Potsdam

Architekturführer Potsdam lädt zum Spaziergang durch das „Arkadien des Nordens“

Architekturführerimage-9929502-233707195-2-weblarge_0_5637223eca16897f1f2576d36912c5ae_1Chr. Gößmann

Ab 12. März kommt ein neuer Architekturführer Potsdam (DOM publishers) in den Handel.

Babelsberg und Sanssouci: das ist wohl das erste, was man mit Potsdam assoziiert. Doch die ehemalige preußische Residenz- und heutige Landeshauptstadt Brandenburgs hat weit mehr zu bieten als Filmstadt und Sommerschloss: eine einzigartige Schlösser- und Parklandschaft inmitten der idyllischen Seenkette der Havel, ein bedeutendes historisches Architekturerbe und einen attraktiven Wohnort für Berlinmüde und so manchen Prominenten.

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Potsdam als Sehnsuchtsort

Im Architekturführer Potsdam von DOM publishers zeigt Autorin Uta Keil die Entwicklung der Garnisons- und Soldatenstadt als militärisches und politisches Zentrum der preußischen Herrschaft auf der einen, und dem Sehnsuchtsort im idyllisch antik-italianisierenden Gewand der Residenzstadt auf der anderen Seite. Letzteres brachte der Stadt den Namen „preußisches Arkadien“ ein. So war Potsdam schon immer eine Stadt der Herrscher, auch im Nationalsozialismus, der sich die preußische Tradition zunutze machte.

Typische Bauten der Ostmoderne

Während der DDR wiederum fielen noch erhaltene stadtbildprägende Bauten der sozialistischen Stadtplanung zum Opfer: das Stadtschloss und die Garnisonkirche sind die prominentesten Beispiele. Doch neben gesichtslosen Plattenbauten entstanden auch typische Bauwerke der Ostmoderne, die heute denkmalgeschützt sind. Die Kontroversen um Neu- und Wiederaufbau von Garnisonkirche und des im Sommer 2014 vom Landtag bezogenen Stadtschlosses werden in diesem Buch ebenso thematisiert wie der Bau neuer Stadtquartiere, etwa das Bornstedter Feld, das Kirchsteigfeld oder die Speicherstadt.

Chr. Gößmann
Chr. Gößmann

Mehr als 200 Bauten werden vorgestellt

Gegliedert nach Epochen, präsentiert dieser Architekturführer mehr als 200 Bauten und Projekte der Stadt vom Absolutismus bis in die Gegenwart. Harald Bodenschatz und Erich Konter führen in die Stadtentwicklung der jeweiligen Epochen ein. Ein Exkurs nach Babelsberg, kurze Portraits wichtiger Architekten und andere Zusatzinformationen machen das Buch zu einem angenehmen und praktischen Begleiter beim Spaziergang durch das „Arkadien des Nordens“.

Chr. Gößmann
Chr. Gößmann

 Uta Keil: Potsdam, Architekturführer, 348 Seiten, über 300 Abbildungen, ISBN 978-3-86922-185-4 (deutsch), 38 Euro, DOM publishers, Berlin

Die Autorin: Uta Keil, Jg. 1971, Geschichts- und Literaturstudium in Berlin, freie Redakteurin und Lektorin. Mitarbeit an zahlreichen Veröffentlichungen zur Architektur und Stadtgeschichte, darunter Luftbildatlas Köln (2011), Architekturführer Usbekistan (2012).

 

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