MS Katharina von Bora von Nicko Tours
Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 2

❏ Die Kreidefelsen

Die Perspektive von Caspar David Friedrich

Nach der Erkundung der Insel Hiddensee geht es mit dem Fluss-Liner zurück nach Stralsund. Dort wartet bereits ein Reisebus, mit dem es auf die größte deutsche Insel Rügen geht. Über den imposanten Rügendamm mit Blick auf Stralsund erreicht der Bus in wenigen Minuten die beliebteste deutsche Urlaubsinsel und hält Kurs auf das Nationalpark-Zentrum Königstuhl im nordöstlich auf Rügen gelegenen Nationalpark Jasmund.

Auf dem Weg zum Königsstuhl durch den Nationalpark offenbart sich eine grüne Oase aus naturbelassenen alten Buchenwäldern und Mooren. Im Nationalpark-Zentrum angekommen, sind es nur noch wenige Meter bis zur 118 m hoch gelegenen Aussichtsplattform Königstuhl, die auf den Kreidefelsen thront und das Wahrzeichen Rügens ist. Das Panorama, welches sich auf dem Königsstuhl eröffnet, erinnert an die Karibik: Weiße Segelboote liegen auf der ruhigen türkisfarbenen Ostsee, die in der Sonne glitzert.

Die Victoria-Sicht    Foto: Radke

Genau diese Perspektive hielt Caspar David Friedrich einst in seinem Ölgemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ fest.  Vom 200 m² großen Plateau aus lässt sich etwas südlicher die Victoria-Sicht erblicken. Diese erreicht man bei einem kurzen 800 m langen Spaziergang durch den idyllischen Buchenwald. Der Aussichtspunkt Victoria-Sicht erhielt seinen Namen anlässlich des Besuchs des Königs von Preußen Wilhelm I. und der Kronprinzessin Victoria. Von diesem Aussichtspunkt lässt sich die imposante Kreidewand des Königsstuhls noch einmal aus der Ferne bestaunen.

Der Königsstuhl Foto: Radke
„Kreidefelsen auf Rügen“ von Caspar David Friedrich Foto: Radke

Während des anderthalbstündigen Aufenthalts bieten die Cafés des Nationalparks Zeit zum Entspannen und Verarbeiten der vielen imposanten Eindrücke. Auch bei schlechtem Wetter ist ein unterhaltsamer Aufenthalt in dem Nationalpark-Zentrum garantiert: eine interaktive Erlebnisausstellung auf mehreren Etagen zeigt die vielen Facetten der Insel Rügen.

❏ Rügen

Die Ostseebäder

Während die Reisenden der Katharina von Bora einen Ausflug zum Königsstuhl gemacht haben, ist das Schiff nach Lauterbach auf Rügen weitergefahren und empfängt dort die Passagiere. Nach einem Nachtaufenthalt in Lauterbach startet am nächsten Morgen der Ausflug „Insel-Rundfahrt Rügen mit den Ostseebädern“. Von Lauterbach aus geht es auf der Bäderstraße, einer Allee mit einem herrlichen Blick auf die grüne Landschaft Rügens, zum Ostseebad Binz. Entlang der der Bäderstraße dampft der Rasende Roland an dem Reisebus vorbei. Die Rügensche Bäderbahn fährt auf einer 24 km langen Schmalspurbahn von der Rosenstadt Putbus aus über Binz und Sellin nach Göhren.

Im größten Seebad der Insel Rügen, Binz, angekommen, geht es für die Reisenden zu Fuß entlang der Strandpromenade weiter. In Binz findet sich, wie in allen Ostseebädern, die charakteristische Bäderarchitektur. Die meist weißen Fassaden der zwei- bis viergeschossigen Villen sind reich mit Rundbögen und Säulen geschmückt und verfügen über große Balkone und Veranden. Die zahlreichen hellen und restaurierten Villen direkt an der Strandpromenade sorgen für ein maritimes Flair bei den Flanierenden. Das Wahrzeichen von Binz ist jedoch das 1908 erbaute Kurhaus Binz, welches am zentralen Kurplatz an der Seebrücke von Binz liegt.

Das Kurhaus Binz    Foto: Radke

Besonders sehenswert ist auch das zum Ort Binz gehörende geschichtsträchtige Prora. Direkt an der Ostseeküste der Prorer Wiek stehen noch die Ruinen des unvollendeten Kraft-durch-Freude-Seebad Rügens. Der „Koloss von Prora“, welcher zwischen 1936 und 1939 gebaut wurde, sollte das deutsche Reisedomizil für 20.000 Urlauber werden. Die acht geplanten gleichartigen Wohnblöcke konnten jedoch aufgrund des Zweiten Weltkrieges nie fertiggestellt werden. Einige Blöcke sind bis heute gesprengt worden, während andere umgestaltet und zu Eigentumswohnungen hergerichtet werden sollen.

Der Hafen von Lauterbach    Foto: Radke

Südöstlich von Binz liegt das Seebad Sellin, welches die längste Seebrücke Rügens beherbergt. Am Fuße der 30 m hohen Steilküste Sellins gelangt man über die „Himmelsleiter“, einer Treppe mit 84 Stufen, auf die Seebrücke. Diese ist nicht nur bei Besuchern ein beliebtes Ausflugsziel, sondern zieht jährlich auch viele Hochzeitspaare an, die in dem Restaurant auf der Seebrücke feiern. Ein besonderes Highlight am Ende der Seebrücke ist eine Tauchglocke, in der sich die Unterwasserwelt der Ostsee bestaunen lässt.

Die Seebrücke in Sellin    Foto: Radke

Nach dem Ausflug zu den Ostseebädern geht es zurück an Bord mit Kurs auf die Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Ernst-Moritz-Arndt Universität zieht jährlich tausende Studenten nach Greifswald, wodurch zu den 55.000 Einwohnern der Stadt 12.000 Studenten hinzukommen. Architektonisch erinnert die Hansestadt mit ihrer vorherrschenden norddeutschen Backsteingotik an Stralsund.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

Hier geht es zum nächsten Teil der Reise.

 

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