ReiseTipps

Auf den Spuren von Fischers Fritze durch Caorle

Renzo_Dorigo_Fischauktionator__3©Comune_di_CaorleFischauktionator Renzo Dorigo

In Caorle ist die Tradition des Fischfangs seit Jahrhunderten tief verwurzelt. Das Wissen darum, wie man die dicksten Brocken an die Angel oder ins Netz bekommt, wird seit jeher vom Vater zum Sohn überliefert. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hauptsächlich in der Lagune Fischfang betrieben. In langen entbehrungsreichen Monaten lebten die Fischer in einfachen schilfbedeckten Häuschen, den typischen Casoni, die es in dieser Form nur in Caorle gibt. Bis heute werden sie genutzt und können bei einem Ausflug per Boot in die Lagune oder mit dem Rad besichtigt werden, fangfrisches Mittagessen mit einem Fischermann inklusive. Und wer selbst Hand an die Angel anlegen will, kann in Caorle mit einem Fischer auf dem Boot hinausfahren – und noch den einen oder anderen Kniff vom Experten lernen, der bestimmt kein Seemannsgarn erzählt.

Casone in Caorle

Klein-Venedig: Wo Krake, Fisch und Bio-Muschel zu Hause sind

Echtes Seemannsgarn wird hingegen bis heute von Hand verarbeitet. So gibt es in Caorle noch immer Fischnetzknüpfer, die die bunten Netze mit kunstvollen Knoten herstellen und reparieren. Die älteste „Netzwerkerin“ zählt über 90 Jahre und radelte bis vor wenigen Monaten noch jeden Tag durch den Ort zu ihrer Arbeitsstätte. Viel frischer Fisch auf dem Teller hält demnach jung und fit. Und den findet man in Caorle allerorts. In den kleinen Restaurants direkt am Strand oder in den Gassen der bunten Altstadt ist die traditionelle Meeres- und Lagunenküche zuhause. Typische Spezialitäten wie Moschuskraken in grüner Sauce, Risotto mit Pilgermuscheln, die Fischsuppe „Broéto caorlotto“ oder aromatische Spaghetti mit den einzigartigen Bio-Venusmuscheln aus Caorle. Hier macht jeder Fischliebhaber sicher den richtigen Fang.

Luigino Marchesan kontrolliert das Fischnetz

… Fischflüsterer…

Und wer einmal nicht ins Restaurant gehen will oder kein Anglerglück hatte, kann natürlich selbst in der eigenen Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz an Herd oder Grill fangfrischen Fisch oder Meeresfrüchte zubereiten. Beides findet man dienstags bis freitags auf dem Fischmarkt am kleinen Hafen, wo sich auch Caorles Gastronomen und Händler mit frischester Ware versorgen, und zwar auf ganz traditionelle Weise per Flüsterversteigerung. Dabei flüstern sie dem Versteigerer ihr Angebot – natürlich mit Pokerface – ins Ohr, und der geübte Auktionator gibt schließlich mit großer Geste dem Meistbietenden den Zuschlag.

Fischauktionator Renzo Dorigo

… und bunten Fischfesten

Und weil die Caorlotti Fisch und Meeresfrüchte über alles lieben, finden in der Frühjahrs- und Sommersaison immer wieder Veranstaltungen und Feste rund um das Thema Fisch statt. Da gibt es etwa die älteste Hochseeregatta im Mittelmeerraum mit zwei Skippern: „La Cinquecento“. Zum Auftakt des kulinarischen Begleit-Events „Gusta la Cinquecento“ findet der Wettbewerb „Sardee in Grea“ statt, bei dem Hobbyköche, Fischer und Segelfahrer über rauchender Holzkohle um den Titel des besten Sardinengrillers kämpfen. Ein weiteres mediterranes Highlight ist das Fisch-Grillspektakel „Festa del Pesce“ Mitte September direkt am Strand, zu dem sich der ganze Ort mit Familie und Freunden einfindet. Caorle – ein echter Fang für alle, die Fisch und Meeresküche lieben.

Weitere Informationen unter: www.caorle.eu

Pressemitteilung der GIRASOLE GmbH, Reichenbachstraße 26, D-80469 München, www.girasole-pr.de, Fotos: ©Comune di Caorle

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