MS Katharina von Bora von Nicko Tours
Von der Ostsee nach Potsdam mit MS Katharina von Bora – Teil 1

Im Hafen von Stralsund mit Blick auf die historischen Backsteinbauten und das moderne 2008 eröffnete Ozeaneum wartet die MS Katharina von Bora. Das Flusskreuzfahrtschiff von „nicko cruises“ nimmt die Besucher mit auf eine achttägige Reise von Stralsund über die Ostseeinseln Hiddensee, Rügen und Usedom mit einem Halt in der beeindruckenden polnischen Stadt Stettin und zum krönenden Abschluss in die einst preußische Residenzstadt Potsdam.
Mit an Bord war unsere Autorin Lisa Marie Radke, die in vier Teilen über diese Reise berichtet.

❏ Stralsund

„Unter den drei Kronen lässt es sich gut wohnen“

Nach Ankunft in der Hansestadt Stralsund, welche auch als „Tor zur Insel Rügen“ bezeichnet wird, wartet auf die Passagiere ein Stadtrundgang „im historischen Gewand“.  Der preußische Husarenoffizier Ferdinand von Schill zeigt die Stadt aus Sicht des 18. Jahrhunderts und deren Entwicklung bis zum heutigen Tag. Im Jahre 1234 erhielt Stralsund das Stadtrecht und wurde als Gründungsmitglied der Hanse eine der wichtigsten Städte im internationalen Handel.  Noch heute zeugen die Speicherbauten und das Lotsenhaus auf der Hafeninsel, welche im 20. Jahrhundert erbaut wurden, von dem einstigen Fern- und Nahhandel.

Stadt-Modell von Stralsund     Foto: Radke

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Stralsund 200 Jahre lang zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Vorpommern. Spuren der Schweden finden sich auch heute noch in einigen historischen Stadtwappen, welche Häuserwände oder auch gusseiserne Kanaldeckel zieren. Da das Bürgertum von der Herrschaft der Schweden wirtschaftlich profitierte, etablierte sich unter den Bürgern der Spruch „Unter den drei Kronen lässt es sich gut wohnen“.

Von der Ostsee nach Potsdam mit der MS Katharina von Bora – Teil 1

Und auch heute wohnt es gut in Stralsund. Nahezu alle Häuser bis auf sieben wurden aufwendig rekonstruiert und restauriert.  Auch einst wenig ansehnliche Plattenbauten wurden saniert und pflegen sich so in das Stadtbild des Stralsunder Stadtkerns ein.  Die historische Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, zeigt die charakteristischen norddeutschen Backsteingotik-Bauten, darunter die Marien- und Nikolaikirche sowie das Katharinenkloster.

❏ Hiddensee

Auf den Spuren von Gerhart Hauptmann

Von der Hansestadt Stralsund legt das Flusskreuzfahrtschiff am nächsten Tag erstmals ab mit Kurs auf die Insel Hiddensee. Angekommen im Hafen von Vitte, dem größten Ort der Insel, geht es mit Kutschen über die knapp 17 Kilometer lange Insel. Denn die Insel östlich von Rügen ist zu 95 Prozent autofrei. So finden sich auch in jedem Ort der Insel mehrere Fahrradverleihe für die jährlich circa 50.000 Touristen.

Die etwa 1.000 Einwohner von Hiddensee leben hauptsächlich von dem Tourismus und haben sich mit zahlreichen gastromischen Einrichtungen, Bernstein-Manufakturen und Souvenirläden auf die vielen Tagestouristen, die mit Fähren von der Insel Rügen kommen, angepasst. Vor allem lockt Hiddensee mit seiner schönen weiten Landschaft und der naturnahen Flora und Fauna. Die zwei großen Naturschutzgebiete der Insel bieten Lebensraum und Futterplätze für tausende Zugvögel.

Entlang des Hauptweges, der sich quer über Hiddensee zieht und zu langen Sparziergängen und Radtouren einlädt, finden sich zahlreiche Sanddornsträucher. Die säuerlichen orangen Beeren werden auf der Insel „gemolken“ und zu kulinarischen Spezialitäten wie Marmeladen, Likören, Säften und Kuchen verarbeitet. Eine Kostprobe gab es auch für die Passagiere der Katharina von Bora direkt am Strand des „Harten Ortes“.

Die Schönheit und Ruhe der kleinen Insel wussten auch viele bekannte Persönlichkeiten zu schätzen, die zeitweilig auf der Insel wohnten wie der Stummfilmstar Asta Nielsen und der deutsche Schriftsteller Gerhart Hauptmann. Hauptmann liegt auf dem Inselfriedhof begraben, zu dessen Grab heute noch viele Besucher pilgern.

Danke an den Veranstalter nicko-cruises  für die Einladung zur Flusskreuzfahrt. Die Kosten für An-/Abreise trugen wir selbst, ebenso das Getränkepaket an Bord.

 

Hier geht es zu Teil 2 der Reise.

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