1 Stunde weg

Mit dem Fahrrad zu Zille und Effi Briest

Stahnsdorfer (3)

Friedhofsführung der besonderen Art über den Südwestkirchhof Stahnsdorf

Am Sonntag, den  25. August  bietet der Förderverein des Südwestkirchhof Stahnsdorf gleich zweimal die Gelegenheit den Südwestkirchhof Stahnsdorf mit dem Fahrrad zu erkunden. Vieles, was auf anderen Friedhöfen nicht erwünscht ist, gehört auf Deutschlands größtem Waldfriedhof zum alltäglichen Leben.

So lädt Olaf Ihlefeldt (Friedhofsleiter) die Gäste am Sonntag um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr dazu ein, den über 200 ha großen  Friedhof mit dem Fahrrad zu erkunden.

Zu den Gräbern von Heinrich Zille, Elisabeth von Ardenne ‚Effie Briest‘ und Manfred Krug sowie den großen Gedenkstätten für italienische und britischen Soldaten werden die Gäste dieses Mal ganz entspannt mit dem Fahrrad geführt und hören von der Geschichte.

hre letzte Ruhestätte fand Elisabeth von Ardenne (Effi Briest) auf dem Stahnsdorfer Südwest-Kirchhof, Foto: K.Weirauch
hre letzte Ruhestätte fand Elisabeth von Ardenne (Effi Briest) auf dem Stahnsdorfer Südwest-Kirchhof, Foto: K.Weirauch

Durch die alternative Fortbewegung werden in zwei Stunden Stationen angefahren, die bei fußläufigen Führungen auf Grund der Dimension des Friedhofs schwer erreicht werden können. Besichtig und erklärt werden auch die Wirtschaftsbereiche mit den alten Pferdeställen, Tennen und Wohnhäusern sowie der alten Hufschmiede. Auf Grund begrenzter Teilnehmerzahl sind Anmeldungen empfehlenswert: Tel.: 0179.3793503 und www.suedwestkirchhof.de

Zeit:                              Sonntag,  25. August, 11.00 Uhr und 14.00 Uhr

Treffpunkt:                   Haupteingang in der Bahnhofstraße  2

Eintritt:                         5,00 Euro (Der Erlös kommt zu 100 % dem Denkmalerhalt zu Gute)

Informationen:            Tel.: 0179.3793503 und www.suedwestkirchhof.de

Ansprechpartner:       Olaf Ihlefeldt   (Tel.: 0179.3793503)      

 

Reise

Vulkanausbruch in Wörlitz mit Musik und Kulinarik

Insel Stein mit dem einzigen künstlichen Vulkan Europas, © Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf,Insel Stein mit dem einzigen künstlichen Vulkan Europas, © Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf,

Dieses Jahr fand wieder ein Vulkanausbruch auf der Insel Stein in Wörlitz statt. An diesem Wochenende (16. und 17. August). Diese wohl weltweit einmalige „pyrotechnische Inszenierung“ sollte eigentlich schon im letzten Jahr anlässlich 100 Jahre der Kulturstiftung stattfinden. Wegen der damaligen Trockenheit fiel der 2019er Ausbruch aus. Ich war gespannt auf das lange auch überregional angekündigte Ereignis. Schon frühzeitig füllten sich die Wege mit Schaulustigen, auch die abgeernteten Felder rund um die Insel Stein waren gut mit Besuchern gefüllt.

Wörlitz Vulkan

Was so gefährlich klingt, sollte allen Besuchern das Herz höher schlagen lassen, denn die Eruption ist von langer Hand geplant und ein seltenes Highlight im UNESCO-Weltkulturerbe. Der „Vulkanausbruch“ ist eingebunden in ein künstlerisches Rahmenprogramm – und ist selbst höchst eindrucksvolle Kunst.

© Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf
© Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf

Die Ausbrüche des künstlichen Vulkans auf der Insel Stein sind höchst seltene Ereignisse. Über 200 Jahre war der Vulkan erloschen, bevor er im Jahr 2005 wieder ausbrach. Zu besonderen Ereignissen folgten Eruptionen in den Jahren 2006, 2010, 2012 und 2016.

Vulkanausbruch in Wörlitz mit Musik und Kulinarik

Wie bei den vorangegangenen Eruptionen begleitete auch diesmal ein hochkarätiges Rahmenprogramm den Vulkanausbruch. Es wurde organisiert von der Veranstaltergemeinschaft des Gartenreichsommers – bestehend aus dem Anhaltischen Theater Dessau, dem von der Familie Pirl geführten Ringhotel „Zum Stein“ Wörlitz, der Konzertagentur Cm Reimann GmbH Berlin und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.

Begonnen hatte das Programm an der Gondelstation mit einer musikalischen Begrüßung. Während einer sommerlich-kulinarischen Gondelfahrt zur Insel Stein auf dem wörlitzer See wurde das Publikum an verschiedenen Stationen von weiteren musikalischen und tänzerischen Einlagen des Blechbläserensembles des Anhaltischen Theaters und des Tanzensembles John Wildbrett begleitet.  Als krönenden Abschluss erleben die Besucher*innen vom Wasser aus den spektakulären Ausbruch zur Blauen Stunde.

Was wir erlebten, haben Wörlitzbesucher schon vor Jahrhunderten beschrieben: Das Haupt des Berges “hüllt sich in schwarze Gewölke”. Aus Augen, Nase und Mund eines Medusenkopfes am Krater quillt Wasser, das von Laternen, Feuern und Raketenblitz erleuchtet “ganz natürlich wie geschmolzener Feuerstrom” aussieht. Der Mündung des Schlundes entsteigt eine “hohe, Millionen Funken sprühende Feuersäule gen Himmel”. Dann kommt es zur Kettenreaktion: “Ist nun der Krater mit Pulverrädern und Schwärmern geladen, entzünden sich in schnellem Huy die aufgesteckten Lampenreihn und beginnt die schreckbare Explosion”, wie ein Augenzeuge 1797 notiert.

Historie des Vulkans auf der Insel Stein

Die erste künstliche Eruption fand am 10. August 1794 – dem Geburtstag des Fürsten Franz – aus Anlass der Fertigstellung der Insel Stein statt. Die historische Nutzung der Insel Stein zur künstlichen Nachahmung von Vulkanausbrüchen ist von mehreren zeitgenössischen und späteren Autoren beschrieben worden. Die eindrucksvolle pyrotechnische Inszenierung des Vulkanausbruchs mit akustischen und visuellen Elementen ist an die historischen “Ausbrüche” angelehnt. Die Insel Stein selbst ist quasi als Erinnerung nach einer Reise des Fürsten nach Neapel entstanden. Auf der Insel sollte die typische neapolitanische Topographie dargestellt, die zeitgenössische italienische Architektur vorgestellt und sogar die Vegetation – durch Feigen, Agaven und lombardische Pappeln – illustriert werden. Der künstliche Vesuv ist also Teil eines italienischen Gesamtkunstwerks. Italien in Wörlitz sozusagen.

20 Jahre Gartenträume 2020 mit Vulkanausbruch

Wer dieses Jahr nicht dabei sein konnte, hier ein Tipp. Im kommenden Jahr feiert Sachsen Anhalt das Jubiläum „20 Jahre Gartenträume“. Stiftungsvorstand Dr.-Ing. Brigitte Mang versprach am Freitagabend: aus diesem anlasswird der Vulkan wieder ausbrechen. Das ist ein Vertrauensbeweis für die Arbeit der über 50 Inhaber und Betreiber von historischen Gärten in Sachsen-Anhalt, die sich unter dem Label Gartenträume um das gärtnerische Erbe mehrere Jahrhunderte kümmern.

Villa Hamilton - die nachgebaute Villa Emma
Villa Hamilton  auf der Insel Stein

Die Recherche in Wörlitz erfolgte im Rahmen einer Pressereise der IMG Sachsen-Anhalt

Hier folgen demnächst weitere Beiträge zu einzelnen Stationen der Gartenträume und interessanten Gärten in Sachsen-Anhalt.

Wörlitz

Luisium

Mosigkau

Hundisburg

Altjessnitz

Oranienbaum

Hier geht es zur Wörlitz-Information.

Hier findet ihr die Seite des Vereins Gartenträume

HotelsReise

Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht

Schweiz-Pontresina (55) - KopieDas Hotel Walther in Pontresina hat eine über 111 Jahre währende Geschchte. Foto. Weirauch

­Pontresina – am Fuß des Berninamassivs gelegen, ist das Dorf mit dem grandiosen Blick auf die höchsten Gipfel der Ostalpen ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Und hier lebt eine der größten Steinbockkolonien der Alpen. Wir besuchten das: Hotel Walther Pontresina – Wo der Gast im Mittelpunkt steht. Zunächst ging es mit der Swiss von Berlin nach Zürich, weiter geht es mit dem Zug der Schweizerischen Bundesbahn bis Chur. Hier stiegen wir um in die Rhätische Bahn und fuhren über Samedan nach Pontresina.

Reise

Serbiens Wellnesshotel “Fontana” in Vrnjačka Banja

Fontana Serbien (22)

Der Service im Hotel „Fontana“ in Vrnjačka Banja spricht für sich. Selten habe ich so viel Gastfreundschaft erlebt, wie in diesem von dem jungen Direktor Dorde Makuljevic geleiteten Vier-Sterne-Plus-Hotel.  Das will ich kurz erklären. Auf der Fahrt nach Vrnjačka Banja gab es ein Malheur, meine helle Hose und das Jackett waren mit einer undefinierbaren Soße vollgekleckert. Kaum im Hotel „Fontana“ angekommen fragte ich vorsichtig nach, ob es eine Möglichkeit der Reinigung bis zum nächsten Morgen gebe. Kein Problem, so die Antwort der freundlichen Rezeptionistin. Nein, nicht bis zum nächsten Tag, in etwa einer Stunde sei alles wieder sauber, versprach die junge Dame. Und so passierte es auch. Pünktlich zum Abendessen waren die Sachen frisch gebügelt  und ohne irgendeine Spur von Flecken auf dem Zimmer. Das gehört in Deutschland längst nicht zum Leistungskatalog der gehobenen Gastronomie. Überhaupt haben mich Hotel „Fontana“ und der Kurort mit dem schwer auszusprechenden Namen Vrnjačka Banja während meiner jüngsten Serbien-Reise positiv überrascht.

Blick aus der Suite Richtung Kirche
Blick aus der Suite Richtung Kirche
Reise

Besuch im Karl May Museum Radebeul

Karl May Radebeul

Ein Wiedersehen nach mehr als 50 Jahren. An den Besuch des Karl May Museums in Radebeul bei Dresden erinnerte ich mich sofort, als ich letzte Woche erneut die Villa Bärenfett in Radebeul im Dresdner Elbland, unweit der berühmten Weinberge von Schloss Wackerbarth und Hoflößnitz, besuchte. Als Kind war ich schon einmal dort. Viel hat sich seitdem nicht verändert in der Villa Bärenfett. Nun aber erwartete uns auch mit der Villa Shatterhand das eigentliche Wohnhaus von Karl May.

Die legendäre Villa Bärenfett
Reise

Sehenswert: Neues Bauhaus-Museum Weimar

Blick in den Ausstellungssbereich “Mies van der Rohe” Blick in den Ausstellungssbereich “Mies van der Rohe” Foto: Klassik Stiftung Weimar

Das Kleinod Weimar, Kulturhauptstadt Europas von 1999, ist um eine weitere Perle bereichert worden – den Neubau des Bauhaus-Museums. So  begrüßenswert es selbst Kritiker des Neubaus finden, dass das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus endlich einen sehenswerten Museums-Neubau hat – so umstritten wird dessen Architektur und Platzierung direkt am Eingang zur Innenstadt eingeschätzt. „Steckt die Seele des Bauhauses wirklich in diesem Klotz?“, fragt beispielsweise die Springer-Zeitung „Welt“. Ablehnend äußern sich auch viele Einwohner der Stadt.

Aber das ist keineswegs gerechtfertigt, und deshalb muss diesem Negativismus energisch widersprochen werden – etwa mit dieser Feststellung: Dieses Bauhaus-Museum ist eine Perle – und die bereichert das Kleinod Weimar!

Der Fundus dieses Museums ist einmalig, denn es handelt sich in Weimar um die weltweit älteste Sammlung von Werkstattarbeiten und Ideen des Bauhauses,  mit inzwischen 13 000 Objekten. Bauhaus-Gründer Walter Gropius hat diese grandiose Sammlung gleich zu Beginn, also in den frühen 20er Jahren, begonnen.