Über Athen thront die Akropolis

Athen wird auch als das neue Berlin bezeichnet. : Die griechische Hauptstadt Athen durchläuft gegenwärtig einen tiefgreifenden Wandel, der sich besonders im kulturellen Bild der Stadt widerspiegelt. Angetrieben von zumeist jungen einheimischen Künstlern, Designern, Unternehmern und Hoteliers werden den Besuchern außergewöhnliche Entdeckungsreisen durch Athen ermöglicht. Über Athen thront die Akropolis

Über Athen thront die Akropolis

Derzeit findet neben Kassel die documenta in Athen statt.

Die Stadt, welche auf einmalige Art und Weise Historisches mit Hippem verbindet, wird am besten zu Fuß erkundet. Derart erschließt sich dem Reisenden die besondere Atmosphäre Athens mit ihrer ansteckenden Energie, die die griechische Hauptstadt nicht nur im Frühling, sondern das ganze Jahr über zu einem attraktiven Städtereiseziel macht.

Besuch der Akropolis

Frühmorgens sollte man die Akropolis besuchen. Vor allem im Hochsommer, denn das Gipfelplateau mit den bedeutendsten Tempeln von Athen ist schattenlos. Noch ein Tipp vorab: Schuhe mit Profilsohlen sind empfehlenswert. Denn Millionen von Besuchern haben Treppen und Fels glatt wie Eis geschliffen.

img_8518akropolisDer Besuch ist ein Muss für Athen-Besucher: Die Akropolis wird auch als Ur-Athen bezeichnet.

Einziges Hilfsmittel zum Transport des Baumaterials ist ein Steilafuzug, rechts im Bild. Foto: D.Weirauch
Einziges Hilfsmittel zum Transport des Baumaterials ist ein Steilafuzug, rechts im Bild. Foto: D.Weirauch

Akropolis Athen – Nationalheiligtum

Anfangs war die Akropolis eine düstere Burg, später ein heiliger Berg und eine Musterschau architektonischer Ästhetik. Heute sieht es dort an manchen Stellen aus wie ein wohlgeordnetes Trümmerfeld.  Seit 1977 wird die Akropolis Stein für Stein saniert. Man kann den Steinmetzen bei ihrer Arbeit zusehen.

Früher Handarbeit: heute hilft schon mal ein Traktor beim Transport der tonnenschweren Marmorblöcke. Foto: D. Weirauch
Früher Handarbeit: heute hilft schon mal ein Traktor beim Transport der tonnenschweren Marmorblöcke. Foto: D. Weirauch

Und so begeistert der Besuch dort jährlich Hunderttausende immer wieder. Die Reste der Anlage stammen aus dem fünften Jahrhundert vor Christi Geburt, sind also mehr als 2500 Jahre alt. Ein Rundgang führt durch die monumentale Eingangshalle der Propyläen zum grandiosesten Tempel der Antike, dem Parthenon, und zum Erechtheion sowie dem Tempel der Nike. Über Athen thront die Akropolis.

 

Sechs Karytiden genante Mädchenstatuen tragen des Dach der Korenhalle des Erechtheion. Foto: Dieter Weirauch
Sechs Karytiden genante Mädchenstatuen tragen des Dach der Korenhalle des Erechtheion. Foto: Dieter Weirauch

Die berühmten Mädchenfiguren der Karyatiden, die ein Vordach tragen, sind inzwischen durch Kopien ersetzt. Im Parthenon-Tempel soll einst eine Statue der Göttin Athene gestanden haben. Im Akropolis-Museum am Fuße der Akropolis kann man eine Kopie bewundern.

Akropolis und Europa gehören zusammen

Seit 1986 gehört das Ensemble der Akropolis zum Unesco-Weltkulturerbe. Laut Theodor Heuss ist die Akropolis ist neben Golgatha und dem Kapitol einer der antiken Hügel, „auf denen Europa sich gründet.“ Im Laufe der Jahrzehnte verfiel das Bauwerk und musste aufwendig restauriert werden. Dabei wurden in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Eisenklammern verwendet, die im Gegensatz zu den einst verwendeten antiken Klammern nicht vor Witterung geschützt waren.

p1280173akropolis-kopie Die durch Korrosion geschädigten Marmorteile müssen nun mühsam ausgetauscht werden. Restauriert wurde bislang das Erechtheion, die denkmalpflegerischen Arbeiten am Niketempel sowie dem Propyläen und Parthenon dauern noch viele Jahre.

Ausblick auf Piräus und die Berge der Peloponnes

Schön ist der Blick von der Südseite der Akropolis auf Piräus, den Saronischen Golf, die Insel Ägina und die Berge des Peloponnes. Von der Nordostecke aus überblickt man die gesamte Plaka, die Altstadt von Athen. Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die Altstadt und dann von einem Restaurant aus zurück zur Akropolis zu schauen.

Blick von der Akropolis auf die Plaka genannte Altstadt von Athen. Foto: D. Weirauch
Blick von der Akropolis auf die Plaka genannte Altstadt von Athen. Foto: D. Weirauch

Die jetzige Stadt zu Füßen der Akropolis entstand erst in den letzten 100 Jahren.  Darüber dann hier später mehr.

Am Fuße der Akropolis liegt das einst rund 17.000 Zuschauer fassende Dionysos-Theater. Foto: Weirauch
Am Fuße der Akropolis liegt das einst rund 17.000 Zuschauer fassende Dionysos-Theater. Foto: Weirauch
  • Infos zur Akropolis

Anfahrt: Metrostation „Acropolis“, weiter über Dionysiou Areopagitou, Metrostation „Monastiraki“, dann durch den archäologischen Bereich Ancient Agora oder Plaka-Viertel

Tickets: 12, erm. 6 Euro

Öffnungszeiten: tgl. 8-17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr

Museumsshop: im Eingangsbereich

Hinweis: Rauchen, Essen und der Konsum von Alkohol sind an diesem heiligen Ort verboten

Internet: odysseus-culture.gr (Englisch verfügbar)

Infos: | www.greece-athens.com

Hier geht es zur Griechischen Tourismuszentrale

Fluggesellschaft: Aegean

Die Recherche in Athen erfolgte mit Unterstützung der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr.

  • Auch heute ist die Meisterschaft der Steinmetze bei der Restaurierung gefragt. Foto: Weirauch
    Auch heute ist die Meisterschaft der Steinmetze bei der Restaurierung gefragt. Foto: Weirauch
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