Autotester: Moritz & Weirauch

Probefahrt mit einem Tesla Model S 100 D

Tesla Model S 100 D  Foto: F. MoritzTesla Model S 100 D Foto: F. Moritz

Lange vor den meisten Mitkonkurrenten wagte der Multimilliardär und Unternehmer Elon Musk beim Automobilbau den Sprung ins Elektrozeitalter. 2004 investierte er in die US-amerikanische Firma Tesla und führte verschiedene Modelle zur Serienreife. Heute verdient Tesla mit seinen Elektroautos Geld. Tesla verkauft in den USA mittlerweile mehr Autos als Mercedes. Der Test mit einem Tesla Model S 100 D soll klären, was das Elektroauto kann.

Tesla kann schon lange Elektro. Das Tesla-Premiummodell Model S kam 2012 auf den Markt und erhielt 2016 ein Facelift. Neben optischen Veränderungen wurde über die Jahre vor allem die Akkuleistung und die Software verbessert.

❏ Tesla Model S 100 D: Karosserie

Der Tesla Model S streckt sich auf 4,98 Meter in die Länge und 1,96 Meter in die Breite. Mit Außenspiegel kommt er auf 2,19 Meter. Der Radstand von 2,96 Meter lässt großzügige Platzverhältnisse erwarten. Die Bodenfreiheit kann beim Tesla zwischen 11,6 und 16 Zentimeter in der Höhe verstellt werden.

Tesla Model S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Chromstreben um die rahmenlosen Scheiben     Foto: F. Moritz

Bei den Karosseriefarben hat der Kunde die Auswahl zwischen Solid Black, Midnight Silver und Deep Blue Metallic (jeweils 1.700 Euro), Pearl White (2.400 Euro) und Red-Multi Coad (2.900 Euro). Die 19-Zoll-Felgen in Silber sind serienmäßig und für die 21-Zoll Sonic-Carbon-Felgen werden 4.700 Euro fällig.

Tesla bietet sein Model S in Deutschland in drei Leistungsstufen an. Einmal mit 75 kWh-Batterie (75 D) und mit einem 100 kWh-Akku (100 D). Beide Varianten verfügen über einen Dualmotor-Allradantrieb. Das Spitzenmodell vom Tesla S ist der P 100 D mit einem 100-kWh-Akku mit Performance-Allradantrieb und einem Beschleunigungs-Upgrade. Der katapultiert das Auto in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Tesla lässt seine Akkus in den USA fertigen und liegt bei den Produktionskosten weit unter seinen Mitbewerbern.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Ein Kabinen-Trolley passt locker vorne rein       Foto: F. Moritz

Der Tesla S Model D bietet eine Standardausstattung an, zu der auch das Premium-Upgradepaket und das Komfort-Paket gehören. Beide kann man nicht abwählen. Nur die verbesserte Autopilot-Funktion für 6.000 Euro ist frei wählbar.

An der Front fällt auf, das der Tesla keinen herkömmlichen Kühlergrill mehr hat. Zwischen den LED-Scheinwerfern mit dreistufigem Kurvenlicht sitzt eine dezente Chromspange mit integriertem Tesla-Logo. Auch die Nebelscheinwerfer über dem Spoiler sind bei Tesla in LED-Technik.

Unter der Fronthaube sitzt ein Motor, doch der ist so tief auf der Vorderachse verbaut, dass man ihn nicht sieht und es noch für einen kleinen Kofferraum a lá Porsche reicht. Die Batterie beim Tesla S ist am Unterboden befestigt und soll sich komplett in 90 Sekunden wechseln lassen.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Der Stromanschluss sitzt versteckt in der Rückleuchte      Foto: F. Moritz

Die Stromklappe beim Tesla S ist ein Reflektor in der Rückleuchte. Zum Aufladen gibt es mehrere Möglichkeiten, auf die ich noch später eingehen werde. Nur soviel. Seit Sommer 2018 kann man an den Supercharger-Stationen von Tesla nur noch maximal 400 kWh pro Jahr gratis zapfen. Danach kostet es Geld. Die ersten Tesla S-Fahrer konnten noch lebenslang die Supercharger kostenlos nutzen.

Tesla Model S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D     Foto: F. Moritz

Der Heck-Spoiler wurde beim Tesla S in die Kofferraumklappe integriert. Die Voll-LED-Rückleuchten werden von einer Chromspange mit dem Tesla-Schriftzug verbunden. Die dritte Bremsleuchte ziert in voller Breite die Oberkante des Heckfensters. Leider habe ich bei Regen einen Heckscheibenwischer vermisst, denn es sammelt sich reichlich Wasser auf der Scheibe.

❏ Tesla Model S 100 D: Kofferraum

Der Stauraum hinter der elektrischen Heckklappe im Tesla S beträgt 745 Liter (vorne und hinten zusammen sind es 894 Liter). Die Ladekante ist 69 Zentimeter hoch und danach geht es 14 Zentimeter abwärts auf den Ladeboden. Darunter befindet sich noch ein Fach für Ladekabel oder Kleinkram. Die Sitzlehnen können im Verhältnis 60:40 manuell nur von innen umgeklappt werden. Eine ebene Ladefläche entsteht dann nicht.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Spartanisch ausgestattet ist der Kofferruam im Tesla Model S 100 D       Foto: F. Moritz

Tesla hat mit seinem Model S vieles richtig und anders gemacht. Aber auch an manchen Stellen gespart. Im Kofferraum gibt es zum Beispiel weder Taschenhaken, noch Verzurrösen, keine 12-Volt-Dose und auch keine Durchlademöglichkeit. Ein Ersatzreifen oder ein Reifen-Reparatur-Set hatte der Testwagen auch nicht an Bord. Und die Materialqualität vom Sichtschutz im Kofferraum ist fernab von Premium.

❏ Tesla S: Innenraum + Ausstattung

Wenn die Türgriffe des Tesla Model S 100 D elektrisch aus der Versenkung auftauchen, beginnt die Show. Die weit öffnenden Türen mit den rahmenlosen Scheiben geben den Weg in eine neue automobile Welt frei.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D     Foto: F. Moritz

Für den Innenraum im Tesla Model S 100 D stehen drei Farbkombinationen zur Verfügung. Das Interieur des Testwagens bestand aus weißen Sitzen, dunklen Eschenholz-Dekorelementen, schwarzem Armaturenbrett und dunklem Dachhimmel. In Verbindung mit der Karosseriefarbe (Deep Blue Metallic) sieht diese Kombination richtig schick aus.

Allerdings sollten die lieben Kleinen auf den Rücksitzen den Umgang mit Schokolade, Eis und Cola beherrschen, sonst werden die weißen Bezüge schnell zum Albtraum vom Mama und Papa.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D    Foto: F. Moritz

Für einen amerikanischen Autohersteller hat sich sich Tesla viel Mühe mit den Materialien gegeben. Obwohl an der einen oder anderen Stelle auch Hartplastik zum Einsatz kommt, dominiert das Glattleder den Innenraum. Beim Testwagen waren die Verkleidungen an der A- und C-Säule nicht perfekt eingepasst. Insgesamt empfand ich aber die Verarbeitungsqualität beim Interieur sehr ordentlich.

In der zweiten Reihe genießen Erwachsene bis etwa 1,85 Meter akzeptable Kopf- und Beinfreiheit, trotz des Panoramadachs. Auf der niedrig angebrachten Sitzbank sitzt man ordentlich, aber für eine Luxuslimousine nicht unbedingt komfortabel.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Wenigstens Dosenhalter gibt es im Fond     Foto: F. Moritz

Auch im Fond wurde beim Tesla S noch nicht zu 100 Prozent zu Ende gedacht. Zum Beispiel gibt es hier keine Mittelarmlehne, keine Haken für eine Jacke und auch keine Ablagemöglichkeiten. Von den komplett fehlenden Haltegriffen am Dach ganz zu schweigen. Gut, zwei ausklappbare Dosenhalter und USB-Buchsen zwischen den Vordersitzen sind immerhin vorhanden. Und natürlich Isofix-Halterungen.

Auch wenn Elon Musk Ablagemöglichkeiten suboptimal findet, mir fehlen sie im Tesla. Übrigens würde eine schöne große Uhr – vielleicht sogar analog – dem Tesla-Innenraum gut tun.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Über den 17-Zoll-Screen laufen fast alle Funktionen       Foto: F. Moritz

Auf dem Fahrerplatz wird dann der große technische Unterschied zu einem “herkömmlichen” Auto so richtig deutlich. Es gibt im Tesla Model S nur noch sehr wenige Knöpfe am Lenkrad. Ansonsten findet die gesamte Bedienung über den 17-Zoll-Touchscreen statt. Die Vordersitze lassen sich elektrisch verstellen, wie auch die Lordosen- und Kopfstützen und das Lenkrad. Der Schalthebel (Made by Daimler) befindet sich rechts am Lenkradstock.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D      Foto: F. Moritz

Der Rundumblick vom Fahrersitz aus ist übersichtlich und im Zusammenspiel mit der Rückfahrkamera und den Piepsern wird einparken auch nicht zum großen Problem mit dem fast 5 Meter langen Auto. Hinter dem Lenkrad sitzt beim Tesla die digitale Anzeige. Dort können für den Fahrer wichtige Informationen eingeblendet werden. Drehzahlmesser und Kühlanzeige gibt es natürlich nicht mehr. Dafür wird z.B. die Geschwindigkeit, Fahrstufe, Navi oder auch der Energieverbrauch eingeblendet. Ein Head-Up-Display bietet Tesla nicht an.

Der 17-Zoll-Screen ist die Schaltzentrale des Tesla Model S und er bietet Informationen ohne Ende. Hier wird über Menüs und Untermenüs das Auto konfiguriert. Ob Federung, persönliche Profile, Sicherheit, Auto-Pilot, Navi, Bertriebsanleitung, Telefon, Ladestationen und vieles andere mehr kann auf dem Display ausgewählt werden.

Tesla S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Die Türverkleidung ist schick designt, hat aber keine Ablage     Foto: F. Moritz

Um die gesamten Möglichkeiten des Systems zu verstehen und auch bedienen zu können, benötigt man schon einige Zeit. Der häufige Blick und Griff zum großen Monitor lenkt zumindest am Anfang doch stark vom Verkehr ab. Hier sollte die Sprachsteuerung noch mehr Unterstützung leisten.

Sehr angenehm empfand ich die Heizung im Tesla Model S. Bei den zur Zeit niedrigen Temperaturen, heizt das Auto vom Start weg den Innenraum auf. Auch wenn es Akku-Leistung kostet, man gewöhnt sich schnell an den Komfort. Beim Thema Fahrerassistenzsysteme bietet Tesla serienmäßig alles Notwendige an.

❏ Tesla Model S: Motor + Fahrleistung

Der getestete Tesla Model S 100 D hat einen 100-kWh-Akku und Dual-Motor-Allradantrieb. Das bedeutet, dass jeweils ein Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse das Drehmoment der Räder separat steuert. Dadurch erreichte der Testwagen auf  jedem Untergrund eine hervorragende Traktion. Was natürlich auch bei der Beschleunigung Vorteile bringt. Der Tesla hat ein Leergewicht von über 2,2 Tonnen. Das sollte man wissen, bevor man dieses Elektromonster herausfordert.

Tesla Model S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D      Foto: F. Moritz

Ein Tesla Model S wird nicht per Schlüssel oder Knopf gestartet. Nein, man tritt auf das Bremspedal und die Fahrbereitschaft ist gegeben. Jetzt noch den Hebel auf Drive stellen und das Auto surrt los. Lautlos und emissionsfrei – man gewöhnt sich schnell daran. Der Stop-and-Go-Verkehr in der täglichen Rush-Hour wird so zur leisen Angelegenheit.

Und dann will man auch wissen wie der Tesla beschleunigt. Der Testwagen schafft es in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h mit einem Drehmoment von 660 Newtonmeter und 422 PS. Und die liegen immer an, was das leise Beschleunigen zum bleibenden Erlebnis macht. Bei 250 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Tesla Model S 100 D Foto: F. Moritz
Der “Autoschlüssel” vom Tesla Model S 100 D      Foto: F. Moritz

Zum Bremsen wird der Fuß eigentlich nur vom Elektropedal genommen. Durch die Rekuperation, also die Rückgewinnung der Energie für den Akku, bremst der Tesla schon recht stark ab. Die Rekuperationsstärke kann leider nur am Monitor verändert werden, was während der Fahrt nicht so günstig ist. Wenn man den Dreh raus hat, wird das eigentliche Bremspedal viel weniger genutzt, als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor.

Tesla gibt eine NEFZ-Reichweite von 632 Kilometer an – theoretisch. Die Reichweite hängt bei einem Elektroauto aber von vielen Faktoren ab. Wer mit einem Tesla auf der Autobahn mit mehr als 100 km/h unterwegs ist, der zahlt die Zeche mit vielen Standzeiten an der Ladesäule. Auch kalte Außentemperaturen und die Nutzung von Sitzheizung und anderen Stromfressern, lassen die Akkuleistung schneller sinken. Auf der Testfahrt waren gut 400 Kilometer Reichweite ohne nachladen möglich. Tesla gewährt auf die Batterie und die Antriebseinheit acht Jahre Garantie bei unbegrenzter Laufleistung.

Tesla Model S 100 D Foto: F. Moritz
Tesla Model S 100 D: Schöne Seiten-Silhouette      Foto: F. Moritz

Der Wendekreis beträgt beim Tesla Model S 100 D 11,3 Meter und damit lässt er sich noch handlich bewegen. Überhaupt fährt sich ein Elektroauto auch nicht viel anders als ein “herkömmliches” Auto. Die Lenkung beim Tesla könnte mehr Rückmeldung geben und verstellbare Dämpfer würden den Fahrkomfort verbessern. Der Wagen ist für meinen Geschmack straff abgestimmt. Durch die am Unterboden verbauten Akkus liegt der Tesla satt auf der Straße. Was beim Geradeauslauf von Vorteil ist, zeigt sich in spitzen Kehren als kleiner Nachteil.

Der Tesla Model S 100 D hat zwei Ladekabel an Bord. Eins ist für die Supercharger und eins (mit Adapter) für die Haushaltssteckdose und für Starkstrom. Ende September 2018 gab es weltweit 1.344 Supercharger-Stationen mit 11.041 Ladeplätzen. An einer 120 kW-Ladestation soll der Tesla in 20 Minuten wieder zur Hälfte aufgeladen sein. An einer Schnellladebuchse mit 22 kW soll es vier Stunden dauern. Schließt man ihn zuhause an die Steckdose an, vergehen mehr als 40 Stunden. Das kann nicht die Zukunft sein und schreckt Interessierte noch von einem Kauf ab.

❏ Tesla Model S: Fazit + Preis

Elektromobilität ist eine interessante Alternative zu Verbrennungsmotoren und Tesla ist in seinem Segment noch konkurrenzlos. Voraussetzung für die Anschaffung eines Elektroautos sollte (neben dem Kleingeld) eine eigene Ladestation sein und eine Reichweite der Akkus, die den persönlichen Ansprüchen gerecht werden. Der Tesla Model S 100 D bietet Technik, die man so in Großserie noch nicht kannte. Die Verarbeitung und die Materialqualität ist für ein amerikanisches Auto auf einem hohen Niveau. Es bleibt aber auch noch Luft nach oben.

Wie der Tesla beschleunigt ist sehr beeindruckend. Er lässt sich für seine Größe noch recht handlich bewegen und bietet großen Nutzwert. Der Testwagen kostete 109.400 Euro und Tesla gewährt vier Jahre Garantie.

Der Testwagen Tesla Model S 100 D wurde von Tesla zur Verfügung gestellt.

Reise

Besucherbergwerke im Erzgebirge – die Top 10

Bergwerk (8)

Unzählige Bergwerke, Stollen, Hammerwerke und Schmelzhütten gab es einst im Erzgebirge. Die Zeugen der verschiedenen Bergbauepochen reihen sich, vergleichbar Perlen an einer Schnur, entlang der mehr als 250 Kilometer langen Sächsisch-Böhmischen Silberstrasse. Mit „Glück Auf“ begrüßen die rund  20 Besucherbergwerke im Erzgebirge ihre Besucher und entführen sie auf eine einmalige Abenteuer- und Entdeckungstour durch die mehr als 800-jährige Bergbaugeschichte vom Silber- über den Steinkohle- bis zum Uranbergbau.

Besucherbergwerke im Erzgebirge – die Top 10

einfachraus.eu  stellt zehn Besucherbergwerke im Erzgebirge an der Silberstraße vor, die man unbedingt besuchen sollte.

Reiche Zeche und Alte Elisabeth

Das Besucherbergwerk Freiberg verdankt seine Entstehung dem Silbererzbergbau. Hier findet man heute einmalig auf der Welt eine Stelle, wo der Beginn und das planmäßige Ende eines Bergbaureviers konzentriert dargestellt sind. Bei einer Befahrung des Lehrbergwerkes „Reiche Zeche“ kann der Besucher in eine Welt voller Geheimnisse eintauchen.

Manja Seifert und Marco Alicete vom Förderverein Himmelfahrt Fundgrube in Freiberg/Sachsen e.V. Foto: Weirauch
Manja Seifert und Marco Alicete vom Förderverein Himmelfahrt Fundgrube in Freiberg/Sachsen e.V. Foto: Weirauch
Hinein in den Förderkorb und dann ab nach unten
Hinein in den Förderkorb und dann ab nach unten
Die Grubenbahn passt haargenau in den Stollenquerschnitt
Die Grubenbahn passt haargenau in den Stollenquerschnitt

Mettenschichten

Ein besonderes Erlebnis sind die Mettenschichten untertage. Die Mettenschichten werden von Mitgliedern des Fördervereins des Silberbergwerkes sowie der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft durchgeführt. Die Mettenschicht war in früheren Zeiten zum Ende des Jahres die letzte Schicht der Bergleute und wurde immer besonders feierlich gestaltet.

Die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft pflegt mit Aufzügen und Paraden in Uniformen und Trachten, aber auch durch Geselligkeit mit Bergbier Jahrhunderte alte Traditionen.

“Alte Elisabeth” mit Dampfmaschine

1856 entstand auf der „Reichen Zeche“ das historische Huthaus, in dem 1864 in der Scheidebank eine Betstube mit Orgelpositiv eingerichtet wurde. Die Betstube, die letzte noch original erhaltene des sächsischen Silberbergbaus, wird heute für bergmännisch-traditionelle Veranstaltungen und Eheschließungen genutzt. Infos: Besucherbergwerk Freiberg, Fuchsmühlenweg 9, 09599 Freiberg, Internet: silberbergwerk-freiberg.de

Die “Alte Elisabeth”, zur “Reichen Zeche” zugehörig, kann nur auf Voranmeldung besichtigt werden. Foto: Weirauch

Markus-Röhling-Stollen

Nach 600 Metern Fahrt mit einer kleinen Grubenbahn durch teilweise enge Stollen können die Besucher den im Ortsteil Frohnau der Bergstadt Annaberg-Buchholz gelegenen Markus-Röhling-Stollen besichtigen. Eindrucksvolle Zeugnisse aus der Zeit des Silber- und Kobaltbergbaus von 1733 bis 1857 und des Uranbergbaus aus DDR-Zeiten kann man in dem Besucherbergwerk erleben. Hauptattraktion ist das neun Meter hohe Kunstrad, das von Mitgliedern des Vereins Altbergbau originalgetreu und voll funktionsfähig nachgebaut wurde.

Aussengelände des Besucherbergerkes Markus-Röhling-Stolln, Foto: Weirauch
Aussengelände des Besucherbergerkes Markus-Röhling-Stolln, Foto: Weirauch

Info: Besucherbergwerk „Markus-Röhling-Stolln“, Sematalstraße 15, 09456 Annaberg-Buchholz, OT Frohnau

 Annaberg-Buchholz: Im Gößner

1995 wurde im Zentrum der Bergstadt Annaberg-Buchholz ein Schaubergwerk eröffnet. „Im Gößner“ befindet sich direkt gegenüber der berühmten St. Annenkirche. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine derartige Konstellation, wo auf engstem Raum der Ursprung der Stadt, in diesem Falle die Silberfunde, und die davon ausgehende Wirkung auf Stadtentwicklung, Architektur und Kunst in Augenschein genommen werden können.

Das Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz, Foto: D. Weirauch
Das Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz, Foto: D. Weirauch

Der Eingang befindet sich direkt auf dem Hof des Erzgebirgsmuseum. Die Gäste erhalten im Besucherbergwerk einen Eindruck vom über 500-jährigen Silberabbau in der Erzgebirgsregion. (Info: Erzgebirgsmuseum, Große Kirchgasse 16, 09456 Annaberg-Buchholz, Internet: annaberg-buchholz.de

Zinngrube Ehrenfriedersdorf

Das Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf gehört zum Sächsischen Industriemuseum und repräsentiert den erzgebirgischen Gangerzbergbau auf Zinn- und Silbererz vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Die Einfahrt erfolgt über eine Seilfahrtsanlage bis in 100 Meter Tiefe. Während der Führung werden die Erkundung, Gewinnung und Förderung von Erz vermittelt, funktionsfähige Bergbaugeräte demonstriert und die schweren Arbeitsbedingungen der Bergleute erlebbar gemacht.

Asthma-Heilstollen

Das besondere Klima unter Tage wird im Asthma-Heilstollen zur Behandlung von Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege genutzt. Selber einmal Bergmann sein und mit Schlägel und Eisen arbeiten ist genauso möglich wie eine ausgedehnte Grubenfahrt. Adresse: Sächsisches Industriemuseum Besucherbergwerk „Zinngrube Ehrenfriedersdorf“, Am Sauberg 1, 09427 Ehrenfriedersdorf, Internet: zinngrube.de

Tiefer Molchner Stolln

Das Besucherbergwerk Tiefer Molchner Stolln Pobershau ist eines der ältesten und schönsten Museumsbergwerke im Erzgebirge. Hier können die Besucher hautnah die schwierige Arbeit der Bergleute erleben. Durch das Mundloch von 1822 wird eingefahren. Man sieht trocken gesetzte Bogen- und Kreuzgewölbe aus alter Zeit, geologische Aufschlüsse, gebrannte Weitungen des Zinnbergbaus, Gangabbau und vieles mehr.

Besuch im Schaubergwerk "Tiefer Molchner Stolln" Pobershau Foto TVE-R.Gaens
Besuch im Schaubergwerk “Tiefer Molchner Stolln” Pobershau Foto TVE-R.Gaens

Gezeigt werden ein funktionsfähiges Kunstgezeug, die Arbeit mit Schlegel und Eisen sowie die Froschlampe. Im von der Wismut in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegten Teil des Schaubergwerkes können die Besucher in einer Art Zeitreise den Gegensatz zwischen mittelalterlichem und DDR-Bergbau erkunden. Info: Schaubergwerk Molchner Stolln Pobershau, Amtsseite-Dorfstraße 67, 09496 Marienberg OT Pobershau, Internet: molchner-stolln.de

Bergwerk Bernsteinzimmer

Beim Rundgang durch das Besucherbergwerk in Deutschneudorf erfährt man Interessantes zur Geschichte des Fortuna-Stolln und zum Mythos Bernsteinzimmer. Lange wurde das ausgelagerte Bernsteinzimmer hier vermutet. Manch einer glaubt heute noch daran, es dort in der tiefe des Berges zu finden. Zum Besucherbergwerk gehört die Gaststätte Huthaus mit Galerie und Steigerstube. Außerdem haben nicht nur Technikinteressierte die Möglichkeit, eine 220-PS-Einzylinder-Kolbendampfmaschine, eine Schachtkaue und eine Mineralienschleiferei zu besichtigen. (Schaubergwerk Fortuna, Deutschkatharinenberg 14, 09548 Deutschneudorf, Internet: fortuna-bernstein.de)

Zinnkammern Pöhla

Nach einer drei Kilometer langen untertägigen Zugfahrt in kleinen, engen Bergmannswagen im Stollen beginnt in den riesigen Zinnkammern eine Führung durch die Arbeitswelt des Bergmanns. In den größten Zinnkammern Europas kann man viel Interessantes über die Geheimnisse des Wismutbergbaus erfahren. Zudem gibt es Lasershows, Konzerte und verschiedene Veranstaltungen unter Tage. Höhepunkt in diesem Besucherbergwerk sind die Mettenschichten in der Weihnachtszeit, in der Bergmannsorchester in einer der Zinnkammern, etwa der Bergkapelle Thum, aufspielen. Hier lohnt  eine rechtzeitige Reservierung.(Info: Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla e.V, Luchsbachtal 19, 08340 Schwarzenberg / OT Pöhla,, Internet: zinnkammern.de)

Steinkohlenbergwerk Oelsnitz

Eine 1800 PS starke Dampfmaschine in Aktion sehen – das ist im Bergbaumuseum Oelsnitz möglich. Das Industriedenkmal besitzt auch ein eigenes Kinderbergwerk. Am Fuße des markanten, fast 60 Meter hohen Förderturms des Bergbaumuseums Oelsnitz steht auf einem Hügel ein kleiner Bruder. Er beherbergt eine Spielförderanlage, über die Kinder „Bodenschätze“ aus dem Kinderbergwerk fördern. Unter dem Förderturm gibt es verwinkelte Gänge zu entdecken. In der Sandspiellandschaft fesselt die Suche nach fossilen Abdrücken von Karbonpflanzen. Die Pflanzen selbst können dann im einmaligen „Karbonwald“ des Museums bestaunt werden.

Wer nach diesen ersten Entdeckungen Lust auf mehr hat, sollte sich eine Erlebnisführung im Bergbaumuseum nicht entgehen lassen: Ob Grubenlampentour oder eine Schatzsuche im Bergwerk, in dem Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingerichteten Museumsbergwerk ist für jeden etwas dabei. Einst arbeiteten hier bis zu 1000 Bergleute und förderten in mehreren Schichten täglich bis zu 6000 Hunte Steinkohle nach oben. (Info: Bergbaumuseum Oelsnitz, Pflockenstraße 28, 09376 Oelsnitz/Erzgebirge, Internet: bergbaumuseum-oelsnitz.de

Wissenswertes

Befahrung

Besuch einer Grube. Der Bergmann geht oder läuft nicht unter Tage, er fährt, auch wenn er z.B. eine Leiter (Fahrt) hinabsteigt. Im 20. Jahrhundert wurden die Bergwerke aber tatsächlich durch kleine Bahnen befahren, die auch das Gestein abtransportierten.

Bergstreittag in Schneeberg

Bergstreittag wird jedes Jahr zum Maria Magdalena-Fest am 22. Juli begangen. Er erinnert an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt vor über 500 Jahren. Höhepunkt ist die große Bergparade mit rund 600 Teilnehmern, die immer um 18 Uhr in Schneeberg-Neustädtel beginnt und 19 Uhr zum Berggottesdienst in der prächtigen St. Wolfgangskirche übergeht. Ab 20.30 Uhr werden dann auf dem Marktplatz die erzgebirgischen Bergmärsche musiziert. Schneeberg ist die einzige Stadt im Erzgebirge, in der im Sommer eine Bergparade abgehalten wird. Auch in Schneeberg gibt es ein Besucherbergwerk, das aber nur nach Anmeldung an bestimmten Tagen besichtigt werden kann. (Info: schneeberg.de)

Montanregion

Alljährlich am ersten Wochenende im Juni finden im Erzgebirge die Erlebnistage „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge“ statt. In der gesamten Region werden dann Wanderungen durch die Montanlandschaft, bergbauliche Führungen über- und untertage sowie zahlreiche andere Veranstaltungen in Bergstädten, Schlössern und Burgen angeboten. Das böhmisch-sächsische Erzgebirge soll von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt werden. Eine Entscheidung wird 2019 erwartet. Das Welterbegebiet umfasst auf der sächsischen Seite des Erzgebirges zahlreiche Einzelobjekte, darunter auch Besucherbergwerke und andere technische Relikte. Den Welterbestatus sollen unter anderem die historische Altstadt von Schneeberg, Freiberg und die Bergbaulandschaft rund um Oelsnitz/Erzgebirge erhalten.

Weitere Bergwerke gibt es im Erzgebirge, darunter das Schaubergwerk „Herkules-Frisch-Glück, das Besucherbergwerk Waschleithe.  Sehenswert auch das an der Silberstrasse gelegene Kalkwerk Lengefeld. Informationen zu weiteren Schaubergwerken unter: www.silberstrasse.de

Besucher-Bergwerke Erzgebirge – Informationen

Reise

Adventszeit in Kitzbühel

Kitzbüheler Advent04 ©Michael WerlbergerMehr als 30 dekorierte Holzhütten bieten Tiroler Köstlichkeiten und traditionelle Handwerkskunst an ©Michael Werlberger

Winter-Romantik in Kitzbühel. Jenseits der Pisten zeigt sich die legendärste Sportstadt der Alpen

von ihrer beschaulichen Seite. Hier einige Tipps:

Der Winter hat viele Gesichter. Besonders in Kitzbühel. Zwar kennt jeder die legendärste Sportstadt der Alpen. Seit mehr als 125 Jahren wird hier Skigeschichte geschrieben. Die weltbesten Abfahrtsläufer kämpfen alljährlich beim Hahnenkammrennen um hundertstel Sekunden.

Am 26. Januar 2019 ist es wieder so weit. Dann bebt Kitzbühel. Das ist die prominente Seite. Denn Kitzbühel ist mehr als Hahnenkamm und Streif.

Der legendäre Rasmushof im Adventskleid
Der legendäre Rasmushof im Adventskleid

Jenseits des Pistenzaubers gibt es gerade jetzt Wintermärchen mit beschaulichen, romantischen, teilweise überraschenden und durchweg faszinierenden Kapiteln. Denn Kitzbühel ist eine traditionsreiche Alpenstadt mit einzigartigem Flair und vorbildlicher Infrastruktur. Davon konnten wir uns Ende November selbst überzeugen.

Himmlischer Advent01 ©Michael Werlberger
Himmlischer Advent am Rasmushof, ©Michael Werlberger

Das historische Zentrum mit seiner charmanten Bummelmeile, die vielen super geführten Hotels und eine Gastronomie, die kaum einen Wunsch offen lässt. Dazu kommen vielfältige Freizeitangebote im Angesicht von Kitzbüheler Horn und Hahnenkamm.

Während Skifahrer den Pistenspaß in vollen Schwüngen genießen, entdecken Winterwanderer in der tief verschneiten Landschaft der Kitzbüheler Grasberge ihre eigene Bilderbuchidylle. Das Tourenportal unter maps.kitzbuehel.com liefert zahlreiche Routenvorschläge verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Gratis (Schneeschuh-)Wanderungen

Wer lieber in Gesellschaft unterwegs ist, kann sich geführten (Schneeschuh-)Wanderungen anschließen, die für Gäste gratis angeboten werden und zu den schönsten Plätzen rund um die Gamsstadt führen. Oder wie wäre es mal mit einer Fackel- oder Vollmondwanderung? Etwa zum Gasthaus Einsiedelei hoch droben. Wenn man etwas Glück hat, dann begegnet man dort eine norwegische Waldkatze, die die Gäste gern auch zu später Stunde hinab begleitet.

Freunde des nordischen Sports freuen sich über 62 Loipenkilometer, die Skatern ebenso wie klassischen Langläufern kostenlos zur Verfügung stehen. Die Spuren im Angesicht des Wilden Kaisers, hinüber ins Brixental und bis zum Pass Thurn weisen wenig Höhenunterschiede aus und sind daher genau das Richtige für Genießer. Highlights: Die (bei Bedarf beschneite) Loipe rund um den Schwarzsee, die in den Abendstunden beleuchtet wird und die schneesichere Höhenloipe auf 1200 Metern am Pass Thurn, die grandiose Ausblicke auf die Hohen Tauern bietet.

Zu den Kitzbüheler „WinterClassics“ gehören selbstverständlich auch zünftige Rodelabenteuer. Besondere Empfehlung: Gemütlich hinauf zur Kelchalm (3,5 km) oder zur Trattenbachalm (5 km) wandern, oben einkehren und rasant auf dem Schlitten wieder hinunter ins Tal sausen. Romantiker treffen sich am Gaisberg zum Nachtrodeln unterm Sternenhimmel.

Noch mehr Winter auf die sanfte Tour gefällig? Besonders gesellig geht es beim Traditionssport Eisstockschießen auf den vier Kunst- und zwei Natureisbahnen in den Feriendörfern zu, während sich Gäste in Kitzbühel selbst in Österreichs einziger Curling-Halle im „Schach am Eis“ messen können. Und wer mag, verabredet sich zum Eislaufen im Sportpark Kitzbühel.

Für eine der klassischen Winterfreuden ist auch Franz Gasteiger jun. zuständig. Er ist der letzte Kutscher Kitzbühels und prägt mit seinen prächtigen Shire Horses das Stadtbild. Auf den Ausfahrten durch die tief verschneite Winterlandschaft hinüber zum idyllischen Schwarzsee können Urlauber die Natur genießen und nebenbei jede Menge über die Gamsstadt erfahren.

Wer tiefer in die Materie eindringen möchte, plant einen Besuch im Kitzbühel Museum. Hier lernen Gäste das mittelalterliche und barocke Kitzbühel kennen, tauchen darüber hinaus in die Wintersportgeschichte ein und begegnen Alfons Walde (1891-1958). Er hat wie kein anderer das Bild Tirols als verschneites Bergland und Skidestination geprägt – vor allem mit seinen Werken, die in den 1920er und 1930er Jahren entstanden, als Plakate um die Welt gingen und noch immer (oder gerade wieder) zahlreiche Hotels schmücken. Übrigens soll es Alfons Walde gewesen sein, der Kitzbühel zu den farbigen Fassaden riet, für die es heute bekannt ist.

Advent in Kitzbühel:

Besonders romantisch wird’s in der Adventszeit. Von 28. November bis 26. Dezember erstrahlt das historische Stadtzentrum von Kitzbühel wieder in weihnachtlichem Glanz. Auf dem Adventsmarkt mit Tiroler Köstlichkeiten und traditioneller Handwerkskunst sorgen heimische Chöre und Musikgruppen für den stimmungsvollen Rahmen. Auf die kleinen Besucher wartet ein großes Kinderprogramm. Immer freitags ab 17.30 Uhr nimmt ein Bergwanderführer Gäste mit zur Fackelwanderung. advent.kitzbuehel.com

Die Teddys an der Decke im "Fünferl" werden bis Weihnahcten für einen guten Zweck versteigert
Die Teddys an der Decke im “Fünferl” werden bis Weihnahcten für einen guten Zweck versteigert

Über Kitzbühel:

Kitzbühel und seine Feriendörfer Reith, Aurach und Jochberg bieten winters wie Sommers ein breites Angebot an Sport- und Erholungsmöglichkeiten: Skifahren, Langlaufen, Wandern, Biken, Golfen und vieles mehr. Kulinarik und Genuss werden in der geschichtsträchtigen Region seit jeher großgeschrieben und können vom traditionellen Wirtshaus über die urigen Hütten am Berg bis zur Haubenküche erlebt werden. Insgesamt sind aktuell 16 Hauben an die Gastronomie der Region vergeben. Dazu kommen zahlreiche Veranstaltungen von internationaler Bedeutung, die der Gamsstadt im Herz der Alpen ihr besonderes Flair verleihen. Alle Informationen zum Veranstaltungskalender stehen unter events.kitzbuehel.com.

Weitere Infos:

Kitzbühel Tourismus, Hinterstadt 18, A-6370 Kitzbühel, Tel.: +43 5356 66660,

Fax: +43 5356 66660-77, servus@kitzbuehel.com, wandern.kitzbuehel.com

1 Stunde weg

Es wird noch süßer in Karls Erlebnis-Dorf

Eiswelt in Karls Erlebnis-Dorf Elstal, Foto: Kärstin WeirauchPrinzessinnenträume aus Eis in der gerade eröffneten 4. Eiswelt in Karls Erlebnis-Dorf Elstal, Foto: Kärstin Weirauch

Pünktlich zur Adventszeit wird es süßer in Karls Erlebnis-Dorf Elstal.as Thema: “Träumen, erleben und genießen im größten Gummibeerchen-Land”. Unter diesem Motto lädt Robert Dahl, Inhaber von Karls Erlebnis-Dorf, ab dem 1. Dezember 2018 seine kleinen und großen Gäste in die Erlebniswelt nach Elstal ein. Karls Lieblingsfrucht – die Erdbeere – hat sich auf die Winterzeit eingestellt.

Ein kleine Prinzessin aus Eis reitet auf der Schnecke, die bei den Erdbeeren nichts zu suchen hat, Foto: Kärstin Weirauch
Ein kleine Prinzessin aus Eis reitet auf der Schnecke, die bei den Erdbeeren nichts zu suchen hat, Foto: Kärstin Weirauch

“Komm ins Erdbeerkönigreich” – eisig ist es in der 4. Eiswelt, die in Karls Erlebnis-Dorf Elstal zu erleben ist. In der größten Eisfigurenausstellung Deutschlands regieren Königin und König im Erdbeerkönigreich. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern versetzen an 14 Stationen erdbeerige Eislandschaften aus 300 Tonnen Eis Besucher ins Staunen. Auf der faszinierenden Reise durch die minus sieben Grad kalte Erlebniswelt werden fantastische Tierwelten zwischen gefrorenen Erdbeerpflänzchen präsentiert, Einblicke in Karls riesige Erdbeertunnel gegeben und das Schloss des einzig wahren Erdbeerkönigs vorgestellt.

Komplett aus farbigem Eis: der Porsche Traktor, Foto: K.Weirauch

Ob überdimensionale Prinzessinnen-Kutsche, Fedfahrzeug Porsche-Trecker, Erdbeer-Produnktionshalle, Erdbeer-Prinzessin, Schloss des einzig wahren Erdbeer-Königs sowie Hummel, Biene, Schnecke u. a..  24 internationale Künstler aus zwölf Ländern haben unter der künstlerischen Leitung des bewährten Othmar Schiffer-Belz (der seit dem Jahr 2004 bereits 17 Eis-, Schnee- und Sandfiguren-Ausstellungen von Karls Erlebnis-Dörfern inszeniert hat), 24 zauberhafte Eisfiguren erschaffen, die mit Licht- und Musikeffekten eine einzigartige Ausstellung um geeiste Rutschen und eine royale Eisbar inszenieren. Erstmals wird mit farbigem Eis gearbeitet, das die Eisshow noch bunter und farbenfroher macht. 300 Tonnen Eis wurden verarbeitet.

Bis November 2019 ist die 4. Eiswelt in Karls Erlebnis-Dorf zu sehen.

Freizeitspaß und Beerengeschlemmer

Die Eiswelt ist Teil des gerade eröffneten  neuen “Gummibeerchen”-Lands. So ist das Karls Erlebnis-Dorf eben, eine neue Attraktion kommt selten allein: Ab morgen können Leckermäuler noch eine weitere spektakuläre Erlebniswelt in Besitz nehmen. Wie Erdbeerbonbons und Erdbeermarmelade in Karls Erlebnis-Dorf hergestellt werden, weiß ja schon jedes Kind. Ab morgen, dem 1. Dezember 2018, lernt man nun auch alles über die Gummibeerchen-Herstellung im Gummibeerchen-Land. Heute klappte alles schon ganz gut, lustig wie die vielen Gummibeerchen im “Zementmischer” durchgeschüttelt wurden.

Vergrößerte Manufaktur stellt selbstgemachte Gummibeerchen her Foto: Karls Erlebnis-Dorf
Vergrößerte Manufaktur stellt selbstgemachte Gummibeerchen her Foto: Karls Erlebnis-Dorf

Es macht nicht nur den Kindern Spaß bei der Herstellung der beliebten Süßigkeit zuzuschauen, auch die Erwachsenen waren kamen im wahrsten Sinne auf ihre “Kosten”. Und sie schmecken natürlich nach Erdbeeren, wie soll es auch anders sein. Die Leckerbissen werden allesamt von Hand hergestellt und bestehen zu 55 Prozent aus echten Früchten. Bis zu 24 Stunden trocknen die fertigen Fruchtgummis im Beerchen-Ruheraum. Und im Gummibeerchen-Land steht natürlich nicht nur das Gummibeerchen im Mittelpunkt. Im Zentrum der wohl kuriosesten Indoor-Erlebniswelt der Region Berlin-Brandenburg erwarten ab morgen auch bezaubernde Fahrgeschäfte und Attraktionen wie ein Free-Fall-Tower (“Saftpresse) sowie ein historisches Karussel (“Beerenschleuder”) ihre Gäste.

Robert Dahl, der Chef des Familienbetriebes mit dem Maskottchen Karlchen, Foto: K.Weirauch
Robert Dahl, der Chef des Familienbetriebes mit dem Maskottchen Karlchen, Foto: K.Weirauch

Im Außenbereich öffnet ein großes Beerchen-Autoscooter seine Pforten. Allerlei Zirkusinterieur vermittelt zur Adventzeit nostalgisches Kirmes-Flair und macht den “Jahrmarktbesuch” zur Zeitreise für Jung und Alt.

Der Eintritt in Karls neues Gummibeerchen-Land ist frei. Es empfiehlt sich aber eine Tageskarte (12 Euro) oder Jahreskarte (33 Euro) zu kaufen, um alle Attraktionen “erleben” zu können. Die Jahreskarte kann auch für die anderen Karls Erlebnis-Dörfer (u.a. rostock – Rövershagen) genutzt werden.

Ausblick 2019/2020

Langweilig wird es nie – ein Markenzeichen von Karls Erlebnis-Dorf. Und so kündigte der Unternehmer bereits für den 13. April 2019 “Karls Erdbeer-Plansch” an. soviel sei verraten:  zehn spektakuläre Wasser-Attraktionen erwarten dann Groß und Klein.

Sprüht vor neuen Ideen: Robert Dahl, der Chef des Familienbetriebes, Foto: K.Weirauch
Sprüht vor neuen Ideen: Robert Dahl, der Chef des Familienbetriebes, Foto: K.Weirauch

Und es geht weiter….. Ab 2020 lädt dann ein “Erdbeer-Hotel” seine Gäste ein, gleich im Erlebnis-Dorf zu übernachten. Das erscheint sinnvoll, denn ein Tag reicht fast nicht aus, um alle Erlebniswelten in Karls Erlebnis-Dorf intensiv wahrzunehmen. Eines ist sicher, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden immer neue Attraktionen für ihre Gäste bereit halten.

Freifallspaß in der „Saftpresse“ in Karls Gummibeerchen-Land Foto: Karls Erlebnis-Dorf

Karls Erlebnis-Dorf
Adresse: Zur Döberitzer Heide 1, 14641 Elstal (bei Berlin)

Anreise: Aus Richtung Nord und Süd: A 10 (Berliner Ring), Abfahrt 26: Berlin-Spandau, anschließend B5 Richtung Berlin-Spandau/-Zentrum, Ausfahrt: Karls Erlebnis-Dorf: Aus Wustermark durch den Ort, dann Richtung Berlin/Dyrotz. In das Navigationssystem bitte “Karls Erlebnis-Dorf”- Zur Döberitzer Heide 1, 14641 Elstal eingeben. Vor Ort sind ausreichend kostenfreie Parkplätze vorhanden.
Alle 60 Minuten verkehrt die Buslinie 668 (Bhf. Elstal-Wustermark-Zur Döberitzer Heide 1). Mit dem Zug aus Richtung Berlin Hbf. bis zu Bhf. Wlstal, weiter mit der Buslinie 668 zur Haltestelle “Zum Erlebnis-Dorf”.

Weitere Informationen:
www.eiskunstwerke.com
www.karls.de

Bild 2: Unterwegs im Beerchen-Autoscooter (Karls Erlebnis-Dorf)
Unterwegs im Beerchen-Autoscooter Foto: Karls Erlebnis-Dorf
Bild 3: Schlittschuhlaufen vor Karls neuem Gummibeerchen-Land (Karls Erlebnis-Dorf)
Schlittschuhlaufen vor Karls neuem Gummibeerchen-LandFoto: Karls Erlebnis-Dorf
HotelsReise

Posthotel Achenkirch – Kraftplatz inmitten der Alpen

Auch im Winter eine der ersten Adressen in Österreichs Wellnesslandschaft. Foto: PR/PosthotelAuch im Winter eine der ersten Adressen in Österreichs Wellnesslandschaft. Foto: PR/Posthotel

Umgeben von der prachtvollen Kulisse aus Karwendel, Rofan und Achensee ist das Posthotel Achenkirch ein wahrer Kraftort, der zum Innehalten einlädt und Energie schenkt.

Posthotel Achenkirch – Kraftplatz inmitten der Alpen

Die 7.000 Quadratmeter große Wasser- und Saunawelt des 5-Sterne Wohlfühlhotels ist mit ihren zahlreichen Wasser-, Wärme- und Ruhezonen sowie dem mystisch anmutenden „Versunkenen Tempels“, eine der vielfältigsten und exklusivsten in Österreich.

Das Ankommen und Innehalten fällt nicht schwer im Posthotel Achenkirch in Tirol. Von der ersten Minute an fühlten wir uns gut aufgehoben und umsorgt. Um ehrlich zu sein, wir hatten kaum etwas anderes erwartet, gilt das Posthotel Achenkirch doch seit Jahren als eines der besten Wellnesshotels in Österreich. Der renommierte Relax guide benotet das Fünf-Sternehaus stets mit vier Lilien. Viel wurde und wird getan, um den umkämpften Platz in der Spitzengruppe zu behalten. Doch wir erlebten noch eine Steigerung.

Karl Reiter Junior, der in vierter Generation das Hotel inmitten des kleinen Ferienortes Achenkirch seit 2014 leitet, hat die großen Schuhe seines Vaters angezogen und  eine Reihe von Neuerungen umgesetzt. Dazu zählen neben dem Bau des spektakulären unterirdischen versunkenen Tempel (acht Meter unter der  Erdoberfläche)  vor allem wohlüberlegte Programme, die nur dem einen Ziel dienen: Entspannung und Achtsamkeit der Besucher zu erreichen.  Dafür braucht es vor allem ein engagiertes Team.  Mehr als 180 Mitarbeiter sorgen sich um das Wohl der Gäste.Titel, wie „Hotelier des Jahres“ und „Arbeitgeber des Jahres“ bezeugen, dass dort weiter gedacht wird.

2004 übernahm Karl C. Reiter die Führung des Posthotels und setzte gleich markante Zeichen. Foto: PR/Posthotel
2004 übernahm Karl C. Reiter die Führung des Posthotels. Foto: PR/Posthotel

Bevor ich es vergesse: Das Haus ist erst Gästen ab 14 Jahren vorbehalten. Eltern sollen sich auch einmal ohne den Nachwuchs entspannen können, so Reiters Credo.. Die anfängliche Kritik daran ist längst abgeflaut. Betreibt doch Seniorchef Karl Reiter im Burgenland mit dem  Finest Family für Kinder & Familien eines der besten Familienhotels Österreichs.

Der Reihe nach.

❏ Historie des Posthotels Achenkirch

1918 nimmt Familie Reiter die Geschicke der Posthalterei mit Gaststube in ihre Hände. Drei Generationen später wird 1975 aus dem „Gasthof zur Post“ das „Hotel Post“. 1982 firmiert das Haus als „Posthotel Achenkirch“. Karl und Karin Reiter setzen mit der  Bäder- und Thermenlandschaft, Kurabteilung und Schönheitsfarm Maßstäbe im beginnenden Wellnesstrend. Seit 1984 gibt es zudem eine eigene Landwirtschaft, die die Küche beliefert. Bis heute einzigartig ist auch die Lipizzaner-Zucht, eine der größten in Westeuropa. Gäste können selbst reiten oder sich in Kutschen setzen, die von den edlen Pferden gezogen werden. Ständig wird an Neuerungen gearbeitet: Bis zum 100. Geburtstag im kommenden Jahr wird das alte Stammhaus komplett runderneuert und weitere Bereiche saniert.

Die Lipizzaner im Posthotel sind keine Showpferde, Geländeritte führen in die Tiroler Bergwelt, Kutschfahrten durchs Achental. Foto: PR/Posthotel
Die Lipizzaner im Posthotel sind keine Showpferde, Kutschfahrten führen durchs Achental. Foto: PR/Posthotel

❏ Die Begrüßung im Posthotel Achenkirch

So wie es sich der Gast wünscht: sehr persönlich ist die Begrüßung. Mit einem Glas Sekt oder Saft. Sodann gibt es ausführliche  Tipps für den Aufenthalt. Die sind auch wichtig, denn das Haus is, bedingt durch oftmalige Erweiterungen, recht verwinkelt. Von außen ist die riesige Dimension nicht erkennbar. Allein der SPA-Bereich hat 7000 Quadratmeter. Es gibt eine Ladengalerie mit mehreren Shops und weiteren Räumlichkeiten, die Ski- und Fahrradkeller. Wer will, kann sich gleich zu Beginn für  die Teilnahme an einem der Angebote im Aktiv- und Entspannungsprogramm entscheiden. Dazu zählen unter anderem  Aquafitness, Wirbelsäulengymnsastik, Wanderungen oder Radtouren (auch mit Mountainbike).

Posthotel Achenkirch – Kraftplatz inmitten der Alpen

Sowie die Gäste stets mit ihren Namen angesprochen werden, so lernt man auch die Mitarbeiter kennen. Gregor heißt beispielsweise der Personaltrainer, Dominik der engagierte junge Kellner und Christoph der bergsteigende Wanderleiter. Übrigens wohnen zahlreiche Mitarbeiter im gegenüberliegenden „Refugium“, eine Art Wohnheim. So schafft man es, dass die Kellnern und Köche oder Zimmerdamen nicht jedes Jahr wechseln. Man hat also gute Chanchen im

Blick von einem “Karwendelzimmer” auf das Karwendelgebirge, Foto: D.Weirauch

Die täglich morgens auf dem Frühstückstisch liegende Hotelpostille „Aufbruch“  vermittelt zudem neben Tagesprogramm auch die Abendmenüs sowie die Wetteraussichten. Nachdenkenswertes aus der Feder von Karl Christian Reiter gibt es ebenso. Mein Fazit nach drei Tagen: Umgeben von der beeindruckenden Kulisse aus Karwendel, Rofan und Achensee ist das Posthotel Achenkirch ein wahrer Kraftort, der zum Innehalten einlädt und Energie schenkt.

❏ Die Zimmer im Posthotel Achenkirch

Gediegen wohnen lautet die Devise in den 144 Zimmern. Es gibt neben 50 Landhauszimmer, verschiedene Suiten (u.a. Schlößl und Junior) auch Zimmer mit Blick auf das Karwendelgebirge rund 50 Landhauszimmer. Die Gäste erwartet in den Zimmern ein gemütlicher „Natural Look“, Halle und Lobby präsentieren sich in frischem Look & Feel mit den neuen Posthotelfarben und weichen Stoffen.

Blick in die Juniorsuite. Foto: PR/Posthotel
Blick in die Juniorsuite. Foto: PR/Posthotel

Blick in das Bad der Juniorsuite mit Überlaufbadewanne. Foto: PR/Posthotel

❏ Essen und Trinken im Posthotel Achenkirch

Ein genauso wichtiger Wohlfühlfaktor ist die ausgezeichnete Haubenküche, in der viele Produkte aus der eigenen Landwirtschaft kreativ veredelt werden.

Festlich gedeckter Tisch zum Abendmenü. Foto: PR/Posthotel

Ausgesprochen freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter, grandioses Frühstücksbuffet, sehr gute bis ausgezeichnete Küche mit biologischer Ausrichtung, vieles kommt aus der eigenen Landwirtschaft, Light Lunch und Nachmittagsjause sind im Preis inkludiert.

 

Der Posthotel Küchenchef Fabian Leinich schätzt die einzigartigen Aromen der frischen Kräuter, die er  im Kräutergarten des Hotels erntet. 82 verschiedene Kräuter und Gewürze wachsen dort nach streng ökologischen Maßstäben.

Posthotel Küchenchef Fabian Leinich, Foto: PR/Posthotel

So manches wilde Gewächs findet ebenfalls den Weg in die Küche: Holunderblüten für ein köstliches Dessert, Gänseblümchen und Löwenzahn für den Salat oder die jungen hellen Frühlingstriebe der Fichten für einen aromatischen Sirup. Was vor einem Jahrzehnt noch als „Unkraut“ galt, wird immer mehr geschätzt, denn gerade in den kräftigen Aroma- und Bitterstoffen liegt der gesundheitliche Wert der wilden Kräuter.

82 verschiedene Kräuter und Gewürze wachsen im Kräutergarten des Posthotels. Foto: PR/Posthotel
82 verschiedene Kräuter und Gewürze wachsen im Kräutergarten des Posthotels. Foto: PR/Posthotel

Das Posthotel bezieht seine Lebensmittel vorrangig aus der eigenen Landwirtschaft oder von regionalen Lieferanten. Es macht dem Küchenteam einfach mehr Spaß, mit Zutaten zu kochen, deren Weg vom Acker bis zum Teller man kennt. Kurze Transportwege garantieren Frische. Morgens gemolken, wird die Milch vom eigenen Hof nachmittags schon verwendet. Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität sind in der Küche keine Schlagworte sondern gelebte Werte. Sogar das Wasser stammt aus einer eigenen Quelle.

eigenen Bio-Landgut Ampelsbacherhof, das bereits in vierter Generation von Familie Reiter bewirtschaftet wird. Foto: PR/Posthotel
Milchprodukte und Fleisch stammen direkt vom eigenen Bio-Landgut Ampelsbacherhof.  Foto: PR/Posthotel

Rind-, Kitz- und Lammfleisch, die Frühstückseier, Käse aus silofreier Heumilch und Speck stammen von den eigenen Höfen. Naturjoghurt, Brot und Gebäck liefern Betriebe aus Achenkirch, Obst, Gemüse und Kartoffeln ein Bauer aus dem Inntal. Wildbret aus heimischen Wäldern und fangfrische Fische aus dem Achensee bereichern die Tafel. Tiroler Sennereien steuern Käsesorten aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch bei. Den Honig am überaus reichhaltigen Frühstücksbuffet haben Bienen im benachbarten Zillertal gesammelt.

Brot und Gebäck kommen vom benachbarten Bäcker Alexander Adler. Foto: D.Weirauch

❏ Wellness im Posthotel Achenkirch

Die rieisge Wasser- und Saunawelt gehört zu den exklusivsten in Österreich. Im ATRIUM SPA werden die Gäste mit außergewöhnlichen Beauty-Anwendungen verwöhnt.

Das Atrium Spa bietet eineVielfalt an Treatments, auch für Paare. Foto: PR/Posthotel

Urgestein der europäischen Wellnesshotellerie

Das SPA-Angebot ist konkurrenzlos in Tirol. Das Posthotel gilt  in Sachen Wellness in Österreich als unumstrittener Vorreiter, so schreibt Christian Werner, Herausgeber des Relax guide im jüngsten Jahresmagazin für Körper und Geist.

Die 7.000 qm große Wasser- und Saunawelt des 5-Sterne Wohlfühlhotels ist mit ihren fantasievollen Wasser-, Wärme- und Ruhezonen eine der vielfältigsten und exklusivsten in Österreich. Foto: PR/Posthotel
Die Wasser- und Saunawelt des 5-Sterne Wohlfühlhotels wurde vielfach prämiert. Foto: PR/Posthotel

„1982, als andere Hoteliers hinter dem Wort Wellness noch ein schottisches Wassermonster vermuteten, setzte man hier auf wohltuende Wasser-und Wärmewelten.“ Der Wellnessbereich beherbergt heute unter anderem ein Zentrum für traditionelle chinesische Medizin, sechs Schwimmbecken, mehrere Saunen und ein Ladys Spa. Christian Werner schwärmt: “Vor mehr als drei Jahrzehnten hat hier der virtuose Gastgeber Karl Reiter mit seinen beherbergungsmäßigen Spitzenklöppelkünsten das Eichmaß des Wohlfühlens geschaffen, heute wird die oftmals erweiterte Anlage von seinem Sohn geführt. Sie liegt ruhig mitten im Ort und besteht mittlerweile aus acht miteinander verbundenen Logiergebäuden, was zu verwinkelten Grundrissen führt. Das Ambiente der öffentlichen Räume zeigt sich atmosphärisch und stilvoll gestaltet, die Zimmer im gehobenen Landhausstil sind sehr gut ausgestattet und ausnahmslos großzügig geschnitten. Sie stehen in sechs verschiedenen Hauptvarianten (mit zahlreichen Abweichungen) zur Auswahl, einige fühlen sich allerdings nicht mehr ganz taufrisch an.” Ab Mitte Juni 2017 wird wieder kräftig saniert im Posthotel.

Posthotel Achenkirch – Kraftplatz inmitten der Alpen

Der Wellnessbereich ist außerordentlich weitläufig, unter anderem bietet er sechs richtige Schwimmbecken, zwei Whirlpools und zahlreiche Saunen, weitere zwei fabelhafte Fitnesszonen, Liegewiese, ein Ladys-Spa, ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin sowie ein konkurrenzlos breites Angebot an täglichen Entspannungs- und Aktivprogrammen, darunter Meditation, Qi Gong, Tai Chi, Pilates und Yoga. Kurz gesagt: Mehr Spa – und mehr Sportmöglichkeiten – gibt es nirgendwo in Westösterreich.

Eine von Wasser umringte Feuerstelle, eine Brücke zwischen Soledom, Drachensauna, Tempelsauna und Eisbrunnen - ein asiatisch inspirierter Ort der Stille für Reinigung und Erneuerung. Foto: PR/Posthotel
Ein asiatisch inspirierter Ort der Stille für Reinigung und Erneuerung. Foto: PR/Posthotel

❏Das Posthotelhotel Achenkirch als Spielraum für Erwachsene

Das neue Konzept des Posthotels eröffnet den Gästen „Spielräume für Erwachsene“. Sie sollen sich ausprobieren können, für ein paar Tage die Verantwortung loslassen, das Kind in sich wieder entdecken dürfen. „Und wenn es dazu gehört, ausgelassen miteinander zu schaukeln, dann soll die Erfüllung auch dieses Wunsches möglich sein“, erklärt Gastgeber Karl C. Reiter das Konzept. „Unser Motto lautet ‚Wo die Reise beginnt‘, und im Idealfall ist es eine Reise zu sich selbst“, führt der junge Hotelier weiter aus.

Fernöstliche Meditationen helfen die innere Ruhe wiederzufinden. Foto: PR/Posthotel
Fernöstliche Meditationen helfen die innere Ruhe wiederzufinden. Foto: PR/Posthotel

Damit sich die Hotelgäste fühlen „wie im Paradies“ helfen Experten und Expertinnen verschiedener Fachrichtungen, von der Yogameisterin bis zum persönlichen Urlaubsassistenten, beim Auffinden der eigenen Sehnsüchte und beim Verwirklichen der Urlaubsträume.

Und wen es in die Berge zieht, der wandert einfach. Wir sind mit Christoph, einem jungen Wanderleiter und Sportcoach des Posthotels, auf die Bründlalm gewandert. Dabei gab er viele Geschichten rund um Achenkirch und Karwendel zum Besten. Solche engagierten Kenner ihrer Heimat wünscht man sich öfter.

❏ Golfen auf eigenem Platz in Sichtnähe

Einen Rundumblick auf den Karwendel und das Rofangebirge sowie erstklassige Abschlagmöglichkeiten erwarten die golfenden Gäste des Posthotels auf dem hoteleigenen Alpengolf-Platz in direkter Nähe.

Auif dem Golfplatz des Posthotels. Foto: PR/Posthotel

Leiter der Golfschule ist der mehrfach ausgezeichnete Golflehrer Rudi Knapp. Das Programm Schnuppergolfen, Einsteigerkurse, Platzreifekurse und Turnierreifekurse. Zum „Abschlagen und Abspannen“ bietet das Posthotel Achenkirch diverse Golf-Pauschalen an. Das Arrangement „Go for Golf“ beinhaltet vier Übernachtungen mit Wohlfühlpension sowie einen Platzreifekurs mit Pro Rudi Knapp, die Mitgliedschaft für 2017 im Posthotel Alpengolf und die ÖGV-Mitgliedschaft mit Clubkarte. Die Pauschale ist während der gesamten Golfsaison buchbar.

❏ Specials im Posthotel Achenkirch

Mittlerweile großer Beliebtheit genießen die Retreats zu Themen wie Achtsamkeit, innere Kraft und Neuorientierung. Experten bezeichnen diese Ruhepausen als „Detox für den Geist“. Resilenz kann man trainieren. Das hat das Posthotel erkannt und spezielle Programme zu  einem seiner Schwerpunkte gemacht. Erfahrene Trainer, wie Stefan Spiecker, helfen bei der Neuorientierung und Standortbestimmung.

Gefragt sind auch die Kurse von Naturfotograf Günther Zöhrer. Er, der den Gästen im übertragenen Sinne eine „Neues Sehen“ beibringen will, nutzt einzigartige Einblicke und Ausblicke in die Natur, um das Nachdenken über eine neue Lebenshaltung zu erreichen. Dorothee, mit der ich eine Wanderung zur Bründlalm, absolvierte, schwärmte übrigens von den unkonventionellen Möglichkeiten, die das Posthotel ihr während eines einwöchigen ‚Aufenthaltes bringt. „Wenn ich ausgebrannt bin, dann komme ich immer wieder hier her, um Kraft zu tanken.“ Sie genießt die zahlreichen Anwendungen im SPA-Bereich ebenso wie  das stundenlange Verweilen im „Versunkenen Tempel“.

Es gibt im Posthotel vieles, was das Leben verbessern kann oder den Weg dahin. Dazu gehören neben Yogakursen auch die Body & Soul Workshops. Das Ziel lautet: leichter, freudvoller und vielseitig gestärkt durchs Leben gehen. Schon die drei Tage unseres Kurzaufenthaltes bewirkten den Effekt von zwei Wochen Ferien.

Die Lipizzaner im Posthotel sind keine Showpferde, Geländeritte führen in die Tiroler Bergwelt, Kutschfahrten durchs Achental. Foto: PR/Posthotel
Die Lipizzaner im Posthotel sind keine Showpferde, Geländeritte führen in die Tiroler Bergwelt, Kutschfahrten durchs Achental. Foto: PR/Posthotel

❏ Pferdeglück im Reiterhimmel

Das ist europaweit einmalig. Eine ganz spezielle Beziehung zu Pferden hatte man im Posthotel Achenkirch immer schon. Hervorgegangen ist das Haus ja aus einer  Posthalterei. Heute stehen Lipizzaner in der lichten Gestütsanlage, verbunden durch einen unterirdischen Gang mit dem Haupthaus.

Kutschfahrt rund um das Posthotel Achenkirch © Maxum/ Wiesenhofer Reiter’s Posthotel
Kutschfahrt rund um das Posthotel Achenkirch © Maxum/ Wiesenhofer Reiter’s Posthotel

Obwohl ich kein Reiter bin, die Pferde habe ich mir von dem freundlichen Gestütsleiter zeigen lassen. Eine Augenweide. Es gibt  derzeit zwölf Lipizzaner, ein Haflinger und ein Kladruber. Sie genießen die Weiden und saftigen Almwiesen. Die Lipizzaner im Posthotel sind keine Showpferde, sondern Reittiere, auf denen sich Pferdfreunde einen Lebenstraum erfüllen können. Reit-Kurse finden in der hoteleigenen Reithalle und auf dem benachbarten Reitplatz statt, Geländeritte führen in die Tiroler Bergwelt, Kutschfahrten durchs Achental.

Blick in die Verkaufsgalerie des Posthotels. Foto: PR/Posthotel
Blick in die Verkaufsgalerie des Posthotels. Foto: PR/Posthotel
Wer will, kann mit dem Tesla eine Spritztour durch die Bergwelt Tirols unternehmen. Foto: D.Weirauch
Wer will, kann mit dem Tesla eine Spritztour durch die Bergwelt Tirols unternehmen. Foto: D.Weirauch
Auf Zweiradfans stehen zwei Johammer J1 zu Ausfahrten bereit. Die in Österreich produzierten Elektromotorräder haben eine Reichweite von 200 km. Foto: PR/Posthotel
Auf Zweiradfans stehen zwei Johammer J1 zu Ausfahrten bereit. Die in Österreich produzierten Elektromotorräder haben eine Reichweite von 200 km. Foto: PR/Posthotel
Blick zum Achensee von der Bründlalm. Foto: D.Weirauch

Das Posthotel Achenkirch als Basecamp für Outdooraction

Mollig warm und wohltuend sind die Pools der Bäderlandschaft des Posthotels Achenkirch. Für weitergehende wassersportliche Ambitionen sind der Achensee sowie die Bäche und Flüsse der Region ein ideales Revier mit einer eindrucksvollen Bergkulisse obendrein. Wer Segeln, Kitesurfen, Stand-up-Paddeln oder Tauchen möchte, findet vor Ort viele Anbieter, die Kurse und Equipment bereitstellen. Wasserreiche Flüsse und Bäche werden beim Canyoning, Raften und Wildwasserschwimmen erkundet. Erfahrene Guides des Posthotels bieten zum Beispiel Einführungen ins SUP und Tubing am Achensee und organisieren Ausflüge zum Canyoning oder Klettern. Wöchentlich finden auch Ausflüge in den Hochseilgarten statt.

Informationen zum Posthotel Achenkirch

  • Adresse: 6215 Achenkirch Nr. 382, 6215 Achenkirch am Achensee · Tirol, Austria
  • Fon: +43 5246-6522, E-Mail: posthotel@posthotel.at
  • Internet: www.posthotel.at
  • Wie kommt man hin?
  • Mit Zug oder Flugzeug
  • Der nächstgelegene Bahnhof ist im 20 Minuten entfernten Jenbach. Von dort werden die gästeabgeholt. Auch von den Flughäfen Innsbruck (50 km) und München (120 km) ist Abholservice möglich.
  • Mit dem Auto
  • München liegt. 1,5 Stunden Fahrtzeit mit dem Auto entfernt, rund zwei Stunden braucht die direkte Verbindung mit dem Zug.
  • Es gibt eine Tiefgarage mit Autowaschanlage
  • München – Achenkirch:
  • Von München kommend über die A8 und anschließend die B318 und B307 bis Achenkirch.
  • Salzburg – Achenkirch:
  • Von Salzburg kommend über die A8, A93 und A12, Abfahrt 39 Wiesing und über die B181 weiter bis Achenkirch.
  • Innsbruck – Achenkirch:
  • Von Innsbruck kommend ber die A12 bis zur Ausfahrt 43 Jenbach. Von dort via B181 bis Achenkirch.
  • Reiseführer:  MARCO POLO Reiseführer Tirol, von Andreas Lexer  (Autor), Uwe Schwinghammer (Bearbeitung) inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service Taschenbuch, 12,9 Euro

Ausflugsziele: u.a. zum Achensee mit Schifffahrt und historischer Dampfeisenbahn.

Die "Innsbruck" auf dem Achensee in Tirol. Foto: D.Weirauch
Die “Innsbruck” auf dem Achensee in Tirol. Foto: D.Weirauch

Die örtliche Blaskapelle spielt vor dem Posthotel. Foto: D.Weirauch

Die Recherche wurde unterstützt vom Posthotel Achenkirch.

 

 

 

 

Reise

Erlebnisse mit der Bahn

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Wenn einer eine Reise tut . . . und das Auto stehen lässt, um einmal die viel gescholtene Deutsche Bahn zu benutzen. Ja – da kann man viel erzählen. Sehr viel sogar . . .

Es war gegen Mittag, da stand der ICE 1511 nach München schon lange vor Abfahrt auf seinem Gleis des Hauptbahnhofs Berlin. Wer glaubt, die Wagennummer an j e d e r Waggontür zu finden, irrt schon das erste Mal. Und fragt sich: Warum eigentlich nicht? Wäre doch kundenfreundlicher, als erst zum Anfang oder Ende des Wagens laufen zu müssen. Das mag ja noch zu verschmerzen sein – aber dann die Suche nach dem reservierten Platz! Die Nummern sind so hoch und so klein und werden überstrahlt von der daneben schrill rot leuchtenden Anzeige „Berlin – München“, so dass sie nicht oder nur äußerst mühsam zu erkennen sind. Warum finden sich die Platznummern nicht an den Seitenlehnen der Sitze? Das wäre komfortabel und passagiergerecht.

Das erwähnte schrille Rot scheint es den Farbfetischisten der Deutschen Bahn besonders angetan zu haben. Denn es wird auch – hoch unterm Waggondach – für alle möglichen Hinweise verwendet, etwa die Geschwindigkeit, die der Zug gerade erreicht hat. Nur – lesbar ist das alles lediglich dann, wenn der Zug durch einen Tunnel fährt. Andernfalls löst Sonnenlicht absolute Unleserlichkeit aus, ist die viel zu kleine Schrift auch in den nächstgelegenen Sitzen kaum auszumachen – auch hervorgerufen wegen unterschiedlicher Blendeffekte. Da wäre eine weiße Schrift auf dunklem Hintergrund angebracht! Dass das nicht schon längst den Bahnverantwortlichen aufgefallen ist – man wundert sich doch sehr.

Mit all dem, diesen Unannehmlichkeiten, kann man ja noch leben. Aber dass kurz nach Abfahrt vom Berliner Hauptbahnhof dann bedauernd angekündigt wird, der Bistrowaggon sei „außer Betrieb“ und für die fast sechsstündige Fahrt nach München könne gerade mal ab und zu Kaffee serviert werden – in der Ersten Klasse -, zeugt von absolutem Servicemangel. Ein paar Kekse zum Kaffee für drei Euro (!!!) trösten da auch nicht. Der Zug wurde in Berlin eingesetzt – hätte man da nicht den Speisewagen austauschen können?

Mängel über Mängel. Etwa: Warum wird in den Wagen zwar auf den nächsten Feuerlöscher hingewiesen, aber in welcher Richtung sich das WC befindet – Geheimsache. Kann man ja durch Auf- und Abgehen suchen. Oder: Einzelsitze in der Ersten Klasse haben keinerlei Ablagemöglichkeit, etwa für eine Zeitung. Warum wird nicht Entsprechendes, was sich sonst in den Rückenlehnen findet, an der Wagenseite installiert?

Mit Chaos dann begann schon die Rückfahrt nach Berlin auf dem Münchener Hauptbahnhof.   Rund 90 Minuten vor Abfahrt wurde Bahnsteig 22 angegeben. Aber auf dem Wagenstandanzeiger am Gleis 22 existierte der ICE 1508 überhaupt nicht. Erst kurz vor Abfahrt tauchte ein Bahnangestellter auf, der angeben konnte, welchen Abschnitt zwischen A und G man aufsuchen müsste, um seinen Wagen Nr. 28 zu finden. Wer schon kann wissen, dass normalerweise dieser Zug vom Bahnsteig 18 abfährt – wo sich sicher auch der Plan für die Wagenabfolge findet. Warum wird unter derartigen Umständen nicht am Beginn des (neuen) Bahnsteigs ein entsprechendes Schild angebracht?  Und warum gab es im gesamten in München eingesetzten Zug keine „Ihr Reiseplan“-Broschüre mit den anzufahren Bahnhöfen und den dazu gehörenden Zeiten?

Servicemängel also en masse! Und die sind unentschuldbar! Wie auch die überhand nehmenden Verspätungen. Könnte man die nicht einfach beseitigen, indem man die Fahrzeiten generell um 10 oder 15 Minuten verlängert?

Trotz allem: So schnell wie mit der Bahn schafft man Berlin – München oder auch „nur“ München – Erfurt mit dem Auto nicht! Und erholsamer als das Auto ist die Bahn trotz der Ärgernisse doch.

Hotels

Preiswert: Schweizer Jugendherbergen

Blick auf die Jugendherberge von St. MoritzBlick auf die Jugendherberge von St. Moritz Foto: Schweizer Jugendherbergen

die Schweiz ist im Winter zu teuer? Schon einmal über stylische und günstige Übernachtungsalternativen nachgedacht?

Denn genau das bieten die Schweizer Jugendherbergen in vielen Ski-Regionen. Die Alpen bescheren perfekte Bedinungen für rasante Abfahrten und aktiven Wintersport. Skifahren mit Globi, Abtauchen im Erlebnisbad, Action auf der Schlittelpiste oder Freeride-Abenteuer: die Schweiz ermöglicht auch im Winter eine fast unbegrenzte Erlebnisvielfalt und zahlreiche Varianten den Winter in vollen Zügen zu genießen.

Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Blick in die Berge ist garantiert im wellnessHostel4000 , Foto: Schweizer Jugendherbergen
Außenansicht des wellnessHostel4000 , Foto: primcom
Außenansicht des wellnessHostel4000, Schweizer Jugendherbergen, Foto: primcom

Egal ob auf den Skiern oder auf dem Snowboard – hier sieht man auf einen Blick, welche Skigebiete von den Schweizer Jugendherbergen aus gut erreichbar sind.

Und die Schweizer Jugendherbergen bieten neben einem gemütlichen Bett in Pistennähe noch viel mehr: Ideale Angebote mit regionalen Partnern für mehr Abenteuer, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet sowie preiswerte Abendmenüs für mehr Geld in der Reisekasse und einladende Gemeinschaftsbereiche für mehr Quality Time mit Familie, Freunden oder Gleichgesinnten. Wer zum Beispiel vor Weihnachten in der Jugendherberge Davos übernachtet, profitiert von einer Gratis-Hin- und Rückreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus der ganzen Schweiz nach Davos in der 2. Klasse. Hier finden Sie alle weiteren Angebote und Jugendherbergen auf einen Blick.https://www.youthhostel.ch/de/landingpages/more-winter/

Erlebnisduschen im WellnessHostel ©SJH
Erlebnisduschen im WellnessHostel4000 ©SJH

Hier unsere Erfahrungen beim Besuch der Jugendherberge in Pontresina im Engadin.

Hotels

Hotel Monopol Katowice – top Hotel in Polen

Katowice (3)Monika Leraczyk, die strahlende Direktorin des Hotels Monopol in Katowice, mit einigen Mitarbeitern, Foto: Weirauch

Paris Hilton und Andrej Wajda, der berühmte Filmemacher, wohnten schon im 5-Sterne Hotel Monopol in Katowice. Nun also habe ich auch ein Zimmer im diesem edlen Hotel bezogen. Monika Leraczyk, die Hoteldirektorin, ist stolz auf ihr Haus. Man spürt es überall. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, lesen den Gästen regelrecht die Wünsche von den Lippen ab. Nicht ohne Grund: Das Hotel Monopol gehört zu den bekanntesten Hotels in Polen, in Katowice (deutsch Kattowitz) sowieso.

Es reiht sich eines in die Reihe berühmten Bahnhofs Hotels, denn der alte Bahnhof vonKattowitz liegt dem Hotel Monopol direkt gegenüber. Eröffnet im Jahr 1903 erlebte das im Jugendstil errichtete Luxushotel vor allem um die Jahrhundertwende und danach rauschende Feste. Damals schon gingen die Größen der Zeit hier ein und aus.

Blick auf die prächtige Fassade des Hotel Monopol in Katowice
Blick auf die prächtige Fassade des Hotel Monopol in Katowice

Das von Ludwik Goldstein entworfene Gebäude wurde schnell zum repräsentativsten Hotel in Katowice. Auf der Hotelausstellung in Bytom gewann er 1904 die Goldmedaille. Die Ausstattung war ähnlich wie im Berliner Adlon am Brandenburger Tor.  Es gab drei Restaurants, eine Hotelbäckerei und eine eigene Wäscherei. Die Gäste waren begeistert von Luxus, modernen Möbeln und architektonischem Geschmack, und der Ort wurde schnell zu einem der beliebtesten Hotels in Schlesien. Das Monopol Hotel hat ein hohes Ansehen und hohe Wertschätzung erlangt, was sich bald durch die Anwesenheit bedeutender und wohlhabender Gäste in Kattowitz bewies. In den frühen 1920er Jahren wohnte Charles de Gaulle dort, er war als Beobachter der französischen Regierung  zur Volksabstimmung, die über die Aufnahme Schlesiens nach dem Ersten Weltkrieg in die neue Ordnung Europas entschied.

Mit der Hochzeit des weltberühmten Tenorsängers Jan Kiepura mit der in Ungarn geborenen Sopranistin Marta Eggerth im Oktober 1936 wurde dem Hotel eine wahre Pracht verliehen. Später dann wohnten auch andere berühmte Künstler hier, beispielsweise Karol Szymanowski (eine der Suiten trägt seinen Namen), der Klaviervirtuose Artur Rubinstein sowie der Schriftsteller Tadeusz Boy-Żeleński.

Niedergang nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Hotel allmählich an Glanz und wurde Ende der achtziger Jahre geschlossen Danach diente es als Bürokomplex. Seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand es leer.

Wiedergeburt nach 2000

Nach der umfangreichen Renovierung in den letzten Jahren erstrahlen die 108 Suiten und Zimmer in neuem (alten) Glanz. Im Dezember 2018 werden die Teilnehmer der UN-Weltklimakonferenz dort wohnen. Vielleicht legt ja ein Staatsmann oder Umweltminister sein Haupt auf das Bett. Indem ich jetzt geschlafen habe. Die Zimmer wurden mit viel Liebe zum Detail individuell gestaltet. Alle Zimmer des Hotels sind klimatisiert. Kostenloser WLAN-Internetzugang ist in den öffentlichen Bereichen und in allen Zimmern verfügbar. In Deutshcland ist das leider oft noch nicht möglich in guten Hotels.

Alle Badezimmer sind aus Marmor oder anderen Steinarten und mit eleganten italienischen Armaturen ausgestattet. Ein Luxus, den ich gern genoss: Superior Zimmer, Junior Suiten und Suiten verfügen über einen Nespresso Espresso.

Die Apartments, in denen auch schon Präsidenten, wie Lech Walesa wohnten, verfügen  über ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer mit einem großen Doppelbett. Ich hatte ein Fenster zur Nebenstraße und schaute auf ein toll renoviertes Jugendstilhaus.

Das Hotel Monopol gehört zu den polnischen Likus Hotels. Das Unternehmen betreibt Boutique-Hotels in restaurierten Gebäuden von großem historischem und kulturellem Wert. Sie alle repräsentieren die Idee des Zusammenlebens zwischen einem Denkmal der Spitzenklasse und einem luxuriösen Hotel auf höchstem Niveau. Wie in Katowice (Kattowitz) verstehen sich auch die anderen Likus Hotels als Schaufenster der jeweiligen Stadt, in der sie sich befinden. Sie verbinden auf subtile Weise den Genius loci (Geist des Ortes) mit der Moderne. Jedes der Likus-Hotels zeichnet sich durch außergewöhnliche Aufmerksamkeit für historische Details aus. Die Besitzer der Gruppe Likus Hotels & Restaurants möchten diesen Orten einen früheren Glanz verleihen und gleichzeitig einen modernen Touch erzeugen. Dies war auch der Fall des Monopol Hotels in Katowice.

Edel ausgestattet präsentiert sich das Schwimmbad im Hotel Monopol in Katowice, Foto: Hotel Monopol
Edel ausgestattet präsentiert sich das Schwimmbad im Hotel Monopol in Katowice, Foto: Hotel Monopol

Das Monopol Hotel ist das einzige 5-Sterne-Hotel in Katowice. Monopol ist das beste Hotel in Schlesien. Es ist eines der renommiertesten Hotels in Polen. Mich hat die denkmalgerechte Restaurierung begeistert. Bei den Konservierungsarbeiten wurden eine interessante Präsentation der Sonne am Haupteingang und ein komplett erhaltenes Bodenmosaik an der Rezeption entdeckt. Man geht sozusagen über Geschichte, wenn man in das gastfreundliche Haus eintritt.

Blick in das Cafe des Hotel Monopol gegenüber dem alten Bahnhof von Katowice, foto Hotel Monopo
Blick in das Cafe des Hotel Monopol gegenüber dem alten Bahnhof Katowice, Foto: Hotel Monopol

In den letzten Jahren logierten die Fußballnationalmannschaften aus England mit David Beckham und Portugal mit Christiano Ronaldo sowie Rockstars (darunter die Band Deep Purple und Phill Collins mit der Band Genesis) im Hotel Monopol. Und immer wieder kommen berühmten Künstlern, zusammen mit dem  Symphonieorchester des Polnischen Nationalradios und der Schlesischen Philharmonie auftreten, ins Monopol.

Mein Fazit: Heute, über 100 Jahre nach der Eröffnung und 15 Jahre nach der Neueröffnung, sind die Besucher immer noch mit ihrem Luxus und Stil fasziniert.

Neben dem erstklassigen Service schätzen die Gäste auch das einzigartige Speisen-und Getränkeangebot. Die weiße Brigade steht unter Leitung von Jakub Biskup. Der Chefkoch ist  Absolvent der besten schlesischen Gastronomie-Schule. Er debütierte unter anderem in Spitzenhäusern in England, bevor er nach Katowice zurückkam. Jakub Biskup schätzt ein gutes Produkt, legt großen Wert auf Saisonalität und außergewöhnliche Küche. Seine Gerichte zeichnen sich durch eine kühne Kombination aus Geschmack und Ästhetik aus. In der Küche legt er trotz aller Schnelligkeit vor allem Wert auf eine gute und solide Zusammenarbeit des gesamten Teams. Nun bin ich gespannt zu erfahren, wer während der UN-Klimakonferenz im Hotel Monopol wohnt.

Adresse: Hotel Monopol

  • 40-012 Katowice, Dworcowa 5
  • Mail: monopol@hotel.com.pl
  • Tel.: + 48 32 782 82 82
  • Fax: + 48 32 782 82 83

Hier geht es zu meinem Stadtporträt über Katowice

und

hier der Beitrag über das UNESCO-Weltkulturerbe Silberbergwerk Tarnowitz.

Reise

Elfenparade, Lichterzauber und Eisbildhauer

Weihnachtsmarkt in Danzig. Foto: Maciej Nicgorski/www.gdansk.plWeihnachtsmarkt in Danzig. Foto: Maciej Nicgorski/www.gdansk.pl

Vor zwei Jahrzehnten waren Weihnachtsmärkte im Nachbarland Polen nahezu unbekannt, heute haben Besucher die Qual der Wahl. Überall im Land finden stimmungsvolle Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit statt. Ein Überblick:

Einer der schönsten und größten polnischen Weihnachtsmärkte beginnt am 23. November in der niederschlesischen Metropole Wrocław (Breslau). Erstmals werden die mehr als 250 festlich geschmückten Buden bis zum 31. Dezember geöffnet sein. Rund um den historischen Marktplatz und den benachbarten plac Solny (Salzmarkt) erwarten die Besucher neben kulinarischen und kunsthandwerklichen Angeboten zahlreichen Performances, Konzerte und Mitmachaktionen. Zu den Höhepunkten zählen die Show „Märchenhaftes Weihnachten“, das feierliche „Entzünden“ des Weihnachtsbaumes am 6. Dezember sowie die Paraden des Nikolaus, der Elfen und der Weihnachtssinger. Am Heiligabend findet das offizielle Weihnachtsfest der Stadt für Arme und Bedürftige statt. www.jarmarkbozonarodzeniowy.com

Elfenparade, Lichterzauber und Eisbildhauer

Der Weihnachtsmarkt in der Ostseemetropole Gdańsk (Danzig) findet vom 1. bis 23. Dezember auf dem Targ Węglowy (Kohlenmarkt) statt. Eine Neuheit ist der Food Court mit kulinarischen Leckereien aus der ganzen Welt. Neu ist auch das doppelstöckige historisierende „Danziger Karussell“. Einen guten Überblick über das weihnachtliche Geschehen bekommen Besucher vom festlich geschmückten Amber Sky, einem 50 Meter hohen Riesenrad. Außerdem gibt es eine überdimensionale handgefertigte Weihnachtspyramide, einen Eishügel zum Rodeln und einen Nikolausschlitten mit lebendigen Rentieren.

Weihnachtsmarkt in Danzig, Foto: polentravel
Weihnachtsmarkt in Danzig, Foto: polentravel

Auf dem Długi Targ (Langer Markt) steht der städtische Weihnachtsbaum, dessen Lichter am 5. Dezember feierlich entzündet werden. www.bozonarodzeniowy.gda.pl

In Warszawa (Warschau) gibt es mehrere winterlich-weihnachtliche Angebote. Bereits am 24. November verwandelt sich das Nationalstadion im Stadtteil Praga in ein Wintermärchen. Besucher können dort nach Herzenslust dem Wintersport frönen. Auf sie warten zwei Eislaufbahnen, ein Rodelhügel, ein Curlingplatz, Bumper Cars und ein Weihnachtsdorf mit Drinks und Leckereien. Im unterirdischen Parkdeck eröffnet der größte Skatepark der Hauptstadt. Märchenhaft erleuchtet sind Gärten und Park des Sommerschlosses der polnischen Könige im Stadtteil Wilanów. Der „Wintergarten des Königs“ verzaubert die Umgebung des Barockschlosses mit Lichtinstallationen. Neu ist der „Musikalische Traumgarten“ auf der unteren Terrasse des Barockgartens. Zu den Klängen von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder Tschaikowskis „Nussknacker“ verzaubern animierte Lichtinstallationen. Die Schlossfassade dient in den Abendstunden von Freitag bis Sonntag als Projektionsfläche für verschiedene 3D-Mappings zu Legenden rund um die polnischen Könige. Der Lichtergarten ist bis zum 24. Februar geöffnet. www.warsawtour.pl

Weihnachtliches Warschau (Foto von 2017). Foto: it Warszawa / www.warsawtour.pl
Weihnachtliches Warschau (Foto von 2017). Foto: it Warszawa / www.warsawtour.pl

Der Weihnachtsmarkt auf dem Rynek Główny (Hauptmarkt) von Kraków (Krakau) zählt zu den traditionsreichsten im ganzen Land. Vom 30. November bis 26. Dezember laden mehr als 80 festlich geschmückte Stände zum Flanieren ein. Zum Begleitprogramm gehören Sternsingerdarbietungen, eine Inszenierung der altpolnischen Totenfeier “Dziady“ und eine Weihnachtstafel mit den Honoratioren der Stadt. Einer der Höhepunkte ist der seit 1937 stattfindende Wettbewerb um die schönste Weihnachtskrippe. Bei der 76. Auflage werden am 6. Dezember rund 160 Hobby- und Profikünstler ihre Kunstwerke präsentieren. Bis Februar können die preisgekrönten Krippen in der Krakauer Altstadt besichtigt werden. Bereits zum zweiten Mal findet im Trendviertel Podgórze der „Weihnachtsmarkt der besonderen Dinge“ statt. Rund 40 Künstler und Kunsthandwerker bieten dort am 1. und 2. Dezember ihre Arbeiten an. www.krakow.travel

Weihnachtsmarkt in Breslau. Foto: Krzysztof Szymoniak/www.wroclaw.pl
Weihnachtsmarkt in Breslau. Foto: Krzysztof Szymoniak/www.wroclaw.pl

In Poznań (Posen) findet der Jarmark Betlejem Poznańskie (Posener Betlehemsmarkt) an zwei Orten statt. Vom 1. bis 21. Dezember laden rund 50 Aussteller auf den Alten Markt im Herzen der Altstadt ein. Bereits am 17. November beginnt der Weihnachtsmarkt auf dem plac Wolności in der historischen Neustadt. Eine ungewöhnliche Attraktion stellt dort die Silent Disco dar. Wer will, kann dort zur Musik per Kopfhörer ausgelassen tanzen, während die anderen Besucher den Markt ohne laute Beschallung genießen. Am 8. und 9. Dezember steht auf dem Alten Markt das 13. Festival der Eisbildhauer auf dem Programm. Profikünstler aus aller Welt schälen, schneiden, hämmern vor den Augen des Publikums aus mehreren Tonnen Eis faszinierende Kunstwerke um die Wette. www.poznan.travel

Katowice (Kattowitz) lädt vom 23. November bis 23. Dezember auf den neu gestalteten Marktplatz zum diesjährigen Weihnachtsmarkt ein. Neben zahlreichen Marktständen sorgt ein Programm mit Adventskonzerten, Nikolausbesuch und verschiedenen Mitmach-Workshops für weihnachtliche Stimmung. Auf die Kleinsten warten ein Märchendorf, eine Wintereisenbahn und Karussells. Außerdem steht Besuchern eine Eislaufbahn zur Verfügung.

Das Kulturhaus und Restaurant im Stadtteil Niekischacht
Das Kulturhaus und Restaurant im Stadtteil Niekischacht

Eine unvergleichliche Atmosphäre können Gäste vom 7. bis 9. Dezember im historischen Kattowitzer Bergarbeiterviertel Nikiszowiec (Nikischschacht) erleben. Rund 200 Aussteller bieten kulinarische und kunsthandwerkliche Erzeugnisse vor der Kulisse der engen Straßen mit ihren charakteristischen Backsteinhäusern an. www.katowice.eu

Das Begleitprogramm auf dem Weihnachtsmarkt in der UNESCO-Welterbestadt Toruń (Thorn) reicht vom Weihnachtskochkurs bis hin zum Eishockey-Workshop mit Stars vom Erstligisten KS Toruń. Große und kleine Besucher haben die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung ihre eigenen Lebkuchen nach uralten Rezepten zu backen. (www.torun.pl) Auf dem Schloss der pommerschen Herzöge in Szczecin (Stettin) wird am 8. und 9. Dezember eine lebendige Krippe inszeniert. Dazu gibt es einen Kunsthandwerkermarkt und Bastelworkshops. (www.zamek.szczecin.pl) Bereits zum zehnten Mal findet der Adventsmarkt in der ermländisch-masurischen Hauptstadt Olsztyn (Allenstein) statt. Vom 13. bis 16. Dezember laden festliche Marktbuden und der finnisch-samische Nikolaus aus Rovaniemi zum Besuch ein. www.visit.olsztyn.eu

Zu den größten Veranstaltungen im Südwesten Polens gehört der Adventsmarkt im festlich dekorierten Schlosshotel von Łomnica (Lomnitz), eine Autostunde von Görlitz entfernt. An den beiden ersten Adventswochenenden präsentieren sich auf dem Gutshof und in der Eventscheune Aussteller mit kunsthandwerklichen und kulinarischen Produkten. Große und kleine Besucher können in der Weihnachtskugelwerkstatt oder der Backstube selbst Hand anlegen und sich von den Klängen des Bläserensembles verzaubern lassen. www.palac-lomnica.pl

Weihnachtsmann auf Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal, Foto: Schloss Lomnitz
Weihnachtsmann auf Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal, Foto: Schloss Lomnitz

 

Weitere Hinweise auf Veranstaltungen in ganz Polen gibt es beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel

Reise

Apulien: gutes Essen – Grundlage für wahres Glück

Essen-apulien (3)

Essen und Trinken werden in Apulien groß geschrieben. Vier bis fünf Gänge sind Pflicht. Dabei kommen zahlreiche regionale Spezialitäten auf den Tisch. ebenso gibt es dazu tolle Weine, aromatisches Olivenöl und leckere, vielfältige Desserts, ob Eis oder Küchlein oder roher Fenchel mit Orangen … Alles schmeckt gut und ist größtenteils handgemacht. Man nimmt sich viel Zeit zum Essen, meist beginnt der Schmaus erst gegen 21 Uhr.

Apulien und hier der Salento, das fruchtbare Land zwischen zwei Meeren, hat bis heute keinen Nahrungsmangel aufkommen lassen. Die weite Tiefebene des Tavoliere di Foggia liefert Getreide für Pasta und Brot, aus dem Murgia-Hochland kommen Fleisch, Wurst und Käse, die Adria und das Ionische Meer liefern den frischen Fisch und die Krustentiere. Obst-, Gemüse- und Weinanbaugebiete sind unerschöpfliche Vorratskammern in der Landwirtschaft.

Die großen Olivenbäume bringen eine reiche Ernte und das kalt gepresste Öl ist von guter Qualität. Das konnten wir auch im letzten Jahr während unserer Reise nach Apulien erleben.

Einfache Hausmannskost – ohne großen Schnick-Schnack – auch „cucina povera“ (arme Küche) genannt – steht in Apulien auf der Speisekarte. Fertiggerichte wird man hier kaum finden.

Alle Zutaten sind frisch, möglichst vom Markt oder auf der eigenen Scholle angebaut und geerntet. Die Jahreszeit und das jeweilige Angebot bestimmen, was auf den Teller kommt. Und die leckere Pasta, der Nudelteig, entsteht vorwiegend in Heimarbeit. Jeder Koch oder jede Köchin ist am Urteil des Gastes interessiert, nicht selten wird nachgefragt, wie die Pasta geschmeckt hat.

Zu den bekanntesten Nudelsorten Apuliens gehören die Orecchietto (Öhrchen) und die fusilli (Spiralen). Dazu gibt es meist eine aus frischen Tomaten mit Basilikum und Knoblauch zubereitete wunderbare Tomatensoße. Die Nudeln müssen darin „schwimmen“. Dazu gibt es viel Gemüse, exquisite Gerichte mit Chicorée, Brokoli, Blumenkohl, Auberginen, Zucchini, Saubohnen, Kartoffeln, Wiesenpilzen und Feldspargel. Die beliebten Saubohnen kommen mit Chicorée auf den Tisch, als Püree oder mit Pasta kombiniert.

Das ideale Kraut zum Würzen der Bohnen ist der finoccietto sevatico, der wilde Fenchel, der vor allem in den Olivenhainen wächst. Die einst weit verbreiteten wild wachsenden Zwiebeln (lampascioni) schmecken leicht bitter und sind ein Genuss. Roh, oft auch in Olivenöl getunkt, werden gern Sellerie und Fenchel gegessen. Uns schmeckten die wunderbar saftigen Mandarinen dazu sehr gut.

Zu den beliebtesten Fleischsorten zählen Lamm-, Wild- und  Pferdefleisch. Gnumirieddis sind beispielsweise Rouladen aus Innereien vom Lamm.
Fischsuppen, variantenreiche Tintenfischgerichte, sowie Nudeln oder Reis mit Muscheln findet man ebenso wie Goldbrassen auf der Speisekarte. Fischgeschäfte oder Fischmärkte gibt fast es in jedem Ort, beispielsweise in Copertino oder auch in Porto Cesareo.

Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt
Fisch kommt in Apulien frisch vom Fischmarkt, so aus Porto Cesareo

Typische einheimische Käsesorten erlebten wir viele. Ricotta fresca ist beispielsweise ein quarkähnlicher Frischkäse, die burrata ein kugelförmiger Weichkäse mit Butterkern ist sehr lecker. Dazu wird apulisches Brot als helles und dunkles pane gereicht. Es gibt es in  unzähligen lokalen Variationen. Taralli heißen die allgegenwärtigen würzigen Hartgebäckkringel.

Primitivo und andere Weine

Zum guten Essen gehören auch in Apulien vorzügliche DOC-Weine. Bekannt sind die kräftigen, vollen Rotweine aus Rebsorten wie Primitivo  sowie Negroamaro von der Azienda Vitivinicola Marulli, Apollonio oder Conti Zecca im Salento. Heiße Sommer und Fischspezialitäten verlangen nach Weißwein. Geschätzt werden Mrndola Fiano von Conti Zecca, Verdeca und Bianco Locorotondo und andere Weine.

Sehr gut gegessen haben wir u.a. hier:

Raffiniertes kulinarisches Erlebnis in geschichtsträchtiger Umgebung erleben Sie in einem imposanten Gewölbekeller aus Tuffstein, in dem vor großen alten Eichenfässern, auf weißem Mobilar das Essen zum Event wird. Bodenständige Küche in Verbindung mit den Weinen aus dem fruchtbaren Tal  Valle della Cupa zwischen Lecce, Monteroni, San Pietro in Lama und Lequile gelegen, bilden die Grundlage einer sehr guten abwechslungsreichen apulischen Gastronomie:

APOLLONIO
Casa Vinicola s.r.l.
Via San Pietro in Lama, 7
73047 Monteroni di Lecce
www.apolloniovini.it

International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio
International erfolgreich: Antonio Massimiliano Apollonio

Malcandrino
Strada Provinciale Lecce/Monteroni (500 m dopo Ecotekne)
Tel. 0832 3423124240
www.malcandrino.it

Eine kreative Küche zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Avantgarde und Tradition, finden Sie hier:

Restaurant La Corte
Stadtstraße dell’Olmo 5, 73043 Copertino
Tel. +39 351 1227803
www.lacorteneisalento.it

Ein junges Küchenteam unter Marco Monaco bietet gemäß ihres Mottos „Gutes Essen ist die Grundlage für wahres Glück“ bodenständige Küche mit experimenteller Note, leicht und lecker, gut zubereiteten Fisch nach alter traditioneller Art im brandneuen „Flaggschiff“ der lokalen Lebensmittel- und Weinproduktion finden Sie hier:

Einer von drei Chefs vom Risto & Pizza Maresca in Carmiano ist Emanuelle Verdoscia

Restaurant Maresca
Inh. Emanuele Verdoscia, Daniele Ianne und Andrea Ruggio
Strada Provinciale 224, Magliano-Arnesano, 73010 Arnesano
Via Vecchia Carmiano – Arnesano
all’interno di Villa Maresca
Tel. 0389 85490 83
www.marescaristorante.it

Leckere Fischgerichte gibt es hier:
Sapori di mare del Salento
Inh. Manuel Macchia
Via Roma 170, Carmiano
Tel. 0832 604318
www.saporidimaredelsalento.com

Hier gibt es süße Leckereien:

Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien
Guiseppe Perrone, einer der besten Patisseurs in Apulien

Galeteria Caffertteria Perrone
Inh. Guiseppe Perrone
Via Immacolata n. 44, 73041 Carmiano (Lecce)
www.pasticceriaperrone@yahoo.it

Hier mehr Informationen

Zu den Sehenswürdigkeiten in Apulien.

Tipps für Salento finden Sie hier.

und hier weitere Informationen zu Apulien / Puglia, eine sehr interessante Seite.

Die Reise erfolgte auf Einladung der Europäischen Union, Apulien (Ministerium für Tourismus und Kultur), Pugliapromozione (Verband der Region Union 3) und dem Tourismus- u. Kulturmagazin Spiagge nach Apulien reisen. Danke anCarmen Mancarella, eine unermüdliche Botschafterin for Puglia and Salento.

Buchtipp: ein sehr aktueller und überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

  •     Reiseführer
  •     Apulien
  •     Andreas Haller
  •     Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos
  •     ISBN 978-3-95654-410-1
  •     21,90 EUR (D)
  •     Buch: 9. Auflage 2018
  •     E-Book: 9. Auflage 2018

zu bestellen auch hier: https://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/italien/apulien/index.html

 

Hotels

Spreewald Thermenhotel Burg

Nancy Schulze begrüßt an der Rezeption des Spreewald Thermenhotels die Gäste Foto: WeirauchNancy Schulze begrüßt an der Rezeption des Spreewald Thermenhotels die Gäste Foto: Weirauch

Der Spreewald hat uns schon häufig zu einem Kurzbesuch angezogen, nur nicht in dieser Jahreszeit. Besuch im Spreewald Thermenhotel Burg

  • entspannen. regenerieren. auftanken.
  • schweben. ins Leben.
Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH
Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH

Die Frage war: Wo kann man dort entspannen, regenerieren, auftanken? Bei der Suche nach einem Hotel fällt das Spreewald Thermenhotel in Burg ob seiner sehr guten Bewertungen bei den verschiedenen Portalen auf. Also nehmen wir uns eine Auszeit in Burg.

❏ Spreewald Thermenhotel

Freundlicher Empfang an der Rezeption. Es gab viele kleine Tipps für den Aufenthalt in Burg. Auch sind Wander- und Radwanderkarten im Shop verfügbar. Überhaupt der kleine Shop: hier werden spreewaldtypische Souvenirs angeboten, einige davon treffen wir anschließend auf dem Zimmer wieder.

❏ Zimmer im Spreewald Thermenhotel

Angekommen im stilvollen Zimmer mit klaren Linien und modernem Raum- und Farbkonzept, fällt unser Blick auf eine großformatige schwarz-weiße Fototapete – eine Spreewaldwiese im Morgennebel. Das Bild erinnert sofort an die Spreewaldkrimis.

Bevor wir das Spreewald Thermenhotel samt Wellnesstempel erkunden, geht’s raus in die Natur. Gleich hinter dem Hotel sind vereinzelt Radfahrer auf dem Gurkenradweg zu sehen. Wir erkunden das beschauliche Burg, eine der größten Streusiedlungen Deutschlands.

Auf dem Weg dahin schauen wir zurück zur Viersterne-Hotelanlage. Sie ist in Anlehnung an die Spreewald Therme gestaltet. Gebaut aus natürlichen Materialien des Spreewaldes fügt sich das Hotel in die Gegebenheiten des Standortes ein und spiegelt im Interieur Elemente der Umgebung wider. Doch dazu später mehr.

In unmittelbarer Nähe des Spreewald Thermenhotels liegt ein Drehort des XI. Spreewaldkrimis: die Grundschule (bis vor wenigen Wochen hieß sie Theodor Fontane, denn Fontane  (im Jahr 2019 jährt sich sein 200. Geburtstag) war auch oft im Spreewald unterwegs. Weiter geht es in den Ort hinein bis zum Spreehafen. Für eine Kahnfahrt ist es heute zu kalt. Also weiter zum Aufwärmen in die unweit gelegene Mühle, die immer dienstags um 13.43 Uhr Führungen anbietet. Alte Technik in voller Funktion, es rüttelt und schüttelt – Wilhelm Buschs Max und Moritz lassen grüßen. Im Mühlenladen gibt es frisch gemahlene Kornprodukte zum Mitnehmen. Beim Spaziergang zum Bismarckturm tanken wir ausreichend frische Luft. Viele Urlauber begegnen uns nicht, wir sind allein in der Natur und geben uns unseren Gedanken hin.

Blick auf das Thermenhotel, rechts der "Bademantelgang", Foto: Spreewald Therme GmbH
Blick auf das Thermenhotel, rechts der “Bademantelgang”, Foto: Spreewald Therme GmbH

❏ Spreewald Therme

Entspannt geht es zurück ins Spreewald Thermenhotel. Wir wollen in die Therme. Die Gäste der 83 Zimmer können den Wellness- und Saunabereich der Spreewald Therme wettergeschützt über den „Bademantelgang“, der einem überdachten Passagierzugang zu einem Flugzeug gleicht,  erreichen.

Der Gast ist König: auf rotem Teppich gelangen wir vom Hoteltrakt über die Gangway – nicht ins Flugzeug – nein es geht in die Spreewald Therme.

Im Vordergrund das Bewegungsbecken der Spreewaldtherme Burg, Foto: Spreewaldtherme Burg
Im Vordergrund das Bewegungsbecken der Spreewald Therme Burg, Foto: Spreewald Therme Burg

Gleichwohl kann man hier unter der Woche auch gut abheben und schweben in den Solebädern (Innen- und Außenbad) und den sieben Saunen. Im wohligen warmen Solewasser aus 1350 Meter Tiefe lässt es sich gut entspannen, Wassermassagen lockern den Körper auf. Die Haut wird samtweich – kurzum wir fühlen uns sehr wohl. Hinzu kommt die absolute Ruhe, kein Spaßbad, nur das Wasser plätschert – auch das trägt zur Entspannung bei. Es scheint fast so, dass keiner der Thermengäste die angenehme Stille durch laute Gespräche stören will. Haben wir ein Glück. Gestresste Großstädter finden hier ihre Ruhe. Wahrscheinlich zieht es auch deshalb viele Gäste aus Berlin, Cottbus oder Dresden her – die Autokennzeichen auf dem für Hotelgäste kostenlosen Parkplatz vor dem Spreewald Thermenhotel mögen ein Beleg dafür sein.

Aus 1350 Metern wir die Sole hinaufgepumt, Foto: Weirauch
Aus 1350 Metern wir die Sole hinaufgepumt, Foto: D. Weirauch

Auch die Saunalandschaft macht gute Laune. Gerade in dieser Jahreszeit härten die Aufgüsse ab und beugen Erkältungskrankheiten vor.

Finnische Sauna

Zu jeder vollen Stunde kommt die Saunafee mit ihrer Assistentin (diese verteilt Fruchtstücke vor dem anstrengenden Procedere) und dann geht es mit der Wedelei los. Wem es zuviel ist, der kann in den Pausen die 95 Grad Sauna verlassen. Wir bewundern das Durchhaltevermögen so mancher Saunisten. Denn meist besuchen sie mehrere Saunen mit den schweißtreibenden Aufgüssen.

Die Aufgüsse in der Spreewaldsauna sind berühmt, Foto: Spreewald Therme Burg

Durch ein breites großes Fenster schaut man von der finnischen Sauna über  den Saunagarten zur Kräutersauna, die in einem historischen Blockbohlenhaus untergebracht ist. Auch hier herrschen hohe Temperaturen. Etwas „kühler“ ist es im Dampfbad, dem Sanarium oder in der Infrarotsauna. Im ausliegenden „Wasserzeichen“, dem Magazin für Freunde der Spreewaldtherme, gibt es zudem ausführliche Tipps zum richtigen Saunieren. Gesunde Säfte und alkoholfreie Cocktails gibt es im Saunabereich, Salate und leichte Speisen im Thermenrestaurant. Die Preise dafür sind moderat.

Wirkung des Thermalwassers

Die Mineralstoffkonzentration der Spreewälder Sole beträgt 239 Gramm pro Liter. Damit ist die Spreewälder Sole äußerst mineralisiert. Sie kommt aus einer Tiefe von 1350 Metern und hat eine Temperatur von 31 Grad. Für die einzelnen Becken in der Spreewaldtherme wird sie entsprechend aufgeheizt beziehungsweise abgekühlt. Sole gilt als hervorragendes Mittel gegen Stress. Wenn die Schwerkraft nicht mehr wirkt, entspannt die Muskulatur automatisch und auch das Nervensystem „fährt herunter“. So haben nicht nur wir es erlebt.

In der Sole entspannen, Foto: Spreewaldtherme Burg
In der Sole entspannen, Foto: Spreewald Therme Burg
Spreewaldtherme in Burg/Spreewald, Foto: Spreewaldtherme
Halbstündlich setzt sich der Riesenwhirpool in Bewegung, Foto: Spreewald Therme Burg

Auch Massagen oder das legendäre Gurkenbad, die vorab an der Rezeption gebucht werden können, steigern unser Wohlbefinden. So ist ein Tag in der Spreewaldtherme schnell vergangen.

Im Gurkenbad, Foto: Spreewaldtherme Burg
Im Gurkenbad, Foto: Spreewald Therme Burg

Entspannung pur

Unter diesem Motto offerieren das moderne hauseigene Fitnessstudio und die qualifizierten Trainer den Gästen die Möglichkeit, ihr persönliches Wohlbefinden und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Vor Beginn des individuellen Trainings kann man einen Eingangstest machen.

Hot Stone Massage in der Spreewaldtherme Burg: Foto: Spreewaldtherme BurgSpreewaldtherme
Hot Stone Massage in der Spreewaldtherme Burg: Foto: Spreewald Therme Burg

Parallel hält der Wellnessbereich ein reichhaltiges Angebot zur Entspannung bereit: Bei der Anwendung der verschiedenen Massagen, Pflegepackungen und Bäder kommen unter anderem eigens für die Spreewald Therme entwickelte Pflegeprodukte zum Einsatz. Wer mag, kann diese dann auch im Shop des Spreewald Thermenhotels erwerben.

❏ Essen und Trinken

Moderne, kreative Küche mit regionalen Köstlichkeiten und einer Spreewaldnote prägen das Bild des lichtdurchfluteten Restaurants. Bei schönem Wetter lockt die Sonnenterrasse mit 100 Sitzplätzen. Und ab und an kommt dann ein Spreewaldkahn vorbei, denn das Spreewald Thermenhotel hat seit 2017 einen eigenen Kahnanleger.

Motto der Küchencrew ist „Gesunder Genuss“. Vitaminreiche Küche mit leichten, leckeren Gerichten aus regionalen Produkten. Damit passt auch die Gastronomie perfekt zur Philosophie der Therme: Zur optimalen Entspannung gehört nämlich auch eine frische, leichte und vitaminhaltige  Ernährung. Essen soll nicht nur satt machen, sondern auch glücklich. Ein freundlicher, flinker und unaufdringlicher Service erfüllt jeden Wunsch.

Frische Erzeugnisse aus der Region stehen ganz oben auf der Einkaufsliste. Ein Hinweisblatt in der Speisekarte gibt Infos: „So verwenden wir z. B. Leinöl der Ölmühle Ballaschk in Burg, die vielerorts bekannten Spreewaldgurken von RABE, Meerrettich aus dem Spreewald und Säfte der im Kurort Burg ansässigen Mosterei Jank. Das zu unseren Gerichten servierte Brot beziehen wir von der Bäckerei Kuhla.“

❏ Bar im Spreewald Thermenhotel

Absacker an der Bar oder Lesetunde am Kamin. Reichlich Bücher sind vorhanden. Im Mittelpunkt der Bar steht der Kamin, dessen Feuer wärmt, fasziniert und perfekt zum Ambiente einer modernen Bar passt. Gedämpftes Licht, leise Musik, angenehme Farben – all diese Dinge schaffen einen perfekten Rahmen für einen leckeren Drink. Angeregte Gespräche in entspannter Atmosphäre – die Bar des Spreewald Thermenhotels ist beliebt. Wir probierten einen Brand aus der Hofbrennerei Burg, die nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ihre Spezialitäten brennt.

❏ Der nächste Morgen

Am nächsten Morgen überrascht uns ein herrlicher Sonnenaufgang, den wir am Horizont aus unserem Hotelzimmer genießen. Der Blick in die Weite bleibt unseren computergestressten Augen selbst beim Zähneputzen erhalten: Die Architekten haben eine tolle Idee umgesetzt. Der Badtrakt lässt sich über verschiebbare Spiegel, die sich über dem Waschbecken befinden, öffnen, so dass man bei geöffnetem Zimmerfenster direkt in die Landschaft sehen kann – der Blick weitet sich im wahrsten Sinne des Wortes.

Der schöne Start in den Tag sollte mit einer Aquafitness, die immer mittwochs um 8 Uhr stattfindet, weitergehen. Diese fiel jedoch bei unserem Aufenthalt überraschend – ohne vorherigen Hinweis – aus. Ein kleiner Wermutstropfen, der unsere gute Laune und die von ca. 20 weiteren Gästen nur kurz nach unten zog. Das morgendliche Solebad, das Dampfbad und Soleinhalierungssauna ließen die ausgefallene Aquafitness schnell vergessen.

Das abwechslungsreiche Frühstück machte nach dem morgendlichen “Thermengang” den Start in den neuen Tag perfekt. Frisches Obst, Leinenöl und Quark (machen nicht nur die Spreewälder stark), alle Spreewaldgurkenarten in stilvollen Steinguttöpfen angeboten, verschiedene Käse-und Wurstsorten – zumeist aus der Region – und vieles andere ließen keine herzhaften oder süßen Wünsche offen. Und zum Morgenkaffee gehört für uns auch eine Zeitung, die es selbstverständlich gab – und die wir in der Leselounge mit Bibliothek und Blick in die Natur lasen.

Wir kommen wieder, vielleicht gibt es bis dahin ja eine Touristen-Führung zu den Drehorten der Spreewaldkrimis, die seit 2006 im ZDF laufen. Oder wir folgen den Empfehlungen des Rezeptionisten Thomas Achilles, der mit Begeisterung vom Biosphärenreservat Spreewald erzählte.

Entspannen. regenerieren. auftanken. schweben. ins Leben. – Der Spruch in der Therme wird uns hoffentlich noch lange an eine schöne Auszeit erinnern.

Hier noch die versprochenen Infos zum Hotel. Das Spreewald Thermenhotel verfügt über 83 Zimmer und 166 Betten. Für das Design griffen die Architekten in Anlehnung an das benachbarte Sole-Thermalbad die Gestaltungselemente des Spreewaldes auf. „So wurden dieselben oder ähnliche spreewaldtypische Materialien verwendet wie sie auch in der Spreewald Therme verbaut sind. Dazu gehören die langen Ziegelmauern, die das Gebäude mit der Landschaft verzahnen, die dunkle Fassade, die Wandverkleidungen aus Erlenholz im Inneren, die Farben, usw.“, erläutert der Architekt Ernst Ulrich Tillmanns vom Architektenteam 4a Architekten GmbH.

Die Recherche zu diesem Artikel wurde vom  Spreewald Thermenhotel unterstützt.

Informationen zum Spreewald Thermenhotel

  • Adresse:
    Spreewald Thermenhotel, Ringchaussee 152, 03096 Burg (Spreewald)
  • Telefon: 035603 18850
  • E-Mail: info@spreewald-thermenhotel.de
  • Homepage: www.spreewald-thermenhotel.de
  • Anfahrt: Spreewald Thermenhotel befindet sich 8 km vom Bahnhof Vetschau und eine 15-minütige Fahrt von der Autobahn A15 entfernt.
  • Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH
    Blick auf das Thermenhotel Foto: Spreewald Therme GmbH

Ausflugsziele in der Umgebung

Der Ort Burg hat einige Sehenswürdigkeiten, darunter den Bismarckturm und die Spreewaldmühle.

Kann immer Dienstags besichtigt werden: Spreewaldmühle in Burg, Foto: Weirauch
Kann immer dienstags besichtigt werden: Spreewaldmühle in Burg, Foto: D. Weirauch
Bismarckturm in Burg im Spreewald, Foto: D.Weirauch
Plakat für ein Lichtspektakel am Bismarckturm in Burg im Spreewald, Foto: D.Weirauch

Bis zur Windmühle Straupitz sind es rund 12 und bis zum Freilandmuseum Lehde rund 20 Kilometer. 

Einzelne Stationen zu den Drehorten der Spreewaldkrimis sind hier aufgelistet.

 

 

Reise

Copertino – Stadt des fliegenden Heiligen

Apulien-18 (169)

Eine weitere Station der Reise durch Apulien im November 2018 war Copertino. Copertino ist die größte selbstständige Gemeinde in der Provinz Lecce. Die Kleinstadt ist umgeben von Weinplantagen mit ihren Destillerien, Gemüsefeldern, großen alten Olivenhainen, kleinen Zypressen- und Pinienwäldchen. Soviel verrät Wikipedia. In der Stadtmitte zieht das mächtige Castello die Touristen in seinen Bann. Die Festung wurde zwischen 1535 und 1540 auf den Mauern mittelalterlichr Vorgängerbauten errichtet. Blickfang auf der Piazza Castello vor dem Eingang zur Festung ist die 1430 erbaute und 1754 barockisierte Porta di San Guiseppe mit der Statue des Heiligen Franziskus.

An die Festung schließt sich der historische Stadtkern mit der Stiftskirche Madonna delle Nevi (Chiesa Matrice) an.

Aus Copertino stammt auch der 1767 heilig gesprochene Franziskanermönch Guiseppe Desa alias San Guiseppe (1603-1663), der über die Fähigkeit der Levitation verfügt haben soll. Die Gabe, ohne technische Hilfsmittel fliegen zu können, machte ihn zum Schutzpatron der Flieger. Heute vermarktet sich Copertino geschickt mit dem Slogan „Stadt des fliegenden Heiligen“. Gegenüber seinem Geburtshaus wurde ihm in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das barocke Santuario di San Giuseppe erbaut. Jedes Jahr am 18. September beleben Wallfahrer den kleinen Ort Copertino in der Nähe der Barockstadt Lecce in Apulien, ganz im Süden von Italien. An diesem Tag pilgern Hunderte Menschen in stiller Andacht in die Wallfahrtskirche.

Der 18. September  1603 gilt als der Geburtstag des Heiligen der katholischen Kirche. Als Giuseppe Desa geboren, erlangte der Franziskanermönch, da er übersinnliche Fähigkeiten und Gaben besaß.so gilt er als Heiliger der Flieger.

Geburtsurkunde für Josef von Copertino
Geburtsurkunde für Josef von Copertino

Die Chronisten berichten unter anderem über die fliegerischen Fähigkeiten: „Am 4. Oktober 1630, während der Feiern zum Fest von Franziskus, geschah es, dass Josef bis auf die Höhe der Kanzel angehoben wurde und den Atem einer anderen Dimension, der himmlischen Luft, verspürte. Der ekstatische Flug brachte die Fähigkeit mit sich, ins Innerste der vor ihm Stehenden zu blicken und sich mit Tieren zu verständigen. Dies zog Menschen an, die ihn berührten, um Heilung, Hilfe, Trost oder Verständnis zu finden.“

Anstelle seines Geburtshauses entstand die Gedenkkapelle an der Kirche, in der sein Herz aufbewahrt wird.  Guiseppe soll Schuhmacher gelernt haben. Noch heute kann man dem Schuhmacher gegenüber seinem Geburtshaus bei seiner Arbeit zuschauen.

Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.
Gegenüber der Kirche kann man Schuhmacher bei ihrem Handwerk beobachten. Weit geöffneten Türen laden zum Zugucken ein.

Wichtigstes Exportgut der Gegend ist heute neben den Oliven der Wein. Angebaut und gekeltert werden vor allem roter Negroamaro sowie – als Rosato, Rosso und Rosso Reserva – der berühmte Copertino DOC.

Wir besuchten das ökologisch arbeitende Bio-Weingut
Azienda Vitivinicola Marulli
Via Grottella 155
73043 Copertino
www.vinimarulli.com