eine eigene Sonnenterrasse und somit direkten Zugang zum Park, hier findet jeder ein schönes Plätzchen zum Genießen.

Parkhotel de Wiemsel: Gästezimmer
Parkhotel de Wiemsel: Blick in ein Gästezimmer
Blick in eine Suite mit Bad Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Blick in eine Suite mit Bad Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Gemütlich: die Juniorsuite Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Gemütlich: die Juniorsuite Foto: Parkhotel de Wiemsel

❏ Essen und Trinken im „Restaurant de Wanne“

Es gibt nicht wenige Gäste, die wegen der gelobten Küche in das „Restaurant de Wanne“ kommen. Küchenchef Stefan Bekhuis und seine weiße Brigade bringen unkomplizierte Gerichte auf den Tisch.

Blick in die Küche: Küchenchef Stefan Bekhuis (c) Parkhotel de Wiemsel
Blick in die Küche: Küchenchef Stefan Bekhuis (c) Parkhotel de Wiemsel

Traditionelle Gerichte werden oftmals neu und überraschend interpretiert. Erlesen ist die Auswahl an französischen, italienischen und deutschen Weinen. Die Küche ist gehoben aber nicht abgehoben, ehrlich und raffiniert. Großer Wert wird auf  Qualität und Frische der Grundprodukte gelegt.

Wichtig für einen langen Tag ist das Frühstücksbuffett. Es lässt keinen Wunsch offen.

Und am Nachmittag kann man auf der Parkterrasse sitzen oder später beim Candle Light Dinner den Tag ausklingen lassen.

Blick in die edle Bibliothek im Parkhotel de Wiemsel, Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Die Bibliothek im Parkhotel de Wiemsel, Foto: Parkhotel de Wiemsel,

❏ Das Parkhotel im Winter

Bei Schnee verwandelt sich die Umgebung in eine zauberhafte Winterlandschaft — perfekt für lange erholsame Spaziergänge. Die Luft ist kristallklar, an den benachbarten Wassermühlen glitzern Eiszapfen in der Sonne und die Cafés locken mit heißer Schokolade, Kaffee- und Teespezialitäten sowie anderen wärmenden Leckereien

Parkhotel de Wiemsel: Eingang Winter: (c) Arie Kwast
Parkhotel de Wiemsel: Eingang Winter: (c) Arie Kwast

 ❏ Wellness im Parkhotel de Wiemsel

Neben dem Außenpool gibt es einen großen Innenpool sowie Sauna, Dampfbad und Solarium. Das „Spa & Wellness de Wiemsel” mit vielen Kosmetik-Treatments, wohltuenden Massagen und Hairstylist rundet das ganzheitliche Wohlfühlprogramm perfekt ab.

Wir sind morgens schon einige  Bahnen geschwommen. Auch im Spätherbst machte es Freude: denn der Außenpool ist beheizt. Es trifft zu, was der Hotel Manager damit meinte: „Einfach abtauchen und den Alltag hinter sich lassen.“

Wer will, der kann auch den Fitnessbereich nutzen. Crosstrainer, Spinning, Laufband sowie verschiedene Bodyforming-Geräte stehen bereit, um gezielt Muskeln aufzubauen und zu trainieren.

Im Schatten großer Bäume: Pool des Parkhotels de Wiemsel, Foto: Parkhotel de Wiemsel
Blick auf den Pool des Parkhotels de Wiemsel, Foto: Parkhotel de Wiemsel
Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Massage im Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Am beheizten Aussenpool, Foto: Parkhotel de Wiemsel,

Anschließend ging es in die Sauna und dem Dampfbad.

Der Innenpol im Foto: Parkhotel de Wiemsel,
Der Innenpol im Foto: Parkhotel de Wiemsel,

Sauna, Dampfbad und Solarium. Das „Spa & Wellness de Wiemsel” mit vielen Kosmetik-Treatments, wohltuenden Massagen und Hairstylist rundet das ganzheitliche Wohlfühlprogramm perfekt ab.

Blick in den Park Foto: Parkhotel de Wiemsel
Blick in den Park Foto: Parkhotel de Wiemsel

Tipps für Weihnachten im Parkhotel de Wiemsel mit speziellen Arrangements sind hier zu finden.

Parkhotel de Wiemsel: Lobby mit Weihnachtsbaum (c) Arie Kwast_preview
Parkhotel de Wiemsel: Lobby mit Weihnachtsbaum (c) Arie Kwast_preview
Mankannauch heiraten im Parkhotel de Wiemsel, Foto: Foto: Parkhotel de Wiemsel

❏ Ausflugstipps in die Umgebung

Direkt gegenüber vom Eingang zum 60.000 Quadratmeter großen Park befindet sich die kleine Altstadt von Ootmarsum. Darüber später mehr in einem eigenen Beitrag.

Informationen zum Parkhotel de Wiemsel

  • Adresse: Winhofflaan 2 • 7631 HX Ootmarsum
  • E-Mail: info@parkhotel-dewiemsel.nl
  • Tel.: +31 (0)541-79 10 10
  • Fax. +31 (0)541-79 10 11
  • Homepage: https://www.parkhotel-dewiemsel.nl
  • Das Relais & Chateux zur Weihnachtszeit Foto: Parkhotel de Wiemsel,
    Foto: Parkhotel de Wiemsel

    Wir danken dem Parkhotel de Wiemsel für die Einladung.

error: Content is protected !!