Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Gebaut für Abenteurer

Die Marke Jeep gibt es seit 1941. Das Portfolio der amerikanischen Traditionsmarke umfasst aktuell fünf Modelle. Der Jeep Wrangler spielt dabei die Rolle des extrem geländefähigen Offroaders. Entgegen aller modischen SUV-Trends, blieb der Wrangler immer seinem Konzept treu. Er bietet auch in der dritten Generation (2018 kommt die Vierte) Geländetauglichkeit vom Feinsten. Wer sich für einen Jeep Wrangler entscheidet, der sucht auch für das Abenteuer abseits der asphaltierten Straßen.

Die US-amerikanischen Automarke Jeep gehört zum Fiat-Chrysler-Konzern und bietet mit dem Wrangler noch einen waschechten Geländewagen an. Einen Jeep Wrangler muss man unbedingt im unwegsamen Gegenden fahren, um seine beeindruckenden Fähigkeiten zu erleben. Mit seinen Geländefähigkeiten kann der robuste Ami auch die ganz harten Offroad-Kerle überzeugen. Bei Fahrkomfort, Reisetauglickeit, Variabilität, Assistenzsystemen oder hochwertigen Materialien können sich die anderen Hersteller an ihren SUVs austoben. Der Wrangler hat andere Prioritäten.

❏ Karosserie: Jeep Wrangler

Den Jeep Wrangler gibt es als 2- und 4-türiges Modell mit den Ausstattungsvarianten Sport, Sahara und Rubicon. Außerdem gibt es ihn in sieben verschiedenen Lackierungen. Wir hatten zum Test die 2-türige Version, die eine Karosserielänge von 4,22 Metern, eine Breite von 1,87 Meter und eine Höhe von 1,86 Meter aufweist. Beim Radstand bringt es der Wrangler auf 2,42 Meter. Den Wendekreis gibt Jeep mit 10,4 Metern an. Mit kam er größer vor.

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Jeep Wrangler     Foto: F. Moritz

Die optischen Anleihen vom Ur-Jeep „Willys MB“ sind beim Wrangler gewollt. Der imposante Kühlergrill mit seinen sieben Schlitzen und den runden Halogenscheinwerfer gehören dazu. Das Karosseriedesign ist schnörkellos und frei von modischem Schnickschnack. Die robuste Stoßstangen-Beplankung aus schwarzem Kunststoff ist optisch vielleicht kein Highlight, sorgt aber im Falle eines Schadens für geringe Folgekosten.

Bei nicht vielen Autos ist es möglich, dass die Türen und die Frontscheibe einfach ausgebaut werden können. Beim Wrangler funktioniert das. Jetzt noch das Stoffdach mit den Kunststoffscheiben aufklappen, und der Ami wird zu einer im wahrsten Sinne des Wortes coolen Kiste.

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Jeep Wrangler in der „Cabrioversion“      Foto: JEEP

Vorausgesetzt man hat genügend Zeit zum Öffnen des Stoffdachs eingeplant. Wo andere Autos per Knopfdruck in wenigen Sekunden ihr Dach elektrisch öffnen, benötigt man beim Jeep Wrangle einige Minuten beim händischen Entblättern der Stoffmütze. Und es ist eine fummelige Angelegenheit. Für den Wrangler kann man aber auch ein Hardtop ordern.

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Jeep Wrangler: Einfach die Schrauben lösen, und die Tür kann ausgehängt werden      Foto: F. Moritz

Mit der Sonderlackierung „Sarge Green“ würde der Test-Jeep in jeden Bundeswehr-Fuhrpark passen. Beeindruckend ist die Watttiefe des Amis mit 76 Zentimetern. Der vordere Böschungswinkel beträgt 38,4° und der hintere 31,3°. Die Bodenfreiheit der Geländewagenikone liegt bei knapp 26 Zentimeter. Bei diesen Werten liegt es auf der Hand, dass der Wrangler perfekt fürs Gelände ausgestattet ist.

❏ Kofferraum: Jeep Wrangler

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Jeep Wrangler    Foto: F. Moritz

Das Thema Kofferraum ist beim 2-türigen Jeep Wrangler relativ schnell abgearbeitet. Bei aufgerichteter Rücksitzlehne passen bescheidene 142 Liter ins Gepäckabteil. Wird sie umgelegt, erhöht sich das Volumen auf 430 Liter. Inklusive Insassen können knapp 430 Kilogramm an Zuladung im Jeep Wrangler untergebracht werden. Ein paar Kleinigkeiten können noch unter dem Ladeboden verstaut werden.

❏ Innenraum + Ausstattung

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Bequeme Vordersitze im Jeep Wrangler      Foto: JEEP

Die Türen schwenken weit auf. Fahrer und Beifahrer müssen sich dann nur noch elegant auf die Vordersitze hieven. Der Einstieg auf die Rückbank ist um ein vielfaches beschwerlicher. Und die anschließende Sitzposition möchte man eigentlich niemanden zumuten. Dafür sitzt man auf den vorderen, beheizbaren Ledersitzen recht bequem und hat einen guten Überblick auf das Verkehrsgeschehen. Dazu gibt es reichlich Platz über dem Scheitel.

Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Robuster Innenraum    Foto: JEEP

Im Innenraum ist alles übersichtlich angeordnet und mit robusten Materialien ausgestattet. Hier dominiert Hartplastik und die Verarbeitung ist typisch für ein amerikanischen Autos. Hinter dem Leder-Multifunktionslenkrad schaut der Fahrer auf vier analoge Rundinstrumente. In der Mitte des Armaturenbretts sitzt der 6,5 Zoll Touchscreen für das Infotainment- und Navigationssystem. Darunter sitzen die elektrischen Fensterheber zwischen zwei runden Lüftungsdüsen und diversen Knöpfen für die Sitzheizung, das ESP und die Bergabfahrhilfe.

Und es gibt sogar eine elektrische Spiegelverstellung. Also ein Grundmaß an Komfort ist auch beim Jeep Wrangler vorhanden. Neben dem Schalthebel für die 5-Gang-Automatik liegt der Wahlhebel für den Allradantrieb und die Geländereduktion. Im Test-Wrangler war dieser sehr schwergängig zu handhaben. Überrascht hatte mich der respektable Klang der Audioanlage – zumindest im Stadtverkehr – und das fast nichts klapperte.

❏ Motor + Fahreigenschaften

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Jeep Wrangler mit 2,8 Liter Dieselmotor      Foto: F. Moritz

Der gut zwei Tonnen schwere Testwagen hatte einen 2,8 Liter CommonRail-Direkteinspritz-Motor mit 200 PS Leistung und 460 Newtonmetern Drehmoment. Das reicht für 172 km/h Spitzengeschwindigkeit und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 10,7 Sekunden. In der Stadt hält der Wrangler bequem mit und auch auf Landstraßen reicht die Motorenleistung aus. Die Autobahn ist nicht sein Revier. Die Lenkung gleicht mehr der Ruderanlage eines Containerschiffs und arbeitet sehr indirekt.

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Jeep Wrangler     Foto: F. Moritz

Dämmung stand auch nicht unbedingt ganz oben auf der Prioritätsliste der Wrangler-Entwickler. Der Motor ist einer von der rauhen Sorte, der nach erreichen der Betriebstemperatur auch im Innenraum noch akustisch wahrgenommen wird. Dieser rauhe Klang passt aber auch irgendwie zum Jeep Wrangler und macht ihn deshalb schon wieder sympathisch. In der Stadt genehmigte sich der Testwagen knapp 11,5 Liter Diesel. Bei Überlandfahrten ging es dann unter die 9-Liter-Marke. Die Verbrauchswerte auf der Autobahn waren indiskutabel.

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Jeep Wrangler mit 18-Zoll-Felgen    Foto: F. Moritz

Das Revier vom Jeep Wrangler ist das Gelände. Ich hatte das Glück bei einem Bekannten nach dem Sturmtief „Xavier“ mit dem Geländehammer durch seinen privaten Wald pflügen zu dürfen. Mit dem serienmäßigen Allradsystem, dem Unterfahrschutz für Kraftstoffbehälter und Verteilergetriebe und seinem Vorschaltgetriebe, war der Wrangler bestens ausgestattet für den Ritt durch die Pampa.

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Motorhauben-Verriegelung à la Jeep Wrangler     Foto: F. Moritz

Schlammige, aufgeweichte Wege waren für den Jeep Wrangler kein Problem. Nur wenn die Räder stark verschmutzt waren und das Gelände seitlich abkippte, kam der Jeep bei Schräglage leicht ins rutschen. Spannend war es, wenn es auf dem aufgeweichten Waldboden über Anhöhen ging. Das Wort Berge wäre hier etwas übertrieben. Aufgehalten hatten den Wrangler und mich nur die umgefallenen Bäume.

❏ Fazit und Kosten: Jeep Wrangler

Der Jeep Wrangler ist ein Auto für die treue Offroad-Kundschaft, die weiß, was sie an ihm hat. Seine unübertroffene Geländefähigkeit und der martialische Auftritt machen den Ami in der heutigen Autowelt einmalig. Sicherlich ist er kein Fahrzeug für längere Touren in der Stadt oder der Autobahn. Komfort, Verbrauch und Materialien sind vielleicht nicht auf der Höhe der Zeit. Vier Jahre Garantie dagegen schon. Den günstigsten Jeep Wrangler mit zwei Türen gibt es ab 39.490 Euro. Bei der 5-türigen Version sind es mindestens 44.490 Euro.

Das Fahrzeug wurde für den Test von JEEP zur Verfügung gestellt.

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